Tipp für E-Autohersteller: Besser den Schuh nehmen!

Wenn man sehenden Auges über die diesjährige IAA ging und gedankenvoll die Spreu vom Weizen zu trennen versuchte, dann musste einfach auffallen, dass viele der neuen Angebote an E-Automobilen nicht für eine sinnvolle „artgerechte“ Nutzung, sondern nur als Argumentation dafür zu taugen scheinen, dass man doch alles getan hat, um auch beim Kampf gegen den Klimawandel mit dabei zu sein. Auto-Riesen mit Riesen-Batterien und Riesen-Leistung machen deutlich, wie man mit viel Strom – „grünem Strom“ ! - auch in der Reihe der „Klimakämpfer“ Aufstellung zu nehmen gedenkt. - Denn natürlich sind viele der Ausstellungsstücke nur Visionen, Versionen, die man – wenn es gut geht – ab 2020 zu liefern versucht. - Oder für 2025 in Planung hat!. Und die von den Werbeaufträgen der Industrie abhängige Presse applaudiert, wird zum Claqueur.

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Illusionisten proben in der Eifel das Lärm-Nullen!

Zauberer werden dann als Illusionisten bezeichnet, wenn sie – mit meist technischen Mitteln – beim Publikum eine Sinnestäuschung erzeugen. Sie zersägen z.B. eine Jungfrau, wie ich es selbst schon vor Jahrzehnten im Düsseldorfer „Apollo“-Theater erlebt habe. Es war kein bekannter Illusionist. - Einer von vielen. - Bekannter ist sicherlich David Copperfield, der z.B. von der Bühne - auf einem Motorrad sitzend – in der Luft verschwand, um im Publikum wieder mit dem Motorrad aufzutauchen. - So etwas ähnliches wäre z.B. von den Bewohnern des malerischen Eifel-Dorfs Monreal erwünscht, die sich am Lärm der durchfahrenden Motorräder stören. - Im Umfeld des Nürburgrings stört aber auch Lärm, der nicht nur von motorisierten Fahrzeugen kommen kann. Manchmal stört auch Musik, weil selbst die mit Lärm verbunden ist. - Das sagte schon Wilhelm Busch - Da hatten dann in der ersten Septemberwoche ein paar Illusionisten auf der Bühne der Adenauer „Hocheifelhalle“ ihren Auftritt, die aber die Besucher dieser Veranstaltung nicht ganz überzeugen konnten. - Man probt auch noch! -So war dieser Auftritt auch nur als ein Versuch zu werten, Illusionen zu erzeugen. Die  eigentliche Bühne ist nämlich das reale Umfeld des Nürburgrings und die in Adenau auftretenden Künstler waren als Illusionisten eigentlich auch nur Amateure. - In einem Jahr wollen sie wieder vor Publikum auftreten.

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Traumpfad IAA: Jeder träumt seinen eigenen Traum!

Ja, ich war auf der IAA 2019! - Und ich frage mich, was diese Ausstellung eigentlich noch soll. 2011 hatte ich hier in meiner Berichterstattung zur IAA die Ausstellung als „Zukunfts-Museum“ empfunden. 2013 sagte Matthias Wissmann, damals noch Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) zu dieser IAA, die von VDA ausgerichtet wird: „Nirgendwo sonst gibt es mehr Weltpremieren, mehr Hersteller, mehr Zulieferer, mehr Innovation. Deshalb ist es 'Die automobilste Show der Welt', wie es der IAA Claim ja passgenau ausdrückt.“ - 2015 stellte ich hier in Motor-KRITIK die Frage: „Lohnt sich ein Besuch der IAA 2015?“ und erklärte weiter: Da die Automobilindustrie aus dem Kindergartenalter heraus ist, verfährt man nach dem Motto: ‘Wir zeigen dir die Welt, wie wir sie gerne hätten.“ - Jetzt in 2019 haben wir einen neuen VDA-Präsidenten (seit Januar 2018), Bernhard Mattes, der zur Eröffnung der IAA sagte: „Das Auto hat eine beeindruckende Vergangenheit und sichert Wohlstand in der Zukunft! Lassen wir diese Chancen nicht ungenutzt!“ - Danach stellte er dann sein Amt als VDA-Präsident zum Jahresende 2019 zur Verfügung, indem er es zu diesem Termin niederlegt, „um sich neuen Aufgaben zuzuwenden“. - Und die IAA 2021? - Eine mögliche Antwort gebe ich aus meiner Sicht am Ende dieser Geschichte. - Nach meiner gedanklichen „Wanderung“ durch die Höhen und Tiefen der IAA vergangener Jahre, hatte ich in diesem Jahr bei der realen Begehung den Eindruck, dass diese Ausstellung inzwischen zu einem „Traumpfad“ geworden ist, den man dann – als Wanderer zwischen den automobilen Welten – auch entsprechend nutzen sollte.

