Nüchtern betrachtet: Nürburgring-Touristenfahrten

Der letzte öffentlich bekannt gewordene Gewinn einer Betreiberfirma am Nürburgring ist der des Jahres 2015. Er betrug exakt 354.196 Euro. Seitdem ist viel passiert. Es wechselte nicht nur die Geschäftsführung, sondern auch die Firmierung. Aus einer GmbH wurde eine GmbH & Co. KG (AG Koblenz, HRA 2194 ab 21. August 2017). Die ist nicht mehr verpflichtet ihre Bilanzen zu veröffentlichen. Keiner – außer der Geschäftsführung und den Besitzern – weiß also, was im Umfeld der höchsten Erhebung der Eifel in den Jahren 2016 und 2017 für Gewinne, und in welcher Sparte des Geschäfts, erzielt wurden – und werden. Für die neue Firma besteht zwar eine Bilanzierungs-, aber keine Veröffentlichungspflicht. - Motor-KRITIK kann aber hier aufgrund der gemachten Beobachtungen – auch im Detail - sehr zuverlässig und ohne jedes Risiko feststellen, dass die in den letzten – öffentlich unkontrollbaren- Jahren erzielten Gewinne zu mehr als 50 Prozent durch die Touristenfahrten – insbesondere durch die Art ihrer eigentlich makaberen Durchführung - erzielt wurden. Jeder argumentiert die offensichtlichen Schwächen des Themas Touristenfahrten auf seine Art weg. Doch die Argumentation ist leider sehr oft widersprüchlich. - Was niemanden zu stören scheint! - Darum lohnt es sich nicht nur, sondern man ist als aufmerksamer Journalist quasi gezwungen, einmal einen Blick hinter die Kulissen der „wundersamen Geldvermehrung“ am Nürburgring zu werfen. - Eigentlich – so der Eindruck - ist das dort vorherrschende System darauf ausgelegt, kurzfristig Gewinne zu erzielen. - Da passt dann auch die Feststellung, dass die Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG nicht auf Anfragen von Motor-KRITIK antwortet, weil man dort wohl die Erfahrung gemacht hat, dass Antworten grundsätzlich von uns nicht ungeprüft übernommen, bzw. zunächst einmal kritisch hinterfragt werden. - Man scheint intern die bestehenden Lücken zu kennen, versucht sie aber gegenüber der Öffentlichkeit zu kaschieren. - Welche Antworten werden von der Öffentlichkeit akzeptiert? - Eigentlich alle! - Weil alle meist nur ein Teilgebiet betreffen und man (die Öffentlichkeit)  – offensichtlich – nicht den Aufwand betreibt, notwendige Zusammenhänge herzustellen. - Alles wird gut! - Es läuft doch! - Darum heute:

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Noch geheim: Die Zukunft des Parkplatz „Brünnchen“!

Ich hatte der Bürgermeisterin der Gemeinde Herschbroich ein paar schriftliche Fragen gestellt, die auch die Zukunft des Parkplatzes „Brünnchen“ betreffen, der nicht nur bei den „Touristenfahrten“ zu den bevorzugten Anfahrstellen an der Nürburgring-Nordschleife gehört, sondern auch bei VLN-Veranstaltungen praktisch immer voll besetzt ist. - Die Bürgermeisterin der Gemeinde Herschbroich antwortet nicht. Das ist ihr gutes Recht. Vielleicht ist sie auch zum Schweigen verpflichtet. Denn ihren Bürgermeisterposten übt sie nur ehrenamtlich aus, während sie beruflich beim MAD, beim Militärischen Abschirmdienst in Meckenheim tätig ist. - Und da ist alles geheim. - Kann auch sein, dass „das Verkaufen von Neuigkeiten zum Thema ‚Brünnchen‘-Parkplatz“ von ihrer Tochter übernommen werden soll, die nach ihrem Abitur ein Volontariat bei RTL in Luxembourg gemacht hat und wie man schon mal in der „Rhein-Zeitung“ - zufällig auch zum Thema „Brünnchen“ - lesen konnte, nun u.a. (?) als Journalistin arbeitet. - Ich muss im Interesse meiner Leser – und z.B. der VLN-Fans – da ein wenig rücksichtslos sein und darf jetzt schon notieren, was uns alle in der Saison 2019 – ausgehend von der aktuellen Situation - in Sachen „Parkplatz ‚Brünnchen‘“ erwarten könnte:

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12. August 2018: Lieber Leser!

