Problemfall: Nordschleife & Touristenverkehr!

Die Nürburgring 1927 GmbH & Co KG vermeidet es Zahlen zu nennen, aus denen man irgendwelche Rückschlüsse auf irgendetwas ziehen könnte. Aber man nennt Besucherzahlen für gerade erfolgte Veranstaltungen. Natürlich verweist man dann auf Angaben des „Angebers“, den Veranstalter. Ist man allerdings selber Veranstalter… - Jedenfalls sind es immer gute, sehr gute Zahlen. - Aus Telefongesprächen mit Studierenden weiß ich, dass der Nürburgring-Pächter leider so manche Aussage zu Zahlen verweigert, die der Studierende z.B. für seine wissenschaftliche Arbeit eigentlich brauchen würde, da sie ihm – mit anderen Zahlen in Verbindung gebracht - evtl. erst Aufschluss geben würden, welche Richtung die Entwicklung am Nürburgring vor und nach der Insolvenz in Eigenverwaltung (!) der landeseigenen Besitzgesellschaft nun genommen hat. - Das heißt: Die Eigenverwaltung besteht eigentlich noch immer, da die Insolvenz noch nicht abgeschlossen ist! - Nun gab es gerade bei mir wieder zwei Anfragen zur Situation „am Ring“. - Die ist sehr gut, so weit es die Touristenfahrten betrifft, die der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG deutlich mehr als 50 Prozent der jährlichen Gewinne garantieren. - Man dreht auch gerade noch mal an der Preisschraube da, wo man es gerne schon früher getan hätte. - „Speedweek“, ein in der Schweiz erscheinendes Motorsport-Magazin, berichtete am Abend des 12. November über die aktuelle Entwicklung. - Aber eine Zukunft hat diese Entwicklung nicht, da mit der sprunghaften Erhöhung der Touristenfahrer-Zahlen z.B. leider auch eine Erhöhung der Unfallzahlen und anderer Ärger verbunden ist. - Die gesamte für einen solchen Durchlauf von Fahrzeugen notwendige Infrastruktur ist – neben den Überwachungseinrichtungen an der Strecke – verbesserungswürdig. - Aber große Ausgaben werden vermieden.

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Alles im Wandel: Motorsport und Journalismus!

Mich erreichen über‘s Jahr eine Menge Leser-Kommentare. In so manchem werde ich darauf aufmerksam gemacht, dass ich wohl übersehen hätte, dass sich die Zeit – und damit auch unsere Gesellschaft und ihre Einstellung – verändert hätten. Ich antworte auf jeden Einwand. Auch auf solche, dass mein Schreibstil überholt sei.

Natürlich hat sich die Zeit geändert, aber das sollte doch nicht unser Verhältnis zu Moral und Ethik verändert haben. Es gibt doch Werte, die wir bei aller Weiterentwicklung als gesunde Basis für unser Handeln beibehalten sollten.

Ich lese täglich – neben anderen – eine Tageszeitung, die im Untertitel verkündet:

„UNABHÄNGIGE TAGESZEITUNG“

Sie wurde nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet und führt seitdem diesen Zusatz im Titel. Dieser Zusatz wird auch wohl von keinem Leser beanstandet. Weil keiner darüber nachdenkt. - Vielleicht wird er auch einfach überlesen.

Das ist übrigens der Grund, weshalb ich mich darauf festgelegt habe, „komplizierte Schachtelsätze“ in meinen Geschichten zu verwenden. Manche muss man so halt zwei Mal lesen, um sie zu verstehen. Wenn ein Motor-KRITIK-Leser eine Geschichte von mir gelesen hat, dann hat er sie auch begriffen. Aber gerade junge, gebildete Leser neigen dann zu der Feststellung:

„Das ist kein seriöser Journalismus, sondern das sind Meinungskommentare.“

Ich bin nun mal kein „Nachrichten-Redakteur“. Aber selbst der „macht Meinung“, in dem er die Meldungen zur Veröffentlichung auswählt. Aus einer Vielzahl von anderen, die dann „in den Papierkorb wandern“. - Auch das ist eine Meinungsbeeinflussung.

