VLN: Gibt‘s typische Fälle von Steuerhinterziehung?

Als die VLN im Jahre 1977 startete, da war das ein bunter Haufen von Amateuren, die ihren Sport, den Motorsport zu vernünftigen, bezahlbaren Bedingungen auf einer der schönsten Rennstrecken der Welt, dem Nürburgring – exakt der Nordschleife - erleben wollten. Wer dachte da an Geschäft? - Man war froh wenn man so viel Geld (versteuertes!) übrig hatte, den Motorsport mehrfach im Jahr ausüben zu können. Die VLN bot dafür an 10 Wochenenden im Jahr eine Basis. Man war mit Automobilen unterwegs, die ihre Basis in viel verkauften Serien-Automobilen hatten und ich z.B. erinnere mich gerne daran, dass ich beim ersten VLN-Lauf 1977 im Gesamtklassement mit einem Golf GTi den 5. Platz belegen konnte. - Wer hatte „damals“ schon bezahlte Monteure, die tankten oder die Reifen wechselten? - Gut 40 Jahre später ist die VLN für eine Reihe von Teams zu einem Geschäftsmodell geworden, die zu den einzelnen Läufen z.T. mehr als 10 Fahrzeuge an den Start bringen. Der „Basissport“ findet heute mit mindestens 300 PS, 10 Monteuren usw., geradezu in einem Profi-Umfeld statt. Natürlich von Amateuren am Leben gehalten. Solchen die Geld haben, sich diese Art des Rennenfahrens leisten können. Da braucht man dann auch kein eigenes Rennfahrzeug mehr. Man zahlt und fährt. Die Teams, die die VLN als Geschäftsmodell nutzen, machen „den Rest“. - Auf dieser Basis gehen dann bei jedem VLN-Lauf schon insgesamt große Summen von Hand zu Hand. - Mit oder ohne Mehrwertsteuer? - Da ist dann auch das Finanzamt, bzw. die Finanzbehörde von Rheinland-Pfalz aufmerksam geworden.

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Ein Verein mit guten Absichten – aber pragmatisch!

Ich meine damit „Ja zum Nürburgring e.V.“, ein Verein der sich sicherlich um den Nürburgring verdient gemacht hat und auch mit viel Emphatie geführt wurde. Dabei ist man aber niemals in „Gefühlsduselei“ verfallen. Schließlich stand an der Spitze ein Geschäftsmann, der in dieser Position immer den Realitäten ins Auge sehen musste. Und der wusste, was er machen musste, wenn er auf „Stärkere“ traf: Sich pragmatisch verhalten. Auch der Pressemann des Vereins ist ein Pragmatiker, der sich geschickt für seinen Verein in Szene zu setzen weiß. So hat er sofort nach Erscheinen meiner Geschichte, „Drängt der DMSB eine Kult-Rennstrecke ins Aus?“, bei dem auch „sein Verein“ in Verbindung mit dem ADAC erwähnt wurde, sofort mit einer E-mail darauf aufmerksam gemacht, dass man da schon trennen müsse. Was hier bei Motor-KRITIK bei Nennung der Gesamtkosten um den bei dem am EU-Gericht geführten Prozess nicht erfolgt war. Ich hatte die Aufwendungen von ADAC und „Ja zum Nürburgring“ in einem Topf geworfen. - Und ich werde gerne erklären warum.

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Warum nicht mal eine kleine „e-tüde“ schreiben?