Als Motor-KRITIK bei den ersten öffentlichen Äußerungen zum Ausbau des Nürburgring kritisch Stellung bezog und das „Projekt Nürburgring 2009“ bis hin zur Pleite weiter mit entsprechenden Anmerkungen begleitete, da gab es manchen Leser, der nicht glauben konnte, was bei Motor-KRITIK zu lesen war. Schließlich stand hinter dem Projekt eine Landesregierung. Und ich musste mir mehr als einmal anhören: „Aber die werden doch wissen was sie machen!“ - Und es wurde immer wieder auf Gutachten hingewiesen, aus denen doch klar hervorging… - Nun war die Pleite eines landeseigenen Firma nicht die einzige Pleite im Zusammenhang mit dem Nürburgring. Der Verkauf des Nürburgrings war eigentlich – aus der Sicht des Wählers und Steuerzahlers – eine weitere Pleite. - Um die sich aktuell kaum noch jemand kümmert. - Selbst die Oppositonspartei schweigt, wenn irgenwie – z.B. durch Motor-KRITIK – neue Absonderlichkeiten öffentlich werden. - Vielleicht muss man nach den nächsten Landtagswahlen… - könnte ja sein - …und da ist man dann evtl. auf den guten Willen der SPD angewiesen. - Und so verhält sich eine Partei ähnlich, wie Zeitschriftenverlage gegenüber ihren Anzeigen-Kunden: Nur nicht anecken! - Alles wird gut! - Wenn das Interesse der Leser am Gedruckten insgesamt zurück geht, so kann das – natürlich – nur am Internet liegen, an der Entwicklung der digitalen Medien. - Wer kommt schon auf die Idee, dass es heute nicht mehr den Journalismus gibt, der mal die Medien zur so genannten „dritten Macht“ aufsteigen ließ. Es ist doch immer weniger zu lesen wie etwas ist, sondern wie es der Leser erwartet, dass es so sein sollte. - Selbst in den so genannten „Fachzeitchriften“ sind heute wunderschöne Lesegeschichten die Norm, echte Hintergrundgeschichten eine Seltenheit. Wer von den jungen, sehr gebildeten, noch besser geschulten, modernen Journalisten sollte auch wissen, was gestern geschah, was wirklich – natürlich hinter den Kulissen – ablief und darum heute abläuft? - Und so müssen denn mit den immer gleichen – bzw. ähnlichen - Meldungen überfütterten Leser, Motor-KRITIK-Geschichten wie „unecht“ vorkommen.

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Ist der Deutsche MotorSport Bund beratungsresistent?

Diese Frage stellt sich nicht nur dem DMSB-Präsidenten im Hinblick auf das Verhalten des – französischen – ACO, dem Veranstalter des 24h-Rennens von Le Mans, sondern auch einem VLN-Team in Richtung DMSB e.V., wo jener Präsident, Hans-Joachim Stuck, gut daran täte, zunächst einmal „vor seiner eigenen Tür zu kehren“, bevor er einem in der Vergangenheit sehr erfolgreichen Organisator und Veranstalter Vorwürfe macht. Der DMSB, der Deutsche MotorSport Bund, handelt nicht nur auf den Sektoren Kart, Motorrad und Rallye, „aufsehenerregend“, sondern macht auch im Automobil-Breitensport durch „interessante“ Eingriffe und Entscheidungen auf seine Bedeutung aufmerksam, bzw. versucht sich eine Bedeutung zu geben, die er gar nicht hat. Das unterstreicht er mit einer aktuellen Entscheidung, die zumindest im Moment bei einem VLN-Team zu der Reaktion führte, sich an die Öffentlichkeit zu wenden. - Motor-KRITIK-Leser waren in der Sache zwar schon immer besser informiert als eine breitere sportinteressierte Öffentlichkeit, aber nun muss tatsächlich einmal die Frage gestellt werden:

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Susie Wolff, geb. Stoddart: „Trau dich anders zu sein“!

