„Ausgegraben“: Gedanken zur Zukunft des Automobils

Hier soll noch einmal die Motor-KRITIK-Geschichte Nr. 1/2010 veröffentlicht werden. Sie wurde wirklich in 2010 geschrieben und war damals nicht gerade ein Erfolg. Sie wurde bis heute von rd. 2.700 Lesern angeklickt und nur zwei von ihnen haben sich – damals – getraut, diese Geschichte mit „5 Sternen“ zu bewerten. - Auch darum stelle ich diese Geschichte noch einmal in den Vordergrund, weil ich mich auch heute nicht schämen muss – meine ich - diese gedankliche Anregung von Motor-KRITIK, die unter Mitwirkung von wirklichen Fachleuten und Intimkennern  der Branche entstand, noch einmal aktuell zu veröffentlichen. - Wie wird das Leser-Echo im Jahre 2019 sein? - Damals hatte ich meiner Geschichte eine Empfehlung von Antoine de Saint-Exupéry vorweg gestellt:

„Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.“

Zum Zeitpunkt des Erscheinens dieser Geschichte, waren auch gerade die Nr. 1-Ausgaben der „ADAC-motorwelt“ und „auto motor und sport“ erschienen. Ich hatte damals einen Eindruck, den ich so beschrieb: Man blättert in den genannten Nr.1-Ausgaben, liest und begreift manches nicht. Hat man in der Eifel wirklich etwas verpasst? - Ein wenig unsicher tauscht man sich mit erfahrenen Technikern aus. - Was ist mit der Zukunft des Automobils? - Und es gibt tröstende Antworten. - Tröstend deshalb, weil sie eigene, persönliche Feststellungen, Einschätzungen und Erfahrungen bestätigen. - Und so beschließe ich im Jahre 2010, unsere Gedanken und Überlegungen in einer großen Geschichte zusammen zu fassen. Die Leser von „Motor-KRITIK“ sollen gleich zu Beginn eines neuen Jahrzehnts (oder beginnt das erst 2011?) eine Vorlage erhalten, die sie lesen, aber der sie – gerne – auch widersprechen können. - Bitte mit Sachargumenten! - Die folgenden Überlegungen erwachsener Menschen mit einer Menge Technik- und Lebenserfahrung bieten da jede Menge Ansatzmöglichkeiten, sollten – und sollen heute wieder – eine Anregung sein. - Lassen Sie uns nun behutsam in ein schwieriges Thema einsteigen – und bitte nicht vergessen: Der gesamte Inhalt und Text stammt – auch heute unverändert - aus dem Jahre 2010!

4.708335
Durchschnitt: 4.7 (bei 24 Bewertungen)

Kategorie: 

Im Stil der neuen Zeit: RCN-“Schwedenkreuz“!

Wir leben in einer Zeit, in der sich der Einzelne kaum noch zu dem bekennt, was ihm wirklich richtig erscheint. Er ist oft bereit die Meinung der Öffentlichkeit - der „breiten Masse“ - zu akzeptieren, weil das so keinen Ärger gibt. - Nur nicht auffallen, ist die Devise! Und die Entscheidungen der „Oberen“ still akzeptieren! - Warum sollte man sich Nachteile einhandeln?

So ist es auch im Motorsport. Auch dort wird eine Meinung vorgegeben, von denen, die sich als Entscheider empfinden – und so auftreten – und der sich dann eine schweigende Mehrheit – leidend -  anschließt. - Warum sollte man Widerstand leisten, wenn er einem nur zum Nachteil gereichen würde?

Entsprechend ist der Zustand auch im Motorsport. - Nur: Man will es nicht wahrhaben! - Es ist eben so! - Heute ist der Motorsport eben anders, als er früher einmal war. Und wer anders empfindet oder denkt ist eben „von gestern“!

Unter dem Titel RCN findet – überwiegend auf dem Nürburgring - Breiten-Motorsport statt. So kann  - vielleicht - der derzeit kostengünstigste, ernstzunehmende Motorsport betrieben werden.  Viele Teams kauften in der Vergangenheit ihre Reifen von VLN-Teams. - Gebrauchte Slicks! - Die hatten zwar in den meisten Fällen schon 10 Runden VLN hinter sich, waren aber für um 40 Euro pro Stück zu haben und hielten noch eine RCN-Veranstaltung durch.

