Ist der Motorsport zum Geschäft verkommen?

In den letzten Monaten habe ich mich immer wieder mit Details aus aktuellen Abläufen in Motorsport-Serien beschäftigt. Die Beurteilung einer Situation wird bestimmt von der Ausgangsbasis der Betrachtung. Dabei bin ich mir durchaus darüber im Klaren, dass wir im Jahr 2018 leben und die Zeit einer innigen, emotionsgeladenen Verbindung eines Sportlers zu diesem Sport, längst einer vom Geld und zielsicher entwickelten Marketing-Strategien bestimmten Entwicklung eines „sinnfreien Tuns“ hin zu einem effektorientierten Handeln verändert hat, das den „Sport“ zu einem „Instrument“ der Industrie zur Profilierung von Marken und Modellen gemacht hat. Der Spaß mancher Sportler, der immer noch dabei als Nebeneffekt entsteht, trägt mit dazu bei, die wahren Hintergründe für so manche Entscheidung, die dann auch in den Ausschreibungen zu Serien und Einzel-Topp-Veranstaltungen zu finden sind, zu verschleiern. Zur Zeit gibt es unkluge, geradezu dumme öffentliche Auseinandersetzungen zwischen Veranstaltern und Teilnehmern, die aber – wenn man die Positionen der Anklagenden und Widersprechenden nüchtern betrachtet, erst das aktuelle Desaster des Motorsports deutlich machen. - Ich möchte heute mal mit dem Finger auf scheinbar unauffällig Passagen in Ausschreibungen oder nette Formulierungen in Informationen hinweisen, die sonst gerne überlesen werden. - Weil unwichtig? - Nein! - Weil unbeachtet und nicht in einen Zusammenhang gesetzt! - Oder weil sie garnicht gelesen werden! - Oder nicht begriffen! - Sie sind eigentlich der Beweis:

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VLN-Serie in 2019: Die Situation spitzt sich zu!

Es gibt eine „vorläufige VLN-Ausschreibung“ für 2019 seit dem 30. November. Motor-KRITIK informierte am 1. Dezember – und brachte seine Verwunderung zum Ausdruck. Die ILN, die Interessengemeinschaft Langstrecke Nordschleife, hat nun gegen ganze Passagen dieser Ausschreibung, vertreten durch ihren 1. Vorsitzenden, Martin Rosorius, lautstark und öffentlich Protest erhoben. - Die VLN hat die Anschuldigungen aktuell – auch öffentlich -  zurück gewiesen. - Wobei die ILN offenbar nicht alle VLN-Teilnehmer vertritt, sondern im Wesentlichen die „Bezahl-Teams“. - Die VLN empfindet die Kritik an ihrer Ausschreibung darum wohl auch als einseitig. - Von der Beurteilung durch Motor-KRITIK spricht niemand. - Die ist nicht „einseitig“ ausgerichtet, sondern am Gesamtinteresse des Motorsports. Aber darum geht es heute im marketingsorientierten Motorsport der Neuzeit wohl nicht mehr. - Darum ist auch das Ende der VLN nun definitiv eingeläutet. - Zumal der ADAC dem Nürburgring-Betreiber und der Verpächterfirma, Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG, klar machen konnte, wer eigentlich der wirklich wichtige Partner für sie ist. - Wer braucht noch die  VLN auf der Nordschleife, wenn man doch allein mit Hilfe des ADAC dank SIM-Racing z.B. die sonst ungenutzten Lokalitäten „Boulevard“ und „Arena“ füllen kann? - Und gleichzeitig – durch den ADAC garantiert – der Öffentlichkeit pro Jahr dank der gerade abgeschlossenen Verträge schon allein 11 Rennen pro Jahr als festes Motorsport-Programm angeboten werden kann! - Mit den neuen Verträgen bis 2023! - Außerdem ist der ADAC auch im DMSB sehr stark und durchsetzungsfähig. - Nicht nur durch seinen 65-Prozent-Anteil an der wesentlich am materiellen Erfolg orientierten Deutsche Motor Sport Wirtschaftsdienst GmbH, Frankfurt am Main, der Vermarktungs- und Service-Gesellschaft des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB), in dessen  e.V.  der ADAC auch einen wesentlichen Einfluss über seinen Sport-Präsidenten ausübt. - Und die Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG ist jetzt durch den neuen fünf-Jahres-Vertrag mit dem ADAC praktisch im Besitz einer von jeder Bank akzeptierten Kreditabsicherung! - Die direkt Beteiligten sprechen von einer „echten Win-Win-Situation“. - Man kann es auch so sehen:

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Pkw-Käufer Achtung! Drei Kinder disqualifizieren!

