2020

Auch eine Pressemeldung kann nachdenklich machen!

Eigentlich war es nur eine kleine Pressemeldung, die mir auf den Tisch flatterte und die mich zunächst nur lächeln ließ. Dann habe ich mir die Zeit genommen, mich zurück zu lehnen und darüber nachzudenken, ob so kleine Veränderungen bei der Fachpresse, nicht nur grundsätzlich etwas über den Journalismus – in unserer Zeit – aussagen, sondern auch etwas über unsere Gesellschaft. - Es ist durchaus nicht so, dass man als Fach-Journalist den „Rest des Lebens“ nicht wahrnimmt. Durch meine Erfahrungen auf einem bestimmten Gebiet, arbeite – und bearbeite – ich zwar Themen eines Fachbereichs, aber natürlich hat auch der ganz normale Alltag – und die Veränderungen die ich wahrnehme – Einfluss auf die Themenauswahl für meine Geschichten. Die Anregung zu solchen Geschichten kann auch dadurch erfolgen, dass die Themen anderswo gar nicht aufgegriffen werden oder die Akzente darin – selbst wenn man darüber irgendwo liest – irgendwie als falsch gesetzt empfunden werden müssen. - Das mag evtl. an einer unterschiedliche Einschätzung der Situation – schon durch kürzere oder bessere Erfahrung bedingt – liegen oder auch daran, dass jemand als Journalist nicht der Überbringer einer schlechten Nachricht sein möchte. - Schließlich weiß man, was heute bei den Lesern „gut ankommt“. Da werden Umfragen gestartet und ausgewertet, aber nicht nur bei der Leserschaft, gesplittet nach unterschiedlichen Altersgruppen, sondern auch bei den fürs Geschäft wichtigen Anzeigenkunden. Denn Zeitungen und Zeitschriften sind immer – zu allen Zeiten – der Spiegel der jeweiligen Gesellschaft gewesen. Blickt man „nur“ mal ein paar Jahrzehnte zurück, so wird deutlich, dass sich da einiges verändert hat.

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Ein paar Gedanken am Grab von Manfred Strack!

Es war für Viele, die Manfred Strack kannten, ein stiller Abschied. Man hat nichts über den Termin für seine Beerdigung erfahren, genau so wenig, wie die Todesursache publiziert wurde.

  • Der Grund für Alles, was sehr überraschend geschah, war Corona.

Mehr zufällig habe ich so erfahren, dass Manfred Strack am Samstag vor acht Tagen – wahrscheinlich – in Uedelhoven beerdigt wurde. So habe mich dann gestern auf den Weg gemacht, um still an seinem Grab Abschied zu nehmen.

Nein, wir waren keine Freunde, nicht per Du. Ich habe seine Entscheidungen – die mir nicht immer verständlich waren – zwar respektiert, aber oft auch kritisch beleuchtet.

Da stand ich nun in der milden Wintersonne eines Novembertages vor dem Kirchhof in Uedelhoven, einem kleinen Dorf, ein Dutzend Kilometer vor Blankenheim, das für ihn zu einer zweiten Heimat geworden war.

 

Sein Grab wirkte noch frisch, so frisch wie auch Manfred Strack immer wirkte. Sein Gesichtsausdruck war oft der eines kleinen Jungen, besonders wenn er sich für etwas begeisterte. Er hatte schon – neben seinem Beruf – auch private Hobbys.

 

Sein Grab gab jetzt – 10 Tage nach seiner Beerdigung – schon etwas von seiner Bedeutung wider, die er in seinem Beruf hatte. Kränze und Blumen nahmen mehr als eine Grabstelle ein.

 

Auch die, die von ihm in stiller Trauer mit Kränzen und Blumengebinden Abschied genommen hatten, machen die Bedeutung Manfred Strack‘s privat wie auch im Geschäftsleben deutlich.

Mit Manfred Strack endet ein bestimmter Abschnitt für die Rennstrecke Nürburgring. Hier ist nicht irgend jemand abgetreten, sondern jemand, der eine gewaltige – nicht zu schließende Lücke – hinterlassen hat. - So manche Behörde wird jetzt einen Strich unter die bisherige Zusammenarbeit ziehen und wenn ich an 2021 denke, sehe ich so einige Probleme auf die bisher funktionierende Organisation zukommen.

