Telex

VLN 1: Zeitstrafen wegen Vorteilsnahme im Rennen!

Kinder, die nicht hören wollen, müssen bestraft werden! - Das war auch die Meinung meiner Großmutter. - Das ist sicherlich auch richtig, wenn man gegen Regeln verstößt, die sinnvoll sind, und die man dann auch beachten sollte. Wenn aber der Renndirektor einer Serie schon vor dem ersten Rennen der Saison die Teilnehmer an diesem Rennen ermahnt:

„... habt nicht stets nur Euren eigenen Vorteil im Auge!“,

dann habe – zumindest - ich den Eindruck, auf der falschen Veranstaltung zu sein. Es handelt sich nämlich hier um ein Rennen, einen Wettbewerb!

Wenn dann noch bei einem solchen Langstreckenrennen, für einzelne Klassen und Kategorien stark unterschiedliche Boxen-Mindeststandzeiten verordnet werden, die erst kurz vor dem Rennen – nach Nennungsschluss -  genannt werden, so wäre das für mich ein Grund gewesen, nicht an diesem „Rennen“ teilzunehmen und mein Nenngeld zurück zu fordern.

Einer meiner Leser schreibt mir aktuell zu meiner letzten Geschichte:

„Nun lese ich aber, dass die verschiedenen Klassen für das Rennen VLN 1 unterschiedliche Gesamt-Boxenstoppzeiten haben. Beim Kampf innerhalb der Klassen spielt das zwar keine Rolle, aber verfälscht es nicht den Wettbewerb zwischen den verschiedenen Gruppen und Klassen?“

Wenn am Ende einer solchen Veranstaltung dann der Geschäftsführer des Mitveranstalters ein solches Rennen als

„gelungene Veranstaltung“

bezeichnet, hat er damit auch schon eine Aussage zu seiner fachlichen Kompetenz getroffen! - Nun ist es nicht etwa so, dass hier in Motor-KRITIK nach einer Veranstaltung Kritik geübt wird, sondern die wurde hier schon vorher klar und deutlich formuliert. - Und die „Beweise“ angehängt!

Nach diesem VLN-Lauf Nr. 1 kann ich auch meine Darstellung in meiner letzten Geschichte („Zu VLN1: Hat man sich in Ton & Sprache vergriffen?“) zu den geltenden Geschwindigkeitsbeschränkungen diesem Rennen durch die im Rennen ausgesprochenen Zeitstrafen nur bestätigt finden:

  • Es wurden insgesamt Zeitstrafen von deutlich mehr als 1 Stunde verhängt!

„Fachleute“, bzw.  solche, die sich dafür halten, haben auf der Basis eines „Über-Reglements“ zu Entscheidungen gefunden, die das Rennen zu einer Farce verkommen ließen.

Und wenn jetzt in einem Interview während des Rennes der Geschäftsführer der „VLN VV“ davon gesprochen hat, sich jetzt auch darum bemühen zu wollen, dass demnächst auch wieder Zuschauer zugelassen werden, so ist das darin begründet, dass der Veranstalter des 24h-Rennens deutlich gemacht hat, dass er das Rennen – auch im September 2020 – dann nicht durchführen, sondern absagen wird, wenn er es auch nur ohne Zuschauer durchführen darf.

Alle Entscheidungen sind im Wesentlichen immer vom Geld bestimmt! - Nicht nur der Zuschauer, auch der Motorsport bleibt dabei auf der Strecke!

MK/Wilhelm Hahne
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Zu VLN1: Hat man sich in Ton & Sprache vergriffen?

Ich bin nicht sicher, dass der jetzige Besitzer wirklich an dem interessiert ist, was im Hinblick auf das aktuelle Wochenende unternommen wurde und wird. Das etwas geschieht, lässt nicht darauf schließen, dass man weiß was man macht. Man macht den gerade angereisten Teams Vorschläge, die zumindest daraus schließen lassen. Da erreicht z.B. die Teilnehmer – die schon am Donnerstag angereist sein mussten – an diesem Tag dann folgende Information:

„Sehr geehrte Teilnehmer,

aufgrund der massenhaften Entwicklung der mit dem Corona-Virus infizierter Personen in den Landkreisen Gütersloh und Warendorf empfehlen wir dringend, auf die Teilnahme von Personen, die ihren Wohnsitz in den beiden Landkreisen haben, zu verzichten. Verhalten Sie sich Ihrem Team aber auch anderen an der Nürburgring Langstrecken-Serie teilnehmenden Personen verantwortungsbewusst und verzichten auf Mitarbeiter/Fahrer aus den Landkreisen Gütersloh und Warendorf.

Weiterhin möchten wir darauf hinweisen, dass Bulletin 3 online ist.

Ralph-Gerald Schlüter                                                  Michael Bork
Generalbevollmächtigter VLN e. V. & Co. OHG            VLN Leiter Sport/Renndirektor“

Man wird vielleicht den Ansprüchen des Hygiene-Instituts an der Universität Bonn entsprechen müssen. Da überrascht es schon, dass Fahrer aus Italien, Norwegen, Monaco, Frankreich, Österreich, USA, Großbritanien, Dänemark, Niederlande, Tschechische Republik, Luxemburg, Belgien, Bulgarien, Liechtenstein, Spanien, Türkei, Schweden, Argentinien, Portugal und Russland  für das Einfahren der Gewinne – sozusagen als „Erntehelfer“ – ohne besondere Kontrollen zum Rennen zugelassen werden. - Jeder muss 15 Euro Eintritt zahlen!