Als ich über E-Automobile, E-Roller, E-Bikes, E-Tretroller und deren Vor- und Nachteile nachdachte, fiel mir auf, dass kaum etwas zu diesem Thema zu Ende gedacht wird. Beim Schreiben. Eigentlich enden alle Informationen zu diesem Thema irgendwie versöhnlich. Es wird schon! Man bleibt bemüht! Alles wird gut! - Alles was man mit einem „E“ versehen kann, scheint Zukunft zu haben. Als Journalist bin ich natürlich kein Zukunftsforscher, aber ich dachte mir, dass für Leser die Beschreibung der Gegenwart auch interessant sein könnte. Damit ich einer solchen Schilderung von Ereignissen einen Touch geben kann, habe ich mal das französische „étüde“ (= Studie) für den Titel zweckentfremdet. - Oder doch nicht? - Schließlich ist das was folgt schon ein Instrumentalwerk für einen Solo-Computer, das mir beim „Spielen“ zu größerer Fertigkeit verhelfen soll. - Etüden gibt es für Instrumente aller Gattungen. Warum sollten da in unserem digitalen Zeitalter nicht „e-tüden“ möglich sein, „Fingerübungen“ für Journalisten, der sie am Computer „compu-niert“? - Sinnfreies Tun? - Nein, ich möchte die vielen positiven Darstellungen meiner Kollegen zum Thema E-Mobilität nur Abrunden.

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Drängt der DMSB eine Kult-Rennstrecke ins Aus?

Dieser Verein ist Spezialist für Alibi-Aktionen. In diesem Fall: Man plant mehr Sicherheit auch für die Zukunft der Nürburgring-Nordschleife. - Mal wieder geplant ohne die Realität zu berücksichtigen? -  Dieses Mal hat man wohl vergessen sich z.B.die Frage zu stellen: Ist “digitale Sicherheit“ an der  Nordschleife umsetzbar? Mit Unterstützung des ADAC, bzw. dem Geld aus deren Stiftung will man eine Lösung finden. Für alle deutschen Rennstrecken! Für die Detail-Planung hat man in Frankfurt einen neuen Arbeitsplatz geschaffen. - So versucht man mit einem Arbeitsplatz mehr, die eigene Bedeutung zu erhöhen. - Eine schwache Planung, weil sie z.B. die Realitäten an der Nürburgring-Nordschleife, der wohl bedeutendsten Rennstrecke in Deutschland,   nicht berücksichtigt. - Aber das war hier schon vor Tagen Thema, aus Anlass einer anderen aktuellen „Sicherheitsmaßnahme“ des DMSB. - Dieses Mal kann Motor-KRITIK nur vorhersagen, dass auch die neue „Sicherheitsplanung“ zur digitalen Absicherung von Rennstrecken – also auch der Nordschleife  - eigentlich „ein Schuss in den Ofen ist“, so weit das die Eifel-Naturrennstrecke betrifft. - Weil wir die aktuellen Gegebenheiten kennen, die offensichtlich – trotz bester Kontakte zur Geschäftsführung der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG – noch nicht bis Frankfurt durchgedrungen sind. - Oder gibt es noch einen anderen Hintergrund? - Es entsteht der Eindruck, dass man die Existenz der Nürburgring-Nordschleife als Rennstrecke – sozusagen unauffällig - beenden will. So wird noch einige – teuere – Planungszeit vergehen, bis man zu der Feststellung kommt, dass derzeit an der Nürburgring- Nordschleife einige Voraussetzungen zur Umsetzung von „digitaler Sicherheit“ nicht gegeben sind. - Am Grand-Prix-Kurs übrigens schon. - Das sollte nachdenklich machen!

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Empfehlung an den DMSB: Erst denken – dann handeln!

Heute geht es mehr darum, die „richtige Stimmung“ zu erzeugen, als etwas Richtiges zu machen. Und weil es im Sport nicht falsch sein kann Erster zu sein, bemüht sich auch die schreibende Zunft um eine solche Spitzenposition. So konnte der DMSB schon vor Tagen mit einer Meldung auch in der Fachpresse glänzen, die die DMSB-Bemühungen um mehr Sicherheit an der Nürburgring-Nordschleife in den Vordergrund stellt. - Und alle klatschen Beifall! - Die Grundidee – wenn man nicht weiter zurück denkt – ist auch nicht schlecht. Leider hat man beim DMSB vergessen Zusammenhänge herzustellen. - Aber das fällt kaum auf, da es auch der Presse auf die Schnelligkeit im Abschreiben ankommt. - Natürlich unter zu Hilfenahme der künstlichen Intelligenz (KI). - Trotzdem soll hier keine Kritik an dem sportlichen Verhalten der Kollegen geübt werden. Über die Wertigkeit ihrer Berichterstattung sollen die Leser entscheiden. - Hier geht es primär um Entscheidungen des DMSB. - Da empfinden ich es richtig zu titeln:

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Gibt es eine Ungleichbehandlung am Nürburgring?

