2022-08

„gamescom“ 2022 in Köln: Die Welt in der wir leben!

Wirtschaftsminister Robert Habeck war gerade mit Bundeskanzler Scholz in Kanada. Hoffentlich wird Herr Scholz sich noch erinnern, wenn um 2030 dort die Produktion von „grünem Wasserstoff“ anlaufen soll, dass er mal in Kanada irgendwelche Verträge geschlossen hat. Robert Habeck hat sich aktuell sogar erinnert, dass es in Köln eine „gamescom“ gibt. Er hat dort – natürlich passend – eine Video-Botschaft ausstrahlen lassen: „Unser Ziel ist es, die Kreativität und Innovationskraft dieser spannenden Zukunftsbranche zu stärken und die Wertschöpfung an unserem attraktiven Games-Standort Deutschland weiter zu erhöhen.“ - Eigentlich halte ich unsere politische Landschaft schon lange für ein Kinderspielplatz, aber der Wirtschaftsminister Habeck scheint durchzublicken: Deutschland ist ein toller „Games-Standort“! - So kann man es auch sagen! - Nachdem Porsche mir mit einer Pressemitteilung kund getan hatte, dass man zusammen mit Puma auf der „gamescom“ – „die weltweit größte Publikumsmesse für Videospiele“ – vertreten sein würde, habe ich mich auf den Weg nach Köln gemacht. Schließlich möchte ich neue Entwicklungen nicht verschlafen. Würde mir diese Messe in Köln einen Ausblick auf die Zukunft ermöglichen? - Sie konnte es beeindruckend!

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Truck-Grand-Prix ’22: „Veronika, der Lenz ist da!“

Nein, ich habe den Truck-Grand-Prix am Nürburgring nicht vergessen. Ich könnte über ihn auch noch nach 20 Jahren schreiben – oder aber meine Nachkommen. Ich habe von dieser Veranstaltung über 1.500 Fotos auf meiner Festplatte abgelegt. - Damit ich nichts vergesse! - Aber ich habe diesen Truck-Grand-Prix weniger als Rennbesucher erlebt, sondern eher deshalb besucht, weil ich schauen wollte, ob sich das vom ADAC Mittelrhein für die Veranstaltung entwickelte Konzept den Vorstellungen und Wünschen der Fans einer solcher Wochenendveranstaltung entspricht. Tatsächlich kamen bei meinem Besuch – am Samstag – Erinnerungen an die erste Zeit des Truck-Grand-Prix am Nürburgring auf. Das war die Zeit, in der noch die Besucherzahlen hier in der Eifel stark durch die Besucher aus dem Osten Deutschlands angereichert wurden. - Diese „Gruppe“ fehlte zwar in diesem Jahr weitgehend, wie auch Industriepartner – z.B. MAN – aber tatsächlich erinnerte ich mich – aus den verschiedensten Gründen – an diesem Wochenende an den alten Schlagertitel aus der 20er Jahren (Neunzehnhundert!), der aber erst so um 1930 so richtig populär wurde:

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Oldtimer-GP: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer

Auf den AvD Oldtimer-Grand-Prix übersetzt bedeutet das: Ein bis 2028 verlängerter Vertrag mit dem Pächter der Rennstrecke Nürburgring, stellt noch nicht die Zukunft der ehemals attraktiven Oldtimerveranstaltung sicher. Dazu gehört auch die Ausstattung mit attraktiven Automobilen und Serien; eine Ausrichtung auf das Zuschauerinteresse und eine Rücksichtnahme auf die sich über die Jahre verändernde gesellschaftliche Basis. Da wirkt dann die Aussage eines Geschäftsführers des Vertragspartners am Nürburgring schon etwas blass, wenn er feststellt: „Der AvD-Oldtimer-Grand-Prix repräsentiert die gesamte Motorsport-Geschichte unserer Rennstrecke. Die Fahrzeuge, die hier an den Start gehen, faszinieren seit Jahrzehnten die Besucher der ‚Grünen Hölle‘ und machen die großen Momente erlebbar. Deshalb freuen wir uns, dass wir für dieses Highlight in unserem Veranstaltungskalender und für alle Beteiligten eine langfristige Planungssicherheit schaffen konnten.“ - Es genügt auch nicht in der zum Ende der Veranstaltung erstellten Pressemeldung festzustellen: „Der AvD-Oldtimer-Grand-Prix ist ‚Back on Track‘.“ - Geradezu lächerlich ist der vermeldete Besuch von 30.000 Besuchern, um dann scheinbar kenntnisreich zu ergänzen: „Das wichtigste kontinentaleuropäische Festival für klassische Rennwagen hat sich mit einem stimmungsvollen Motorsportwochenende zurückgemeldet …“ - Motor-KRITIK versucht das bei diesem „Restart“ (?) Erlebte in nachstehender Geschichte richtig zuzuordnen und kann dazu nur  - ergänzt durch Vorab-Recherchen - zusammen fassend feststellen:

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Menschen bitte nicht auf ihre Funktion reduzieren!

