Beispielhaft: „Und willst du nicht mein Bruder sein…

Wenn man – nach diesem vielversprechenden Anfang - den zweiten Teil dieses Spruchs hört, wird man ihn – gerade im Zusammenhang mit folgender Geschichte „als zu hart“ empfinden. Er soll auch nur – hier – daran erinnern, dass wir inzwischen in einer anderen Zeit leben, als die des Jahres 1848., als dieser Spruch wohl in Anlehnung an einen Spottvers aus der französischen Revolution entstand. Erst nachdem er vom deutschen Reichskanzler, Bernhard von Bülow, im Jahre 1903 in einer Rede im Reichstag verwendet wurde, wurde er populär. Hier steht er nur als Titel, weil man damit gut – zusammen fassend – und erschreckend(!) verdeutlichen kann, was am Nürburgring nach Übernahme durch einen russischen Oligarchen nun Stück für Stück passiert. Man zimmert an einer Konstruktion, die sowohl der EU-Kommission, dem ehemaligen Besitzer, der Landesregierung von Rheinland-Pfalz, aber auch dem neuen Besitzer wohl gefällt – weil nutzt! - Vielleicht würde dazu auch ein Spruch von Horaz passen, aber den bringe ich dann erst zum Ende der folgenden Geschichte. - Auch eine gerade – am 4. Februar 2026 - wieder angelaufene Aktion setzt unauffällig fort, was nicht unbedingt denen gefällt, die von Aktionen aus dieser nun „russischem Enklave“ eigentlich nur gestört sind. - Aber mancher hat inzwischen begriffen, dass der Anfang des im Titel begonnenen Spruchs auch eine Fortsetzung hat, die natürlich auch überspitzt, auf die spürbare Realität hinweist:

...so schlag ich dir den Schädel ein!“ - Verstanden?

Die geradezu unauffällige aktuelle Aktion, die gerade von der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG, mit einer e-Mail einem vorläufigen Ende zugeführt wird, wurde bereits im Juli letzten Jahren eingeleitet und soll wohl per Saldo einer Verbesserung der Einkünfte am Nürburgring dienen, aber auch der Kostensenkung.

Schon im Juli 2025 wurde von der Pächterfirma – einer Tochterfirma der Besitzer GmbH des Nürburgrings - u.a. geschrieben, was sich eigentlich – wenn man es nur „überlesen“ hat – sehr gut anhörte. 

Aber man schrieb u.a.:

„Unternehmen, die Partner des Nürburgrings werden möchten, können ihre Zusammenarbeit über verschiedene Bausteine gestalten. Dazu zählen unter anderem Werbe- und Naming-Rights, die ganzjährige Anmietung von Lounges oder Shops sowie der Erwerb von Lizenzen, um Produkte oder Dienstleistungen offiziell mit der Marke Nürburgring zu verbinden. Abgestimmt auf die Ziele und Bedürfnisse der Partnerunternehmen entwickelt der Nürburgring individuelle Konzepte, die vielfältige Möglichkeiten für Markenpräsenz, Kundenaktivierung und Netzwerkbildung eröffnen. Zur besseren Orientierung innerhalb der Partnerschaften hat der Nürburgring offizielle Partner-Badges eingeführt. Sie folgen einer klaren Farbstruktur: Gold steht für die Official Automotive Partner und Exclusive Partner, Silber für Premium Partner und Bronze für Business Partner.“

Eigentlich könnte man das auch so übersetzen:

  • Wer uns mehr zahlt oder auf andere Weise positiv einen Mehrwert vermittelt, der ist unser mehr oder weniger wichtiger Partner in Gold, Silber, Bronze – oder einfach nur „Member“.

Das macht auch eine „Pyramide“ deutlich, die man in dieser „Media-Information“ findet. Danach sind die bedeutenden „goldenen Official Automotive Partner“ bis zum Zeitpunkt Juli 2025:

 „BMW M, Mercedes-AMG und XIAOMI“

Also ist deren „Beteiligung“ sicherlich erwähnenswert groß. Aber man nennt keine Einnahmewerte.

  • Diskretion ist in diesem Fall Ehrensache! - Weil diese Einstellung gerade passend ist!

Aber man hatte aus der Vergangenheit, die gerade im letzten Jahrzehnt sehr „quierlig“ war, noch „Beteiligte am Bein“, die man nun wohl aktuell als Belastung empfunden hat.

So gab es dann – exakt am 4. Februar 2026 – dann eine nette e-Mail an die, deren Mitarbeit man jetzt wohl nicht mehr braucht. 

  • Die „früher“ als „Lindner“-Hotel bezeichnete „Herberge“ ist wie das „Eifel-Dorf“ sind  inzwischen auch fest „in russischer Hand“.

Da interessiert dann auch nicht, was einmal vom eigentlichen ersten Käufer des Nürburgrings, Robertino Wild („capricorn“), gegenüber einer Düsseldorfer Zeitung gesagt wurde. Da war am 13. Dezember 2013 u.a. in der „NRZ“ zu lesen:

„Den seinerzeit dort gebauten Freizeitpark und die Partymeile „Grüne Hölle“ sieht Wild aber nicht in seinem Konzept vor. Er plädiert für einen Abriss. Das wäre eine Lösung, die in der Region auf große Zustimmung stoßen würde, weil weite Teile der Bevölkerung diese Idee eines früheren Investors schon immer für unpassend hielten.“

In der „Partymeile“, wie sie in der „NRZ“ bezeichnet wurde, kann inzwischen – neu - sogar Bowling gespielt werden. Man investiert also! (Motor-KRITIK hatte dazu bereits zu Zeiten des Umbaus einer „damals“ erbauten Disco seine Leser informiert.)