Manfred Strack war der Kopf einer für den Nürburgring wesentlichen Gruppe. Doch nicht nur er wird in 2021 nicht mehr „vor Ort“ sein. Auch der von ihm für die Streckensicherheit eingestellte  Verantwortliche hat gekündigt, scheidet nun zum Jahresende aus der Nürburgring-Organisation aus, wird in Zukunft bei der Leitstelle in Koblenz als Disponent arbeiten.

Auch dessen Stellvertreter hat gekündigt, scheidet ebenfalls für die neue Rennsaison aus und ich wundere mich schon darüber, dass man derzeit bei der Geschäftsleitung des Nürburgring-Pächters scheinbar keine andern Sorgen hat, als gerade jetzt darüber nachzudenken, um welchen Prozentsatz man die Nenngelder für die NLS-Läufe in 2021 erhöhen sollte. 

  • Wer denkt darüber nach, die notwendige Streckensicherheit durch die für Rennen auch in 2021 notwendigen – gut ausgebildeten - Strecken-Marshals in richtiger Anzahl sicher zu stellen?

Mit Manfred Strack hat der Nürburgring einen bedeutenden Organisator verloren. Der Verlust wird erst in 2021 deutlich werden. - Da kann man zu Manfred Strack stehen wie man will!

Ich bin dann noch mal am Grab seines Vaters in Herschbroich vorbei gefahren. - Auch sein Tod wurde durch das Corona-Virus bestimmt! - Da sind inzwischen die vielen Kränze abgeräumt. - Ich denke gerne an ihn zurück, an seine abwehrenden Handbewegungen, wenn ich ihn besuchte und seine klare, mit einem Lächeln vorgetragene Ansage:

„Wilhelm, ich sag‘ dir nix!“

Wie der Vater, so der Sohn! - Zwei Personen, zwei Generationen zuverlässiger Nürburgring-Mitarbeiter durch Corona ausgelöscht! - Ich werde sie nicht vergessen!

MK/Wilhelm Hahne
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Ernst & Young halfen auch der RLP-Regierung!

Aktuell wird gerade vermeldet, dass die Wirtschaftsprüfer von E & Y (= Ernst & Young) im Wirecard-Bilanzskandal nicht vor dem entsprechenden Untersuchungsausschuss des Bundestages aussagen wollen. Sie sind in der kommenden Woche dort vorgeladen, weil die Mitglieder des Ausschusses von ihnen gerne wissen würden, warum ihnen bei Prüfung der Bilanzen nicht ein zwei Milliarden Euro großes „Loch“ aufgefallen ist.

  • Die E &Y-Prüfer lehnen eine Aussage dazu mit Hinweis auf ihre Verschwiegensheitspflicht ab!

Das ist bei diesen Herren so üblich! - Als ich vor einigen Jahren mal mit der deutschen E & Y-Zentrale in Stuttgart (Motto: „Building a better working world“) telefonierte, um etwas zu einem Gutachten zu erfahren, das sie wohl im Auftrag der Landesregierung von Rheinland-Pfalz zum Thema Nürburgring erstellt hatten, da wurde mir auch mit ähnlichen Ausflüchten begegnet.

  • Man sei nur zu Aussagen gegenüber dem Auftraggeber verpflichtet. Die Verschwiegenheitspflicht würde sehr ernst genommen!

Als ich ein wenig belustigt nachfragte, ob man deshalb schon einige Prozesse zu Gutachten oder Bilanzprüfungen in Europa  verloren habe, da hat man mir gegenüber das als Beweis dafür angeführt, wie ernst man die Verschwiegensheitspflicht nehmen würde.