Da ist – weil  z.B. das RCN-“Schwedenkreuz“ eine vom DMSB genehmigte Veranstaltung ist – heute in der Ausschreibung zu dem Rennen, das am 21. September durchgeführt wurde, zu lesen:

„Alle Fahrer müssen im Besitz einer gem. Serienreglement (siehe jeweils Art. 5.1) geforderten DMSB Permit Nordschleife sein und ggfs. die weiteren Zulassungsvoraussetzungen erfüllen.“

Ein DMSB-Permit Nordschleife ist eine Schwelle, die so mancher angehende Motorsportler nicht überschreitet. Noch mal – und nur für die Nordschleife notwendig – in den Geldbeutel greifen? - Nein! - Danke!

Trotzdem waren in diesem Jahr 147 Fahrzeuge am Start, die aber noch eine weitere, teure Schwelle nehmen mussten:

„19.5.6 Reifenreglement:
Alle Fahrzeuge müssen mit Reifen des Reifenherstellers Hankook siehe auch RCN Serien-Ausschreibung 2019, Anhang 3. 19.5.7 ausgerüstet sein.“

Vorbei ist die Zeit, wo man mit Gebrauchtreifen, billig erstanden von VLN-Teams noch eine RCN-Veranstaltung bestreiten konnte. Man kann zwar, muss dann aber eine „Bestrafung“ von 4 Minuten hinnehmen, die der gefahrenen Zeit zugeschlagen wird.

Trotzdem waren in diesem Jahr sieben Teams (= 4,8 Prozent der Starter) nicht bereit, auf zwar teueren, aber nicht unbedingt besseren Hankook-Reifen zu starten. Sie nahmen die „4 Minuten-Strafe“ in Kauf, um so ein Drei-Stunden-Rennen auch richtig genießen zu können:  Ein MINI Cooper S, ein BMW E90, ein Audi A3, ein Porsche 991, ein Toyota GT 86, ein Opel Astra Cup und ein VW Lupo.

Der Gesamtsieger dieses Rennens fuhr – nicht auf Hankook-Reifen unterwegs – rd. 5 min schneller als der der Zweite, der „richtig“ mit Hankook bereift, dann am Ende des 3h-Rennens „offiziell“ eine Minute nach dem Porsche 991 gewertet wurde.

Hinter vorgehaltener Hand hört man, dass der Veranstalter durch die eigentlich unberechtigte Forderung des DMSB nach einem DMSB-Nordschleifen-Permit auf um 10.000 Euro Nenngeld verzichten musste, weil so weniger Motorsportler ihre Fahrzeuge zum Rennen nennen.

Einen Ausgleich findet er offenbar durch das „Zubrot“, das er vom Reifenhersteller Hankook erhält, weil der so seine Rennreifen „zwanghaft“ in den Markt bringen kann.

Motorsport im Jahre 2019, betrieben in einer Breitensport-Serie des RCN, der Vereins „Rundstrecken Challenge Nürburgring e.V.“ - Wundert sich da noch jemand, wenn deutsche Motorsportler in der Spitze des Motorsports immer weniger vertreten sind? - Wenn doch die Plattform „Breitensport“ praktisch künstlich und zwanghaft immer kleiner wird!

MK/Wilhelm Hahne
4.916665
Durchschnitt: 4.9 (bei 48 Bewertungen)

Kategorie: 

Tags: 

Motorsport von heute aus gestriger Sicht gesehen!

In 2018 habe ich auf die großen Differenzen zwischen Qualifying und schnellste Rennrunden bei der Formel 1 hingewiesen. Immer wieder. - Und schließlich versucht beim Mercedes-Team auf meine – im Interesse der Leser gestellten – Fragen eine Antwort zu erhalten. - Es kam keine! - Weil man eine Diskussion zu diesem Thema vielleicht aus Marketinggründen für nicht passend hielt.

