VLN 4: Der DMSB, ein Race-Director und das Chaos!

Während des 4. Laufs zur VLN-Langstreckenmeisterschaft kommt es kurz vor Halbzeit des Rennens zu einer Situation, die in der Race-Control niemand versteht: Stau auf der „Döttinger Höhe“! - In einem Video wird gezeigt, dass am Eingang zur Race-Control alle „rote Lampen“ brennen, die einen Zutritt zum Herzen der Rennleitung verbieten, weil dort nun – so wird im Video erklärt – die „zu diesem Fall“ gemachten Aufzeichnungen gesichtet werden müssen. Zwei Stunden wird zu diesem Zeitpunkt das Rennen noch laufen, nach zwei weiteren Stunden – um 18 Uhr – soll eine Siegerehrung stattfinden. Die Rennleitung unter Vorsitz des Race-Directors hat also mit 4 Stunden scheinbar alle Zeit dieser Welt. - Sollte man meinen. - Das Rennen wird zwar zu Ende gefahren. Das Ergebnis wird aber durch das Chaos auf der „Döttinger Höhe“ als im Ergebnis verzerrt empfunden und die gesamte Funktionärs-Riege schafft es in den vier Stunden nicht das Rätsel zu lösen. - Sagt man. - Der Race-Director „wäscht seine Hände in Unschuld“, lässt eine „Vorläufige“ Ergebnisliste erstellen und setzt die Siegerehrung aus. - Weil er diesen Fall zu „Chefsache“ gemacht hat! - Zwar hat man versucht bestimmten Fahrern und Teams wegen „Verstößen“ in diesem Chaos „in der Sache“ (Überholen bei GELB) zu bestrafen, aber hat wohl nicht mit dem Widerstand gerechnet, der den Herren Funktionären dort entgegen schlug. Da will sich der Herr Race-Director dann wohl nicht ins „Fettnäpfchen“ setzen und übergibt die Angelegenheit zur Klärung dem DMSB. - Und dort ist man nun scheinbar auf der Suche nach einem intelligenten Ausweg. Der keinem aus der Funktionärsriege schadet! - Erst recht nicht dem DMSB. -  Im Grunde stolpert man aber in dieser Sacche über die selbst geschaffene Überreglementierung des Motorsports auf der Nürburgring-Nordschleife. - Man registriert zwar von VLN-Lauf zu VLN-Lauf sinkende Starterzahlen, aber begreift nicht, dass man dabei ist, eine der bedeutendsten und wichtigsten deutschen Langstreckenserien „gegen die Wand zu fahren“! - Und  das mit der „Perfektion“, mit der man eine „Professionalisierung“ anstrebt.

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München II lässt sich nicht in die Suppe spucken!

Ich habe so meine Erfahrungen mit Staatsanwaltschaften. Die finden nichts dabei, mal – eben so – gegen das Grundgesetz zu verstoßen und die Wohnung eines Journalisten zu durchsuchen. Die finden auch nichts dabei, einem Journalisten keine Auskunft zu geben. Vielleicht weil die Frage zu dumm ist. Darüber solll nachstehend berichtet werden, weil dieses Verhalten sicherlich ein öffentliches Interesse finden sollte. - München II mauert! - Man muss sich fragen: Warum? - Ich hatte als freier Journalist – und Herausgeber von Motor-KRITIK – eigentlich nur eine einfache Frage gestellt. Mit einer Antwort war offenbar die Staatsanwaltschaft München II überfordert. - Es kann natürlich auch sein, dass in Bayern ein anderes Rechtsverständnis gilt. Obwohl Rheinland-Pfalz auch schon „sehr speziell“ ist, scheint Bayern schon einen Schritt weiter zu sein. - Transparenz war gestern! - Vorgestern war Diktatur! - Da musste man froh sein, wenn man nicht in „Schutzhaft“ genommen wurde. - Wo weit ist man in Bayern heute wohl noch nicht. - Bayern ist ein „Freistaat“. - Und Motor-KRITIK ist so frei, über seine Erfahrungen mit der Staatsanwaltschaft München II zu berichten.

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Gewerbepark: Beweis für Perfektion am Nürburgring?

