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Millionen VW-Kunden können nicht irren!

Die Volkswagen AG hat ihnen zwar am Beispiel des Diesel-Skandals bewiesen, dass sie sich millionenfach geirrt haben, aber die potentiellen Autokäufer der neuen – modernen – Generation vertrauen weiterhin einem in der Werbung gerne genutzten System, das auf dem Prinzip der sozialen Bewährtheit beruht und mit dem suggeriert wird, dass die Menge der Fürsprecher für die Qualität und Richtigkeit einer Sache bürgt.

Das zeigt auch das Verkaufsergebnis des Volkswagenwerks für das Jahr 2017, wo sich neue Kunden nicht davon abschrecken ließen, einen VW zu kaufen, obwohl ihnen durch die Ereignisse klar sein musste, dass so ein scheinbar honoriger Automobilhersteller wie die Volkswagen AG nicht davor zurückschreckt, ihre Kunden – wenn es ihm richtig und im Interesse der Verkaufszahlen wichtig erscheint – auch mal zu betrügen. Damit der Gewinn maximiert wird und die Vorstandsgehälter weiter steigen können.

Es ist auch unverständlich, dass der Öffentlichkeit immer noch das Bild einer Situation vermittelt werden kann, in der die Politik einerseits die Handlungsweise der Automobilindustrie (nicht nur von VW!) öffentlich missbilligt, aber auf der anderen Seite keine ernsthaften Schritte zum Schutz von Umwelt und Verbrauchern unternimmt und sich damit indirekt mit den Machenschaften der Industrie gemein macht.

Es wäre eigentlich – nach all‘ den Ereignissen der letzten Zeit – bei den Verbrauchern gewesen, mit ihrem Kaufverhalten ein Zeichen zu setzen.

Wie die Bilanz-Ergebnisse für das Verkaufsjahr 2017 der Automobilindustrie zeigen, setzt der Autokäufer ein vollkommen anderes Zeichen, indem er die erfolgreich verlaufenen Betrugsversuche der Industrie durch ein Mehr an Käufen honoriert.

Und die neue GroKo kann in Berlin darum auch die bisher bestehende Verbrüderung zwischen Politik und Wirtschaft am Beispiel ihres Verhaltens gegenüber der Automobilindustrie – wie bisher – weiter führen. Andreas Scheuer, der neue Bundesverkehrsminister sagt z.B. in einem aktuellen Interview mit der „Auto Bild“:

„Wir dürfen unsere Leitindustrie mit so vielen Hunderttausenden Arbeitsplätzen nicht mit oft vorschnellen Diskussionen kaputt machen.“

Und man fragt sich, was überhaupt passieren muss, um die Glaubwürdigkeit einer Industrie in Frage zu stellen, die ihre Machstellung innerhalb unseres Wirtschaftssystems gnadenlos zum eigenen Vorteil nutzt. - Und Leute wie einen Bundesverkehrsminister – der CSU angehörend - einfach „unterbuttert“, sie zu „Abhängigen“ degradiert.

Millionen haben sich offenbar nicht nur beim Autokauf, sondern auch bei der Wahl geirrt!

Sie haben Parteien gewählt, die sich als „Volksparteien“ darstellen, aber in den mächtigsten der einzelnen politischen Gruppierungen noch nicht einmal den 165sten Teil der Gesamtbevölkerung Deutschlands repräsentieren.

Wir erleben aktuell einmal wieder eine Diktatur der Demokratie. Denn wer die neue GroKo für eine Ideallösung der Bundesregierung für Deutschland hält, der hält auch einen VW-Diesel mit betrügerischer Software für ein sehr gutes Automobil.

Dieser „Volkswagen“ ist eigentlich ein „Zeitzeichen“, passt tatsächlich so gut in unsere Zeit – und unsere Gesellschaft - wie die GroKo!

Millionen VW-Kunden können nicht irren!

MK/Wilhelm Hahne
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Gedanken über die „gesunde Mitte“!

Da hat in den USA ein „autonomes Automobil“ einen Unfall verursacht, bei dem eine Frau zu Tode kam. Das verursacht einen mächtigen Wellenschlag in den Medien, wird u.a. als Gefahr für die Durchsetzung der Idee „hin zum autonomen Automobil“ empfunden, mit denen menschliche Fehler ausgeschlossen werden sollten. - Sagten die Hochintelligenten!

