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Markus Höttinger: „Gibt es zwei Grenzbereiche?“

Ich habe von seinem Tod – 1980  in Hockenheim – durchs Fernsehen erfahren. Dieser Vorfall hat mich aus den verschiedensten Gründen betroffen gemacht: Sein Leben endete in einem Maurer-BMW F2, bei dem sich in der ersten, untauglichen Version, mein Bruder Armin um eine Abstimmung bemüht hatte. Markus Höttinger und der von ihm gefahrene Maurer-BMW F2 hatten eigentlich mit dem Unfall nichts zu tun. - Markus Höttinger wurde von dem abgerissenen Hinterrad eines Konkurrenzfahrzeugs erschlagen.

Ich hatte zu Markus einen guten persönlichen Kontakt. Er war nämlich nicht nur ein guter Rennfahrer, sondern auch das, was man einen „feinen Menschen“ nennt. - Es war Rainer Braun, der mich mit seiner Erinnerung an ihn auf Facebook gestern – an Ostermontag - auch daran erinnerte,  dass ich den Todestag von Markus vor exakt 40 Jahren vergessen hatte.

Ende der 70er sind wir hier am Nürburgring oft zusammen gesessen. Markus machte hier u.a. Reifenabstimmungsfahrten mit dem damals neuen BMW M1 und Pirelli Reifen. Ich arbeitete zu der Zeit u.a. auch als freier Mitarbeiter für „Rocky“, ein Jugendmagazin und produzierte für jede Ausgabe einen kleinen Motorradteil. So hatte ich zu dieser Zeit u.a. einen Mofatest in Arbeit. Da Markus zu der Zeit oben am Ring war, habe ich ihn gefragt, ob ich mit ihm Fahraufnahmen machen könne. - „Kein Problem“, hat er gesagt. So habe ich ihm dann das Mofa hochgefahren und er hat es im Nürburgring-Umfeld genutzt. - Und ich bin auch zu Fahraufnahmen mit ihm – z.B. in der Boxengasse - gekommen.

Markus Höttinger war immer lernbereit. Wir haben die Tücken der Nordschleife im Detail besprochen; wir haben unsere Eindrücke ausgetauscht, neue „Linien“, neue Möglichkeiten diskutiert. Eines Abends, als wir uns am Ende eines seiner Testtage wieder getroffen haben, stellte er mir eine Frage, die ich zunächst nicht verstanden habe:

„Wilhelm, gibt es eigentlich zwei Grenzbereiche?“

„Wie kommst du da drauf?“, habe ich ein wenig erstaunt gefragt. Er hat mir das dann so erklärt:

Er war an diesem Tag gerade von einem Turn mit einem neuen Reifensatz zurück gekommen, als ihn einer der Pirelli-Reifentester bat, doch mal auf dem Beifahrersitz Platz zu nehmen, damit er mal mit ihm eine Nordschleifenrunde erleben und die Eindrücke eines Reifentesters mit seinen – denen eines Rennfahrers – abgleichen könne.

Markus Höttinger: „Wir sind dann los, gut und schnell durch die „Hatzenbach“ und als wir über den „Flugplatz“ weg waren, in Richtung „Schwedenkreuz“ unterwegs, da schildert der Pirelli-Mann mir kurz seine ersten Eindrücke im Grenzbereich – wie er sagte! - Du – und das waren exakt die, die ich bei meiner Runde zuvor auch gewonnen hatte. - Nur: Ich war überall – und besonders am „Flugplatz“ - deutlich schneller gewesen als er. - Er sagte, er bewege den M1 im Grenzbereich; ich würde das von meiner Fahrt auch sagen. - Unsere beider Aussagen waren exakt gleich. - Folglich muss es doch zwei Grenzbereiche geben! - Oder?“

Das war so logisch, dass ich zunächst ganz stumm war. Und ich habe diese Schilderung mit dieser logischen Schlusfolgerung bis heute nicht vergessen.

Ich bin in den Jahren danach noch mit einer Reihe von Rennfahrern unterwegs gewesen und hatte dabei dann auch schon mal den Eindruck, dass es zwei Grenzbereiche geben müsse:

  • Einen Grenzbereich, der eigentlich meiner war und einer, der „der richtige“ ist.

Schon darum werde ich Markus Höttinger niemals vergessen! - Nur sein Todestag war mir entfallen.

Markus ist jemand, der in meinem Herzen immer weiter lebt!

MK/Wilhelm Hahne
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Stirling Moss - Ostern 2020 ...und Erinnerungen!