Daran muss ich im Moment denken, weil – leider, wirklich leider – Karl Senne gestorben ist. Wie ich den aktuell überall zu lesenden – kürzeren oder längeren – Nachrufen entnehmen kann, war er (u.a.) ein „Urgestein des ZDF“. Und dann folgt meist eine Auflistung seiner beruflichen Stationen. Damit möchte man seine beruflichen Leistungen würdigen. Aber diese Art von Nachrufen wird dem Menschen Karl Senne nicht gerecht. - Bedeutend – aus meiner Sicht – sind nicht (nur) die beruflichen Funktionen eines Menschen!

Karl Senne, der im Oktober 88 Jahre alt geworden wäre, ist auf seinem Ruhesitz auf Mallorca gestorben. Erstaunlich für mich war, dass er über seine durchaus wichtigen beruflichen Stationen niemals das „Menschsein“ verloren hatte. Was man durchaus nicht von vielen wichtigen Menschen in ähnlichen bedeutenden Funktionen sagen kann.

  • Karl Senne ist immer auch ein Mensch geblieben. Das machte ihn auch in seinen Funktionen unangreifbar.

Karl Senne war von einer – mich erstaunt machenden – Naivität. Er schien seine Gesprächspartner in wichtigen, bedeutenden Funktionen auch als normale Menschen zu empfinden. Damit bewegte er sich – aus meiner Sicht – schon oft „wie ein Zierfisch im Haifischbecken“. - Nur geschützt durch das unsichtbare Netz seiner beruflichen Funktionen!

Karl und ich, sind mal – irgendwann vor Jahrzehnten - bei einem 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife im gleichen Team, mit dem gleichen Fahrzeug unterwegs gewesen. Wir waren seit dieser Zeit – wie selbstverständlich - „per Du“.

Ich erinnere mich, dass wir uns im Jahr nach diesem Rennen auf dem Genfer Automobil-Salon zufällig begegneten. Es wäre keine Überraschung für mich gewesen, wenn er mich beim  aneinander Vorbeigehen übersehen hätte. - Nein! - Karl blieb stehen, freute sich mich zu sehen.

Meine Frage: „Wo gehst du jetzt hin?“, beantwortete er mit, „Ich wollte gerade mal bei Opel Guten Tag sagen.“ - „Da komme ich mit.“

Mich interessierte nämlich, wie sich Karl dort, aber wie sich aber auch die „oberen Herren“ von Opel verhalten würden, wenn wir beide dort zusammen auflaufen würden.

Auf der Treppe hinauf begegnete uns der Assistent eines Vorstandes, denn ich – natürlich – kannte. So verharrte der beim Hinuntergehen und ich stellte diesen Herrn Karl Senne u.a. mit den Worten vor:

„Karl, vor dem musst du ich in Acht nehmen! - Dieser Mann ist gefährlich!“

Das war ehrlich. Ich hatte durchaus Anlass diesen Mann so vorzustellen. Der lachte natürlich in Gegenwart eines so „wichtigen“ Mannes, wie Karl Senne, zeigte mit dem Finger auf mich und stellte fest:

„Nein, nein! - Dieser Mann ist gefährlich!“

Karl Senne hat das alles als Scherz empfunden. Er hat sich offensichtlich nicht vorstellen können, dass das auf beiden Seiten ernst gemeint war.

„Oben“ habe ich dann erleben können, wie Leute, die mich wirklich „nicht mochten“, im Beisein eines Karl Senne geradezu „nett waren“. Karl hat das natürlich nicht werten können. Er sprach mit einer gewissen Selbstverständlich mit diesen wichtigen Leuten „auf Augenhöhe“. Er war sich aber offenbar nicht bewusst, warum diese Leute ihm gegenüber so nett waren. - Er kannte deren „andere Seite“ nicht!

Karl Senne war ein Mensch, einer der es mit persönlicher Leistung auch in seinem Beruf weit gebracht hatte. Er hatte aber auch Träume, schaffte sich selber „Auszeiten“ vom beruflichen Stress z.B. beim Segelfliegen. Oder beim Starten zu einem 24h-Rennen.- Und das war immer mehr als nur ein Mitfahren!

  • Karl Senne war immer bereit Leistung zu bringen. Nicht nur in seinem Beruf, auch auf seinen eigentlich ganz privaten Interessengebieten.

Und er war immer der Lebensmittelpunkt seiner Familie. Ich habe das der Art entnehmen können, wie z.B. seine Tochter mit ihrem Vater sprach. Ich habe auch erlebt, dass Karl – noch mal eben, so zwischendurch – „ganz schnell“ mit seiner Frau telefonierte.

Karl Senne war ein Mensch! - Seine Familie hat mit seinem Tod ihren Mittelpunkt verloren.

Ich bin mit ihnen traurig. - Karl Senne gehörte zu den Menschen, denen ich gerne begegnet bin!

Vielleicht sieht man sich ja mal wieder, Karl!

Wilhelm

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„Bitte nehmen Sie den Verteilerfinger aus der Nase!“

Das ist eine aktuelle Empfehlung von Motor-KRITIK. Angeregt wurde ich zu dieser „Bitte“ durch eine Warnung der Polizei. Die hatte – aktuell – vor dem 49. AvD Oldtimer Grand-Prix – von dem es auch noch Interessantes zu erzählen gibt (!) - Flugblätter verteilt, in denen vor Dieben gewarnt wurde, die vor so einem Nürburgring-Großereignis gerne den Aufmarsch von vielen interessierten Zuschauern nutzen, um deren z.T. sehr wertvollen Automobile zu stehlen.