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VW-Problem: Software ist wichtiger als Hardware!

Im Volkswagenkonzern – und nicht nur da – hat man das schon vor Jahren so empfunden. Nur mit der „richtigen“ (passenden!) Software ließen sich „damals“ (vor 2015) die für die Produktion und Verkauf festgesetzten Eckwerte erreichen, wenn die „verantwortlichen“ Manager des Konzerns in den Genuss der mit dem Aufsichtsrat abgestimmten Boni kommen wollten.

Manager, die man für eine Schuldzuweisung brauchte, haben sogar vor einem Arbeitsgericht die ihnen dann vorenthaltenden Boni – aber zu anderen Produktionszahlen als Dieselmotoren – einklagen müssen. Damals ging es um den Motorentyp „EA 189“. Heute ist man schon ein Stück weiter!

  • Jetzt geht es um den Dieselmotoren-Typ EA 288!

Angeregt, mich mal mit einem kurzen Beitrag dazu hier in Motor-KRITIK zu beschäftigen, wurde ich eigentlich durch eine aktuelle Zeitungsmeldung:

Da ist zu lesen, dass der SWR etwas vermeldet hätte, was VW bestreitet. Und das Kraftfahrtbundesamt in Flensburg weiß von nichts. - Weil nicht sein kann, was nicht sein darf? - Ein VW-Sprecher stellt jedenfalls fest, das nichts Illegales passiert ist.

Dabei wurde in der Zeitungsmeldung von heute aber übersehen, dass auch wenn nichts Illegales passiert ist, das vielleicht einem Gericht nicht egal ist. In dem Motor-KRITIK bekannten Fall war die Klage eines Golf VII-Besitzers, dessen Fahrzeug mit einem Dieselmotor EA 288 ausgestattet war, von einem Aachener Landgericht noch abgewiesen worden, weil ein EA 288 eben kein EA 189 und somit auch keine Abschaltvorrichtung verbaut sei. - Mit dieser Logik folgte man der einfachen  Argumentationslinie der Volkswagen AG.

Der so betroffene VW Golf-Besitzer ist in die Berufung gegangen. Die mündliche Verhandlung fand vor dem OLG in Köln in diesen Tagen – exakt am 12. September – statt. - Das Aktenzeichen: 15 U 234/18. - Hier wurde nun nicht mehr von „Abschaltvorrichtung“ gesprochen, wie sie softwaremäßig beim EA 189 zu finden war und mit der die so ausgestatteten Fahrzeuge nach inzwischen zum Allgemeingut gewordener Einschätzung zum Betrug am Käufer wurden. Vor dem OLG wurde nach Darstellung der in diesem Verfahren den Kläger vertretenden Rechtsanwälte – Rogert & Ulbrich, Köln – nun sprachlich eine andere Version von  „pfiffiger“ Software bekannt:

  • Beim EA 288 ist „der Verbau einer Software zur Zykluserkennung unstreitig“!

Hier soll nun folgend ein wichtiger Abschnitt aus der Pressemitteilung der Kölner Rechtsanwaltkanzlei zitiert werden:

„Ferner vertrat der Senat die Rechtsauffassung, dass auch in der vorliegenden Konstellation die Volkswagen AG die sog. sekundäre Darlegungsobliegenheit treffe und sie daher vorzutragen habe, wozu die Zykluserkennung diene und wie die Diskrepanz zwischen Messergebnissen auf dem Prüfstand und Messergebnissen bei normalem Betrieb auf der Straße zustande kommen könnten.“

Dazu hat die Volkswagen AG nun nach dieser Verhandlung sechs Wochen Zeit. - Die Situation ist also nicht so "unsicher", wie sich aus der aktuellen Tageszeitung-Meldung von heute ergibt. - Darum hat Motor-KRITIK dieses „Telex“ noch heute schnell ergänzend für seine Leser eingeschoben.