Es wird sicherlich ein spannendes Rennen geben, bei dem die Fahrer neben „Vollgas“, auch noch die Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 30 km/h, 40 km/h, 60 km/h und 120 km/h beherrschen sollten, bzw. in der Lage sein müssen, an den entsprechenden Streckenabschnitten, die entsprechenden Speed-Limiter-Knöpfe an ihren Lenkrädern richtig zu treffen. - Hoffentlich kann man so viele Knöpfe auf dem Lenkrad unterbringen! - Und dann sollte man in der „Work Lane“ noch die vorgegebenen Boxenzeiten im Gedächtnis haben! - Und bitte bei diesem Wettbewerb nicht vergessen:

„... habt nicht stets nur Euren eigenen Vorteil im Auge!“

Da die meisten sonst zu den VLN-Läufen angereisten Zuschauer offenbar aus Ländern kamen, in denen Englisch gesprochen wird - z.B. aus dem Ruhrgebiet - findet man hier aktuell in der Eifel dann Hinweise, auf denen z.B. geschrieben steht:

„DON‘T EVEN TRY TO COME AND WATCH THE RACE ON SATURDAY!
NO SPECTATORS ALLOWED
WATCH THE LIVE STREAM AT HOME!
THANK YOU!

Das ist ein Hinweis den jeder versteht.  - Wenn er diese Sprache gelernt hat! - Ich habe aber als Besucher in den letzten Jahren mehrheitlich Leute erlebt, die Deutsch, oft auch „Platt“ sprachen. Die derzeit vom Streckenbesitzer verwendete Sprache lässt darauf schließen, dass man ein anderes Besucher-Niveau anstrebt. - Das aus Gütersloh und Warendorf aktuell sowieso nicht!

Damit meine Leser – vor dem Rennen – auf den letzten Stand gebracht werden, wie das auch von den Teilnehmern verlangt wird, habe ich im „Anhang“ die Bulletins Nr. 3 und 4 angehängt. Bitte stören Sie sich nicht daran, dass diese Bulletins quer mit „Bulletin 2“ überdruckt sind. - Der Drucker war wohl noch so eingestellt. - Die Verantwortlichen haben offenbar andere Sorgen!

Ich teile sie! - Und bitte um Nachsicht, dass ich die Berichterstattung vom 25. mit einem Bulletin vom 26. Juni ergänzt habe. - Die Drucker-Grundeinstellung war seit dem 24. Juni eben unverändert geblieben!

Zumindest ist das eine Konstante bei diesem VLN-Lauf 1, die nicht unerwähnt bleiben sollte!

MK/Wilhelm Hahne
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„Wie hätten‘s denn – bittaschön – die Zahlen gern?“

Natürlich wurde so ein Satz in der Realität niemals gesprochen. Das wäre auch unnatürlich, weil da eigentlich auch eine Anrede dazu gehört. „Herr Kommerzialrat“ wäre eigentlich das Wenigste. Aber wir sind nun mal in der Eifel, da muss es auch anders gehen. - Und doch mit dem gleichen Ergebnis?

Bei der Polizei-Inspektion in Adenau wird eine Unfallstatistik für die Nürburgring-Nordschleife, unabhängig von der normalen Verkehrsunfallstatistik geführt. Das macht eigentlich keinen Sinn, wenn die Nürburgring-Nordschleife während der normalen „Touristenfahrten“ eine normale Kraftfahrtstraße sein soll. Auf der aber eine Privatfirma bestimmt, was da insgesamt so abgehen darf. - Und man ruft bei Unfällen, dann fast immer die Polizei zu Hilfe. - Die arbeitet kostenlos und registriert dann mehrheitlich Unfälle wegen „nicht angepasster Geschwindigkeit“.  - Erstaunlich – auf einer privaten Rennstrecke!

Ab und an wirft Motor-KRITIK schon mal einen Blick auf die gut abgestimmten – geradezu konzertanten - Abläufe. Man spürt da die ganze Hingabe eines Dirigenten, der die unterschiedlichen Instrumente zu einem harmonischen Klangkörper zu formen versucht.

Nachdem ich am letzten Wochenende einen auf mich interessant wirkenden Hubschrauberverkehr registrieren konnte – z.B. Johanniter-Hubschrauber her, „Christoph 23“ hin – da haben mich natürlich schon die Unfallzahlen am Nürburgring interessiert. Nachdem am Montagvormittag keine Polizeimeldung aus Mayen/Adenau zu finden war, in der – wie das schon mal geschieht – das Unfallgeschehen eines Wochenendes zusammen gefasst wird, habe ich nachgefragt und erfahren:

„...im Dienstgebiet der PI Adenau wurden am Samstag und Sonntag neben Unfällen mit Wildbeteiligung oder geringen Sachschäden ein VU mit Personenschaden gemeldet.
Dieser stellte sich wie folgt dar:
20.06.2020, 16:21 Uhr
VU mit Personenschaden auf der K56 zwischen Cassel und Niederheckenbach. Eine alleinbeteiligte Person hat die Kontrolle über den Pkw verloren und ist in eine Böschung gefahren. Die Person wurde hierbei leicht verletzt.“

Nanu? - Nichts auf der Nordschleife? - Wenn ich heute erst darüber informiere, so liegt das daran, das ich noch mit menschlicher Intelligenz und Brieftauben arbeite. Die trugen mir folgendes Material zu – wobei ich mich bewusst auf die Ereignisse am Sonntag beschränke, nachdem ich einen Nachhilfekurs im Umsetzen von Abkürzungen genommen hatte. (Das VU in der Polizei-E-mail bedeutet z.B. „Verkehrs-Unfall“:

  • Tatsächlich gab es am Sonntag schon mal ein wenig Kies oder ein Nummernschild auf der Strecke, es wurde mehrfach mit „Gelb“ gewarnt, eine Reihe von technischen Defekten machte deutlich, dass auch Touristen testen können und – ach ja – ein Motorradfahrer stürzte im „Pflanzgarten“ (VU), es gab an unterschiedlichen Stellen drei Einschläge von Automobilen in die Leitplanken und dann noch einen – auf der Nordschleife – ungewöhnlichen Unfall, weil das „Opfer“ ein Tesla war! - Ein richtiges Elektro-Automobil, für dessen Bergung dann auch um zwei Stunden gebraucht wurden.

