2018-05

H.-J. Stuck: DMSB-Präsident mit der Nase für Geld!

Als Präsident eines  – im Motorsport – bedeutenden Vereins, hat man eigentlich so seine Verpflichtungen. Die da anfallenden Termine korrespondieren leider nicht immer mit denen, die einem Hans-Joachim Stuck besonders wichtig sind: Wenn‘s um Geld geht! - Manchmal, gerade bei Motorsportveranstaltungen lässt sich das Eine mit dem Anderen zwar gut verbinden, aber es gibt für Herrn Stuck auch andere Termine die interessant sind.

Nun hält sich schon seit Jahren in der Motorsport-Szene das Gerücht, dass der DMSB-Präsident mit dem VW-Konzern ein gut dotiertes vertragliches Verhältnis unterhält, das auch gewisse Erfordernisse an seine Terminplanung stellt.

Der Szene ist entgangen, dass dieser Vertrag seit 2016 nicht mehr existiert und ein Hans-Joachim Stuck bei seiner Arbeit für den VW-Konzern, bzw. deren einzelne Marken, jeweils als freier Unternehmer auftritt, wenn er entsprechende Aufträge erhält. Wenn er als solcher in Wolfsburg im Geschäft bleiben will, kann er z.B. auch wichtige Termine des e.V., dem er als Präsident vorsteht, keine Rücksicht nehmen.

So einen wichtigen Termin gab es Ende April in Frankfurt. Der Präsident des DMSB hatte zur 21. Ordentlichen Mitgliederversammlung am Samstag, 21. April 2018, geladen. Und alle, alle kamen. Bedeutende Mitglieder sind für den deutschen Motorsport die nicht unwesentlichen, großen Automobilklubs, wie ADAC und AvD, aber noch eine Reihe von weiteren – nicht unwichtigen Vereine – die im deutschen Motorsport eine Rolle spielen.

In der Vereinssatzung des DMSB ist unter § 8, Abs. 2 zu lesen:

„Die Mitgliederversammlung besteht aus den von den Mitgliedern entsandten Delegierten, den Vertretern der Motorsportjugend (§ 18) sowie den Mitgliedern des Präsidiums. Die Delegierten bzw. die Ersatzdelegierten sowie die Vertreter der Motorsportjugend sind dem Präsidium spätestens drei Wochen vor der Mitgliederversammlung schriftlich mitzuteilen.“

Soweit war alles richtig. Nur der Präsident des DMSB war nicht da. - Leider auch nicht zum ersten Mal bei einer der jährlichen Mitgliederversammlungen des DMSB. - Schon im letzten Jahre hatte er sich wegen eines „wichtigen Termins“ entschuldigen lassen.

In der Vereinssatzung ist unter Absatz 8 des gleichen § zu lesen:

„Die Mitgliederversammlung wird geleitet von dem Präsidenten, im Verhinderungsfall durch dessen Stellvertreter.“

In diesem Fall wurden die von den Mitgliedervereinen entsandten Delegierten von einem Ehrenpräsidenten, Herr Winfried Urbinger, begrüßt, der zu den Gründervätern des DMSB gehört.

Das hat aber nicht alle Delegierten beruhigen können, die hinter vorgehaltener Hand schon über das eigentümlich wirkende Wegbleiben des Präsidenten bei der einzigen Mitgliederversammlung im Jahr tuschelten. Ein Delegierter eines der großen Klubs ist dann tatsächlich aufgestanden und hat das – aus seiner Sicht - unmögliche Verhalten eines Hans-Joachim Stuck als Präsident des DMSB gerügt, der diesem Mal wieder – natürlich entschuldigt – fehlte.

Die anwesenden Delegierten wurden aber nicht informiert, was ihren Präsidenten davon abgehalten hatte, dieser wichtigen Mitgliederversammlung fern zu bleiben. Es war ein Auftrag aus dem VW-Konzern, dem Hans-Joachim Stuck gerne nachgekommen ist, weil er hier – als freier Unternehmer – pro Kalendertag bezahlt wurde. Weil es sich hier um acht Tage handelte, kam da schon ein erkleckliches Sümmchen zusammen, das sich der DMSB-Präsident nicht entgehen lassen wollte.

Nun gibt es beim DMSB auch einen Ethikkodex, wo man u.a. lesen kann:

„Einladungen jeglicher Art müssen angemessen sein und im Rahmen der üblichen Zusammenarbeit stattfinden. Entscheidend ist stets, dass die Einladung einem Geschäftszweck oder der Repräsentation dient und der Eindruck einer unzulässigen Beeinflussung ausgeschlossen ist.“

Aber wie bereits geschrieben: Hans-Joachim Stuck war als „freier Unternehmer“ unterwegs. Im sonnigen Spanien! Er rundete dort für die von Volkswagen eingeladenen Journalisten das Bild ab, dass der Automobilhersteller mit seiner Presse-Veranstaltung vom 13. bis 20 April 2018 unter dem Titel:

„GTI Performance Days 2018“

auf dem Circuit Ascari vermitteln wollte. - Das Ende war also an einem Freitagabend, der Flughafen Malaga ist knappe 100 Kilometer entfernt, so dass unter normalen Umständen… -

Aber was ist für einen DMSB-Präsidenten, der selbst eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Rennstrecken als eine notwendige Sicherheitsmaßnahme empfindet schon normal?

MK/Wilhelm Hahne
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„Englische Krankheit“ am Nürburgring: Ansteckend?