Susie Wolff, die ehemalige DTM-Fahrerin und Ehefrau von „Toto“ Wolff traut sich was. Sie macht etwas, was man ihr nicht zugetraut hätte. Sie ist in der Saison 2018/19 in der Formel E-Serie nicht nur Teamchefin, sondern auch Teilhaberin beim in Montecarlo angesiedelten Venturi-Team und tritt damit praktisch gegen das neue Mercedes Formel-E-Team an, das von ihrem Mann, „Toto“ Wolff geleitet wird. - Nachdem Suzie Wolff 2017 Mutter geworden war, hatte man eigentlich gedacht, dass sie im Motorsport nicht mehr unbedingt irgendwo das Zepter schwingen würde. Aber sie sagt es nicht nur anderen, sondern sie macht es auch selbst zu ihrem Leitspruch, den sie – als Schottin – natürlich in ihrer Muttsprache promotet: „Dare to be different“.  Damit möchte sie jungen Mädchen Mut machen „anders zu sein“, z.B. nicht eine Karriere im Kunsteislauf oder Tennis anzustreben, sondern eine im Motorsport. - Susie Wolff hat gezeigt – und macht weiter deutlich - dass das auch als Frau möglich ist.

Susie war, damals noch mit ihrem Geburtsnamen Stoddart, nicht nur einige Jahre in der DTM unterwegs und machte dort – wie man so sagt – „eine gute Figur“. Sie hat dort in sieben Jahren, ab 2006 in sieben Jahren 71 Rennen bestritten.

Ich habe mich damals gefragt, warum ihr der wirklich große Durchbruch dort nicht gelungen ist, denn rein optisch machte sie – aus meiner Sicht – alles richtig. Ihre eigentlich Schwäche war als Zuschauer nicht auszumachen: Sie war nicht „gut genug auf der Bremse“. Sie hatte zwar das richtige Gefühl für den richtigen Bremspunkt, brachte aber gerade in der Anfangsphase des Bremsvorgangs nicht genug Kilogramm Druck aufs Bremspedal.

Nach ihrer Hochzeit 2012 mit „Toto“Wolff, war sie dann Testfahrerin beim Williams Formel 1-Team, bei dem ihr Mann Teilhaber war. Als sie dann 2015 ihre Motorsport-Karriere beendete, dachte man dann: Das war‘s dann wohl!

Susie Wolff wohnt zusammen mit ihrem Mann in England. Von da aus ist es nicht weit bis zur Zentrale des Mercedes Formel 1-Teams, die sich „gleich nebenan“ befindet. Die Wolff‘s haben zwar noch ein Haus in der Schweiz, nahe dem Bodensee, aber „Toto“ wurde dort nur sehr selten gesehen. Ab und an tauchte allerdings Susie dort auf, aber nur, um mit ihrem gemeinsamen Steuerberater Gespräche zu führen.

„Toto“ konzentriert sich inzwischen ganz auf den Einsatz des Mercedes Formel 1-Teams und wird zusätzlich auch demnächst den Einsatz des Formel E-Teams von Mercedes leiten. Susie und „Toto“ werden so in nächster Zeit nicht nur als Ehepaar zusammen verreisen, sondern sich auch an den Rennstrecken treffen können, auf denen die Formel E-Läufe ausgetragen werden.

Venturi, das Team, bei dem nun Susie Wolff nicht nur Teamchefin, sondern auch Teilhaberin ist, gehört Gildo Pastor, einem Mann, dessen Familie ihr Milliarden-Vermögen mit Immobilien in Montecarlo gemacht hat, der nicht nur das Venturi-Team gründete, sondern ein richtiger Autofan ist. Mir fiel er auf, als er sich vor langer Zeit drei Vorserienwagen von Bugatti kaufte, die von Giugiaro im Auftrag vom damaligen Bugatti-Chef, Romano Artioli, entstanden waren. - In der Vor-VW-Zeit!

