Ola kann’s nicht! - Knallt es bald richtig kräftig?

Ich habe in den letzten Jahren hier einige Geschichten veröffentlicht, in denen ich mich mit der Arbeit des aktuellen Chefs bei Mercedes, Ola Källenius, beschäftigt habe. Aus meiner Sicht habe ich von der ersten e-mail an, die er „damals“ – nach seiner Berufung zum CEO an seine leitenden Mitarbeiter richtete – bis heute keine Grund gehabt, positiv über seine Leistungen zu informieren. Ab 22. Februar 2021 war z.B. auf diesen Seiten zu lesen – und ist es heute immer noch: „Natürlich will er Milliarden einsparen. Bis 2021 sechs Milliarden Euro. - Hat er gesagt. Und bis 2040 soll Mercedes CO2-frei sein. - Tolle Versprechen, alter Schwede! - 2040 ist Ola Källenius dann 71 Jahre alt! - Hat er dann immer noch keinen Nachfolger? - Und wenn er 10.000 Leute entlässt, erhöht er die Produktivität! - Det är okej, det ordnar sig!“ - Ich könnte diese Sätze heute wiederholen, denn seine Entscheidungen haben sich bis heute nicht positiv ausgewirkt.  Es ging – und geht – deutlich bergab! - Inzwischen gibt es eine neue e-Mail an seine Mitarbeiter, mit denen er mehr Mitarbeit fürs gleiche Geld fordert. - Wer Wind sät, wird Sturm ernten! - So war es dann auch in Stuttgart, wo – wie zu lesen war – 20.000 Mercedes-Mitarbeiter auf die Straße gingen, um auch zu fordern: „Ola raus!“ - Da kann man nur resümieren:

Ola kann’s nicht! - Knallt es bald richtig kräftig?

Ich möchte mit einem „Stimmungsfoto“ beginnen, das einer meiner Leser am Sonntag, dem 19. Juli 2026, in Berlin gemacht hat. - Bei ihm liegen natürlich auch alle Bildrechte! - Dort hat ein Blitz den Mercedes-Stern durchschlagen und hat sich dann im Umfeld von „BIKINI BERLIN“, der großen „Concept Shopping Mall“ in Zoo-Nähe, „geerdet“. - Immerhin! - Eine Erdung, die man auch dem CEO von Mercedes wünschen möchte!
 
Dieser Mercedes-CEO, Ola Källenius, möchte gerne – so haben es seine Mitarbeiter lesen können – dass „seine“ Mercedes-Werker statt wie bisher 35 Stunden, in Zukunft dann 40 Stunden fürs gleiche Geld arbeiten. So soll sich die Produktivität (= Rendite!) in den deutschen Produktionsstätten verbessern.

Ola Källenius glaubt vielleicht, dass dieser Vorschlag „der richtige“ ist, weil er auch unter einem Einkommensverlust in den letzten Jahren leidet.

Allein zwischen 2023 und 2025 beträgt sein Verdienstausfall pro Kalendertag rd. 24 Prozent, d.h. dass er sich aktuell mit einem Betrag pro Kalendertag (nicht Arbeitstag!) von weniger als 25.000 Euro bescheiden muss!

    • Da ist dann doch seine Forderung an die Mercedes-Mitarbeiter nach nur 14 Prozent Mehrarbeit fürs gleiche Geld ein geradezu großzügiges Angebot!

Denn er muss, ganz im Sinne seiner chinesischen Großaktionäre, die inzwischen mit rd. 20 Prozent am Stuttgarter Autokonzern beteiligt sind, die Rendite deutlich erhöhen, wenn er weiterhin den Chinesen eine hohe Dividende zahlen will. - Die nämlich von denen erwartet wird!

Im August-Heft hat sich das „manager magazin“ in einer Titelgeschichte einmal ausführlich – aber nicht in allen Details - mit den Fehlern auseinander gesetzt, die nach Meinung der dortigen Fachleute von Ola Källenius gemacht wurden. Ihre Gesamt-Beurteilung findet sich im Titel zu dieser Mercedes-Geschichte wieder, in dem man Ola Källenius als „Maybe-Man“ bezeichnet.

Meine Großmutter hätte die bisherigen Entscheidungen dieses Mercedes-CEO vielleicht auf gut  Deutsch so beschrieben:

„Rein in die Kartoffeln! - Raus aus die Kartoffeln“!

Beide „Erklärungen“ sind zwar einer „Umschreibung mit to do“ nicht unähnlich, sind aber beide schon verständlich“ – Sie lassen sich auch argumentieren.

Hier in Motor-KRITIK würde ich feststellen wollen, wenn ich die ganzen Jahre seiner bisherigen “Herrschaft“ persönlich vorsichtig bewerten sollte:

  • Ola Källenius hat in seiner CEO-Position pausenlos eine etwas „unglückliche Figur gemacht“!

Und der Aufsichtsrat wird sich aus meiner Sicht mitschuldig machen, wenn er weiterhin das Hin und Her der Entscheidungen eines Ola Källenius hin nimmt, der offenbar auf der Suche nach einer Ausrichtung der Produktion ist, die vielleicht ein Überleben von Mercedes möglich macht.