Eigentlich wollte ich an diesem Tag meinen Bericht über den 4. VLN-Lauf der Saison 2018 auf diesen Internetseiten einstellen. Von der Teilnehmerzahl hatte er sich so dargestellt, wie von mir erwartet und vorhergesagt worden war. Aber es gab dann Ereignisse von solcher Tragweite, die nach Ansicht des verantwortlichen „Race-Directors“ sogar eine richtige Siegerehrung nach dem Rennen unmöglich machten. Das Ergebnis des Rennens ist bis zu diesem Zeitpunkt „vorläufig“. Und es gibt auf der Internetseite der VLN eine Darstellung in der es heißt:

Da möchte ich nicht mit einer Motor-KRITIK-Berichterstattung vorgreifen. Der um Perfektion in der Serie bemühte VLN-Verantwortliche hat nun die Auflösung des Falles in die bewährten Hände von DMSB-Funktionären gelegt. Das lässt das Ergebnis mit Spannung erwarten. Weil auch die DMSB-Lösungen in den letzten Jahren schon sehr gewöhnungsbedürftig waren. - Entsprechend wurden sie auch von mir kommentiert.

Darum werde ich von dem „Kompetenz-Team“, wie es insgesamt für – und in – der VLN tätig ist, auch gerne als „von gestern“ oder sogar „vorgestern“ empfunden. Weil ich – meint man – offenbar nicht mitbekommen habe, dass sich auch im Amateursport, dem Basis-Motorsport, einiges ändern muss, um in unseren modernen Zeiten nicht unterzugehen.

Man muss den neuen „Perfektionisten“, als die sie sich gerne darzustellen versuchen, darum auch Zeit geben, aus einem „vorläufigen Rennergebnis“ ein „endgültiges“ zu machen, eins, mit dem die Herren von VLN und DMSB ihre Kompetenz im „Renngeschäft“ einer breiten Öffentlichkeit verdeutlichen können.

Von Rennfahrern – auch Amateuren – werden Entscheidungen in Millisekunden erwartet. Die Motorsport-Funktionäre entscheiden vorbildhaft (?) nach Tagen!

Darum habe ich mich entschlossen, heute mal eine freundliche Bildergeschichte auf den Motor-KRITIK-Seiten zu plazieren. Das Dumme ist nur, dass ich – hoffentlich - das Gewerbegebiet zwar „freundlich“, als ein Gewerbegebiet in einer Urlaubslandschaft für meine Leser darstellen kann, aber dass mir dann beim Fotografieren schon wieder Dinge auffallen mussten, die dafür sprechen, dass auch bei dem hier gegründeten „Zweckverband“ Leute ihre Aufgaben nicht so richtig ernst nehmen. Es fehlt auch hier ein wenig an Perfektion. - Es tut mir leid, dass es auch in diesem Fall wieder Motor-KRITIK mit diesem „schrecklichen alten Mann“ ist, der auf „kleine Schwächen“ hinweisen muss.

Täglich rollen hier große Lkw‘s in Gewerbegebiet. Exakt wird es von den Gründern als „Gewerbepark am Nürburgring“ bezeichnet. Und man war wohl darum bemüht, den suchenden, ortsfremden Lkw-Fahrern – oder auch anderen Besuchern – dieses Suchen nach bestimmten Firmen in diesem Gewerbepark so leicht wie möglich zu machen.

Eigentlich hätte man die Schilder auch verkehrt herum aufstellen können, obwohl sie praxisgerecht konzipiert sind. Auf dem Hinweisschild, von dem sowohl auf der östlichen, wie westlichen Zufahrt je eins gibt, ist mit den Namen der Firmen so bestückt, dass sie jederzeit mit einem Schraubenzieher auszutauschen sind. - Dumm nur, das Schraubenzieher wohl so teuer sind, dass der Zweckverband sich bis heute nicht zu einer Anschaffung entschließen konnte. - Oder es fehlt an Schraubern, die wahrscheinlich nur mit einem entsprechenden Diplom – vergleichbar mit dem „DMSB-Nordschleifen-Permit“ ihre Arbeit aufnehmen dürfen.

Wie ein Blick auf das „westliche“ Schild zeigt, sind auch hier nur die Gewerbetreibenden der „ersten Stunde“ fest verschraubt. Bei Fiat residiert längst BMW, wo man sich speziell auch der E-Sparte des Automobils annimmt. KFB-Extramobile gibt es längst nicht mehr. Einmal war es ein Konkurs, der für Ruhe sorgte; dann war es ein chinesischer Käufer der sich um die Firma bemühte, die dann aber wieder den Besitzer wechselte, um nun von einem Mieter ganz anders genutzt zu werden. Bridgestone hat sein Versuchszentrum an Nürburgring längst verkauft, Werner Bluhm ist schon vor einer Reihe von Jahren verstorben, die Immobilie wurde verkauft, und… -

Auch Schilder können wirklich „alt aussehen“, wenn sie von einem alten Mann einmal genauer betrachtet werden. Junge Leute sind offensichtlich auf solche Schilder nicht mehr angewiesen. Sie reisen auf einer Route an, die das Navigationsgerät vorgibt. - Wenn deren Software gepflegt ist, kommen sie auch richtig an.