Aus diesen drei Prototypen ließ Gildo Pastor zwei fahrfertige Bugatti vom Typ EB112 machen, von denen er einen verkaufte und mit dem anderen – ab und an – in Montecarlo unterwegs war.

Gildo Pastor, der Venturi-Chef, ist von den Qualitäten dieser Susie Wolff als Teamchefin total überzeugt und der Meinung:

„Sie wird Venturi an die Spitze führen.“

Er ist auch von ihrem gleichzeitigen Einstieg als Teilhaberin beeindruckt, weil das dafür spricht, dass sich die Ehefrau von „Toto“ Wolff total mit dem Venturi-Team identifiziert.

Dort arbeitete man bisher auf technischem Gebiet eng mit Mercedes zusammen, wird aber wohl nun enger bei Audi angelehnt sein, wo – wie man hört – für die neue Saison sehr effektive Elektromotoren entwickelt wurden. Und mit der aktuellen Verpflichtung von Felipe Massa hat Venturi sicherlich auch einen guten Griff getan.

Mal sehen, auf welchem Niveau Susie und „Toto“ Wolff sich in der Formel E-Szene 2018/19 in Szene setzen.

Das wird doch hoffentlich nicht zu einer Ehekrise führen?

MK/Wilhelm Hahne
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E-rlebnis: Mit Renault ZOE gleiten – nicht fahren!

Es kann nicht ein üblicher Testbericht folgen! - Denn der Renault ZOE ist kein normales, sondern ein E-Automobil. Ich habe mit ihm erste Praxis-Erfahrungen mit der Gattung E-Automobile gesammelt. Den ZOE habe ich gewählt, weil er schon 2017 in Deutschland mit einer Stückzahl von 4.322 das meist gekaufte E-Automobil – noch vor dem VW E-Golf! - war. Er hat diese Position im ersten Halbjahr 2018 mit 2.691 Stück behauptet. Mit einem solchen E-Automobil war ich jetzt mehr als 1.200 Alltags-Kilometer unterwegs. Da versteht man dann nicht, dass der „Test“ von E-Automobilen fast überall nach dem gleichen Schema erfolgt, wie bei solchen mit Verbrennungsmotor. - Null auf Hundert! - Top-Speed!  - Ich denke, der Ansatz beim Schreiben über das Erleben eines E-Automobils sollte ein anderer sein. Eigentlich war schon meine Vorbereitung auf dieses Fahr-Erlebnis eine andere. Ich habe mir Gedanken gemacht, wo ich das Fahrzeug, bzw. dessen Batterie laden konnte und mir die unterschiedlichsten Apps aufs iPhone geladen und alle – bis auf eine – wieder gelöscht. Die eine schien meinen Ansprüchen zu entsprechen, machte deutlich, dass selbst ich, auf einem kleinen Dorf in der Eifel wohnend, schon von Ladestationen scheinbar umzingelt bin. - Also habe ich mir vorgenommen, nicht bei mir im Haus aus der Steckdose zu laden – was möglich wäre – sondern zu versuchen, anders „über die Runden zu kommen“. - Das erschien mir gerade im Hinblick auf die Durchsetzungsfähigkeit des E-Automobils in naher Zukunft besonders wichtig, nachdem ich mir auch mal die aktuelle Parksituation z.B. in den Vororten von Köln – nach Feierabend – genauer angesehen hatte. -  Lassen Sie mich den folgenden langen  „Praxisbericht E-Automobil“ - der aus rd. 30.000 Zeichen, 22 Fotos und einem pdf-Anhang besteht - mit der Feststellung beginnen:

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Nürburgring-Insolvenz: Wer sagt die Wahrheit?