Damit war für mich das Thema Formel 1 erledigt! - Vorher hatte ich schon das Thema DTM zu den Akten gelegt – und bis heute keine Anregung entdeckt, dieses Thema wieder für Motor-KRITIK zu bearbeiten. Aber es sollte schon auffallen, dass derzeit die eigentliche Zuschauer-Attraktion der bei der DTM der Auftritt der „Legenden von Gestern“ mit ihren „Oldtimern“ ist.

Motorsport mit Automobilen, zu denen die Zuschauer noch eine Verbindung hatten, weil sie evtl. die Basis-Versionen dieser Tourenwagen selber im Alltag bewegten. Ja – und es gab sogar mal eine Zeit im Motorsport, wo Team-Absprachen verboten waren.

So mancher der heutigen Motorsport-Fans würde Tränen in die Augen bekommen, wenn er wüsste, wie das heute in den Team-Meetings vor den Rennen zugeht. Manchmal wird es – auch weil man in den Teams zu nachlässig geworden ist – dann deutlich. - Wie heute beim Formel 1-Rennen in Sotschi. - Oder wenn ein Sportchef in der DTM befiehlt – dummerweise über den Äther verbreitet: „Schieß ihn ab!“

Die Formel 1 soll die „Königsklasse“ im Motorsport darstellen. Der Beste, die beste Kombination von Mensch und Technik sollte gewinnen. - Aber sind die heutigen Formel 1-Fahrzeuge, ist diese Serie, klar vom Marketing bestimmt, noch das Stück Motorsport, das der Fan sich wünscht?

Es muss auffallen, dass es die Automobilindustrie ist, die den Motorsport „verkommen“, ihn ausschließlich vom Marketing bestimmen ließ. Noch fast wichtiger: Sie hat dem Motorsport die Plattform, die Basis zerstört, weil sie heute keine Serienfahrzeuge mehr fertigt, die Ausgangsprodukt für einen kostengünstigen Breiten-Motorsport sein könnten oder sind.

So ist auch die VLN gefährdet. Da sind die GT3 keine Rettung. Sie leidet aber auch, weil diese Serie inzwischen von Leuten gemanagt und beeinflusst wird, die eigentlich keine Motorsportler sind, sondern in solchen Serien eher ein Geschäftsmodell sehen. Ohne einen solchen Effekt wäre der Motorsport für sie sinnfrei!

Dabei ist es gerade das „sinnfreie Tun“, das wir Menschen in unserer Freizeit brauchen, um wieder in unserer Arbeitswelt zu sinnvollen Entscheidungen zu kommen. Dazu muss man auch die Entwicklung im Motorsport nüchtern betrachten.

Auch ohne die „Messlatte“ Leclerc anlegen zu können, habe ich schon in 2018 geschrieben:

„Aus meiner Sicht ist Sebastian Vettel – wenn man jeweils die komplette Rennfahrerpersönlichkeit wertet – da nicht konkurrenzfähig. Auffallend gut sind aus meiner Sicht da z.B. ein Kimi Raikkönen oder ein Fernando Alonso.“

In Motor-KRITIK wurde auch schon vorher festgestellt, das Sebastian Vettel als Rennfahrer – also als komplexe Rennfahrer-Persönlichkeit! - in unseren Medien überbewertet wird. Was da in den letzten Wochen bei RTL erfolgt, ist keine journalistische Berichterstattung, sondern der Versuch einer „Gesundbetung“!

Auch die VLN wird nicht dadurch besser, dass man – das ist mein Eindruck – Zahlen schönt. Starterzahlen zum Beispiel. - Der echte Motorsport steht „auf der Kippe“, nicht durch das „Thema E“ negativ beeinflusst, sondern weil man ihn zu kommerzialisieren sucht und zu einem „Zweckinstrument“ werden lassen, missbrauchen möchte.

Das wird ihn dann so eingehen lassen, wie einen Baum ohne Wasser. Weil der Motorsport auch viele echte Fans braucht, die bei der jetzigen Entwicklung des Motorsport verloren gehen.

Da war nicht nur heute der Formel 1-Lauf im russischen Sotschi ein deutliches – und hoffentlich abschreckendes - Beispiel!

