2020

Wer verantwortet die vielen Ausnahmegenehmigungen?

Am vor uns liegenden Wochenende – exakt ab heute - wird der AvD-Oldtimer-GP zum 48. Mal veranstaltet. Und das unter ganz besonderen Bedingungen, die – eigentlich – vom Coronavirus diktiert werden. Wenn der nicht – wie in diesem Fall – auf einen anderen „Diktator“ trifft, der entscheidet, dass pro Veranstaltungs-Tag 5.000 (= insges. 15.000) Zuschauer zugelassen sind. - Per Ausnahmegenehmigung! - Schon der 1. Oldtimer-Grand-Prix fand – nicht nur mit einem anderen Veranstalter-Team im Jahre 1973 - auch unter besonderen Bedingungen statt. Ich erinnere mich gut, dass es zu diesem Termin nicht nur in Strömen regnete, sondern auch dass Daimler, bzw. Mercedes-Benz als Hauptsponsor auftrat und dann auch für sich die Boxen im „alten Fahrerlager“ des Nürburgrings beanspruchte. - Da standen dann z.B. die aus England angereisten Gäste mit ihren offenen Oldtimer-Sportwagen im strömenden Regen – ungeschützt – auf den Freiflächen. - Ich erinnere mich noch gut, dass ich damals gedacht habe, dass man doch eigentlich so nicht mit Gästen umgehen sollte. - Heute geht man mit allen so um, wie es der Veranstalter will. - Und der wollte nun mal Zuschauer! - Er hat sie auch bekommen! - Wobei eigentlich unklar ist, wer denn eigentlich wem die Genehmigung erteilte. - Es gibt von nirgendwo her klare und eindeutige Informationen. - Anfragen werden nicht beantwortet! - Zumindest nicht umgehend und sofort. -  Man lässt Informationen zu Ausnahmegenehmigungen nur „tröpfchenweise“ an die Öffentlichkeit! - Hier bei Motor-KRITIK steht dann heute schon mal, was wohl – sozusagen -  in letzter Minute vor dem 24h-Rennen verkündet werden wird. - Hier steht aber auch was sonst noch verschwiegen wird. - Unfälle auf der Nordschleife zum Beispiel! - Das alles zeigt, „wie sehr der Investor die lokale Presse und Politik im Griff hat“, empfindet ein Motor-KRITIK-Leser. - Das kann man so sehen! - Vielleicht gibt es darum auch keine Antwort auf die Frage:

5
Durchschnitt: 5 (bei 9 Bewertungen)

Kategorie: 

Der Motorsport leidet unter Wahrnehmungsstörungen!

Der AvD Oldtimer Grand-Prix wird vom 7. - 9. August 2020 am Nürburgring durchgeführt. Die unterere Gesundheitsbehörde der Kreisverwaltung Ahrweiler hat für diese Veranstaltung dem Nürburgringpächter in der derzeitigen Corona-Situation eine Ausnahmegenehmigung von 5.000 Zuschauern pro Veranstaltungstag bei Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln zugestanden.

Der Geschäftsführer der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG meint dazu:
„Zuschauer sind ein bedeutender Faktor einer jeden Veranstaltung. Sie sorgen für die einzigartige Atmosphäre. Wir freuen uns, sind uns in diesen Zeiten aber auch der besonderen Verantwortung bewusst."

Das rheinland-pfälzische Gesundheisministerium stellt fest:
Die Zuschauerzahl halte man für zu hoch. Sie sei aktuell nicht im Sinne der Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes, die eigentlich bei Veranstaltungen unter freiem Himmel nur 350 Zuschauer zulasse.
Und ergänzt:
„Es handelt sich um eine Entscheidung der Kreisverwaltung Ahrweiler, die diese auf Grundlage ihrer eigenen Bewertung auch verantwortet.“