MK/Wilhelm Hahne
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Nur VLN? - Steuerfahnder bitte immer ernst nehmen!

Am 19. August gab es auf diesen Internetseiten eine Geschichte zu lesen, die den Titel trägt: „VLN: Gibt‘s typische Fälle von Steuerhinterziehung?“. Ich hatte hier über mir bekannt gewordene Überprüfungen durch die Finanzbehörden in Koblenz informiert, deren Auswirkungen aber wohl erst in der nächsten Motorsport-Saison spürbar werden.

Bei Gesprächen mit Fahrern und Teamchefs, die sich eigentlich betroffen fühlen, von einer solchen Information sozusagen „unangenehm berührt“ sein sollten, habe ich dann aber schon mal – verbunden mit einer wegwerfenden Handbewegung – gehört:

„Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird!“

Ich führe das persönlich darauf zurück, dass ich „nur erzählt habe“, im Anhang zu dieser Geschichte kein Nachweis mit Original-Unterlagen erbracht wurde.  (Die mir aber vorliegen!)

Ich möchte darum meine damalige Schilderung der Situation heute noch einmal durch das Einfügen eines Original-Auszugs aus einem „beruhigendem“ Schreiben des DMSB, des Deutschen Motorsport Bund e.V.,  in Frankfurt unterstreichen, wo man schon drei Tage vor der Veröffentlichung meiner Geschichte in einem „Rundschreiben“ u.a. folgendes schrieb:

Ich habe diesen Text aus einem Originalschreiben – das mir vorliegt – heraus gelöst, um zu verdeutlichen, dass nicht nur die VLN und einige Trackdays, sondern praktisch der gesamte Motorsport in Deutschland betroffen ist. Es wurden „250 Veranstalter in ganz Deutschland“ angeschrieben und als nicht betroffener Leser merkt man, wie der DMSB versucht „seinen Veranstaltern“ eine Brücke zu bauen.

Aber es steht natürlich noch mehr in diesem Schreiben des DMSB, was die Motor-KRITIK-Berichterstattung vom 19. August 2019 unterstreicht. Das Schreiben des DMSB ist übrigens vom 16. August 2019 und beinhaltet auch die Empfehlung:

„Auf jeden Fall sollten Sie sich aber individuell mit Ihrem Steuerberater bzw. Rechtsanwalt abstimmen.“

Wer als Leser von der Motor-KRITIK-Berichterstattung zu dieser Sache immer noch nicht überzeugt ist, darf auch gerne auf den Anhang zu dieser Geschichte klicken, wo das Original-Schreiben des DMSB als pdf-Datei zu finden ist.

Wenn es andere Leser denn beruhigt: Solche Grundsatz-Untersuchungen im Hinblick auf evtl. entgangene Mehrwertsteuer-Einnahmen sind z.B. auch im Fall „ebay“ erfolgt, wo diese Internet-Firma von einer anderen Finanzverwaltung um Auskunft darüber gebeten wurde, welche „Kleinbetriebe“ durch einen Verkauf von Waren über „ebay“ einen Umsatz von jährlich über 17.500 Euro erzielt haben.

Das „Vermeiden“ von Mehrwertsteuer ist auch in unserer Gesellschaft durchaus kein „Kavaliersdelikt“, obwohl es inzwischen eine Reihe von Firmen gibt, die ein solches „Vermeiden“ durch ein intelligentes (meinen sie) Konstrukt von Firmen zur scheinbaren Perfektion entwickelt haben.

Es ist bedauerlich, das einzelnen Finanzämtern nur ein relativ kleiner Etat zur Durchführung von Prozessen gegen „die Großen der Szene“ zur Verfügung steht, so dass sie dazu neigen, die „Kleinen“ zu fangen, aber die „Großen“ laufen zu lassen. - Weil das Prozesskosten-Risiko in „großen Fällen“ in Relation zu ihrem kleinen Prozess-Etat zu groß ist.

MK/Wilhelm Hahne
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VLN 6: Worüber man „danach“ nicht gerne spricht!