MK/Wilhelm Hahne
4.820515
Durchschnitt: 4.8 (bei 39 Bewertungen)

Kategorie: 

Tags: 

„Touri-Fahrten“ nach StVO gibt es auch nach 14 Uhr!

Vor allen Dingen an einem Sonntag! - Da gibt es – evtl. - auch nach 14 Uhr noch Unfälle Wenn ich also in einer Polizeimeldung zum letzten Wochenende zum Thema „Verkehrsunfälle“ lese:

„Die Polizei Adenau musste bei bestem Spätsommerwetter am Wochenende wieder viele Verkehrsunfälle aufnehmen, darunter leider auch 6 Unfälle mit teils schweren Personenschäden (Stand 14.00 Uhr).“

...dann interessiert mich als Journalist schon, ob denn noch etwas nach diesem Termin z.B bei den Touristenfahrten am Nürburgring passiert ist, zumal bis 14 Uhr schon drei Unfälle durch die Polizei auf der Nürburgring-Nordschleife vermeldet werden. Darunter wieder einer am „Aremberg“, also ausgangs „Schwedenkreuz“. - Wo sollte ein Unfallwagen – meist nach einem „Rollover“ - aber auch anderswo landen als dort? - Bei dieser Gelegenheit wird wieder mal deutlich, wie klar die deutsche StVO von einem russischen Besitzer als Alibi , als Schutzschild für eigene  „Geschäftsmodelle“ verwendet wird.

In der Fahrpraxis wird auf der Einbahnstraße „Nordschleife“ entgegen aller „StVO-Hinweise“ in der Praxis „Ideallinie“ gefahren und übrigens auch bei so genannten „Trackdays“ gelehrt, obwohl auch hier oft in Ausschreibungen – widersinnig - darauf hingewiesen wird, dass auf der Nordschleife die StVO Gültigkeit hat.

Selbst der als „Chefinstruktor“ bei der Pächterfirma angestellte „Andy“ Gülden, bewegt „seinen“ Mercedes-AMG GT-R bei den so genannten „Co-Pilotenfahrten“ nur auf der „Ideallinie“, beachtet die Vorgaben seines Arbeitsgebers nicht, nach denen eigentlich – sagt der – das Rechtsfahrgebot auf der Nordschleife gilt – weil das auch auf deutschen Einbahnstraßen Gültigkeit hat!

Wenn Motor-KRITIK-Leser einen Eindruck davon gewinnen wollen, sollten sie das Werbe-Video auf Facebook anklicken, wo „Andy“ Gülden mit Olli Martini, „einem der bestem Botschafter unserer Region Adenau“ (Begleittext), im Touristenverkehr seinen „Dienst“-Werkswagen um die Privatstraße Nordschleife (lt Innenministerium Mainz) bewegt. - (Wen‘s interessiert: HIER KLICKEN) – So kommen dann verunfallte Touristenfahrer von der Polizei „aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit“ unter Hinweis auf die StVO zur Anzeige, während hier das in der StVO verankerte Rechtsfahrgebot (§ 2) ständig – und ungestraft - missachtet wird.

  • Richtig ist, was den „Mächtigen“ - oder die sich so darstellen -  in den Kram passt!

Nach 14 Uhr hat sich am Sonntag übrigens noch ein weiterer Unfall im Bereich „Schwedenkreuz“ ereignet. Nach dem ersten Unfall dort in der Frühe, gab es dort dann noch gegen Ende - vor 19:00 Uhr - einen Unfall mit drei Verletzten, deren Verletzungen z.T. so schwer waren, dass auch wieder der Hubschrauber zum Einsatz kommen musste.

Die Unfälle im Bereich „Schwedenkreuz“ mehren sich ab dem Zeitpunkt, nachdem durch die „Fachleute“ der Besitz- und Pächterfirma in diesem Bereich „Verbesserungen“ veranlasst wurden, die auch z.B. von „Botschaftern“ sehr gelobt werden. - Aber in der Praxis…!