Er ist tatsächlich am Oster-Sonntag gestorben. - Gestern. - Er wurde 90 Jahre alt. Er hatte die „wilde“, sehr gefährliche Zeit des Rennsports überlebt. - Aber keiner lebt ewig! - Soll man nun trauern?

Stirling Moss war ein Rennfahrer, wie er in der heutigen Zeit des Marketings nicht mehr vorstellbar ist: Er musste sich nicht „verkaufen“, er war einfach gut. Er war nicht einer, der verbissen an seiner Karriere gearbeitet hat. Er hat das getan, was ihm Spaß machte und was er konnte!

Die Mille Miglia in 10 Stunden, 7 Minuten und 48 Sekunden gewinnen! - Unfassbar! - Wahnsinn! - Ein Journalist, Denis Jenkinson, hatte das „Gebetbuch“ erstellt und man halbierte praktisch mit einem Mercedes 300 SLR im Jahre 1955 die Zeit, die der erste Sieger dieses heute unvorstellbaren Rennens im Jahre 1927 gebraucht hatte: 21 Stunden, 4 Minuten und 48 Sekunden.

1.000 Meilen, von Brescia nach Rom und wieder zurück. Also rund 1.600 Kilometer über normale Landstraßen. Und was für welche!

Ich bin 1977 zusammen mit dem BMW-Motorenkonstrukteur, dem Leiter der Motorenentwicklung, der auch mal BMW-Sportchef war, Alex von Falkenhausen, diese 1.000 Meilen auf einem BMW 328 gefahren. Das war der erste Versuch, an dieses grandiose Rennen mit einer – nennen wir es – touristischen Veranstaltung mit Renn-Oldtimern aus der guten alten Zeit der echten Mille Miglia, diese „Wahnsinnsveranstaltung“ nicht vergessen zu lassen .

    • Mir hat das einen Eindruck von der fahrerischen Leistung eines Stirling Moss vermittelt!

Ich erinnere mich – es muss so um 1950 gewesen sein – Stirling Moss mit einem Cooper T5 (500er Norton-Manx-Motor + Fiat Topolino-Fahrwerkteilen!) bei einem Training auf der Nordschleife des Nürburgrings beobachtet zu haben. Ich stand eingangs der „Hatzenbach“ als ein kleiner Rennwagen praktisch in „Falllinie“ die schnelle Bergabrechtskurve anfuhr, nicht „lupfte“ oder bremste, sondern vorher hochschaltete und sich mit dem „harten Schlag“ des Einzylinder-Motors dann akustisch von mir entfernte. - Wer war das?

Nachgeschaut: Stirling Moss! - Ich habe dann schon seine weitere Entwicklung beobachtet. Sie verlief nicht steril. Stirling Moss fuhr alles was vier Räder hatte: Formel 3, Formel 2, Formel 1, Sportwagen, Tourenwagen. - Seine Erfolge waren zwar abhängig vom Produkt, aber fahrerisch war er immer „Spitze“.

Lag das in der Familie? - Jahre später habe ich seine Schwester, Pat Moss, bei der Siegerehrung zur „Liège – Rom – Liège“ kennen gelernt, die gerade diese „Fernfahrt“ mit einem Austin Healey 3000 gewonnen hatte. Siegerehrungen waren damals genauso ein Erlebnis wie der eigentliche Anlass dazu. Die Fahrer erschienen z.T. im Smoking, die Damen im Abendkleid. Pat Moss war so „normal“ wie ihr Bruder, tanzte – als es später wurde – mit nackten Füßen. Begründung: „Mit solchen Schuhen kann ich nicht tanzen!“

Für mich war nicht vorstellbar, wie man im Renntempo nicht nur so eine Fernfahrt in einem Austin Healey der damaligen Zeit überstehen, die „Fernfahrt“ - 3.500 Kilometer Non-Stop! - gewinnen und noch bei der Siegerehrung bis in den frühen Morgen durchfeiern kann.

Bruder und Schwester Moss waren aus dem gleichen Holz geschnitzt. Sie waren „natürlich“ schnell, mit einer unglaublichen Kondition gesegnet. Stirling wurde niemals Formel 1-Weltmeister, aber war ein ganz Großer seiner Zunft. Zu Recht wurde er im Jahre 2000 in England zum Ritter geschlagen.

