Werkstatt-Qualität: Nicht von der Optik bestimmt!

Was mir in letzter Zeit auffällt ist, dass Audi wohl sehr großen Wert auf die Außendarstellung legt. Die modernen Audi-Stützpunkte sind optische Leckerbissen. Tolle, silbern, leicht wirkende Blöcke. Wie überhaupt das Niveau der Gebäude gewisser Automobil-Händler inzwischen einen neuen Premium-Wert erreicht hat.

Aber garantiert die Außendarstellung die Wertigkeit des Kundendienstes? - Man verspricht mit der neuen Außendarstellung scheinbar Besseres. Aber sind auch die Mitarbeiter mit gewachsen? Haben  auch sie an Wertigkeit zugelegt? - Im Kundendienst zum Beispiel.

Pech! - Der Kunde ist Mensch geblieben, evtl. einer mit Schwellenangst. - Auch das Automobil ist nicht nutzvoller, nur komplizierter geworden. Das Automobil ist immer noch nur so gut, wie der Mensch es bei der Montage entstehen ließ. Da kommen viele Teile zusammen. Die auch schon mal den „Kontakt‘“ verlieren können.

Da ist z.B. ein Firmenbesitzer und -Lenker davon überzeugt, dass ein Audi A 8 ihn so repräsentiert, wie er gerne von seinen Kunden wahrgenommen werden möchte. Er hat die Fabrikatsreihen vor dem Kauf durchdacht. - Mercedes? - Nein, da fühlt er sich nicht richtig dargestellt, ein BMW ist auch nicht „sein Ding“. Also muss es ein Audi sein!

Opel und Ford scheiden aus. Ein VW könnte es vielleicht mal sein, wenn er sich denn im Ruhestand befindet. Der Audi A8 ist zwar derzeit nicht sein einziges Automobil, aber nun mal das, mit dem er sich richtig dargestellt fühlt. - Vorsprung durch Technik eben!

  • Auch der Mensch braucht einen Rahmen!

Sein Lebensmittelpunkt, privat und mit seiner Firma, ist Mönchengladbach. Er lebt und arbeitet gerne hier. Das hier, der Niederrhein, ist ein Stück Heimat.

Aber die Eifel ist das, was er – auch – zum Leben braucht. Und so ist er dann an diesem Tag mit dem Audi A8 von Mönchengladbach in Richtung Eifel unterwegs. Er kennt dort ein Café, wo man noch den Kuchen selber backt. Dort möchte er mal die Beine unter den Tisch stellen und entspannen vom Stress, der ihn in Mönchengladbach ständig umgibt. - In der Eifel dort, hat noch nicht einmal sein Handy Kontakt zur Außenwelt.

Dort gibt es eben noch Orte, wo man sich fühlen kann, wie im Gestern. So schön es ist, in einer modernen Welt viel Geld zu verdienen, so schön ist es, in einer Welt wie „von gestern“ Ruhe zu finden, sich erholen zu können.

So lässt sich der Firmenlenker von seinem Audi A8 in die Eifel tragen. - Jedenfalls bis kurz vor seinem Ziel. Da stottert dann sein Audi, im Armaturenbrett blinken Lämpchen und sein modernes  Fortbewegungsmittel beschließt in ein Notprogramm zu fallen.

Was soll man da als Fahrer machen? - In diesem Fall beschließt der Fahrer, in seinem Stamm-Café anzurufen, um seine Situation zu schildern. - Er würde – vielleicht - später kommen. - Man tröstet den Stammgast, bietet an, ihm entgegen zu kommen, um ihn dann in eine der modernen, großen Audi-Werkstätten zu begleiten, die es auch in der Eifel gibt.

Immerhin gibt es dort einen mit seiner Firmengruppe bedeutenden Repräsentanten des VW-Konzerns. Dazu gehört natürlich auch eine Audi-Verkaufsstelle in lockerem „Silber“, groß und gewaltig wirkend. - Natürlich auch eine Werkstatt, ein Audi-Kundendienst.