Wir reden über Schadstoffe, darüber, dass wir von der Automobilindustrie beim Kauf von Diesel-Automobilen betrogen wurden. Wir diskutieren, was das E-Automobil für die Umwelt bringt. Derweil führen hochbezahlte Angestellte großer Hersteller international und öffentlich besonders beachtete Gespräche mit einer wichtigen ausländischen Regierung. Dieser Staat hat uns nach dem 2. Weltkrieg geholfen zu überleben und möchte uns aktuell nun mit Zöllen auf Produkte jener Hersteller das Leben erschweren. Wir beschäftigen uns alle mit großen, international wichtigen Problemen. Und übersehen die kleinen Probleme. - Es sind eigentlich Probleme, die man so nicht erwartet, weil sie eigentlich nicht in die Zeit passen. Es geht um Kinder. Aber nicht darum, dass es Produkte für Kinder gibt, die oft mangelhaft sind. Es geht um die „armen Eltern“ mehrerer Kleinkinder! - Liest man die Vita eines modernen Managers, dann steht da oft: Verheiratet, zwei Kinder. - Zwei Kinder sind eben die „Norm“ für eine moderne Familie. - Wer mehr Kinder hat, wird heute schon fast als asozial empfunden. Gibt es darum auch für solche Familien keine passenden Mittelklasse-Personenwagen mehr? - Da hilft dann auch die sprichwörtliche gewordene Aussage einer Angela Merkel nicht: „Wir schaffen das schon!“

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Ahnungsloser an Ahnungslose: „Wir ändern nichts!“

Es gab am 7. November eine Pressemeldung der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG, mit der man ankündigte:

MAMMUT-BAUPROJEKT STARTET IN DER GRÜNEN HÖLLE

    • Über zwei Kilometer neue Fahrbahn: Mammut-Bauprojekt startet in der Grünen Hölle
    • Umfangreichste Bauarbeiten auf der Nordschleife seit über 40 Jahren
    • „Vollausbau“ auf zweieinhalb Kilometern Länge in fünf Streckenabschnitten
    • Einzigartige Fahrbahn-Charakteristik der Nordschleife bleibt erhalten
...
      
 „Maßgeblich für den späteren Einbau der Fahrbahn sind seitliche Fixpunkte, wie zum Beispiel die vorhandenen Curbs, links und rechts der jetzigen Strecke. So stellen wir sicher, dass selbst Gefälle und Neigungen auch nach der Sanierung dieselben sind und die Charakteristik erhalten bleibt“, erklärt Nürburgring-Projektleiter Alexander Schnobel.

Was Herr Schnobel dort erklärte, wurde von derzeitigen Pressechef des Nürburgringpächters gegenüber einer Mitarbeiterin der „Rhein-Zeitung“ aktuell noch einmal unterstrichen, indem er feststellte:

„Wir ändern nichts, wir erneuern!“

Und die Mitarbeiterin macht dazu dann ein „Beweisfoto“:

Mit hoher Wahrscheinlichkeit hat sie aber nicht begriffen, was sie dort fotografisch festgehalten hat. Es zeigt die Anfahrt in Richtung „Schwedenkreuz“, wo es über einen Hügel dann – leicht links -  hinab zur scharfen Rechtskurve unter die „Poststraßenbrücke“ hindurch hinab in die „Fuchsröhre“ geht. Das Foto macht deutlich, dass ab einem bestimmten Punkt doch die Curbs beseitigt wurden, was den Verdacht nahe legt, dass ab hier dann – später einmal – der Anstieg sanfter verlaufen wird.

Aber dieses „Vernebelungstaktik“ kennen wir bereits vom „Umbau“ des „Flugplatz“, der nach dem Unfall eines hochtalentierten SIM-Racers mit DMSB Permit Nordschleife (!) im März 2015, der zu einem Toten unter den Zuschauern am „Flugplatz“ führte, auch nicht verändert wurde. Auch hier wurde immer wieder betont, dass lediglich auf der Anfahrt „Wellen“ beseitigt würden, während bei Motor-KRITIK zu sehen und zu lesen war, was wirklich passierte.

Auch dieses Mal möchte Motor-KRITIK darauf hinweisen, dass hier bei den neuesten Baumaßnahmen wieder von den Verantwortlichen „das gleiche Spiel gespielt wird“. Diese Verantwortlichen sind so kenntnisreich, dass sie sogar – wie wir hören und lesen konnten -  in Zukunft Formel 1-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife nicht ausschließen.