Nun mal zu ein paar stimmungsvollen Aufnahmen, die zeigen, wie schön dieses Gewerbegebiet in die Landschaft eingebaut wurde. Man ahnt nicht nur den Nürburgring, man sieht sogar die Nürburg. Und selbst „strenge Zäune“ wirken in dem Kontrast zu einer blühenden Landschaft gar nicht so abschreckend, wie sie eigentlich sein sollen.

Und überall wehen bunte Fahnen, die hier – neben dem vielen Grün – das Bild von einem zweckgebundenen Gewerbegebiet deutlich auflockern. Es hat mir Spaß gemacht, einmal in Ruhe das Gewerbegebiet zu durchstreifen, das ich sonst meist auch nur anfahre, um bestimmte Gesprächspartner zu erreichen.

Hier mal ein Blick auf Firmenschilder und Hinweise, die man auch auf der „Gottlieb-Daimler-Straße“ finden kann, die man aber auf den großen Hinweistafeln vermisst. - Schade eigentlich! - Denn hier im Gewerbegebiet ist wirklich eine Menge los.

Hier findet man auch die Firma Manthey, die durch ihren Besitzer – der einmal ein hervorragender Rennfahrer war – landauf, landab – aber auch weltweit bekannt ist. Porsche ist inzwischen an diesem Betrieb beteiligt, den Manthey an junge, dynamische Geschäftsleute verkauft hatte. - In dem Zelt, dass ich durch einen Zaun vom Nachbargrundstück fotografierte, lagert man Porsche-Wettbewerbsfahrzeuge nach einem Umbau so lange ein, bis sie dann irgendwo hin verladen werden.

NETT ist übrigens die Firma, die sich am Nürburgring nicht nur um den Aufbau der FIA-Zäune verdient gemacht hat, sondern auch die Leitplanken an der Rennstrecke wartet, sie z.T. schon während eines Rennens richtet oder austauscht, aber schon lange vor der Schaffung des Gewerbegebiets für den Nürburgring tätig war. Von Adenau aus. - Hier im Gewerbegebiet wurden also nicht nur neue Arbeitsplätze geschaffen, sondern hierhin wurden auch Arbeitsplätze verlegt, weil die Nähe zum Nürburgring hier bessere Voraussetzungen schuf. - Der Bau einer Tiefgarage ist dagegen bei VW wegen des Diesel-Skandals gescheitert. Geblieben ist eine Baugrube, in der jetzt schon mal einzelne Fahrzeuge parken.

Natürlich will diese Geschichte nicht Hinweisschilder ersetzen, sondern nur den Lesern einen Eindruck vermitteln, was es sonst im Nürburgring-Umfeld so alles gibt. - Berichtenswertes! - Und es gibt noch weitaus mehr interessante Firmen in diesem Gewerbegebiet.

Aber das sollte sich auch auf den Hinweisschildern an der östlichen und westlichen Zufahrt widerspiegeln. - Meinen wir bei Motor-KRITIK.

Der „Gewerbepark am Nürburgring“ ist längst nicht so armselig bestückt wie die Hinweistafeln!

MK/Wilhelm Hahne
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F1 in Silverstone: Strafen spielen keine Rolex!

Obwohl die Formel 1-Veranstaltungen auf mich in letzter Zeit mehr den Eindruck von Kirmes-Veranstaltungen vermittelten, ging es in Silverstone/England an diesem Wochenende richtig sportlich „zur Sache“. Natürlich ging das auch nicht ohne „professionelle“ Strafen ab.

Als Vettel vor Kurzem in der ersten Kurve Bottas „abschoss“ gab es 5 Strafsekunden für Vettel. Diese Strafe war verdient und nicht zu beanstanden. Heute gab es in Silverstone für das gleiche Vergehen von Raikkönen an Hamilton dann 10 Strafsekunden, die ein Raikkönen – wie im Interview nach dem Rennen deutlich wurde – ungerührt zur Kenntnis nahm.

Er war sich seiner Schuld bewusst. Er hatte den Fehler nicht bewusst begangen. Nach seiner Aussage war beim Anbremsen das linke Hinterrad stehen geblieben, was seinen Bremsweg leider etwas verlängerte. Er endete im Hinterrad von Hamiltons Mercedes.