Also Einstellung der A-Klasse! - Aber vielleicht doch eine A-Klasse? - Nun kommt sie neu in 2028! - Immerhin! - Die bisherige A-Klasse war schließlich auch mehr ein Zufall. - Als ein frühes e-Automobil geplant, wurde es dann nach Umstellung der Planung zum ersten von älteren Herrschaften gerne genommenen „Hoch-Sitzer“. - Und so ein Erfolg!

  • Reiner Zufall! - Wie vieles bei Mercedes, wo dann auch schon mal manches zum „Reinfall“ wurde.

Bei Mercedes läuft eigentlich derzeit nur die Formel 1-Sparte auf einem vernünftigen Level. - Auf dem „vernünftigen“ Level der Formel 1!  - Das letzte Ergebnis in Ungarn ist zwar nicht blendend, aber – immerhin!

Eigentlicher Höhepunkt der feststellbaren Leistungen im Mercedes-Automobilbau, ist die Zahl der offiziell bekannt gewordenen Rückrufe! - Da ist Mercedes inzwischen auf europäischem Rekord-Niveau!

Beim „manager magazin“ war man sehr rücksichtsvoll, wenn man sich nur mit dem immer wieder feststellbaren Versuch eines Ola Källenius beschäftigte, eine alte Entscheidung durch eine neue Entscheidung zu ersetzen, um dann doch die Weichen noch mal anders – evtl. auch wieder zurück -zu stellen.

Ola Källenius hatte hochfliegende Pläne, als er die CEO-Position im Jahre 2019 übernahm. Zunächst hat er mal die von seinem Vorgänger eingeleitete Zerschlagung des Konzerns umgesetzt. Die hat nur sehr viel Geld gekostet – immerhin drei Beraterfirmen beschäftigt - und zunächst die Arbeit des Ola Källenius nicht im Ergebnis deutlich werden lassen, weil keine Statistik mehr vergleichbar war.

So ist das Fiasko erst später deutlich geworden. Es ist deutlich und immer deutlicher geworden. Und es hat dafür immer Entschuldigungen gegeben. - Die Weichen wurden dann immer wieder anders gestellt. - Neues Spiel, neues Glück?

Auch an der Aufsichtsratsspitze hatte es einen Wechsel gegeben. Der Neue schien schon deutlich  mehr Power zu haben, hat aber wohl den Eindruck gehabt, dass man einem Ola Källenius hzunächst eine Chance geben solle.

Ola Källenius hat diese Chance – aus meiner persönlichen Sicht – nicht genutzt, weil er eigentlich mehr ein Zahlenmensch ist, der Menschen – z.B. seine Mitarbeiter – durch seine Art leider nicht zu besonderen Leistungen beflügeln kann. 

Es gab mal eine Zeit, da konnte Mercedes eine etwas schwach gewordene – und auch so wirkende - Firma Porsche stützen. Ich erinnere mich gut meiner Gespräche „damals“ mit Professor Niefer. 

  • Niefer hat dann Porsche den Entwicklungsauftrag für ein neues Getriebe erteilt und auch die Vorserienfertigung der Achtzylinder E-Klasse von Porsche durchführen lassen. 

Weil Mercedes „einen Fuß zwischen die Tür stellen wollte“, wenn Porsche – damals schon – „über die Wupper gegangen“ wäre!

Heute könnte keine der genannten zwei Firmen die andere stützen. Beide Firmen gehen inzwischen nicht mehr „am Stock“, sondern inzwischen – bildlich gesprochen – jede „an zwei Stöcken“!

  1. Bei Mercedes hat der Erfolgseinbruch nichts mit der aktuellen Marktsituation zu tun!

Die Rendite im Automobilgeschäft ist im Sinkflug! Da kann auch der Finanzchef nicht helfen, der eigentlich den Automobilmarkt auch nicht versteht, weil er ihn „nicht gelernt hat“.

Alle Entscheidungen eines Ola Källenius z.B. für Premium-Automobile, für Elektro-Automobile, der Verkauf von Smart nach China, der Verkauf der Niederlassungen (z.T. an Chinesen!), der Wegfall von Prospekten, die Favorisierung des Internetverkaufs, die Verkleinerung der Ausstellungsflächen bei den Händlern, der Schwenk hin von Journalisten zu Influencern, der Schulterschluss hin zu „Grün“, das Anbiedern mit der Politik, das alles hatte jeweils einen Negativ-Einfluss auf das Gesamtgeschäft!

Es hat leider nicht genügt, einem „gefälligen“, netten, gut ausgebildeten Mitarbeiter eine Kurzausbildung zum Vorstandsvorsitzenden angedeihen zu lassen, um ihn nach wenigen Jahren als den nächsten CEO der Firma präsentieren zu können. Der Schnelldurchlauf durch Vertrieb und Entwicklung hat aus dem Finanzmann Ola Källenius leider keinen Automann gemacht, der ein Gespür für Menschen – Mitarbeiter und Käufer – und für die richtigen Automobile entwickeln kann.

Ich wäre nicht überrascht, wenn der älteste Automobilhersteller der Welt irgendwann in absehbarer Zeit mal zu einem Aushängeschild von chinesischen Automobilherstellern würde!

Ola Källenius hat aus meiner Sicht schon die Weichen gestellt! - Ohne es zu begreifen? 

Was begreiflich wäre! - Maybe!

MK/Wilhelm Hahne
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