Umsorgt vom begleitenden „Kundendienst“ des Cafés, der dem Stammkunden mit irgendeinem – aus Sicht der Audi-Mannen - „Fremdfabrikat“ entgegen gekommen ist, rollt man mit dem Audi gleich in die Werkstatt der Audi-Service-Station.

Die Café-Besitzerin wartet in ihrem schmutzigen, weil artgerecht genutzten Allrad-Geländewagen, vor dem Audi-Repräsentationsgebäude.

Schon Minuten später erscheint ein Verkäufer im blütenweißen Hemd, um ihr mit einer schnellen, eindeutigen Handbewegung und dem Zuruf, sie möge doch „das Ding“ von dieser Stelle entfernen, einen kleinen Schock zu versetzen.

Drinnen in der Werkstatt nickt inzwischen ein Meister dem Audi A8-Besitzer gnädig zu: Man würde sich kümmern.

Doch das ist dem A 8-Besitzer zu wenig. Er hätte gerne einen Leihwagen und… - Gemach, gemach! - Man habe keinen Leihwagen. - Der Werkstatt-Mitarbeiter wirft einen Blick auf das Kennzeichen des Fahrzeugs und fragt: „Sie kommen aus Mönchengladbach?“ - „Ja! - Warum?“ - „Dann fahren Sie dort auch bitte in die Werkstatt!“

Der Audi A 8-Besitzer ist entsetzt. Aber sein Auto ist doch defekt, am Armaturenbrett blinken Warnleuchten, sein Auto hat den Top-Speed auf 60 km/h limitiert und bis zur Werkstatt in Mönchengladbach sind es mehr als 140 Kilometer!

Der Audi-Mitarbeiter ist unerbittlich. Das wäre kein Problem! Dem Auto würde damit kein Schaden zugefügt. Es würde nur halt etwas länger dauern.

Tatsächlich hat der Audi A 8-Besitzer sich gefügt, sich fügen müssen. Er hat zurück noch mehr Zeit als gedacht benötigt, weil er Nebenstrecken wählen musste, um beim aktuellen Top-Speed seines Audi nicht auf den viel befahrenen Hauptverkehrswegen zu einem Verkehrshindernis für andere Verkehrsteilnehmer zu werden.

„Erreicht den Hof mit Müh‘ und Not!“ - Sein dortiger Audi-Partner tröstet ihn. - Und bald ist dann auch der Audi A 8 wieder gesund.

- ??? -

Erklärung des Meisters: Bei der Fahrt über die wohl für den Audi zu schlechten Straßen der Eifel hat sich unter der Haube ein Stecker gelöst. Er hat ihn wieder in die richtige Position gebracht. - Kundendienst! - Und: „Gute Fahrt!“

Was lernen wir daraus?

  • Funktionierende Stecker in einem Automobil können genauso wenig einen persönlichen, guten Kundenservice ersetzen, wie repräsentative, Selbstbewusstsein ausstrahlende, große, gewaltige Marken-Baudenkmäler.

Auch Größe kann relativ sein!

MK/Wilhelm Hahne
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2014er LG-Urteil in 2018 noch nicht rechtskräftig!