Im Gegensatz zu den Rennfahrern der heutigen Zeit haben ihn Statistiken nicht interessiert. Er war jeweils auf die Gegenwart fokussiert. Das aktuelle Rennen war jeweils wichtig. Aus dem Resultat ergab sich Zufriedenheit oder Unzufriedenheit. - Aber dann kam das nächste Rennen!

Nun wird es keine Rennen mit Stirling Moss mehr geben. - Warum sollte ich traurig sein? - Ich habe ihn ja noch erlebt!

Aber ehrlich: Solche Typen wie Stirling Moss passen heute auch nicht mehr ins „Geschäft“!

MK/Wilhelm Hahne
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Karfreitag '20: Wenig – und doch anders als früher!

Karfreitag 2020 war für mich eigentlich ein Freitag wie jeder Freitag in den letzten Jahren. Da fahre ich dann zum Friedhof in Nürburg, um auf dem Grab meiner Schwiegereltern eine Grabkerze anzuzünden. Die brennt dann bis zum nächsten Freitag. - Und doch war es ein wenig anders als in den letzten Jahren. - Es gab weniger Verkehr!

Als ich gestern zum Friedhof unterwegs war, da ist mir schon bei der Hinfahrt auf der B 258 der relativ geringe Verkehr aufgefallen. Da hat mich zwar eine Gruppe von vier Motorradfahrern überholt, die – wie am am Kennzeichen erkennen konnte – aus Köln kamen und ein (zu) schneller BMW mit AW-Kennzeichen. Das war‘s aber auch schon, auf 13 Kilometer Anfahrt.

Hier mal ein paar Fotobeweise, die ich bei meiner Karfreitag-Ausfahrt gesammelt habe:

So habe ich die B 258 an Karfreitag 2020 erlebt. Es war Mittagszeit und eigentlich gab es nur an einer Stelle eine kleine Fahrzeugansammlung. Da standen ein paar Motorradfahrer vor einem geschlossenen Privatparkplatz und ein paar Meter hinter der Tankstelle „Döttinger Höhe“ gab es auch – aus meiner Sicht in Gegenrichtung - eine Polizeikontrolle.

Die Polizei war verstärkt im Einsatz! - Bei der Durchfahrt von Nürburg begegneten mir – im Gegenverkehr – zwei Polizisten auf Motorrädern; im Gewerbegebiet Meuspath war ein Polizeifahrzeug unterwegs. - Man hatte „ein waches Auge“ auf den fließenden Verkehr und so konnte die Polizei-Direktion Mayen – über deren vorbereitende Maßnahmen auf diesen Seiten auch berichtet wurde - dann vermelden:

„...Offensichtlich haben die vielfältigen Appelle der Polizeidirektion Mayen, der Kreisverwaltung Ahrweiler und der Verbandsgemeinde Adenau ihr Ziel erreicht. Nur wenige Besucher kamen heute auf den sogenannten "Car-Friday" in den Großraum Nürburgring. Zu Verstößen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie kam es nicht. Die Polizei konnte verbotene Ansammlungen durch gezielte Gespräche mit den Menschen im Vorfeld verhindern. Geahndet wurden dagegen einige Verstöße wegen illegaler Veränderungen an Fahrzeugen und Geschwindigkeitsüberschreitungen. Tagesschnellster war ein Motorradfahrer mit gemessenen 170 km/h bei erlaubten 70. Wegen erheblicher Mängel wurden vier illegal getunte Autos sichergestellt.“

So konnte ich dann auch nach getaner „Arbeit“ auf dem Friedhof von Nürburg in Ruhe meine Heimfahrt antreten.

 

Vorher bin ich noch mal an der „Nordschleifen“-Einfahrt vorbei gefahren. Dabei begegneten mir zwei Sportwagen, deren Insassen wohl nicht geglaubt hatten, dass der Nürburgring an diesem Karfreitag 2020 für den „Touristenverkehr“ geschlossen war. - Auch der Publikumsliebling, der Parkplatz „Brünnchen“ war leer, da gesperrt.

Dabei fiel mir ein, dass sich ein Karfreitag so um 1940 kaum von dem in 2020 unterschieden hat.  Auch „damals“ konnten wir nicht unbedingt selbstbestimmt agieren und meine Großmutter sagte dann schon mal – im Hinblick auf die über Ostern zu erwartende Verwandschaft:

„Ach, dann kommt wieder mal die ganze Corona!“

Karfreitag '20: Wenig – und doch anders als früher! - Jedenfalls geräuschmäßig ruhiger als in den letzten Jahren.

Und keine Unfälle auf der „Nordschleife“!

