Nürburgring: Nun in selbst gestrickter Zwangsjacke?

Der eigentliche „Nürburgring-Skandal“ liegt weit zurück. Da wurden in der Partei, die einen teuren Unsinn verantwortete, die „Macher“ getauscht. Da wurden am Objekt die Pächter und Besitzer gewechselt. Das wurde – und wird immer noch – bei der EU „auf Zeit gespielt“. Da glaubt man wohl weniger an das Sprichwort, nach dem die Zeit alle Wunden heilt, sondern man rechnet wohl eiskalt mit dem Vergessen der Beobachter über die Zeit. Das dauert aber, wenn man sicher gehen will, eventuell Jahrzehnte. Aber so lange kann man nicht unbedingt warten. Also müssen manche Dinge „passend gemacht werden“, bevor man sich wieder „aus der Deckung wagt“. Denn man steht auch unter einem gewissen Druck. Man kann zwar in einigen Fällen damit rechnen, dass „aus Gefälligkeit“ ein wenig „der Deckel gelüftet“ wird, damit der Druck entweicht. Das erspart aber nicht eigene „Anpassungsmaßnahmen“. Interessant ist, dass sich durch gemeinsame Interessen dann „in diesem Spiel“ wieder „Macher“ der verschiedensten Colleur zusammen finden. - Gemeinsame Interessen vereinen! - Aber der entstehende Eindruck muss sich gegenüber der Öffentlichkeit auch als sinnvolle Anpassung – jede für sich – verkaufen lassen. - Motor-KRITIK möchte mal ein wenig „mit der eigenen, kleinen Taschenlampe“ ein paar der damals entstandenen Situationen aus heutiger Sicht beleuchten:

Nürburgring: Nun in selbst gestrickter Zwangsjacke?

Nein, es war nicht so, dass die Bundesregierung irgendwann die Eigentumsrechte an der Rennstrecke Nürburgring dem Land Rheinland-Pfalz übertragen hätte. Das Land RLP kam auch nicht etwa in den Besitz dieser Rennstrecke, weil es sich darum bemüht hätte.

Die Eigentumsübertragung des Nürburgrings vom Bund an das Land Rheinland-Pfalz, erfolgte nicht in einem einzelnen, klar dokumentierten Übergabeverfahren. Der Nürburgring wurde nach dem Zweiten Weltkrieg und der Gründung des Landes Rheinland-Pfalz eigentlich automatisch Teil des neuen Bundeslandes. 

Bemüht – diese Rennstrecke wieder „los zu werden“ – hat man sich aber erst nach einer Insolvenz der landeseigenen GmbH in einem Verfahren, in dem der Besitzer eigentlich weiterhin um ein Weiterbestehen seiner Firma bemüht bleiben sollte. - Bleiben muss?

Die hier besprochene Insolvenz am Nürburgring trägt den Zusatz „in Eigenverwaltung“! Eine solche „Sonder-Insolvenz“ muss nicht nur von einem Insolvenzgericht genehmigt sein, sondern dieses Gericht erwartet dann auch – normaler Weise – die Vorlage eines „Sanierungsplans“, der die seriöse Weiterführung des Unternehmens sicher stellt.

  • Ein solcher Sanierungsplan wurde von der landeseigenen Gesellschaft-mbH bzw. dessen Insolvenz-Geschäftsführer -  niemals  beim Insolvenzgericht in Ahrweiler eingereicht!

Die Landesregierung von Rheinland-Pfalz zeigte keinerlei Anzeichen, die nicht nur mit dem Rennstreckenbetrieb verbundenen Aufgaben und die Verantwortung für den Besitz von deutschem Kulturgut weiterhin zu übernehmen.

  • Das Ziel der Landesregierung war also niemals eine Sanierung des Unternehmens, sondern ausschließlich ein Verkauf der Rennstrecke. Der Verkauf wurde als dringend empfunden und entsprechend behandelt. Man empfand die Rennstrecke schließlich offenbar wie einen „Klotz am Bein“, den man gerne los werden würde!

Das sozusagen „um jeden Preis“ und möglichst „unauffällig“! - Man hatte am Beispiel dieses Objekts begriffen, dass man mit „visionärer Politik“ nicht negativ auffallen sollte. Vor allen Dingen nicht dadurch, dass man viel – sehr viel - Steuergeld dafür verschwendet! - Das kommt beim Bürger – der auch Wähler ist -  nicht so gut an!