Gerade der Oldtimer-Grand-Prix zieht eine finanziell gut ausgestattete Klientel an den Nürburgring, die sich bei dieser Gelegenheit – vielleicht auch - einmal über eine andere Möglichkeit der Geldanlage informieren wollen. Eine Anreise per Bahn zum Nürburgring ist heute unmöglich geworden, so dass man sich schon selber hinter das Steuer einer teuren Reise-Limousine oder eines modernen Super-Sportwagens setzen muss, um den Nürburgring zu erreichen.

Per Statistik aus der Vergangenheit ist nachweisbar, dass darum zu einem solchen Rennwochenende die Autodiebstähle am Nürburgring eine „Hoch-Zeit“ haben. Da ist es eigentlich selbstverständlich, dass die Polizei – „Dein Freund und Helfer“ – dann auch die Anreisenden warnen möchte. Sie spricht aus Erfahrung! Und hat die dann auch zu einem „Warnhinweis“ werden lassen .

  • Als Oldtimer-Kenner zu Oldtimer-Besitzern?

Eigentlich werden zu diesem Termin nicht wirkliche Oldtimer-Sportwagen gestohlen, sondern oft nur die, die sich auch wieder leicht zu Geld machen lassen. Das wird auch verständlich, wenn man im beim Oldtimer-Grand-Prix erhältlichen Programm die Anzeige eines Oldtimer-Magazins findet, in dem der Chefredakteur dieser Zeitung die Empfehlung ausspricht:

„Ein Porsche 911 gehört in jeden guten Haushalt!“

Wahrscheinlich wollen da dann Kraftfahrzeug-Diebe – gerne - ihren Beitrag dazu leisten!

Ist so eine „Werbung“ schon erstaunlich, so ist die Empfehlung der Polizei in ihrem Flyer noch erstaunlicher. Ein kleines Zitat daraus:

„Machen Sie es den Dieben schwer. Nutzen Sie gegebenenfalls nicht direkt erkennbare zusätzliche Sicherungen.
Beispielsweise können Sie einen versteckten Schalter zur Unterbrechung der Zündung anbringen oder für die Zeit des Abstellens/Parkens Teile ausbauen, welche das Starten des Fahrzeuges verhindern (z.B. Zündkabel, Verteilerkappe, etc.“

Das hier ist das Foto eines Original-“Flugblattes“, damit die Richtigkeit meiner Schilderung auch dokumentiert ist. Allerdings ist anzumerken, dass die Polizei – auch - im Flyer vorher schreibt:

„Unter den entwendeten Fahrzeugen befanden sich auch Oldtimer.“

Aber in der Praxis scheint das mit der Diebstahlverhinderung – trotz der „Verteilerkappe“ – sehr gut funktioniert zu haben. Obwohl mit wirklichen „Oldtimern“ (mit Zündspulen und Verteiler) wohl kaum noch ein Besucher den – immer – relativ weiten Weg in die Eifel per Achse zurück legt.

  • Bis zum Einstelltermin dieser Geschichte hatte die Polizei-Direktion Mayen keine Meldung über irgendwelche Besonderheiten am Oldtimer-Grand-Prix-Wochenende veröffentlicht.

Wahrscheinlich wurden die Diebe allein schon durch den Hinweis auf einen Zünd-Verteiler abgeschreckt. - Junge Diebe kennen so etwas aus eigener Anschauung schon lange nicht mehr.

  • So bleibt – aus polizeilicher Sicht – nur die Erinnerung an eine perfekte Vorwarnung der Besucher.   

Kann sein, dass sich die Diebe nach dieser Vorwarnung durch Spezialisten auch nicht mehr getraut haben.

Darum sollten meine Leser auch den Titel zu dieser Geschichte sehr ernst nehmen. Auch da ist – um Missverständnisse auszuschließen – vom „Verteiler“-Finger die Rede.

Im anderen Fall sollten Sie sich vorher die „Finger“ waschen, bevor Sie Ihrem Besuch die Hand zur Begrüßung reichen.

Erst recht dann, wenn Sie der Polizei nach diesem wichtigen Flyer einfach mal Danke sagen möchten!

MK/Wilhelm Hahne
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Staatslenker & CEO’s: Gut bezahlte Schauspieler?

Jetzt ist die Zeit der „Sommer-Interviews“! Vorgestern hat sich auch unser Bundeskanzler in einer „Bundes-Pressekonferenz“ den fragenden Journalisten gestellt. - Und: Gut geschlagen! - Was so  natürlich - wie „Momentaussagen“ - wirkte, war sicherlich – das sage ich aufgrund meiner Erfahrung – in bestimmten Abteilungen akribisch vorbereitet worden. Auch der Kanzler war darum gut vorbereitet. Er musste mit großem Aufwand erarbeitete Aussagen natürlich nicht Wort für Wort auswendig lernen, aber er sollte schon die Anlagen zu einem Schauspieler haben.