Was jetzt aktuell in Sachen Wirecard-Skandal gerade abläuft, ist mir ähnlich noch vom Nürburgring-Skandal bekannt. Nur dass hier nicht ein einstelliger Milliardenbetrag den „Bach herunter ging“, sondern ein dreistelliger Milllionenbetrag. Auch hier – bei dem dreistelligen Skandal! - gab es dann be der Landesregierung RLP einen Untersuchungsausschuss, der dann zu den nächsten Wahlen – wie es die Vorschriften vorsahen – aufgelöst wurde.

Das haben wir dann in Berlin noch vor uns! - Aber immerhin hat man alles – im Rahmen der gesetzlich vorgegebenen Möglichkeiten getan! - Aber im Herbst 2021 sind Bundestagswahlen! - Spätestens dann wird der Untersuchungsausschuss aufgelöst!

Das ist exakt so geregelt. Für Untersuchungsausschüsse gilt das Prinzip der sogenannten Diskontinuität: Sie verlieren mit dem Ende der Wahlperiode ihre Aufgabe. - Und die nächsten Bundestagswahlen sind im Herbst 2021!

Vorhersage: Dem Untersuchungsausschuss des Bundestages wird es genau so gehen, wie „damals“ dem Untersuchungsausschuss des Landes RLP in Mainz.

Eigentlich haben diese Untersuchungsausschüsse nur Alibi-Funktion. Besonders dann, wenn durch das Ergebnis der Untersuchung „Kollegen“ – wichtige Politiker – gefährdet sind!

Mir ist aber klar, dass das von einer breiten Öffentlichkeit nicht so deutlich gesehen werden kann, wie von mir. - Meine Lebenserfahrung ist etwas größer!

Mir wird das an den Reaktionen meiner Motor-KRITIK-Leser auf meine aktuelle Berichterstattung deutlich. Ich beurteile die Situationen aus einer Sicht, die eine andere Beurteilung erlaubt. - Meine Leser sind eben z.T. deutlich jünger, haben eine andere Ausgangsbasis!

Heute vernetze ich sie mal zu „alten Geschichten“, die – auch in Verbindung mit dem Nürburgring – zu E &Y eine Verbindung herstellen. - Bitte HIER zu einer Geschichte klicken, über die meine Leser auch zu einer zweiten – älteren - Geschichte zum gleichen Thema finden.

Im übrigen ist mir dabei klar geworden, das meinen Lesern der Bezug zum eigentlichen Beginn des Nürburgring-Skandals fehlt. Dazu hätten sie mein erstes Buch dazu, erschienen 2010 lesen müssen.

Ich mache es mal einfach: Ich stelle ein neues e-Book aus alten Geschichten zusammen, die ein wenig deutlich machen, was zum Thema „Verkauf des Nürburgrings“ passierte. - Man könnte das auch – billiger - beim Herum-Klicken in meinen alten „Motor-KRITIK-Geschichten“ erfahren.

Aber bequemer – wenn dann auch nicht umsonst – wird es dann mit meinem neuen e-Book sein, an dem ich ab sofort mit meinem kleinen Team arbeiten werde.

Es wird noch vor Weihnachten 2020 zu erhalten sein. - Versprochen!

MK/Wilhelm Hahne
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Zum Thema EMV: (K)Ein „Märchen“ aus dem Jahr 1986!

