2019

VLN 8: MK-Recherche-Material zur Selbstverwertung!

Es ist für einen Journalisten schwer, die „richtigen“ Geschichten, die für jeden Geschmack zu schreiben. Beim SPIEGEL gelingt das manchmal. Diese Geschichten werden auch mit Preisen ausgezeichnet. Nur haben die nichts mit Journalismus zu tun. Meine Geschichten liegen – wenn man sie mit dem „Geschmack“ meiner Leser abgleicht, oft daneben. Sie sind eben zu nahe bei der Realität, treffen nicht unbedingt immer die Stimmung meiner Leser. Die ist natürlich beeinflusst vom Umfeld oder von der persönlichen Erfahrung. Immerhin stehen sie vielleicht – wenn es z.B. um‘s Thema VLN geht – schon seit 20 Jahren am „Brünnchen“. Oder sie haben eine andere – ähnlich enge – Beziehung zur VLN. Vielleicht kennen sie sogar „Olli“ Martini persönlich. Und der saß immerhin viele, viele Jahre an der Böschung oberhalb der kleinen Brücke „Wehrseifen“. - Und der ist Streckensprecher. Und der hat gesagt… - Da habe ich mir gesagt: Stelle deinen Lesern doch einfach dein Recherchematerial zur Verfügung, in das ich in diesem Falle in ungefähr nur 20 Stunden Arbeit investiert habe. Dann können sich meine Leser „ihre“ Geschichte zum Thema VLN – und evtl. VLN 8 – doch selber zusammen stellen. Man nimmt einfach die Stücke aus dem Angebot, die ins eigene Bild passen. - Es wird schon etwas dabei sein! - Es ist Zufall, dass mir diese Idee gerade zu dem Wochenende kam, an dem die VLN 8 durchgeführt wurde. - Also schauen Sie doch einfach mal rein. - Was heute – so hört man – jeder Computer dank „KI“ (Künstliche Intelligenz) kann, das werden doch auch intelligente Menschen schaffen.

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VLN 2019: Vieles hat so‘ nen Bart – dieses Mal rot!

Rot ist der Bart dieses Mal zum 51. Male, weil der VLN-Veranstalter des nächsten VLN-Laufs der MSC Sinzig e.V., ein ADAC-Klub aus der Barbarossastadt Sinzig ist. Sinzig ist eine kleine Stadt mit rd. 18.000 Einwohnern, die nur 45 Autominuten vom Nürburgring entfernt am Rhein liegt. Sie gehört zu den fünf deutschen Städten, die den Beinamen „Barbarossastadt“ tragen dürfen. Kaiser Barbarossa hatte sich „damals“ mehrfach in Sinzig aufgehalten.

Weil das Barbarossa-Denkmal in Sinzig in einem kleinen Park steht, möchte Motor-KRITIK es seinen Lesern und den VLN-Fans einmal zeigen. Er wurde hier - bunt - von den Schülern einer Schule gestaltet und Eveline Lemke, die den Nürburgring-Fans wahrscheinlich noch wegen ihrem „Schleudergang“ unvergessen ist, hat dazu mehr als nur eine Anregung gegeben.

Die Anregung zu dieser Geschichte entstand heute morgen beim Lesen meiner Lokalzeitung. Fast eine halbe Seite Vorberichterstattung zum vorletzten VLN-Lauf der Saison – dem 8. in dieser Saison - am vor uns liegenden Oktober Wochenende. - Titel:

„Wer zieht das entscheidende Ass aus dem Ärmel?“

Da habe ich mal geschaut, was es auf der VLN-Seite dazu zu lesen gibt. Praktisch die gleiche Geschichte, aber hier unter dem Titel:

„VLN8 wird ein packendes Strategiespiel mit vielen Assen“

Aus Spaß auch noch mal auf die Nürburgring-Internetseite geschaut. Auch hier findet man praktisch  die gleiche Geschichte unter dem – gleichen - Titel:

„VLN8 wird ein packendes Strategiespiel mit vielen Assen“

Ich habe mal nach einem anderen Ansatz gesucht, da mich auch bei der VLN „Falschspieler“, die Asse aus dem Ärmel ziehen, ein wenig stören würden. Laut offizieller VLN-Information werden am Samstag um 12 Uhr 162 Rennfahrzeuge aufgeteilt in drei Gruppen zu 53, 54 und 55 Fahrzeugen starten.