Bis zum Urteil war im Landgerichts-Prozess, der allgemein unter „Nürburgring-Prozess“ bekannt wurde, zwei Jahre lang gründlich verhandelt worden. Das Urteil umfasste 223 Seiten und sollte der Öffentlichkeit eigentlich – meinte die Staatsanwaltschaft - in den Details vorenthalten bleiben. Aber natürlich waren die Strafen gegen die einzelnen Angeklagten im so genannten „Nürburgring-Prozess“, der beim Landgericht Koblenz verhandelt wurde, schon bekannt. Das Urteil erging am 16. April 2014 und wurde damals z.B. von der „Frankfurter Rundschau“ so kommentiert: „Dass Großmannssucht und Leichtgläubigkeit die Affäre bestimmten, steht im Gegensatz zur abschließenden rechtlichen Bewertung bereits fest. Wären diese Verhaltensweisen strafbar, dann wäre Deubel im Knast nicht allein. Wichtigster Zellennachbar wäre Kurt Beck, der Ex-Ministerpräsident, der - was die Luftschlösser rund um den "Freizeitpark" betrifft - als Erfinder, Architekt und Bauherr gelten darf. Er trägt die Verantwortung für den größten Schaden: die Pleite einer Idee, die insgesamt viel mehr Steuergeld kostete als Deubels Taten.“ - Professor Dr. Deubel hat das vom Landgericht gesprochene Urteil gegen ihn auch nicht hingenommen, sondern Einspruch beim Bundesgerichtshof eingelegt. - Nur Motor-KRITIK hat das „Basis“-Urteil des Landgerichts Koblenz auch im Detail – alle 223 Seiten – hier am 26. Februar 2016 veröffentlicht. Der Geschichte unter dem Titel: „Ist Prof. Deubel nur ein Bauernopfer?“ ist es angehängt. - Und wir haben auch weiter die Entwicklung beobachtet, die sehr zögerlich, geradezu langsam verlief, weiter zäh und langsam verläuft und deren Ende nicht abzusehen ist. - Darum habe ich auch noch einmal – u.a. - in diesen Wochen beim Landgericht Koblenz nachgehört. Diese Nachfrage hat auch anderen Publikationen „automatisch“ Informationen gebracht, die dann – mehr oder weniger „fachkundig“ - für die Leser „übersetzt“ wurden. - Hier bei Motor-KRITIK gibt es nun die Informationen zu Fakten, die die „Entdeckung der Langsamkeit“ erklären und Details aufzeigen soll, die – so finden wir – auch eine breitere Öffentlichkeit interessieren sollten.

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Warum der Motor-Sport zur Zeit keiner ist!

Sport ist Wettbewerb. Der Beste soll gewinnen. Im Motorsport geht es nicht nur um die Fähigkeiten der Besten als Fahrer, sondern das in der Kombination mit dem technischen Gerät. Nun sind die „technischen Beigaben“ nicht alle gleich, bieten nicht die gleichen Voraussetzungen, also versucht man mit Vorschriften und Gesetzen zu normieren. Genügte es in der guten alten Zeit des Motorsport da einen einfachen, verständlichen Rahmen zu schaffen, um – z.B. im Automobilsport – das beste Automobil mit dem besten Fahrer als Sieger – als Beste – auszuzeichnen, so hat sich das in den Zeiten des „modernen Motorsports“ geändert. Der Motorsport hat sich durch Eingriffe des Marketings und dadurch, dass – bewusst (?) - Abhängigkeiten von Motorsport-Organisationen von der Industrie geschaffen wurden, per Saldo für die Ausführenden zu einer Geldvernichtungsmaschine entwickelt. Wer am besten „füttert“, kann auch mit der Hilfe der Motorsport-Organisationen rechnen, die sich gegenüber den Sportreibenden als „Behörde“ - sozusagen als „letzte Instanz“ präsentieren. Und da gibt es dann – ohne das die „fordernde Behörde“ dazu irgendeine Berechtigung hätte (!) - z.B. das DMSB-Nordschleifen-Permit, werden die Fahrzeuge evtl. zwischen Qualifying und eigentlichem Rennen noch durch „Auflagen“ bestraft, die immer (!!!) das eine – oder auch mal das andere – Fabrikat bevorzugen oder benachteiligen. Das System wird „BoP“, Balance of Performance genannt. Dann gibt es das so genannte Safety-Car, das von pfiffigen Funktionären in den USA erfunden wurde, um – wenn in den Ovalkursen die Rennen langweilig zu werden drohten – dann die Fahrzeuge wieder zusammen zu führen und so für die Zuschauer Spannung zu erzeugen. - Inzwischen wird so ein „Safety-Car“ auch am Nürburgring zur Umsetzung beim Erreichen von „notwendigen Zielen“ eingesetzt. - Nachstehend soll das – hoffentlich – verständlich erläutert werden.