Wer macht sich heute schon Gedanken über EMV? - Wer ist überhaupt in der Lage, das mit Elektro-Magnetische Verträglichkeit zu übersetzen?  - Und wo soll das eine Rolle spielen? - Ach! - Beim Automobil? - Was heute kaum noch jemand weiß, das wussten im Jahre 1986 selbst noch nicht alle verantwortlichen Vorstände in der Automobilindustrie. - Ich wusste nicht nur um die Problematik, sondern ich habe auch die Entwicklung beobachtet. Damals – 1986 – habe ich auch schon unter dem Titel Motor-KRITIK – meine Beobachtungen veröffentlicht. - Ich habe damals z.T. die Form eines Märchens gewählt, da es auch vollkommen unglaubwürdig gewesen wäre, hätte man hier „Ross und Reiter“ mit Namen benannt. Das waren hochangesehene Vorstandsmitglieder großer Aktiengesellschaften, die sich mit der Herstellung von Automobilen beschäftigten. - Aber die technische Entwicklung ist schon mal schneller, als es dem Basiswissen von Vorständen entspricht. Obwohl es märchenhaft klingt: Diese Telefongespräche zwischen Vorständen hat es wirklich gegeben! - Und es ist kein Zufall, dass ich nach entsprechender Erfahrung bis heute keine Interviews mehr – erst recht nicht mit Vorstandsmitglieder oder gar Vorstandsvorsitzenden von Automobilherstellern mache. Die sind – und ich beziehe das auf ihr Wissen um die moderne Technik eines Automobils – z.T. richtig dumm. - Das letzte Interview, das ich in meinem Leben mit dem Vorstandsvorsitzenden eines Automobilherstellers gemacht habe, wurde niemals veröffentlicht, weil das verantwortliche Vorstandsmitglied für Öffentlichkeitsarbeit der Meinung war:  Jeder Leser würde sich nach dem Lesen die Frage stellen: „Warum ist dieser Wilhelm Hahne nicht Vorstandsvorsitzender?“ - Ich habe mir diese Frage niemals gestellt, mache einfach keine Interview mehr und habe diese Geschichte hier nur erzählt um zu erklären, warum ich in der folgenden Geschichte keine Namen genannt, sondern teilweise die Form eines Märchens gewählt habe, um die Problematik – damals, 1986 – zum Thema „EMV“ zu schildern. - Ich wollte eigentlich primär meine Motor-KRITIK-Abonnenten mit dem Problem bekannt machen. - Und sie nun daran erinnern. - Eine neue Generation von Motor-KRITIK-Lesern!

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Zum 13. Nov. passend: „Finger weg bis zum 5.11.“!

Der 13. war in diesem Monat ein Freitag. Zu einem solchen Zusammentreffen eines bestimmten Wochentages mit der Zahl 13 ist bei „Wikipedia“ zu lesen: „Der Freitag der 13. gilt im Volksglauben als ein Tag, an dem besonders viele Unglücke passieren können. Die irrationale Furcht vor einem Freitag dem 13. wird auch als Paraskavedekatriaphobie bezeichnet. Diese Phobie kann im Einzelfall so weit führen, dass davon betroffene Personen geplante Reisen und Termine absagen oder sich an einem Freitag, dem 13. nicht aus dem Bett trauen.“ - Ich gehöre nicht zu diesen Leuten. Nachdem am 11.11. weder normal der Beginn der Karnevalszeit noch der Martinstag gefeiert werden konnte (Corona!), habe ich an diesem Freitag, dem 13. einmal versucht zu beobachten, ob – aus meiner Sicht, nach meinem Empfinden – an diesem Tag etwas Ungewöhnliches geschah. So bin ich natürlich auch am Nürburgring gewesen, habe meinen E-mail-Eingang auf Besonderheiten kontrolliert, aber auch die „allgemeinen Meldungen“ zu Ereignissen am Freitag dem 13. November 2020 wahrzunehmen versucht.  - So ist die folgende Geschichte eigentlich ein Durcheinander, das ich – weil ein wenig Nürburgring-affin – unter den Titel gestellt habe:

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KV Ahrweiler: Wurden alle Corona-Toten gezählt?

Wir alle haben sicherlich in den letzten Monaten begriffen, dass die im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie genannten statistischen Zahlen nicht unbedingt präzise sind. Sie können es aus den verschiedensten Gründen auch nicht sein. Aber sie erlauben immerhin eine Übersicht über die Entwicklung der Pandemie. - Während man tatsächlich hinnehmen muss, dass bestimmte Zahlen nur ein „Annäherungswert“ sind, könnten andere Zahlen präzise erfasst und genannt werden. - Leider entsteht hier bei Motor-KRITIK der Eindruck, dass auch das nicht der Fall ist. - Motor-KRITIK ist zumindest einem Todes-Fall einmal nachgegangen, dem eines Mannes, den ich persönlich viele Jahrzehnte kannte und der vor wenigen Tagen – am 9. November 2020 – 90 Jahre alt geworden wäre. Er ist kurz vorher gestorben. Das Corona-Virus war der Auslöser für seinen Tod. - Da habe ich dann mal nachgefragt, nachdem auch Tage nach seinem Tod in der offiziellen Statistik der Kreisverwaltung Ahrweiler die Anzahl der registrierten Toten mit Null angegeben wurde:

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VLN-“Kinderüberraschung“: Neue GT3-Gesamtwertung?