  • Motor-KRITIK-Vorhersage: Es werden insgesamt weniger als 150 Fahrzeuge sein.

Im Jahre 2010 wurde dieses Rennen am 25. September durchgeführt, da da damals noch 10 Läufe pro Saison durchgeführt wurden. Es gab 2010 aber tatsächlich insgesamt 188 Starter in 28 Klassen. In diesem Jahr verteilt sich die deutlich geringere Zahl von Startern auf 26 Klassen. Vergleicht man, so stellt man fest, dass es 2010 noch drei Diesel-Klassen gab, die inzwischen weggefallen sind, weil es an den Tanksäulen in der Boxengasse am Nürburgring keinen Dieselkraftstoff mehr gibt.

Der Motorsport, auch die VLN, die sich gerne als Breitensport-Serie darstellt, spiegelt im Aufgebot der Wettbewerbsfahrzeuge nicht mehr die Realität auf unseren Straßen wider. Zwar würde  Motorsport auch mit Diesel-Automobilen sicherlich für die Zuschauer interessant sein – Ende 2018 betrug in der Deutschland der Anteil am Fahrzeugbestand der mit Diesel-Motoren betriebenen Pkw‘s 32,2 Prozent – aber die „Fachleute“ des Motorsports, sprechen von „Breitensport“, während sie eigentlich nur an dem interessiert sind, was auch die Automobilindustrie interessiert. - Alles muss Geld bringen! - Auch an den Tankstellen!

  • 2010 starteten noch acht Diesel-Fahrzeuge in den Klassen VD, VD1T und VD3T.

Man möchte bei der VLN, auf deren Abläufe und Gestaltung der Rennen die „kleinen“ Veranstalter-e.V.‘s kaum noch Einfluss haben, wohl nicht mehr an Diesel-Automobile erinnert werden.

Könnte es sein, dass man sich in wenigen Jahren nicht mehr an die „alte VLN“ erinnern wird, weil die leider nicht immer einen progressiven roten Bart trug, sondern schließlich nur noch „so‘nen Bart“ hatte?

MK/Wilhelm Hahne

Übrigens: Im Italienischen steht „Barbarossa“ für „roter Bart“.

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7. Oktober 2019: Lieber Leser!

Am 3. Oktober ds. Jrs. habe ich noch mal eine Geschichte – unverändert! - eingestellt, die bereits auf diesen Seiten im (seit) Januar 2010 zu lesen war. Der Titel war damals wie heute: „Gedanken zur Zukunft des Automobils“. - In den fast 10 Jahren, in der die Geschichte hier in Motor-KRITIK zu lesen war, hatte es 2 Leser (in Worten: zwei Leser) gegeben, die den Inhalt dieser Geschichte mit „fünf Sternen“ gelobt hatten. - Die gleiche Geschichte steht nun wieder seit vier Tagen hier im Internet und es haben inzwischen mehr als 40 Leser mit „4,6 Sternen“ ihrer Meinung dazu Ausdruck verliehen. Als in den ersten Stunden so um 10 Leser ihre Meinung geäußert hatten, waren die noch einvernehmlich der Meinung, dass der Inhalt dieser Geschichte „fünf Sterne“ verdient hätte. Doch dann ging es bergab! - Der bisherige Tiefpunkt waren „4,5 Sterne“. Danach ging es wieder bergauf. - Für mich interessant zu beobachten, dass ich vor rd. 10 Jahren der Zeit so weit voraus war, dass eine Vielzahl meiner Leser diese Geschichte gar nicht interessiert hat. - Jetzt trifft sie den Nerv vieler Leser. Offenbar sind eine Reihe von Lesern ob der in der Geschichte geäußerten Ideen hell begeistert, während andere wohl innerlich „die Hände über den Kopf zusammen schlagen“. - Wenn ich überlege, was in der Politik zum Thema „Automobil der Zukunft“ in den letzten 10 Jahren gesagt und was getan wurde, könnte ich auch „die Hände über den Kopf zusammen schlagen“. - Und was haben die „hellen Köpfe“ an der Spitze unserer Automobilindustrie in dieser Zeit gemacht? Sie haben die optimalen Zielpunkte zum Erreichen der Boni-Summen vereinbart. - Oder aber die Produkte ihrer Firma so „optimiert“, dass sie die Boni-Eckpunkte leicht erreichen konnten. - (s. Diesel-Skandal). - Weil bei dem Ausgangspunkt dieser Geschichte der 3. Oktober eine Rolle spielt, möchte ich gerne hier mal niederschreiben, was mir nach dem Neu-Einstellen der „Zukunftsgedanken“ am 3. Oktober noch so aufgefallen ist.

