Die GV vom 5. August: „Ganz, ganz toll!“

Wer hat das wohl über diesen Termin gesagt? - Motor-KRITIK hatte diesen Termin veröffentlicht, nachdem an der vorletzten Gesellschafterversammlung (GV) der CNBG, der capricorn NÜRBURGRING Besitzgesellschaft mbH, Dr. Axel Heinemann, als Minderheitsgesellschafter nicht teilgenommen hatte. - Wie er mir selbst auf Anfrage mitteilte, aber Motor-KRITIK schon vorher berichtet hatte. Alles was Dr. Heinemann so macht, ist nicht am Wohl der Region um den Nürburgring orientiert, sondern an seinem ganz persönlichen Wohl. Er wollte nicht den russischen Investor als seinen Partner in der alten Capricorn-Firmenhülle. Aber Jens Lieser bestand darauf, obwohl ihm Dr. Heinemann andere Investoren als seine Gesellschafter empfohlen hatte. Und nun kämpft Dr. Heinemann einen einsamen, aber wirksamen Kampf gegen seinen Gesellschafter in der gemeinsamen Firma. Und da kann er sich auch auf den von ihm dort als „seinen Geschäftsführer“ eingesetzten Adam Osieka verlassen. Bisher – exakt bis zum 30. Juli 2015 – war der auch Geschäftsführer des Heinemann-Besitzes (er ist allerdings auf den Namen seiner Frau eingetragen!) „Getspeed“ in Meuspath. - Nun kann der sich ganz auf den Nürburgring konzentrieren. Und darauf, dass dort nun die Tanksäulen alle in exakt der gleichen Zeit die gleiche Menge Benzin fördern. Denn daran soll es liegen, wenn Adam Osieka bisher schon mal bei Langstreckenrennen zur VLN-Serie verloren hat. Osieka ist ein „Winnertyp“ und da kann es nur an den Tanksäulen – oder doch an seinem Horoskop? - liegen, wenn er am Ende eines Rennens, in dem er einen Porsche GT3 bewegt – nur zweiter Sieger ist. - Auch Dr. Axel Heinemann wollte bei der Gesellschafterversammlung am 5. August nicht zweiter Sieger sein. Er war nämlich gar nicht erst erschienen. Und stellte Bedingungen. - Auch z.B. im Hinblick auf den mit der VLN abgeschlossenen Dreijahres-Vorvertrag, dem noch die zweite Unterschrift fehlt, um rechtsgültig zu sein. - Motor-KRITIK berichtete. - Darum kam dieser GV besondere Bedeutung zu. Und es war schon von Bedeutung wenn jemand den Ausgang so mit Worten kommentierte, wie dann hier zum Titel wurden:

Die GV vom 5. August: „Ganz, ganz toll!“

Das Einfachste wäre gewesen, Dr. Axel Heinemann hätte etwas zum Inhalt und dem Ablauf dieser Gesellschafterversammlung erzählt. Schließlich war er in dieser Versammlung einer – also eigentlich DER Teilnehmer - von Bedeutung.

So habe ich seine Handy-Nummer dann auch am 6. August, morgens so gegen 10:30 Uhr einmal gewählt, um von seinem Anrufbeantworter zu erfahren, dass sich Dr. Heinemann melden würde. - Wenn er denn kann.

Diese Ansage – und Versprechen - erfolgte natürlich in feinstem Englisch. Dr. Heinemann ist eben ein Mann von Welt. Und so ein Mann hat selten und sehr wenig Zeit. - Für Andere. - Zumal, wenn sich damit kein Geld verdienen lässt.

Jedenfalls hat er sich bei Motor-KRITIK nicht gemeldet. Also galt es wieder für Motor-KRITIK, die wichtigen Fragen „über Bande zu spielen“. Da liegt man dann schon mal nicht so genau im Ziel, sondern etwas daneben.

Trotzdem muss man zufrieden sein. Denn schon die ersten gezielten Schläge brachten mit dem verwendeten „Puck“, bei Schlägen im richtigen Winkel, ein relativ gutes Ergebnis:

Dr. Heinemann war tatsächlich vor Ort, hatte der Einladung Folge geleistet und konnte jetzt argumentieren, was ihm am neuen Dreijahresvertrag mit der VLN nicht gefiel, der bisher nur von einem Geschäftsführer des Nürburgring-Pächters CNG unterschrieben worden war.

Adam Osieka hatte eine Unterschrift bisher abgelehnt. - Weil er den Vertrag noch nicht kannte? - So wird kolportiert. - Aber Dr. Heinemann kannte ihn nun am 5. August und machte klar, dass er ihn in der jetzigen Form nicht für unterschriftsreif halten würde.

