„Kalter Kaffee“ - vom GF aufgewärmt!

Clueso ist ein Sänger, Rapper, Songschreiber, ungefähr im Alter des Geschäftsführers der Pächterfirma des Nürburgrings, Mirco Markfort. - Beide haben etwas, was sie auch sonst verbindet: „Kalter Kaffee“ - wenn man darunter versteht, dass man ihn nicht immer wieder aufwärmen sollte, da man eigentlich nach vorn blicken möchte. Aber sowohl Clueso als auch Markfort vergessen diese Regel, wenn es z.B. um Achterbahnen geht. - Markfort erinnert sich aber – immer wieder – noch an mehr. Er ist vielleicht der Ansicht, dass die Wirkung von Werbung nur dann sichergestellt wird, wenn man sie ständig wiederholt. Clueso singt gerne von der Achterbahn, Markfort erzählt gerne von der Achterbahn. - Beide immer wieder. - Und man möchte inzwischen Mirco Markfort empfehlen, doch nun endlich einmal zu den wirklich wichtigen Themen – auf den Nürburgring bezogen – zu kommen. Aber immer wieder kocht bei ihm die Achterbahn hoch. Das ist wirklich wie…

„Kalter Kaffee – vom GF aufgewärmt!

Aber die Presse scheint Informationen dieser Art – kritiklos! - gerne zu verbreiten: Die Achterbahn am Nürburgring ist noch nicht tot! Sagt Mirco Markfort! Und präzisiert: „Wir prüfen!“ - Und in 2018… -

Dann wird Mirco Markfort wahrscheinlich mit Clueso singen:

„Ich sag Hallo mit nem Gruß aus der Achterbahn

Und ich fühl mich gut, denn es fühlt sich so gut an

Denn ich fahr immer noch ohne Plan nach all den Jahren

Und ich fühl mich gut, denn es fühlt sich so gut an“

Wenn man so gut drauf ist, dann ist man eigentlich reif für‘s „Goethe Institut“ und kann deutsche Lyrik im Ausland verbreiten. - Was aber Mirco Markfort derzeit – nicht nur zum Thema Achterbahn – und die nächste Zukunft verbreitet, zeigt eigentlich, wo die Pächter-GmbH wirklich „der Schuh drückt“:

  • Nicht auf dem Gebiet des Motorsports!

Obwohl es da auch „weite Felder zu beackern“ gibt. Markfort lenkt mit Hinweisen auf Events und Firmenveranstaltungen für die er die üppigen (überflüssigen!) Bauwerke des politischen Wirkens eines Kurt Beck zur Verfügung hat, von den Problemen ab, die ihn nicht nur für die Sicherstellung der Zukunft von Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife interessieren, sondern vor allen Dingen deshalb, weil ihm – und den russischen Besitzern – der „Touristenverkehr“ sehr wichtig ist.

  • Nicht nur wegen der Mehrwertsteuer!

Die Überwachung des „Touristenverkehrs“ durch auf der Nordschleife durchgehend installierte Kameras ist ihm wirklich ein Anliegen, zu dessen Umsetzung ihm auch von russischer Seite Druck gemacht wird.

So hat er inzwischen eine ganze Reihe von Angeboten vorliegen, die aber leider nur wenig Gemeinsamkeiten aufweisen, wenn man davon absieht, dass alle auf viele Kilometer notwendige Kabelverlegung verweisen.

Aber diese – z.B. für Glasfaserkabel – geradezu „endlose“ Länge bringt Probleme. Nun soll ein „unabhängiger“ Gutachter aus dem vorliegenden Angebots-Wirrwarr die Lösung empfehlen, die es erlaubt, zu einer Endlösung zu kommen.

Aber dieser Gutachter kann sicherlich nur eine Folge von gut formulierten Sätzen zu Papier bringen, denn Praxis-Erfahrungen mit einem solchen – oder ähnlichen Projekt – liegen eigentlich nicht vor. - Und Papier ist geduldig!

Aber Mirko Markfort ist optimistisch. Diesen Optimismus findet man gerade bei Leuten, die von Thema – über das sie gerade reden – besonders wenig Ahnung haben.

  • Aber dafür gibt es sachverständige Gutachter!

Aber auch die werden in diesem Fall eigentlich nur Vermutungen aussprechen können. Wie es scheint, kommt für die Umsetzung solcher Vermutungen in blitzgescheite Formulierungen dann eine Kombination von WIGE (jetzt in neuem Besitz) und VODAFONE in Frage.

Dr. Heinemann, der Ein-Prozent-Anteilseigner bei der capricorn NÜRBURGRING Besitzgesellschaft mbH und Berater der Pächterfirma, wurde auch schon bei Gesprächen in London bei Vodafone beobachtet. - Was aber nicht unbedingt etwas heißen muss, nur eine Feststellung ist.

Andere Informanten berichten, dass Dr. Heinemann in London in dieser Sache mit Siemens verhandelt hat. - Es kann beides sein. Denn beide Firmen – und noch andere, u.a. auch ein chinesischer Großkonzern (!) - haben jeweils Angebote unterbreitet. - Um eigentlich feststellen zu müssen, dass man innerhalb der Pächter-Firma selbst von der Sache relativ wenig versteht.

  • Man weiß zwar was man will. - Aber es darf auch nichts kosten!