Für eine breite Öffentlichkeit ist die Nürburgring-Affäre längst Geschichte. - Vorbei! - Alles ist gut? - Der Nürburgring ist inzwischen zwei Mal verkauft, aber die Gläubiger der insolventen landeseigenen GmbH kämpfen z.T. noch um ihre Ansprüche. Aber in der Politik gilt: Versprechungen muss man wörtlich nehmen. - Das was Kurt Beck, der rheinland-pfälzische Regierungschef, nach Einleiten der Insolvenz in Eigenverwaltung (!) den Bürgern des Landes – und damit auch den Gläubigern – versprochen hatte, war eben nur ein Versprechen. - Die Übersetzung lautet offensichtlich: Er hatte sich versprochen! - Denn alles was danach passierte, wurde nicht seiner Aussage entsprechend abgewickelt, sondern so „konstruiert“, dass manche Gläubiger heute noch „in die Röhre gucken“. - Denn: Eine GmbH ist eben eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Und „beschränkt“ sind aktuell besonders die, die die Aussagen von Politikern ernst genommen haben. - Gerne verwendet werden die Argumente „EU“ und „Beihilfe“. Unabhängig davon, hat die Politik aber auch zu Lösungen gefunden, die es nach meiner Meinung nicht gibt, zumindest nicht in der Art, wie sie heute von den Mainzer Politikern – in diesem Fall aus dem Innenministerium in Mainz – dargestellt werden. Motor-KRITIK hatte dem Innenministerium zu einer – nach meiner Auffassung – unverständlichen Lösung und Art der Abwicklung zwei Fragen gestellt. Nachdem die nicht innerhalb von einer Woche beantwortet wurden – es gab auch keinen Zwischenbescheid – habe ich erinnert und dabei noch einmal die Entwicklung, soweit sie mir – und damit Motor-KRITIK – bekannt ist, Revue passieren lassen. - Der Einfachkeit halber füge ich nachstehend nicht nur den Text meiner Anfrage ein, sondern auch den – und die verständliche Erklärung – mit Details aus meiner Erinnerung, mit der ich das Innenministerium in Mainz erinnert habe. - Meine Leser finden dann auch die Antwort aus dem Innenministerium in Mainz. - Daraus ergibt sich der Titel zu dieser Geschichte:

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Die Formel 1 hat einen Czárdásfürsten: Hamilton!

Gestern gab es einen Formel 1-Lauf in Ungarn. Favorit war – wenn man RTL – und der allgemeinen Presse glauben wollte, Sebastian Vettel, mit seinem Ferrari. Das muss so sein, weil – auch – die Formel 1 heute vom Marketing einvernahmt ist. - Motorsport? - Natürlich ist die Formel 1 Motorsport! - Aber der muss natürlich verkauft werden. Nicht umsonst gehört die Formel 1 einer amerikanischen Firma mit Namen Liberty Media. Diese US-Firma hat die Formula One Group für fast 4 Milliarden Euro übernommen und man hat Bernie Ecclestone – den „alten Macher“ - relativ schnell „aussortiert“. Dort hantiert jetzt Chase Carey, als deren Chairman. - Mit modernen Marketingansätzen.

Er hat weniger „Sport“ im Kopf, aber glaubt an die Bedeutung des „Marketing“.  Darum hat es mit allen Teams, all deren Teams-Chef auch Gespräche gegeben, damit die wissen, worauf es ankommt. - „Toto“ Wolff, bei Mercedes der „Macher“, weiß das sowieso. - Für den Zuschauer muss Spannung erzeugt werden!

RTL weiß das auch. Es ist der einzige Fernsehsender, über den man in 2018 eine ‚“Berichterstattung“ über die Formel 1 noch „frei“ - ohne einen zusätzlichen Beitrag zu zahlen - erleben kann. Dort informieren „Journalisten“ nach bestem Wissen und Gewissen. - Mit Blick auf die Anzeigenkunden und Sehbeteiligung. - Doch das macht so manche Aussage sehr subjektiv. Wenn man sie auf den reinen Sport bezieht.

So wurden jetzt auch beim Formel 1-Lauf in Ungarn wieder für‘s Training Zeiten verglichen, die eigentlich unvergleichbar waren, weil sie auf unterschiedlichen Reifen gefahren wurden. Auch die Teams scheinen zu wissen, worauf es Liberty Media ankommt:

  • Der „Spannungsbogen“ muss stimmen!