Die Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG bietet an:
„Wer das Spektakel vor Ort erleben möchte, kann ab sofort sein Ticket zu günstigen Konditionen erwerben. Zwischen 14 Euro (Freitag) und 32,50 Euro (Wochenende) gibt es unter www.nuerburgring.de/ogp ein Tribünenticket. Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre sind kostenfrei, jedoch muss für sie als Besucher ein personalisiertes 0,00 € Sitzplatzticket gebucht werden.“
Außerdem im Angebot:
„Für alle, die den AvD-Oldtimer-Grand-Prix aus einer besonderen Perspektive erleben möchten, gibt es die VIP-Tickets ab 229,00 €. Die Coca-Cola business°lounge, oberhalb der BMW M Power Tribüne, bietet besten Blick auf die Start- und Zielgerade und in die Boxengasse. Auf dem eigenen Balkon der Lounge befinden sich gepolsterte und überdachte Sitze. Kulinarische Köstlichkeiten in Verbindung mit erstklassigem Service sorgen hier für ein extravagantes Motorsport-Erlebnis.“

Der DMSB, vertreten durch Hans-Gerd Ennser, der im DMSB-Präsidium für den Automobilsport zuständig ist, ist der Meinung:
„Mit der Zulassung von Zuschauern haben die zuständigen Behörden ermöglicht, dass wichtige Erfahrungen gesammelt werden können. Wir beobachten und begleiten das Geschehen am Ring natürlich intensiv, weil dies ein wichtiger Schritt hin zu einer neuen Normalität sein könnte. Der Nürburgring hat mit renommierten Experten hart daran gearbeitet, ein tragfähiges Konzept zu erarbeiten, das nun der ersten Bewährungsprobe ausgesetzt wird. Im Dachverband der deutschen Motorsportler erhoffen wir uns von diesem Event ein positives Signal, das auch anderen Veranstaltern Mut machen sollte. Gerade im Breitensport gibt es schon wieder viele Motorsportveranstaltungen die beweisen, dass unser Sport auch unter Corona-Bedingungen möglich ist. Die Zulassung von Zuschauern könnte gewissermaßen das i-Tüpfelchen auf diesem Prozess sein.“

Zwei Motor-KRITIK-Leser haben dazu gegenüber der Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz zum Ausdruck gebracht:
„Sie werden sich ja wohl nicht vom Kreis auf der Nase herumtanzen lassen!
Wir alle geben unser Bestes, um Corona nicht hereinzulassen und der lange Arrm des "Investors" schafft es, insgesamt an den drei Tagen 15000 potentielle "Gefährder"genehmigt zu bekommen, ein Skandal sondergleichen. Wie wollen Sie es vertreten, wenn dann demnächst die Hocheifel der nächste „hotspot“ ist?„

RTL.de meldet aktuell, heute, am 4. August, um 14:21 Uhr:
„Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz ist am Dienstag deutlich gestiegen. Die Gesundheitsämter meldeten 7601 Fälle (Stand 10:30 Uhr), 59 mehr als am Montag. ‚Auch wenn ein Teil dieser Fälle duch die kommunalen Gesundheitsämter am Montag vom Wochenende nachgemeldet wurde, zeichnet sich nun doch auch in Rheinland-Pfalz die Gefahr stärker steigender Infektionszahlen ab‘ erklärte das Gesundheitsministerium.“

Der Motor-KRITIK-Kommentar findet sich schon im Titel zu dieser Zusammenfassung!

MK/Wilhelm Hahne
4.55769
Durchschnitt: 4.6 (bei 52 Bewertungen)

Kategorie: 

Tags: 

Nürburgring-Insolvenz: Aus den Augen, aus dem Sinn?