Ich habe die auch schon vor dem Zweiten Weltkrieg erlebt, als Chefredakteure noch Schriftleiter genannt wurden. Auch da gab es nur „unabhängige“ Tageszeitungen. Die „tanzten dann nach der Pfeife der Politik“. Heute „tanzt man gerne nach der Pfeife von Anzeigenkunden“. - Was hat sich also geändert?

Anders ist das z.B. bei Motor-KRITIK, da es sich hier um eine Fach-Information handelt, die beim Schreiber Fachwissen und Erfahrung voraussetzt. So werden bei mir niemals Pressemitteilungen in voller Länge als eigene Geschichten dargestellt, sie dienen mir höchstens als Anregung für eigene Recherchen. Ein einzelner von mir in einer Geschichte geschriebener Satz erfordert evtl. eine Stunde – oder mehr – Recherchearbeit. - Als Beispiel dafür zwei Sätze aus einer meiner letzten Geschichten:

„Bei der Ehrung werden die Klassensieger von 31 Klassen geehrt! Das allein sind dann schon 65 Pokale die überreicht werden müssen!“

Hochqualifizierte Kollegen in Verlagen genügt es oft, eine anderswo erschienene Aussage – ohne Nachprüfung - zu übernehmen, wenn sie damit „Meinung machen können“. Aktuell in „Auto Bild“ (Seite 5) gelesen, wo FDP-Chef Christian Lindner wie folgt zitiert wird:

„Ich bin groß geworden mit Micky-Maus-Heften und AUTO BILD. … Ich konnte noch nicht lesen, aber die Bilder haben mich fasziniert. Das war meine Kindheit.“

Motor-KRITIK stellt dazu – nach eigener Recherche – fest:

  • Christian Lindner konnte im Alter von 7 Jahren noch keine Comics lesen!

Aber wer will das wissen? - Da freut es mich, wenn mich heute auf dem iPhone eine Leser-Information erreicht die da lautet:

„Lese jeden Artikel!! Weiter so!

Sie kommt von einem – inzwischen auch – älteren Herrn. - Früher mal ein bekannter deutscher Rennfahrer.

Aber ich schreibe auch – und gerade – für junge Leute. Als Anregung zum selbstständigen Denken. Weil man nicht zu einer Persönlichkeit wird, indem man im Mainstream mitschwimmt und gefällige Phrasen absondert, die dann andere „Mitschwimmer“ zum gefälligen Nicken bringen.

MK/Wilhelm Hahne
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„Show & Klamauk“: VLN & 24h außer Rand und Band!

Die „Närrischen Tage“ müssen nicht unbedingt am 11.11. beginnen. Es gibt auch „vorgezogene Termine“, bei denen der Spaß im Vordergrund steht. - Aber vielleicht ist das auch alles ernst gemeint. Man weiß es nicht. - Ich bin ehrlich genug auch zuzugeben: Ich verstehe manches nicht. Offenbar hat man dort, wo man den Sport gestalterisch und ordnend begleiten sollte, auch Angst vor klaren, verständlichen Darstellungen. - Aber so, wie sich derzeit der Motorsport darstellt, hofft man als Beobachter darauf feststellen zu können, dass man das was man aktuell erlebt, hoffentlich gerade nur geträumt hat. Da gibt es zwar Treffen, Meetings, Besprechungen, Tagungen, auf denen aber nichts passiert, außer dass man festhalten kann: Es wurde darüber gesprochen. - Man hat aber keine „harten Schnitte“ vorgenommen, klare Entscheidungen getroffen, die dem Motorsport-Fan Hoffnung auf eine positive Entwicklung des Motorsports in der nächsten Zukunft geben könnte. - Dabei wird offiziell in Zukunft einiges anders. - Aber eigentlich bleibt alles so wie es ist. - Selbst bei der Strecken-“Verbesserung“! - Ein Blick hinüber nach 2019 zeigt:

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„VLN zieht für 2018 ein positives Fazit“: „404!“

Fehler! - „Seite nicht gefunden!“ - Das ist mir heute so passiert! - Ich wollte, bevor ich zu einer kleinen Rückschau und meiner persönlichen Meinung zur Entwicklung der VLN in der letzten Zeit ansetzte, noch mal einen Blick auf die Geschichte werfen, die lt. Titel dort angekündigt war. Aber nach dem Anklicken – und auch nach einer Wiederholung der Aktion nach Stunden – kam immer die gleiche Antwort: „404! – SEITE NICHT GEFUNDEN“ - Wenn ich das auf den Titel beziehe, der tatsächlich so als „Aufmacher“ auf Seite 1 im Internet auf der VLN-Seite zu finden ist, dann verstehe ich das schon. - Wie sollte man auch ein „positives Fazit“ ziehen können? - Ich habe keine „positive Entwicklung“ feststellen können! - Vielleicht habe ich mit meinen letzten Geschichten zum Thema VLN die „Macher“ der Serie veranlasst, noch einmal die auf ihren Seiten eingestellte Geschichte mit dem „positiven Fazit“ zu überarbeiten. Denn nur diese eine Geschichte lässt sich am Sonntag den 4. November 2018 nicht aufrufen! - Vielleicht ist man wirklich dabei, sie noch mal zu überarbeiten. Vielleicht ist alles noch positiver zu sehen. - Oder realistischer? - Weil ich nachgewiesen habe, dass sogar die auf den VLN-Seiten offiziell veröffentlichten Statistikzahlen nicht stimmen?

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Rodriguez – Hamilton – Wolff – Lechner – Porsche

Ich hatte versprochen dann noch einmal über die Formel 1 zu schreiben, wenn Lewis Hamilton Weltmeister geworden ist. - Und was man verspricht, das muss man halten! - Nun ist es zumindest für mich keine Überraschung, dass Hamilton die F1-Weltmeisterschaft 2018 gewonnen hat. Hier in Motor-KRITIK war das schon im Juni vorhergesagt worden. Und am 1. Oktober hatte ich dann meine Art der Information über die Grand-Prix-Läufe eingestellt, weil ich diesen Sport nicht mehr verstehe. Mir konnte auch keiner erklären, warum etwas in der Formel 1 anders ist als bei anderen Rennen im Motorsport. Im Qualifying ist man richtig schnell, während man im Rennen zu bummeln scheint. - Ist die Formel 1 inzwischen ein Benzin-Spar-Wettbewerb? - Das Rennen in Mexiko hat nun die Entscheidung in der WM gebracht und noch einmal verdeutlicht, dass meine Einschätzung der einzelnen Fahrer gar nicht so schlecht war. Vettel wird niemals als Rennfahrerpersönlichkeit mit Hamilton zu vergleichen sein. - Jeder Mensch ist eben anders! - Auch die Formel 1-Rennen sind anders geworden. Sie werden aber gut verkauft! - In Mexiko standen 20 Fahrzeuge am Start, vier fielen aus, eines endete drei Mal überrundet, 10 mussten sich zweimal von den ersten Vier überrunden lassen, selbst ein Bottas wurde als Fünfter einmal überrundet. - Lewis Hamilton wurde als Vierter Weltmeister! - Warum hätte er etwas riskieren sollen? - Darum möchte ich nachfolgend weniger über dieses Rennen – ausgetragen in einer „Geschlossenen Gesellschaft“ - sondern mehr darüber schreiben, was mir beim Betrachten der Abläufe in Mexiko so in den Sinn kam.

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Der, die, das DPN: Welcher Artikel zum Permit?