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„Begrüßung“ zum 24h-Rennen Nürburgring 1978

Man könnte die Diskussion um die Abläufe und Geschehnisse beim 24h-Rennen 2018 am Nürburgring sicherlich endlos fortsetzen. Zu bestimmten Details wird – später - aber auch noch etwas geschrieben werden müssen. - Heute möchte ich – unkommentiert – nur die Begrüßung wortgetreu wiedergeben, die im Programm zum 24h-Rennen 1978 auf dem Nürburgring zu finden ist. Sie war  unterzeichnet von:

Otto Flimm
Vizepräsident des ADAC
Vorsitzender des ADAC Nordrhein

Der Zeitplan lautete damals:

Abnahme: 6. Oktober 1978 16.00 Uhr bis 20.00 Uhr
          7.Oktober 1978    7.00 Uhr bis 11.00 Uhr
Pflichttraining: 7. Oktober 1978 7.00 Uhr bis 13 Uhr
Beginn des Rennens: 7. Oktober 1978 16.00 Uhr
Ende des Rennens: 8. Oktober 1978 16.00 Uhr

Es war damals – natürlich – eine andere Zeit, bei der man folgende Renndienste im Fahrerlager registrieren konnte:

CASTROL – Hamburg (ARM)
Deutsche Renault-Oele – Köln
FICHTEL & SACHS – Schweinfurt (ARM)
GOODYEAR – K. H. Tibor – Köln
KLEBER – Mettmann
KONIStoßdämpfer – Ebernhahn (ARM)
MICHELIN – Karlsruhe
TEXTAR – Leverkusen
VALVOLINE – Hamburg (ARM)

Und die Begrüßung der zahlenden Zuschauer lautete:

„Das 24-Stunden-Rennen des ADAC Nordrhein unterscheidet sich grundsätzlich von anderen Langstreckenrennen, die in anderen Teilen der Welt unter dem gleichen Titel laufen. Es ist eine Veranstaltung, die sich mehr an den Nachwuchsfahrer und den Amateur wendet als an Langstreckenprofis. Mit gutem Grund: Schon immer war die Förderung des Breitensports ein besonderes Anliegen des ADAC. Es kommt uns deshalb darauf an, unseren aktiven Fahrern mit verhältnismäßig geringem Einsatz die Teilnahme an einem klassischen Langstreckenrennen mit ziemlich gleich verteilten Siegeschancen zu bieten.

Der Nürburgring mit seinen Abwechselungen und Schwierigkeiten wird dazu beitragen, selbst 24 Stunden nicht zu lang werden zu lassen. Das gilt für die Aktiven, denen ich viel Erfolg im fairen Wettkampf wünsche, aber auch für die zahlreichen Helfer, Betreuer und Funktionäre, und schließlich auch für die Zuschauer, denen ich einen spannenden Rennverlauf wünsche.“

MK/Wilhelm Hahne

PS: Ich danke dem Motor-KRITIK-Leser für die Erinnerung daran – und die Information!

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24h-Rennen: TV-Solo für zwei Stars & 145 Statisten!

Es war – so meinten die Medien-Partner - „das größte Autorennen der Welt“. Ich habe schon Größere erlebt. Auch 24-Stunden-Rennen am Nürburgring! - Und Bessere! - Es gibt wohl kaum – weltweit - eine größere Zusammenballung von groben Fehlern und Fehlentscheidungen bei einem 24h-Rennen, als bei diesem in 2018, für die in diesem Fall der ADAC Nordrhein e.V. und der DMSB e.V. die Verantwortung tragen. Schon im Vorfeld musste man Korrekturen in der Ausschreibung vornehmen. Auch danach orientierten man sich nicht in Details an den Vorschriften des DMSB. -Aber der genehmigte trotzdem, übersah seine eigene Bestimmungen und strafte frühere Aussagen gegenüber anderen Veranstaltern Lügen. - Und alle machten mit. - Und der Präsident des DMSB wurde im Vorfeld für seine „Lebensleistung“ geehrt, der er durch sein persönliches, stillschweigendes Hinnehmen der Realitäten beim Ablauf des 24h-Rennens eine „Krone aufsetzte“. - Er war vor Ort, hätte eingreifen können, müssen! - Aber gegen seinen aktuellen Auftraggeber? - Nur so konnte dann auch Porsche, vorweg als „Brand of the Year“ mit einem „Award“ geehrt, das 24h-Rennen gewinnen, das kein 24h-Rennen war. In einem Sprintrennen über 91 Minuten, das dem Heer der Fernsehzuschauer als ein „Zwei-Personen-Stück“ vorgeführt wurde: Mercedes kontra Porsche. - Mit einem Ende wie nach Drehbuch, das aber leider nicht in sich stimmig war. - Die angeblich auch noch – lt. Starterliste – auf der Strecke befindlichen 145 Statisten, tauchten nur als rollende Schikanen oder Unfälle – im Vorbeifahren gesehen – im Fernsehen kurz auf. Einem „abgebrochenen“ 24h-Rennen wurde mit einem Kurzstrecken-Sprint – als zweitem Rennen im Rennen (?) – die DMSB-Krone aufgesetzt. - Und niemanden hat‘s gestört?