Raikkönen meint, dass die Strafe von 10 sec verdient war. Für ein Vergehen, für das von Sebastian Vettel begangen, davor mit 5 sec bestraft wurde.

Hamilton war nach der ersten Kurve nach dem Start so plötzlich – und unerwartet – Letzter. Es war eindrucksvoll, wie dieser Lewis Hamilton dann durchs Feld pflügte, um am Ende der 11. Runde schon auf Platz 6 zu sein und am Ende auf Platz 2 abgewunken zu werden. - „Toto“ Wolff scheint noch nicht begriffen zu haben, was er an Lewis Hamilton hat!

Wie bisher in dieser Saison üblich, haben wir bei Motor-KRITIK eine Tabelle erstellt, der man entnehmen kann, wer die schnellste Runde im Rennen fuhr, weil das einen Eindruck von der fahrerischen Leistung vermittelt. Tatsächlich fuhr dieses Mal wirklich der Sieger des Rennens, Sebastian Vettel, die schnellste Rennrunde. Obwohl auf der Rennstrecke Silverstone gegenüber dem letzten Jahr eigentlich alles besser geworden war – z.B. die Rennstrecke durch einen neuen Asphaltbelag – konnte er nicht den Rundenrekord verbessern, den Lewis Hamilton im letzten Jahr mit einer Zeit von 1‘30.621 min aufgestellt hatte.

Für mich wieder beeindruckend: Die Leistung von Fernando Alonso, der nicht nur von Startplatz 13 kommend auf Platz 8, sondern von 20 Startern auch die zehntschnellste Rennrunde fuhr.

Auch dieses Mal haben wir eine weitere Tabelle erstellt, der man entnehmen kann, wer von den „Sechs Verdächtigen“ unter den 20 Teilnehmern am Ende der Veranstaltung die geringste Zeitdifferenz zwischen seiner besten Zeit im Qualifying 3 und seiner schnellsten Rennrunde nachweisen konnte. Die Differenz ist bei Formel 1-Rennen erstaunlich groß. Im Beispiel Silverstone auch deswegen, weil der Kurs mit 5.891 Metern auch ein wenig längerf als bei anderen Formel 1-Kursen ist. - In Silverstone war es nicht einer der schnellsten im Qualifying, der in Relation zur schnellen Rennrunde mit der kleinsten Differenz aufwarten konnte. Es war Daniel Ricciardo, der bei dieser Wertung eine knappe Sekunde weniger brauchte, als sein hochgelobter Teamkollege Max Verstappen.

Eine solche Übersicht verdeutlicht auch, wie viel Mehr-Power bestimmte Fahrzeuge in Qualifying 3 abrufen können, um auf den besten Startplatz zu kommen. Und das ist nun mal der ganz vorne.

Auffallend aber auch, wie viel Power die beiden Ferrari dann beim Rennstart abrufen konnten. Abgesehen davon, dass beide sehr gut über die Distanz gebracht wurden.

Nun wird es auch langsam Zeit, dass bei Mercedes der Hamilton-Vertrag abgezeichnet wird, weil man sonst evtl. demnächst an der Mercedes-Destination im Fahrerlager ein Schild mit dem Text aushängen müsste:

„Junger Mann zum Mitreisen gesucht!“

Schon bald sind vom neuen Besitzer der F1-Rechte 23 Veranstaltungen als bisher 21 übers Jahr geplant. Eigentlich sind auch 21 schon zu viel – meine ich. Aber ich habe bisher die Formel 1-Rennen immer primär als Sport, nicht als Geschäft empfunden.

Da scheint sich wohl etwas verändert zu haben. - Und nicht nur da. - Wie man an diesem Wochenende, am Samstag, auch bei der VLN 4 erleben konnte.

Der Sport wird eben immer „professioneller“!

MK/Wilhelm Hahne

PS: Wer hat da gelacht?

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7. Juli 2018: Lieber Leser!