Hier ein – nicht gutes – Foto von der Unfallstelle am Sonntag-Spätnachmittag, das durch den „zerknitterten“ Zustand des Fahrzeugs schon einen Eindruck davon vermitteln kann, warum bei solchen Unfällen im Hochgeschwindigkeitsbereich – und beim Missachten des Rechtsfahrgebots – so schwere Verletzungen möglich sind.

Würden sich auf der Nordschleife im Touristenverkehr die Fahrer evtl. an das in der StVO verankerte Rechtsfahrgebot halten, würden sie dann oft gegen § 3 der StVO verstoßen müssen, wo es in Absatz 2 heißt:

„Ohne triftigen Grund dürfen Kraftfahrzeuge nicht so langsam fahren, dass sie den Verkehrsfluss behindern.“

Es wird höchste Zeit, dass der Unterschied zwischen Straßen- und Verkehrsrecht durch einen Gerichtsentscheid im Hinblick auf die verwirrenden Abläufe auf der Nürburgring-Nordschleife deutlich gemacht wird!

MK/Wilhelm Hahne
4.77143
Durchschnitt: 4.8 (bei 70 Bewertungen)

Kategorie: 

Tags: 

„Sand im Kopf“ und „ein Virus an Dummheit“?

Eine Leserin erinnerte mich daran, doch einmal klar Stellung zu der Mainstream-Welle zu nehmen, die das E-Automobil als eine Art Lebensretter für unsere Jugend empfindet, weil nur so einem Klimawandel, der in seiner Urform eigentlich naturgegeben ist, mit einer solchen Maßnahme messbar entgegen gewirkt werden kann, da die Dummheit der „neuen Generation“ so groß ist, dass ihre „modernen“ Lebensgewohnheiten die negativen Auswirkungen des Klimawandels noch vergrößern. - Aber alle suchen den Fehler bei anderen, kaum jemand fühlt sich verantwortlich in seiner Position, mit seinen Mitteln an einer „besseren Welt“ mit zu arbeiten. Die einen gehen plakativ auf die Straße, die anderen lenken mit munteren Sprüchen davon ab, dass das Konzept der E-Automobile eigentlich nicht unbedingt dazu geeignet ist, unsere Kinder zuversichtlicher in die Zukunft sehen zu lassen. „Strom oder Benzin – eine Glaubensfrage?“ war eine Geschichte, die im April 2012 hier bei Motor-KRITIK veröffentlicht wurde. Mehr als 70.000 Bewohner unserer Erde haben sie bisher gelesen. Das ist nur ein „Tropfen“, wenn man diese Zahl mit die der Weltbevölkerung in Relation setzt, die aktuell eine Größe von rd. 7,8 Milliarden Menschen erreicht haben dürfte. Das sorgt für eine „Unwucht“, auch im Wissen um die Bedeutung von E-Automobilen für die Industriestaaten. - Ich kann hier nicht für alle sprechen, sondern zitiere mit meinem Titel nur einen Schlagersänger und einen Chefredakteur wenn ich diese Herren mit aktuellen Aussagen hier  vorstelle, die ich aber mit einem Fragezeichen versehe.

4.962265
Durchschnitt: 5 (bei 53 Bewertungen)

Kategorie: 

Tipp für E-Autohersteller: Besser den Schuh nehmen!

Wenn man sehenden Auges über die diesjährige IAA ging und gedankenvoll die Spreu vom Weizen zu trennen versuchte, dann musste einfach auffallen, dass viele der neuen Angebote an E-Automobilen nicht für eine sinnvolle „artgerechte“ Nutzung, sondern nur als Argumentation dafür zu taugen scheinen, dass man doch alles getan hat, um auch beim Kampf gegen den Klimawandel mit dabei zu sein. Auto-Riesen mit Riesen-Batterien und Riesen-Leistung machen deutlich, wie man mit viel Strom – „grünem Strom“ ! - auch in der Reihe der „Klimakämpfer“ Aufstellung zu nehmen gedenkt. - Denn natürlich sind viele der Ausstellungsstücke nur Visionen, Versionen, die man – wenn es gut geht – ab 2020 zu liefern versucht. - Oder für 2025 in Planung hat!. Und die von den Werbeaufträgen der Industrie abhängige Presse applaudiert, wird zum Claqueur.

