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Menschliche Wärme spüren -

das tut man (hoffentlich!) nicht nur an Geburtstagen. Aber an Geburtstagen wird schon besonders deutlich, dass das Leben – neben geschäftlichen – auch von menschlichen Aspekten bestimmt wird. Es tut gut, das an diesem Beispiel zu begreifen.

Menschliche Wärme spüren -

das empfindet man eigentlich bei allen menschlichen Handlungen. Ich habe das eben mal besonders an meinem Geburtstag so empfunden, wo mich über die unterschiedlichsten Kanäle weit mehr als 100 Glückwünsche erreicht haben.

In Kommentaren, die Sie auf diesen Seiten mitlesen können. In Briefen, auf Karten, in vielen, vielen Telefongesprächen – übrigens aus aller Welt! - und natürlich in E-mails und in vielen Notizen auf meiner Pinnwand bei Facebook. (Die ich übrigens mal aus beruflichen Gründen eingerichtet habe, bzw. einrichten musste.)

Man kann sich als junger Mann vieles vorstellen – nur nicht, wie man alt wird. Glauben Sie mir, es ist eine gute Erfahrung. Wenn man gesund ist. Im Denken ist man ein ganzes Stück weiter als die, die glauben jung und dynamisch zu sein. Und das an Jahren messen.

Dynamisch ist man auch im Alter. Im Denken. Und es fällt einem leichter, solche Dinge zusammen zu führen – gedanklich – die man in jungen Jahren übersehen hätte. Die Erfahrung, die man nur über das Älterwerden erreicht hat, die hilft einem. - Man kennt ein paar „Puzzle-Stücke“ mehr.

So verschiebt sich auch die Perspektive. Weg von Karriereträumen, hin zu menschlichem Verstehen. Ich verstehe trotzdem den Hintergrund zu „Leuchtturmprojekten“, zu Lügen – die andere als optimales taktisches Verhalten empfinden – aber auch den Hintergrund zu ehrlich gemeinten Glückwünschen. - Ich habe zu Allem eine klare Einstellung.

Ich habe mich über alle gefreut, über alle Glückwünsche, die mich zu meinem 79. Geburtstag erreichten.

Wenn ich hier DANKE sage, dann meine ich das ehrlich. Der Inhalt Ihrer Glückwünsche, liebe Leser, hat mich wirklich erreicht. Ich habe sie auch „verstanden“. - Soweit man Glückwünsche überhaupt verstehen kann. Ich sollte vielleicht sagen: Ich habe sie „empfunden“.

DANKE!

Und natürlich mache ich mit diesen Seiten weiter. Nicht für eine Mehrheit, aber für eine Minderheit, die die Welt ähnlich empfindet wie ich. Denn ich kann sie nur aus meiner Sicht schildern, Ereignisse so schildern, wie ich sie empfinde. Die einen werden das als subjektiv, die anderen als objektiv empfinden. „Bob“ Lutz, ein Mann in meinem Alter, hat mir mal vor Jahrzehnten gesagt:

„Wenn ein Journalist wirklich gut ist, dann ist seine subjektive Meinung auch objektiv.“

Es ist in meinem Fall die subjektive Sicht eines alten, erfahrenen Mannes, der die „Branche“ kennt, weil sich sein Leben konstant in ihr abgespielt hat. Und der heute oft Menschen der Branche in ihrem Denken erahnen, mit ihren Absichten erkennen kann. Was man – hoffentlich – nicht nur an den hier nachzulesenden Beispielen zum Thema „Nürburgring“ merkt.

Das Leben bietet für einen Journalisten ein weites Feld. Ich kann es nicht in ganzer Breite beackern, habe mich auf das Teilgebiet MOTOR konzentriert. Seit Jahrzehnten. Ich gehöre nicht zu den Leuten, die eines möglichen „Erfolges“ wegen, immer wieder kleine „Seitensprünge“ wagen. - Nach dem Motto: Sie könnten ja den größeren Erfolg bringen.

Ich bin dem Erfolg in meinem Leben nicht nachgelaufen. Ich habe meine Arbeit getan. Verantwortlich. Ganz gleich ob als Angestellter oder in selbstständiger Position. Ich habe MEIN Leben gelebt. Und – bitte erschrecken Sie nicht – ich habe vor, in gleicher Form noch eine Weile weiter zu leben.

Schön, dass ich eine so nette Begleitung auf meinen Internetseiten gefunden habe.

DANKE!

Wilhelm Hahne

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3 Kommentare

von Günther LUDWIG erstellt am 20 Januar, 2012 - 22:46

"In dreißig Jahren Indochina habe ich die Erfahrung gemacht, daß die subjektive Berichterstattung oft die ehrlichste Methode ist, der Wirklichkeit oder – wenn man vor dem großen Wort nicht scheut – der Wahrheit näherzukommen"

Peter Scholl-Latur, als Vorwort in "Tod im Reisfeld"

GLu

von Detlef Kupfer erstellt am 22 Januar, 2012 - 17:30

Blogschreiber sein dagegen sehr.

Genau deshalb, Herr Hahne, haben sich die vielen Jahre gelohnt, für Sie und für Ihre Leser, so wie mich, denn Sie zeigen als einer der Wenigen, dass es auch ohne Fleckviehkommunikation (= Wiederkäuen von Meldungen) und ohne "find ich auch" - Kommunikation geht, ganz einfach nur mit offenen Augen, spitzer Feder und Beiträgen, wo man das Gefühl des Selbstmiterlebthabens, Nebendransitzens, der Freude und des Zornigseins, hat. Und weil es heutzutage bei allem, was so geschrieben wird, nicht nur auf das Was, sondern auch das Wie ankommt, lese ich bei Ihnen so verdammt gerne rein.

Alles, alles Gute aus Bad Homburg,
Detlef Kupfer

www.motorbloeckchen.de

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von Frank erstellt am 23 Januar, 2012 - 08:21

Ich bin auf Ihre Seite vor ca. 2 Jahren aufmerksam geworden, und ich halte sie für die neutralste und beste Motorjournalistik überhaupt. Machen Sie weiter, und: bitte mehr!

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