Ganz vorsichtige Leser fragen inzwischen mal telefonisch nach: „Geht‘s Ihnen gut?“ - Um dann, wenn ich mich bedanke noch mal nachzufragen: „Wirklich?“ - Ich merke, dass man sich Sorgen macht. Ich habe im Juli erst eine Geschichte geschrieben. Meine Leser vermissen neue Geschichten. Aber leider läuft‘s nicht immer so, wie man es sich idealer Weise vorgestellt hat. Ich arbeite zwar immer gleichzeitig an mehreren Themen und in letzter Zeit konnte ich immer die Recherchen zu einer der von mir angedachten Themen so rechtzeitig abschließen, dass es praktisch oft alle zwei Tage zu einer neuen Geschichte reichte. Jetzt im Juli läuft nicht alles so wie gedacht. So steckt in einigen Themen bei der Aufbereitung zu interessanten Geschichten auch mehr Arbeit, als ich zunächst annehmen konnte. Da beschäftige ich mich z.B. mit dem Thema WLTP, der neuen technischen Regelung zur Prüfung u.a. des Krafstoffverbrauchs, woraus sich dann auch neue Werte für den CO2-Anfall ergeben. - Hätten Sie gewusst, dass diese EU-Verordnung Nr.715/2007 exakt – einschl. Anhängen und Muster – 643 Seiten stark ist? - Mich hat das auch überrascht. - Aber dann muss ich mich auch noch um andere Dinge kümmern, die dann zwar Zeit kosten, aber aus meiner Sicht nicht der Stoff für neue Geschichten sind. Ich will Ihnen – liebe Leser – das nachstehend gerne mal an aktuellen Beispielen nahe bringen. - Und um das hier noch einmal klar zu sagen: Ja, es geht mir gesundheitlich gut! - Ich arbeite wie immer zwischen 12 und 15 Stunden am Tag. Und so wird es auch bald wieder neue, interessante Geschichten geben!

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Mercedes-F1-Renner auch nicht mehr Premium?

Nach Jubelschreien der Gruppe um „Toto“ Wolff, nach dem Start zum Österreich-Grand-Prix, bei dem sich Lewis Hamilton geschickt an die Spitze gesetzt und Valtterie Bottas sich mit großem Einsatz wieder auf Platz zwei zurück gekämpft hatte, kam dann später die Ernüchterung, nachdem Bottas mit einem Hydraulikschaden ausfiel, die Rennleitung ein „virtuelles Safetycar“ verordnete und das Strategie-Team, durch den Ausfall von Bottas ein wenig abelenkt, es versäumte, Lewis Hamilton an die Box zu holen, um die langsamere Fahrweise des gesamten Feldes – wegen des „virtuellen Safetycars“ - zu nutzen, um einen Reifenwechsel vorzunehmen.

Dann war diese Chance zu schnell vorbei – und beim zu späteren Reifenwechsel fiel dann Hamilton so weit zurück dass man ihm, um den Rückstand wieder auszugleichen, „Feuer frei“ gab. Hamilton hatte sicher nichts dagegen, rief die volle Motorleistung ab, hat aber doch zurückgefragt, ob er wirklich so weiterfahren könne. - Der Mercedes-Befehlsstand bestätigte mit „Ja“. - Und Hamilton fiel dann später mit Benzinpumpenschaden aus? - Hört sich jedenfalls gut an.

So trat dann – gemessen an den Rennergebnissen der Vergangenheit – der seltene Fall ein, dass am Ende des Rennens unter den ersten Zehn, 6 Fahrzeuge mit Ferrari-Motor, 2 mit Renault-Motor und 2 mit Mercedes-Motor waren. Die letzteren aber auf den Plätzen sieben und acht. Mercedes-Motoren in „Kunden“-Fahrzeugen. - Die „Premium“-Renner waren „unglücklich“ ausgeschieden, was bei hunderttausenden Mercedes-Rückrufen in diesem Jahr zwar nur „weit hinter dem Komma“ Zahlen verändert, dafür aber um so deutlicher am Image kratzt.

In der Motor-Kritik-Auflistung der schnellsten Rennrunden, die beim Österreich-Grand-Prix gefahren wurden, taucht aber noch ein Werks-Mercedes auf: Der von Lewis Hamilton auf Platz drei. Der von Bottas schon deshalb nicht, weil der im ersten Renndrittel ausfiel. Da ist der Tank noch so voll, dass keine Super-Runde möglich wurde. Die werden erst gegen Ende des Rennens gefahren. Hier war dann Kimi Raikkönen mit richtig Einsatz unterwegs, mit dem er dann auch auf dem Red Bull-Ring einen neuen Rundenrekord fuhr.

Die „alten Leute“ waren hier – mal wieder richtig gut. Ich finde nämlich auch den 9. Platz bei den schnellsten Rennrunden durch Fernando Alonso bemerkenswert, der aus der Boxengasse gestartet, noch auf Platz acht das Rennen beendete. Natürlich war dieses Ergebnis auch von den Ausfällen mit bestimmt, die – logischer Weise – alle vor ihm notiert wurden. 