Weil sie – weil wohl Fachidioten – eigentlich noch nicht begriffen haben, dass der „Verkehr“ bei uns niemals nur aus „autonomen Automobilen“ bestehen wird. Es werden z.B.  immer noch Menschen als Fußgänger, als Radfahrer auch Verkehrsteilnehmer sein.

Und weil die Software in „autonomen Automobilen“ auch von Menschen gemacht wird, sind auch dort menschliche Fehler nicht auszuschließen!

Man denke doch nur an die Entwicklung der bisher in den Automobilen verbauten Sicherheitssysteme, die auch sehr sicher – z.T. todsicher  (!) – sind. Da arbeitet das ESP- z.B. gegen das ABS-System. - Und niemand stört‘s. - Und die Industrie verdient daran.

Da machen die ständigen „Sicherheitseingriffe“ der zwangsweise eingeführten „Sicherheitssysteme“ die Bremsen eines Automobils zu einem Unsicherheitssystem. Und niemand stört es, weil diese mit Sicherheitssystemen überlasteten Automobile schließlich nach einem von der EU vorgeschriebenen System vom KBA geprüft und abgenommen sind.

Weil dieses Abnahme-System „amtlich“ vorgeschrieben ist, kann da also nichts falsch sein. - Weil nicht sein kann, was nicht sein darf!

Wenn dann Menschen tödlich verunglücken, kann das deshalb sehr oft deshalb nicht zum Problem werden, weil die von Menschen geschaffene Software „sicher stellt“, dass solche Fehler nicht im „Fehlerspeicher“ ausgelesen werden können, weil deren Abspeicherung dort auch nicht vorgesehen ist. - Wie sicherlich in vielen Sachverständigen-Gutachten zu Unfällen nachzulesen: Der Grund ist nicht in den Systemen zu suchen!

Stimmt! - Weil dort auch nichts zu finden ist!

In unserer Gesellschaft fehlt überall die „gesunde Mitte“! - Nicht nur beim Denken! - Auch der „Mittelstand“ bricht weg, die Lücke zwischen Arm und Reich wird immer größer, wie auch zwischen Arbeiter und „Lenker“. Selbst „Normale“ möchten heute nicht mehr normal sein. Das Selbstverständnis der Menschen hat sich verändert.

  • Man hat nicht begriffen, dass diese „moderne Entwicklung“ eigentlich eine schleichende Krankheit ist, die inzwischen schon fast als „chronisch“ empfunden werden muss.

Lesen Sie, lieber Leser, doch einfach noch einmal meine Geschichte, die ich Tage vor dem Unfall – auch zur Rolle der autonomen Automobile – auf diesen Seiten geschrieben habe. - Mit einem Klick sind Sie da! -

Unser Leben wird nicht dadurch besser, dass uns – auch - das Denken abgenommen wird. Es wäre nicht schlecht, wenn wir vor dem autonomen Automobil noch  – wie selbstverständlich – den autonomen Menschen erleben würden!

Aber der Mensch muss auch zur Autonomie erzogen werden. Auch da ist eine „Entwicklungszeit“ notwendig.

MK/Wilhelm Hahne
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Am Nürburgring: Gewinner können Verlierer sein!

Der Titel zu dieser Geschichte ist nicht auf den Kampf um Sieg und Platz bezogen, der auf einer Rennstrecke – wenn sie denn als Rennstrecke genutzt wird – selbstverständlich ist. Hier geht es um einen anderen Positionskampf, der in der Verwaltung ausgetragen wird, wo es um den Betrieb der Rennstrecke geht. - Und da bleibt dann schon mal jemand auf der Strecke.

    • Da gewinnt nicht unbedingt der Bessere, sondern der, der in der besseren Position ist.

Motor-KRITIK hatte am 21. November 2017 über einen „Ring“-Kampf um Macht berichtet, bei dem der in der Position Schwächere aufgrund der Basis-Fakten und der darum überzeugenden Argumente vor dem Arbeitsgericht Sinzig einen Erfolg davontragen konnte.