Der DMSB spricht von „die“ DPN. Das ist so falsch wie ein zusätzliches Permit zum Befahren der Nürburgring-Nordschleife überhaupt. Zumal der DMSB auch gar nicht – nach einer „Gutachterlichen Bewertung“ aus 2016 – berechtigt war, ein solches Permit einzuführen. - Auch die VLN hat sich der fehlerhaften Darstellung des DMSB angeschlossen. Anschließen müssen! - ??? - Man verlangt nicht nur bei Startern zu VLN-Rennen zusätzlich zu einer Lizenz ein DMSB-Permit-Nordschleife, sondern spricht auch von „die“ DPN. - Nach den Stufen A und B hat der DMSB inzwischen auch 2018 ein Permit C eingeführt. Und alle diese Zusatzgenehmigungen gibt es zu unterschiedlichen Bedingungen. - In der Praxis. - So wird auch deutlich, worum es eigentlich bei diesem Permit geht: Um‘s Geld! - Der DMSB hat 10 Firmen, Vereine u.a. als Lehrgangsanbieter autorisiert. Und es wird fleißig kassiert. Wobei diese Entwicklung auch dazu führt, dass die Veranstalter bei einzelnen Rennen auf eine Reihe von Startern verzichten müssen, weil die Fahrer die Bedingungen des DMSB nicht erfüllen. - Was deutsche Fahrer mit einem gewissen Aufwand an Zeit und Geld (evtl. mit Werks-Unterstützung!) noch möglich machen können, ist interessierten Startern aus Übersee – z.B. den USA - kaum möglich. - Nach dem Lesen der Vorschriften im Download-Center des DMSB, wo von „die DPN“ geschrieben wird, fragt Motor-KRITIK: Was denn nun?

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VLN 9 war wie ein Oktoberfest im „Eifel-Stadl“!

Ich war nicht beunruhigt, als das Rennergebnis nach dem letzten VLN-Rennen der Saison als „vorläufig“ ausgewiesen wurde. Vor Ablauf der Protestfrist – bis 30 min nach Aushang – muss es „vorläufig“ sein. Aber natürlich habe ich mich dann später umgehört. - Nein, keiner wusste Bescheid. - Aber dann flüsterte mir ein Informant, dass im Parc Fermé auf einem Porsche eine Pylone platziert worden wäre. - Das hieß für mich: Abwarten! - Aber es passierte scheinbar nichts. - Nur: Erst gegen  20 Uhr war das Ergebnis dann endgültig. - Was war aus der Pylone geworden? - Auch die Internetseiten gaben keine Auskunft. Man hatte dem Audi-Werksfahrer Pierre Kaffer (auch Mitglied in einem DMSB-Ausschuss) das DMSB-Nordschleifen-Permit entzogen. - Na und? - Er würde dann eben am Montag einen neuen Antrag stellen müssen. - Und in der nächsten Saison wird niemand mehr von diesem Vorfall sprechen. - Aber bei der VLN 9 sprach man immer noch von den Protesten bei VLN 8. Natürlich waren sie entschieden. Einer richtig und der andere – na ja – zumindest ich verstehe das alles nicht so richtig. - Obwohl – oder gerade weil – ich den Ausgang vorher gesagt hatte. - So nebenbei: Ich mag es nicht, wenn man mir etwas verspricht und dann nicht hält. Und wenn ich dann noch feststellen muss, dass man in einem Team mit allen taktischen Mitteln einen weiteren Protest zu vermeiden sucht, dann klingeln bei mir die Alarmglocken. - Ich anerkenne jede großartige sportliche Leistung. Sie passt auch ins Bild der aktuellen VLN. Aber so manches Geschehen passt nicht in meine Vorstellungen von einer fairen sportlichen Auseinandersetzung. -  Andere haben wohl andere! - Und Erfolg! - Darum hatte ich bei der VLN 9 schon eine Reihe von Beobachtern mit bestimmten Aufgaben unterwegs. Das Ergebnis ihrer Beobachtungen war nicht immer für mich verständlich, aber zumindest interessant. - Darum kann ich mit voller Überzeugung titeln:

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Sportwarte mit Lizenz sind keine Normalität!