Seine Argumentation war so, dass man davon ausgehen muss, dass Dr. Heinemann sich nun in den Fängen der „Krake“ ADAC befindet, wo man es auch nicht gut findet, wenn die CNG nun einen Vertrag in der vorliegenden Art mit der VLN abschließen würde, weil die VLN so dem ADAC aus den Fängen gleiten könnte.

Aber die VLN hat eben nicht gegenüber dem ADAC eine Verpflichtung, sondern eine gegenüber dem Motorsport. Außerdem gibt es unter den hier zusammengeschlossenen Vereinen vier, die dem DMV angeschlossen sind. - Und dort knirscht man inzwischen auch schon mit den Zähnen, wenn man von den aktuellen Aktivitäten des ADAC hört. - Aber man lässt kein Knurren hören. - Schließlich arbeitet man mit dem u.a. im DMSB zusammen.

Und im DMSB hat der ADAC das Sagen! - Und der VW-Konzern einen gewissen Einfluss, weil zufällig der Präsident des DMSB... - Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man eigentlich darüber lachen.

Ein Ehren-Senator des ADAC (Nordrhein) hatte schon vor Wochen in einem „Geheimgespräch“ (natürlich!) mit zwei Herren der NR Holding AG, Düsseldorf, also einer Firma, die vom russischen Investor mehrheitlich beherrscht wird, sehr deutlich gemacht, dass nur er (oder meinte er den ADAC?) der CNG die richtige – optimale - Lösung anbieten kann, die dann auch das zukünftige Geschäft der CNG am Nürburgring sicher stellt.

Merke: Ohne den ADAC geht gar nichts auf dem Motorsportsektor in Deutschland. Und wer das nicht begreifen will, der merkt das spätestens an den Reaktionen des DMSB. Also aufgepasst, lieber AvD, DMV, liebe NR Holding AG und liebe VLN.

Die VLN hatte der ADAC (natürlich nur eine kleine Gruppe davon, die nicht repräsentativ die Meinung des ADAC vertritt!) inzwischen schon von einem Beitritt zum geplanten „Pool“ von Veranstaltern am Nürburgring ausgeschlossen, ihm „die rote Karte gezeigt“, um ihn zu sensibilisieren. Das geschah übrigens unter aktiver Mitarbeit eines für den Verein von „Ja zum Nürburgring“ tätigen Mitarbeiters, was die Zuordnung dieses Vereins grundsätzlich erleichtert.

Da war aber schon der Generalbevollmächtige der VLN OHG, Karl Mauer, mit einem schnellen Stepp-Schritt an dem ADAC-Einwand vorbei geglitten und mit Carsten Schumacher, einem der Geschäftsführer der CNG, zu einer Einigung über wichtige Passagen zu einem neuen Vertrag, einem Dreijahres-Vorvertrag gekommen, der dann zwar auch geschlossen wurde, aber dann – da nur mit einer Unterschrift des Herrn Schumacher versehen – keine Rechtsgültigkeit hat. Es fehlt die Unterschrift des zweiten Geschäftsführers der CNG, Adam Osieka, des Heinemann-Vertrauten. - Oder aber ersatzweise der Beschluss einer Gesellschafterversammlung, wie er eigentlich am 5. August erreicht werden sollte.

Nun ließ der ADAC am 5. August bei der GV praktisch über Herrn Dr. Axel Heinemann „nacharbeiten“, weil die Argumente die Herr Heinemann nutzte, zufällig auch die z.B. es ADAC Nordrhein sein könnten. - Oder eines Ehren-Senators. - Wobei Heinemann eigentlich nicht dieser Vertrag interessierte, sondern ihm klar war, dass dieser Vorvertrag für die CNG sehr wichtig ist, so dass man über die Nutzung dieses Hebels den russischen Investor zu einem Einlenken auf seine Wunsch-Forderungen bringen könnte, die dann seine nächste Zukunft absichert.

Also gab es am 5. August dann keinen Gesellschafterbeschluss, der den VLN-Vorvertrag rechtsgültig machte. - Und die „kriegerischen Vorarbeiten“ gingen weiter.

Denn – bei Motor-KRITIK war es schon aus Anlass des 5. VLN-Lauf zu lesen: Wie soll Dr. Heinemann z.B. den bei der Stadtsparkasse Krefeld aufgenommenen Kredit von fünf Millionen Euro zurückzahlen oder gar nur die Zinsen dafür aufbringen? - Und noch die Kosten dafür tragen, die automatisch bei um 10 Gerichtsprozessen mit seinem Gesellschafter entstehen.

Darum wurde es nicht nur an diesem 5. August eine lange Gesellschafterversammlung. Stunde um Stunde wurde gerungen. - Alles geheim! - Andere Medien haben gar nicht mitbekommen, dass sich da überhaupt hinter den geschlossenen Türen am Nürburgring Gewaltiges abspielte.