Er kann natürlich nicht so gut sein, wie z.B. ein Wolodimir Selenskij, der – wie er auch aktuell deutlich macht – ein sehr guter Schauspieler ist, der sein Handwerk versteht und seine Selbstdarstellung perfekt gestaltet. - Meinen Lesern sei empfohlen, doch mal ein Blick in das entsprechende Foto-Angebot bei „Google“ zu werfen. Da sieht man ihn – vor Kriegsbeginn – glatt rasiert, mit dunklem Anzug, weißem Hemd und zum Anzug passender Krawatte; nach Kriegsbeginn mit „männlichem“ Bart, offenem Hemd und in „Kriegsklamotten“.

Auch die Optik muss stimmen! Als guter Schauspieler – mit Erfahrung – weiß er darum. Im Februar 2021 war noch –  in der „Süddeutsche Zeitung“ zu lesen -:

„Selenskij führt das postsowjetische Herrschaftssystem fort und akzeptiert Korruption und Rechtlosigkeit im Austausch dafür, dass er und sein Apparat weitgehend die Kontrolle behalten.“

Aber auch:

„Würden in der Ukraine nicht Milliarden geklaut, bräuchte das Land keine Kreditmilliarden aus dem Westen. Der Internationale Währungsfonds immerhin hat sich nun geweigert, Selenskij weiteres Geld zu leihen, solange dieser nur wohlfeile Reformversprechen abgibt.“

Heute werfen viele Staaten ihm die Euro-Milliarden nach. Hat sich Wolodimir Selenskij geändert? - Nein! - Er ist nach wie vor ein großartiger Komiker. Nur sollte man über ihn nicht lachen! - Jetzt nicht mehr! - Das gehört sich nicht, passt nicht zum aktuellen Drama!

Natürlich hat ein ukrainischer Staatslenker genauso „Drehbuch-Autoren“, wie andere Staatslenker und CEO’s auch. Denn – natürlich – auch die CEO’s unserer Zeit, die Lenker großer Industriekonzerne – vielleicht sogar im DAX (!) - gehören zu den hochbezahlten Schaupielern in ihren jeweiligen Rollen.

Es gilt jeweils die „interne Sprachregelung“! - Die wird von Profis erarbeitet und – z.B. vor großen Aktionärsversammlungen – werden Antworten auf „kritische Fragen“ in den zuständigen Abteilungen für die jeweiligen Vorstände erarbeitet und – das Ganze auch mit ihnen geprobt!

Ich weiß wovon ich spreche und schreibe! Weil ich das alles schon erlebt habe. Auch, wie man als Journalist behandelt wird, wenn man einen Vorstand – danach und „unter vier Augen“ – darauf aufmerksam macht, dass er gerade Blödsinn erzählt habe. - Ich kannte die richtigen Zahlen!

  • So sind auch die aktuellen „Sommer-Interviews“ eigentlich mehr ein interessantes „Sommer-Theater“!

Ich gehe mal davon aus, dass meine Kollegen von der Vorarbeit im Hintergrund keine Ahnung haben – oder aber sie sind auch gute Schauspieler, die den jeweiligen Interviewten die Stichworte liefern.

Ich persönlich mache seit einigen Jahrzehnten keine Interviews mehr, seitdem ich begriffen habe, dass man sich damit eigentlich nur zu einem „Handlanger“ degradiert. Aber wenn das Ganze dann zu einem guten „Schauspiel“ wird, das die Zuschauer noch zu begeistertem Beifall hinreißt… - Wunderbar! - Es ist in jedem Fall gute Fernsehunterhaltung!

Denken wir doch nur mal an den Eid, den ein deutscher Staatslenker beim Amtsantritt schwört

„Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden..."

Dazu muss nicht unbedingt noch die Aussage gehören, „So wahr mir Gott helfe“! - Meine Großmutter – selbst „streng“ katholisch - hat mir schon als Kind beigebracht:


„Hilf’ dir selbst, dann hilft dir Gott!“

Übrigens kann man einen Staatslenker wegen eines gebrochenen Staats-Eides nicht verklagen!

Ist der Eid vielleicht schon Teil des Schauspiels?

MK/Wilhelm Hahne
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Motorsport: Demo- oder auto-kratisch beherrscht?

Wenn man sich abends Gedanken über die aktuelle Entwicklung – auch der Kosten (!) - im Motorsport macht, darüber einschläft, nachts aufwacht, um festzustellen, dass man davon geträumt hat, wie Katzen Mäuse fangen, dann ist man schon verunsichert. - Danach bin ich wieder eingeschlafen um mich am Morgen, nach dem Aufwachen, daran zu erinnern, dass ich wieder von „Katz- und Maus-Spielen“ geträumt hatte. Da habe ich mich dann fragen müssen:

  • Gibt es vielleicht zwischen diesen Themen eine Verbindung, die ich noch nicht begriffen habe?

Was Demokratie ist, das brauche ich nicht zu erklären. Auto-Kratie mit Motorsport in Verbindung zu bringen, ist schon der ersten Silbe dieses Wortes wegen ganz einfach. Aber selbst wenn man den Bindestrich weg lässt und sich der eigentlichen Bedeutung dieses Begriffes zuwendet, wird einem die Nähe dieses Begriffs zum Motorsport immer deutlicher.

  • Autokratie  ist eine durch den alleinigen Machtträger aus eigener Vollkommenheit selbst legitimierte Herrschaft!