MK/Wilhelm Hahne
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Aus gegebenem Anlass: Nachdenkliches zu „GESTERN“

Wir leben im Heute, Gestern, das ist Vergangenheit; unsere Zukunft liegt im Morgen! - Das kann eine allgemeine Feststellung sein. Gesterm – mal ganz wörtlich genommen – da war noch Winter-, heute ist Sommerzeit. Da hat dann auch die Software meiner elektronisch gesteuerten Uhr versagt und erst mit Beginn der Sommerzeit meinen Schlaf beobachtet. Die Zeit davor – gestern – interessiert meine moderne Uhr nicht. Und wenn ich heute aus dem Fenster schaue – und auf‘s Thermometer – dann hat die Natur die Zeitumstellung auch nicht zum Anlass genommen sich zu ändern. - Trotzdem war gestern noch vieles anders als heute.

Gestern hat sich der Finanzminister eines unserer Länder das Leben genommen. Sein Umfeld nimmt Anteil, versteht seine Entscheidung nicht, macht sich evtl. den Vorwurf in der Entwicklung zu diesem Entschluss „nichts mitbekommen“ zu haben.

Glaubt man den statistischen Daten, haben sich weltweit gestern mehr als 2.000 Menschen das Leben genommen! - Wer denkt heute schon darüber nach?

Gestern war Samstag, kein Arbeitstag. Aber in „Corona“-Zeiten, in Zeiten des „Homeoffice“, ist einiges anders. Da schreibt dann z.B. der Geschäftsführer einer „Vermarktungs- und Veranstaltungs“ GmbH (& Co. KG) „seine“ Teams an, um sie daran zu erinnern, dass sie sich noch bis heute – 29. März – zu einem virtuellen Rennen anmelden können, das am 4. April stattfindet.

„Eine Einschreibung, wie zunächst in der Ausschreibung kommuniziert, ist nicht nötig.“

Und man hat das Nenngeld gesenkt. Der Geschäftsführer schreibt:

„Dank eines erweiterten Sponsoringpakets können wir für die Premierensaison die Nenngelder deutlich reduzieren: 10 € pro Rennen in den Klassen Cup 2 (Porsche 911 GT3 Cup), Cup 3 (Cayman GT4 Trophy by Manthey Racing) und TCR sowie 250 € für die komplette Saison in der Klasse SP9 (GT3-Fahrzeuge).“

Am 4. April beginnt also die „Zukunft des Motorsports“ (?) etwas günstiger.

Eigentlich hat die schon „gestern“ vor fünf Jahren begonnen, als – am 28. März 2015 - ein talentierter SimRacer mit DMSB-Permit Nordschleife (!) in der Realität eines VLN-Laufs bei einem von ihm verursachten Unfall einen Zuschauer tötete. - Am 4. April 2020 kann es in Verbindung mit einem virtuellen Langstreckenrennen zu keinen Toten kommen. Es kommt auch nicht zu sichtbaren Unfallschäden an den Einsatzfahrzeugen. - Sport ohne Risiko bei kleinen Kosten!

  • Man benötigt – lt. Ausschreibung – auch keine Lizenz und – natürlich (?) - auch kein DMSB-Permit Nordschleife!

Gestern, am 28. März 2020, da wäre mein Bruder Hubert 85 Jahre alt geworden. - Wenn er noch leben würde. Er ist unauffällig, ohne Unfall, nicht durch Selbstmord – einfach ganz normal – gestorben. Aus Fragen nach ihm weiß ich, dass selbst viele Fans von ihm – er war mal „im Gestern“ ein bekannter Rennfahrer - nicht wissen dass er tot ist.

Aber Gestern ist gestern, heute ist Heute und am 4. April 2020 – einem Stück „Morgen“ - erleben wir die Zukunft?

MK/Wilhelm Hahne
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!!! Nürburgring – Touristik – Weinbau – Ahrtal !!!

Im Moment verhält sich ein großer Teil der Menschen, die ich zu kennen glaubte, aus meiner Sicht ein wenig ungewöhnlich. Ungewöhnlich, so denke ich nach einem Blick in die morgendliche Zeitung, ist auch das aktuelle Angebot an Geschichten dort. Und wenn ich den Fernseher einschalte, dann scheint es nur ein Thema zu geben. - Dabei werden wir nur auf ein bestimmtes Thema gelenkt. Und es wird eine Hysterie geschürt, die ich ein wenig verwundert zur Kenntnis nehme.

  • Es ist wie es ist! - Das war schon immer so! - Schon als Kind musste ich das akzeptieren!      