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F1: Der Sieger ist nicht immer der Schnellste!

Auch dieses Mal gibt es von Motor-KRITIK eine übersichtliche Zusammenstellung von Daten, die zum Rennergebnis des Grand Prix in Spanien eine Übersicht bietet, die die fahrerischen Leistungen besser beurteilen lässt.

Dieses Mal ist der Unterschied zwischen der schnellsten Runde im Qualifying und Rennen, beim schnellsten Fahrer, Daniel Ricciardo, in der Motor-KRITIK-Liste auch mit

  • 1,829 sec für den 4,655 Kilometer langen Kurs in Barcelona

aus unserer Sicht annehmbar. Beim Sieger des Rennens, Lewis Hamilton, betrug der Unterschied

  • bei einem solchen Vergleich  - mit 2,960 sec - gut eine Sekunde mehr.

Was darauf schließen lässt, dass Hamilton im Rennen nicht unter Druck stand und sein Rennen stressfrei – ganz im Sinne von Mercedes – einteilen und abspulen konnte.

Die Liste zeigt aber auch, dass ein Max Verstappen sicherlich der auffallendere Rennfahrer, schon durch seine gewagten Aktionen ist, aber sein Team-Kollege, Daniel Ricciardo, ist in jedem Fall der „rundere“, bessere Rennfahrer – ganz im Sinne seines Arbeitsgebers. Ricciardo war in seiner schnellsten Rennrunde knapp eine Sekunde schneller als sein holländischer Teamkollege.

Hier ist die die Übersicht, die die Leistungen der schnellsten zehn Fahrer im F1 Grand-Prix in Spanien offen legt. Da ist auch die Rundenzeit eines Brendon Hardtley auffallend, der vom 20. und letzten Startplatz immerhin noch auf Platz 12 im Rennen fuhr. - Man achte auch auf die ausgeglichene Leistung eines Kevin Magnussen, der von Platz 7 in der Startaufstellung auf Platz 6 das Rennen beendete und auch die sechstschnellste Runde fuhr.

Sebstian Vettel war nicht so erfolgreich, wie man dem guten Start von Startplatz drei - gleich auf Platz zwei annehmen konnte. Sein zusätzlicher Reifenwechsel in einer Safety-Phase des Rennens war ein Fehler, den er elegant auf die Reifen geschoben hat. Weil der in dieser „langsamen Phase“ des Rennens zuvor zu stark abgekühlt war, kam er dann desswegen – sagt er - an den Boxen ein wenig zu spät zum Stehen, was seine „Abfertigung“ verzögerte.

Beim nächsten Mal geht‘s durch die Leitplankenschluchten von Monte Carlo.

Auch da werden wir bei Motor-KRITIK wieder die Liste erstellen, die wir für die F1-Saison 2018 als besonderen Leser-Service entwickelt haben.

MK/Wilhelm Hahne
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24h: Kleines Hauptgericht mit großer „Vorspeise“?