Man merkt es am Leser-Echo: Es gibt sie noch, die Bürger, die an das Gute im Menschen glauben, die dann z.B. auch die Motor-KRITIK-Berichterstattung als einseitig, tendenziös und unrealistisch empfinden, wenn es um das Thema Nürburgring geht. - Verglichen mit der heute vorherrschenden, positiv orientierten Berichterstattung zu dem gleichen Thema, müssen Motor-KRITIK-Geschichten ein wenig fremd wirken. - Aber:

  • Wer schreibt da als Außenseiter?
  • Wer hat da etwas nicht begriffen?

Dort oben am Nürburgring läuft doch derzeit alles „wie geschmiert“! - Sagt man so. - Dieser Eindruck ist auch erwünscht, aber entspricht leider nicht immer der Realität.

Das Leserecho der letzten Tage ergibt da ein interessantes Bild. Auch die Telefongespräche, die ich nach meinen letzten Geschichten zum Thema Nürburgring und Nordschleife, führen konnte. Ein Leser hat mir geraten, doch nur kurze Geschichten in kurzen Sätzen zu schreiben:

„Nur die werden heute gelesen! - Verwenden Sie doch Schlagzeilen, wie sie auch die BILD-Zeitung verwenden würde! - Sie würden bedeutend mehr Leser haben!“

Danke für die Ratschläge! - Ich habe diesen Leser gebeten, mir doch mal passende Titelzeilen zu Nürburgring-Geschichten zu notieren. - Tatsächlich hat er das getan, mir zugefaxt und sich dabei auf die Themen um Touristenfahrer und deren Erfahrungen am Nürburgring kapriziert, zu denen er solche und ähnliche Titel passend findet:

„Am Nürburgring zahlen nur die Dummen!“
„Nürburgring-Nordschleife: Rechtsstaat-Prinzipien gelten hier nicht!“
„Am Nürburgring ein Witz: Gleiches Recht für Alle!“

Er findet es verwerflich, dass am Nürburgring die Touristenfahrer durch den Einsatz einer „unzuständigen Polizei“ (so schreibt er) eingeschüchtert werden.

Er ist davon überzeugt und empfindet es als richtig, dass, wenn Touristenfahrer ein Bußgeldbescheid wegen angeblichen Fehlverhaltens auf der Nürburgring-Nordschleife erreicht, in jedem Fall Einspruch eingelegt werden sollte:

„Wegen Nichtzuständigkeit der Bußgeldstelle“!

Er meint:

„Nur Rechtsunkundige zahlen! - Rechtskenner zahlen nicht!“

Und stellt fest:

„Der größte Teil der Touristenfahrer auf der Nordschleife sind Laien. Nur ein kleiner Teil ist juristisch gebildet oder wird rechtlich gut beraten: Der größte Teil zahlt also!“

Und er hat mir das alles schriftlich, per Fax noch mal bestätigt, nachdem wir schon am Telefon zu dem Thema etwa eine gute halbe Stunde diskutiert hatten. Auch über das Thema,  das ich im August 2018 in einer meiner Touristenfahrer-Geschichten erwähnt hatte:

Am Nürburgring begegnen sich hin und wieder Polizisten im Dienst und solche – evtl. sogar der gleichen Dienststelle - die dort in einem genehmigten Nebenjob arbeiten. Das findet er weniger verwerflich, als dass der „Kollege“ im Nebenjob,  der als Erster bei einem Verunfallten ist, ihm dann, da sein Gegenüber nicht als Polizist zu erkennen ist, evtl. noch unter Schock erzählt, was er evtl. fehlerhaft  gemacht hat. Während der später hinzu kommende, offiziell Dienst tuende Polizist den Verunfallten vor einer Vernehmung – lt. StPO - darauf hinweisen muss, dass er das Recht hat, die Aussage zu verweigern. - Und dann oft auch keine Aussage erhält.