Um es nicht zu vergessen: Ein Streckenposten meldete „Personen hinter der Leitplanke“! - Da hatten doch tatsächlich... - Und das in „Corona-Zeiten“! - Wo doch schon die Leitplanken-Kontakte das „Hygiene-Konzept“ gefährden können, da sie nicht kontaktlos sind!

Da versteht man schon, dass hier deutliche Zeichen gesetzt werden müssen! - Denn der Rubel muss rollen!

MK/Wilhelm Hahne
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Rasse & VLN1: Motor-KRITIK-Echo auf Leser-KRITIK!

Nachdem ich auch das Thema Rassismus aufgegriffen hatte, um schon im Titel  - „Rassismus: Es wird Zeit, dass wir erwachsen werden!“ - deutlich zu machen, was ich von der aktuellen Diskussion grundsätzlich halte, gab es viel Zustimmung, es haben sich Leser telefonisch oder per E-mail bedankt, andere haben mir aber z.B. empfohlen: „Lassen Sie es doch. Sie schützen so sich und ihre Leser.“ - Aber mehrheitlich wurde nicht geschimpft oder vielleicht gesagt – und geschrieben – dass ich einer „von gestern“ wäre. - Es war z.B. zu lesen:

„Nein zu Rassismus, natürlich! Allerdings hat alles seine Grenzen. ... Was haben wir Probleme!“

oder noch klarer in einer anderen Leser-E-mail:

„Wie immer haben Sie den Nagel auf den Kopf getroffen.“

Ich habe sogar ein „Beispiel-Foto“ erhalten, das im März 2018 auf einem „Historischen Jahrmarkt“ gemacht wurde und zeigt, wie lax noch vor vielen Jahren auch in unserem Land mit dem Thema umgegangen wurde.

Zu diesem Foto muss man eigentlich nichts sagen. Was da zu sehen ist, ist einfach geschmacklos. Wir sollten aber nicht vergessen, dass wir auch mal – vor mehr als 100 Jahren – die drittgrößte  Kolonialmacht auf der Welt waren. Es wurden „damals“ nicht nur in Afrika Länder „in Besitz genommen“ und sie zu „Deutschen Kolonien“ gemacht. - Ob wir uns da immer gut benommen haben? - Wir sollten selbst so eine geschmacklose „Kirmesbude“ zum Anlass für ein kurzes Erinnern und Werten unserer Vergangenheit nehmen. - Und daraus lernen! - Das Streichen von Begriffen im Grundgesetz löst nicht das Problem, das in den Köpfen der Menschen schlummert!

Aber weg von dieser Geschichte und hin zu anderen, mit denen ich die Vorbereitungen hin zu VLN 1 beschrieben habe, ein Rennen, das nun am 27. Juni über die Bühne gehen soll. Je mehr ich über die Art der Durchführung durch meine Recherchen erfahre - und mein Wissen natürlich an meine Leser weiter gebe - desto weniger glaube ich an einen Erfolg dieser Veranstaltung.

Ich habe für meine Leser eine pdf-Datei mit dem Titel, „Nürburgring Langstrecken-Serie in Zeiten der Corona Krise“, eine Gemeinschafts-Schöpfung des Geschäftsführers, Christian Stephani und des Generalbevollmächtigen, Ralph-Gerald Schlüter, in den Anhang zu dieser Geschichte gestellt.

So können sie nach dem Lesen – und dem Versuch des Begreifens – selbst entscheiden, ob die Durchführung von VLN1 z.B. in Relation zum Wert dieser Veranstaltung – für wen? - steht.

Während die von mir bereits veröffentlichten Fotos für einige meiner Leser schon ein Grund zum Nachdenken waren, haben andere um „bessere“ Fotos gebeten, die deutlich machen, was da jetzt am Wochenende – ohne Zuschauer – im Fahrerlager wirklich abgeht.

Das erste Foto zeigt sowohl die Ein- als auch die Ausfahrt in die neu geschaffene Zufahrt zu den Arbeitsplätzen („Work Lane“), an denen auch die Fahrerwechsel erfolgen sollen. Die schematische Darstellung finden meine Leser in der anhängenden pdf-Datei, in der auch deutlich wird, dass hier nun ein ursprünglich mal als Eintages-Veranstaltung geplantes Rennen, sich nun aktuell praktisch zu einer Viertages-Veranstaltung ausweitet, was u.a. dem Lindner-Hotel – nur das wird empfohlen(!) - in Corona-Zeiten Zusatzeinnahmen bescheren soll! - Das ist nicht nur frech, sondern auch ein Zeichen von Dummheit!

Weil auch meine Ankündigung von „Supervisoren“ von meinen Lesern eher mit einem Lächeln hin-, statt ernst genommen wurde, hier ein Foto, das einen solchen „Spezialisten“ bei einem „Vortraining“ zeigt. - Weil es hier mehr um den neu geschaffenen Berufstitel als um eine Person geht, habe ich diese Hilfskraft der Geschäftsleitung ein wenig mit Grün umhüllt. - Davon sollen dann am nächsten Samstag nach Planung der neuen VLN-Strategen nun 80 derart verkleidete Personen rund um die Nordschleife unterwegs, auf der Jagd nach möglichen Zuschauern sein.

