Gespeichert von wh am
Der Eindruck entsteht bei mir schon mal, wenn ich die Reaktionen meines Umfeldes auf gewisse Entwicklungen beobachte. Seit Jahrzehnten nehme ich die Aufgaben eines Journalisten wahr und kann ich für mich diese Frage klar beantworten: Nein! - Ich orientiere mich mit der jeweiligen Ausrichtung einer Geschichte nicht danach, ob das Diesem oder Jenem gefällt. Ich richtige mich auch nicht nach der Bedeutung einer Person – z.B. im Öffentlichen Leben – die dann – aus diesem oder jenem Grund – in meinen Geschichten Erwähnung finden müssen, weil sie Teil des Geschehens sind, über das ich jeweils meine Leser – an Fakten orientiert – informieren möchte. Da können auch schon mal echte Freunde zum Gegenstand einer meiner Geschichten werden, auch wenn sie das vielleicht nicht so gut aussehen lässt. Ich werde immer an den Fakten orientiert meine Leser informieren, mich nicht von Gefühlen bestimmen lassen. Ich habe schon immer kein Problem damit gehabt, Erlebtes, Erlittenes oder auch das Geschehen im Umfeld anderer Menschen – wenn es mir bedeutsam schien – nicht zu vergessen, abzuspeichern (im Kopf!), aber niemals – auch wenn es mich persönlich hart und schon mal noch härter betraf – „nachtragend“ zu verarbeiten. Bei mir bleibt immer nur eine sachliche Information zurück. - Das hat mir im Leben oft geschadet. Ich habe mich damit oft selber benachteiligt. Ich habe zwar daraus gelernt, aber ich habe mich nicht verändert, niemals angepasst verhalten. - Aber ab und an tauchte beim Beobachten meines Umfeldes aber schon mal die Frage auf:
Sind wir nur auf der Welt um uns Freunde zu machen?
Aber zu allen Zeiten – und ich habe die unterschiedlichsten durchlebt – galt und gilt ein Spruch, mit dem meine Großmutter mir schon beibringen wollte, „wie das Leben spielt“:
„Wer die Musik bezahlt, der bestimmt was gespielt wird!“
Das hat sich niemals – jedenfalls im Verlaufe meines Lebens – geändert. Ich kann dafür eine Reihe von Beispielen nennen, die mir gerade so einfallen:
- Mein Vater saß im „Dritten Reich“ drei Monate in „Schutzhaft“, weil er einem Landrat – und „Parteigenossen“ - ohne „Rauchermarken“ keine Kiste Zigarren verkaufte.
- „Sippenhaft“ gab es nicht nur in der Phase meines Lebens, die auch durch den Zweiten Weltkrieg negativ beeinflusst war. Einer meiner Brüder wurde im Umgang mit mir zurück haltender, weil er durch meine Vorstellung von Journalismus – und mein entsprechendes Verhalten - mehr als nur das Gefühl empfunden hat, dass ich seine berufliche Karriere deutlich negativ beeinflusst habe: Da wurde ihm z.B. ein „Werksvertrag“ nicht verlängert, weil er mein Bruder ist! - Das war nicht im „Dritten Reich“.
- Es gab – auch jetzt in der Demokratie - unter frm Vorwand einer strafbaren Handlung eine Hausdurchsuchung bei mir, einem Journalisten. Damit wurde gegen §5 des Grundgesetzes verstoßen. Damit sollte mir wohl ein „Dämpfer“ in meiner realistischen Nürburgring-Berichterstattung verpasst werden. - Man hoffte wohl, so auch meine Informanten kennen zu lernen! - Das hat meine Grundeinstellung aber nicht verändern können.
So wurde ich „damals“ aber zum Mandanten eines Strafverteidigers, der mir nun aktuell in einem ganz anderen Zusammenhang wieder begegnet. Er wird inzwischen als einer der besten seiner Zunft in unserem Land gewertet.
- Er hat damals die Einstellung des staatsanwaltlichen Ermittlungsverfahrens erreicht!
Ich werte ihn so, wie ich ihn auch damals als Mandant empfand: Als einen wirklichen Fachmann auf seinem Gebiet, der sich von anderen seiner Zunft dadurch positiv unterscheidet, das er noch Empathie für jene Menschen entwickeln kann, deren Vertretung er gegenüber der Staatsanwaltshaft und den Gerichten übernimmt.
So klar und unmissverständlich er sich „damals“ – zu Recht und für Recht – in meiner Sache eingesetzt hat, so klar werde ich mich auch in seiner Sache verhalten. Unabhängig davon, ob ich allen Grund hätte, ihm dankbar zu sein. - Wäre er – aus meiner Sicht – „in falscher Richtung“ unterwegs, würde ich das auch so beschreiben.