Wenn dann aber der Polizist im Dienst zu seinem Kollegen in Zivil geht, wird er von dem erfahren, was der Verunfallte zu seinem Unfall schon ausgesagt hat, ohne zu wissen, dass er einem Polizisten in Zivil (in Ausübung eines genehmigten Nebenjobs) gegenüber stand.

  • Und dann wundert sich der verunfallte Fahrer später, wenn gegen ihn ein Strafverfahren eingeleitet wird?

Das Touristenfahrer-Thema ist ein Thema – wie ich bei diesem Gespräch mal wieder registrieren musste  - das viele Seiten hat und auch in Zukunft hier bei Motor-KRITIK noch viele Seiten füllen wird.

  • Probleme werden nicht dadurch beseitigt, dass man eine „Decke des Schweigens“ über sie zieht!
MK/Wilhelm Hahne
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Die Abläufe am „Schwedenkreuz“ erinnern an 1638!

Damals wurde der Steuereintreiber von Adenau von „streunenden schwedischen Soldaten beraubt und erschlagen“. Ein 2,90 m großes Kreuz erinnert daran. 2019 haben die Touristenfahrer ihr Kreuz mit dem „Schwedenkreuz“. Die „Eintreiber“ der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG haben ihnen 5 Kilometer vorher das Geld für das Befahren einer Strecke von 20,832 km abgenommen und lassen dann die Nordschleife-Fans evtl. schon nach einem Viertel der Strecke hier scheitern. Sie haben das mit „intelligenten“ Baumaßnahmen sicher gestellt, mit denen sie das an und für sich schon problembehaftete „Schwedenkreuz“ zu einer Hochgeschwindigkeits-Falle machten.

  • Aber sie haben es gut gemeint!

Sie haben eine „Bodenwelle“ entfernt, lassen die unsensiblen Touristenfahrer jetzt sozusagen ungebremst in diese Falle fahren. So schnell wie es scheint, geht es mit einem normalen Tourenwagen nicht, der beim Durchfahren dieses Streckenabschnitts – wenn er „modern“ ist – so um 50 Kilogramm Auftrieb an der Hinterachse entwickelt. Da reißt dann schon mal schnell die Haftung (Reifen/Straße) ab.

Bei Tourenwagen-Rennfahrzeugen ist das anders. So lange sie der V4-Klasse – also mehr den normalen Tourenwagen zuzurechnen sind – geht das zwar ein wenig schneller, was dann aber, bei einem kleine Kick zuviel, für besonders effektvolle Abflüge sorgt. - So einen effektvollen Abflug gab es nach gut einer Stunde beim 6h-Rennen am 3. August.

Bei normalen Tourenwagen, bei normalen „Touristenfahrten“ sind die Abflüge „erdiger“, wie man auf diesem Foto sieht. Glück gehabt. Dieser Abflug wurde bei den sonntäglichen Touristenfahren am 4. August registriert. Der Fahrer hatte dabei noch das Glück, nicht in die Leitplanken einzuschlagen.

Dieses Glück war diesem Auto-Touristen nicht beschieden, der am gleichen Sonntag (4. August 2019) mal beim Fahren auf einer Rennstrecke richtig Spaß haben wollte. Es kam – boing! - zum Einschlag in die Leitplanken. Das Foto zeigt das Fahrzeug einen Herzschlag vor dem Einschlag! Am „Schwedenkreuz“! -Ein teurer Spaß! - Nicht  nur wegen der Schäden am Fahrzeug!