VLN1 ist ohne Zuschauer von einem ähnlichen Wert wie ein Zoo ohne Zuschauer. - Lassen wir also die Akteure, von einem FIA-Zaun eingesperrt und durch Leitplanken ausgegrenzt, ruhig mal unter sich ihre Runden drehen.

Nachdem ich die Bedingungen inzwischen näher kennen gelernt habe, unter denen es hier zu einem teuren sinnfreien Vergnügen kommen soll, kann ich mir persönlich noch nicht einmal vorstellen, das – wie vor Tagen noch geschätzt – um 100 Starter bei diesem Rennen unterwegs sein werden.

Lassen wir den – wahrscheinlich – Wenigen den wohl erwarteten großen Spaß und warten einmal ab, ob wir – als Zuschauer im Abseits stehend – nicht per Saldo die lachenden Gewinner sind.

Selbst die Fahrer müssen beim 1. VLN-Lauf Eintritt zahlen. - Wenn Zeit Geld ist, dann wird dieses Rennen für Wenige zu einem teuren Vergnügen!

MK/Wilhelm Hahne
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No go! - Wenn die VLN eine Großveranstaltung wäre!

Die Ministerpräsidenten der Länder haben sich gestern entschlossen, Großveranstaltungen bis mindestens Ende Oktober 2020 nicht zu genehmigen. Auch ein Ende der Abstandspflicht ist nicht in Sicht! Das macht es auch dem Veranstalter des 24h-Rennens am Nürburgring schwer, sein Rennen im September – selbst ohne Zuschauer - durchzuführen. Da erscheint es eigentlich ein wenig dumm, wenn der DMSB – der Deutsche MotorSportBund – für den für den am Samstag nächster Woche angekündigten VLN-Lauf 210 Starter genehmigt hat, was rd. 2.500 Teilnehmer im einem Fahrerlager bedeuten würde, das für dieses Rennen gleichzeitig für alle Teilnehmer zu einer zweigeteilten Boxenstraße werden soll.

Nun werden – bei realistischer Betrachtung – nur etwa um 100 Starter zu diesem ersten VLN-Lauf in diesem Jahr zu erwarten sein, der nach einem Hygiene-Konzept durchgeführt wird, dass ein Bonner Hygiene-Institut – auf dem Papier – als gut und richtig empfindet, das aber auch nur Eingeweihte kennen.

Die in den letzten Tagen auf der Nürburgring-Nordschleife durchgeführten Veranstaltungen – offenbar alle genehmigt (von wem auch immer) – haben eigentlich gezeigt, dass solche Motorsportveranstaltungen noch nicht mal kontaktarm, erst recht nicht kontaktfrei – unter Einhaltung der Abstandspflicht - durchgeführt werden können.

Ein Grund mehr, für den ersten VLN-Lauf am nächsten Samstag, dem 27. Juni, keine Fotografen im Fahrerlager zuzulassen. Die Filmaufnahmen werden von der Regie so passend „geschnitten“ werden, wie man das auch aus der Berichterstattung des Fernsehens von Motorsport-Veranstaltungen kennt, die man z.B. nicht als „zuschauerarm“ öffentlich werden lassen möchte: Man lässt durch die „richtigen“ Kamera-Platzierungen und -Einstellungen keinen Blick auf leere Zuschauer-Ränge zu.

Motor-KRITIK hatte nicht nur über die Planungen berichtet, so wie sie allgemein zugänglich auch bekannt gemacht wurden, sondern auch über den Aufwand den man treiben muss und der in keiner Relation zum eigentlichen Sinn einer solchen Veranstaltung steht.

Hier ist noch einmal die Planung für das Fahrerlager zu sehen, wie sie offiziell verkündet wurde. Auf diesen Internetseiten wurde aber schon dargestellt, dass Rennfahrzeuge im Gegenverkehr aber – wie das lt. offizieller Darstellung offenbar sein sollte – nicht zulässig sind. Darum gibt es auch eine Trennung der Fahrbahnen durch Beton-Elemente.  - Motor-KRITIK hatte als einziges Medium darüber informiert!

Hier sieht man, dass in diesen Tagen Lastzug um Lastzug – nicht die kleinsten – ins Fahrerlager rollten, um die Beton-Fertigteile anzuliefern, die nun nicht nur die Fahrspuren trennen, sondern auch die in der „Work Lane“ (s. Zeichnung) arbeitenden Monteure schützen sollen. Da die Geschäftsleitung des Nürburgring-Pächters schon im Vorfeld versucht, eine optimale Berichterstattung sicher zu stellen, wurde in den letzten Tagen der Versuch unternommen, Fotografen und Vidiofilmer durch „Supervisoren“ (nicht geschützte Berufsbezeichnung) an der Nordschleife einschüchtern zu lassen.

Für den Renntag selber wird man 80 Ordnungskräfte dieser Art an der Nordschleife zusätzlich (!) einsetzen, um evtl. Zuschauer und Freiluft-Genießer zu vertreiben und man hat die Abschleppunternehmen angewiesen, ohne jede weitere Rückfrage „wild parkende“ Automobile umgehend – für den Halter kostenpflichtig – zu entfernen und mit ihren Abschleppfahrzeugen ständig vor Ort zu sein!

Man möchte unbedingt für den Veranstalter des 24h-Rennens gute Voraussetzungen schaffen, dieses Rennen – natürlich ohne Zuschauer – im September in jedem Fall durchführen zu können. - Koste es, was es wolle!