Selbst der Anwalt des „Siegers“ musste den mit der Klage seines Mandanten verbundenen Mut  bewundern, weil doch in der Folge meistens… -

Darum hat Motor-KRITIK auch diesen Fall weiter still verfolgt. Heute ist in Firmen sehr oft eine „eigene Meinung“ dann nicht gefragt, wenn sie störend ist. Mit angepasstem Verhalten kommt man sehr oft weiter, weil sich in unserer modernen Gesellschaft auch verantwortliche Manager gerne mit Ja-Sagern umgeben. - Das stellt die interne Harmonie sicher. - Aber nicht immer das optimale Ergebnis!

So war es auch hier im Falle einer Personal-Auseinandersetzung am Nürburgring, zu der es nach meinen Feststellungen gekommen war, weil ein Mitarbeiter einem der „obersten Chefs“ zu einem kritischen Thema auf seine Fragen hin klare, ehrliche Antworten gegeben hatte. - Die aber insgesamt wohl als störend empfunden wurden.

Der Chef hat diese Auskünfte zwar gebraucht, aber sie waren in sofern kontraproduktiv, weil sie einen wichtigen leitenden Mitarbeiter, auf dessen jahrzehntelange Erfahrung man angewiesen ist, nicht gerade sehr gut aussehen ließen.

Aber der Chef hat sich für den leitenden Mitarbeiter entschieden. Weil der auch aufgrund seiner „guten Verbindungen“ für ihn wichtig ist. Und dessen direkte Umgebung hat „angepasst“ reagiert, womit dann der Gewinner (vor dem Arbeitsgericht) auf der Verliererstraße war.

So hat der dann auch eine Kündigung, die zwischen den letzten Feiertagen des letzten Jahres bei ihm einging, gelassen hingenommen und ist zum 1. März 2018 als Mitarbeiter bei der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG ausgeschieden.

Nun ist in dieser Abteilung – die betroffen war – wieder Ruhe eingekehrt. Was leider die Situation in der Sache „dort oben“ nicht verbessert.

Motor-KRITIK wird sich des Themas „Touristenfahrten“ und der Frage, ob der Nürburgring nun eine Privatstraße oder – jeweils für Stunden – eine „Öffentliche Straße“ ist – bzw. sein kann – weiter annehmen. - Auch des Themas Sicherheit!

Und wird sicherlich noch interessante Zusammenhänge aufzeigen können.

MK/Wilhelm Hahne
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Eine Anregung – Bedenkenswert – Eine Empfehlung?

Heute, am 17. März 2018 hat sich ein neuer Motorsportverband zu Wort gemeldet. Motor-KRITIK möchte nachstehend zunächst einmal ausschnittsweise aus einer Information des „RSC e.V.“ zitieren, der sich als eigenständiger, vom DMSB unabhängiger Motorsportverband – in diesem Fall (zunächst?) nur für den Rallyesport – präsentiert.

Der DMSB hatte hier – wie auch bei anderen Motorsportarten – seine Bedeutung wohl eindeutig überschätzt, wird sicherlich jetzt auch „zum Gefecht blasen“. Zumindest einen Versuch starten.

Auch bei anderen Motorsportarten, bei denen bisher der DMSB eine alleinige Sporthoheit zu reklamieren sucht, kriselt es. Nicht erst, seitdem man z.B. das DMSB-Nordschleifen-Permit vorschrieb, ohne dazu eine Berechtigung zu haben. Bei Motor-KRITIK war eine entsprechende  gutachterliche Beurteilung dieser DMSB-Anordnung zu lesen.

Schaut man in bestimmte Ausschreibungen für die Saison 2018, dann weiß man eigentlich, dass hier auch ganz klar überzogen wurde, dass zumindest noch in dieser Saison mit einer „Krise“ zu rechnen ist.