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„Ausgegraben“: Gedanken zur Zukunft des Automobils

Hier soll noch einmal die Motor-KRITIK-Geschichte Nr. 1/2010 veröffentlicht werden. Sie wurde wirklich in 2010 geschrieben und war damals nicht gerade ein Erfolg. Sie wurde bis heute von rd. 2.700 Lesern angeklickt und nur zwei von ihnen haben sich – damals – getraut, diese Geschichte mit „5 Sternen“ zu bewerten. - Auch darum stelle ich diese Geschichte noch einmal in den Vordergrund, weil ich mich auch heute nicht schämen muss – meine ich - diese gedankliche Anregung von Motor-KRITIK, die unter Mitwirkung von wirklichen Fachleuten und Intimkennern  der Branche entstand, noch einmal aktuell zu veröffentlichen. - Wie wird das Leser-Echo im Jahre 2019 sein? - Damals hatte ich meiner Geschichte eine Empfehlung von Antoine de Saint-Exupéry vorweg gestellt:

„Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.“

Zum Zeitpunkt des Erscheinens dieser Geschichte, waren auch gerade die Nr. 1-Ausgaben der „ADAC-motorwelt“ und „auto motor und sport“ erschienen. Ich hatte damals einen Eindruck, den ich so beschrieb: Man blättert in den genannten Nr.1-Ausgaben, liest und begreift manches nicht. Hat man in der Eifel wirklich etwas verpasst? - Ein wenig unsicher tauscht man sich mit erfahrenen Technikern aus. - Was ist mit der Zukunft des Automobils? - Und es gibt tröstende Antworten. - Tröstend deshalb, weil sie eigene, persönliche Feststellungen, Einschätzungen und Erfahrungen bestätigen. - Und so beschließe ich im Jahre 2010, unsere Gedanken und Überlegungen in einer großen Geschichte zusammen zu fassen. Die Leser von „Motor-KRITIK“ sollen gleich zu Beginn eines neuen Jahrzehnts (oder beginnt das erst 2011?) eine Vorlage erhalten, die sie lesen, aber der sie – gerne – auch widersprechen können. - Bitte mit Sachargumenten! - Die folgenden Überlegungen erwachsener Menschen mit einer Menge Technik- und Lebenserfahrung bieten da jede Menge Ansatzmöglichkeiten, sollten – und sollen heute wieder – eine Anregung sein. - Lassen Sie uns nun behutsam in ein schwieriges Thema einsteigen – und bitte nicht vergessen: Der gesamte Inhalt und Text stammt – auch heute unverändert - aus dem Jahre 2010!

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Im Stil der neuen Zeit: RCN-“Schwedenkreuz“!

Wir leben in einer Zeit, in der sich der Einzelne kaum noch zu dem bekennt, was ihm wirklich richtig erscheint. Er ist oft bereit die Meinung der Öffentlichkeit - der „breiten Masse“ - zu akzeptieren, weil das so keinen Ärger gibt. - Nur nicht auffallen, ist die Devise! Und die Entscheidungen der „Oberen“ still akzeptieren! - Warum sollte man sich Nachteile einhandeln?

So ist es auch im Motorsport. Auch dort wird eine Meinung vorgegeben, von denen, die sich als Entscheider empfinden – und so auftreten – und der sich dann eine schweigende Mehrheit – leidend -  anschließt. - Warum sollte man Widerstand leisten, wenn er einem nur zum Nachteil gereichen würde?

Entsprechend ist der Zustand auch im Motorsport. - Nur: Man will es nicht wahrhaben! - Es ist eben so! - Heute ist der Motorsport eben anders, als er früher einmal war. Und wer anders empfindet oder denkt ist eben „von gestern“!

Unter dem Titel RCN findet – überwiegend auf dem Nürburgring - Breiten-Motorsport statt. So kann  - vielleicht - der derzeit kostengünstigste, ernstzunehmende Motorsport betrieben werden.  Viele Teams kauften in der Vergangenheit ihre Reifen von VLN-Teams. - Gebrauchte Slicks! - Die hatten zwar in den meisten Fällen schon 10 Runden VLN hinter sich, waren aber für um 40 Euro pro Stück zu haben und hielten noch eine RCN-Veranstaltung durch.