4.92453
Durchschnitt: 4.9 (bei 53 Bewertungen)

Kategorie: 

Illusionisten proben in der Eifel das Lärm-Nullen!

Zauberer werden dann als Illusionisten bezeichnet, wenn sie – mit meist technischen Mitteln – beim Publikum eine Sinnestäuschung erzeugen. Sie zersägen z.B. eine Jungfrau, wie ich es selbst schon vor Jahrzehnten im Düsseldorfer „Apollo“-Theater erlebt habe. Es war kein bekannter Illusionist. - Einer von vielen. - Bekannter ist sicherlich David Copperfield, der z.B. von der Bühne - auf einem Motorrad sitzend – in der Luft verschwand, um im Publikum wieder mit dem Motorrad aufzutauchen. - So etwas ähnliches wäre z.B. von den Bewohnern des malerischen Eifel-Dorfs Monreal erwünscht, die sich am Lärm der durchfahrenden Motorräder stören. - Im Umfeld des Nürburgrings stört aber auch Lärm, der nicht nur von motorisierten Fahrzeugen kommen kann. Manchmal stört auch Musik, weil selbst die mit Lärm verbunden ist. - Das sagte schon Wilhelm Busch - Da hatten dann in der ersten Septemberwoche ein paar Illusionisten auf der Bühne der Adenauer „Hocheifelhalle“ ihren Auftritt, die aber die Besucher dieser Veranstaltung nicht ganz überzeugen konnten. - Man probt auch noch! -So war dieser Auftritt auch nur als ein Versuch zu werten, Illusionen zu erzeugen. Die  eigentliche Bühne ist nämlich das reale Umfeld des Nürburgrings und die in Adenau auftretenden Künstler waren als Illusionisten eigentlich auch nur Amateure. - In einem Jahr wollen sie wieder vor Publikum auftreten.

4.90769
Durchschnitt: 4.9 (bei 65 Bewertungen)

Kategorie: 

Traumpfad IAA: Jeder träumt seinen eigenen Traum!

Ja, ich war auf der IAA 2019! - Und ich frage mich, was diese Ausstellung eigentlich noch soll. 2011 hatte ich hier in meiner Berichterstattung zur IAA die Ausstellung als „Zukunfts-Museum“ empfunden. 2013 sagte Matthias Wissmann, damals noch Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) zu dieser IAA, die von VDA ausgerichtet wird: „Nirgendwo sonst gibt es mehr Weltpremieren, mehr Hersteller, mehr Zulieferer, mehr Innovation. Deshalb ist es 'Die automobilste Show der Welt', wie es der IAA Claim ja passgenau ausdrückt.“ - 2015 stellte ich hier in Motor-KRITIK die Frage: „Lohnt sich ein Besuch der IAA 2015?“ und erklärte weiter: Da die Automobilindustrie aus dem Kindergartenalter heraus ist, verfährt man nach dem Motto: ‘Wir zeigen dir die Welt, wie wir sie gerne hätten.“ - Jetzt in 2019 haben wir einen neuen VDA-Präsidenten (seit Januar 2018), Bernhard Mattes, der zur Eröffnung der IAA sagte: „Das Auto hat eine beeindruckende Vergangenheit und sichert Wohlstand in der Zukunft! Lassen wir diese Chancen nicht ungenutzt!“ - Danach stellte er dann sein Amt als VDA-Präsident zum Jahresende 2019 zur Verfügung, indem er es zu diesem Termin niederlegt, „um sich neuen Aufgaben zuzuwenden“. - Und die IAA 2021? - Eine mögliche Antwort gebe ich aus meiner Sicht am Ende dieser Geschichte. - Nach meiner gedanklichen „Wanderung“ durch die Höhen und Tiefen der IAA vergangener Jahre, hatte ich in diesem Jahr bei der realen Begehung den Eindruck, dass diese Ausstellung inzwischen zu einem „Traumpfad“ geworden ist, den man dann – als Wanderer zwischen den automobilen Welten – auch entsprechend nutzen sollte.