Wer redet heute noch darüber, dass „damals“ - es war im Jahre 2012 – die SPD-geführte Landesregierung von Rheinland-Pfalz die landeseigene Nürburgring GmbH in den Konkurs geschickt hat. Um es exakt zu formulieren: Man hat die Form einer Insolvenz in Eigenverwaltung gewählt, weil man das als die eleganteste Art eines Ausstiegs empfunden hat. - Das heißt: Diese Form wurde den Herren Kurt Beck, damals amtierender Regierungspräsident und den durch Kurt Beck 2011 zum Minister im Ministerium des Inneren, für Sport und Infrastruktur beförderten Roger Lewentz durch einen als Berater verpflichteten Rechtsanwalt empfohlen. Doch die Herren waren eigentlich davon nicht gerade erbaut, gegenüber der Öffentlichkeit auf diese Art das Unvermögen einer Landesregierung öffentlich zu machen, so dass dieser Rechtsanwalt praktisch einen ganzen Arbeitstag benötigte, die Herren davon zu überzeugen, dass diese Lösung eigentlich noch die eleganteste und beste wäre, wenn man „die Zügel in der Hand behalten wolle“. - So kam es dann zu einer dieser Empfehlung entsprechenden Form der Insolvenz – der in Eigenverwaltung – die auch so durch das zuständige Insolvenzgericht Ahrweiler, das damals unter der Leitung des Direktors Jürgen Powolny stand, angenommen wurde. Der ist inzwischen in den Ruhestand gegangen, die Insolvenz ist aber auch nach fast 8 Jahren immer noch nicht abgeschlossen. Gläubiger kämpfen immer noch um ihr Geld, das ihnen durch den damaligen Ministerpräsidenten Kurt Beck auch praktisch versprochen wurde. Aber auch dieses Versprechen wurde von der rheinland-pfälzischen Landesregierung – nachdem Kurt Beck „krankheitshalber“ ausgeschieden war -  nicht gehalten. - Über die Jahre hat die Öffentlichkeit die Übersicht über die damals eingeleitete Entwicklung verloren. - Motor-KRITIK empfindet es als richtig – und wichtig -  noch einmal daran zu erinnern, welch riesiger Schaden dem Steuerzahler durch das unverantwortliche Handeln einer Landesregierung zugefügt wurde, die von der jetzt das Leben im Land bestimmenden „neuen Generation“ schon gar nicht mehr wahrgenommen wird. - Spielt die Landesregierung darum „auf Zeit“, um den Zeitpunkt des weitgehenden Vergessens zu erreichen?

4.849055
Durchschnitt: 4.8 (bei 53 Bewertungen)

Kategorie: 

Kritische Corona-Phase? - Nicht an der Nordschleife!

Man hört, dass die Corona-Erkrankungen wieder zunehmen. Und Virus-Spezialisten beobachten die Entwicklung mit Sorge.

Ich beobachte die Entwicklung hier in der Eifel mit einem gewissen Unverständnis! - Nein, ich habe keine Angst vor diesem Virus, aber ich habe Respekt und verhalte mich entsprechend.

Das scheint nicht bei allen Leuten so zu sein, wenn ich das aus meinen Beobachtungen so schließen darf. Man ist da nachlässig geworden; da wo ein wenig Aufmerksamkeit angebracht wäre, nimmt die Situation nicht so ernst.

Wobei gerade hier am Nürburgring – und in der Urlaubszeit – viele Touristen auch hier im Umfeld des Nürburgrings angetroffen werden, die aus Bundes- oder auch anderen Ländern zu kommen scheinen, wo man über Corona anders denkt, anders handelt, offenbar auch andere Vorschriften gelten.

Aber die Situation am Nürburgring leidet auch darunter, dass hier von den Offiziellen, aber auch den Kommunal-Größen, die Situation insgesamt immer schön geredet wird. Da muss sie sich dann auch – zumindest nach draußen – als „immer schön“ darstellen.

So werden auch schon lange keine Berichte von Unfällen auf der Nürburgring-Nordschleife während der Touristenfahrten mehr veröffentlicht. Wenn am Montag ein Hase am „Galgenkopf“ gesichtet wurde, so ist das sicherlich keine Meldung wert; aber wenn es einen Unfall mit Wildbeteiligung im Streckenbereich “Aremberg“ gibt, so sollte man den schon vermelden.

Ich habe auch nichts vom Unfall eines Toyota Supra am „Schwedenkreuz“ gehört, der am Dienstag geschah. Das war der Tag, an dem auch im Bereich „Wehrseifen“ eine Chevrolet Corvette ihre Nase in die Leitplanken steckte.

Aktuell, am Donnerstag, habe ich noch mal die an den Wochentagen offenen Parkplätze an den Streckenabschnitten „Brünnchen“ und „Pflanzgarten“ besucht und – ergänzend zu meiner Berichterstattung vom 27. Juli noch ein paar Fotos mit nach Hause gebracht:

     Die - und die folgenden - sollen hier nicht kommentiert werden. Jeder hat da vielleicht eine andere Sicht. - Es gab jedenfalls Sommer, Sonne, Sonnenschein und zufriedene Gesichter bei den Nürburgring-Touristen.

Und am Samstag fährt dann wieder die VLN unter verschärften Corona-Bedingungen! - Kein Journalist darf ins Fahrerlager. -  Wegen der Corona-Pandemie!