Aber ob die Mitglieder des veranstaltenden e.V. da mit machen, wenn ihre Mitgliedsbeiträge in eine  eigentlich sinnlose Motorsport-Veranstaltung ohne Zuschauer versickern, steht auf einem anderen Blatt.

MK/Wilhelm Hahne
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Rassismus: Es wird Zeit, dass wir erwachsen werden!

Ich bin immer wieder fasziniert, wie einfach doch Menschen zu „Mitläufern“ werden können. Nach dem 2. Weltkrieg habe ich erlebt, dass es vorher keine überzeugten Parteigenossen gegeben hatte. Alle „Mitläufer“! - Auch jetzt beim Klimaschutz erlebe ich eigentlich in der Hauptsache „Mitläufer“. Wer kauft eigentlich noch SUV‘s? - Beim Thema Rassismus ist man natürlich auch der Meinung... - Das alles geschieht in einer Zeit, wo selbst neueste Untersuchungen nachweisen, dass mehr als 50 Prozent aller Meinungsäußerungen, die in der Öffentlichkeit, gegenüber dem Chef – oder in ähnlichen Situationen getätigt werden – gelogen sind!

Man lügt, weil man glaubt, sonst Nachteile erleiden zu müssen! Darum wird auch sehr oft nur das geschrieben, von dem man annimmt, dass es andere gerne lesen würden. Es wird keine Meinung vertreten, es wird „die gängige Meinung“ - auch wenn sie noch so dumm ist - unterstützt! - Warum sollte man sich Gegner machen?

Warum ich über ein Thema schreibe, das weit von meinem Fachgebiet, Motor-Journalismus, entfernt ist? - Weil man sich gerade aktuell in der Schweiz darüber streitet, ob Mohrenköpfe eigentlich noch Mohrenköpfe genannt werden dürfen? - Auch eine 250er BMW gab es mal mit „Mohrenkopf“! - Darf Weißkohl überhaupt noch Weißkohl genannt werden? - Darf man keine „Zigeuner-Schnitzel“ mehr essen? - Darf man einen Juden nicht mehr Juden nennen?

Ich erinnere mich noch gut, dass mir meine Mutter als Kind gedroht hat:

„Wenn du nicht lieb bist, geb‘ ich dich den Zigeunern mit!“

Das hat meine Einstellung zu Zigeunerschnitzeln aber nicht verändert. Auch nicht zu Zigeunern! - Wenn vor Monaten eine Dame dieser Zunft vor meiner Tür stand, um mir Teppiche zu verkaufen, ich kein Interesse hatte, dann hat sie mich vieltausendfach verflucht! - Dabei habe ich sie nicht anders behandelt, als ich in diesem Moment den Teppichhändler einer anderen Rasse auch behandelt hätte. - Bin ich deswegen ein Rassist?

Ich habe als junger Mann, für die Süsswaren-Großhandlung meines Vaters arbeitend, „Negerküsse“ verkauft. Im Einzelhandel waren die damals noch einzeln zu kaufen. Heute gibt es „Schokoküsse“ nur noch in 10er-Packungen! - Ist das ein Fortschritt? - Vielleicht ein rassistischer?

Ich weiß – weil ich das damals wissen musste – dass Sarotti, bevor die Firma in Hattersheim von Nestle geschluckt wurde (heute gehört sie zu Stollwerk), auch mal in Berlin, in der Mohrenstraße, residierte. Dort schuf dann ein „Reklame-Zeichner“ für das 50jährige Jubiläum das bekannte Markenzeichen mit dem Mohren.

„Vielen Dank singt man im Chor, vielen Dank Sarotti-Mohr!“

Inzwischen ist aus dem Mohren ein „weißer Magier“ geworden. Nun darf Sarotti sicherlich auch Kinder-Schokolade herstellen! - Wir streiten über Rassismus, schlagen uns – z.B. in Irland – die Köpfe ein, weil jeder „seine Religion“ für die allein selig machende hält. Wir bilden – politisch – ein vereintes Europa, und jedes Land schützt sich mit einer eigenen Armee vor seinen Nachbarn, schürt mit Nationalhymnen den Nationalismus und sorgt mit Parteien dafür, dass aus kleinen Rissen in der Gesellschaft möglichst tiefe Gräben werden.

Warum wird in Berlin nicht die U-Bahnstation „Mohrenstraße“ abgeschafft? - Warum wird nicht „Uncle Ben‘s Reis“ verboten? - Wie können die Bundesministerium für Justiz und das für Arbeit und Soziales in der Mohrenstraße in Berlin residieren? - Ein Skandal! - Wirklich?

Nun, um 1700 (nach Chr.) wurden Afrikaner als Sklaven nach Deutschland, nach Berlin verschleppt und dort untergebracht, wo man sich durch den Straßennamen daran erinnert.

Denn es wird immer wieder propagiert, dass man sich immer erinnern sollte, dass man niemals vergessen darf… - Was eigentlich? - Nur das nicht vergessen, was in den Mainstream passt?

Die Firma Dubler in der Schweiz produziert seit 1946 Mohrenköpfe! - Wären es „Schoko-Küsse“, würden sie auch in Migros-Regale passen.

Nun müssen sich die mehr als 100.000 Migros-Mitarbeiter, die natürlich „voll“ hinter der Entscheidung ihrer Chefs stehen, die Dubler-Mohrenköpfe bei Dubler direkt kaufen! - Weil es die besten sind!

MK/Wilhelm Hahne
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1. „Corona“-VLN-Lauf: Ein spürbarer Wirr-Warr!

