Das Basingstoke-Wunder: Insolvenz & Auferstehung!

Eigentlich hatte ich bisher von einer Insolvenz immer eine klare Vorstellung. Auch wenn es eine Insolvenz in Eigenverwaltung war. Da war dann meine Vorstellung schon mal zu der einer  Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz – heute eine „Ex“ – schon mal ein wenig different. - Also schon ein wenig anders. - Aber nun hatte ich, nach einem Blick auf eine englische Internetseite allen Grund, mal bei „Wikipedia“ nachzuschlagen, wann denn eine Firma in Deutschland den Zustand erreicht hat, dass man eine Insolvenz nicht nur anmelden kann, sondern auch muss! - Dort habe ich gelesen: „Eine Insolvenz (lateinisch insolventia, zu solvere ‚zahlen‘) bezeichnet die Situation eines Schuldners, seine Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Gläubiger nicht erfüllen zu können. Die Insolvenz ist gekennzeichnet durch akute Zahlungsunfähigkeit („Illiquidität“ oder mangelnde Liquidität) oder drohende Zahlungsunfähigkeit, die aus Überschuldung abgeleitet werden kann. Die Zahlungsunfähigkeit kann faktisch festgestellt werden, wohingegen die Überschuldung als Ergebnis ökonomischer Einschätzungen (ggf. unter Einhaltung buchhalterischer Vorschriften) nicht immer eindeutig ist.“ - Aber ich war – natürlich nur zufällig – auf eine Insolvenz in England (GB) gestoßen. Dort scheint aber alles ganz anders zu sein. - Denn ohne weitere, ergänzende Information glaubte ich schon fast an...

Das Basingstoke-Wunder: Insolvenz & Auferstehung!

Was dort aktuell so abläuft, erschien mir so wundersam, dass ich mich zunächst mal im Internet schlau gemacht habe, ob und wie sich das englische Insolvenzrecht denn wohl vom deutschen Insolvenzrecht unterscheidet.

In England gibt es das so genannte „freiwillige Liquidationsverfahren“, wenn das Unternehmen von sich aus in die Liquidation geht und nicht erst durch einen Gerichtsbeschluss dazu gezwungen wird. 

Das habe ich bei meiner Recherche gelernt, an der ich meine Motor-KRITIK-Leser gerne teilhaben lasse. Aber auch:

  • In „GB“ werden dann „Liquidatoren“ ernannt, die das vorhandene Firmenvermögen auf die „Gläubiger“ verteilen.

War das, was gerade in Basingstoke (Hamshire) erfolgt war, also nur ein Stück Normalität und kein Wunder?

Da hatte ich zufällig in einer englischen Zeitung – auf deren Internetseite – gelesen, dass ein britisches Maschinenbauunternehmen, dessen Geschichte bis ins Jahr 1933 zurück reicht(!), in Insolvenz geraten sei.

Also doch nicht freiwillig? - Ich weiß es nicht! - Was mich aber neugierig gemacht hatte, war nicht nur der Hinweis auf 1933 – mein Geburtsjahr – sondern auch der Hinweis:

„Die Gruppe hat ihre Partner bei der Sicherung von 18 Formel 1-Weltmeistertitel unterstützt!“

Diese Firma musste ich doch eigentlich kennen – dachte ich – und bin dann darauf gestoßen, dass es sich um die Firma Capricorn Automotive Ltd. in Basingstoke, Hamshire, handelt.

Teufel aber auch! - Die Firma sollte lt. Darstellung des englischen Blattes... 

„die Tochtergesellschaft des deutschen Technologiekonzerns Capricorn“

...sein. Laut einer Bekanntmachung im dortigen Amtsblatt sind zwei Spezialisten – zu „gemeinsamen Insolvenzverwaltern – die bei einer „Business Recovery“-Firma tätig sind – bestellt worden.