Man hat bei der Umsetzung dieser aus böser Erfahrung gewonnenen Grundidee, aber wieder Fehler um Fehler gemacht, die dann in der Folge irgendwie „kaschiert“ werden mussten. Wobei man wohl von Seiten aller irgendwie involvierten Politiker die notwendige Hilfe erwartete. - Auch von Seiten der EU!

  • Schließlich müssen Politiker Vorbild sein! - Sie müssen darum zur Darstellung von Leistung eine Einheit bilden!

Wenn man einmal ein paar Daten Revue passieren lässt, dann wird deutlich, dass das scheinbar gelungen ist. Man legte einen Aktionismus an den Tag, der mit dem Schaulaufen der Paare im Eiskunstlauf vergleichbar ist:

  • Wunderschön anzuschauen, aber von den Fachleuten gibt es keine Bewertung. Nur der Beifall des fachlich nicht geschulten Publikums belohnt die Anstrengungen der Akteure!

Genauso war es im Fall des Nürburgring-Verkaufs.

Ausgangspunkt war die Insolvenz in Eigenverwaltung, der Nürburgring GmbH, die am 1. November 2012 durch das Amtsgericht Ahrweiler (= Insolvenzgericht) offiziell eröffnet wurde.

  • Weil es mir gerade einfällt: Auch der „damalige“ Direktor dort ist inzwischen längst „im Ruhestand“!

Diese Insolvenz (in Eigenverwaltung!) ist auch nach fast 14 Jahren noch nicht abgeschlossen. Wenn man aber weiß, dass das der Abschluss eines Insolvenzverfahrens in Deutschland schon mal 32 Jahre gedauert hat, hat man hier noch nicht einmal Aussicht auf einen neuen Rekord! 

Aber sicher auf eine „tolle“ Rechnung des Insolvenz-Sachwalters – schon wegen des berechneten Aufschlags „wegen erschwerter Bedingungen“! - Aber nach seinen ersten Berechnungen ist dafür ausreichend Insolvenzmasse vorhanden.

  • Man könnte „diesen Nürburgring-Insolvenzfall“ also – fast – unter „normal“ ablegen.

Den Verkauf des Nürburgrings muss man – damit verglichen – aber dann schon mit „außergewöhnlich“ bewerten. - Der ist wie zu einem Flächenbrand ausgeartet, der für den normalen Bürger aber unerkennbar, immer noch wie „Glut unter der Asche“ glimmt und auch das Polit-Klima beeinflusst.

Da wurde jemand Gesundheitsminister, der zum Zeitpunkt des „Nürburgring-Skandals noch 
Kreisvorsitzender der SPD in Mayen-Koblenz, Landtagsabgeordneter und Rechtsanwalt war. Aber er hat „damals“ den „Nürburgring-Skandal“ scheinbar anders empfunden und sich 2010 so geäußert:

„Die schwierige Phase der vergangenen zwei Jahre ist vorbei. Die Fehler die gemacht wurden, sind durch Wirtschaftsminister Hendrik Hering korrigiert worden. Nur ein Fazit lässt sich wirklich seriös feststellen: Das Land Rheinland Pfalz hat sich um die touristische Entwicklung der Region auch mit dem Nürburgring verdient gemacht. Ein ähnliches Beispiel für eine Weiterentwicklung einer Region gibt es in ganz Deutschland nicht.“

Der erwähnte Wirtschaftsminister wurde, nachdem sich der „Lärm“ um den Skandal ein wenig gelegt hatte dann mit der Position eines Landtagspräsidenten belohnt. Aus dem o.e. SPD-Kreisvorsitzenden wurde ein Gesundheitsminister. 

Wenn man sich heute fragt, warum denn bestimmte Staatssekretäre – aber das nur in Rheinland.Pfalz – dadurch besonders belohnt wurden, dass man sie in einen langjährigen, scheinbar unbegrenzten „Sonder-.Urlaub“ schickte, der natürlich – lt. aktueller Feststellung der Staatsanwaltschaft Mainz „rechtlich unbedenklich“ war und ist – der sollte sich zu erinnern suchen, wie sich diese Leute evtl. zum Thema „Nürburgring-Skandal“ in damals unterschiedlichen Positionen eingesetzt haben.

  • Oder anders gefragt: Warum sind solche „Sonderurlaube“ nur in Rheinland-Pfalz feststellbar?