Zugegeben: Ich war schon erschrocken, als ich gestern nach dem Frühstück bei meiner morgendlichen Zeitungslektüre erfahren musste:

„Premierensieg geht an BMW vor Mercedes
 Motorsport: Herstellerwertung bei NLS steht fest“

Neugierig und überrascht bin ich dann beim Weiterlesen auf die Formulierungen gestoßen:

„Nach dem Ende der Saison in der Nürburgring Langstreckenserie (NLS) steht auch das Ergebnis in der erstmals ausgeschriebenen Herstellerwertung fest. … Denn in die Wertung flossen nicht nur die Trainings- und Rennergebnisse aller NLS-Läufe ein.“ ...

Aller NLS-Läufe? - Das war dann der Moment, in dem ich die Zeitung an die Seite gelegt habe, um mal meinen Computer einzuschalten. - Sollte ich in der Ausschreibung zu den VLN-/NLS-Läufen 2020 irgendetwas übersehen haben?

Tatsächlich habe ich da nichts finden können. Ich erinnerte ich mich schwach, in der Ausschreibung   zum 24h-Rennen 2020 irgend etwas von einer Sonderwertung gelesen zu haben. - Sollte denn… -  Tatsächlich habe ich dann in der Ausschreibung des ADAC Regionalklubs Köln die Formulierung gefunden:

„38.5 Hersteller Wertung
Für Fahrzeuge der Klassen SP9 (FIA-GT3), SP-X und SP-PRO erfolgt zusätzlich eine Hersteller Wertung.
Zur Wertung werden die Gesamtergebnisse des Qualifyings und des Rennens folgender Veranstaltungen herangezogen:

  • VLN 1, VLN 2 und VLN 3
  • ADAC Qualifikationsrennen
  • ADAC TOTAL 24h-Rennen“

Das wurde dann auch so vom DMSB am 25. November 2019 genehmigt. - Aber VLN 1, 2 und 3 haben nicht stattgefunden!

Es besteht da schon ein kleiner Unterschied zwischen dem Ausschreibungstext und der Auslegung, wie sie in meiner Tageszeitung zu finden war. - Nach kurzem Überlegen habe ich mir dann vorgenommen, etwas später mal ein paar nette Kollegen zu fragen, ob es irgendwelche Pressemitteilungen in dieser Sache gegeben hat, die mich evtl. nicht erreicht hatten.

Da gab es dann – wie ich Stunden später feststellen musste – gleich zwei Informationen, von denen ich eine auch erhalten, aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht gelesen hatte. Diese Informationen des ADAC Regionalklubs Köln, der das 24h-Rennen veranstaltete, enthält interessanterweise die Formulierungen:

  • „Gemeinsame Herstellerwertung von NLS und ADAC TOTAL 24h-Rennen“ ...
  • Nach dem Ende der Saison in der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) steht auch das Ergebnis der gemeinsam mit dem ADAC TOTAL 24h-Rennen erstmals ausgeschriebenen Herstellerwertung fest: …
  • Denn in die Wertung flossen nicht nur die Trainings- und Rennergebnisse aller NLS-Läufe ein.“ …

Auch die „VLN Presse und Öffentlichkeitsarbeit“ verkündete in einer separaten Presse-Information – die ich offiziell nicht erhalten habe - am gleichen Tag:

„Nach dem Ende der Saison in der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) steht auch das Ergebnis der gemeinsam mit dem ADAC TOTAL 24h-Rennen erstmals ausgeschriebenen Herstellerwertung fest:“…

„...das Ergebnis der gemeinsam … erstmals ausgeschriebenen Herstellerwertung“…? - In der VLN-Ausschreibung steht nichts! - Wer verantwortet von der VLN/NLS die Formulierungen in der Ausschreibung zum 24h-Rennen mit?