Derzeit favorisiert man eine Lösung mit zwei Glasfaserleitungen rechts und links der Strecke. Aber man benötigt auch Strom. Und den nicht nur an einer Stelle. Deshalb will man zusätzlich noch ein Stromkabel (Kupfer und armdick!) verlegen und rings um die Nordschleife noch 12 Transformatoren installieren, wo jeweils „nachgepowert“ werden soll. - Aber der Strom soll an einer Stelle - „von oben“ - eingeleitet werden.

Die Fachleute streiten sich eigentlich jetzt schon darüber, ob so eine „Staffelschaltung“ nun die richtige Lösung ist. Erfahrungen hat man in dieser Größenordnung keine.

Darum meinen andere, dass man in diesem Fall eigentlich eine „Sternschaltung“ vornehmen sollte, weil hier… - Und da beginnen die Diskussionen und – sie werden auch nach einem vorliegenden Gutachten nicht enden.

Denn der Gutachter wird nicht für die Richtigkeit seiner Empfehlung garantieren können. Und die in Aussicht genommenen Firmen auch nicht. Fest steht aber, dass man zu diesem ganzen „Leitungskram“ auch noch eine Menge Filmkameras benötigt. - So um 75 bis 90 Stück! - Und die müssen auch noch so gesichert angebracht sein – und an den wichtigen (richtigen) Stellen der Strecke… - Oh ja, es gibt noch eine Menge zu bedenken!

  • Und dann muss das alles auch bezahlt werden können!

Trotzdem ist man „oben“ eigentlich guter Dinge und träumt davon, mit dem Bau, der unter dem Titel

  • „Buddeln und Graben 2.0“

stehen könnte, „im Herbst“ zu beginnen. - Ich habe aber noch nicht gehört, dass jemand dazu eine Jahreszahl genannt hätte.

Im Moment ist für die Außendarstellung scheinbar die Achterbahn wichtiger.

Die Provinz-Gala zum 90. Geburtstag des Nürburgrings hätte man tatsächlich gut aufpeppen können, wenn Mirco und Clueso im Duett gesungen hätten:

„Ich sag Hallo mit nem Gruß aus der Achterbahn

Und ich fühl mich gut, denn es fühlt sich so gut an

Denn ich fahr immer noch ohne Plan nach all den Jahren

Und ich fühl mich gut, denn es fühlt sich so gut an“

So war wohl real einer der Höhepunkte der „Festveranstaltung“, dass die Gäste der Veranstaltung nach 22 Uhr im Parkhaus (Tiefgarage) umherirrten, um ihr Automobil wieder zu finden. Die „Einweiser“, bei der Einfahrt noch vorhanden, hatten da längst das Weite gesucht.

Wahrscheinlich hatte man den Ablauf des Abends nicht mit einem Gutachten absichern lassen. So kam es dann zu peinlichen Pannen, die z.B. einen Jacky Stewart deutlich altern ließen, und für das Zuspätkommen eines Klaus Ludwig konnte man sich eine Entschuldigung aussuchen:

  • Entweder war die von Rainer Braun echt – oder war es die AMG-Version von Klaus?

Wenn ich das richtig beobachtet habe, war Alexander Licht (CDU) als Repräsentant der Landesregierung angereist. - ??? - Von der SPD hatte sich wohl niemand getraut! - Alles ziemlich peinlich! - Echt Provinz!

Noch nicht einmal der Präsident der deutschen Motorsport-“Behörde“ DMSB, Hans-Joachim Stuck, war „vor Ort“. - Was sind 90 Jahre Nürburgring, verglichen mit einer Public Viewing-Veranstaltung zum Thema Le Mans im Stuttgarter Raum, wohin der VW-Konzern seinen „Auch“-Repräsentanten abkommandiert hatte?

Zum 24-Stunden-Rennen am Nürburgring als Fremdenführer für Hapag Lloyd in Monaco unterwegs; zur 90 Jahr-Feier am Nürburgring dann der „Anheizer“ von VW im Stuttgarter Raum! - Und bei der letzten Präsidiums-Sitzung des DMSB in Frankfurt wurde er dort auch vermisst. - Aber auch dort vorher schon ein paar Mal.

Da passt dann der Text eines deutschen Volksliedes sehr gut:

„Und der Hans schleicht umher
trübe Augen, blasse Wangen
und das Herz ihm befangen
und der Kopf ihm so schwer.“

Aber eigentlich gefällt mir der Text von Clueso – wenn man ihn auf den Nürburgring bezieht - besser:

  • „...denn ich fahr immer noch ohne Plan nach all den Jahren!“

Selbstverständlich nur mit „DMSB-Nordschleifen-Permit A“!

MK/Wilhelm Hahne

Damit meine Leser die Motor-KRITIK-Meinung kennen: Die Achterbahn am Nürburgring, der „ring°racer“ wird niemals mehr regelmäßig in Betrieb sein! - Weder 2018, 2019, noch 2020! - Hier wurden 14 oder 15 Millionen Euro „in den Sand gesetzt“! - Basta! - Man sollte bei diesem Betrag den „ring°racer“ zu einem Stück „Kunst am Bau“ hochstilisieren! - Kurt Beck sollte ihn noch handsignieren! - Titel: „Beck‘sche Bau-Speicheldrüse“. - Ein “Special“ für Speichellecker!

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