So habe ich aktuell zur Kenntnis nehmen müssen, dass ich einer „Risikogruppe“ angehöre. - Warum? - Es ist üblich geworden, auch Menschen nicht mehr als Individien zu betrachten, sondern sie – ganz im Trend – in Gruppen einzuteilen und in präzise beschriftete „Schubladen“ abzulegen. - So bin ich nun mal in die Schublade mit der Aufschrift „Risikogruppe“ abgelegt worden. - Warum? - Weil ich einer bestimmten Altersgruppe angehöre! Diese Gruppe wird ausschließlich über ihr Alter definiert.

Das ist ja so einfach! So einfach, wie man das Thema Nürburgring in eine bestimmte Schublade stopft – und auch so behandelt. - Oder ist das Thema Nürburgring einfach in der falschen Schublade abgelegt worden? - Eigentlich passt es in viele Schubladen!

Ich erhalte von Zeit zu Zeit immer wieder Anfragen von Studenten der unterschiedlichsten Fakultäten, die, weil der Nürburgring – und seine Bedeutung zu etwas - irgendwie Thema ist, von mir Informationen zu diesem Thema erwarten, die aber nur so eine Art Blitzlicht sein können, das eine bestimmte – sehr kleine – Phase beleuchtet, nur einen kleinen Ausschnitt dessen sein kann, was diese Leute eigentlich von mir zur Umsetzung von wissenschaftlich fundierten Arbeiten erwarten sollten.

Da ist – relativ neu – nun eine Geschichte im Internet zugänglich, die getitelt ist:

„Der Nürburgring als wirtschaftsgeschichtliches Forschungsthema. Ein Wegweiser zu den Quellen.“

Diese Geschichte kann für Suchende zum Thema Nürburgring eine wahre Fundgrube sein, weil im Anhang zu dieser Geschichte erstmals in einer Zusammenfassung ein Einblick in die Möglichkeiten geboten wird, die die Archivbestände des Kreisarchivs Ahrweiler, Landeshauptarchiv Koblenz und Bundesarchiv Berlin bieten. (Mit einem Klick HIER sind meine Leser auf der richtigen Internetseite.)

  • In wissenschaftlicher Betrachtung hat der Nürburgring eine Bedeutung, die weit über die motorsportliche hinaus geht! 

Man sollte aber in dieser Geschichte nicht eine Anmerkung von Dr. Jörg Pawelletz, vom Landeshauptarchiv Koblenz, aus 2019 überlesen, die da lautet:

„...Die bereits erschlossenen Unterlagen sind selbstverständlich grundsätzlich zur Benutzung freigegeben, allerdings gelten im Einzelfall noch Sperrfristen nach dem Landesarchivgesetz (Sachakten, Geheimhaltung oder personenbezogen). Daher sind diese Unterlagen auch noch nicht in der Online-Datenbank zu recherchieren. Eine pauschale Antwort, bis zu welchem Jahr alle Unterlagen zur Benutzung frei sind, ist daher nicht möglich, da im Einzelfall und je nach Anfrage über die Benutzung die Verkürzung von Sperrfristen und eventuelle Auflagen entschieden werden muss. ….“

Das bedeutet, das 30 Jahre Warten nicht immer genügt. - So hat dann aktuell auch „Motor-KRITIK“ eine Bedeutung, weil hier – auch in der Vergangenheit – nach journalistischer Recherche Fakten veröffentlicht wurden, die man auch nach 30 Jahren nicht in den Archiven finden wird.

Aktuell ist der Abschluss eines Motor-KRITIK-Abo besonders interessant, weil - neu abgeschlossen -  (Kosten 72,50 € p.a.) als Zugabe mein Buch zum „Nürburgring-Skandal“ (als pdf-Datei) dazu gehört, das zumindest einen Eindruck davon vermittelt, was auch vielleicht in der Vergangenheit evtl. nicht in den Archiven angekommen ist.

Damit meine Leser auch den Titel zu dieser Motor-KRITIK-Geschichte verstehen, gibt es hier jetzt noch den Titel zu der Internetseite, die – auch, aber nicht nur - zum Thema Nürburgring aktuell besonders interessant ist:

Interessierte können so die Zeit einer Quarantäne – auch - dazu nutzen, die Basis ihres Wissens ein wenig zu verbreitern! - Es ist wie es ist!

Bleiben Sie gesund, nutzen Sie die Zeit -  und machen Sie sich schlau!