In der VLN-Presse-Information ist weiter auch zu zu lesen:

„Auch bei BMW sorgte der Gewinn der Herstellerwertung für Freude: „Der Gewinn der erstmals ausgeschriebenen Herstellerwertung für die Nordschleifenrennen ist das i-Tüpfelchen auf einer für BMW Motorsport sehr erfolgreichen Rennsaison in der Grünen Hölle“, sagt der bisherige BMW Group Motorsport Direktor Jens Marquardt.“ - Um dann später seine Ausführungen abzuschließen mit: „Für mich persönlich ist das der krönende Abschluss meiner letzten Saison als BMW Group Motorsport Direktor.“

Was beweist, dass ein „BMW Group Motorsport Direktor“ nicht wissen muss, was in einer Ausschreibung steht und so auch vom DMSB genehmigt wurde. - Weil das der BMW-Vorstand ja auch nicht weiß?

Hat vielleicht in diesem Fall der DMSB dem ADAC (Köln) einem Neuordnen von Zahlen im Zahlenraum von Eins bis Zehn zugestimmt?

Ich habe den DMSB um eine Stellungnahme gebeten, die ich meinen Lesern ungekürzt und unkommentiert zur Kenntnis geben werde!

MK/Wilhelm Hahne
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...bin an die offizielle Sprachregelung gebunden!

Wäre man in den „modernen“ Presseabteilungen ehrlich, müssten diese Worte sehr oft in deren Antworten auf Journalisten-Anfragen zu finden sein. Die Zeit scheint vorbei, in der sich die Presseabteilungen von Industriefirmen und Behörden als reine Dienstleister empfunden haben. Heute gestalten sie die Außendarstellung ihrer Arbeitgeber mit, sind mit beteiligt an deren „Imagegestaltung“! - PR steht heute weniger für „Presse“, mehr für „Public Relation“! - Public Relation steht  - wenn man es aus dem Englischen übersetzt - für Meinungspflege, Beziehungspflege, Firmenwerbung und Medienarbeit! - Darum verlasse ich mich hier bei Motor-KRITIK nicht unbedingt auf die Aussage von Pressesprechern oder Presseabteilungen. Das geht so weit, dass ich auch mal offizielle Auskünfte auf diesen Internetseiten nicht mit veröffentliche, wenn – zumindest mir – deutlich ist, dass es sich eigentlich um eine „interne Sprachregelung“ handelt, deren Wert daher für mich – und meine Leser - gegen Null tendiert. - So habe ich auch meinen Nachruf zum Tod des verdienten Nürburgring-Mitarbeiters Manfred Strack nicht auf der Basis von offiziellen Verlautbarungen geschrieben – die es auch (noch?) nicht gibt - sondern auch Details mit genannt, von denen ich schon vorher Kenntnis hatte oder die in den Jahrzehnten meiner persönlichen Kontakte mit den Betroffenen erlebt und „notiert“ hatte. - Dabei handelte es sich um Fakten, die mir – zufällig – auch noch mal durch Leseraussagen nach Erscheinen des Nachrufs bestätigt wurden. - Trotzdem gab es Grund für Nachrecherchen, die zu den unterschiedlichsten Erkenntnissen führten. - Unter anderem auch zu dem Titel:

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BMW-Angebot: Wirklich „Mehr als ein Preisvorteil“?

Ich habe das aktuelle BMW-Sonderangebot im Internet gefunden. Wer einen BMW hat, der älter als fünf Jahre ist, der kann – lt. BMW – nun 20 Prozent „nur bei teilnehmenden Händlern“ sparen. Man spart bei Original BMW-Teilen, bei Bremsflüssigkeit, sowie bei den Arbeitswerten. Da können doch die Besitzer eines „alten“ BMW froh sein.

