Die Zukunft der „Touri-Fahrten“ am Ring

„Wann schreiben Sie denn wieder mal eine 'Schöne Geschichte' zum 1. April?“, wurde ich vor Tagen von einem Leser gefragt. Tatsächlich hat es die schon mal in der Vergangenheit gegeben. Es gab einmal sogar eine Anfrage aus Mexico, in der um eine Zusendung als pdf-Datei gebeten wurde, weil man – wohl über deutsche Urlauber – davon gehört hatte. - Wer erinnert sich nicht gerne an den „Unterwasser-Windkanal“? - Und es war Eveline Lemke, damals „Noch-nicht-Wirtschaftsminsterin“, die anregte, doch einmal das System, unter dem Motor-KRITIK damals erschien, so umzustellen, dass eine schnelle Übersetzung durch Google in andere Sprachen möglich wäre. Ihre Anregung wurde inzwischen umgesetzt und so soll es tatsächlich Leser in anderen Ländern geben, die Motor-KRITIK-Geschichten – nicht nur solche zum 1. April – mal schnell vom Computer in ihre Landessprache übersetzen lassen. Darum habe ich mir mit dem Thema – zur Veröffentlichung an diesem Tag – auch sehr viel Mühe gegeben. - Hätte ich zur tatsächlichen Situation der Formel 1 schreiben sollen, oder dass „Grüne Hölle-Rock“ nun in einem „Blau-Weißen“ Stadion stattfinden könnte? - Man würde es für einen April-Scherz halten. - Also habe ich ein Thema gewählt, wie es ernster gar nicht sein kann. - Am 1. April:

Die Zukunft der „Touri-Fahrten“ am Ring

Es war einmal ein lieber junger Mann; der wurde in einem tiefen, dunklen Keller gefangen gehalten. Dort musste er harte Frondienste leisten. Nur der Gedanke an sein „Schneewittchen“ hielt ihn aufrecht. - Und draußen heulte der böse Wolf. … -

So könnte eine Geschichte beginnen, wenn sie denn ein altes Märchen wäre. Aber hier soll – gerade heute – einmal – politischen Empfehlungen gemäß - nach vorne geblickt und es sollen optimistische Gedanken vermittelt werden, die dann – vielleicht - auch ein zustimmendes Lächeln in die Gesichter der Leser zaubern. - Am 1. April!

Also lassen wir die Geschichte, nachdem wir ein so tolles Thema gewählt haben (s. Titel) einmal ganz anders beginnen, weil es kein „grimmiges“, sondern ein modernes, pfiffiges, lockeres Märchen werden soll:

Da sitzt ein netter junger Mann auf einem modernen, hydraulisch gefederten Bürostuhl im Basement eines Hauses, das im Villenviertel einer Großstadt mit interessanter Vergangenheit steht und rollt in kurzen Abständen ein wenig vor und zurück. Die junge Mann schaut zwar aus einem Kellerfenster, sieht seine Zukunft aber vor sich und möchte die gerne scharf stellen. - Punktgenau!

Sein Thema ist der Motorsport. Der hat sogar sein Privatleben beeinflusst. An seiner Seite weiß er eines der schönsten Grid-Girls die eine renomierte Rennsportserie je gesehen hat. Mit ihr gemeinsam möchte er heraus aus Keller und Stadt und – hinein in ein freundliches Umfeld. - Ins Grüne vielleicht. - Oder so. - Es muss ja nicht gleich die „Grüne Hölle“ sein.

Aber tatsächlich ist er – märchenhaft sicher - in der Eifel gelandet. Nicht nur in seinem Träumen, sondern auch in diesem virtuellen Märchen. - Alles digital, nichts analog! (Oder doch anders herum?)

Manchmal singt der junge Mann, der aus der Großstadt kam, nun am Morgen das schöne deutsche Volkslied: „Zwischen Berg und digi-, digi Tal, saßen ein, zwei Hasen.“ Und seine Lebensgefährtin schenkt ihm dazu nicht nur ihr Lächeln, sondern auch den Kaffee ein.

Unweit dieses Traumpaares wohnt ein reicher Schuhmacher, der nach dem Motto arbeitet: „Wem der Schuh passt, der zieht ihn sich an.“ Da er bis dahin aber schon so viele Schuhe gefertigt hat, die niemandem passten, stand er praktisch vor einer Halde von Schuhen (oder waren es Schulden?) und hat seinen jungen Nachbarn mal gefragt: „Willst du mir helfen?“

Der Gefragte fand die Fragestellung recht symphatisch. Nicht „kannst“, sondern „willst du“. - Die Antwort war darum: „Ja, ich will!“

Sollte man nun weiter „rahmengenähte“...? - „Nein, nein“, sagte der Schuhmacher und winkte ab. Es soll etwas völlig Neues sein, nicht entwickelt aus Bewährtem! - „Wir müssen auch an die Veganer denken und an die Plastikkarten-Generation!“

„Aha“, meinte unser junger Dynamiker – und schlug vor: „Dann entwickeln wir doch einfach mal was Modernes. - Einen Stufenplan mit Zukunft vielleicht?“

Da hatte dann der gute, alte Schuhmacher keine Einwände, klatschte vor Freude in die Hände und gab das Startsignal. - Nun könnte er – „ab in den Urlaub!“ - Und leben „wie Gott in Frankreich“!

