Moderne Zeiten: Tolle Rennen! - Tolle Ergebnisse!

Es gibt Kurzstreckenrennen und es gibt Langstreckenrennen. Die eine Rennkategorie beendet das Rennen nach kurzer Zeit – so wie es der Name sagt – die andere Kategorie – wie z.B. ein 24h-Rennen erst, nach dem 24 Stunden vergangen sind. - In diesen Rennzeiten haben Fahrer versucht ihre Einsatzfahrzeuge möglichst schnell um einen Rennkurs zu bewegen. Alle sind – in allen Kategorien – zwar gleichzeitig gestartet, aber sie haben mit gewissen Zeitdifferenzen, in einer gewissen Reihenfolge, die Ziellinie passiert. - Das Ergebnis ist für die Zuschauer, die ihre Anwesenheit „vor Ort“ bezahlen mussten, mit eigenen Augen wahrgenommen. Sie haben den Sieger erlebt, den Zweiten bedauert, aber auch noch den Dritten dann auf dem Siegerpodest beklatscht. - Inzwischen sind sie zur normalen Tagesordnung in ihrem täglichen Umfeld zurück gekehrt. Aber moderne Rennen werden heute nach einem umfangreichen und detaillierten Reglement ausgetragen, dessen Überwachung dann mit wissenschaftlicher Gründlichkeit erfolgt. - Warum hätte man denn auch sonst das Reglement geschaffen?

Moderne Zeiten: Tolle Rennen! - Tolle Ergebnisse!

Aber nach dem Rennen ist eigentlich im modernen Motorsport heute erst vor dem Ergebnis. Denn die Festlegung der Reihenfolge, wer nun tatsächlich als die ersten Drei die Ziellinie überquert haben, die findet oft erst in Meetingräumen – wo auch sonst? - statt.

Wenn man die Reihenfolge nach harten Diskussionen festgelegt hat, denen wissenschaftliche Untersuchungen vorausgingen, über deren Ergebnis dann – natürlich – „Experten“ berieten, kann dann das Rennergebnis als offiziell und endgültig verkündet werden.

  • Bei einem Kurzstreckenrennen scheint das deutlich schneller zu gehen als bei einem Langstreckenrennen.

So wurde schon heute, am 12. Juni 2026 die Reihenfolge der ersten Drei beim Formel 1-Grand-Prix von Monaco verkündet, der eigentlich am 7. Juni 2026 durchgeführt worden war.

  • Die Verkündung des offiziellen Rennergebnisses in Monaco erfolgte schon 5 Tage nach dem Rennen!

Beim Fernsehsender RTL hatte man den richtigen Riecher, wenn man die Siegerehrung erst gar nicht übertrug. Wichtig war auch eigentlich nur die Vorberichterstattung, mit der man mit „laufenden Bildern“ deutlich machte, dass man gegenüber der Zeitschrift „Bunte“ ganz klar den Sehern einen Vorteil bieten kann.

  • RTL hat gewonnen! - Die Formel 1 hat verloren! 

Übrigens auch Seher für künftige F1-Übertragungen! Wie ich dem bei mir deutlich spürbaren Echo entnehmen kann.

Wahrscheinlich werden sich auch die Besucher des diesjährigen 24h-Rennens überlegen, ob sie dieses Rennen als eine Sportveranstaltung in Zukunft noch ernst nehmen können, oder ob sie das Angebot des ADAC im nächsten Jahr einfach nur noch als „Ballermann“-Ersatz nutzen.

Kostenmäßig wird das ähnlich sein. Und eigentlich wird man am 12. Juni 2026 auch schon vergessen haben, wer die ersten Drei waren, die am 17. Mai 2026 über die Ziellinie am Nürburgring fuhren.

Vielleicht hat man das auch gar nicht mitbekommen, weil man schon vor Rennende abbauen und abreisen musste. Irgendwann hat schließlich auch der längste „Vatertag“ ein Ende!

Das offizielle Ergebnis wurde auch auch heute am 12. Juni 2026 erst verkündet. Man sollte diese größere Zeitspanne schon in Relation zur Renndauer setzen. Auch „Experten“ können nicht „hexen“!

  • Die Verkündung des Rennergebnisses vom 24h-Rennen am Nürburgring erfolgte 26 Tage nach dem Rennen!

Damit meine Leser sich noch mal zurück erinnern können, füge ich einen Teil des Textes ein, den der ADAC heute –  aktuell also – veröffentlichte:

„Das bei den ADAC RAVENOL 24h Nürburgring 2026 zweitplatzierte Team Abt wird aufgrund eines technischen Verstoßes nachträglich disqualifiziert. Dies haben die Sportkommissare in einer Sitzung am 12. Juni 2026 beschlossen. Die nachfolgenden Fahrzeuge rücken auf, sodass hinter dem siegreichen Mercedes-AMG Team RAVENOL mit Maro Engel / Luca Stolz Luca / Fabian Schiller / Maxime Martin Maxime (Mercedes-AMG GT3) nun der Aston Martin Vantage AMR GT3 EVO von Walkenhorst Motorsport mit Christian Krognes / Mattia Drudi / Nicki Thiim folgt. Neu auf Rang 3: Rowe Racing mit Daniel Harper / Max Hesse / Sheldon van der Linde / Dries Vanthoor (BMW M4 GT3 EVO).“

Alles klar? - Der Abt-Lambo hatte mehr Motorleistung, als man dachte, mit noch kurz vor dem Rennen „strengeren“ BOP-Vorschriften, dem Lamborghini zugestanden zu haben.

Im modernen Motorsport darf der beste GT3 eben nicht besser sein als der schlechteste GT3! - Das müsste doch jedem klar sein! - So ist das nun mal im modernen Motorsport!

  • Wenn man sich primär an den Interessen der Industrie orientiert!

Beim 24h-Rennen hat man sich mit der Verkündung des Rennergebnisses auch so viel Zeit lassen können, weil das nächste 24h-Rennen am Nürburgring erst im nächsten Jahr stattfindet.

Da musste man beim Formel 1-Rennen in Monte Carlo schon schneller reagieren. Schließlich ist der nächste Formel 1-Lauf schon an diesem Wochenende in Barcelona!

Da sollte dann schon geklärt sein, wie man eine Geschwindigkeitsübertretung in der Boxengasse in Monte Carlo von 0,1 und 0,4 km/h dann bewertet! - Diese Differenz bezieht sich übrigens auf die Durchschnittsgeschwindigkeit über die gesamte Länge der Boxengasse. Die ist offiziell 324,7 Meter lang.

  • Schließlich geht es hier mit Sicherheit um Sicherheit!

Es wird Zeit, dass sich die EU-Kommission in Brüssel, auch um die Probleme des modernen Motorsports bemüht!

Denn davon versteht die auch nichts, kennt aber sicher Berater, die auch „Experten“ kennen, die vielleicht auch noch einen Lobbyisten in der Verwandtschaft haben!

Und dann gibt es da auch – für alle Fälle – schon serienmäßig einen Europäischen Gerichtshof!

MK/Wilhelm Hahne
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