24h = 1 Rennen + finales Ergebnis = viele 24h!

Wer hat eigentlich die 352.000 Zuschauer beim diesjährigen 24h-Rennen am Nürburgring gezählt? Man sollte eine Untersuchungskommission einsetzen, um dieses Zählergebnis überprüfen zu lassen! - Selbst das Rennergebnis wird schließlich – wenn auch zeitaufwändig – einer „Routineuntersuchung“ unterzogen. - Bei der jetzt geübten Art der Prüfungen, bleibt die Anzahl der vermeldeten Zuschauer ungeprüft! - 290.000 „in den Ring geworfenen“ Kartenverkäufe klingen noch weniger real! Mir fehlt in diesem Fall die Bestätigung durch das zuständige Finanzamt! - Eine technische Überprüfung der Fahrzeuge nach (!) dem Rennen verzögert die Bekanntgabe eines „finalen Rennergebnisses“ dagegen um Wochen. Die angereisten 352.000 Zuschauer – um bei dieser „offiziellen“ Zahl zu bleiben - glaubten das Rennergebnis zu kennen. Sie sind -  weil kostenpflichtig „vor Ort“ - Augenzeuge des realen Rennergebnisses geworden . Sie haben erlebt, dass ein BMW GT3 Gesamtsieger dieses 24h-Rennens geworden ist. Sie haben „live“ mit erlebt, dass ein Lamborghini GT3 auf Platz zwei einlief, gefolgt von einem BMW M3 GT3. - Aber 11 Tage nach dem 24h-Rennen verkündet der Veranstalter: Bis zur Verkündung eines finalen Endergebnis könnte es noch etwas dauern! Der mit Augenschein persönlich erlebte Zieleinlauf hat vielleicht auf dem demnächst folgenden Papier keinen Bestand mehr. - Man arbeitet noch am finalen Endergebnis des Rennens? - War das erlebte Rennende eigentlich nicht das tatsächliche Rennende?

24h = 1 Rennen + finales Ergebnis = viele 24h!

Eigentlich war es nur eine kleine Notiz, die schon 11 x 24h nach dem 24h-Rennen, einem „Himmelsfahrt“-Rennen - für das eine oder andere Team - fast unauffällig vermeldet wurde. Da war – und ist – auf der Internetseite des Veranstalters, des ADAC Nordrhein e.V., Köln, zu lesen:

„28. Mai 2026

Finales Ergebnis der 24h Nürburgring noch nicht bestätigt

Das offizielle Ergebnis der ADAC RAVENOL 24h Nürburgring 2026 steht noch nicht fest. Im Rahmen einer Routineuntersuchung von insgesamt sechs GT3-Fahrzeugen (SP9-Klasse) wurden am Lamborghini Huracan GT3 EVO2 mit der #84 des Teams Abt Unregelmäßigkeiten festgestellt. Bei den Untersuchungen der anderen fünf Fahrzeuge von Aston Martin, BMW, Ford, Mercedes-AMG und Porsche unter anderem auf einem Rollenprüfstand zur Leistungsmessung gab es in den Tagen nach der Veranstaltung keine Beanstandungen. Der Bericht der Technischen Kommissare wurde inzwischen den Sportkommissaren übermittelt, die in den nächsten Tagen zusammentreten und Vertretern des Teams die Gelegenheit geben werden, sich zu dem Vorfall zu äußern. Bis dahin bleibt das Ergebnis des Rennens vorläufig.“

So weit die Meldung zu einem „Vorfall“ im „Nachgang“!

In  einem Bericht zum 24h-Rennen - der kein Rennbericht war - war am 18. Mai 2026 auf diesen Motor-KRITIK-Seiten zu lesen:

...“Zufällig hatte es dieses Jahr beim 24h-Rennen noch – sozusagen „in letzter Minute“ – noch eine kleine Änderung bei der „BoP“-Einstufung der schnellen – zu schnellen? - Lamborghini GT3 gegeben.
Die wurden noch vor dem Rennen um je fünf Kilogramm schwerer gemacht und es wurde ihnen etwas deutlicher „die Luft genommen

Dummerweise waren die Lamborghini GT3 auch danach immer noch die schnellsten GT3-Fahrzeuge im Rennen!
Die „BoP“ konnte wohl leider nicht schnell genug „noch passender“ gemacht werden!“...

Um es hier noch einmal deutlich zu sagen: 

Was ich als meine Meinung schon seit vielen Jahren – immer und immer wieder – ganz eindeutig vertrete, möchte ich nachfolgend – hoffentlich auch gut verständlich – dann mal so formulieren:

Die ‚BoP‘, die ‚Balance of Performance‘ ist „der letzte Mist“, den man in das „Stanniol“ eines „amtlichen Reglements“ verpackt hat, um den Inhalt scheinbar ein wenig glänzen zu lassen! 

  • Aber die Verpackung verändert nicht den Inhalt: Mist bleibt Mist!

Die Verfechter dieser unglaublich unsportlichen Idee, die das technisch beste Automobil auf das Niveau des Schlechtesten bringt, wird nun in einem modernen, überreglementierten Motorsport als ein Mittel empfunden, der den Motorsport „klassenlos“ wirken lassen soll.

  • Man spricht darum auch – bezogen auf die GT3-Kategorie – von einer „klassenlosen Gesellschaft“!