In der Eifel gab es an diesem Wochenende „Monza-Wetter“. Es regnet immer in den Momenten, wenn Rennfahrer ihn nicht gebrauchen können. Auch die Zuschauer haben in solchen Momenten nicht daran gedacht, dass sie eigentlich schon seit Wochen auf Regen gehofft hatten, wenn sie mal wieder den Garten per Gartenschlauch wässern mussten. Am Renn-Samstag hätten sie in der Eifel auf Regen genauso verzichten können, wie die Zuschauer und Fahrer in Monza bei der Formel 1.

Der Teilnehmer-Zuspruch beim 6. VLN-Lauf am Nürburgring war – wie das Wetter – bescheiden. Ein Streckensprecher kaschierte die echte Zahl beim Einstieg in die Direktübertragung mit den Worten:

„...hinter mir machen sich die unzähligen Teams bereit...“

Auch sonst nahm man es aktuell bei der VLN mit der Transparenz nicht so genau. Das fiel mir heute, am Sonntagmorgen auf, als ich im Internet – bei facebook – erfahren musste:

„Endlich mal wieder ein Ergebnis, das nicht vorläufig ist. Geht doch!“

Was dafür spricht, dass jemand nach dem Rennen nicht direkt das Ergebnis abgefragt hatte, sondern erst am Sonntagmorgen.

Am Samstag, beim ersten Verkünden des Rennergebnisses von VLNLauf Nr. 6, da war es tatsächlich VORLÄUFIG!

Das kann man auch einer anderen Zahl am Sonntagmorgen dieser Info bei facebook entnehmen:

„Gewertet: 126.“ (Fahrzeuge)

Das waren im ersten, mit VORLÄUFIG bezeichneten Rennergebnis 127 Fahrzeuge, die das Rennen in Wertung beendet haben. - Folgende Zahlen waren direkt nach dem Rennen die richtigen:

  • 160 Fahrzeuge waren lt. „Vorläufige Teilnehmerliste“ genannt.
  • 153 Fahrzeuge sind zum Training angetreten.
  • 147 Fahrzeuge haben danach das 4-Stunden-Rennen aufgenommen.
  • 127 Fahrzeuge haben das Rennen in der VORLÄUFIGEN Wertung beendet.

Die 147 startenden Fahrzeuge waren in 25 gewerteten Klassen unterwegs (= 5,88 Fahrzeuge im Durchschnitt pro Klasse!), wovon in der Realität 14 Klassen mit weniger als 5 Fahrzeugen besetzt waren. Die am stärksten besetzte Klasse – V4 – war mit 27 Fahrzeugen im Rennen unterwegs.

Nach dem Rennen gab es Ärger in der V5. Dort wurde dann – offiziell nachzulesen – die Startnummer 460 wegen Verstoß gegen Artikel 2.2 in Teil 2 der VLN-Rahmenausschreibung 2019 aus dem Rennen genommen – a.d.W. - oder wie man heute sagt: „DSQ“ (Disqualified) - Angekommen war die 460 auf Platz 3 in der Klasse, nach zurückgelegten 20 Runden!

Warum informiert man die interessierte Öffentlichkeit nicht umfassend? - Weil es ein Porsche Cayman des „CARE FOR CLIMATE“-Teams war, dem Team um Smudo und Teamchef Thomas von Löwis? - Aber mit anderen Fahrern!

Es wäre an der Zeit, sich beim DMSB und den VLN-Funktionären einmal Gedanken darüber zu machen, ob es nicht besser ist, offen und transparent auch über „negative Erscheinungen“ im Motorsport die Öffentlichkeit zu informieren, als diesen Sport immer wieder geschönt darzustellen zu versuchen. - Die Motor-KRITIK-Meinung ist:

  • Betrug – auch der im Motorsport – ist kein Kavaliersdelikt!

Man sollte die Öffentlichkeit darum auch immer offen und klar informieren. Nicht nur VORLÄÜFIG, sondern dann auch, nach entsprechender Klärung, die interessierte Öffentlichkeit über die wahren Hintergründe in Kenntnis setzen und „Pferd und Reiter“ nennen!