Gibt‘s die eigentlich im Moment nur am Rennwochenende?

MK/Wilhelm Hahne

PS: Weil es so schön zum Thema passt: Der 48. AvD-Oldtimer-Grand-Prix (7. bis 9. August) darf mit Zuschauern auf den Tribünen stattfinden. Jeweils 5.000 Besucher werden an den drei Veranstaltungstagen auf ausgewählten Plätzen das Klassiker-Festival verfolgen dürfen, darauf einigten sich die Rennstrecken-Betreiber mit der Kreisverwaltung Ahrweiler. - Die "kommunale Größe" dort ist Landrat Dr. Jürgen Pföhler, ehemaliges Aufsichtsratsmitglied der in Konkurs gegangenen landeseigenen Nürburgring GmbH.

4.51852
Durchschnitt: 4.5 (bei 54 Bewertungen)

Kategorie: 

Tags: 

Aktuell: Touri-Fahrten nach Corona-Vorschriften!

Am Nürburgring waren – nach dem Corona-Pandemie-Stopp - zunächst mal wieder die Touristenfahrten genehmigt. Unter strengen Auflagen. Die sind inzwischen weniger streng. Zum letzten Wochenende hin wurde sogar wieder der Parkplatz „Brünnchen“ für Besucher geöffnet. Motor-KRITIK hatte die für Fans „freudige Botschaft“ bereits vorab vermeldet. Alle anderen zur Strecke gehörenden Parkplätze waren geschlossen. - Hörte man. - Am Samstag habe ich nicht nur mir ein Bild, sondern auch für die Motor-KRITIK-Leser, die nicht vor Ort sein konnten, ein paar Bilder mehr gemacht. - Dazu kommt die Feststellung, dass es – zumindest nun für mich – einen neuen Parkplatz im Bereich „Pflanzgarten“ im Angebot der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG gab. Der bekannte „Pflanzgarten“-Parkplatz, von dem man aus die B 412 überqueren musste, um zur Rennstrecke zu kommen, der blieb geschlossen. - Der neue Parkplatz, direkt an der Strecke, wurde von den Wochenend-Besuchern der Rennstrecke – auch darum - sehr gut angenommen. - Denen genügte es auch, den Touristenfahrer mit ihren normalen Automobilen zuzusehen, um eine Menge Spaß zu haben. - Einen ähnlichen Spaß hatten nicht alle Touristenfahrer, denn es gab an diesem Samstag häufig Unfälle und – damit verbunden - auch Streckenschließungen. Die längste am Samstag dauerte rd. zwei Stunden! - Wichtig: Es gab wieder Würstchenbuden die geöffnet hatten. - Insgesamt betrachtet hatten die Touristenfahrten am Wochenende schon den Charakter einer Werbe-Aktion für die Zeit „nach Corona“. - Sie waren auch so organisiert. - Ich möchte nachstehend meine Eindrücke wieder geben.

4.62712
Durchschnitt: 4.6 (bei 59 Bewertungen)

Kategorie: 

F1 am Nürburgring: Virtuell möglich – bald real?

In 2020 kann man eigentlich alles haben. Virtuell gibt‘s die Formel 1 auch auf vielen Strecken. Am Bildschirm habe ich sie am Nürburgring noch nicht erlebt. - Wenn es sie gegeben haben sollte, habe ich gerne darauf verzichtet. Nun soll ein „Großer Preis“ (von was eigentlich?) am Nürburgring nach einer Pause von sieben Jahren vom 9. - 11. Oktober 2020 wieder stattfinden. Ganz real, mit richtigen Menschen im Umfeld. Der Streckenbesitzer verkauft das im Moment mit der Zugabe eines Überraschungseffekts. - Soweit es meine Kollegen betrifft, scheint es ihm gelungen! - Wir bei Motor-KRITIK hatten für diese Entwicklung erste Anzeichen beim F1-Wochenende auf dem „Red Bull-Ring“. - Von dort schwappte die Information auf unseren Schreibtisch, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit einen F1-WM-Lauf in der Eifel geben würde. - Wir haben nachgehakt und – diese Info hat sich dann schon vor der offiziellen Bekanntgabe bestätigt! - Um zu diesem Ergebnis zu kommen, braucht es natürlich auch ein wenig journalistischer Praxis – und damit Erfahrung im Motorsport. Je kindlicher die Gegenseite ist, desto einfacher ist die Recherche. - Aber – zugegeben - ich habe den Ergebnissen meiner Recherchen zunächst nicht getraut! -   In diesem Fall hatten wir eigentlich schon vor einer Woche die Antwort auf die Frage:

4.508475
Durchschnitt: 4.5 (bei 59 Bewertungen)

Kategorie: 

Wenn‘s um einen entscheidenden Vorteil geht!