So fährt Mercedes bei den ersten Trainings „sein Programm“, während Ferrari schon durch die Wahl bei der Art der Reifen vom Grip-Niveau Wert darauf legt, die dann so zu nutzen, das bessere Zeiten – möglichst Bestzeiten -  garantiert sind. - Garantiert!

Und die Presse allgemein – gerade in Deutschland – ist dann davon fasziniert, dass wahrscheinlich  nun Vettel – der zufällig bei Ferrari, der Marke fährt, die „Schumi“ zum deutschen Helden machte – wieder eine Chance hat. Denn in all‘ den  Trainingssitzungen vor dem Qualifying war Ferrari – so oder so – deutlich überlegen. - In diesem Fall am Hungaroring. Kein Wunder, dass man heute in den Zeitungen so teilnahmsvolle Titel findet wie:

„Vettel rettet sich auf Platz zwei“

Auch die „Fachleute“ von RTL favorisieren Sebastian Vettel. Während Lewis Hamilton mal wieder im ungarischen Regen beweist, wer eigentlich in seiner Gesamtheit der bessere Rennfahrer ist. Auch im Vergleich zu Vettel.  - Hier bei Motor-KRITIK habe ich immer wieder – nicht erst seit gesten - darauf hingewiesen, dass ich sogar einen Kimi Raikkönen als den „komplexeren“ Rennfahrer, verglichen mit Vettel, empfinde, aber der Mehrheit der Fernsehzuschauer gefällt sicherlich die Argumentation der RTL-Kommentatoren besser.

  • Sport wird immer noch durch die „nationale Brille“ betrachtet!

Wären die Kommentatoren statt beim Fernsehen in der „Gesundheits-Branche“ tätig, würden andere  „Fachleute“ der Branche sie als Scharlatane – als so eine Art „Gesundbeter“ - empfinden. Aber so sprechen die einfach aus, was der deutsche Fernsehzuschauer hören will. - Sebastian Vettel ist schließĺich ein deutscher Formel 1-Fahrer! - Nein, bei RTL ist man natürlich nicht nationalistisch! - Aber dieser Hamilton…! - Und gab es nicht auch eine Zeit bei Mercedes, wo man dort einen Nico Rosberg… - Schwamm drüber!

Werfen wir mal einen Blick auf die Tabelle, die ich zum Formel 1-Lauf in Ungarn erstellt habe. Die ist in diesem Fall anders als die vorherigen. Denn in diesem „ungarischen Fall“ sind die Zeiten in Q3 mit den schnellsten im Rennen gefahrenen Runden nicht direkt vergleichbar. - Oder doch? - In Q3 hat es zwar „geschüttet“, da es waren – unter dem Strich – die Voraussetzungen für alle Teilenehmer an diesem Qualifying gleich. - Darum ist das Ergebnis, sind die Platzierungen, schon interessant.

Meine „Liste“ - die sich am Rennergebnis orientiert - zeigt, was am Hungaroring wirklich los war, macht in Q3 und im Rennen die schnellsten Runden und die Platzierung der Fahrer deutlich. Dabei fallen Fahrer-Namen auf, die man sonst kaum unter den ersten Zehn findet.

Ich hoffe, dass wieder zum nächsten F1-Rennen ein Vergleich der schnellsten Rundenzeiten in Qualy 3 mit denen im Rennen möglich ist, weil – wenn das einen Sinn ergeben soll - gleiche Wetterbedingungen herrschen müssen. Dieses Mal habe ich eine andere Darstellung wählen müssen, die aber auch interessant ist.

Auch diese Tabelle will die Berichterstattung der Medien insgesamt nicht ersetzen, sondern nur ergänzen. Und auf das hinweisen, was im Motorsport – und der Formel 1 – wirklich wichtig ist:

Die sportliche Leistung!