Die Geschichte dieses Skandals ist eigentlich endlos und kann im ganzen Umfang nur von denen begriffen werden, die ihn in allen Teilen erlebt haben.

Er endete auch nicht mit dem ersten Verkauf des Nürburgrings. Denn eigentlich kam es zu einem zweiten Verkauf – das ist meine persönliche Meinung – der aber geschickt kaschiert wurde.

Dieser erste Verkauf (!) konnte bis heute  – 12 Jahre danach – durch die Europäische Kommission noch nicht bestätigt werden. Er ist also bis heute durch die EU nicht genehmigt, obwohl es seit fast 5  Jahren die Entscheidung eines EU-Gerichtshof gibt, der die EU-Kommission zu einer Überprüfung einer Untersuchung des Verkaufsverfahrens auffordert, die eigentlich von ihr schon am 1. Oktober 2024 mit einem schnellen „i.O.“ abgehakt worden war.

Der Beschluss des EU-Gerichts ist vom September 2021. Mit ihm wurde die bisher geltende – dachte man - Zustimmung der EU-Kommission zum Verkauf des Nürburgring „für nichtig erklärt“. Damit wurde die EU-Kommission zur Einleitung eines neuen förmlichen Prüfverfahrens aufgefordert, um die Rechtmäßigkeit des Verkaufsverfahrens nun endgültig zu bewerten.

  • Wir schreiben inzwischen das Jahr 2026, „sind 5 Jahre weiter“! - Bisher ist eine Neubewertung nicht erfolgt!

Es gibt aber eine Menge Aktionismus. - Selbst dazu bedurfte es aber auch eines zwischenzeitlichen Anstoßes!

  • Im April 2024 hatte der Verein „Ja zum Nürburgring e.V.“ der EU-Behörde mit einer „Untätigkeitsklage“ gedroht.

Umgehend – schon im September 2024 (!) – hat dann die EU-Kommission ein – nennen wir es – „förmliches Verfahren“ eingeleitet, in dem sie der Bundesregierung, z.Hd. „Ihrer Exzellenz“ Frau Annalena Baerbock, „damals“ noch Bundesministerin des Auswärtigen, ein 49seitiges Schreiben mit einer Reihe von Darstellungen und Fragen zukommen ließ. 

Gegen Ende dieser Zustellung findet man auf Seite 49 unter dem Titel „4. Beschluss“, u.a. folgende Formulierung:

„In Anbetracht der vorstehenden Erwägungen fordert die Kommission Deutschland nach Artikel 108 Absatz 2 AEUV auf, innerhalb eines Monats nach Eingang dieses Schreibens Stellung zu nehmen und sämtliche für die Beurteilung der Beihilfen/Maßnahmen sachdienlichen Informationen zu übermitteln. Bitte leiten Sie unverzüglich eine Kopie dieses Schreibens an den potentiellen Empfänger der Beihilfen weiter.“

Unterzeichnet ist dieses Schreiben „Für die Kommission“ von der Exekutiv-Präsidentin Margrethe Vestager.

  • Margrete Vestager amtierte bis zum 30. November 2024 in der EU-Kommission.
  • Annalena Baerbock war bis zum Mai 2025 Bundesministerin des Auswärtigen.

Bis heute gibt es in der Sache „Nürburgring“ – darum? - von Seiten der EU-Kommission nichts Neues! - Gut Ding will Weile haben!

Unter Leitung einer Präsidentin, die sich in Deutschland schon durch Mangel an Erinnerungsvermögen als deutsche Verteidigungsministerin bewährt hat, könnte man das eigentlich als „normal“ empfinden!

Motor-KRITIK hat einmal einen kleinen Versuch gemacht, um festzustellen, ob diese geradezu gemütliche Art der Bearbeitung von Anfragen bei der EU wirklich normal oder ungewöhnlich ist.

Weil es beim Nürburgring-Verkauf auch „um Millionen geht“, habe ich mal in Sachen eines anderen „Millionen-Dings“  nachgefragt.

  • Für die EU-Kommission sind Millionen und Milliarden eigentlich immer normal. Es sind schließlich nicht die von ihr selbst erwirtschafteten Beträge!