Corona macht‘s möglich, dass es vor einem VLN-Rennen keine technische Abnahme mehr gibt! - Dafür unterschreibt der Bewerber/Fahrer, dass alles den technischen Bestimmungen der VLN/NLS und den gültigen Bestimmungen von DMSB und FIA entsprechen. - Aber wenn jemand als Sieger (oder „Treppchen“-Kandidat) die Ziellinie überfährt, dann findet eine technische Überprüfung statt. So auch nach dem dritten VLN-Lauf in dieser Saison am 12. Juli 2020, beim 52. ADAC Barbarossa-Preis. - Es wurde ein „gravierender Fehler“ beim realen Sieger aufgedeckt und ein neuer – vorläufiger – Sieger bestimmt, der vorher Zweiter war. Bis dass der DMSB durch seine Sportrichter klären lässt, ob nun tatsächlich… - und ob der Sieger dadurch wirklich einen „entscheidenden Vorteil“ erlangte, da wird es noch eine Weile dauern. Bis dahin ist das Rennergebnis „vorläufig“ und der aktuell als Sieger dargestellte Teilnehmer ist dann – vielleicht – gar nicht mehr der Sieger. - In jedem Fall wurde der Zuschauer betrogen. Er hat ein Rennen gesehen, dass sich derzeit im Ergebnis nicht wider spiegelt. - Das passierte in 2020. - In 2014 gab es einen vergleichbaren Fall. Ich wurde durch den aktuellen Fall an ihn erinnert und möchte meine Motor-KRITIK-Leser noch einmal zurück ins Jahr 2014 zurück führen, wo es auch – Sportgesetz hin, Sportgesetz her – um die Frage ging, ob der Sieger durch einen Verstoß um Millimeter – unabhängig davon, ob er eigentlich dafür verantwortlich gemacht werden kann – einen „entscheidenden Vorteil“ erzielte. - Hier folgt, wie dieser Fall 2014 erledigt wurde. - Ob man in 2020 schon weiter ist, werden die nächsten Wochen zeigen.

4.636365
Durchschnitt: 4.6 (bei 55 Bewertungen)

Kategorie: 

VLN & mehr: Manche Rennen brauchen keine Verkäufer!

Christian Udo Stephani ist seit dem 1. Januar 2020 offiziell Geschäftsführer der VLN VV GmbH & Co. KG, hat so auch Einfluss auf die Entwicklung der seit 1977 bestehenden Serie. Er gehört zu einer neuen Generation von Geschäftsführern, die die vornehmste Form des Verkaufens ihres Handelns darin sehen, es schön zu reden. Das ist jetzt auch wieder nach VLN-Lauf 2 & 3 passiert, die offiziell als Läufe einer neuen NLS-Serie deklariert werden. - Auch auf einer VLN-Internetseite! - Zumindest ist die unter einer solchen Internetadresse zu erreichen. - Es gibt auch Journalisten, die ihre eigentlich Aufgabe darin sehen, als Multiplikator von Meinungen zu dienen, mögen sie auch noch so irreführend sein. - So wird auch die Meinung des Herrn Christian Udo Stephani ohne jede  korrigierende Anmerkung verbreitet. Die Geschäftsführer-Meinung stand natürlich unter dem Obertitel: Alles ist gut! - Wenn diese Zuordnung beanstandet werden sollte, so ist er – und seine Multiplikatoren - zumindest der Meinung: Alles wird gut! - Aber es gibt hier auch etwas zum Oldtimer-GP und 24h-Rennen zu erzählen. - Motor-KRITIK hat auch zu den Läufen 2 & 3 – unter welchem Titel sie auch immer durchgeführt wurden – eine eigene Meinung. Es gibt also viel zu schreiben. Diese Geschichte könnte man dann auch – positiv - unter den Titel stellen:

4.745455
Durchschnitt: 4.7 (bei 55 Bewertungen)

Kategorie: 

VLN-Beispiel: Was ist urheberrechtlich geschützt?