  • Die Zuschauer die vor Ort waren – aber auch die am Fernsehschirm – haben einen Anspruch auf transparente Darstellung von „Störungen“! - Eigentlich dürfte es auch keine VORLÄUFIGEN Rennergebnisse geben! - Erst recht nicht „unauffällige“ Änderungen von Ergebnissen!      
MK/Wilhelm Hahne
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Urnen-Grab 003, Adenau: Ruhestatt eines Rennfahrers

Nachdem mein Bruder Hubert am 24. April ds. Jrs. gestorben ist, sind mir – manchmal sehr vorsichtig – Fragen gestellt worden – gerade in der Zeit um den Oldtimer-Grand-Prix - die ich hier nachfolgend kurz auch denen beantworten möchte, die mich nicht gefragt haben:

War Hubert Ihr älterer Bruder? - Nein, er war zwei Jahre jünger.

Wo ist er gestorben? - In Düsseldorf, in einem Pflegeheim.

Haben Sie die Beerdigung in Adenau veranlasst? - Nein, es war einer seiner Söhne, auf meinen Vorschlag hin, nachdem der Gemeinderat in Nürburg eine Beerdigung dort abgelehnt hatte. Das Argument: Mein Bruder Hubert habe keinen Bezug zu Nürburg.

Hat er in Düsseldorf noch oft Besuch gehabt? - Nicht unbedingt. Wir, die Geschwister und Angehörigen haben ihn wechselnd besucht. Als bemerkenswert empfand ich es, dass Diana Körner, seine Ex-Frau ihn dort besucht hat, nachdem sie von seiner Krankheit (Demenz) gehört hatte.

Hat er lange in diesem Pflegeheim gelebt? - Er musste dort die letzten eineinhalb Jahre seines Lebens verbringen. - Er hat mich zuletzt – obwohl sein Bruder - nicht mehr erkannt.
      
Hat sich jemand von BMW nach seinem Tod gemeldet? - Nein, dort arbeitet wohl eine neue Generation von Managern, die nur zukunftsorientiert denkt und entsprechend zu handeln versucht. - Sie sind zur Zeit aber auch zu sehr mit sich selber beschäftigt, können sich kaum mehr mit Personen beschäftigen, die eigentlich das sportliche Image der Marke in der Vergangenheit bestimmten, geprägt haben.
      
Warum hat es in wichtigen deutschen Fachzeitschriften keinen Nachruf gegeben? - Was heißt wichtig? - Für „auto motor und sport“, „sport auto“ oder „motorsport aktuell“ arbeitet eine neue Generation von Journalisten, deren Erinnerungsvermögen nicht so weit in die Vergangenheit zurück reicht. - Und die von der Meinung der Industrie bestimmt werden. -  Bezeichnenderweise gab es im „Oldtimer-Markt“ einen Nachruf! - Und „Auto-Bild“. - Aber auch in ausländischen Medien, wie z.B. „Speedweek“ und in einer regionalen Tageszeitung.


Mein Bruder Hubert liegt nun – sozusagen unauffällig – in einem Urnengrab in Adenau, der „Stadt am Nürburgring“, begraben. Nur ein kleines Messingschild auf einem „Sammel-Grabstein“ erinnert seit Kurzem daran, dass es ihn einmal gegeben hat. - Hier aktuelle Fotos von seiner letzten Ruhestätte in Adenau:

Diese Fotos zeigen nicht nur seine Ruhestätte, auch meinen Bruder - den BMW-Werksfahrer - im Alter von 25 Jahren, dann später als 80jährigen „Ex“ neben einer von ihm 45 Jahre früher konzipierten BMW-Sonderserie. Eigentlich wollte er Anfang der 70er nur ein einziges Fahrzeug des BMW 2002 TI für seine damalige Frau, die Schauspielerin Diana Körner, bauen lassen. Daraus entstand dann eine kleine Sonderserie mit Doppelscheinwerfern und Sonderlackierungen, von denen jede nur ein einziges Mal verwendet wurde. - Ein „Farbtupfer“ im Leben eines Rennfahrers.

  • Als Rennfahrer zählte er in den BMW-Tourenwagen seiner Zeit zur Weltspitze.

Für eine Reihe von Menschen – auch unter den Lesern von Motor-KRITIK – werden seine fahrerischen Leistungen – überwiegend mit BMW-Fahrzeugen erzielt - unvergessen bleiben.

Andere können – wenn es sie interessiert – noch mal auf „Wikipedia“ nachlesen, welchen Stellenwert er eigentlich im deutschen Motorsport – auch als Werksfahrer für BMW – gehabt hat.