Es ist kein Zufall, wenn ich dabei an den DMSB e.V., den Deutschen Motor Sport Bund denke, der z.B. selbstherrlich eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Nürburgring-Nordschelife (250 km/h!) und eine spezielle „Nordśchleifen-Lizenz“ einführte, der Veranstalter-Ausschreibungen genehmigt, in denen – zwangsweise (!) - die Nutzung einer bestimmten Reifenmarke vorgeschrieben wird, und, und, und. - Und es gibt auch niemals dazu Sicherheitsbedenken!

Ich erinnere mich dabei auch an das letzte Gerichts-Urteil, das mir in Verbindung mit dem DMSB e.V. bekannt wurde:

  • Das OLG Düsseldorf, der 20. Zivilsenat, stellte in seinem Urteil vom 2. Juni 2022 fest, dass weder dem DMSB e.V., noch (vorher) der ONS GmbH jemals „als beliehene Unternehmer tätig geworden (sind), denn ihnen sind keine hoheitlichen Befugnisse übertragen worden“

(Das Urteil wurde in seiner Gesamtheit auf diesen Internet-Seiten schon veröffentlicht und kann in der vorgeschriebenen „geschwärzten“ Form in seiner Gesamtheit hier nachgelesen werden!)

Die Entwicklung des Motorsport in Deutschland wurde aber wesentlich durch den DMSB e.V., und seine autokratischen (!) Anordnungen in den Jahren seines Bestehens beeinflusst. Wobei der DMSB sicherlich auch von anderen „Kräften“ jeweils in bestimmte Richtungen beeinflusst wurde. Eine „BoP“ (Balance of Performance“) war nicht unbedingt eine „Erfindung“ des DMSB und auch die Idee, bestimmte Reifenmarken für bestimmte Serien vorzuschreiben, wurde lediglich durch den DMSB e.V. „genehmigungstechnisch“ gedeckt.

  • Ich möchte aber hier feststellen, dass nach meinem persönlichen Eindruck der Motorsport in Deutschland nicht demokratisch geführt, sondern autokratisch „beeinflusst“ wird!

Natürlich hat sich auch die Einstellung der Zuschauer über die letzten Generationen zum Motorsport, beeinflusst durch wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen, gewandelt. Wie ich beobachten konnte, sahen sich so die Veranstalter – je nach Auffassungsgabe – veranlasst, die vorhandenen Veranstaltungskonzepte jeweils anzupassen. Das ist nicht immer so intelligent gelungen, wie es von mir z.B. für den letzten Truck Grand-Prix auf dem Nürburgring empfunden werden konnte.

Andere „Lösungen“, die z.T. noch vor uns liegen, wie z.B. ein 12-Stunden-Rennen am Nürburgring, dass in zwei 6-Stunden-Rennen durchgeführt wird, kann von mir von seiner sportlichen Anlage her dagegen nicht ernst genommen werden. - Von der Kostenseite her dagegen sehr!

Andere mögen da anderer Ansicht sein! - Da die Veranstaltung erst im September auf dem (Nürburgring-)Programm steht, kann natürlich eine abschließende Bewertung aufgrund der realen Abläufe und Zuschauerzahlen erst später vorgenommen werden. - (Auch die Wertung der noch im Nachhinein vorgenommenen „Preisanpassungen“!)

  • Aber es ist durchaus an der Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, ob der Motorsport in Deutschland eher demokratisch oder autokratisch beherrscht wird.

Wobei – und das ist Insidern sicherlich klar – der DMSB e.V. nur als „Aushängeschild“ für andere „Herrscher“ (hinter den Kulissen) be- oder genutzt wird.

Dabei bleibt, durch die entsprechenden Organisationsformen, offiziell natürlich „die Form gewahrt“.

Sollten andere – kenntnisreiche – Beobachter der Motorsport-Szene anderer Meinung sein, so werde ich Ihnen auf diesen Seiten gerne genügend Platz zur Darstellung ihrer Meinung einräumen!

Jeder hat in einer Demokratie das Recht, sich auf seine persönliche Art lächerlich zu machen! - Bei Motor-KRITIK ist das selbst Autokraten erlaubt!

MK/Wilhelm Hahne
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Enrico Marioso: Eine Nürburgring-Persönlichkeit!

Zugegeben: Ich hätte nicht gewusst, dass Enrico – wie er allgemein genannt wird – gerade 85 Jahre alt geworden ist, wenn ich nicht die kenntnisreiche Geschichte von Rainer Braun gelesen hätte. Dabei kenne ich Enrico schon lange, so lange, wie er der „gute Geist“ als Oberkellner im „Sporthotel Tribüne“ oder später im „Dorint-Hotel“ war. - Enrico war immer ein Herr. Wir sind auch nach Jahrzehnten unserer Bekanntschaft immer beim „Sie“ geblieben. - Ein Zeichen gegenseitigen Respekts!

Über sein Alter habe ich mir niemals Gedanken gemacht. Er war für mich immer im richtigen Alter, immer ein „Herr“! Seine zum Ausdruck kommende Distanz zum jeweiligen Gast, mit der er ihn als „besser“ akzeptierte, war beeindruckend. Er war genau so, wie sich ein Arbeitgeber im Restaurant-/Hotel-Gewerbe einen idealen Oberkellner vorstellt. Er war hier in der Eifel für seine Arbeitgeber eine lebende Visitenkarte. - Eine, die man nicht vergisst!