Als Journalist gehört man zu den aufmerksamen Beobachtern seines Umfeldes. So ist mir auch nicht entgangen, dass bei den VLN-Läufen 2 & 3 auf den Zeitnahmelisten am unteren Rand folgender Hinweis zu finden war:

"The use and download of our website content is only permitted for private, non-commercial purpose. Any further reproduction and usage is prohibited by law and will be prosecuted."

Der Bedeutung wegen und weil das nicht jeder versteht, natürlich in englischer Sprache. Weil eine solche VLN-Veranstaltung, die jetzt – unter neuer Leitung - als NLS dargestellt wird,  selbstverständlich eine nationale Veranstaltung ist, die – wie auch meine Internetseite – eigentlich in deutscher Sprache geführt wird, habe ich mich der Objektivität wegen um eine „neutrale“ Google-Übersetzung bemüht:

"Die Nutzung und der Download unserer Website-Inhalte ist nur für private, nicht kommerzielle Zwecke gestattet. Jede weitere Vervielfältigung und Verwendung ist gesetzlich verboten und wird strafrechtlich verfolgt."

Ich verzichte hier auf die Darstellung der Seite in Form eines Screenshot. Aber darum habe ich zu diesen VLN-Rennen 2 & 3, die ohne Zuschauer durchgeführt wurden und bei denen ein Verfolgen der Ereignisse nur übers Internet möglich war, bis heute auch nichts geschrieben.

Ich habe aber das Justiz-Ministerium des Landes Rheinland-Pfalz informiert, so dass inzwischen sicherlich via Staatskanzlei auch eine Information der Ministerpräsidentin Malu Dreyer erfolgt ist.

Gleichzeitig habe ich den Deutschen Journalisten Verband, dem ich als Mitglied seit Jahrzehnten angehöre, um eine Rechtsauskunft gebeten. Von dort erhielt ich folgende Information:

...„die Tabellenergebnisse können Sie verwenden, diese sind nicht urheberrechtlich geschützt.

Nicht genutzt werden darf lediglich urheberrechtlich geschützter Inhalt einer Website, ggf. auch deren Quellcode.

Verlinken würde ich die Seite nicht. Ihnen geht es jedoch, wenn ich Sie recht verstehe, um den Inhalt der Tabelle.“

Wenn also hier die oben wiedergegebene Drohung auf dem unteren Rand einer Zeitnahmetabelle steht, empfinde ich das als einen Täuschungsversuch, mit dem man einen gewissen Effekt zu erzielen versucht. - Feiner e.V.! - Feine Leute!

Ich werde mich also nun in den nächsten Tagen mit einer Geschichte zu VLN-Rennen 2 & 3 äußern, wobei vor allen Dingen Rennen 3 bei mir besondere Erinnerungen wach gerufen hat.

  • Demnächst auf diesen Internetseiten zu lesen!

Meine Leser werden durch deren Nutzung auch nicht strafrechtlich verfolgt!

MK/Wilhelm Hahne
4.814815
Durchschnitt: 4.8 (bei 54 Bewertungen)

Kategorie: 

Tags: 

Unfälle bei Touri-Fahrten: Jeden Sonntag anders?

Wenn an einem Sonntag Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife durchgeführt werden, gibt es dort keine Touristenfahrten. - Klar! - Aber der Nürburgringbesitzer verzichtet nicht gerne auf Einnahmen aus dieser Sparte und so kam es, dass z.B. nach VLN-Rennen Nr. 3, am Sonntag dem 12. Juli, am Abend noch mal kurz die Nordschleife für Touristenfahrten geöffnet wurde. Von 18 – 19 Uhr.