  • Alles ist irgendwann Vergangenheit! - Und die Lorbeerkränze jener Zeit welken!

Aber Manches bleibt Manchen unvergessen!

Wilhelm Hahne

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Wenn‘s um Lärm geht: Erinnerungen an die Zukunft!

Erinnerungen sind immer von gestern! - Bei allem Bemühen – gerade der Politiker – die Vergangenheit auszublenden, sollte man manchmal nicht nur immer nach vorne blicken, wie derzeit gerne empfohlen.

Weil es um den Lärm in der Region um den Nürburgring geht, ist der Anlass zu einem Nachdenken sicherlich die Entwicklung in der Jetztzeit. Da hat die Lärmbelästigung durch den Verkehr nicht nur – dank der gut besuchten Touristenfahrten auf der Nürburgring-Nordschleife – auf dieser Rennstrecke zugenommen.

Eine „Lärmbelästigung“ erfolgt inzwischen auch durch so genannte „Konzerte“, die aber nicht mit Kur-Konzerten zum Nachmittags-Tee zu vergleichen sind. Da reisen dann aktuell z.B. 80.000 Musikfans – sagt der Veranstalter – zu einem „New Horizons Festival“ an drei Tagen in der Nürburgring-Müllenbachschleife (GP-Kurs) an, wo DJ‘s im „Kingdom of Fire“ dann die Bässe wummern lassen.

So haben das z.B. die Anwohner von Müllenbach, einem Dorf unweit des Veranstaltungsortes empfunden. Ein Bewohnerin dieses Ortes schildert den Einfluss auf ihre Nachtruhe so:

„Wir haben bis 3 Uhr nachts senkrecht im Bett gestanden!“

Aber auch der normale Straßenverkehr verläuft im Umfeld des Nürburgrings immer weniger normal. Bei Unfällen auf der Nordschleife, dann wenn die Strecke zur Beseitigung von Unfallfolgen evtl. stundenlang gesperrt ist, verlegen die wartenden Touristenfahrer ihre Fahrkünste z.T. auf die Straßen im Umfeld des Nürburgrings. Das auch, weil sie z.T. Fahrzeuge zum Befahren der Nordschleife extra angemietet haben und nun auch diese Fahrzeuge nutzen wollen.

Der Bürgermeister eines Ortes im weiten Umfeld des Nürburgrings meint:

„Man hat den Eindruck, dass die Anreisenden in dem Moment richtig Gas geben, wo sie zum ersten Mal auf einem Straßenschild sehen, dass der Nürburgring nicht mehr weit ist.“

Auf diesen Straßen verkünden „schwarze Striche“ auf dem Asphalt, dass hier nicht nur viele PS dank Breitreifen auf die Straße gebracht wurden, sondern dass auch bei den Fahrern die Bereitshaft zum kräftigen Gasgeben deutlich gestiegen war. - Leider alles mit Geräusch verbunden!

Da helfen dann auch nicht die „Lärmkontingente“, wie man sie amtlicherseits inzwischen dem Nürburgring – nur dieser Rennstrecke - verordnet hat. Und die Polizei scheint machtlos, da offensichtlich unterbesetzt.

Die Stadt Adenau hat z.B. am Stadteingang auf der B 257 noch einmal mit einem zusätzlichen Schild und dem Hinweis in einer Fremdsprache an die hier geltende Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h erinnert. Das scheint hier notwendig, weil immer mehr ausländische Besucher des Nürburgrings die bei uns geltende deutsche StVO missachten.

Das tun sie übrigens auch in der Stadt Adenau selbst. Beim Parken zum Beispiel. Wobei sich die einheimischen Autofahrer inzwischen darüber beschweren, dass die Mitarbeiter des Ordnungsamtes nur noch ihnen in solchen Fällen Bußgeldzettel unter den Scheibenwischer klemmen, aber nicht unseren ausländischen Besuchern, die wohl sowieso nicht zahlen.

Die Gesamtsituation führt so zu einer Unmut in der Bevölkerung im weiten Umfeld des Nürburgrings. Da sollte man sich schon mal an einen „alten“ „Städtebaulichen Vertrag“ aus dem Jahre 2009 erinnern, wo geschrieben steht, dass es Ziel dieser Vereinbarung ist, die

„...Gesamtemission beim Jahresdurchschnittspegel in den nächsten Jahren durch Maßnahmen an den Lärmquellen deutlich zu vermindern.“

MK/Wilhelm Hahne
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SimRacing: Grosse Rennerfahrung – ohne Risiko?