5
Durchschnitt: 5 (bei 51 Bewertungen)

Kategorie: 

VW-Problem: Software ist wichtiger als Hardware!

Im Volkswagenkonzern – und nicht nur da – hat man das schon vor Jahren so empfunden. Nur mit der „richtigen“ (passenden!) Software ließen sich „damals“ (vor 2015) die für die Produktion und Verkauf festgesetzten Eckwerte erreichen, wenn die „verantwortlichen“ Manager des Konzerns in den Genuss der mit dem Aufsichtsrat abgestimmten Boni kommen wollten.

Manager, die man für eine Schuldzuweisung brauchte, haben sogar vor einem Arbeitsgericht die ihnen dann vorenthaltenden Boni – aber zu anderen Produktionszahlen als Dieselmotoren – einklagen müssen. Damals ging es um den Motorentyp „EA 189“. Heute ist man schon ein Stück weiter!

  • Jetzt geht es um den Dieselmotoren-Typ EA 288!

Angeregt, mich mal mit einem kurzen Beitrag dazu hier in Motor-KRITIK zu beschäftigen, wurde ich eigentlich durch eine aktuelle Zeitungsmeldung:

Da ist zu lesen, dass der SWR etwas vermeldet hätte, was VW bestreitet. Und das Kraftfahrtbundesamt in Flensburg weiß von nichts. - Weil nicht sein kann, was nicht sein darf? - Ein VW-Sprecher stellt jedenfalls fest, das nichts Illegales passiert ist.

Dabei wurde in der Zeitungsmeldung von heute aber übersehen, dass auch wenn nichts Illegales passiert ist, das vielleicht einem Gericht nicht egal ist. In dem Motor-KRITIK bekannten Fall war die Klage eines Golf VII-Besitzers, dessen Fahrzeug mit einem Dieselmotor EA 288 ausgestattet war, von einem Aachener Landgericht noch abgewiesen worden, weil ein EA 288 eben kein EA 189 und somit auch keine Abschaltvorrichtung verbaut sei. - Mit dieser Logik folgte man der einfachen  Argumentationslinie der Volkswagen AG.

Der so betroffene VW Golf-Besitzer ist in die Berufung gegangen. Die mündliche Verhandlung fand vor dem OLG in Köln in diesen Tagen – exakt am 12. September – statt. - Das Aktenzeichen: 15 U 234/18. - Hier wurde nun nicht mehr von „Abschaltvorrichtung“ gesprochen, wie sie softwaremäßig beim EA 189 zu finden war und mit der die so ausgestatteten Fahrzeuge nach inzwischen zum Allgemeingut gewordener Einschätzung zum Betrug am Käufer wurden. Vor dem OLG wurde nach Darstellung der in diesem Verfahren den Kläger vertretenden Rechtsanwälte – Rogert & Ulbrich, Köln – nun sprachlich eine andere Version von  „pfiffiger“ Software bekannt:

  • Beim EA 288 ist „der Verbau einer Software zur Zykluserkennung unstreitig“!

Hier soll nun folgend ein wichtiger Abschnitt aus der Pressemitteilung der Kölner Rechtsanwaltkanzlei zitiert werden:

„Ferner vertrat der Senat die Rechtsauffassung, dass auch in der vorliegenden Konstellation die Volkswagen AG die sog. sekundäre Darlegungsobliegenheit treffe und sie daher vorzutragen habe, wozu die Zykluserkennung diene und wie die Diskrepanz zwischen Messergebnissen auf dem Prüfstand und Messergebnissen bei normalem Betrieb auf der Straße zustande kommen könnten.“

Dazu hat die Volkswagen AG nun nach dieser Verhandlung sechs Wochen Zeit. - Die Situation ist also nicht so "unsicher", wie sich aus der aktuellen Tageszeitung-Meldung von heute ergibt. - Darum hat Motor-KRITIK dieses „Telex“ noch heute schnell ergänzend für seine Leser eingeschoben.

MK/Wilhelm Hahne
4.825
Durchschnitt: 4.8 (bei 40 Bewertungen)

Kategorie: 

Tags: 

Nur VLN? - Steuerfahnder bitte immer ernst nehmen!