Es war einmal ein Nürburgring-Geschäftsführer, der die These vertrat: Wir müssen Sicherheit nur gegenüber der Öffentlichkeit darstellen. - Den Geschäftsführer gibt es nicht mehr. Die Art der Darstellung von Sicherheit funktioniert aber immer noch auf dem gleichen Niveau. Nun ist der DMSB der Garant dafür. Denn für alles gibt es DMSB-Lizenzen. Für Fahrer sowieso. Plus einer Nordschleifen-Lizenz in Variationen, die sinnfrei interpretiert werden. - Wie hätten Sie‘s denn gern? - Sicherheit soll auch durch Sportwarte, Strecken-Marshals  – ganz gleich wie man sie auch immer bezeichnet – garantiert werden. – Aber alle sind nur Menschen. Und der DMSB ist nur ein e.V. - Und das Versprechen von Sicherheit ist sehr oft Gerede. Lizenzen garantieren keine Sicherheit. Aber keine Lizenzen auch nicht. Denn Menschen sind grundsätzlich nicht perfekt. - Aber an der längsten Rennstrecke der Welt gelten auch andere Gesetze. Es haben hier DMSB-“Anpassungen“ Gültigkeit, die entgegen jeder praktischen Erfahrung „angewiesen“ wurden. Wie z.B. eine spezielle Flaggensignal-Regelung, die keine Basis in der Praxis hat. - Aber das soll hier weniger das Thema sein. - Hier soll von Menschen die Rede sein, die rings um die Rennstrecke als Streckenposten, Sportwarte, Strecken-Marshals ihre Pflicht tun. - Warum? - Wer bildet sie aus? - Welche Rolle spielen die Organisationen, die eigentlich eine Aufgabe zu erfüllen haben? - Motor-KRITIK stellt in folgender Geschichte die Realität an der Nordschleife am  Beispiel eines Mannes dar, hat dazu die jahrzehntelange Erfahrung eines Sportwartes der Streckensicherung genutzt, die dann auch zu der – eigentlich überraschenden – Feststellung führt:

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Tradition wahren und weiter Zahlen optimieren?

Das fragt man sich, wenn man einmal die von den „Oberen“ der VLN genannten und veröffentlichten Zahlen auf Echtheit zu prüfen versucht. „Früher“ war das – im Fall der VLN – nicht notwendig. - Aber sonst wurden am Nürburgring zu (fast) allen Zeiten und Veranstaltungen bestimmte Zahlen „optimiert“. So lange die Landesregierung von Rheinland-Pfalz Besitzer der Rennstrecke war, lag das wohl auch im Interesse der Politik, denn der Aufsichtsrat – alles Politiker – werden doch wohl nicht nur auf den AR-Sitzungen gut gegessen und getrunken haben! - Sie waren sicherlich – still – damit einverstanden, wenn „geschönte“ Zahlen den Erfolg der Regierungsarbeit unterstrichen haben. Die Geschäftsführung der landeseigenen Nürburgring GmbH hat da gerne mit entsprechenden Vorlagen zugearbeitet. - Bis zum bitteren Ende! - An dem dann verantwortliche Politiker schnell „den Kopf aus der Schlinge“ zogen. - Nun geht es – obwohl der Nürburgring inzwischen privatwirtschaftlich betrieben wird – im ähnlichen Stil weiter. Denn man darf die Öffentlichkeit im Interesse einer harmonischen Abwicklung der immer noch nicht abgeschlossenen Insolvenz (in Eigenverwaltung!) keinen Ansatz zu einer Kritik bieten. - Außerdem wird es inzwischen als normal empfunden, wenn Aufwärtstrends verkündet werden. - So bleibt man „unauffällig“!