Daran glaubt auch der DMSB und hat SimRacing als Motorsport anerkannt. Der DOSB (Deutsche Olympische Sportbund), dessen Mitglied der DMSB ist, hat in einem Rechtsgutachten ganz aktuell feststellen lassen, dass E-Sport kein Sport ist – und darum auch nicht gemeinnützig. - Was denn nun? - Der E-Sport ist inzwischen – sagt man – weltweit ein Milliardengeschäft. Es gibt darum  inzwischen auch viele „Trittbrettfahrer“. - Deshalb! - Ich habe bei einem Besuch der „ADAC SIMRACING EXPO 2019“, am letzten Wochenende am Nürburgring durchgeführt, versucht mir ein Bild von jener Art Motorsport zu machen, die jetzt – so wird propagiert – die „alten“ bewährten Einstiege in die Welt des Motorsports überflüssig machen. - Ohne Risiko! - Und das an einem Wochenende, an dem ein guter – ein überzeugter – Motorsportler im belgischen Francorchamps bei Ausübung seines geliebten Motorsports gestorben ist. Weil eigentlich alles „Echte“ im Leben eines Menschen nicht ohne Risiko ist. - Wer auf der „virtuellen“ Schiene lebt, der lebt risikolos. Aber er erlebt nur scheinbar etwas, was ihm Spaß machen würde, wenn er es real erleben könnte. - SimRacing vermittelt vom Motorsport einen so echten Eindruck, wie z.B. das Lesen einer Boulevard-Zeitung vom wirklichen Leben. - Das ist meine persönliche Meinung! - Da ich immer bereit war – und bin – meine Meinung zu korrigieren, habe ich mich an diesem Wochenende speziell auf dem Sektor des virtuellen Motorsports ein wenig kundig gemacht, versucht bei einem Besuch der „ADAC SIMRACING EXPO 2019“ (powered by Cowana) einen Eindruck zu gewinnen, der vielleicht meine bisherige Einstellung verändert. Dabei bin ich in einem Prospekt auf den Slogan gestoßen, mit dem eine Firma ihre Geräte zum SimRacing anbietet und habe ihn – nach einer Übersetzung ins „Western-Germany“ dann hier als Titel verwendet. - Aber mit einem Fragezeichen versehen.

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Wer hat die längsten Allgemeinen Geschäftsbedingungen?

Die von Motor-KRITIK nehmen etwas mehr als eine DIN-A 4-Seite ein. Abonnenten wissen das, weil sie die mit der ersten Rechnung erhalten. Aber wer kennt schon die AGB der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG? Die Touristenfahrer erkennen sie zwar mit dem Kauf eines Tickets zum Befahren der Nordschleife des Nürburgrings  an, aber man erhält sie nicht dazu. Dann würde man nämlich etwas mehr als 18 DIN A-4-Seiten Papier (in "html" mehr als 14) erhalten. - Wenn allerdings nach einem Unfall die Polizei erscheint, be-urteilt sie den Unfall und ver-urteilt nach der StVO, die angeblich in der AGB des Nürburgring-Pächters die Nutzung der Privatstraße (straßenrechtlich betrachtet) der  Nürburgring-Nordschleife durch die Touristenfahrer verkehrsrechtlich (!) bestimmt. - Aber so einfach ist das nicht!  Der Pächter hat eigentlich eine eigene, eine private Fahr- und Nutzungsordnung erstellt, an dessen Inhalt – auch die StVO betreffend - er sich auch bei Eigennutzung (durch Mitarbeiter seiner Firma) nicht hält. - Er spricht auch derzeit Hausverbote für engagierte Fotografen und Filmer aus, ohne einen Nachweis zu erbringen, dass er überhaupt im Besitz des Grundstücks ist, zu dem er den Zugang verbietet. - Genießt der Nürburgring vielleicht als Enklave einen Sonderstatus in unserem Land? - Bevor zu diesen Themen keine Klärung – evtl. sogar gerichtlich - erfolgt ist, kann man nur feststellen, dass die Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG sicherlich führend ist, wenn man eine Antwort auf die Frage sucht:

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