MK/Wilhelm Hahne

PS: Ich warte auf eine Antwort des Mercedes-Teams auf eine/meine Anfrage vom 23. Juli 2018, die im Interesse meiner Leser eine Erklärung bringen sollte, warum – bei gleichen Wetterbedingungen – die Zeiten zwischen Quali 3 und den schnellsten Runden in aktuellen Rennen so stark differieren. - Bisher hatte man in Stuttgart wohl noch keine Zeit für eine Antwort gefunden, da Rennen auf Rennen folgte. - Aber jetzt geht‘s in die Sommerpause. Da wird dann auch Zeit für eine Erklärung sein, auf die – nicht nur - meine Leser warten. - Sie ist dann bei mir – auf diesen Seiten – zu lesen. - Es kann sich nur noch um Tage handeln! - Wenn man es nicht aus Marketinggründen vorziehen wird… - Abwarten!

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Brake-by-Wire + GDPR (DS-GVO) = No Information!

Die folgende Geschichte will eigentlich nur als Beispiel aufzeigen, wie deutlich Journalisten – die im Interesse der Öffentlichkeit arbeiten (!) - von der General Data Projektion Regulation (englisch) oder der seit dem 25. Mai 2018 in Deutschland angewendeten DS-GVO (deutsch & amtlich), also der Datenschutzgrundverordnung, betroffen sind. Besonders natürlich jene Journalisten, die über alles schreiben müssen, perfekt ausgebildet sind, aber – kaum eine Ahnung von dem haben, über das sie eigentlich ihre Leser informieren sollten. - Den Lesern fällt es nicht auf, weil die auch keine Zusammenhänge herstellen können, ihnen dazu Detailkenntnisse fehlen. - Ich habe mich mit Motor-KRITIK  aber – nicht nur deshalb – schon seit Jahrzehnten spezialisiert, beschränke mich auf die Berichterstattung über eine bestimmte Branche. Da weiß man eben Dinge, hat Sachen, Entwicklungen mitbekommen, die den Kollegen entgangen sind. Vor allen Dingen den jungen Kollegen. - Ich schöpfe aus einer Erfahrung in der Branche von Jahrzehnten, die anderswo nicht vorhanden sein kann. - Wie sollte ein „moderner Journalist“, umfassend gebildet und geschult, an einer Detail-Recherche zum E-Rekordwagen  „VW I.D. R PIKES PEAK“ interessiert sein? VW, im Verschweigen von Details geübt (s. Diesel-Affäre) sagt wenig zu Detailfragen nach dem Bremsensystem; der wahrscheinliche System-Lieferant verweist auf die Datenschutzgrundverordnung. - Da muss einem klar werden, was demnächst alles hinter der DS-GVO versteckt wird. - Trotz Informationsfreiheits- und/oder Transparenz-Gesetzen. - Finden demnächst Verbrechen hinter einer Schutzmauer statt, die sich DS-GVO nennt?

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Mirco Markfort und sein „Akt der Verzweiflung“!

Wer schiebt schon gerne ungelöste Probleme vor sich her? - Bestimmt nicht der Geschäftsführer der Nürburgring-Betreibergesellschaft mit dem Titel „Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG, Mirco Markfort. - Er verkündet nur Lösungen. Für den „ring°racer“: „Er wird wieder laufen!“ - Er hat niemals exakt verkündet, wann das sein wird. - Eigentlich wird ihm auch alles geglaubt. - Aber am letzten Samstag war dann doch die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ etwas ungläubig, als sie ihren Redakteur in ihrer Nr. 167, auf Seite 40 die Frage stellen ließ: „Zurück in die Hölle?“ - In den Tagen vor dem Formel 1-Rennen in Hockenheim hatte der Ressortleiter Sport der FAZ recherchiert, dass es am Nürburgring Pläne gibt, die Formel 1 wieder an den Nürburgring zurück zu holen. - Er hatte von den Reaktionen berichtet, die solche Pläne bei Rennfahrern und u.a. einem Teamchef (aus der Eifel) auslösten und seinen Eindruck in Worte gefasst, die wir hier zu einem Titel verarbeitet haben:

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