Es beschämt mich ein wenig, dass ich diesen Geburtstagstermin von ihm nicht kannte, obwohl doch Enrico jemand war, dem ich oft begegnet bin. Natürlich weiß Rainer Braun die „schöneren Geschichten“ von ihm, ich dagegen die, die ein Rainer Braun nie erzählen würde.

Encrico wohnt schon – aus meiner Sicht – „ewig“ in Müllenbach. Das ist noch weiter „unten“, als jetzt die „Dunlop“-Kurve des Grand-Prix-Kurses. Die „Südschleife“ war schon „damals“ meist geschlossen. Es gab kaum noch Rennen auf dieser Strecke, die auch selbst den damaligen – relativ laschen - Sicherheitsansprüchen nicht mehr entsprach. - Es gab noch nicht einmal Leitplanken auf der „Südschleife“!

Unten in der „Müllenbach-Kurve“ – unweit des Ortes - als auch oben in der „Südkehre“ (die es heute nicht mehr gibt) – unweit des „Sporthotel Tribüne“ - gab es Tore, die fest verschlossen waren.

Als Enrico mal seinen Führerschein verloren hatte, da stand sein Auto dann abends auf der Innenseite des Tores an der „Müllenbachschleife“ geparkt. Morgens fuhr dann Enrico – nach einem kurzen Fußweg hin zum Tor - mit dem Fahrzeug – gegen die eigentliche Fahrtrichtung – hinauf zum Tor an der „Südkehre“. Die letzten 100 Meter zur Arbeitsstelle ging Enrico dann zu Fuß. Immer perfekt gekleidet im schwarzen Anzug. - Und am Abend ging es dann wieder – umgekehrt – zurück.

Enrico hat niemals darüber gesprochen. Ich auch nicht. Mir genügte auch zu wissen, was so insgesamt am „Ring“ so passierte. Abgesehen von dieser „Geschichte“, sind mir keine „Geschichten“ über Enrico bekannt geworden. - Dafür kannte Enrico sicherlich „viele Geschichten“ seiner Gäste. - Er hat sie immer für sich behalten!

Enrico hat in all’ den Jahren hier in der Eifel niemals seinen italienischen Akzent verloren. Auch nicht seine Ruhe. Niemals war er jemals aufdringlich, hat etwas empfohlen, wovon er selbst nicht überzeugt war. - Aber er hat auch niemals etwas Negatives über seinen jeweiligen Arbeitgeber verlauten lassen.

Ich habe ihn erlebt, als er mich mal irgendwo außerhalb seiner „Dienststelle“ daran erinnerte:

„Herr Hahne, ich habe Sie schon lange nicht mehr in unserem Restaurant gesehen. Ich würde mich freuen, Sie bald dort mal wieder begrüßen und beraten zu dürfen.“

Ich habe mich bedankt und ihm erklärt, warum ich ein so seltener Gast geworden war. Er hat aufmerksam zugehört und mich dann – wie ich fand – mit einem Angebot ausgezeichnet, das ich auch heute noch sehr hoch bewerte:

„Wenn Sie beim nächsten Mal zu uns kommen, Herr Hahne, dann koche ich für Sie persönlich in unserer Küche die Spaghetti!“

Ganz toll! - Keine Erklärungen oder Ausreden, keine „Schönrederei“, sondern – aus meiner Sicht – ein einmaliges Angebot! - So war Enrico – und ich bin davon überzeugt, dass er auch heute noch unverändert so ist, wie ich ihn immer erleben durfte. - Er war – und ist - eben ein „Herr“!

  • Danke, Enrico! - Ich habe mich sehr geehrt gefühlt und muss mich heute dafür entschuldigen, Ihren 85. Geburtstag nicht gekannt zu haben!

Herzlichen Glückwunsch, Enrico, zu Ihrem Geburtstag! - Nachträglich! - Auch mit der allergrößten Hochachtung vor Ihrer Lebensleistung!

Inzwischen sind Sie auf einem guten Weg „von Null bis Einhundert“! - Nehmen Sie sich die Zeit, denn Sie sind eine positive Bereicherung  – nicht nur unseres Eifel- - sondern auch Lebens-Umfeldes!

Wilhelm Hahne

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Ist die SIM-Racing-Mania vielleicht schon am Ende?

Eigentlich ist England derzeit ein wenig zurück. Nicht wegen des Brexit, sondern weil die Uhren dort ein wenig anders gehen. Wenn in London der „Big Ben“ 12 Uhr gongt, schlägt es bei uns schon 13! - Uhr, natürlich! - Aber in anderen Dingen liegt England vorne. Es wird nicht nur als Mutterland des Motorsports empfunden, sondern „alle Welt“ spricht derzeit auch die „Sprache des Motorsports: Englisch. - Was einige Briten nicht davon abgehalten hat, sich schon Ende 2015 an Begriffen der griechischen Mythologie zu orientieren, als sich – scheinbar – der Motorsport auch – preisgünstiger - auf Computern simuliert betreiben ließ. - Alles nun virtuell?