Früher war alles einfacher, die „Vorspeisen“ fehlten, aber es war genauso „sättigend“, machte auch Spaß, nahm nicht so viel Zeit in Anspruch und stimmte Fahrer und Zuschauer zufrieden. - Aber es muss eine Weiterentwicklung geben, weil sich auch unsere Gesellschaft weiter entwickelt hat. Innerhalb von Normen, die wir uns selber gesetzt haben, und die eine Richtung vorgeben, die so auch schon mal – weil das menschlich ist – in die Irre führt. - Diese Überlegung stellte ich an, als ich vor dem Schreiben der folgenden Geschichte noch einmal einen Blick auf zwei Plakate zum 24h-Rennen am Nürburgring geworfen habe. Eins ist das aktuelle Plakat, für das 46. 24h-Rennen hier in der Eifel, das mit der Doppelwertung „International“ und „National“, aber in „Kleiner Besetzung“ durchgeführt wird. Das andere Foto zeigt das Plakat von für die 24h-Veranstaltung 1977. Da war das Rennen auf dem Plakat, der „Speisekarte“ für Motorsport-Fans, sogar noch eindeutig als „International“ angekündigt; die Veranstaltung lief aber nur insgesamt über zwei Tage. Am Samstag war von 9 – 13 Uhr Training; um 16 Uhr begann dann das Rennen, das am Sonntag um 16 Uhr endete. Und die Zuschauer blieben bis zuletzt! - Als Fernsehzuschauer haben meine Leser – selbst eine geschickte Kameraführung wird das nicht vermeiden können – nun Gelegenheit, sich ab Sonntagvormittag bei RTL-Nitro von der beginnenden Zuschauer-Abwanderung beim aktuell ausgetragenen Rennen ein Bild zu machen. - Weil es vielen Besuchern auch gar nicht mehr um den Sport geht. - Der Vatertag war der eigentliche Anlass! - Das 24h-Rennen wurde auch nicht nur inzwischen tagemäßig aufgebläht und ausgeweitet, sondern braucht auch – weil es ein Event sein soll - ein Riesenrad. - Pardon! - Natürlich ein „Ravenol“-Riesenrad, auf dem auch die „Audi hour“ stattfindet! - Wie wäre es mit mehr Startern, mit mehr Automobilen auf der Strecke? - Aber es gibt immerhin - wie in sehr guten Restaurants – vorher einen „Gruß aus der Küche“. Der nennt sich „Nürburgring Award“. - Dazu später mehr. - Damit die Leser meinen Eindruck teilen – oder auch nicht teilen – können, finden Sie die beiden erwähnten Plakatfotos am Ende dieser Geschichte. - Sozusagen als ergänzende Anregung – oder „Nachspeise“!

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H.-J. Stuck: DMSB-Präsident mit der Nase für Geld!

Als Präsident eines  – im Motorsport – bedeutenden Vereins, hat man eigentlich so seine Verpflichtungen. Die da anfallenden Termine korrespondieren leider nicht immer mit denen, die einem Hans-Joachim Stuck besonders wichtig sind: Wenn‘s um Geld geht! - Manchmal, gerade bei Motorsportveranstaltungen lässt sich das Eine mit dem Anderen zwar gut verbinden, aber es gibt für Herrn Stuck auch andere Termine die interessant sind.

Nun hält sich schon seit Jahren in der Motorsport-Szene das Gerücht, dass der DMSB-Präsident mit dem VW-Konzern ein gut dotiertes vertragliches Verhältnis unterhält, das auch gewisse Erfordernisse an seine Terminplanung stellt.

Der Szene ist entgangen, dass dieser Vertrag seit 2016 nicht mehr existiert und ein Hans-Joachim Stuck bei seiner Arbeit für den VW-Konzern, bzw. deren einzelne Marken, jeweils als freier Unternehmer auftritt, wenn er entsprechende Aufträge erhält. Wenn er als solcher in Wolfsburg im Geschäft bleiben will, kann er z.B. auch wichtige Termine des e.V., dem er als Präsident vorsteht, keine Rücksicht nehmen.