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Die neuen Chefs der VLN arbeiten professioneller!

Die Zeit ist nicht stehen geblieben. Die Welt ist nach der Einführung der Computer „digitaler“,  vieles ist einfacher geworden. Aber das versprochene „papierlose Büro“ ist nach wie vor eine Utopie! - Es gibt mehr Statistiken als früher, mehr Qualitätsprogramme, alles ist teurer geworden – aber nicht unbedingt besser. - Auch nicht die Führungskräfte in Firmen und Organisationen. Wir haben mehr Spezialisten. Leider auch an der Spitze von Firmen. Es gibt immer weniger „Generalisten“, die den Gesamtüberblick haben.

Aber die Entwicklung wird auch vom Verantwortungsbewusstsein der Menschen bestimmt. Auch da hat sich einiges geändert. So etwas wie Selbstverantwortung ist immer seltener geworden. Man kann es – wenn man alt genug ist – am Verhalten der Straßenverkehrsteilnehmer ausmachen.

Oder an den „Sprüchen“ von Verantwortlichen. Natürlich wird man nicht erwarten können, dass sie sich als „Nieten“ outen, aber man darf doch wohl – wenn Zahlen genannt werden – exakte Werte erwarten.

Was die VLN betrifft, so beobachte ich schon seit Monaten ein „Schönen“ der Situation. Dazu würde dann auch gehörten, dass man eine Situation mit „verbesserten“ Zahlen darstellt. Das hat am Nürburgring eine gewisse Tradition, zumindest im „Spitzen-Motorsport“ und ihrer Vermarkter.

Man versucht schließlich das Interesse von Sponsoren zu wecken. - Das geht nur mit Zahlen!

So bin ich nicht erstaunt, dass ich mit meinen vorab geschätzten Starterzahlen bei den letzten VLN-Rennen der Realität näher gekommen bin, als die von der VLN als „vorläufig“ vermeldeten Teilnehmerzahlen. Verständlich! - Je höher, je besser. Das verspricht auch für die Zuschauer interessantere Rennen. - Das betraf einzelne Rennen.

Beim letzten VLN-Lauf, dem 43. Münsterlandpokal, präsentierte der Streckensprecher Olli Martini nun die drei wichtigen „Chefs“ der VLN 2018, Michael Bork, Renndirektor, Dietmar Busch, Geschäftsführer der VLN VV, sowie Herrn Ralph-Gerald Schlüter, Generalbevollmächtigten der VLN oHG, in einem Interview.

Die Entwicklung der VLN ist nach Darstellung dieser Herren nur positiv zu sehen. Alles ist gut. Und wird noch besser. Man arbeitet daran. - Und die Stimmung bei den Teams, Fahrern ist großartig. Alles ist besser geworden. - Aussage z.B. des Generalbevollmächtigten Schlüter:

    • Es gab in der Saison 2018 bei den 9 VLN-Läufen im Durchschnitt 165 Starter.

Motor-KRITIK möchte wenigstens diese Zahl berichtigen:

    • Es gab in der Saison 2018 bei den 9 VLN-Läufen im Durchschnitt 151 Starter.

Als die Herren ihre Aufgabe bei der VLN neu übernahmen, war damit auch bei den Teilnehmern der VLN, den Sponsoren, den Zuschauern u.a. eine gewisse Erwartungshaltung verbunden. Die versucht man nun mit Zahlen zu bestätigen, die nicht der Realität entsprechen. - Aber gerade die in der VLN erlebte Realität sollte der Ausgangspunkt für Überlegungen sein, die zu Verbesserungen führen.

Motor-KRITIK möchte feststellen:

  • Die VLN ist nicht nur im Hinblick auf die Starterzahlen verbesserungswürdig!

Da ist es leider mit so „professionellem“ Nennen von hohen Zahlen nicht getan!

MK/Wilhelm Hahne
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