Dabei hat der  „Zweitkäufer“ des Nürburgrings aber selbst kleine Kostensenkungen nicht aus dem Auge verloren.

So muss man dann auch die e-Mail vom 4. Februar werten, die alle bisherigen rd. 20 „Touristikpartner“ mit folgendem Inhalt erreichte:

„Sehr geehrte Touristikpartner,

wir möchten Sie heute darüber informieren, dass die bestehenden Nürburgring Touristikpartnerschaften zum 28. Februar 2026 eingestellt werden.

In den vergangenen Jahren haben Sie als Teil dieses Netzwerks dazu beigetragen, das touristische Angebot rund um den Nürburgring zu bereichern und vielen Gästen den Aufenthalt in der Region noch erlebnisreicher zu gestalten.

Dafür danken wir Ihnen herzlich.

Im Zuge einer inhaltlichen Neuausrichtung unserer touristischen Kommunikation wird das bisherige Partnermodell nicht fortgeführt. Gleichzeitig möchten wir weiterhin mit Ihnen als touristische Leistungsträger der Region in Verbindung bleiben.

Tragen Sie sich daher gerne in unseren Nürburgring Newsletter (in der Fußzeile der Website) ein, um künftig regelmäßig über relevante Termine, Angebote und Services informiert zu werden: 
https://www.nuerburgring.de/info/company/contact 

NEU: Unser Online-Bestellformular für Flyer und Werbemittel: https://de.surveymonkey.com/r/NUERBURGRING-WERBEMITTEL

Für Rückfragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Grüße aus der Grünen Hölle / Regards from the Green Hell

i. A.  ….. ………...“

Die „Touristikpartner“ empfanden sich durchaus als solche, zumal ihnen das mit einer Urkunde zugesichert war, die allerdings noch aus einer Zeit stammt, als die Unterschrift eines Hauptgeschäftsführers, Dr. Walter Kafitz, durch die direkte Verbindung zur Landesregierung von Rheinland-Pfalz, noch einen Wert besaß.

In der Vergangenheit wurden die bisherigen „Touristikpartner“ schon mal über „Werbegeschenke“ – und wenn es nur alle drei Jahre eine neue Nürburgring-Fahne war - interessiert und ihnen verdeutlicht, dass sie für den Nürburgring eine Bedeutung hätten.

  • Das ist nun ab dem 28. Februar 2026 vorbei. Dieser Kostenfaktor ist dann beseitigt!

Wenn aber jemand neuer Business Partner werden will, kann er sich durch gekaufte Unterstützung qualifizieren!  -  So einfach ist das !

Und der Nürburgring kann jetzt unbelastet seine eigenen Hotels und das „Eifeldorf“ vermarkten. Mehr oder weniger „rücksichtslos“!

  • Als die Landesregierung von Rheinland-Pfalz diese zusätzlichen „Herbergen“ schuf, wurde noch davon gesprochen, dass man das „für die Region“ machen würde.

Wer spricht heute noch von einer „Unterstützung der Region“? - Wenn doch, so hat das höchstens „Alibi“-Charakter! - Die aktuelle Landesregierung verkündet gerne, dass sie mit der ganzen Entwicklung nichts zu tun habe. Schließlich sei die landeseigene Nürburgring GmbH schon vor langer Zeit in Insolvenz gegangen.

Sie – die aktuelle Landesregierung - habe aber durch eine entsprechende gesetzliche Weichenstellung, eine positive Entwicklung der Region um den Nürburgring noch unterstützt.

Man vergisst dabei zu sagen, dass es eine Insolvenz in Eigenverwaltung war und es einen Insolvenz-Geschäftsführer gibt (gab?), der aus der Insolvenzmasse sehr gut bezahlt wurde. - War das auch nur eine Aktion mit Alibi-Charakter? 

  • Es gibt aber auch „von außen“ keine Einwände gegen die bisher erfolgten „stillen Veränderungen“! - Und die EU-Kommission schweigt, wo sie eigentlich längst eine Entscheidung getroffen haben sollte! 

Denn der Verkauf des Nürburgrings ist bis heute offiziell nicht abgeschlossen – genauso wenig, wie auch die Insolvenz in Eigenverwaltung!

Natürlich wirkt der Titel zu dieser Geschichte trotz allem wie die Ankündigung eines Erdbebens, dem dann nur ein leichter „Schauder“ folgt.

Aber sogar jetzt - beim Schreiben - habe ich persönlich eine leichte „cutis anserina“ (lat. = Gänsehaut)  bekommen.

Aber man sollte das alles vielleicht nicht „zu eng“ sehen. Schon Horaz, geboren 65 v. Chr., war einer der bedeutendsten römischen Dichter seiner Zeit – und wusste:

„Mische ein bisschen Torheit in dein ernsthaftes Tun und Trachten! Albernheiten im rechten Moment sind etwas ganz Köstliches.“

Unsere RLP-Landesregierung und deren Freunde am Nürburgring kennen sich aus!

MK/Wilhelm Hahne

PS: Die bisherigen „Touristikpartner“ sollten ihre „Partner-Urkunde“nicht einfach in den Papierkorb werfen oder anderswie „nachhaltig“ entsorgen.  - Idealer Weise könnte man – vielleicht – dieses Papier direkt der NR Holding Umwelt GmbH, Hainstraße 58, 63526 Erlensee – Eingetragen bim AG Düsseldorf unter HRB 85345 – zum Kauf anbieten – Mit der Pächterfirma des Nürburgrings über deren Firmenleitung eng verbunden, könnte es so – vielleicht – noch zu einer neuen kleinen „Member“-Partnerschaft am Nürburgring kommen. - Oder nicht oder doch?

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