So einen wichtigen Termin gab es Ende April in Frankfurt. Der Präsident des DMSB hatte zur 21. Ordentlichen Mitgliederversammlung am Samstag, 21. April 2018, geladen. Und alle, alle kamen. Bedeutende Mitglieder sind für den deutschen Motorsport die nicht unwesentlichen, großen Automobilklubs, wie ADAC und AvD, aber noch eine Reihe von weiteren – nicht unwichtigen Vereine – die im deutschen Motorsport eine Rolle spielen.

In der Vereinssatzung des DMSB ist unter § 8, Abs. 2 zu lesen:

„Die Mitgliederversammlung besteht aus den von den Mitgliedern entsandten Delegierten, den Vertretern der Motorsportjugend (§ 18) sowie den Mitgliedern des Präsidiums. Die Delegierten bzw. die Ersatzdelegierten sowie die Vertreter der Motorsportjugend sind dem Präsidium spätestens drei Wochen vor der Mitgliederversammlung schriftlich mitzuteilen.“

Soweit war alles richtig. Nur der Präsident des DMSB war nicht da. - Leider auch nicht zum ersten Mal bei einer der jährlichen Mitgliederversammlungen des DMSB. - Schon im letzten Jahre hatte er sich wegen eines „wichtigen Termins“ entschuldigen lassen.

In der Vereinssatzung ist unter Absatz 8 des gleichen § zu lesen:

„Die Mitgliederversammlung wird geleitet von dem Präsidenten, im Verhinderungsfall durch dessen Stellvertreter.“

In diesem Fall wurden die von den Mitgliedervereinen entsandten Delegierten von einem Ehrenpräsidenten, Herr Winfried Urbinger, begrüßt, der zu den Gründervätern des DMSB gehört.

Das hat aber nicht alle Delegierten beruhigen können, die hinter vorgehaltener Hand schon über das eigentümlich wirkende Wegbleiben des Präsidenten bei der einzigen Mitgliederversammlung im Jahr tuschelten. Ein Delegierter eines der großen Klubs ist dann tatsächlich aufgestanden und hat das – aus seiner Sicht - unmögliche Verhalten eines Hans-Joachim Stuck als Präsident des DMSB gerügt, der diesem Mal wieder – natürlich entschuldigt – fehlte.

Die anwesenden Delegierten wurden aber nicht informiert, was ihren Präsidenten davon abgehalten hatte, dieser wichtigen Mitgliederversammlung fern zu bleiben. Es war ein Auftrag aus dem VW-Konzern, dem Hans-Joachim Stuck gerne nachgekommen ist, weil er hier – als freier Unternehmer – pro Kalendertag bezahlt wurde. Weil es sich hier um acht Tage handelte, kam da schon ein erkleckliches Sümmchen zusammen, das sich der DMSB-Präsident nicht entgehen lassen wollte.

Nun gibt es beim DMSB auch einen Ethikkodex, wo man u.a. lesen kann:

„Einladungen jeglicher Art müssen angemessen sein und im Rahmen der üblichen Zusammenarbeit stattfinden. Entscheidend ist stets, dass die Einladung einem Geschäftszweck oder der Repräsentation dient und der Eindruck einer unzulässigen Beeinflussung ausgeschlossen ist.“

Aber wie bereits geschrieben: Hans-Joachim Stuck war als „freier Unternehmer“ unterwegs. Im sonnigen Spanien! Er rundete dort für die von Volkswagen eingeladenen Journalisten das Bild ab, dass der Automobilhersteller mit seiner Presse-Veranstaltung vom 13. bis 20 April 2018 unter dem Titel:

„GTI Performance Days 2018“

auf dem Circuit Ascari vermitteln wollte. - Das Ende war also an einem Freitagabend, der Flughafen Malaga ist knappe 100 Kilometer entfernt, so dass unter normalen Umständen… -

Aber was ist für einen DMSB-Präsidenten, der selbst eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Rennstrecken als eine notwendige Sicherheitsmaßnahme empfindet schon normal?

MK/Wilhelm Hahne
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„Englische Krankheit“ am Nürburgring: Ansteckend?

