12. Juli 2012: Lieber Leser!

Zugegeben: Ich hatte zu früh in die Hände geklatscht. Das Internet lief wieder – was sollte da noch passieren? - Nun, es gab „Überschneidungen“. Ich hatte E-mail-Adressen überprüft und für OK befunden. - Was ich nicht mitbekommen hatte: Sie lagen noch beim alten Provider. Als ich dann Mails versendete, da ging das scheinbar ohne Probleme. Nur kamen die nach Tagen zurück. - Ich hatte sie wohl in einer Phase verwendet, wo sie nicht mehr beim alten und noch nicht beim neuen Provider funktionierten. - Nicht nur mich hat das gestört, sondern sicherlich auch Leser von mir, die nun erst – noch in dieser Woche – mit einer „funktionierenden Antwort“ (und Anhang) rechnen können. - Entschuldigung! - Manchmal fehlt es einem doch noch an Erfahrung. - Im Umgang mit Internet-Problemen.

12. Juli 2012: Lieber Leser!

Kurt Beck fehlt es nicht an Erfahrung. Heute war am Beispiel der Seite 1 der „Rhein-Zeitung“ gut auszumachen, warum Kurt Beck gerade erklärte: „So lange meine Gesundheit es zulässt, werde ich meine Arbeit an der Spitze von Regierung und Partei machen.“

Schaut man – weg vom Aufmacher der Titelseite – dann mal hinunter auf der ersten Seite der „Rhein-Zeitung“, dann stößt man auf das Thema „Mappus“. Der baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) hatte seine Machtposition als Ministerpräsident aufgeben müssen und schon schnappt die Staatsanwaltschaft Stuttgart zu.

So kann's gehen, wenn man eine „Machtposition“ aufgibt. Da will natürlich Kurt Beck nicht zu einem weiteren Beispiel werden. Nur wenn er „an der Macht“ bleibt, kann er sich persönlich außerhalb des sich immer stärker abzeichnenden Skandals um „Nürburgring 2009“ platzieren und – wenn's notwendig sein sollte – noch diesen oder jenen Politiker (oder Manager) opfern.

Zugegeben, ich hatte Vorab-Informationen, so dass ich schon bei meinen letzten Geschichten den inzwischen schon klassischen Nachsatz zum Ende von Kurt Beck weggelassen habe. Dabei würde nach meiner persönlichen Einschätzung Kurt Beck gerne der Hektik und dem Druck der politischen Arbeit entfliehen. Auch aus persönlichen Gründen. - Manches verändert sich eben.

Aber damit würden  – sofort nach Verlassen der Machtposition – dann die Hyänen über ihn  herfallen. Und wenn sie selbst satt sind, würden sie ihn anderen „Tieren“ zum Fraß anbieten. Kurt Beck wäre dann schutzlos allen Angriffen preisgegeben. - So wie jetzt Stefan Mappus.

Damit liegt allerdings die Debatte um eine Nachfolge bei Spitzenämtern im Land Rheinland-Pfalz nicht „auf Eis“. Sie ist eigentlich längst entschieden. Hendrik Hering ist praktisch ausgeschieden. Nur hat das noch niemand mitbekommen. Der einzige Nachfolge-Kandidat ist Roger Lewentz. - Darum hört man auch nichts von ihm.

Ende des Monats wird es mal wieder einen „Runden Tisch“ geben, bei dem man dann zu einer Lösung im Streit um Verträge und Kündigung um den Nürburgring finden will. Natürlich war dazu auch Roger Lewentz gebeten und eingeladen. Der hat sich allerdings bereits entschuldigen lassen.

Für ihn gibt es sicherlich Wichtigeres. Aber das geschieht erst in der Nach-Beck-Zeit. Nun mag der sich selbst aus der Umklammerung lösen. Und Beck – wenn auch „äußerlich“ kaum wahrnehmbar -  ist im Hintergrund unermüdlich tätig. Da heißt es denn manchmal: „Aber Kurt Beck wünscht das so.“ - Und derjenige der die „Anweisung“ dann ausführen muss (!) ist sich darüber im Klaren, dass das eigentlich nicht ganz der richtige Weg ist.