Am 19. August gab es auf diesen Internetseiten eine Geschichte zu lesen, die den Titel trägt: „VLN: Gibt‘s typische Fälle von Steuerhinterziehung?“. Ich hatte hier über mir bekannt gewordene Überprüfungen durch die Finanzbehörden in Koblenz informiert, deren Auswirkungen aber wohl erst in der nächsten Motorsport-Saison spürbar werden.

Bei Gesprächen mit Fahrern und Teamchefs, die sich eigentlich betroffen fühlen, von einer solchen Information sozusagen „unangenehm berührt“ sein sollten, habe ich dann aber schon mal – verbunden mit einer wegwerfenden Handbewegung – gehört:

„Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird!“

Ich führe das persönlich darauf zurück, dass ich „nur erzählt habe“, im Anhang zu dieser Geschichte kein Nachweis mit Original-Unterlagen erbracht wurde.  (Die mir aber vorliegen!)

Ich möchte darum meine damalige Schilderung der Situation heute noch einmal durch das Einfügen eines Original-Auszugs aus einem „beruhigendem“ Schreiben des DMSB, des Deutschen Motorsport Bund e.V.,  in Frankfurt unterstreichen, wo man schon drei Tage vor der Veröffentlichung meiner Geschichte in einem „Rundschreiben“ u.a. folgendes schrieb:

Ich habe diesen Text aus einem Originalschreiben – das mir vorliegt – heraus gelöst, um zu verdeutlichen, dass nicht nur die VLN und einige Trackdays, sondern praktisch der gesamte Motorsport in Deutschland betroffen ist. Es wurden „250 Veranstalter in ganz Deutschland“ angeschrieben und als nicht betroffener Leser merkt man, wie der DMSB versucht „seinen Veranstaltern“ eine Brücke zu bauen.

Aber es steht natürlich noch mehr in diesem Schreiben des DMSB, was die Motor-KRITIK-Berichterstattung vom 19. August 2019 unterstreicht. Das Schreiben des DMSB ist übrigens vom 16. August 2019 und beinhaltet auch die Empfehlung:

„Auf jeden Fall sollten Sie sich aber individuell mit Ihrem Steuerberater bzw. Rechtsanwalt abstimmen.“

Wer als Leser von der Motor-KRITIK-Berichterstattung zu dieser Sache immer noch nicht überzeugt ist, darf auch gerne auf den Anhang zu dieser Geschichte klicken, wo das Original-Schreiben des DMSB als pdf-Datei zu finden ist.

Wenn es andere Leser denn beruhigt: Solche Grundsatz-Untersuchungen im Hinblick auf evtl. entgangene Mehrwertsteuer-Einnahmen sind z.B. auch im Fall „ebay“ erfolgt, wo diese Internet-Firma von einer anderen Finanzverwaltung um Auskunft darüber gebeten wurde, welche „Kleinbetriebe“ durch einen Verkauf von Waren über „ebay“ einen Umsatz von jährlich über 17.500 Euro erzielt haben.

Das „Vermeiden“ von Mehrwertsteuer ist auch in unserer Gesellschaft durchaus kein „Kavaliersdelikt“, obwohl es inzwischen eine Reihe von Firmen gibt, die ein solches „Vermeiden“ durch ein intelligentes (meinen sie) Konstrukt von Firmen zur scheinbaren Perfektion entwickelt haben.

Es ist bedauerlich, das einzelnen Finanzämtern nur ein relativ kleiner Etat zur Durchführung von Prozessen gegen „die Großen der Szene“ zur Verfügung steht, so dass sie dazu neigen, die „Kleinen“ zu fangen, aber die „Großen“ laufen zu lassen. - Weil das Prozesskosten-Risiko in „großen Fällen“ in Relation zu ihrem kleinen Prozess-Etat zu groß ist.

MK/Wilhelm Hahne
4.8
Durchschnitt: 4.8 (bei 40 Bewertungen)

Kategorie: 

Tags: 

Seiten

Motor-Kritik.de RSS abonnieren