Über diese Unfälle am Streckenabschnitt „Schwedenkreuz“ berichte ich nur, weil es durchaus Leser gibt, die der Meinung sind, dass ich mit der Herausstellung dieses Streckenabschnitts mit einer aus Unwissen der Veranlasser geschaffenen verbesserten Tendenz zu Hochgeschwindigkeitsunfällen ein wenig übertreibe.

Warum wird der Öffentlichkeit ein Unfall am „Schwedenkreuz“ unterschlagen? - Wie hier in Motor-KRITIK nachgewiesen werden konnte! - Weil man offenbar selbst begriffen hat, dass die angepeilte „Verbesserung“ bei den Straßenbauarbeiten vor Beginn der Saison, wohl ein „Schuss in den Ofen“ war.

Nun gab es gerade – letzten Samstag -  den oben schon erwähnten Rennunfall der „752“ an dieser Stelle beim 6h-Rennen. Einen Tag später gab es die zwei Touristenfahrer-Unfälle, über die ich deswegen auch mit Fotos – nicht unbedingt in bester Qualität – berichte, damit man meine schon vor Abschluss der Bauarbeiten geäußerten Bedenken auch als gerechtfertigt wahrnimmt.

Inzwischen diskutiert man am Nürburgring intern schnelle und kostengünstige Lösungen. Eine wirklich „tolle“ Idee ist dabei – aus meiner Sicht – dass man andenkt, die Leitplanken am „Schwedenkreuz“ näher an die Strecke zu setzen. - Dieses untaugliche Mittel hat man in jüngster Vergangenheit auch an anderen Streckenteilen der Nordschleife schon angewendet.

  • Möchte man die Nordschleife zum Montecarlo der Eifel machen?

Hier kommen Super-Amateure zu Lösungen, die Fachleuten – mit Erfahrung  - die Haare zu Berge stehen lassen. Man steuert ein Stück Kulturgut - die Rennstrecke Nordschleife - in eine Krise, weil es einfach nur ums Geld geht, ums plumpe Abkassieren.

Das ist derzeit das Einzige, was bei den Touristenfahrten wirklich gut funktioniert!

Aber wie lange noch?

MK/Wilhelm Hahne
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Neuer DSK-“Treffpunkt“ am Nürburgring: „Bellof-S“!

Bei einer meiner letzten Geschichten zum Thema Touristenfahrten auf der Nürburgring-Nordschleife hat sich ein Leser empört, dass ich in dieser Geschichte einen eventuellen Unfall während einer DSK-Veranstaltung erwähnt hätte. Das wäre unkorrekt! - Die DSK-Veranstaltung wäre ein „Trackday“ gewesen! - Ich habe diese DSK-Veranstaltung in Verbindung mit den so genannten Touristenfahrten auf dem Nürburgring deshalb erwähnen können, weil ein Unterschied nicht besteht: Jeder kann mit einem straßenzugelassenen Automobil ohne jede Streckenkenntnis und spezielle Sicherheitsausstattung seine Runden drehen. In beiden Fällen wird – offiziell – nach der StVO gefahren: Rechts fahren, links überholen. Keine Drifts. Es gilt das Vermummungsverbot. Man darf also – eigentlich - keinen Sturzhelm tragen. Und ein nicht vom TÜV eingetragener Überrollkäfig würde gegen die Zulassungsbestimmungen des Kraftfahrzeugs verstoßen. - Was ist bei den Touristenfahrten am Nürburgring anders? - Bei den Touristenfahrten sind Unfälle nicht erwünscht! - Bei den Trackdays des DSK auch nicht! - Aber diese Unfälle gibt es trotzdem. Oder gerade deshalb, weil es eigentlich hier wie da ums Geldverdienen geht und man als Veranstalter alle Möglichkeiten nutzt. - Warum hat der DSK eigentlich 13.000 Mitglieder, ist so ein „starker“ Verein? - Wegen der „Trackdays“, oder wie der DSK es nennt: „Hugo Emde Freies Fahren“. - Ein solches – preisgünstiges (!) „freies Fahren“ des DSK gab es am 30. Juli 2019. Es war eine von 18 Veranstaltungen in 2019 des DSK auf den unterschiedlichsten Rennstrecken. - Und es gab einen Unfall, der – außer von Motor-KRITIK – bisher nirgendwo vermeldet wurde. - Ich habe zum Thema ein wenig recherchiert und dafür schon Zeit gebraucht. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf? Ich meine: Man kann nur aus Fehlern lernen, wenn man sie nicht verniedlicht, die Schuld auf Andere schiebt, sondern wenn man die Realitäten respektiert, den Anlass ergründet und Verbesserungen anstrebt:

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Sprechen wir mal über „Höhepunkte“ des Wochenendes!

Für die VLN-Organisatoren war das „ROWE 6 h ADAC Ruhrpokal-Rennen sogar der Höhepunkt der Saison! Für die Teilnehmer war dieses Rennen vor Jahren wirklich der Höhepunkt. Dafür ließ man schon mal den Start bei einer anderen Veranstaltung aus, um hier mitfahren zu können. Das schlechte Nennungsergebnis zeigt in diesem Jahr etwas anderes, macht die Krisensituation deutlich, in der sich die VLN-Serie befindet. - Gründe dafür waren hier oft genug zu lesen. Durch deren Wiederholung auf diesen Seiten wird die Serie auch nicht besser! - Man muss handeln!

Aber anders als die Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG, die im Februar noch einmal schriftlich festhielt, dass durch die über den Winter durchgeführten Bauarbeiten an der Rennstrecke im Wert von 4 Millionen Euro, die „einzigartige Charakteristik der Nordschleife“ erhalten blieb. Motor-KRITIK hatte aber beobachtet, dass man mit einer „Anpassung“ z.B. den Streckenabschnitt „Schwedenkreuz“ bedeutend schneller und damit gefährlicher gemacht hat.

Die hier bereits vermeldeten zwei aktuellen Unfälle im Touristenverkehr bestätigen diesen Eindruck und wurden an diesem Wochenende dann durch einen Rennunfall eines Teilnehmers der Klasse V 4 an dieser Stelle deutlich unterstrichen. Das Fahrzeug löste sich praktisch in seine Bestandteile auf. Die hier gezeigte Grafik soll eine Anregung sein, mal unter YouTube nach einem  „TOP Nürburgring Video“ zu suchen, dass diesen Unfallwagen – BMW 325i -  auf dem Abschleppfahrzeug zeigt.

Der DMSB-Präsident hat sich selber von den „Verbesserungen“ der Strecke ein Bild gemacht und kann nun vielleicht mit Unterstützung seines Freundes Jean Todt mal wieder eine neue Geschwindigkeitsbegrenzung anordnen. - Oder neue Reifenstapel! - Das wäre dann die „Spitze vom Höhepunkt“!

In Brünn war bei der Moto GP schon das Qualifying am Samstag ein Höhepunkt, als Marc Marquez mit seiner Honda, bei trocken-feucht-nasser Strecke mit Slicks unterwegs,  den Zweitplatzierten um rd. 2,5 sec disqualifizierte. Es war die Demonstration eines absolut fahrerisch überlegenen – und auch „mit Kopf“ fahrenden Marc Marquez.

Das Rennen am Sonntag hat er dann – wie selbstverständlich gewonnen. Dass er in 2019 wieder Weltmeister wird, sollte nicht überraschen.

In Ungarn schockte Max Verstappen (NL) die von Mercedes eingeladenen Ehrengäste. Er war im Qualifying mit seinem von einem Honda-Motor befeuerten Red Bull-F1 schneller als Bottas (Mercedes) auf Platz zwei und Hamilton (Mercedes) auf Platz drei. Diese Verstappen/Honda/ Red Bull-Kombination ist nun konkurrenzfähig.