Für Kurt Beck geht es eigentlich ums Überleben. Das hätte er sich gerne anders vorgestellt. Aber von JA-Sagern umgeben zu sein, ist eine Erschwernis auf der Suche nach richtigen Lösungen. In der jetzigen Situation lässt sich nur „aus einer Machtposition heraus“ zu einer für Kurt Beck „richtigen“ Lösung finden.

Jeder ist eben auf der Suche nach „richtigen Lösungen“. Auch Kai Richter. Aber auch sein Rechtsanwalt Lehr. Oder die Richter des Landgerichts Köln. Sie vertreten die Meinung, dass man nicht unbedingt alles soooo exakt darstellen muss. Der Leser würde auch ohne Detailschilderungen verstehen... - Selten so gelacht!

Ich habe gerade mal eine Geschichte zwar in Details exakt ausgeleuchtet, aber keine Namen, keine Personen genannt. Und finde es sehr spannend, was man dann so den dazu gemachten Kommentaren entnehmen kann. Wäre Kai Richter hier für eine Namensnennung dankbar gewesen?

Nun ja, ich habe die (teuren) Ratschläge des LG Köln (auf Vorschlag von Rechtsanwalt Lehr) gerne beherzigt. Vielleicht sollte man wirklich dem Leser mehr Raum für eigene Gedanken lassen. - Die Gedanken sind frei! - Aber ob sie den an der Geschichte Beteiligten passen?

Ich versuche jetzt nur die Anregungen eines Kai Richter umzusetzen. - Um dann vielleicht zu eigenen Lösungen zu finden.

Als ich vor langer Zeit mal in Sachen Hummel bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart anfragte, da war man durchaus bereit, mir die nachgefragten Akten zukommen zu lassen. „Aber bitte seien Sie nicht enttäuscht“, sagte mir eine nette Staatsanwältin am Telefon. „Aus Datenschutzgründen müssen wir alle wichtigen Stellen schwärzen.“

So ist das heute in Deutschland: Verbrecher werden durch den Datenschutz geschützt, sind darum evtl. für normale Bürger nicht als solche zu erkennen. Und leben ruhig und zufrieden... - oder arbeiten auf ihre Art im Schutze der Gesetze weiter.

Kai Richter wird Herrn Hummel nicht kennen. - Wenn man ihn fragt. - Andere dürfen ihn nicht mehr erwähnen, weil man über Rechtsanwälte „ruhig gestellt wurde“. Ich habe beide Namen schon in einem Handelsregister in der Schweiz gefunden. - Was natürlich nichts heißt.

Wie das so zugehen kann, möchte ich Ihnen mit einer „schmutzige“ pdf-Datei beweisen, die ich als Anlage beifüge. (Am Ende dieses Textes.) Sonst ist sie aber ganz frisch. (Schauen Sie mal aufs Datum.) Was zeigt, dass das Thema irgendwie interessant ist.

Aber dieser Teil des Dramas spielt im Ausland. Da dort eine deutsche Staatsanwaltschaft auf Amtshilfe angewiesen ist, dauert dann ein Ermittlungsverfahren schon mal etwas länger. - Gut Ding will eben Weile haben.

Lassen Sie sich also nicht beirren, wenn es „draußen“ ein wenig ruhig scheint. Hinter den Kulissen arbeitet man intensiv an Lösungen. Der eine so, der andere so. - Und in mir hat man einen stillen, unaufgeregten Beobachter.

Stets gerne für Sie beschäftigt!
Fortsetzung folgt!
Wilhelm Hahne

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1 Kommentar

Hummel Hummel, Herr Hahne

Es ist doch bekannt, dass Hummeln zu den Stechinsekten gehören und über so genannte Wehrstachel verfügen. Dass ist in Kufstein an schönen Inn genauso wie in der Eifel. Hummeln sind neben Hornissen und Wildbienen in Deutschland durch das Bundesnaturschutzgesetz und mancher Hummel in Austria sogar durch das Bezirksgericht geschützt. Gewissermaßen eine Form von Artenschutz, wie man ihn bei Amtsgerichten in Deutschland vielleicht nicht antrifft. Mit dem traditionellen Hamburger Ausspruch „ Hummel Hummel „ begrüßt man dort z.B. seinen guten Freund Horst.

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