Beim Menschen ist diese Krankheit, eine Stoffwechselkrankheit, nicht ansteckend, die man bei Kindern bzw. Heranwachsenden mit Rachitis bezeichnet, bei alten Menschen mit Osteomalazie benannt wird. Gerade bei alten Menschen ist sie schmerzhaft, weil sie dort praktisch einer Knochenerweichung entspricht. Oft ist es eine Krankheit die dann auftritt, wenn es an Vitamin D mangelt. - So sind wir bei den beobachtenden Symptomen am Nürburgring auch zu einem Vergleich mit der „Englischen Krankheit“ gekommen, auch darum, weil sie nicht so einfach zu erkennen ist und  – beim Menschen – auch nicht sehr oft auftritt. - Am Nürburgring scheint das zur Zeit anders zu sein. Obwohl alle Welt mit der aktuellen Entwicklung dort sehr zufrieden ist und man von überall her ein „Alles ist gut“ hört, sollte man nicht übersehen, dass ein bestimmtes Vitamin am Nürburgring für eine „stille Abmagerung“ sorgt. Weil man dort – nicht nur - die Motorsportler überfordert. Weil denen ein bestimmtes Vitamin fehlt, dass von den dort tätigen nicht gerade feinfühligen Managern und Funktionären zur Verbesserung ihrer eigenen „Gesundheit“ eingefordert wird: Geld! - Aus Geld resultiert Energie. So arbeitet man – nicht nur auf dem Sektor Motorsport – mit aller Kraft daran, mehr „Energie“ zu gewinnen. Das führt zu Mangelerscheinungen bei denen, die zu Lieferanten dieses Vitamins (Vita = Leben) gedacht sind.  So wird dann die „Englische Krankheit“ geradezu zu einem Synonym für die „Stoffwechselkrankheit“, wie sie sich am Nürburgring abzeichnet. - Darum auch der Titel:

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„Herrschaftszeiten“ im deutschen Motorsport?

Man(n) interessiert sich heute nur noch oberflächlich für etwas. Das ist meine Feststellung. Obwohl man z.B. schon an bestimmten Sportarten besonders interessiert ist. Aber alles sollte schon „eine schöne heile Welt sein“, um deren „Schönheit“ sich andere kümmern! - Ich kann ja – auf den Motorsport bezogen - die Fahrer verstehen, die einfach nur fahren und Spaß haben möchten. Ich verstehe auch die Fans, die als Zuschauer die sportlichen Kämpfe im Motorsport genießen wollen. Und den Sound. - Aber bitte keine Probleme! - Keiner interessiert sich wirklich für Hintergründe, für‘s Reglement zum Beispiel. - Dafür gibt‘s ja die Fachleute! - Aber beim Fußball, da weiß der Fan schon was ein Abseits ist. - Ein „Abseits“ im Motorsport scheint ihn dagegen nicht zu interessieren. - Alles viel zu kompliziert? - Da muss man zustimmen, weil sich im Reglement inzwischen selbst die Veranstalter kaum noch auskennen. - Und der DMSB? - Da ist alles toll, modern organisiert. Ein Qualitätsmanagement! - Da muss man dann selbst Tage warten, wenn man dringend eine Lizenz benötigt, alle Unterlagen hat, in Frankfurt vorbei fährt und dann hören muss: Bitte warten! - Mitnehmen? - Ja, wo sind wir denn? - Der DMSB ist eine Behörde! - Darum fährt z.B. ein Mike Rockenfeller in diesem Jahr mit einer Schweizer Lizenz. Er hätte sonst das 24h-Rennen im Januar 2018 in Daytona ausfallen lassen müssen. - Zum Glück hat er auch einen Wohnsitz in der Schweiz. Da war ein Lizenz-Erhalt dann kein Problem! - „Jo, i kann diar helfa!“ - Aber selber machen sich die Funktionäre des deutschen Motorsports alles passend. - Wer kontrolliert da schon? - Untereinander ist man sich einig! - Eine Krähe hackt doch der anderen kein Auge aus! - Darum will Motor-KRITIK jetzt vor dem 24h-Rennen noch ein paar Sätze zu dem Zustand schreiben, den man auch so hinterfragen könnte:

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