Nachstehend wollen wir zunächst nur einmal als Anregung aus der ersten Information des neuen Motorsportverbandes zitieren:

„Unter dem Namen Rallye Supercup e. V. – RSC e. V. hat sich zu Beginn des Jahres 2018 ein neuer Motorsportverband für den Automobilmotorsport in Deutschland gegründet.
…….
Als Hauptgrund für die Gründung des neuen Vereins ist das Verhalten des Deutschen Motor Sport Bund e. V. (DMSB) zu nennen, vor allem gegenüber dem Breiten- und Amateursport. Seit über zwei Jahren tat und tut sich beispielsweise nichts Entscheidendes von Seiten des DMSB im Genehmigungsverfahren des frist- und formgerecht beantragten „Rallye Supercup Deutschland“ – einer Serie mit eigenen technischen Bestimmungen. „Nach zwei Jahren voller Geduld und Kompromisse war der Punkt irgendwann erreicht, wo es galt Nägel mit Köpfen zu machen. Eine vertrauensvolle und loyale Zusammenarbeit war leider mit dem DMSB wohl unmöglich. Wir haben alles versucht und doch nie aufgegeben. Somit blieb nur der Schritt zum eigenen Verband übrig. Da die ‚nationale Sporthoheit‘ kein verliehener Titel durch den Gesetzgeber unser Landes ist oder gar gesetzlich geregelt ist, sondern eigenständig proklamiert wurde oder wird durch den jeweiligen Verein/Verband, haben wir diese Möglichkeit nun auch genutzt und unseren Verein als eigenständigen und DMSB-unabhängigen Motorsportverband, der für sein Reglement die Sporthoheit in der Bundesrepublik Deutschland ausübt, ins Leben gerufen. Modernes Europarecht sieht darüber hinaus auch im Sport die vorhandenen Monopolstellungen einzelner sehr kritisch, genau hier möchte unser neuer Verein für eine deutliche Belebung auf dem Markt sorgen.“, erläutert Patrick Mohr.
…..
Unter diesem Link können Sie sich die sportlichen und technischen Regularien des RSC e. V. ab sofort downloaden, die genannten Ansprechpartner stehen Ihnen zur Verfügung: www.rallye-supercup.de“

Könnte dieses Vorpreschen nicht auch eine Empfehlung sein, einmal über die Situation im Rundstrecken- und Langstreckensport nachzudenken? Natürlich wird man sich auch im deutschen Motorradsport Gedanken machen.

Und man muss die Frage stellen: Kann dieses Vorpreschen auf dem Rallye-Sektor nicht auch eine Empfehlung für andere Motorsportarten sein?

MK/Wilhelm Hahne
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Testfahrten-Preise: Wie hätten Sie‘s denn gern?

Bevor die Rennteams zum ersten Rennen in der Saison starten, möchte man sicher sein, dass das Fahrzeug auch nach der über den Winter erfolgten Überarbeitung so fertiggestellt wurde, dass man ohne Störungen über die vielen Rennrunden eines 4-Stunden-Rennens kommt.

Dazu sind die Prüf- und Einstellfahrten gedacht, die z.B. der VLN-Veranstalter jeweils kurz vor dem ersten Rennen der Saison anbietet. - Wenn das Wetter nicht solche Planungen stört.

So musste z.B. die Samstags-Einstellfahrt für VLN- und RCN-Teams, veranstaltet von der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG, in diesem Jahr wetterbedingt abgesagt werden. Sie waren für den 17. März geplant. - Motor-KRITIK informierte unter „Aktuell“.

Was aber einen anderen Veranstalter, RTS (Helmut Bolz) nicht daran hinderte, am Tag zuvor, zwar bei Regen und Nässe – aber sonst normalen Wettbedingungen – den Teams ein  Rollout auf der Sprintstrecke des GP-Kurses anzubieten. - Für 790 Euro.

Die Samstags-Einstellfahrt über die VLN-Strecke (Teil des GP-Kurses mit Nordschleife) hätte die Teams – wenn sie sich erst nach dem 10. März zu einer Teilnahme entschliessen konnten – 1.400 Euro plus 200 Euro Leitplankenbeteiligung gekostet.

Nun bietet die VLN-Organisation, die VLN-VV-GmbH für den Freitag vor dem ersten Rennen, am 23. März zwischen 9:00 und 15:30 Uhr Prüf- und Einstellfahrten auf der VLN-Kombination an, ohne aber bis heute dafür Preise genannt zu haben. - Das die Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG aber hier großen Einfluss (60 Prozent Beteiligung!) hat, ist mit „saftigen Preisen“ zu rechnen.