Die neuen „Herrscher“ am Ring sind unter den Ahnungslosen die Größten. Vielleicht verstehen sie ja etwas vom Hotelgeschäft, da sie für 2019 gerade wieder im „Dorint“-Hotel 100 Zimmer für die kommende Saison „geblockt haben“, um ihren Kunden „Komplettangebote“ machen zu können.

Und das „Lindner“-Hotel hat gegenüber 2018 für Teams, die über die Saison ein festes Zimmerkontingent buchen wollen, nun für 2019 die Zimmerpreise um 60 Euro „leicht“ angehoben. Von 179 Euro auf 239 Euro pro Nacht.

MK/Wilhelm Hahne
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SIM-Racing: Sport für Chips fressende Cola-Monster?

Zugegeben: Das ist nicht mir als Titel eingefallen, sondern ist mir – als passend empfunden –  von einem Leser zugeflüstert worden, weil das so seinen Vorstellungen entspricht! - Jetzt wird man beim DMSB aufschreien! Schließlich ist man dort „Feuer & Flamme“ für den E-Sport. - Wenn nur ein „E“ davor steht, muss es gut sein. - Die Formel E ist schließlich auch ein Erfolg! - Fragt sich nur für wen? - Aber beginnt nicht auch der Begriff „Euro“ mit „E“? - Der DMSB verspricht sich schon einen Erfolg. Einen finanziellen. - Und er wird auch andere daran beteiligen wollen. Denn: Gemeinsam sind wir stark! (Auch beim Kassieren!) Aber im aktuellen Leben ist es wie überall: Viele sprechen mit, haben eine Meinung, aber z.T. wenig Ahnung. - Motor-KRITIK hat  gegensätzliche Meinungen gesammelt und stellt sie – unter dem obigen provokativen Titel – einmal in folgender Geschichte vor. - Zur Unterstützung meiner Leser bei der eigenen Meinungsbildung. - Da hat der DMSB z.B. aktuell eine AG – eine Arbeitsgemeinschaft – gebildet, die sich mit SIM-Racing als „realer Motorsport“ beschäftigen und den Weg zur Umsetzung einer Kontrolle  durch den DMSB aufzeigen soll. Der DOSB, der Deutsche Olympische Sport-Bund, hat sich auch zum Thema E-Sport eine Meinung gebildet. Das ist die Organisation, deren Mitglied der DMSB nach intensivem Bemühen um eine Mitgliedschaft als einer von 101 Mitgliedsorganisationen seit einiger Zeit ist. Da sollte man dessen Meinung zu diesem Thema schon ernst nehmen. - Beim DMSB hätte man am 14. November 2018 eigentlich  wissen sollen, was der DOSB schon am 29. Oktober 2018 als die Positionierung von Vorstand und Präsidium (!) verabschiedet hat. - Natürlich kann der DMSB in die Waagschale werfen, dass ein Mitglied seiner neu gebildeten AG (Arbeitsgemeinschaft) nicht nur fünffacher Le Mans-Sieger, sondern einer der wirklichen Experten für den E-Sport überhaupt ist: Er raucht inzwischen sogar E-Zigaretten!

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VLN 2019: Es geht frühzeitig „vorläufig“ weiter!

Damit die „Breitensportler“ frühzeitig wissen, was in 2019 im „Breitensport“ auf sie zukommt, hat die VLN schon am 30. November 2018 die Ausschreibung für 2019 veröffentlicht. Die „vorläufige Ausschreibung“! - Weil man bei der „VLN-Spitze“ wie immer von der realen Entwicklung überrascht wurde, ist dass kommende 24h-Rennen 2019 dort noch mit „Zurich“ als Titelsponsor erwähnt. Aber sonst ist alles so, wie schon von Motor-KRITIK vorhergesagt wurde: Das Nenngeld wurde nun mit allen bisherigen weiter als notwendig erachteten Zuzahlungen zu einer Summe zusammen gefasst. Die notwendige Preiserhöhung wurde gleich eingerechnet. Der VLN-Generalbevollmächtigte, Gerald Schlüter, weist in einer Presse-Info, die z.B. auch bisherige VLN-Teilnehmer erreichte,  darauf hin: „Natürlich müssen wir die Nenngelder gelegentlich anpassen. Das kennt jeder auch aus dem privaten Umfeld zum Beispiel bei Strom- oder Heizkosten.“ - Die Teilnehmer werden sicherlich in 2019 auch an der zwangsweise zu nutzenden Tankanlage der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG mit gestiegenen „Energiekosten“ zu rechnen haben. - Man kennt das ja! - Von der mehrheitlich die VLN-Teilnehmer in 2019 betreffende „neue Flaggenregelung“ ist leider in der „vorläufigen“ Ausschreibung noch nicht die Rede. - Leider ist es auch in diesem VLN-Fall notwendig, einen Teil der folgenden Geschichte dem 24h-Rennen zu widmen. Weil dort schon „endgültig“ etwas zu lesen ist. - Wie gesagt:

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VLN: Eine „Breitensportserie“ und ihre Zukunft

Eigentlich wird es so weiter gehen wie bisher. Die Serie hat sich verändert, wird sich verändern. Und niemand hat‘s gemerkt? - Alle Jahre wieder werden die „Macher“ von der Leserschaft der Zeitschrift „sportauto“ als „Beste Breitensportserie des Jahres“ geehrt. Die Veränderungen der Serie müssen also unauffällig sein. Die „Macher“ stellt das zufrieden. Man empfindet sich auch – mit einer Lastenverteilung auf zwei Firmen – gut aufgestellt. Und der DMSB überwacht die VLN. Und die ILN überwacht beide. - Der Rennstreckenbetreiber und Verpächter der Rennstrecke kann auch nicht klagen. Man ist unauffällig „am Ball“, sitzt sozusagen bei Verhandlungen auf beiden Seiten des Schreibtisches. - Und über Preise und deren Entwicklung spricht man nicht. - Der Teilnehmer zahlt! - Schließlich wird alles teurer. - Und so nimmt die Serie ihren Lauf: Die „Macher“ machen, der DMSB macht es mit  Macht, die ILN stößt notwendige Korrekturen an. - Wirklich? - Und welchen Einfluss hat der ADAC Nordrhein in Köln, mit seinem 24h-Rennen? - Motor-KRITIK wirft mal einen nüchternen Blick auf die Motorsport-Szenerie am Nürburgring.

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Gemeinsame Firma - kein Kartell: BP, EXXON & SHELL

Folgende Geschichte ist eigentlich eine Ergänzung der bisherigen Motor-KRITIK-Informationen und Recherchen zum Thema Mineralölindustrie und ihrem charakterstarken Verhalten. Man beschwört eine Versorgungskrise herauf und alle, alle machen mit, sind überzeugt von der verständlichen Argumentation: Niedrigwasser im Rhein. - Einfach und wirkungsvoll! - Die „Formel Nr. 1“ der deutschen Mineralölindustrie für den Herbst 2018 könnte lauten:

Da wo ein Wille, da eine Pipeline, eine Sprachregelung und eine kleine Firma
=  Gemeinsam sind wir stark, konkurrenzlos teuer und stark gewinnorientiert

Es folgt der Versuch einer Erklärung mit dem Offenlegen von Fakten, die dann zu dem Titel dieser Geschichte führten:

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Stichwort: Tobias Hagenmeyer – powered by GETRAG

Langjährige VLN-Fans kennen seinen Namen. Bekannt wurde er Insidern als Rennfahrer durch Rennerfolge in der VLN-Langstreckenserie. Immerhin errang er nicht nur 34 Klassen-, sondern auch zwei Gesamtsiege. Alle mit BMW.  Der überwiegend von ihm gefahrene M3 trug nach meiner Erinnerung die Start-Nr. 100 und war seitlich – schräg – vom Schriftzug „GETRAG“ überzogen.

Tobias Hagenmeyer verwirrte seine Fans schon mal, dass er seine Erfolge mit der Angabe von unterschiedlichen Wohnorten einfuhr. Da wurden dann sowohl Schwieberdingen als auch Köln genannt. Wenn schon mal ein Schreibfehler im Spiel war, war auch Schweberdingen zu lesen.

Was vielen der Sportfreunde unbekannt blieb war, dass Tobias Hagenmeyer der Inhaber und Präsident des Getriebeherstellers GETRAG in Untergruppenbach war, einem der größten Getriebehersteller der Welt. Hagenmeyer war zwar stolz, dass man in seiner Firma inzwischen sogar das „my“, einen 1000stel Millimeter, gespalten hatte, aber nicht nur ich war vor Jahrzehnten der Meinung, dass es bessere, weicher laufende Getriebe gab.

Ich erinnere mich, dass in den ersten 7er BMW auch GETRAG-Getriebe verbaut waren. Ich hätte mir in diesem Fahrzeug damals  – für‘s geforderte Geld - bessere vorstellen können und habe das  auch in Gesprächen mit Münchner Verantwortlichen zum Ausdruck gebracht.