In der Liste der Fahrzeuge, die man bisher zu den „siegverdächtigen Konkurrenten“ rechnen musste, je zwei Mercedes, Ferrari und Red Bull, ist auch Raikkönen der, der in der Differenz zwischen schnellster in Q3 gefahrener und schnellster Rennrunde die geringste Differenz aufweist. Und nicht Verstappen, der diesjährige Überraschungssieger des Grand-Prix in Österreich landet in dieser Wertung auf Platz zwei, sondern sein Team-Kollege Ricciardo, der auch nicht das Rennen beenden konnte.

Das zeigt auch, wie abgebrüht und geradezu altklug der junge Max Verstappen „sein Rennen“ nach Hause fuhr. Nachdem er sich mit richtig Einsatz an die Spitze des Feldes gesetzt hatte, fuhr er das Rennen sozusagen „routiniert“ nach Hause. Er hatte seine Aussage vor dem Rennen umgesetzt, nach der er Daniel Ricciardo „im Rennen kein Geschenk machen“ würde. - Ricciardo wurde an diesem Tag 29 Jahre alt. - Der hatte sich nach dem Qualifying von seinem jugendlichen Teamkollegen sagen lassen müssen, dass er von ihm „Disziplin“ erwarte. - Ricciardo hatte sich im Qualifying nicht an eine teaminterne Absprache gehalten.

Der Sieg des Max Verstappen begeisterte nicht nur rund 18.000 Holländer, die zum Öerreich-Grand-Prix angereist waren, sondern machte auch den Marketing-Strategen Dietrich Mateschitz (74) glücklich, der „Red Bull“, den Energydrink, zur größten österreichischen Weltmarke – und sich selbst zu Milliardär – gemacht hat.

Auf seiner Rennstrecke, dem „Red Bull-Ring“ in Spielberg/Österreich, gewann sein „Red Bull“-Team den „Eyetime*  Grand-Prix von Österreich 2018“. - Mehr geht nicht!

MK/Wilhelm Hahne

*Eyetime bezeichnet sich selbst als innovative Social-Life-App mit weltweiter Verknüpftheit sowohl für private als auch berufliche Kommunikation. - Ich wusste das bisher auch nicht! - F1 schauen bildet!

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Wertet die Stückzahl Premium-Automobile ab?

Es ist Jahrzehnte her, dass mir Prof. Niefer in einem Vier-Augen-Gespräch die Frage stellte: „Ab welcher Stückzahl ist ein Mercedes aus Ihrer Sicht kein Premium-Automobil mehr?“ - Ich war über diese Frage sehr verwundert und fragte zurück: „Warum stellen Sie diese Frage?“ - Über die Antwort werden die aktuellen Manager der Marke lächeln: „Herr Hahne, wir wollen im nächsten Jahr über 500.000 Automobile produzieren!“ - Lang, lang ist‘s her! - Heute macht sich da niemand mehr Gedanken drüber. Bei Porsche liefert man immer mehr SUV‘s – und verkauft sie mit dem Hinweis, dass sie aus einer bekannten Sportwagen-Schmiede kommen. - Man hat auch nicht begriffen – bzw. man vermittelt es den Kaufinteressenten anders – dass ein Vierzylinder-Turbo nicht mit einem Sechszylinder-Saugmotor vergleichbar ist. - Beim Cayman. - Laufkultur, Fahrkultur? - Was ist das? - Nicht nur bei Porsche, auch bei BMW und Mercedes gilt heute die Bedeutung der großen Zahl. - Darum müssen heute auch alle Hersteller mit einer Modellvielfalt glänzen, die die wirkliche technische Entwicklung, den Fortschritt verdrängt. - Da mutet die damalige Frage eines Prof. Niefer in der heutigen Zeit wie eine Scherzfrage an. - Die heutige Gesellschaft steuert mit ihren scheinbar „fortschrittlichen“ Anforderungen durch Überreglementierungen und die krankhaften Vorstellungen moderner Aktionäre ungebremst in Richtung „Aus“! - Oder wird das tatsächlich gut gehen?

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VLN: Breitensport? - Na klar! - Super + 2,17‘9 €!