Man ist in Sachen VLN-Vertrag dann „ohne Ergebnis“ auseinander gegangen!

Also war eine Fortsetzung erforderlich, musste es eine weitere GV (Gesellschafterversammlung) geben.

Eigentlich war diese weitere Gesellschafterversammlung zunächst für den 7. August geplant, die aber dann auf einen zunächst Motor-KRITIK nicht bekannten Termin in der 33. Kalenderwoche – also diese Woche – verschoben wurde.

Und jeder versuchte sich im Hinblick auf diesen Termin mit jedem abzustimmen. - Hektik hinter den Kulissen. - Und niemand hat's gemerkt?

Dr. Axel Heinemann wurde sogar in dieser 33. Kalenderwoche in der Eifel gesehen. Aber er hatte sicher keine Zeit, um auf die Nachfrage von Motor-KRITIK vom 6. August zu reagieren. Es gab wahrscheinlich wichtige Termine bei „Getspeed“. - Abstimmungsgespräche mit Adam Osieka? -

Außerdem wäre ein Telefongespräch mit Motor-KRITIK wohl ein „Ferngespräch“ gewesen. Weniger weil die Entfernung Meuspath – Virneburg zu groß ist, sondern weil unsere Grundeinstellungen zu weit auseinanderliegen.

Dr. Heinemann bevorzugt andere Gesprächspartner, bei denen es leichter ist, eine Meinung und die Sicht der Dinge zu verändern, die seine als die richtige durchzusetzen.

Dazu wird er dann jetzt wieder am Freitag, dem 14. August Gelegenheit haben, weil zu diesem Termin – wie ich inzwischen recherchieren konnte – die nächste Gesellschafterversammlung angesetzt ist, auf der dann eigentlich die Entscheidung darüber fallen sollte, wie ernst man die CNG in ihrer augenblicklichen Zusammensetzung als evtl. zukünftiger Verhandlungspartner überhaupt noch nehmen darf.

Mit wem sollte man in Zukunft in Sachen eines Vertrages am Nürburgring überhaupt verhandeln?

Es herrscht Krieg zwischen den Gesellschaftern, die eigentlich den Nürburgring in einer gemeinsamen Firma betreiben und gemeinsam an vielen und guten Verträgen mit vielen Veranstaltern interessiert sein sollten.

Ein Richter vor dem Landgericht in Koblenz stellte in einer Verhandlung zum Verhalten der Gesellschafter untereinander auch verwundert fest, dass doch eigentlich die Gesellschafter einer Firma immer zunächst daran interessiert sein sollten, gemeinsam Geld zu verdienen, nicht gegeneinander Prozesse zu führen.

Es ist Jens Lieser, der Insolvenz-Sachwalter, der durch seine Weichenstellungen den Nürburgring in eine Situation gebracht hat, die nun einem Zug in einem „Sackbahnhof“ gleicht. - Vorwärts geht’s auch da nur noch, indem man rückwärts fährt.

Am Freitag fällt also eigentlich die Entscheidung darüber, ob's am Nürburgring überhaupt weiter geht, oder ob man das „Kapitel Nürburgring“ – natürlich mit dem Segen der aktuellen SPD-Regierung und dem Gesetz, das einen freien Zugang zum Nürburgring garantiert – definitiv abschließen kann.

Wenn am Freitag, dem 14. August 2015 der Vorvertrag zwischen CNG und VLN keine Rechtsgültigkeit erhält, wenn ihm nicht beide Gesellschafter zustimmen, dann sollte man am Nürburgring eigentlich gleich alle Lichter ausschalten.

Dann ist eigentlich keine vernünftige Ausgangsposition für eine aussichtsreiche Zukunft mehr vorhanden. Die Akteure haben sich dann selbst ins Abseits befördert!

Höchstens eine Gruppe von Rechtsanwälten kann dann noch auf ein Geschäft hoffen!

Natürlich auch der Insolvenz-Sachwalter, Jens Lieser, dem die Regierung Kurt Beck eine Steilvorlage für ein Millionen-Honorar lieferte.

Auch sein Kollege, Prof. Dr. Dr. Schmidt darf weiterhin auf die Zahlung seines Monatsgehalts von 17.850 € als Insolvenz-Geschäftsführer einer inaktiven, weil insolventen landeseigenen Gesellschaft, der Nürburgring GmbH, hoffen.

Allerdings gilt das auch für den Fall, dass am 14. August von allen Gesellschaftern der CNBG dem Vorvertrag mit der VLN zugestimmt wird.

Vielleicht gibt’s im Fall Nürburgring ja auch noch Vernunftentscheidungen!

MK/Wilhelm Hahne

 

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