Auf Vorstandsebene verstand man meine „Klage“ nicht, da die Herren dort ihre 7er Dienstwagen als perfekt empfanden. Ich habe mir meinen Teil gedacht, bis ich recherchieren konnte, dass in den 7er-Dienstwagen für BMW-Vorstände  - ohne deren Wissen (!) - ZF-Getriebe verbaut wurden.

Aber nicht nur hier wurden die BMW-Vorstände „hinters Licht geführt“, auch bei den alljährlich stattfindenden Ausfahrten mit BMW-Motorrädern – damals alle mit Boxermotor – wurden die dafür bereit gestellten Motorräder getriebemäßig so lange von Hand nachgearbeitet, dass sie sich ohne das sonst unüberhörbare Klacken schalten ließen. - Weil mir das gerade zum Thema einfällt.

Wie sollten diese Vorstandsmitglieder da noch für die in Tests niedergeschriebenen Beanstandungen Verständnis haben? - Dumme Journalisten eben! - Doch eigentlich waren die Vorstände die, die „hinters Licht geführt wurden“. Von ihren Mitarbeitern. Sie haben wirklich nicht gewusst, dass sie getäuscht wurden!

Tobias Hagenmeyer hat die Firma GETRAG, die von seinem Vater 1935 gegründet wurde, im Jahre 2015 an die kanadische Magna-Gruppe verkauft, deren Europa-Niederlassungen von Österreich aus geführt werden. Das ging sozusagen „still“ über die Bühne. Der Verkauf hat damals der Familie 1,75 Milliarden Euro eingebracht, die nun – auch mit Hilfe „alter Mitarbeiter“ aus der „alten Firma“ durch das Investieren in „neue Firmen“  vermehrt werden sollen.

So investiert man nun über das „Family Office“, die THI Investment GmbH in Stuttgart, z.B. in den Arzneimittel-Internethandel und andere „Start-ups“ und hofft, das nirgendwo „Sand ins Getriebe“ kommt.

Motor-KRITIK wurde an diese Entwicklung erinnert, weil ab 1. Januar 2019 der Name GETRAG wohl weiter in den Hintergrund gedrängt wird, weil Magna dann diesen bedeutenden Getriebehersteller unter der Bezeichnung

  • Magna PT International GmbH ins Stuttgarter Handelsregister unter HRB 107988

eintragen ließ. - So wie Tobias Hagenmeyer still aus der VLN verschwand, verschwindet jetzt ein deutscher Getriebehersteller. Einer meiner kundigen Leser, der mich mit seinem Hinweis erinnerte,  stellt dazu fest:

„Nun ist die deutsche Firma GETRAG auch Geschichte.“

MK/Wilhelm Hahne
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Auch 2018 Realität: “Benzin verdirbt den Charakter“!

Die Leser haben meine Geschichte zum Preisunterschied beim Tanken in Deutschland und in Luxemburg gelesen. Sie fragen nun verständnislos: „Was ist denn nun die wirkliche Erklärung für den Unterschied?“ - Die Frage wurde in meiner Geschichte nicht beantwortet. Es wurden nur Fakten beschrieben. - Aber wir sollten nicht so tun, als würde uns die aktuelle Entwicklung auf dem Treibstoffsektor überraschen. Seit vielen Jahren wird uns mit den unterschiedlichsten Argumenten auf diesem Sektor „das Geld aus der Tasche gezogen“. (Berlin kassiert z.B. jährlich um 40 Milliarden an Energiesteuer und belastet die noch mit 19 Prozent MWSt.!) Aktuell hinzu kommt noch zusätzlich zum aktuellen „Niedrigwasser“-Argument, die unkontrollierbaren Belastungen mit dem ständigen Auf und Ab der Tankstellenpreise, evtl. im Stundentakt, an jedem Wochentag, besonders an Sonn- und Feiertagen. Und die Aufsichtsbehörden schweigen. Die Autofahrer nehmen es kopfschüttelnd hin. Aber die Mineralölbranche ist insgesamt nicht unzufrieden. - Die deutche Tochter der britischen BP, ARAL, Spitzenreiter im deutschen Tankstellenmarkt, die ihren Gewinn entsprechend einem Vertrag an die deutsche BP Europa SE in Hamburg abführen muss, verbuchte z.B. in 2017 einen Gewinn von 1,36 Milliarden Euro (Ebitda).  Dafür hat man aber mehr getan als nur Benzin verkauft! (s. die „Erklärung“ unter „PS“ zu dieser Geschichte zur BP Europa SE) – Man kann für die Entwicklung auf dem Gesamtmarkt eine klare Aussage treffen:

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