Nach 21 min war dann in diesem Fall die Nordschleife schon wieder geschlossen und wurde danach auch nicht mehr – wegen der notwendig werdenden Unfallaufnahme geöffnet. Es war – nach meinen Recherchen – ein Motorradfahrer im Bereich „Galgenkopf“ schwer gestürzt! - Im Polizeibericht - am Wochenanfang danach – las sich das so:

POL-PDMY: Verkehrsunfall mit schwer verletztem Motorradfahrer
Adenau (ots)
Im Zuge von Touristenfahrten auf der Nordschleife kam es am heutigen Tag, Sonntag, den 12.07.2020, gegen 18:30 Uhr, zu einem schweren Verkehrsunfall unter Beteiligung eines alleinbeteiligten Motorradfahrers. Ein 18-jähriger Motorradfahrer aus Nordrhein-Westfalen stürzte alleinbeteiligt in einem steigenden Streckenabschnitt in einer Rechtskurve auf die Fahrbahn und kollidierte daraufhin mit einer linksseitig neben der Strecke befindlichen Schutzplanke. In Folge dessen zog sich dieser schwerste Kopfverletzungen zu und wurde im Anschluss mittels eines Rettungshubschraubers in ein umliegendes Krankenhaus verbracht.“

Am letzten Sonntag, dem 19. Juli 2020, gab es von 9 – 19 Uhr Touristenfahrten – also 10 Stunden lang - auf der Nürburgring-Nordschleife und keine Unfallmeldung der Polizei. Grund genug, einmal nachzuhören.

  • Es wurde zumindest zwei Mal nach Unfällen die Strecke gesperrt, wie Touristenfahrer zu erzählen wussten, die zum Warten gezwungen waren und die Wartepause zum Tanken nutzten.

Es gab wohl wieder einen schweren Motorradunfall im Bereich vom „Schwedenkreuz“ und auch nach einem Autounfall im Bereich im Streckenbereich „Hohe Acht“ war die Strecke geschlossen.

Im Verlaufe des Montags wurden aber weder von der Polizeidirektion Mayen, noch von der Polizeiinspektion Adenau Unfallmeldungen veröffentlicht, die eine Information über Unfälle auf der Nürburgring-Nordschleife enthielten!

Das lässt dann die Frage entstehen:

  • Wie zuverlässig ist eigentlich die Polizei-Statistik, die speziell für die Nürburgring-Nordschleife geführt wird?

Wenn man sich dann als Journalist  – um beim Beispiel 19. Juli 2020 zu bleiben – darum bemüht, die Frage zu klären, ob die o.g. Unfälle die einzigen an diesem Sonntag während der Touristenfahrten waren, so stößt man darauf, dass es auch am „Hocheichen“ und auch noch mal am „Schwedenkreuz“ zu Unfällen (Einschläge in die Leitplanken) kam, von denen die Öffentlichkeit wohl nichts erfahren soll.

  • Man fürchtet am Nürburgring wohl Kritik und möchte weiterhin die Touristenfahrten als ein ungetrübtes Sonntagsvergnügen darstellen.

Der DMSB verlangt für die gleiche Strecke – die Nordschleife - wenn sie von erfahrenen Sportfahrern mit „Internationaler Lizenz“ befahren werden soll, noch zusätzlich ein „Nordschleifen-Permit“, dass man nur nach speziellen Lehrgängen und Prüfungen erhält. - Aber selbst das ist keine Garantie für ein unfallfreies Befahren dieser Rennstrecke!

Touristenfahrern ist meist gar nicht bewusst, dass so eine Runde Nordschleife deutlich mehr als die für das Befahren abkassierten 30 Euro (an einem Sonntag) kosten kann!

Die Hobby-Fotografen und Video-Filmer, die früher schon mal von Nordschleifen-Unfällen berichteten, weil die zufällig (die Strecke ist über 20 Kilometer lang!) vor ihren Augen passierten, werden inzwischen auch von dem eigentlich frei zugänglichen Zuschauerbereich vertrieben, obwohl für den Nürburgring durch ein Gesetz der Landesregierung der freie Zugang garantiert sein sollte.

Der Besitzer glaubt aber zur Durchsetzung seiner Idealvorstellungen ein „Hausrecht“ in Anspruch nehmen zu können!

Obwohl sich oft erst auf dem Katasteramt klären lässt, wem welcher Zuschauerbereich gehört!

MK/Wilhelm Hahne
4.89796
Durchschnitt: 4.9 (bei 49 Bewertungen)

Kategorie: 

Tags: 

Seiten

RSS - 2020 abonnieren