Am letzten Samstag wurde auf der Nürburgring-Nordschleife der 3. VLN-Lauf zu dieser  Langstreckenserie in 2018 durchgeführt, einer Serie, die in 1977 gestartet wurde. Seitdem hat sich nicht nur unsere Gesellschaft, haben sich die Lebenshaltungskosten, sondern auch das Niveau dieser Serie verändert. Als eine Serie für Amateure, für Einsteiger in den Motorsport gestartet, die den Einstieg in den Motorsport leichter machen sollte, ist diese Serie zum Spielball der Automobilhersteller geworden. Damit hat sich das Niveau geändert. Und alle, die mit dieser Serie zu tun haben, haben sich angepasst. - Die immer wieder gehörte Entschuldigung: „Es ist eben alles nicht mehr so wie früher!“ - Grundsätzlich stimmt das und doch hat die Serie heute etwas von dem betrügerischen Flair, das die Automobilindustrie aktuell insgesamt ausstrahlt. Es wird viel versprochen und wenig gehalten. - Das ist auch bei der VLN der Fall, wo z.B. schon die Klassenvielfalt inflationistisch ist obwohl es die wirklich „kleinen Hubraumklassen“ nicht mehr gibt. Trotzdem waren dieses Mal 26 Klassen am Start. - Wenn ich richtig gezählt habe.- Die stärkste Klasse war die, deren Fahrzeuge die Technischen Kommissare zwar kontrolliert hatten, aber denen in 10 Jahren – bei fast 100 Überprüfungen! - nicht aufgefallen war, dass (fast) alle  Fahrzeuge nicht dem vorgeschriebenen technischen Reglement entsprachen. Jetzt – nach einer Übergangszeit über Monate, die nach dem 24h-Rennen in 2018 endete (Warum wohl?) – sollte in dieser Klasse, in der wahrscheinlich bisher nur die vorgeschriebenen Sponsoraufkleber des Veranstalters kontrolliert wurden, nun einem geforderten technischen Zustand entsprechen, der um ihn herzustellen einen prozentual großen Aufwand erforderte, wenn man die dafür notwendigen Kosten in Relation zum Wert der Einsatzfahrzeuge setzt. - Die VLN ist auf einem falschen Weg, der inzwischen von Funktionären vorgegeben wird, die für die Leitung einer solchen Breitensport-Serie wohl weniger geeignet sind. - Selbst die einfachsten Zahlen werden aktuell nicht richtig wieder gegeben. - Und die Realität wird geschönt. - Es ist eben alles nicht mehr so wie früher!

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Seit 1990 erster GP von Frankreich in Paul Ricard

Paul Ricard ist eine Rennstrecke, die scheinbar als Rennstrecke für die Formel 1 ausgedient hatte, nachdem sie 1999 an eine von Bernie Ecclestone dominierte Firma verkauft worden war. Ecclestone ließ sie umbauen und nahm dort erhebliche Investitionen vor. Die Strecke besteht praktisch nur aus Fahrbahnen und Auslaufzonen, was nicht nur schwere Unfälle fast ausschließt, sondern diese Strecke so auch zu einer fast idealen Teststrecke werden lässt. Je nach Anforderungen der Firmen, sind 180 Streckenvarianten zwischen 6,105 km und 826 m möglich. Die Mietpreise sind allerdings auch sehr hoch. Trotzdem ist Paul Ricard – auch unter „Le Castellet“ bekannt – als Teststrecke sehr beliebt, da sich ein für Privatmaschinen (auch kleine Düsen-) nutzbarer Flughafen direkt neben der Strecke befindet und man auch in einem direkt an der Strecke liegenden Hotelkomplex Quartier beziehen kann.

In diesem Jahr fand dort nach 28 Jahren wieder ein Großer Preis von Frankreich statt. Für die neue Generation der Formel 1-Fahrer war diese Strecke also unbekannt und machte deutlich, wer sich nun wirklich zu den kompletten Rennfahrern zählen kann. Die Teams taten sich z.T. etwas schwer, da es zu dieser Strecke noch keine Basisdaten gab.

Umso interessanter sind die Ergebnisse. Natürlich interessiert das Rennergebnis, aber das ist schon in jeder Montags-Zeitung zu finden. Motor-KRITIK liefert dazu seit Beginn dieser Saison eine ergänzende Tabelle, die sich an der jeweils schnellsten Rennrunde der schnellsten 10 Fahrer orientiert.

Dieses Mal waren wir besonders gespannt, wie Lewis Hamilton seine Aussage nach dem Qualifying umsetzen würde, wo er sich zu der Äußerung hinreissen ließ:

„Ich glaube, ich kann mich im Rennen sogar verbessern.“

Das war, wenn man einen Blick in die Tabelle wirft, eine der vielen Worthülsen, die heute gerne benutzt werden, um Eindruck zu schinden. Lewis Hamilton fuhr das Rennen im Stil – und mit der Einstellung – eines am Erfolg orientierten Taxifahrers zu Ende. Schnellster im Qualifying; Erster im Rennen. - Hamilton hat nun wieder die WM-Führung übernommen. Ich persönlich wundere mich, wie erwachsene Menschen, oft bei Fernsehsendern oder anderen „Stimmungsmachern“ beschäftigt, den Gewinn der F1-Weltmeisterschaft in 2018 durch Lewis Hamilton überhaupt in Frage stellen können.