Nach Veröffentlichung meiner letzten Geschichte stand mein Telefon nicht still. Einige Leser haben Fehler in meiner Geschichte entdeckt, aber so ganz genau – also mit Bestimmtheit – können sie auch nicht sagen, wie die Abläufe am 27. Juni sein werden, aber:

„Die wollen das mit allen Mitteln durchziehen!“

So sei meine Darstellung z.B. falsch, dass es keine Ausschreibung gebe. Die sei noch gestern Abend, exakt um 20:51 Uhr eingestellt worden. Allerdings wohl nicht da, wo ich sie gesucht hätte, sondern unter Rennen 4. Und natürlich sei diese Ausschreibung auch noch nicht vom DMSB genehmigt, also eigentlich noch keine gültige Ausschreibung.

Das mit „Rennen 4“ hat man bei der VLN dann wohl heute auch gemerkt, und die Internetseite ein wenig umgebaut. Jetzt ist die „Vorläufige“ Ausschreibung unter „Rennen 1“ zu finden.

Als ich vor dem Einstellen diese „Ergänzung“ meiner bisherigen Informationen noch einmal nachprüfe, sind sie schon wieder falsch, da heute  - am 12. Juni - unter der Register-Nr. DMSB-Reg.-Nr.: R-11684/20 die Ausschreibung von der nationalen "Sportbehörde" genehmigt und um 14:48 Uhr auf den VLN-Seiten eingestellt worden ist.

Beachtenswert ist z.B. der Passus:

„Um die Abstands- und Kontaktregeln zu wahren und Menschenansammlungen zu vermeiden, müssen die Fahrzeuge nicht einer Technischen Abnahme vorgeführt werden.“

Aber es ist schriftlich – mit Unterschrift – zu bestätigen:

„Die Bewerber / Fahrer bestätigen mit Ihrer Unterschrift auf dem Formular 'Bestätigung Technische Abnahme und Fahrerausrüstung', das das genannte und eingesetzte Fahrzeug vollständig und uneingeschränkt den gültigen Technischen Bestimmungen der Nürburgring Langstrecken-Serie 2020, sowie den gültigen Sicherheitsbestimmungen des DMSB und der FIA entspricht.

 

Die Bewerber / Fahrer bestätigen mit Ihrer Unterschrift auf dem Formular 'Bestätigung Technische Abnahme und Fahrerausrüstung', das die von ihnen verwendete und eingesetzte Fahrerausrüstung vollständig und komplett den Bestimmungen des Artikel 1.4, Teil 2 der Ausschreibung der Nürburgring Langstrecken-Serie 2020 entspricht.“

Das steht wirklich so – exakt so, aufeinander folgend – in der vom DMSB abgenommenen Version der nun für das VLN-Rennen 1 rechtsgültigen Version der Ausschreibung!

Ein anderer Anrufer macht mich darauf aufmerksam, dass der DMSB im Fahrerlager, die einzige dort geplante Fahrbahn mit Betonfahrbahntrennern  so sichert, dass man nicht sagen könne, dort würden sich Rennfahrzeuge im Gegenverkehr bewegen. - Aber mit Bestimmtheit kann er das nicht sagen, weil er das nur vom Hörensagen weiß und im übrigen den Eindruck hat, dass man bei der VLN und DMSB dieses VLN-Rennen – koste es was es wolle – durchziehen wird!

Wenn ich nun irgendwen danach frage, was denn der Race-Director zu Allem sagt, dann höre ich immer ein „Weiß ich nicht!“ - Nach seinen großen Auftritten bei den ersten Rennen unter seiner Leitung, scheint er an der „Bahnsteigkante“ zum Corona-VLN-Lauf Nr. 1 inzwischen zurück getreten zu sein. - Er möchte wohl nicht unter den Zug kommen!

Es werden übrigens 25 Journalisten – exakt: Fotografen - zum Rennen zugelassen. Die dürfen aber nicht ins Fahrerlager, sondern nur an der Nordschleife fotografieren. Wer die größte Verbreitung seiner Fotos durch die entsprechende Auflage der von ihm belieferten Medien garantieren kann, wird akkreditiert! - Der Text dazu kommt dann wohl von den PR-Spezialisten des Veranstalters.

Was in den Corona-Zeiten auch unverändert bleibt: Der DMSB genehmigt 210 Starter = mindestens 2.500 Personen im Fahrerlager!

MK/Wilhelm Hahne
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VLN-„Corona“-Fahrerlager: Nun Stätte der Begegnung?

Schaut man heute mal auf der VLN-Internetseite nach, so findet man zum ersten Rennen, das am 27. Juni ausgetragen werden soll, noch keine Ausschreibung. Aber Teile, die garantiert hinfällig sein werden, sind noch exakt mit Zeitangaben versehen, wie z.B. die Siegerehrungen auf dem Podium oder die Ehrung der Klassensieger im Media-Centre.

Es ist aus meiner Sicht erstaunlich, wie kritiklos die bisher bekannt gewordenen „besonderen Maßnahmen“ - auch der „Experten“ des DMSB – hingenommen werden, sogar noch Beifall finden.  Da gibt es im DMSB-Rundstrecken-Reglement – auch des Jahres 2020 – z.B. einen Passus der da heißt:

„Es ist verboten, ein Fahrzeug entgegen oder quer zur Fahrtrichtung zu bewegen, es sei denn, es ist erforderlich um ein Fahrzeug aus einer gefährlichen Position zu bringen oder ein Offizieller/Sportwart der Streckensicherung eine entsprechende Anweisung gegeben hat.“

Man darf selbst in der Boxengasse nicht einfach Fahrzeug gegen die Fahrtrichtung ohne Anweisung der Sportwarte rückwärts schieben! - Und nun gibt‘s im Fahrerlager „genehmigten“ Gegenverkehr?