In 2020 wurde sogar mit einem „alten“ BMW am Nürburgring in der NLS-Serie der Gesamtsieg eingefahren! - Je oller, je doller? - Vor Jahrzehnten hatte selbst der Vorstandsvorsitzende von BMW ein wenig Angst vor „alten“ BMW‘s. - Er sagte mir „damals“ mal:

„Das größte Problem für uns sehe ich im Moment in den vielen alten 2002, die in der Hand von jungen Fahrern unser inzwischen erreichtes Image als Premium-Marke gefährden.“

Was „damals“ die alten 2002 waren, sind heute die „alten 3er“! - Achten Sie mal auf‘s Fahreralter und deren – oft – „dynamischen“ Fahrstil!

Premium sind bei BMW aber nicht nur – angeblich – deren Automobile, sondern – ganz real – die Werkstattpreise. Darum kann man inzwischen wirklich Einiges sparen, wenn man z.B. mit einem mindestens 5 Jahre alten BMW in einer BMW-Niederlassung eine Durchsicht – oder Reparatur - machen lässt.

Das BMW-Angebot lautet exakt:

„MEHR ALS
EIN PREISVORTEIL.

    01 Ausgewählte BMW Services für Sicherheit, Werterhalt und ungetrübte Fahrfreude
    02 Jetzt 20 %* günstiger
    03 Speziell für ausgewählte Modelle ab 5 Jahren**

*Mindestens 20 % Rabatt bei ausgewählten Services auf die unverbindliche Preisempfehlung bei Original BMW Teilen und Bremsflüssigkeit sowie auf den jeweiligen Arbeitswert. Gilt für ausgewählte BMW Modelle und nur bei teilnehmenden Händlern.

**Gemessen ab Erstzulassung und Datum des Servicetermins.“

Als ich zufällig vor Monaten – aber in 2020 - mal in einer BMW-Niederlassung war, da habe ich mir auch die verlangten AW-Preise (AW = Arbeitswert) notiert. Bei BMW teilt man eine Arbeitsstunde in 12 Arbeitswerte, wie ich hörte.

  • Den günstigsten AW-Wert habe ich mit 14,90 € = 178,80 € pro Stunde,
  • den höchsten AW-Wert mit 17,20 € = 206,40 € pro Stunde notiert.

Da spart man dann nicht nur entsprechend dem BMW-Angebot evtl. pro Stunde 40 Euro, sondern auch noch den Betrag der sich aus einem Nachlass von 20 Prozent auf die verbauten Original-Ersatzteile ergibt.

So mancher wird aber trotzdem vor einem Besuch der BMW-Werkstatt einen Kleinkredit aufnehmen müssen. Aber diese hohen Arbeitslöhne resultieren auch aus der Werkstatt-Ausstattung, die sich heute – weil eben Vieles digital ist – auch anders und teurer darstellt als zu einer Zeit, als ein Automobil mehr ein Fortbewegungsmittel und weniger eins zur Selbstdarstellung war.

Wenn man sich mal als Autobesitzer bewusst wird, wie viel Geld heute ein Automobilhändler – schon durch seinen Händlervertrag dazu gezwungen – in Gebäude- und Raumausstattung investieren muss, den wundern die o.g. Preise nicht.

Man sollte also schon vor einem Autokauf sorgsam überlegen, welches Fabrikat man kauft – und welche Werkstattkosten der Händler vor Ort für den Service verlangt; sich auch mal beim Kauf eines Automobils die Ersatzteilpreise – für Verschleißteile – nennen lassen.

Da ist ein beim Kauf eines Neuwagens erreichter Nachlass dann vielleicht gar nicht mehr so sehr von Bedeutung, wie eine ordentlich geführte Werkstatt mit „vernünftigen“ Preisen für Arbeit und Ersatzteile!

MK/Wilhelm Hahne
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„Mr. Nürburgring“, Manfred Strack ist verstorben!

Nur vor Tagen wurde sein Vater beerdigt. Was nicht kommuniziert wurde war: Reiner Strack war am Corona-Virus verstorben. Darum war auch sein Sohn Manfred nicht bei der Beerdigung seines Vaters. Er war in Quarantäne. Weil – nicht nur – er durch seinen Vater angesteckt worden war.

