Über Leben & Tod in der Capricorn-Phase des Lebens!

Wir befinden uns aktuell – astrologisch betrachtet – in der „Capricorn“-Phase, die exakt am 22. Dezember eines Jahres beginnt und jeweils am 20. Januar des dann nächsten Jahres endet. Wer es gerne genauer hätte, der unterscheidet noch zwischen „Capricorn I“ bis Capricorn III“. Phase „I“ beginnt am 26. Dezember und endet am 2. Januar, „II“ reicht vom 3. - 9. Januar, „III“ vom 10. - 16.Januar. - Da haben sich die „Grenzen“ also etwas gegenüber der allgemeinen Betrachtung verschoben., Ich habe mir in diesen Tagen einmal darüber Gedanken gemacht, weil ich eine Reihe von Menschen kenne, die in dieser Zeit-Phase geboren wurden. Wahrscheinlich sind sie schon davon beeinflusst, dass sie in eine „kalte“ Jahreszeit hinein geboren wurden. Es gibt also wahrscheinlich besonders prägende Grundanlagen. Aber die wurden sicherlich durch das dann in den Jahren nach der Geburt erlebte – und prägende – Umfeld mit beeinflusst. So haben sich Menschen mit gleichem Geburtsdatum nach meiner Beobachtung durchaus jeweils anders entwickelt. - Was haben z.B. ein Konrad Adenauer, ein Hans-Joachim Stuck, eine Marlene Dietrich, eine Elisabeth Arden, ein Richard M. Nixon, ein Walter Steinmeier, ein Jacky Ickx, eine Simone de Bevauivoir, ein Martin Luther und ein Robertino Wild gemeinsam? - Alles „Capricorn“! - Ich hatte in diesem Tagen mal Grund, über solche und ähnliche Fragen nachzudenken, die man sich sonst im Alltagstrubel kaum stellt.

Über Leben & Tod in der Capricorn-Phase des Lebens!

In dieser Zeitphase wird – und wurde – nicht nur Leben geboren. Ich erlebe gerade, dass in einer solchen Phase auch Leben enden kann. - Einfach so! - Wer ist auch schon auf sein Ende wirklich vorbereitet, wenn es plötzlich – überraschend - erfolgt?

In der Verbandsgemeinde ist gerade der Verbandsbürgermeister überraschend mit einem Herzinfarkt aus dem Leben geschieden. Ein lebensfroher, cleverer Politiker, der seine Wiederwahl noch vor Kurzem geschickt vorgezogen hatte, um noch mal gewählt werden zu können. Er hatte Spaß an seiner Tätigkeit, die sich an seiner Einstellung zum Menschen orientierte.

Vorbei! - Es wird einen neuen „Funktionär“ in seiner Position geben. Er wird anders funktionieren. - Weil er zu einem anderen Zeitpunkt geboren wurde?

Denken wir doch mal darüber nach, wen wir z.B. alles persönlich besser kennen lernen durften als andere, die z.B. auch in der „Capricorn“-Phase geboren wurden.

Natürlich fällt mir da ein Robertino Wild ein, dessen Art – und wie es dazu kommen konnte – ich eigentlich nie so richtig verstanden habe, obwohl ich seine Entwicklung und sein Handeln inzwischen seit Jahrzehnten interessiert verfolge.

Robertino Wild ist am 28. Dezember geboren., am gleichen Tag wie ein John von Neumann, einem Mathematiker und Pionier der Computer-Wissenschaft. - Gibt es da Gemeinsamkeiten?

Natürlich könnte man auch fragen: Wo hätte dann ein Hans-Joachim Stuck Ähnlichkeiten mit einem Hans von Dohnanyi? - Der eine ein „Gaudi-Bursch“, Rennfahrer, Berater und Präsident eines Sportverbandes, der andere Jurist, Widerstandskämpfer, Teilnehmer am Hitler-Attentat. - Und darum tot! - Beide sind an einem 1. Januar geboren!

Man könnte sicherlich auch kaum charakterliche Ähnlichkeiten zwischen Stuck und Jacky Ickx feststellen, wenn man danach suchen würde. - Beide wurden zwar am 1. Januar geboren, beide waren auch erfolgreiche Rennfahrer. - Aber das waren andere auch. - Kann man solche nur entdecken, wenn man sie unter dem Geburtsdatum 1. Januar sucht? - Werden am 1. Januar Geborene immer erfolgreiche Auto-Rennfahrer?

Meine jüngste Schwester, unter dem Namen Gerda van Ommen, als Mutter von Jörg van Ommen in „unseren Kreisen“ sicherlich bekannter, als unter ihrem Mädchen-Namen, wurde am gleichen Tag wie Hermann Göring, nämlich am 12. Januar geboren. - Wer könnte da Ähnlichkeiten ausmachen?

Aber es ist wohl schon „etwas dran“, dass „Wintermenschen“ eine andere Sorte Mensch sind als solche, die im Sommer geboren wurden. Aber man muss auch festhalten, dass – wenn ich z.B. an Abiturienten danke – sich sicherlich Unterschiede schon allein daraus ergeben, dass sie zu unterschiedlichen Zeiten zu diesem Schulabschluss gekommen sind.