Fahrerisch ist ein Lewis Hamilton wirklich „Spitze“. Aus meiner Sicht ist Sebastian Vettel – wenn man jeweils die komplette Rennfahrerpersönlichkeit wertet – da nicht konkurrenzfähig. Auffallend gut sind aus meiner Sicht da z.B. ein Kimi Raikkönen oder ein Fernando Alonso. Alonso habe ich in meiner Liste mit einem „roten Punkt“ versehen, damit seine Leistung nicht übersehen wird: Mit einem unterlegenen Rennfahrzeug, das aber – wie man sehen kann – von einem guten Motor befeuert wird, fährt Alonso die sechstschnellste Runde im Rennen. Im Qualifying erreichte er nur Platz 16, auf dem er auch das Rennen beendete.

Ich habe für diesen Grand Prix eine zweite Tabelle erstellt, die die Leistung der besten sechs Fahrer/Fahrzeug-Kombinationen vergleichbar machen soll, in dem die Leistung der Fahrer in den Teams von Mercedes, Ferrari und Red Bull an der Differnz zwischen der Leistung in Q3 und der schnellsten Rennrunde gemessen wird. Hier wird die Leistung eines Valtterie Bottas besonders deutlich, der – wie man im Fernsehen mit bekommen konnte – durch den Crash mit Vettel das Rennen mit einem beschädigten Unterboden fahren musste. Und dieser Mann fuhr dann einen neuen Rundenrekord, kam aber in meiner Tabelle „nur“ auf Platz drei. Was für die Auswirkungen des Schadens spricht. - Aber auch dafür, wie sehr z.B. ein Lewis Hamilton nur „auf Ankommen“ fuhr. In meiner Tabelle findet man ihn auf Platz fünf.

Jetzt geht‘s – hopp-la-hopp – in den nächsten zwei Wochen zu den nächsten zwei Rennen in Österreich und England. Denn es sollen in diesem Jahr schließlich insgesamt 21 Formel 1-Rennen werden, in denen die Fahrer um die „Krone“ Fahrer kämpfen. -

Während die Werke an einer anderen Wertung interessiert sind, die aber die Zuschauer weniger  interessiert.

Der Fahrer repräsentiert mit seiner Leistung in der Formel 1 eine Marke, verdeutlicht die Qualität eines Motors, die Leistung eines Teams.

MK/Wilhelm Hahne
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Fast übersehen: Dem Motorsport „geht die Post ab“!

Natürlich rauschte es ein wenig im Blätterwald. Aber das Rauschen war „einseitig“. Die Meldungen ähnelten sich zu sehr. Man versuchte erst gar nicht Zusammenhänge herzustellen, Auswirkungen zu begreifen. Man hatte offensichtlich „den Wind“ nicht begriffen, der auf dem Gebiet des Motorsport schon etwas bewegen könnte, vielleicht zum Sturm wird. So haben die meisten Leser dieser Meldungen auch nicht begreifen können, was – und wie groß - die Auswirkungen sein werden. Und wo sie überall auftreten könnten. - Manche Insider halten dagegen schon den Atem an. - Motor-KRITIK hat einmal „stille Post“ gespielt und den Eindruck erhalten, dass wichtige „Strippenzieher“ im deutschen Motorsport schon begriffen haben, dass ihnen in naher Zukunft wahrscheinlich etwas Wichtiges verloren gehen könnte: Millionen nämlich! - Dummerweise werden das Euro sein. - Und das alles, weil ein Vorstandsmitglied der Post – wie es so schön heißt – seinen Posten niedergelegt hat. - Anders, verständlicher: Man hat ihn vor die Tür gesetzt: Dr. h.c. Jürgen Gerdes ist im Bonner „Post-Tower“ Vergangenheit. Die Post nennt es eine Trennung wegen  „unterschiedlichen Auffassungen über die strategische Schwerpunktsetzung des Unternehmens". Nach rd. 30 Jahren Arbeit bei der Post, seit 2007 als Mitglied des Vorstandes, wird Jürgen Gerdes  nun bei dieser Firma zum 30. Juni 2018 ausscheiden und sein Büro im 29. Stock in der Bonner Zentrale räumen. - Aber das wird Auswirkungen haben, die die Mehrheit der Leser dieser Nachricht noch nicht begriffen hat.

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