Am 6. Februar 2026 habe ich die Dame bei einer Behörde in Brüssel angefragt, die auch in der offiziellen Information zu diesem Thema als Ansprechpartner benannt wird. Das ist zwar auch schon „ein paar Tage her“, aber – irgendwie - passend:

„Sehr geehrte Frau XX XXXX,
nach meinen Unterlagen gab es am 9.September 2024 eine Information
der EU-Kommission, dass man eine Rückforderung unvereinbarer Beihilfen
Deutschlands für den Flughafen Frankfurt-Hahn und Ryanair in Höhe von
rund 14 Mio. EUR angeordnet habe.
Hat die Bundesregierung oder das Land Rheinland-Pfalz inzwischen diese
Forderung beglichen?
Ich wäre Ihnen für eine kurze Antwort dankbar, wann, durch wen und in
welcher Höhe genau diese Zahlung erfolgte?
Mit freundlichen Grüßen
Wilhelm Hahne
Redaktion Motor-KRITIK“

Weil die Dame in Brüssel evtl. ein wenig überarbeitet sein könnte, habe ich ihr schon mal ein paar Tage mehr Zeit für eine Antwort gegeben. - Aber ich habe nichts gehört. Die e-Mail war auch nicht zurück gekommen, also war/ist die Adresse heute noch gültig.

Da habe ich dann  – sehr vorsichtig – am 25. Februar 2026, also 19 Tage später, noch einmal nach gehört:

„Guten Morgen,

ich habe gerade noch einmal nach einer Antwort gesucht.
Sie hätte ja auch im "SPAM" gelandet sein können.

Aber mich - bzw. meinen e-Mail-Eingang - hat bis heute
keine Antwort auf meine Anfrage vom 6. Februar
erreicht.

Vielleicht reicht es für einen Zwischenbescheid, wenn die
Recherche zur Basis für eine Antwort auf meine e-Mail so
lange Zeit in Anspruch nimmt.

Ich würde mich freuen, von Ihnen zu hören.

Mit freundlichen Grüßen,
Wilhelm Hahne
Redaktion Motor-KRITIK“

Bis zum Einstelltermin dieser Geschichte – wir schreiben inzwischen März – hat mich keine Antwort erreicht.

  • Meine Großmutter war schon immer der Meinung: „Keine Antwort ist auch eine Antwort!“

Dass mich keine Antwort erreichte, liegt sicherlich nicht darin begründet, dass ich eine falsche „Verfahrens-Sprache“ für meine Anfrage gewählt hatte. Man arbeitet dort mit allen 24 Sprachen der wichtigen Mitgliedsländer.

  • Deutsch gehört sogar neben Englisch und Französisch zu den bei der EU in Brüssel  bevorzugt verwendeten Sprachen.

Vielleicht habe ich auch nur zu einem „falschen Thema“ angefragt. Dazu möchte man dann wohl keine „richtige“Antwort geben! - Weil, wenn sie ehrlich wäre… - Aber da möchte ich nichts unterstellen!

  • Vielleicht gehört auch das Nürburgring-Thema – wie das des Flughafen Hahn - zu den „falschen Themen“, die man nur ungerne anrührt! - Es gibt Dinge, über die spricht man einfach nicht! - Basta!

Tatsache ist, dass sich sowohl die politischen Parteien in Deutschland als auch die bei der EU vertretenen nicht „mit Ruhm bekleckern“, wenn es um das Thema Nürburgring geht. Man scheint dort wirklich „auf Zeit zu spielen“.

Um dem aktuellen Besitzer des Nürburgrings, einem russischen Oligarchen, vielleicht die Möglichkeit zu geben, seine aktuellen Aktivitäten in der Ausrichtung der Geschäftstätigkeit ein wenig präziser an den Vorstellungen der EU auszurichten? 

  • Vielleicht sollte er die Vorstellungen nun – sozusagen plakativ - nutzen, die mal in 2014 die EU-Kommission als neues Unternehmenskonzept – dargestellt vom „capricorn“-Chef Robertino Wild - so begeisterten.

Das muss wohl so sein, denn so manche der eigenartig wirkenden Maßnahmen, die man auch gerne von Seiten des aktuellen Nürburgring-Besitzers aktuell publiziert, passen exakt in das Schema, das ein Robertino Wild mit seinem Angebot durch eine damals neu gegründete „capricorn“-Firma, zusammen mit seinem damals auch neuen Partner, als „seine Ideen“ von einer anderen Art der Nutzung gegenüber der EU-Kommission am Nürburgring favorisierte.

  • Aber bei allem Bemühen aller Beteiligten: Es wird nicht reichen!