Da ist – weil  z.B. das RCN-“Schwedenkreuz“ eine vom DMSB genehmigte Veranstaltung ist – heute in der Ausschreibung zu dem Rennen, das am 21. September durchgeführt wurde, zu lesen:

„Alle Fahrer müssen im Besitz einer gem. Serienreglement (siehe jeweils Art. 5.1) geforderten DMSB Permit Nordschleife sein und ggfs. die weiteren Zulassungsvoraussetzungen erfüllen.“

Ein DMSB-Permit Nordschleife ist eine Schwelle, die so mancher angehende Motorsportler nicht überschreitet. Noch mal – und nur für die Nordschleife notwendig – in den Geldbeutel greifen? - Nein! - Danke!

Trotzdem waren in diesem Jahr 147 Fahrzeuge am Start, die aber noch eine weitere, teure Schwelle nehmen mussten:

„19.5.6 Reifenreglement:
Alle Fahrzeuge müssen mit Reifen des Reifenherstellers Hankook siehe auch RCN Serien-Ausschreibung 2019, Anhang 3. 19.5.7 ausgerüstet sein.“

Vorbei ist die Zeit, wo man mit Gebrauchtreifen, billig erstanden von VLN-Teams noch eine RCN-Veranstaltung bestreiten konnte. Man kann zwar, muss dann aber eine „Bestrafung“ von 4 Minuten hinnehmen, die der gefahrenen Zeit zugeschlagen wird.

Trotzdem waren in diesem Jahr sieben Teams (= 4,8 Prozent der Starter) nicht bereit, auf zwar teueren, aber nicht unbedingt besseren Hankook-Reifen zu starten. Sie nahmen die „4 Minuten-Strafe“ in Kauf, um so ein Drei-Stunden-Rennen auch richtig genießen zu können:  Ein MINI Cooper S, ein BMW E90, ein Audi A3, ein Porsche 991, ein Toyota GT 86, ein Opel Astra Cup und ein VW Lupo.

Der Gesamtsieger dieses Rennens fuhr – nicht auf Hankook-Reifen unterwegs – rd. 5 min schneller als der der Zweite, der „richtig“ mit Hankook bereift, dann am Ende des 3h-Rennens „offiziell“ eine Minute nach dem Porsche 991 gewertet wurde.

Hinter vorgehaltener Hand hört man, dass der Veranstalter durch die eigentlich unberechtigte Forderung des DMSB nach einem DMSB-Nordschleifen-Permit auf um 10.000 Euro Nenngeld verzichten musste, weil so weniger Motorsportler ihre Fahrzeuge zum Rennen nennen.

Einen Ausgleich findet er offenbar durch das „Zubrot“, das er vom Reifenhersteller Hankook erhält, weil der so seine Rennreifen „zwanghaft“ in den Markt bringen kann.

Motorsport im Jahre 2019, betrieben in einer Breitensport-Serie des RCN, der Vereins „Rundstrecken Challenge Nürburgring e.V.“ - Wundert sich da noch jemand, wenn deutsche Motorsportler in der Spitze des Motorsports immer weniger vertreten sind? - Wenn doch die Plattform „Breitensport“ praktisch künstlich und zwanghaft immer kleiner wird!

MK/Wilhelm Hahne
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Motorsport von heute aus gestriger Sicht gesehen!

In 2018 habe ich auf die großen Differenzen zwischen Qualifying und schnellste Rennrunden bei der Formel 1 hingewiesen. Immer wieder. - Und schließlich versucht beim Mercedes-Team auf meine – im Interesse der Leser gestellten – Fragen eine Antwort zu erhalten. - Es kam keine! - Weil man eine Diskussion zu diesem Thema vielleicht aus Marketinggründen für nicht passend hielt.

Damit war für mich das Thema Formel 1 erledigt! - Vorher hatte ich schon das Thema DTM zu den Akten gelegt – und bis heute keine Anregung entdeckt, dieses Thema wieder für Motor-KRITIK zu bearbeiten. Aber es sollte schon auffallen, dass derzeit die eigentliche Zuschauer-Attraktion der bei der DTM der Auftritt der „Legenden von Gestern“ mit ihren „Oldtimern“ ist.

Motorsport mit Automobilen, zu denen die Zuschauer noch eine Verbindung hatten, weil sie evtl. die Basis-Versionen dieser Tourenwagen selber im Alltag bewegten. Ja – und es gab sogar mal eine Zeit im Motorsport, wo Team-Absprachen verboten waren.