MK/Wilhelm Hahne
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Corona-Krise: Mainstream - Aktionismus – Hysterie!

Ich habe gestern in einem Supermarkt eine Kiste Mineralwasser gekauft und wurde an der Kasse von anderen Kunden schon „komisch“ angesehen, weil ich mit Bargeld zahlte. Es war nämlich dort ein deutlich sichtbarer Hinweis angebracht, dass man im Hinblick auf die Sicherheit der Mitarbeiter dort - bitte - nicht mit Bargeld zahlen solle.

„Komisch“ angeguckt wurde ich wohl deswegen, weil aktuell eine eigene Meinung nicht gefragt, sondern man besser beraten ist, im Mainstream mitzuschwimmen, wenn man nicht anecken will.

Wieder zu Hause, habe ich dann meinen Computer bemüht und auf „youTube“ ein Video gefunden, in dem ein Vorstandsmitglied der deutschen Bundesbank erklärte, dass man besser mit Papiergeld zahlen solle, da – dank der hervorragenden Qualität von Papier und Druck – das Papiergeld nicht als Übertragungsträger der Conronaviren geeignet wäre.

So nebenbei hat er dann noch festgestellt, dass man bei der Bundesbank mehr Geld gedruckt habe, als man ausgeben könne. - Das – finde ich – ist eine tolle Aussage! - (Wer es nicht glaubt, kann mit einem Klick HIER das Video erreichen.)

Der Hinweis an der Supermarkt-Kasse wird von mir also als reiner Aktionismus empfunden, der aber bei den Besuchern gut ankommt. - Man tut etwas! -Es kommt nicht darauf an, dass das sinnvoll ist, sondern in den „Mainstream“ passt, in dem z.Zt. vor allen Dingen alle Politiker gerne mit schwimmen.

Der Bundesfinanzminister bemüht den Begriff „Bazooka“, wenn er davon spricht, in dieser Situation mit Milliarden geradezu um sich werfen zu wollen. Er unterstreicht damit den Ernst der derzeitigen Situation und gibt den Krisen-Manager. Wie auch andere, die – wahrscheinlich unabsichtlich – mit ihren Hilfsmaßnahmen die Hysterie schüren.

Ich schaue abends ein wenig verständnislos auf den Fernseher, genauso, wie ich morgens kopfschüttelnd die Zeitung lese. Niemand traut sich – gegen den Trend – eine Anmerkung zu machen, oder eine Entwicklung, die natürlich negativ ist, zu relativieren.

  • Wenn alles einen unglücklichen Verlauf nehmen würde, werden wir bis Ende des Jahres in Deutschland 4 – 500 Corona-Tote haben. Ich finde das auch schrecklich, weil ich jedem Menschen ein möglichst langes Leben wünsche. - Aber in 2018 sind z.B. in Deutschland exakt 954.874 Menschen aller Altersklassen ohne den Einfluss des Coronavirus gestorben.

Rückblickend frage ich mich, warum man 1968 – 1970 die Hongkong-Grippe so einfach hingenommen hat, die weltweit gut 1 Millionen Leben ausgelöscht hat. Andere Quellen sprechen sogar von 2 Millionen! - Wurde damals groß davon gesprochen, gab es eine Hysterie?

Vielleicht erinnern sich aber bald unsere Politiker wieder an 1968, deren Vorgänger – aber nicht wegen des Grippe-Virus – damals die Notstandsgesetze eingeführt haben. Damit hätte man doch jetzt ein tolles Instrument in der Hand, um… - natürlich „Gutes zu tun“!

Könnte es sein, dass derzeit von unseren Staatslenkern weltweit ein Virus dazu genutzt wird, um davon abzulenken, dass die „Wirtschaftsblase“, die in letzter Zeit immer größer wurde, nun dabei ist zu platzen? - Automobilhersteller nutzen z.B. die derzeitige Situation, um ihre Produktion drastisch zu kürzen, statt weiter Abstellflächen anzupachten.

Es ist aus meiner Sicht jedenfalls besser, von einer solchen Entwicklung durch einen Virus abgelenkt zu werden, als durch einen 3. Weltkrieg!

Was am Ernst der derzeitigen Situation nichts ändert. Aber man sollte sie nüchtern betrachten!

Und den Missbrauch nicht übersehen!

MK/Wilhelm Hahne
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Nürburgring aktuell: Ausnahmezustand – aber anders!