Und der nette, junge Mann machte sich an die Arbeit. Man wird sich wundern, welcher Art (nicht zu verwechseln mit „Welcherath“) das Ergebnis ist.

So soll man – bitte! - nicht erstaunt sein, wenn – vielleicht – folgende gedankenschweren Entwicklungsschritte den Fans einer Rennstrecke mit Vergangenheit, Mythos und gesetzlich geregeltem freiem Zugang noch bevorstehen. Der alte Schuhmachermeister hat sie längst abgenickt und empfindet auch den Vorschlag als kleines Meisterstück:

  • 1. Stufe:

Grundsätzlich darf niemand mehr die Nordschleife befahren, der nicht alle seine Kontaktdaten an einem Terminal hinterlassen hat: Namen, genaue Adresse, Telefon-Nummern, e-mail-Adresse. Der Personalausweis muss vorlegt werden und wird eingescannt.

Außerdem werden die Preise neu festgelegt: Montag – Freitag 20 Euro pro Runde, Samstags/Sonntags 34 Euro pro Runde.

  • 2. Stufe:

Es werden keine einzelnen Runden mehr verkauft, sondern immer Rundenblöcke, z.B. zu 100, 200 und 500 Euro. - Diese „Blockkarten“ werden mit den Farben Bronze, Silber, Gold (o.ä.) bezeichnet. Jahreskarten wird es nicht mehr geben. Noch im Umlauf befindliche 2014er Karten für einzelne und mehrere Runden können/dürfen noch abgefahren werden.

  • 3. Stufe:

Den Käufern der neuen „Runden-Blöcke“ werden – wenn Wochenendfahrten gewünscht und angemeldet sind – per hinterlegten Kontaktdaten die präzisen Stundendaten übermittelt, an denen sie an einem bestimmten Sonntag z.B. fahren dürfen. - Nur zu diesen Zeiten ist dann das Fahren auf der Nordschleife für diese Nutzer erlaubt. - Davon könnte auch der Campingplatz profitieren, so dass dort über eine Vermittlungsprovision zu verhandeln wäre.

  • 4. Stufe:

Entsprechend den Kartenfarben (Gold, Silver, Bronze) wird ein Punktesystem entwickelt, das in ein Bonussystem mündet. -

Dem Vernehmen nach wird daran noch gearbeitet. Auch eine 5. Stufe ist in Aussicht genommen. Aber eine Genehmigungsdirektion, eigentlich ohne Einfluss, die hat die ersten drei Stufen der Zukunfts-Entwicklung schon abgenickt, weil sie die Zahlenreihe bis zu dieser Stufe sicher beherrscht. - Wie auch vom „TÖFF Sauberland“– entsprechend DIN NR-KO 08/15 - bestätigt wurde. - (Urkunde liegt vor. Die kostenpflichtige Plakette wurde aus Kostengründen bisher nicht angebracht.)

Und wenn den beiden Akteuren nichts passiert, was ihre vertrauensvolle Zusammenarbeit stören könnte, dann dürfen wir heute, am 1. April, schon mit Freuden dem 1. Mai entgegen sehen. Das ist nicht nur der „Tag der Arbeit“, nicht nur ein Feiertag (weil heute kaum noch etwas so ist, wie es benannt wurde), sondern vielleicht auch der Beginn einer wunderbaren Zukunft!

Die Zukunft der „Touri-Fahrten“ am Ring! - Wirklich?

Aber wer kann diese Frage an diesem märchenhaften 1. April schon mit Sicherheit beantworten?

MK/Wilhelm Hahne

PS: Natürlich ist das allgemein gültige Copyright auch für das oben veröffentlichte Märchen nicht ohne Bedeutung. Über eine Nutzung der darin geäußerten guten Ideen sollen aber nicht die Gerichte entscheiden müssen. Darum stelle ich sie der Allgemeinheit hiermit kostenlos zur Verfügung. - Sowohl zur analogen, wie auch zur digitalen Nutzung. - Wirklich! - Und mit Sicherheit! - Weil die bei den „Touri-Fahrten“ am Ring so wichtig ist.

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