So mancher der heutigen Motorsport-Fans würde Tränen in die Augen bekommen, wenn er wüsste, wie das heute in den Team-Meetings vor den Rennen zugeht. Manchmal wird es – auch weil man in den Teams zu nachlässig geworden ist – dann deutlich. - Wie heute beim Formel 1-Rennen in Sotschi. - Oder wenn ein Sportchef in der DTM befiehlt – dummerweise über den Äther verbreitet: „Schieß ihn ab!“

Die Formel 1 soll die „Königsklasse“ im Motorsport darstellen. Der Beste, die beste Kombination von Mensch und Technik sollte gewinnen. - Aber sind die heutigen Formel 1-Fahrzeuge, ist diese Serie, klar vom Marketing bestimmt, noch das Stück Motorsport, das der Fan sich wünscht?

Es muss auffallen, dass es die Automobilindustrie ist, die den Motorsport „verkommen“, ihn ausschließlich vom Marketing bestimmen ließ. Noch fast wichtiger: Sie hat dem Motorsport die Plattform, die Basis zerstört, weil sie heute keine Serienfahrzeuge mehr fertigt, die Ausgangsprodukt für einen kostengünstigen Breiten-Motorsport sein könnten oder sind.

So ist auch die VLN gefährdet. Da sind die GT3 keine Rettung. Sie leidet aber auch, weil diese Serie inzwischen von Leuten gemanagt und beeinflusst wird, die eigentlich keine Motorsportler sind, sondern in solchen Serien eher ein Geschäftsmodell sehen. Ohne einen solchen Effekt wäre der Motorsport für sie sinnfrei!

Dabei ist es gerade das „sinnfreie Tun“, das wir Menschen in unserer Freizeit brauchen, um wieder in unserer Arbeitswelt zu sinnvollen Entscheidungen zu kommen. Dazu muss man auch die Entwicklung im Motorsport nüchtern betrachten.

Auch ohne die „Messlatte“ Leclerc anlegen zu können, habe ich schon in 2018 geschrieben:

„Aus meiner Sicht ist Sebastian Vettel – wenn man jeweils die komplette Rennfahrerpersönlichkeit wertet – da nicht konkurrenzfähig. Auffallend gut sind aus meiner Sicht da z.B. ein Kimi Raikkönen oder ein Fernando Alonso.“

In Motor-KRITIK wurde auch schon vorher festgestellt, das Sebastian Vettel als Rennfahrer – also als komplexe Rennfahrer-Persönlichkeit! - in unseren Medien überbewertet wird. Was da in den letzten Wochen bei RTL erfolgt, ist keine journalistische Berichterstattung, sondern der Versuch einer „Gesundbetung“!

Auch die VLN wird nicht dadurch besser, dass man – das ist mein Eindruck – Zahlen schönt. Starterzahlen zum Beispiel. - Der echte Motorsport steht „auf der Kippe“, nicht durch das „Thema E“ negativ beeinflusst, sondern weil man ihn zu kommerzialisieren sucht und zu einem „Zweckinstrument“ werden lassen, missbrauchen möchte.

Das wird ihn dann so eingehen lassen, wie einen Baum ohne Wasser. Weil der Motorsport auch viele echte Fans braucht, die bei der jetzigen Entwicklung des Motorsport verloren gehen.

Da war nicht nur heute der Formel 1-Lauf im russischen Sotschi ein deutliches – und hoffentlich abschreckendes - Beispiel!

MK/Wilhelm Hahne
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„Touri-Fahrten“ nach StVO gibt es auch nach 14 Uhr!

Vor allen Dingen an einem Sonntag! - Da gibt es – evtl. - auch nach 14 Uhr noch Unfälle Wenn ich also in einer Polizeimeldung zum letzten Wochenende zum Thema „Verkehrsunfälle“ lese:

„Die Polizei Adenau musste bei bestem Spätsommerwetter am Wochenende wieder viele Verkehrsunfälle aufnehmen, darunter leider auch 6 Unfälle mit teils schweren Personenschäden (Stand 14.00 Uhr).“

...dann interessiert mich als Journalist schon, ob denn noch etwas nach diesem Termin z.B bei den Touristenfahrten am Nürburgring passiert ist, zumal bis 14 Uhr schon drei Unfälle durch die Polizei auf der Nürburgring-Nordschleife vermeldet werden. Darunter wieder einer am „Aremberg“, also ausgangs „Schwedenkreuz“. - Wo sollte ein Unfallwagen – meist nach einem „Rollover“ - aber auch anderswo landen als dort? - Bei dieser Gelegenheit wird wieder mal deutlich, wie klar die deutsche StVO von einem russischen Besitzer als Alibi , als Schutzschild für eigene  „Geschäftsmodelle“ verwendet wird.