Da empfiehlt es sich wahrscheinlich auch für VLN-Teams schon am Donnerstag, 22. März 2018, anzureisen, weil dann der RCN seine „Prüf- und Einstellfahrten“ durchführen wird. Für VLN-Teams würden dann für den dabei nutzbaren Verbund von GP-Kurs und Nordschleife 1.000 Euro fällig, während eingeschriebene RCN-Teams diesen Kurs dann sogar für nur 800 Euro zwischen 9:30 und 17:00 Uhr nutzen können.

Wer aber sicher ist, zu einer Überprüfung seines Rennfahrzeugs nur zwei Stunden zu brauchen, der sollte am Freitag, dem 23. März 2018, das Angebot von 16 bis 18 Uhr der MH-Sportpromotion annehmen. Pro Fahrzeug werden 420 Euro fällig, während für „Taxifahrten“ mit dem Rennfahrzeug und Beifahrer 670 Euro zu zahlen sind.

Wie hätten Sie‘s denn gern?

MK/Wilhelm Hahne
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Lernen – Üben – Können: Tatsächlich noch normal?

Unsere alte – seit gestern zum vierten Mal neue - Bundeskanzlerin, Angela Merkel, beanstandet, dass

„14 Prozent der Bevölkerung sogenannte funktionale Analphabeten“

seien, dass sie eine Leseschwäche aufweisen, die nach ihrer Auffassung u.a. darin begründet ist,

„dass manch einer nach der Schule überhaupt nicht mehr gelesen hat“.

Sie empfindet, dass Lesen „sehr, sehr wichtig“ sei.

Das war vor der Leipziger Buchmesse, die heute ihre Tore öffnet.

  • Wird Frau Merkel vor der nächsten IAA bedauern müssen, dass eine große Zahl von Autofahrern inzwischen das Autofahren verlernt hat?

Der Mensch wird durch die Industrie – die natürlich daran verdient – geradezu angeregt, eigentlich vorhandene Grundfertigkeiten nicht mehr zu trainieren und z.B. digitale Hilfen in Anspruch zu nehmen. - Beim Autofahren zum Beispiel.

Das soll schließlich dazu führen, dass niemand mehr das Autofahren erlernen muss. Weil man mit „autonomen Automobilen“ Verkehrstote vermeiden will, weil so – sagen die „Nachsager“ – menschliche Fehler ausgeschlossen sind. - ??? -

Werden im Hinblick auf das so mögliche „qualitatives Wachstum“ (= Steigerung der Gewinnmargen) dann die Selbstmordrate, die Unfälle im Haushalt, die „unnötigen“ Toten durch Sepsis usw. vergessen sein?

Vielleicht muss man später auch das Schreiben nicht mehr erlernen, weil doch alle digitalen Hilfen dann auf Sprachbefehle reagieren. Aber alle diese Hilfen sind nicht so perfekt wie ein trainierter Mensch. Der „Siri“-Mitgründer Norman Winarsky muss aktuell z.B. ein wenig enttäuscht feststellen:

Apple suche wahrscheinlich “nach einem Level an Perfektion, das sie nicht erreichen können”.

Dass der Mensch bei dem Einsatz vieler „digitalen Hilfen“ u.a. seine – durchaus vorhandenen – feinmotorischen Anlagen nicht mehr trainiert, dass sie verkümmern, das kümmert jene kaum, die die Entwicklung der digitalen Welt als bedeutenden Fortschritt empfinden. - Vielleicht haben sie inzwischen schon das Denken verlernt.

Der moderne Mensch trainiert nicht mehr sein Gehirn, sondern hat ein Abo im Fitnesstudio! - Bauchmuskeltraining ist wichtig!

Man vertraut der „künstlichen Intelligenz“ in Zukunft wahrscheinlich so, dass man damit die eigenen Entscheidungen kontrollieren lässt. Wirklich intelligent müssen dann nur jene sein, die dazu die richtigen Algorithmen entwickeln. - Aber kann man denen immer trauen?