Aber er ist in dem Fall, der gerade aktuell auch zu einem Fall für meine Journalisten-Kollegen wird, eigentlich ein positives Beispiel dafür, wie man sich als „ordentlicher Mensch“ verhalten sollte. Er wurde dabei geschädigt, hat aber – sehr unaufgeregt – versucht, die Dinge in seinem Sinne zu klären und zu regeln. - Natürlich!
Wenn eine Geschichte für meine Leser berichtenswert ist, gibt es schon mal in einer solchen Geschichte einen „Bösen“ und einen „Guten“. Man sollte auch davon ausgehen, dass das dann in einer journalistischen Geschichte klar und deutlich wird.
Aber in dem aktuellen Fall werden ein wenig die Akzente – aus welchem Grund auch immer – ein wenig verschoben. Die Geschichte – die ich meine - orientiert sich auch nicht am aktuellen Stand der Abläufe, sondern schildert eine Situation, die eigentlich längst überholt ist. Der „Gute“ wird zwar dem Leser in einer für den normalen Leser „interessanten Form der Berichterstattung“ nahe gebracht, aber das in einer Art, die den „Guten“ nicht unbedingt als einen „Geschädigten“ deutlich werden lässt.
Der eigentlich „Böse“ kommt dagegen nach meinem Empfinden „gut weg“, weil er durch den besonderen „Promi“-Charakter der anderen beteiligten Personen und die Herausstellung der jeweiligen Position durch Schilderung der „passenden Details“ – in dieser Geschichte – eigentlich „in den Hintergrund gerät“.
Dabei hätte man auch eine scheinbare Nebenfigur mit folgenden Details auch ins „Scheinwerferlicht“ stellen können:
- Der Kaufpreis für dessen Privathaus betrug rd. 2,3 Millionen Euro.
- Dieses Haus wurde dann für ca. 4 Millionen Euro „netto“ (!) umgebaut!
- In dem Haus sind 3 (in Worten: Drei) „Boffi“-Küchen verbaut!
- Im Keller des Hauses findet man – wenn man weiß wo – einen interessanten Tresor!
- Im Keller gibt es auch – in einem Privathaus ungewöhnlich - einen „begehbaren Kühlschrank“.
- Das Bad ist mit Armaturen ausgestattet, die wunschgemäß mit Platin überzogen wurden!
So könnte ich – ohne etwas zu erfinden – weiter fortfahren und damit u.a. ein Fotobuch ergänzen.
- Weil solche und ähnliche Details ohne Aussagekraft in einer Geschichte zu diesem Thema waren oder wären, finden sie – und fanden sie auch bisher - bei Motor-KRITIK keine Erwähnung!
Auch hier lasse ich jetzt andere Dinge fehlen, die wahrscheinlich einen besseren Überblick vermitteln könnten. Das aber mehr aus Interesse daran, wie sich jetzt anderswo eine Geschichte zu dem Thema aus einer „anderer Sicht“ entwickelt, deren Ende für mich eigentlich schon lange klar ist. Die möchte ich aktuell nicht durch hier veröffentlichte Details („KI“!) beeinflussen!
- Hier in Motor-KRITIK habe ich meine Leser immer über die jeweils aktuellen Entwicklungen informiert!
Natürlich werde ich auch zu gegebener Zeit meine Leser zu diesem Thema „richtig“ ins Bild setzen. Bitte lassen Sie mir aber jetzt den Spaß, eine Entwicklung „zum Ende hin“ zu beobachten, die eigentlich in einer ersten Darstellung an anderer Stelle zu einer Geschichte geworden ist, wie ich sie vielleicht von einem Märchen-Erzähler auf dem Marktplatz von Marrakesch, im Königreich von Marokko erwartet hätte, aber nicht in der Realität im weiten – eher nüchternen - Umfeld der Eifel.
- Die bekanntlich schon zur Zeit Preußens als das „Sibirien Deutschlands“ empfunden wurde.
Aber das ist dann schon wieder eine andere Geschichte, die sich aber durchaus mit der hier beschriebenen verbinden ließe.
- Dazu schweigt zur Zeit zwar nicht „des Sängers Höflichkeit“, aber die EU-Kommission!
Das wäre dann wieder eine andere und weitere Geschichte. - Eine Geschichte, die auch das Leben schrieb!
Ja, ja, ich weiß! - Meine Großmutter hatte recht!