In der Fahrpraxis wird auf der Einbahnstraße „Nordschleife“ entgegen aller „StVO-Hinweise“ in der Praxis „Ideallinie“ gefahren und übrigens auch bei so genannten „Trackdays“ gelehrt, obwohl auch hier oft in Ausschreibungen – widersinnig - darauf hingewiesen wird, dass auf der Nordschleife die StVO Gültigkeit hat.

Selbst der als „Chefinstruktor“ bei der Pächterfirma angestellte „Andy“ Gülden, bewegt „seinen“ Mercedes-AMG GT-R bei den so genannten „Co-Pilotenfahrten“ nur auf der „Ideallinie“, beachtet die Vorgaben seines Arbeitsgebers nicht, nach denen eigentlich – sagt der – das Rechtsfahrgebot auf der Nordschleife gilt – weil das auch auf deutschen Einbahnstraßen Gültigkeit hat!

Wenn Motor-KRITIK-Leser einen Eindruck davon gewinnen wollen, sollten sie das Werbe-Video auf Facebook anklicken, wo „Andy“ Gülden mit Olli Martini, „einem der bestem Botschafter unserer Region Adenau“ (Begleittext), im Touristenverkehr seinen „Dienst“-Werkswagen um die Privatstraße Nordschleife (lt Innenministerium Mainz) bewegt. - (Wen‘s interessiert: HIER KLICKEN) – So kommen dann verunfallte Touristenfahrer von der Polizei „aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit“ unter Hinweis auf die StVO zur Anzeige, während hier das in der StVO verankerte Rechtsfahrgebot (§ 2) ständig – und ungestraft - missachtet wird.

  • Richtig ist, was den „Mächtigen“ - oder die sich so darstellen -  in den Kram passt!

Nach 14 Uhr hat sich am Sonntag übrigens noch ein weiterer Unfall im Bereich „Schwedenkreuz“ ereignet. Nach dem ersten Unfall dort in der Frühe, gab es dort dann noch gegen Ende - vor 19:00 Uhr - einen Unfall mit drei Verletzten, deren Verletzungen z.T. so schwer waren, dass auch wieder der Hubschrauber zum Einsatz kommen musste.

Die Unfälle im Bereich „Schwedenkreuz“ mehren sich ab dem Zeitpunkt, nachdem durch die „Fachleute“ der Besitz- und Pächterfirma in diesem Bereich „Verbesserungen“ veranlasst wurden, die auch z.B. von „Botschaftern“ sehr gelobt werden. - Aber in der Praxis…!

Hier ein – nicht gutes – Foto von der Unfallstelle am Sonntag-Spätnachmittag, das durch den „zerknitterten“ Zustand des Fahrzeugs schon einen Eindruck davon vermitteln kann, warum bei solchen Unfällen im Hochgeschwindigkeitsbereich – und beim Missachten des Rechtsfahrgebots – so schwere Verletzungen möglich sind.

Würden sich auf der Nordschleife im Touristenverkehr die Fahrer evtl. an das in der StVO verankerte Rechtsfahrgebot halten, würden sie dann oft gegen § 3 der StVO verstoßen müssen, wo es in Absatz 2 heißt:

„Ohne triftigen Grund dürfen Kraftfahrzeuge nicht so langsam fahren, dass sie den Verkehrsfluss behindern.“

Es wird höchste Zeit, dass der Unterschied zwischen Straßen- und Verkehrsrecht durch einen Gerichtsentscheid im Hinblick auf die verwirrenden Abläufe auf der Nürburgring-Nordschleife deutlich gemacht wird!

MK/Wilhelm Hahne
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„Sand im Kopf“ und „ein Virus an Dummheit“?