Das Leben besteht nicht nur aus Lernen und Üben, sondern die wirklichen Könner in den jeweiligen Fachgebieten bringen auch noch ihre Erfahrung ein. Nur einfältige Politiker „schauen immer nach vorne“. - Intelligente Menschen lernen auch rückblickend noch aus ihren eigenen Fehlern. - Billiger natürlich aus den Fehlern der anderen!

Aber es sollten irgendwann dann schon keine menschlichen Fehler mehr möglich sein, weil der Mensch in seinem dann erreichten Stadium der Primitivität nicht mehr in der Lage sein wird welche zu machen.

Na klar! - Wir hören doch heute schon als Entschuldigung für „dumme Fehler“:

  • Der Computer hat versagt!

Vielleicht sollten wir es wirklich noch mal mit Lernen, Üben und dem Reflektieren über gemachte Fehler versuchen. Wir werden dadurch sicher nicht intelligenter, aber haben dann vielleicht bei notwendigen Entscheidungen zumindest „ein gutes Bauchgefühl“.

Und das Fahren von „richtigen Automobilen“ - ohne digitale Hilfen - macht dann auch wieder richtig Spaß!

MK/Wilhelm Hahne
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Ralf Waldmann: Mit ihm wurde MotoGP erst schön!

Wenn man sein Leben betrachtet, so wurde es erst durch den Motorradsport belebt. Er war davon erfüllt, hatte diesen Sport nicht nur selbst intensiv in allen Facetten erlebt, er hatte ihn auch begriffen. Aber nicht unbedingt die Welt, in der dieser Sport heute ausgeübt wird.

Er wurde bei der Ausübung seines Sports nie vom Glück begünstigt, hat sich darüber auch nie beklagt, er war zufrieden, wenn er die Leistung erbracht hatte, die er selbst von sich erwartete. Eine Passage aus seinem Lebenslauf in Wikipedia sagt alles über sein berufliches Leben aus:

„In seiner langjährigen WM-Karriere bestritt Waldmann 169 Grand-Prix-Rennen, von denen er 20 gewinnen konnte. Er ist damit der erfolgreichste Pilot der WM-Geschichte, der nie Weltmeister wurde.“

Zweimal hat er den Gewinn der WM knapp verfehlt, wurde jeweils um wenige Punkte von Max Biaggi geschlagen. Das hat nicht seine Freude am Sport mindern können. Diese Freude, auch an den Details, die er dann in den „Eurosport“-Übertragungen der Motor GP auch den Fernsehzuschauern vermittelte. Sie lernten durch ihn „Kleinigkeiten“ sehen, die ihnen nur ein Fachmann nahe bringen konnte, der in dieser Szene gelebt und gelitten hat. Dem normalen Fernsehzuschauer musste er manchmal wie ein Hellseher erscheinen, weil er in Kenntnis der Zusammenhänge Entwicklungen in den Platzierungen – aber auch Stürze – praktisch vorhersehen konnte.

Ralf Waldmann kam als „Ersatz“ für Alex Hofmann zu „Eurosport“, hat aber wegen seiner streng fachlichen – nicht am Marketing orientierten – Ausrichtung seiner Darstellung Alex Hofmann schnell vergessen lassen. Ralf Waldmann wird bei „Eurosport“ kaum zu ersetzen sein! - Er war einfach der Beste in diesem Job, an dieser Stelle, und in der Kombination mit anderen „Sprechern“ die perfekte Abrundung.

Ralf Waldmann ist am letzten Samstag, irgendwann am Nachmittag, im Haus seiner Eltern bei Klempnerarbeiten gestorben. Wahrscheinlich an einem Herzinfarkt. Niemand war bei ihm.

Ralf Waldmann war in seinem Leben niemals ein „Glückspilz“. - Nun ist es zu Ende. - Nicht nur mir wird seine Stimme bei „Eurosport“ fehlen. Er wird auch den Menschen in seinem Umfeld fehlen, für die er einfach nur ein liebenswerter Mensch war.

51 Jahre alt zu werden ist eigentlich keine Kunst, aber die liegt vielleicht darin, 51 Jahre ein erfülltes Leben gehabt zu haben. - Ralf Waldmann hat sein Leben gelebt!

Ich werde Ralf Waldmann als einen der „Guten“ in seinem Sport – und bei allem was er machte - nicht vergessen. - Ciao, Waldi!