Schaut man einmal auf die inzwischen nicht nur auf den auf der VLN-Seite – sondern auch von den Kollegen der Fachpresse – veröffentlichten „Fahrerlagerplan“, der übrigens Teil der Ausschreibung ist (die es noch nicht gibt!), dann stelle zumindest ich – hier in Motor-KRITIK – fest, dass bei der von „Experten“ als ideal empfundenen „Corona“-Lösung sich hier Rennfahrzeuge tatsächlich im Gegenverkehr (!) bewegen werden. Zwar mit reduzierter Geschwindigkeit, aber Rennfahrzeuge haben keinen Airbag!

Sieht man sich den „Experten-Plan“ genauer an, findet man die schon lange vorher geäußerte Motor-KRITIK-Meinung bestätigt, dass kaum 100 Rennfahrzeuge unter „Corona“-Bedingungen im Fahrerlager untergebracht werden können. Motor-KRITIK hat einmal nachgebohrt und festgestellt, dass man bei den Verantwortlichen zwar selbst nicht an große Starterzahlen glaubt, aber „zur Sicherheit“ einmal geplant hat, auch Teile des Grand-Prix-Kurses in das „Corona-Zeltlager“ (= Fahrerlager) mit einzubeziehen!

Dann würde allerdings der in der Grafik eingezeichnete „Wendehammer“ zum „Kreisverkehr“. Mit den entsprechenden Wartezeiten, weil bestimmte Fahrzeuggruppen alle gleichzeitig in der gleichen Runde ins Fahrerlager und dann auch zum Tanken müssen.

Nachdem die VLN mit der Durchführung von Rundstreckenrennen in Europa, anders als von den „Experten“ dargestellt, nicht die Ersten sind, kann man vielleicht auf die Erfahrungen aus dem ersten 24h-Rennen an diesem Wochenende in Portugal zurück greifen, wo gestern bei einem freien Training von den vor einigen Tagen genannten 18 Fahrzeugen, ganze 13 Stück zu einem freien Training angetreten waren.

Auch die jetzt geradezu zwanghaft geplante VLN-Veranstaltung wird nicht mit einer hohen Beteiligung von Teams – aus den verschiedensten Gründen – rechnen können.

Grundsätzliches zu der neuen VLN-Planung war auf diesen Motor-KRITIK-Seiten bereits zu lesen. Ich möchte mit diesen – rein sachlichen Anmerkungen – meine schon dargestellte Meinung zu den Plänen der „Experten“ nur noch mal unterstreichen.

MK/Wilhelm Hahne
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Guter Ton: „Bitte haben Sie Verständnis dafür“…

Es wird mir in diesen Tagen schon mal vorgeworfen, dass ich Herrn Christian Stephani in seiner Position als Geschäftsführer ungerecht behandeln würde. - Nein, ich bin nicht dieser Meinung und werde das meinen Lesern gerne darstellen. Ich habe auch als Angestellter in leitenden Positionen gearbeitet und weiß, dass es nicht darauf ankommt, sich mittels einer Visitenkarte darzustellen, sondern als erster und bester Mitarbeiter einer Gruppe von Mitarbeitern im Interesse einer Firma die besten Leistungen zu erbringen.

Natürlich kenne ich die Voraussetzungen, die Christian Stephani für seine neue Geschäftsführer-Position mitgebracht hat: 5 Jahre Fachhochschulstudium und ab Mitte 2011 Erfahrungen in den unterschiedlichsten Positionen am Nürburgring, unter wechselnden Firmen, bzw. Firmen-Namen und Chefs. - Was er in seiner neuen Position aber als Detailarbeit abliefert, lässt ihn nicht als den Geschäftsführer der VLN VV GmbH & Co. KG gut aussehen.

Auch ich habe mir in meinem Leben immer wieder vorwerfen lassen müssen, „keine Ahnung“ zu haben. Das ist insofern richtig, als ich mich niemals daran orientiert habe, was gerade so allgemein als richtig empfunden wurde, Mainstream war, dem man sich anpassen musste, wenn man beruflich weiter kommen wollte. Einen in vielen Briefen von mir – in meiner Zeit als Abteilungsleiter – gerne genutzten  Satzanfang, habe ich zum Titel dieser Geschichte gemacht.

Den habe ich gebraucht, um den Adressaten dann unangenehme Wahrheiten zu schreiben. Alle meine Briefe habe ich vor dem Unterschreiben – mit Tinte und Füller – gelesen und an manchen Tagen habe ich, wenn mir am Nachmittag die Ausgangspost vorgelegt wurde, vielleicht  10 Prozent der Briefe zurückgehen lassen, weil sie nicht meiner Vorstellung von einem Brief – der immer auch die Visitenkarte einer Firma ist – entsprochen haben. - Aber ich habe niemals  einen  Mitarbeiter deswegen – oder wegen anderer Dinge – gerügt oder bin laut geworden! - Die haben mich auch so verstanden!

Ich habe die Arbeiten des Herrn Stephani jetzt Monate lang beobachtet und darf vielleicht auf eine seiner letzten „Visitenkarten“ als Beispiel kurz hinweisen:

Da gibt es auf der VLN-Internetseite auch die „Ausschreibung Probe- und Einstelltag 15.06.2020“, auf der Herr Stephani als „Fahrtleiter“ ausgewiesen ist und auf der sich schon in der zweiten Zeile – außen rechts – der Hinweis findet: „Stand 03.06.2020“.

Unter „ 2. Nennung“ findet man dann den Hinweis, dass bis zum 31.05. eine Nennung nur 1.600 Euro kostet. - Wie gesagt: „Stand 03.06.2020“.