Die Eifel wurde früher schon mal als das „Sibirien Preußens“ bezeichnet. Nachdem die Region Nürburgring – wie man so schön sagt - „in russischem Besitz ist“, scheint hier alles ein wenig anders geworden. Wer am Sonntag rings um den Nürburgring unterwegs war, fand völlig überfüllte Parkplätze, zugeparkte Randstreifen, Familien, die am Straßenrand rasteten, grillten, oder auf Klappstühlen den vorbei brausenden Verkehr bestaunten.

  • Die Eifel um Nürburg schien der interessanteste Ausflugsort Deutschlands zu sein!

An einem der „Brennpunkte“, der Tankstelle „Döttinger Höhe“, musste am Sonntag Benzin nachgeliefert werden, die „Touristenfahrten“ an der Nordschleife brummten – wenigstens so lange, bis sie durch einen Unfall im Bereich Posten 158 (Eschbach) unterbrochen werden mussten.

  • Es war ein Hubschrauber im Einsatz, der den Verletzten in eine Bonner Klinik flog.

Das war für die wartenden „Touristenfahrer“ das Signal zum Nachtanken. Doch dann fiel das Kartensystem am Nürburgring aus. Als das wieder lief, waren das Schlagbaumsystem an der Nordschleifen-Zufahrt defekt, so dass man sich entschließen musste – um einen Gau zu vermeiden – die „Touristenfahrer“ in der letzten Stunde kostenfrei fahren zu lassen.

Heute, am Montag, hat man sich dann „oben“ entschlossen, die für demnächst angedachte Eröffnungsfeier für das „Gläserne Studio“ (auch in meiner Sonntags-Geschichte wurde darüber berichtet) ausfallen zu lassen.

Hier ist ein Stück des offiziellen Eventkalenders 2020 der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG, bei dem ich u.a. den Samstag, 14. März, mit Grün markiert habe. Die Test- und Einstellfahrten haben – wie auch bei mir schon am Sonntag zu lesen – tatsächlich stattgefunden. Es waren – geschätzt – kaum 50 Fahrzeuge unterwegs. Die nicht gekommen waren, aber vorher genannt hatten, werden so begreifen, dass Nenngeld = Reugeld ist.

Der Veranstalter, die VLN VV GmbH & Co. KG, eine rd. 60-prozentige „Tochter“ des Rennstreckenpächters, mochte wohl nicht auf das Geschäft verzichten. Über den Coronavirus wurde an diesem Tag nicht gesprochen. Aus „Sicherheitsgründen“ hatte man offiziell auf Zuschauer verzichtet. - Rein zufällig waren aber welche gekommen!

Keine Überraschung: Ab heute sind einige der am Samstag tätigen „Helfer“ in Quarantäne. Der Coronavirus konnte wohl leider nicht lesen, war aber - irgendwie - mit dabei.

Als ich nach meinen Recherchen heute, mir auf meinem Handy die Nummer des Streckenpostens ansehen wollte, in dessen Nähe der Unfall passiert war, da wurde mir vom App-Anbieter eine neue Karte angeboten. - Toll! - Nach dem Herunterladen musste ich feststellen: Es gibt dort nun keine Angaben mehr zu den Streckenposten! - Ein zukunftsträchtige Lösung?

Da habe ich dann wieder ins Archiv greifen müssen! - Wie früher! - Und wenn ich jetzt auf meine Geschichte von gestern schaue, die ich den aktuellen „Ignoranten“ gewidmet hatte, so kann ich dort – nachdem sie mit 4,5 Sternen bewertet wurde – nun an den aktuellen 4,6 ablesen, dass es durchaus Leser gibt, die die Zuordnung zu den Ignoranten begriffen haben – und andere, die sich angesprochen fühlen.

Aber ich habe auch zu dieser Sonntags-Geschichte inzwischen Zuschriften erhalten, die wie ein offenes Fenster zu neuen Geschichten sind, die dann – auch – einigen Lesern wenig gefallen werden.

MK/Wilhelm Hahne
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Frei nach Wilhelm Busch: VV-Stephani‘s 3. Streich!

Christian Stephani ist seit dem 1. Januar 2020 neuer Geschäftsführer der VLN VV GmbH & Co. KG.  Aber schon im Dezember 2019 hat er einen neuen „Markenauftritt“ für die Saison 2020 vorgestellt. - Dieses war der 1. Streich!