Das Rennen zeigte, dass Mercedes mit Hamilton einen Fahrer hat, der jeden Dollar wert ist den er kostet. Hamilton/Mercedes konnten Verstappen/Red Bull bezwingen. Vettel/Ferrari kam auf Platz drei. Aber beim Betrachten der aktuellen Fernsehbilder und nach dem Revue-passieren-lassen von Eindrücken, die ich in der Vergangenheit gewonnen habe, möchte ich mich heute schon mit einer klaren Aussage festlegen:

    • Sebastian Vettel wird nie mehr Weltmeister in der Formel 1 werden!

Interessant – und ein Höhepunkt in der F1-PR:

    • Renault vermeldet als erstes Team, das der eigene F1-Motor nun über 1.000 PS erreiche!

Das ist genauso bedeutend – gemessen an der Realität -  wie die Feststellung der Polizei, dass die Nürburgring-Nordschleife eine mautpflichtige, öffentliche  Kraftfahrtstraße ist. Deren Reparaturkosten dann der Privatbesitzer trägt. Während die Landesregierung von RLP sie – auch darum - als Privatstraße empfindet.

Es könnte nun bald eine gerichtliche Klärung geben, da aktuell ein Touristenfahrer gegen einen Bußgeldbescheid der Polizei, erteilt wegen eines Verkehrsvergehens auf der Nordschleife, Einspruch eingelegt hat. Wenn die gerichtliche Klärung erfolgt ist – und das wäre ein seit vielen Jahren nicht erreichter Höhepunkt – erfahren Sie es hier.

MK/Wilhelm Hahne
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Mercedes: Es fehlt das Gefühl für Normalität!

Mercedes soll hier nur als Beispiel stehen, denn nach meinen Beobachtungen ist eigentlich in unserer Gesellschaft insgesamt das Gefühl für Normalität verloren gegangen. Ich würde da gerne den Resetknopf drücken: Alles zurück auf Null! - Aber natürlich kann meine Empfindung nicht Maßstab für Alle sein. - Nach meinem Empfinden hat die Normalität unserer Gesellschaft ein krankhaftes Niveau erreicht, in der nur noch eine Schock-Therapie hilft. - Mir ist das in letzter Zeit an vielen Beispielen klar geworden, nicht nur auf dem Gebiet, auf dem ich als Journalist arbeite. Als normaler Bürger nehme ich an allen Ereignissen in unserer Gesellschaft Anteil, beobachte auch politische Entwicklungen. Manches trägt da geradezu hysterische Züge. Die Mehrheit hechelt Trends hinterher, möchte nicht abseits stehen, immer das Richtige sagen und tun. Dazu gehören natürlich auch Firmen, wo leitende Mitarbeiter fast verkrampft bemüht sind, „ihre Firma“ ins richtige Licht zu rücken. Wenn es denn sein muss: Mit verlogenen Aktionen! - Mir ist das Beispiel Mercedes so nah, weil ich gerade am letzten Sonntag das wohl letzte Formel 1-Rennen – für Jahre – in Hockenheim am Fernseher beobachtet habe, zu dem mich dann noch ergänzende Informationen nach dem Rennen erreichten. - Manche Leser werden erstaunt sein, weil ich doch über die Formel 1 auf meinen Seiten schon lange nicht mehr informiere. - Richtig! - Das bedeutet aber nicht, dass ich deren Entwicklung nicht weiter beobachte, um nicht schließlich eine Meinung von dieser Sparte zu haben, die „von gestern“ ist. - Insgesamt bin ich dabei zu der Auffassung gekommen, dass gerade Mercedes ein gutes Beispiel dafür ist, mal mit dem Finger auf abnorme Entwicklungen bei dieser Firma und damit auch auf die gesamthaft kranke Entwicklung in unserer Gesellschaft hinzuweisen. - Nun als Beispiel.

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