In England wollte man nicht abseits stehen, wenn die Entwicklung des Motorsport durch den Computer scheinbar eine neue Dynamik erfuhr. So wurde dort schon Ende 2015…

  • in London eine „SIM Racing Mania Ltd." gegründet.

Man glaubte an eine „moderne“ Entwicklung des Motorsport in eine „virtuelle“ Richtung, weil der Einfluss der Computer-Entwicklung auf alle wichtigen Gebiete des Lebens unübersehbar war. Und war „Mania“ da nicht der optimale Begriff in einem Firmennamen, um zu verdeutlichen, welche dramatische Entwicklung die „virtuelle Art“ des Motorsports wahrscheinlich nehmen würde?

  • „Mania“ bezeichnet in der griechischen Mythologie die Verkörperung des Wahnsinns und der Raserei!

In England hatte man sich nicht davon abschrecken lassen, dass die Vermischung von „virtuell“ und „real“ dann ganz realistisch am Nürburgring im gleichen Jahr – 2015 – für ein wenig „Abkühlung“ gesorgt hatte. - Es gab bei einem Rennen im März 2015 einen Toten, nachdem ein sehr guter „SIM-Racer“ mit einem realen GT3 auf einer realen Rennstrecke einen Unfall hatte.

Der preisgekrönte SIM-Racer konnte einen kleinen Trick nicht kennen, den sich in der realen Welt des Motorsports herangewachsene Racer für diese Stelle – „Flugplatz“ - auf der schon mit einigen fahrerischen Herausforderungen gespickten Rennstrecke der Nordschleife des Nürburgrings, selber angelernt hatten.

  • Um die Aerodynamik bei Überfahren dieser Stelle nicht negativ zu beeinflussen, bleibt man zwar hier mit dem rechten Fuß „voll“ auf dem Gaspedal, sorgt aber mit einem kurzen Druck auf der Bremse (mit dem linken Fuß) im richtigen Moment dafür, dass „die Nase“ des Fahrzeugs unten bleibt, damit die Strömung nicht abreißt, das Fahrzeug keine „Unterluft“ bekommt und zu einer Art Flugzeug wird.

Genau das war hier am 15. März 2015 durch den erfahrenen SIM-Racer nicht gemacht worden, wodurch das Fahrzeug in der folgenden unkontrollierten Flugbewegung einen FIA-Zaun überflog und einen Zuschauer tötete.

In England wurde trotzdem dann am 11. Dezember 2015 in London die „SIM Racing Mania Ltd.“  gegründet. Man wollte wohl – wie es ähnlich in den durchaus wortreicheren Gründungsverträgen zum Ausdruck kommt, im Zuge der Weiterentwicklung dieser „virtuellen Sportart“, wirtschaftliche Dienstleistungen für Unternehmen und Privatpersonen erbringen. - Oder noch kürzer formuliert: Geld verdienen!

Am 3. Juli 2019 wurde am Nürburgring die „Nürburgrings eSports Franchise GmbH & Co. KG gegründet. Dort gab es nicht nur schon kurz nach der Gründung „Störungen“, sondern es ging auch in der Zeit danach nur recht zäh weiter, so dass man nun – in 2022 - vor einer Entscheidung steht.

Eine Vernunftentscheidung würde das gesamte „eSports“-Firmengebilde in Wanken bringen. Aber auch ADAC und den DMSB nachdenklich machen. Der DMSB e.V. empfindet z.B. „SIM-Racing“ als echten Motorsport! Oder anders: Motorsport ist wie SIM-Rading! - Wirklich? - Auch andere Vereine und Firmen setzen auf das neue „virtuelle Rennpferd“ zum Zweck des Geldverdienens!

Am Nürburgring wollte man mit einer „Digitalen Nürburgring Langstrecken-Serie“ (DNLS) „mit Vollgas in die kalte Jahreszeit“  vor fahren. Man ist aber damit wohl mehr „ins kalte Wasser gesprungen“. Und machte sich selber Mut:

„Ursprünglich sollte die DNLS ein Corona-Ersatzprogramm sein: Doch rasch stellte sich das Potenzial von Simracing im NLS-Format heraus. In diesem Modus treten Simracing-Profis gegen echte Rennfahrer an. Mehrere Fahrer wechseln sich am Steuer eines Fahrzeugs während der Rennen ab. Und jedes Fahrzeug der SP9-Klasse ist in dieser Saison mit mindestens einem echten Rennfahrer besetzt. Als Gaming-Software kommt die führende Rennsimulation iRacing zum Einsatz. Für beide Teilnehmer-Gruppen bedeutet das eine spannende Herausforderung und höchste Motivation – beste Voraussetzungen für einen packenden Wettbewerb.“

Was speziell die „Nürburgring eSports Franchise GmbH & Co. KG“ betraf, so tönte da direkt nach Gründung deren erster Geschäftsführer:

„Seit 2016 betreiben wir mit der Adrenalin GmbH bereits erfolgreich eines der ersten Motion Simracing Centren in Deutschland. - Wir freuen uns nun von der Grünen Hölle aus dieses gemeinsame Projekt starten zu können.“

Interessen-Kollision? - Auf den ersten Geschäftsführer folgte jedenfalls schnell der zweite Geschäftsführer, aber leider nicht der geschäftliche Erfolg. Das macht – wie aktuell zu hören - die Gesellschafter derzeit ein wenig ratlos, zumal man wohl gemeinsam bereit sein müsste, „ein wenig“ Geld nachzuschieben!.