Sie wurde von Leuten geschaffen, die sich vor einigen Jahrzehnten an der dummen Idee versuchten, mit der man „alte“ GT-Fahrzeuge wieder für den jeweils aktuellen Motorsport verwendbar machen wollte, auch um so nicht nur einen zu großen Verlust der jeweiligen Besitzer zu mindern. Er sollte „alte“ Sportwagen wieder verkaufsfähig, weil wettbewerbsfähig erscheinen lassen!

  • Der große Verlust entstand übrigens auch dadurch, dass diese Art von „Sportwagen“  z.T. sehr, sehr großzügig kalkuliert waren – und sind!

Man hat diese eigentlich – aus Sicht von normalen Motorsportlern – „irre Grundidee“ – über die Jahrzehnte verfeinert und sie mit ihrem Altern über Jahrzehnte für junge Motorsportler eigentlich zu einer Art „Normalität“ werden lassen.

Mit einer solchen „Normalität“ haben sich dann auch die den Motorsport kontrollierenden Organe ein gewisse Bedeutung gegeben, bzw. ihre Bedeutung zu erhöhen versucht!

  • Was nichts daran ändert, dass eine „klassenlose Gesellschaft“ im Motorsport die Grundidee des Motorsports eigentlich konterkariert – ins Gegenteil verkehrt!

Inzwischen hat praktisch jede „Serie“ in der Motorsportwelt – mit Ausnahme der F1, die auch ohne „BoP“ zu Tode vermarktet wird -  ihre eigene „BoP“, die dann auch entsprechend gehandelt und behandelt wird.

  • Inzwischen wird „BoP“ in anderen Teilen der Welt – als Europa - sogar schon „geheim gehalten“! 

Es wäre besser, wenn es einen Grund geben würde, gar nicht mehr darüber zu sprechen:

Die „BoP“ muss im Motorsport grundsätzlich abgeschafft werden. Auch gegen den Willen der Industrie, die sie aus anderen Gründen – als den sportlichen – einmal entstehen ließ, aber deren „Entstehungs- und Entwicklungs-Geschichte“ mit der Absicht „in andere Hände“ auslagerte“, um sie selber perfekter – und scheinbar ahnungslos - nutzen zu können.

Seit dieser Zeit sorgt die „SRO Motorsports Group“, die ursprünglich einmal Stéphane Ratel Organisation hieß – und übrigens auch einen „deutschen Vertreter“ hat – als ein von der Industrie beauftragter „Marktführer“ dann heute „für Ordnung“!

Der deutsche SRO-Vertreter ist Jürgen Barth, über die Jahre eng mit Porsche verbunden. Von dort her kam auch die Basis-Idee zur „BoP“, die von Stéphane Ratel verfeinert wurde, der in Deutschland über seinem deutschen Vertreter auch einen perfekten Vertreter dieser „Geschäftsidee“ im ADAC gefunden hat.

In Deutschland versucht sich so gerade dieser ADAC e.V. in den von ihm veranstaltenden Serien um eine jeweils passende „Kontrolle“ mit der „BoP“, damit „die Spannung stimmt“! 

    • So in der DTM, bei der NLS-Serie, beim 24h-Rennen Nürburgring!

Bei diesen Rennen, bzw. diesen Serien, wird jeweils ein unterschiedliches „BoP“-Reglement von unterschiedlichen Techniker-Teams erstellt.

 Meine persönliche Vorstellung von Motorsport: 

Er sollte durch die maximale Nutzung der jeweils eingesetzten Technik mit all ihren Möglichkeiten, zwar zu einem optimalen Ergebnis für den Menschen führen, das einen Sieger aus der Masse der Nutzer auch mehr oder weniger deutlich heraus hebt, aber auch ein Technologie-Beschleuniger sein, weil eine bessere Technik auch eine bessere Gesamtleistung möglich machen  kann. - Was insgesamt erstrebenswert wäre! - Übrigens auch im Interesse der Industrie!

  • Die bessere Gesamtleistung von Mensch & Maschine sollte im Motorsport das Gesamtergebnis bestimmen! Wobei man die Teamleistung bei Langstreckenrennen nicht durch Eingriffe mit Reglement-Bestimmungen schmälern sollte!

Natürlich kann man durch eine gewisse Reglementierung auch einen sportlichen Wettbewerb klassifizieren, sollte aber damit nicht eine wettbewerbsmäßige Auseinandersetzung von Mensch & Maschine unmöglich machen, wie es mit der „BoP“ in der Praxis passiert!

Was dann zu einer Art von Motorsport führen kann, dessen „finale Ergebnisse“ sich schon mal zeitlich deutlich gegenüber dem realen Renn-Ende verzögern.

  • Wie z.B. jetzt beim vor gut 14 Tagen abgeschlossenen 24h-Rennen am Nürburgring deutlich wird.

Das reale Ergebnis scheint so „ehrlich“ gewesen sein, wie die „ehrliche“ Zahl von 352.000 Besuchern!

  • Schade um ein 24h-Rennen am Nürburgring – auf der Nordschleife - das eigentlich ein „Highlight“ im deutschen Motorsport sein könnte!

So war es jedenfalls mal – auch von mir – angedacht! - Vor 58 Jahren!

Zur aktuell gestalteten Ausschreibungsversion fällt mir noch ein Spruch von Albert Einstein ein:

„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit; aber beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ 

In jedem Fall gilt aber auch hier die sportliche Empfehlung: „Der Beste möge gewinnen!“

MK/Wilhelm Hahne
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