Eine Leserin erinnerte mich daran, doch einmal klar Stellung zu der Mainstream-Welle zu nehmen, die das E-Automobil als eine Art Lebensretter für unsere Jugend empfindet, weil nur so einem Klimawandel, der in seiner Urform eigentlich naturgegeben ist, mit einer solchen Maßnahme messbar entgegen gewirkt werden kann, da die Dummheit der „neuen Generation“ so groß ist, dass ihre „modernen“ Lebensgewohnheiten die negativen Auswirkungen des Klimawandels noch vergrößern. - Aber alle suchen den Fehler bei anderen, kaum jemand fühlt sich verantwortlich in seiner Position, mit seinen Mitteln an einer „besseren Welt“ mit zu arbeiten. Die einen gehen plakativ auf die Straße, die anderen lenken mit munteren Sprüchen davon ab, dass das Konzept der E-Automobile eigentlich nicht unbedingt dazu geeignet ist, unsere Kinder zuversichtlicher in die Zukunft sehen zu lassen. „Strom oder Benzin – eine Glaubensfrage?“ war eine Geschichte, die im April 2012 hier bei Motor-KRITIK veröffentlicht wurde. Mehr als 70.000 Bewohner unserer Erde haben sie bisher gelesen. Das ist nur ein „Tropfen“, wenn man diese Zahl mit die der Weltbevölkerung in Relation setzt, die aktuell eine Größe von rd. 7,8 Milliarden Menschen erreicht haben dürfte. Das sorgt für eine „Unwucht“, auch im Wissen um die Bedeutung von E-Automobilen für die Industriestaaten. - Ich kann hier nicht für alle sprechen, sondern zitiere mit meinem Titel nur einen Schlagersänger und einen Chefredakteur wenn ich diese Herren mit aktuellen Aussagen hier  vorstelle, die ich aber mit einem Fragezeichen versehe.

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Tipp für E-Autohersteller: Besser den Schuh nehmen!

Wenn man sehenden Auges über die diesjährige IAA ging und gedankenvoll die Spreu vom Weizen zu trennen versuchte, dann musste einfach auffallen, dass viele der neuen Angebote an E-Automobilen nicht für eine sinnvolle „artgerechte“ Nutzung, sondern nur als Argumentation dafür zu taugen scheinen, dass man doch alles getan hat, um auch beim Kampf gegen den Klimawandel mit dabei zu sein. Auto-Riesen mit Riesen-Batterien und Riesen-Leistung machen deutlich, wie man mit viel Strom – „grünem Strom“ ! - auch in der Reihe der „Klimakämpfer“ Aufstellung zu nehmen gedenkt. - Denn natürlich sind viele der Ausstellungsstücke nur Visionen, Versionen, die man – wenn es gut geht – ab 2020 zu liefern versucht. - Oder für 2025 in Planung hat!. Und die von den Werbeaufträgen der Industrie abhängige Presse applaudiert, wird zum Claqueur.

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Illusionisten proben in der Eifel das Lärm-Nullen!

Zauberer werden dann als Illusionisten bezeichnet, wenn sie – mit meist technischen Mitteln – beim Publikum eine Sinnestäuschung erzeugen. Sie zersägen z.B. eine Jungfrau, wie ich es selbst schon vor Jahrzehnten im Düsseldorfer „Apollo“-Theater erlebt habe. Es war kein bekannter Illusionist. - Einer von vielen. - Bekannter ist sicherlich David Copperfield, der z.B. von der Bühne - auf einem Motorrad sitzend – in der Luft verschwand, um im Publikum wieder mit dem Motorrad aufzutauchen. - So etwas ähnliches wäre z.B. von den Bewohnern des malerischen Eifel-Dorfs Monreal erwünscht, die sich am Lärm der durchfahrenden Motorräder stören. - Im Umfeld des Nürburgrings stört aber auch Lärm, der nicht nur von motorisierten Fahrzeugen kommen kann. Manchmal stört auch Musik, weil selbst die mit Lärm verbunden ist. - Das sagte schon Wilhelm Busch - Da hatten dann in der ersten Septemberwoche ein paar Illusionisten auf der Bühne der Adenauer „Hocheifelhalle“ ihren Auftritt, die aber die Besucher dieser Veranstaltung nicht ganz überzeugen konnten. - Man probt auch noch! -So war dieser Auftritt auch nur als ein Versuch zu werten, Illusionen zu erzeugen. Die  eigentliche Bühne ist nämlich das reale Umfeld des Nürburgrings und die in Adenau auftretenden Künstler waren als Illusionisten eigentlich auch nur Amateure. - In einem Jahr wollen sie wieder vor Publikum auftreten.

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