  • Nüchtern wie Manfred Strack immer gewesen ist, hat er festgestellt: „Schöne Scheiße!“

Er hat sich zwar niemals der Realität entzogen, aber in diesem Fall hat er die Gefährlichkeit des Zusammentreffens zweier Krankheiten unterschätzt:

Er war erst kurz vorher wegen eines diagnostizierten Darmkrebs operiert worden und persönlich darauf eingestellt, eine Reihe von Chemo-Behandlungen nach dieser Operation erleiden zu müssen.

Dieses Durchleiden von Nebenwirkungen ist ihm nun erspart geblieben.

Aber das ist ein schwacher Trost! - Manfred Strack war einer der – inzwischen – wenigen Nürburgring-Mitarbeiter, der den Nürburgring in allen Facetten kannte, Kontakte zu allen wichtigen Genehmigungsstellen, Veranstaltern, Teams und Teilnehmern auf eine persönliche Ebene gestellt hatte. - Und die auch nutzte! - Inzwischen zum Nutzen des neuen russischen Nürburgring-Besitzers.

  • Die Zeit ohne Manfred Strack wird am Nürburgring nicht mehr so sein wie mit ihm!

Manfred Strack war eine Mischung von knorrigem Eifeler und modernem Manager. Er wusste sich den jeweils neu auftauchenden Situationen anzupassen, aber hatte durchaus zu allem eine eigene Meinung. - Die er oft für sich behalten musste.

Seine persönlich Einstellung zu mir und meiner Arbeit war zerrissen: Er wusste auf der einen Seite, dass ich den Nürburgring grundsätzlich positiv gesehen habe, nur die Art, wie man ihn zu formen und umzugestalten suchte, als negativ empfinden musste.

So war Manfred Strack eigentlich in der Zeit von „Nürburgring 2009“ gefühlsmäßig mehr auf meiner Seite und der aller Nürburgring-Fans, als er jemals zugegeben hätte. Wir hatten auch – zufällig – „damals“ des öfteren persönlichen Kontakt, wo in den dann geführten Gesprächen seine ganze Zerrissenheit zum Ausdruck kam. - So habe ich das jedenfalls empfunden.

Manfred Strack lebte für den Nürburgring. Er setzte diese persönliche Zuneigung auf seine Art um. Es war nicht immer die Art, die von mir – oder auch von anderen Mitarbeitern des Nürburgrings - akzeptiert werden konnte. Aber manches was er in seiner Verpflichtung gegenüber seinem Arbeitgeber umgesetzt hat, hat nicht unbedingt seiner persönlichen Einstellung entsprochen.

Manche Dinge, die in der kritischen Zeit nach der Insolvenz des Nürburgrings, im Interesse des Nürburgrings umgesetzt werden mussten, hat er auf seine Art unterstützt. Weil er auch – eigentlich – ein Nürburgring-Fan war, der aber mehr und mehr hin und her gerissen wurde. Von seinen Gefühlen und der Verpflichtung seinem jeweiligen Arbeitgeber gegenüber.

Unter ihm haben nicht wenige Mitarbeiter des Nürburgrings leiden müssen. Aber er hat an die Richtigkeit seiner Entscheidungen geglaubt. Sie waren auch geprägt von seiner Erfahrung.

Ich bin schon traurig. - Wir waren zwar keine Freunde, aber beide getragen vom Willen, etwas Gutes für den Nürburgring zu tun. - Mich hat sein Tod schon getroffen.

Und ich verstehe, wenn nun seine Familie leidet. Auch, weil sie zusätzlich noch vom Corona-Virus betroffen ist. - Sie alle haben mein Mitgefühl!

Da ist es kein Trost, dass unser aller Verweilen auf dieser Welt zeitlich begrenzt ist.

Manfred Strack ist zu früh gegangen. Nicht nur seine Freunde werden ihn vermissen. Auch die, die oft anderer Meinung waren als er.

Er hat es immer gut gemeint. Es war seine Sicht der Dinge. Und manchmal hat er eben nur nicht verstanden, dass es andere Leute gab, die die Dinge etwas anders sahen. - Auch anders sehen mussten!

Manfred Strack‘s Tod ist ein Verlust für uns alle!

Wilhelm Hahne

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