Robertino Wild wollte z.B. die ganze „andere Straßenseite“ (an der B 258), dort wo man heute immer noch die meisten Lokale in „alter Funktion“ findet, abreißen, „schleifen“, um Platz zu machen für ein tolles „Technologiecluster“. 

  • Oder ist eine Bowling-Bahn statt einer Disco schon der richtige Schritt in die richtige Richtung?

Den Versuch einer Deutlichmachung zur Umsetzung von „wilden“ Ideen findet man nun aktuell in der örtlichen Presse dargestellt.  Danach soll ein Teil des am Nürburgring vorhandenen Museums dann nach einem entsprechenden Umbau, zwei Automobilfirmen  zur Verfügung gestellt werden soll. - Der Umbau läuft. - Er schließt einen direkten Zugang zur Rennstrecke mit ein.

  • Und die Mieter dafür wird man schon finden. - Und wenn es in China ist!

Dafür muss ein Teil der Schienen entfernt werden, die eigentlich der Funktion der Achterbahn dienen sollten. Diese Achterbahn, nur um 12 Millionen teuer, hat niemals funktioniert. - Sie lässt sich auch nicht, wie von Robertino Wild erträumt, abbauen. - Auch der kannte die Realität nicht, die beim Verkauf des Nürburgrings auch nicht vom Verkäufer zur Kenntnis genommen wurde! - Ich denke dabei an die damalige finanzielle Situation im capricorn-Firmengebilde.

  • Immerhin ist so der optisch wesentliche Teil dieser fehlgeplanten Achterbahn zu einem nachts beleuchteten Erinnerungs-Denkmal an die Fehlleistungen von Politikern geworden!

Nachdem auch andere Dinge in Art der damaligen „capricorn“-Ideen umgesetzt wurden, müsste es doch der EU-Kommission nun  „langsam möglich sein“, zu einer abschließenden Bewertung des Nürburgring-Verkaufs vor 12 Jahren zu finden.

Aber man hat sich wohl in alten Argumenten verfangen. Man glaubt wohl noch, darum „auf Zeit spielen zu müssen“. Man ist offensichtlich in einer selbst geschaffenen Zwangsjacke gefangen – zumindest dadurch ziemlich unbeweglich geworden.

Weil damit auch angedeutet werden kann, warum ein „auf Zeit spielen“ in Sachen Nürburgring-Verkauf Sinn macht:

Der Gläubiger-Ausschuss, nach den Insolvenz in Eigenverwaltung der Nürburgring GmbH eingesetzt, war die Institution, die über den Verkauf des Nürburgrings an eine „capricorn“-Firma verantwortlich gemacht werden kann, nachdem sie vom Insolvenz-Sachwalter entsprechend eingestimmt worden war.

Es gab nur ein einziges Mitglied – von Fünf – in diesem Ausschuss, der diesem Verkauf nicht zugestimmt hat, der aber von der Landesregierung an die „capricorn“-Firma gewünscht war.

Dieser noch selber denkende ehemalige Bürgermeister von Nürburg – von „KI“ war damals noch keine Rede - ist bereits vor vier Jahren im Alter von fasst 84 Jahren gestorben!

Mit dieser Geschichte möchte ich meine jüngeren Leser diskret darauf hinweisen, dass es durchaus schon mal Sinn macht, ein paar Jahrzehnte zurück zu denken, um eine aktuelle Entwicklung  besser – oder gar  richtig - verstehen zu können.

  • Das „Auf-Zeit-spielen“ von Politikern machte also in vielen Fällen durchaus Sinn!

Wobei mir persönlich trotzdem manches unverständlich ist und bleiben wird, warum es so viele „Mitspieler“ gab – und gibt!

  • Geht es nur darum, einen kleinen persönlichen Vorteil anzustreben?

Neues Spiel und Glück dann ab dem 22. März 2026! - Dann ist die 19. Landtagswahl in Rheinland-Pfalz!

MK/Wilhelm Hahne

PS: Natürlich sind das in meiner obigen Geschichte nur „Streiflichter“. Da könnte man noch einiges Unverständliche anführen. - Warum wurden z.B. in dem Verkaufs-Teaser der KPMG für den Nürburgring keinerlei Bauschäden erwähnt und aufgeführt, die doch offensichtlich vorhanden waren? - Aber jede Geschichte muss mal ein Ende haben. - Wenn sie nicht zu einem (weiteren) Buch werden soll!

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