Da wird ein Abiturient der 50er Jahre anders sein, als ein solcher des Jahres 2000. Man ist eben in einem anderen Umfeld heran gewachsen. Der Eine ist grundsätzlich immer alleine – und wahrscheinlich „zu Fuß“ – in die Schule gegangen, hat sicherlich viele Stunden in Luftschutzbunkern verbracht, der Andere wurde schon mal häufiger – besonders bei schlechtem Wetter – mit dem SUV zur Schule gefahren und nachts von den Eltern aus der Disco abgeholt.

Der Eine hat sofort nach dem Abi mit dem Studium begonnen, der Andere hat sich – nach dem ganzen „Schulstress“ – zunächst mal eine „Auszeit“ genommen und ist mal – so für ein Jahr – mal nach Australien oder Neuseeland gereist.

Der Eine wusste genau was er studieren wollte, der Andere musste sich zunächst noch überlegen, was er – vernünftiger Weise studieren sollte, wenn er sehr schnell sehr viel Geld verdienen will.

Natürlich kann – und sollte – man nicht alles pauschalieren. Trotzdem lohnt es sich für jeden ganz persönlich, einmal darüber nachzudenken, welchen Sinn er eigentlich mit seiner persönlichen Einstellung seinem Leben gibt.

Sind wir auf der Welt, um jeder Anstrengung möglichst aus dem Weg zu gehen, viel zu „chillen“, jede Möglichkeit zu nutzen, um den Einsatz der eigenen Möglichkeiten zu minimieren? - Damit verzichten wir auch auf ein Training unserer Anlagen!

Ich persönlich bin sehr zufrieden, dass ich in eine „magere Zeit“ hinein geboren wurde. Ich habe den wirtschaftlichen Aufschwung mit „anderen Augen“ gesehen als die, die in den wirtschaftlichen Boom hinein geboren wurden und heute jammern, ohne dass es ihnen wirklich schlecht gehen würde.

Natürlich hat die Entwicklung über die Jahrzehnte eine Entwicklung begünstigt, die nun zu anderen Extremen führt. Alle Extreme sind nicht gut. - Weder für die menschliche Gemeinschaft, noch für den Einzelnen.

In meinem Umfeld habe ich gerade den Tod eines Mannes erlebt, der dabei war, wieder „zu sich selber zu finden“. Er hatte sich über eine relativ lange Zeit persönlich damit belastet, sich ergänzend (!) „persönliche Kinderträume zu erfüllen“.

Als ich mich mit ihm darüber unterhielt – vor rd. 14 Tagen – hat er die Umsetzung von Kinderträumen in die Realität als ein Stück seiner persönlichen „Midlife-Crisis“ dargestellt.

Er wollte als Kind gerne Baggerführer werden. Später dann der Fahrer von großen Lkw’s. - Er hat sich diese Träume erfüllt. - Und war vom Erlebten ernüchtert! - Nichts war so, wie er sich das mal erträumt hatte.

Nun ist er in diesen Tagen – mehr als 30 Jahre jünger als ich – beim „zu-Bett-gehen“ die Treppe hinunter gefallen. Als er – per Achse! - im Krankenhaus eingeliefert wurde, war er bereits hirntot.

Ein „unsinniger Tod“ in der „Capricorn-Phase“ unseres Lebens? - Es wäre eine „unsinnige Zuordnung“! - Wie es vielleicht auch unsinnig ist, mit der Zuordnung seiner Geburt eine Erklärung für eine bestimmte Entwicklung zu finden.

Natürlich hat jeder bestimmte persönliche Anlagen, die ihn zu einem besonderen Menschen machen könnten, wenn er diese Anlagen erkennen und durch ein entsprechendes Training perfektionieren würde.

Aber das wäre dann Arbeit! - Das ist heute etwas, dass man schon gesetzlich reglementiert hat. Dabei wurde übersehen, dass auch Arbeit Spaß machen kann!

Dann darf man aber – leider (?) – nicht unbedingt dabei das Geldverdienen in den Vordergrund stellen!

Aber wir leben – inzwischen – in einer Gesellschaft, die sich von „großen Zahlen“ beeinflussen lässt. Da dient dann ein Automobil nicht mehr nur der Fortbewegung, sondern auch der Selbstdarstellung. - Und ein Dr.-Titel hat sogar dann einen Wert, wenn man die Doktor-Arbeit nicht selber geschrieben hat.

Es sind auffällig viele „Selbstdarsteller“ unterwegs, die voll damit beschäftigt sind, sich „richtig zu verkaufen“. Es ist nicht wichtig, Werte zu verkörpern, sondern Werte darzustellen.

Aber so lange sich Menschen von wertvollen Äußerlichkeiten mehr beeindrucken lassen als von „inneren Werten“, wird sich wenig ändern. Das aber auch, weil ein Ego-Denken nicht gerade das Leben in einer Gemeinschaft fördert.

Nein, ich bin nicht mit neuen Vorsätzen in dieses Neue Jahr gegangen. Aber ich denke schon mal Ab und An über den Sinn des Lebens nach.

Man sollte möglichst vermeiden, schließlich nur noch fremdbestimmt zu reagieren.

Es gibt auch mehr als eine „Capricorn“-Phase im Leben. Man sollte selbst die nicht – wenn man davon betroffen ist - zu einer Entschuldigung für eine persönliche Fehlentwicklung nutzen!

MK/Wilhelm Hahne
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