MK/Wilhelm Hahne
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Diesel-Dilemma: Mehr als ein VW-Skandal?

Es ist keine Frage, dass VW betrogen hat. Damit war Wolfsburg dann mal wieder weltweit führend. So mussten die Wolfsburger dann auch – im Hinblick auf die betrogenen Dieselkunden in den USA –  schon richtig tief in die Tasche greifen. Auch in Europa – also auch in Deutschland – ist das letzte Wort in Sachen Entschädigung noch nicht gesprochen.

Erst recht, nachdem das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig den Kommunen das Recht zuerkannt hat, in ihren Städten ganze Straßen oder ganze Viertel für Diesel zu sperren, sofern die Abgaswerte der betreffenden Automobile schlechter als Euro 6 sind. Das wären also Fahrzeuge mit Euro 1 – ab 1992, bis Euro 5 - ab 2011.

  • Darum hatte ich hier schon in den letzten Tagen unter „Aktuell“ darauf hingewiesen, dass man sich beim Neukauf eines Automobils – nicht nur eines Diesel, sondern auch eines Fahrzeugs mit Otto-Motor – nur Automobile bestellen sollte, die bereits jetzt die strenge EURO-Norm 6d oder EURO 6d-TEMP erfüllen.

Auf der ADAC-Internetseite gibt es dazu eine Liste, die im Moment 73 Modelle von 10 Marken auflistet und die in nächster Zeit immer wieder aktualisiert werden soll. (Hier kommt man zur Liste.)

Man sollte aber wissen, dass nichts so heiß gegessen wird, wie es gekocht wird und die vielen Toten, die zur Zeit aus irgendwelchen Umweltdaten und Abgaswerten hochgerechnet werden, nicht zu ernst nehmen.

In Sachen NOX liegt der Diesel zwar bei den Verbrennungsmotoren vorne, er ist aber bei CO2 besser. Und was den Feinstaub betrifft, da sind dann auch alle Otto-Motoren, sofern sie als Direkteinspritzer unterwegs sind, „nicht ganz sauber“.

Wenn man einmal auf den Feinstaubanfall bei Reifen und Bremsen der Automobile blickt, dann ist selbst das immer wieder als  beispielhaft hingestellte E-Automobil nicht ohne Sünde.

Im übrigens scheint jetzt die Stunde derer gekommen, die mit wissenschaftlichen Studien ihr Geld verdienen. - Wie hätten Sie‘s denn gern? - Eigentlich ist deren „Arbeit“ auch ganz einfach: Wer sich für den Umweltschutz einsetzt, hat immer recht!

Aber man muss nicht allen im Moment hoch gehandelten Hochrechnungen glauben, nach denen jedes Jahr tausende oder zehntausende Menschen sterben, weil der hohe Dieselanteil an den bisherigen Zulassungszahlen… - Hinweis von Motor-KRITIK: Es gibt nicht nur Diesel! - Es gibt auch mehr Umweltsünder als Automobile. - Selbst jeder Mensch ist ein CO2-Produzent!

Auch wenn so manche der jetzt aktuellen Hochrechnungen kritisch hinterfragt werden sollte, wird man sich selbst den größten Gefallen tun, wenn man z.B. in nächster Zeit keinen Neuwagen kauft, dessen Gewicht nach Tonnen berechnet wird und so nebenbei noch eine große – zu große -  Fläche des ohnehin knappen Verkehrsraums beansprucht.

Es wäre gut, wenn beim Neukauf eines Automobils wieder die Vernunft dominieren und mehr die rationalen Gründe die Größe und Motorisierung eines Automobils bestimmen würden.

Als Käufer eines Automobils sollte man sich jetzt verantwortungsvoll verhalten. - Das senkt so nebenbei die Kosten!

Die verantwortungslosen, menschenverachtenden Manager der Automobilindustrie wären damit gestraft genug und müssten auf so manchen Euro Boni verzichten.