In der Information aus England, auf die ich als Erste stieß, heißt es dann auch:

„Ein Sprecher von Capricorn Automotiv Limited teilte dem Express mit, dass der britische Zweig weiterhin operativ tätig sei, jedoch umstrukturiert und in Capricon Applied Technology umbenannt wurde, um sich künftig auf Luft- und Raumfahrtprojekte sowie verwandte fortgeschrittene Technologieprojekte zu konzentrieren.“

Da komme ich dann ins Grübeln! - Warum gibt es zwei Insolvenzverwalter für eine Firma, die sich nur „frisch gehäutet hat“, um mit neuem Firmennamen zu neuen Luft-Geschäften zu starten?

Immerhin hatte man, nachdem man Teams zu 18 F1-Weltmeisterschaften verholfen hatte, nun in England wohl „die Nase voll“.  - L-a-n-g-w-e-i-l-i-g? - Nun stürzt man sich in Raumfahrt-Projekte!- Toll!

  • Aber ist eine Insolvenz nicht ein Absturz? Wäre dann die Neugründung nicht eine Auferstehung?

Könnte man da nicht doch von einem Basingstoke-Wunder sprechen? - So etwas scheint es nur in England zu geben!

Zur Sicherheit habe ich mal nachgeschaut, ob es auch schon eine neue Internetseite gibt. - Hurra! - Es gibt sie! - Und ich habe staunend lesen können:

„Willkommen bei capricorn APPLIED TECHNOLOGY Ltd.
Ein führender Innovator in der Entwicklung, Konstruktion und Fertigung von hochpräzisen Bauteilen.
Als vertrauenswürdiger Anbieter von Hochleistungskomponenten für Motorsport-, Automobil- und Luft- und Raumfahrtanwendungen sind wir stolz darauf, die AS9100-Zertifizierung zu besitzen – einen international anerkannten Standard für Qualitätsmanagement im Luft- und Raumfahrtsektor.“

In Deutschland ist man noch längst nicht so weit. Da gibt es die capricorn Automotiv GmbH noch ohne Insolvenz! Darum gibt es hier wahrscheinlich auch noch keine entsprechende Neugründung!

  • Vielleicht wäre hier auch der Einstieg ins Rüstungsgeschäft gewinnbringender!

Übrigens haben beide Firmen (alt/neu) den gleichen Geschäftsführer. In England ist er jeweils mit „Director“ benannt. Seine Name ist dort: 

  • Robertino Werner Wild!

In England ist er so auch für seine Schulfreunde aus Kaiserswerth klar erkennbar, weil die ihn nur als Werner Wild kennen gelernt haben. - Frau Malu Dreyer wird vielleicht einen Doktor-Titel vermissen.

  • Aber man kann es schließlich nicht allen, in allen Ländern – und dann noch gleichzeitig - recht machen!

Um meine Motor-KRITIK-Leser noch mal daran zu erinnern:

Capricorn-Firmen gibt es in Deutschland, England, Frankreich und Italien. In England ist Robertino Werner Wild nach meinen Feststellungen gleich 6 mal „Director“. Unter anderem auch in der Firma seiner Frau, die unter der gleichen Adresse, wie bei den Firmen ihres Mannes residiert:

  • The Lutyens Industrial Centre, Bilton Road, Basingstoke 

Dort gibt es die Auslands-Dependance ihrer deutschen Firma mit dem - gleichen – Namen „Tomorrow is another Day“ – aber natürlich als „Limited“ betrieben.

Weil ich bei meinen Recherchen in England auch noch anderes erfuhr, kann ich Robertino Werner Wild auch an einen wichtigen Termin erinnern:

  • Am 19. September 2026 ist in England seine „Identitätsprüfung“ für drei seiner Firmen in Basingstoke fällig.

Ich wäre nicht überrascht, wenn dieser Termin dann nicht unbedingt in den Termin-Kalender des Herrn Robertino Werner Wild passen würde. 

  • Es kann bis dahin noch sehr viel passieren!

Aber ich kann mich – selbstverständlich - auch mal irren!

Alles einfach irre!

MK/Wilhelm Hahne

PS: Ich muss noch erklärend anfügen, dass ich hier – in einem deutschen Medium – alle englischen Texte für meine Leser – natürlich – direkt ins Deutsche übersetzt habe.

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