Und Fahrzeuge mit „roter Nummer“ sind nicht zugelassen! - Aus der Ausschreibung ergibt sich aber, dass dieser „Probe- und Einstelltag“ wohl für Wettbewerbsfahrzeuge durchgeführt wird, die z.B. „den allgemeinen Sicherheitsbestimmungen des DMSB entsprechen“ müssen, – Natürlich sind auch Slicks erlaubt. - ??? -

Der Preis für eine komplette Box beträgt lt. Ausschreibung beträgt 185 Euro. Es wird aber dann auf die notwendige „Abstandswahrung“ hingewiesen und das die „Fahrzeuge pro Box limitiert“ sind. - ??? -

Insgesamt erweckt die Ausschreibung den Eindruck, dass Herr Stephani – er zeichnet als „Fahrtleiter“ dafür verantwortlich – eine alte Vorlage überarbeitet hat, ohne  – nach Einfügungen oder Streichungen – das Dokument vor der Einstellung ins Internet noch einmal gelesen, den Inhalt begriffen, Details angepasst und korrigiert zu haben.

Er hat hier offensichtlich eine Arbeit abgeliefert, die selbst ein intelligenter Lehrling besser machen würde.

„Bitte haben Sie Verständnis dafür“… lieber Leser, dass ich in der Vergangenheit nicht auf alle „Visitenkarten“ des Herrn Stephani hinweisen wollte. Man sollte jedem neuen Mitarbeiter in seiner Position auch eine Einarbeitungszeit zugestehen.

Aber die Zeit ist nun abgelaufen!

MK/Wilhelm Hahne
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VI ZR 252/19: Der Diesel-Skandal aus Sicht des BGH!

Aus Sicht der großen Medien-Unternehmer mit eigenem News-Room, ist das Urteil des BGH vom 25. Mai 2020 längst „abgefrühstückt“ und mit griffigen Schlagzeilen unters Volk gebracht worden! - Motor-KRITIK hatte bisher nicht darüber informiert, weil das Urteil in seiner Gesamtheit – in allen Details – noch nicht vorlag. Ich möchte es heute meinen Lesern mit seinen insgesamt 43 Seiten im Anhang zur Verfügung stellen. - Nachfolgend finden die an der Sache weniger Interessierten die Basis für eine Wertung des BGH aus Seite 1 des Urteils einkopiert:

„BGB § 826 E, Ga, H
a) Es steht wertungsmäßig einer unmittelbaren arglistigen Täuschung der Fahrzeugkäufer gleich, wenn ein Fahrzeughersteller im Rahmen einer von ihm bei der Motorenentwicklung getroffenen strategischen Entscheidung, die Typgenehmigungen der Fahrzeuge durch arglistige Täuschung des Kraftfahrt-Bundesamts zu erschleichen und die derart bemakelten Fahrzeuge alsdann in Verkehr zu bringen, die Arglosigkeit und das Vertrauen der Fahrzeugkäufer gezielt ausnutzt.
b) Bestehen hinreichende Anhaltspunkte für die Kenntnis zumindest eines vor maligen Mitglieds des Vorstands von der getroffenen strategischen Entscheidung, trägt der beklagte Hersteller die sekundäre Darlegungslast für die Behauptung, eine solche Kenntnis habe nicht vorgelegen. Darauf, ob die vormaligen Mitglieder des Vorstands von dem Kläger als Zeugen benannt werden könnten, kommt es nicht an.
c) Wird jemand durch ein haftungsbegründendes Verhalten zum Abschluss eines Vertrages gebracht, den er sonst nicht geschlossen hätte, kann er auch bei objektiver Werthaltigkeit von Leistung und Gegenleistung dadurch einen Vermögensschaden erleiden, dass die Leistung für seine Zwecke nicht voll brauchbar ist. Die Bejahung eines Vermögensschadens unter diesem Aspekt setzt allerdings voraus, dass die durch den unerwünschten Vertrag erlangte Leistung nicht nur aus rein subjektiv willkürlicher Sicht als Schaden angesehen wird, sondern dass auch die Verkehrsanschauung bei Berücksichtigung der obwaltenden Umstände den Vertragsschluss als unvernünftig, den konkreten Vermögensinteressen nicht angemessen und damit als nachteilig ansieht.
d) Die Grundsätze der Vorteilsausgleichung gelten auch für einen Anspruch aus vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung gemäß § 826 BGB.
BGH, Urteil vom 25. Mai 2020 - VI ZR 252/19 - OLG Koblenz
LG Bad Kreuznach
ECLI:DE:BGH:2020:250520UVIZR252.19.0“

Die „restlichen“ 42 Seiten finden meine Leser im Anhang zu diesem Text. Auch in diesem kurzen Auszug hier wird aber schon deutlich, wie man die Automobilhersteller einordnen sollte, wenn der BGH in diesem Urteil nicht nur von „arglistischer Täurschung“, sondern auch von „vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung“ sprechen kann. - Man muss diesen Konzernen zugestehen, über große kriminelle Energie zu verfügen. - VW hat das bisher mehr als 30 Milliarden Euro gekostet! - Das sind die gleichen Firmen, die nun bei der Bundesregierung um „Kaufanreize für den Kunden“ betteln!

  • Technisch vernünftige, zeit- und praxisgemäße Automobile zu einem korrekt kalkulierten Preis, würden solche „Anreize“ nicht brauchen, um das Interesse von potentiellen Käufern zu finden.    

Derzeit wäre als Ausrichtung auf die Zukunft besonders wichtig: Man sollte die aktuellen Produktionszahlen dem Bedarf anpassen und nicht versuchen, „künstlich“ einen Bedarf zu wecken, der im Grunde nicht besteht!

MK/Wilhelm Hahne
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