MK/Wilhelm Hahne
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„In der Region wird zuviel gerast“

So überschreibt die „Rhein-Zeitung“ heute ihren Bericht über die Vorstellung der Unfallstatistik der Polizeidirektion Adenau für 2017. In deren Zuständigkeitsbereich liegt auch der Nürburgring mit seinen Rennstrecken Grand-Prix-Kurs und Nordschleife. Man muss verwundert zur Kenntnis nehmen, dass die Polizeiinspektion Adenau aber die dort während der „Touristenfahrten“ erfolgten Unfälle nicht mit in die allgemeine Unfallstatistik des Jahres 2017 übernimmt, obwohl die  – nach Darstellung des Leiters dieser „PI“ - eigentlich dorthin gehören müssten.

In einem persönlichen Gespräch mit mir, hat er die Situation während der „Touristenfahrten“ auf dem Nürburgring mit der z.B. in Parkhäusern verglichen, wo man auch erst dann einfahren kann, wenn man einen entsprechenden Parkschein gezogen hat. Am Nürburgring löst man eben ein Rundenticket. Und hier wie dort gilt die Straßenverkehrsordnung. - Sagt Polizei-Hauptkommissar Heiko Schmitz.

Folglich wären die Rennstrecken auch in diesem Fall ein Stück Öffentliche Straße. - Wenn das so wäre, dann müssten auch die Unfallzahlen dort in die normale Unfallstatistik gehören, wie die in Parkhäusern – z.B. - auch. - Allein die Tatsache, dass das für die Unfallstatisitk des Jahres 2017 für den Bereich der Polizeiinspektion Adenau nicht erfolgt ist zeigt, wie unklar der Status der Rennstrecken Nürburgring bei „Touristenfahrten“ wirklich ist! - Privatstraße oder Öffentlicher Verkehr?

Das Mainzer Innenministerium empfindet den Nürburgring als Privatstraße, deren Weisungsempfänger „PI Adeau“ die „Touristenfahrten“ darauf als Öffentlicher Verkehr! - Warum dann in einer separaten Statistik? - (Hier kommen Sie zur „Straßenrechtliche Einstufung des Nürburgrings“ durch das Innenministerium Mainz)

Zwei Zahlen zum Vergleich: Im Bereich des 470 Quadratkilometer umfassenden Dienstgebiets der „PI“ Adenau gab es in 2017 zwei Unfall-Tote im Straßenverkehr; im gleichen Zeitraum im „Touristenverkehr“ auf dem Nürburgring – zwei Tote.

MK/Wilhelm Hahne
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Diesel-Probleme intelligent gelöst?

Viele bedeutende und wichtigen Leute äußern sich jetzt mit ihren Lösungsvorschlägen zu drohenden Diesel-Fahrverboten. Es ist auch Blödsinn dabei, der aus der Unkenntnis von Zusammenhängen resultiert.

Höchstgeschwindigkeit in Städten auf 30 km/h begrenzen!
Frage: In welchem Gang muss man dann fahren? Schon bei 50 km/h kann von vielen Fahrern nicht die „drehzahlarme“ größte Fahrstufe genutzt werden, weil unsere Automobile heute z.T. schon dafür „falsch übersetzt“ sind.
„Grüne Welle“ auf Großstadtstraßen favorisieren!
Frage: Was passiert dann mit den Fahrplänen z.B. der Straßenbahnen, die aktuell praktisch immer „Vorfahrt genießen“, weil bei deren Annäherung die Ampeln für den Autoverkehr auf ROT geschaltet werden, um die Fahrpläne der Bahnen einhalten zu können?
Zwangsweiser Umbau von EURO-4-Diesel mit entsprechender Hardware!
Frage: Ist das in der Praxis sinnvoll, wenn die Gesamtumbaukosten den Zeitwert übersteigen?

Wenn mit solchen – und ähnlichen Vorschlägen – versucht wird Eindruck zu machen, dann doch der, dass man auch bisher von diesem „Fachleuten“ keine „zukunftsträchtigen“ Ideen erwarten konnte. - Darum stecken wir doch heute in der Situation, weil auch durch den Verlust von Wertevorstellungen heute Betrüger nicht wie Betrüger empfunden werden, weil die durch Betrug Arbeitsplätze sicherten und Dumme dann nicht als dumm, wenn sie nur einen Titel tragen. - Deren „Dummheiten“ werden auch noch publiziert!

MK/Wilhelm Hahne
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