Es folgt der Versuch einer gedanklichen Anregung:

  • In England wurde die „SIM Racing Mania Ltd.“ am 24. Dezember 2019 wieder aufgelöst!

Vielleicht sollte man Vorbildern aus dem Mutterland des Motorsports einfach folgen. - Real!

MK/Wilhelm Hahne
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Exklusiv: “September-Blues“ – ganz wild – im Juli?

Robertino Wild, der erste Nürburgring-Käufer, verfügte schon vor Jahren über zu wenig Geld. Die gerade – mit einer Firma im Landesbesitz - insolvent gewordene rheinland-pfälzische Landesregierung hatte dagegen eigentlich zu viel Geld für den Ausbau einer Rennstrecke „in die falsche Richtung“ ausgegeben. Eine still vor sich hin rostende Achterbahn ließ sie als “Erinnerung an  visionäre Politiker“ zurück, die der EU in Brüssel durch unzulässige „Beihilfen“ aufgefallen waren, mit der man eine Antwort auf die Frage gefunden zu haben glaubte, „Wie helfe ich mir selbst?“.

Ein großes Pharma-Unternehmen sah sich daraufhin  veranlasst, die große Erfahrung eines großen Politikers auf diesem Gebiet als Berater zu nutzen. Der hatte immerhin Vielen Vieles versprochen, hatte das aber wohl über seine alles überzuckernde Krankheit und seinen Rücktritt vergessen. Noch heute trauern kleine mittelständische Firmen Millionen nach, die sie in getreuer Ausführung vertragsgerechter Arbeiten bei einer landeseigenen Firma verloren haben.

In diesem kleinen Informationsdienst, war noch am 20. Januar 2020 mein Versprechen zu lesen:

„Ich bleibe dran!“

Das betraf nicht nur – ganz allgemein – das Thema Nürburgring und die bis heute noch nicht erfolgte Abwicklung einer Insolvenz in Eigenverwaltung, die – wenn mal eine Abwicklung erfolgt – bis dahin weitere Millionen Euro verschlungen haben wird, sondern auch die Verfolgung der „Folgeschäden“, die der erste Käufer des Nürburgrings nach dieser Insolvenz verursachen konnte.

Dazu waren bis zu diesem Zeitpunkt schon einige Geschichten auf diesen Internetseiten erschienen. Und immer wieder musste ich „Fortsetzungen“ schreiben, weil diese eigentlich nur in der Politik mögliche Lösung, durch einen Verkauf der neu geschaffenen Basis für Bauruinen an einen Käufer ohne Kaufkraft neues Leben zu generieren, eigentlich weitere Spuren hinterlassen musste.

Nun bin ich Ende Juli, durch zufällige Kontakte in anderer Sache, mal wieder auf eine „Fortsetzung“ gestoßen, die geradezu märchenhaft ist und durch Urteile vom 28. Juli 2022, weil „IM NAMEN DES VOLKES“ durch ein OLG gesprochen, geradezu den Anspruch erheben, auch „dem Volk“ bekannt zu werden!

  • Das müsste für den ersten Käufer des Nürburgrings eigentlich reichen, jetzt, aktuell im August schon, den „September-Blues“ anzustimmen.

Das ist eigentlich falsch formuliert, weil das Lied von Chris Rea exakt übersetzt „September-Blue“ heißt. Aber da würde dann, wenn man eine Stelle aus dem Liedtext - ziemlich frei - ins Deutsche übersetzt –  schon passen:

...„Und jedes Mal, wenn ich den „Steinbock“ sehe
Werde ich ein Gebet für dich sprechen
Jetzt und für immer September-Blau!“...

Ich nehme mir diese Freiheit, nachdem ich die Urteile des OLG Düsseldorf – zwei Stück – von insgesamt 78 Seiten Umfang gelesen habe, und nachempfinden konnte, wie frei ein Robertino Wild Texte und Entscheidungen interpretiert hat. - Unverständlich für ein Landgericht! - Genau so unverständlich für ein Oberlandesgericht, das nun mit seinen Urteilen die des Landgerichts bestätigt hat.

  • Das OLG Düsseldorf bestätigt den Anspruch der Kläger, dass sie von Herrn Robertino Wild noch den Betrag von 2.446.927,61 € zu erhalten haben.

In einem der Urteile ist auf Seite 39 des Urteils „im Namen des Volkes“ zu lesen:

„Es besteht auch keine Grundlage für eine einstweilige Einstellung der Zwangsvollstreckung bis zur Rechtskraft der Entscheidung.“

Also nun doch „September-Blues“?

Große Nürburgring-Schatten werfen jetzt ihre „Ereignisse“ ins helle Sonnenlicht! Dem – wenn ich das recht überschaue – noch weitere folgen werden. Die dann auch – u.a. - an Fehlleistungen von Leuten „in Amt & Ehren“ erinnern werden.

Der „Nürburgring-Skandal“ hat eigentlich immer noch kein Ende gefunden! - Das ist ein politischer Skandal!

MK/Wilhelm Hahne
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