Beim Menschen ist diese Krankheit, eine Stoffwechselkrankheit, nicht ansteckend, die man bei Kindern bzw. Heranwachsenden mit Rachitis bezeichnet, bei alten Menschen mit Osteomalazie benannt wird. Gerade bei alten Menschen ist sie schmerzhaft, weil sie dort praktisch einer Knochenerweichung entspricht. Oft ist es eine Krankheit die dann auftritt, wenn es an Vitamin D mangelt. - So sind wir bei den beobachtenden Symptomen am Nürburgring auch zu einem Vergleich mit der „Englischen Krankheit“ gekommen, auch darum, weil sie nicht so einfach zu erkennen ist und  – beim Menschen – auch nicht sehr oft auftritt. - Am Nürburgring scheint das zur Zeit anders zu sein. Obwohl alle Welt mit der aktuellen Entwicklung dort sehr zufrieden ist und man von überall her ein „Alles ist gut“ hört, sollte man nicht übersehen, dass ein bestimmtes Vitamin am Nürburgring für eine „stille Abmagerung“ sorgt. Weil man dort – nicht nur - die Motorsportler überfordert. Weil denen ein bestimmtes Vitamin fehlt, dass von den dort tätigen nicht gerade feinfühligen Managern und Funktionären zur Verbesserung ihrer eigenen „Gesundheit“ eingefordert wird: Geld! - Aus Geld resultiert Energie. So arbeitet man – nicht nur auf dem Sektor Motorsport – mit aller Kraft daran, mehr „Energie“ zu gewinnen. Das führt zu Mangelerscheinungen bei denen, die zu Lieferanten dieses Vitamins (Vita = Leben) gedacht sind.  So wird dann die „Englische Krankheit“ geradezu zu einem Synonym für die „Stoffwechselkrankheit“, wie sie sich am Nürburgring abzeichnet. - Darum auch der Titel:

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„Herrschaftszeiten“ im deutschen Motorsport?

Man(n) interessiert sich heute nur noch oberflächlich für etwas. Das ist meine Feststellung. Obwohl man z.B. schon an bestimmten Sportarten besonders interessiert ist. Aber alles sollte schon „eine schöne heile Welt sein“, um deren „Schönheit“ sich andere kümmern! - Ich kann ja – auf den Motorsport bezogen - die Fahrer verstehen, die einfach nur fahren und Spaß haben möchten. Ich verstehe auch die Fans, die als Zuschauer die sportlichen Kämpfe im Motorsport genießen wollen. Und den Sound. - Aber bitte keine Probleme! - Keiner interessiert sich wirklich für Hintergründe, für‘s Reglement zum Beispiel. - Dafür gibt‘s ja die Fachleute! - Aber beim Fußball, da weiß der Fan schon was ein Abseits ist. - Ein „Abseits“ im Motorsport scheint ihn dagegen nicht zu interessieren. - Alles viel zu kompliziert? - Da muss man zustimmen, weil sich im Reglement inzwischen selbst die Veranstalter kaum noch auskennen. - Und der DMSB? - Da ist alles toll, modern organisiert. Ein Qualitätsmanagement! - Da muss man dann selbst Tage warten, wenn man dringend eine Lizenz benötigt, alle Unterlagen hat, in Frankfurt vorbei fährt und dann hören muss: Bitte warten! - Mitnehmen? - Ja, wo sind wir denn? - Der DMSB ist eine Behörde! - Darum fährt z.B. ein Mike Rockenfeller in diesem Jahr mit einer Schweizer Lizenz. Er hätte sonst das 24h-Rennen im Januar 2018 in Daytona ausfallen lassen müssen. - Zum Glück hat er auch einen Wohnsitz in der Schweiz. Da war ein Lizenz-Erhalt dann kein Problem! - „Jo, i kann diar helfa!“ - Aber selber machen sich die Funktionäre des deutschen Motorsports alles passend. - Wer kontrolliert da schon? - Untereinander ist man sich einig! - Eine Krähe hackt doch der anderen kein Auge aus! - Darum will Motor-KRITIK jetzt vor dem 24h-Rennen noch ein paar Sätze zu dem Zustand schreiben, den man auch so hinterfragen könnte:

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H.-J. Stuck: Symbolfigur im deutschen Motorsport?

An seiner Person, an seiner Entwicklung, lässt sich sehr gut die Entwicklung des Motorsports in Deutschland aufzeigen. Gerade jetzt, kurz vor dem 46. ADAC 24h-Rennen auf dem Nürburgring, bin ich darauf gestoßen. Nicht durch Zufall, sondern aufgrund der Planungen, wie sie im Hinblick daraufhin erfolgen, für die Besucher dieses Rennens ein „Erlebnis-Paket“ zu schaffen, das gleichzeitig den Marketingabteilungen der Industrie gefällt und die Geldtasche des Veranstalters nicht gerade leert. Auch die Masse der Besucher hat sich in ihrer Zusammensetzung über die Zeit verändert, was sich nicht nur optisch durch die mehr und mehr werdenden „Schmierereien“ auf der Rennstrecke ausdrückt. So ist das aktuelle 24h-Rennen eigentlich inzwischen nicht anderes mehr, als „eine Hülle der 24h-Veranstaltung von Gestern“. Selbst die später – nach dem Rennen - vermeldeten Zuschauerzahlen werden ein Stück modernes Marketing sein. - Was ist eigentlich am Motorsport in Deutschland noch echt? - Ist da Hans-Joachim Stuck noch der echte Präsident einer echten Motorsport-Organisation? - Selbst die – der DMSB – ist eigentlich nicht mehr als ein normaler eingetragener Verein. Dessen Repräsentanten fallen durch bedeutende Selbstüberschätzung auf und durch die Darstellung von scheinbarer Macht. - Da liegt die Frage um die Bedeutung des Präsidenten dieses Vereins nahe:

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