„Das kann ja mal passieren! - Man muss dem Jungen Zeit geben!“

Das meinte – großzügig – einer der VLN-Teilnehmer. - Was der vorgestern gedacht hat, als er bei Motor-KRITIK vom 2. Streich lesen konnte, ist unbekannt. Nur ein Tag danach – am Donnerstag - wurde dann der 3. Streich des Herrn Stephani bekannt, von dem er selbst in diesen Tönen schwärmte:

„Mit Hankook haben wir einen Partner dazu gewonnen, der ebenso wie unsere Rennserie mit seinen Produkten für eine erstklassige Performance und hohes Leistungspotenzial steht. Dieses Sponsoring unterstreicht erneut die Attraktivität und die Anziehungskraft der Nürburgring Langstrecken-Serie. Ich freue mich auf eine vertrauensvolle und professionelle Zusammenarbeit und viele Aktivitäten über das klassische Sponsoring hinaus.“

Danach ist Hankook – ein neuer Seriensponsor - auf dem Niveau der von Stephani vertretenen Rennserie! - Umgekehrt bedeutet das... - Wenn er das meint… - Der Hankook-Motorsport-Director für Europa sondert ähnliche Worthülsen ab:

„Es ist für uns eine Freude, bei dieser traditionsreichen Breitensportveranstaltung mit dabei zu sein. Die Geschichte Hankooks ist mit dem Nürburgring eng verbunden. Hier haben wir unsere ersten Gehversuche im Langstreckenbereich gemacht und waren in den vergangenen Jahren mit verschiedenen Teams, die wir unterstützt haben, sehr erfolgreich. Zu dem Mythos Nordschleife muss man nichts mehr sagen, jeder Motorsport-Fan weltweit weiß, was damit gemeint ist. Hankook wird bei diesem Spektakel, bei dem die Bandbreite und das Leistungsvermögen der eingesetzten Rennwagen, vom fast serienmäßigen Straßen-Fahrzeug bis hin zum reinrassigen GT3 so breit gefächert ist, wie wohl nirgends sonst, als Motorsport-Marke bestens präsentiert.“

Hankook liefert keine Reifen, sondern nur Geld bei Herrn Stephani ab, was den VLN-Teilnehmern eigentlich nicht schadet. Sie müssen nur die Hankook-Aufklebern dem staunenden Publikum vorführen. - Nur?

  • Sollen die Fahrzeuge des „Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing“, alle lt Ausschreibung verpflichtet, mit Michelin-Reifen ihre Rennen zu bestreiten, noch zusätzlich einen – die Zuschauer irre führenden – Hankook-Aufkleber tragen?
  • Sollen die TCR-Fahrzeuge, alle mit Einheitsreifen von Goodyear bereift, nun für die Reifen-Konkurrenz Hankook Werbung fahren?
  • Soll Falken – eine Reifenfirma – deren zwei von ihr eingeplante Porsche GT3 zwar mit Reifen eigener Herstellung zum Start antreten, nun mit entsprechenden Aufklebern für Hankook werben? - Da bleibt man doch besser gleich zu Hause!

Lt. Ausschreibung gibt es ein Formular, das getitelt ist:

„Anlage 12: gemäß Teil 2 Artikel 1.10. bis 1.10.3
Antrag auf Ausnahme von Werbevorschriften

Aber da ist nur von einer anderen Platzierung der Aufkleber die Rede, die bei Herrn Stephani beantragt werden kann.  

Jetzt wird wieder die ILN die Bühne betreten (müssen!), denn nicht nur unter den SP9-Teams gibt es einige, die einen Reifenvertrag mit einem bestimmten Hersteller haben, der mit Sicherheit ausschließt, dass man mit Aufklebern der Reifen-Konkurrenz – auch nicht solchen von Hankook - die Nordschleife umkreisen darf!

  • Was hat sich Herr Stephani beim Abschluss des Vertrages mit Hankook eigentlich gedacht?

Das „VV“ im Firmentitel der von ihm vertretenen Firma steht übrigens für „Veranstaltungs- und Vermarktungsgesellschaft“. - Da passt natürlich der Sponsor-Vertrag mit Hankook. - Man merkt aber, dass der neue Geschäftsführer zwar studiert, aber kaum Praxiserfahrung im Motorsport hat und die Bedeutung von Reifen für die Einsatz-Teams nicht kennt. - Nicht nur weil ein Reifen auch zum Fahrwerk passen muss, sondern weil die Reifen bei einer Rennserie wie der VLN ungefähr 30 Prozent der Betriebskosten ausmachen!

  • Dieses war der 3. Streich - des Herrn Stephani!

Max und Moritz hatten Zeit für sieben Streiche. Für Herrn Christian Stephani sollten drei reichen!

Ich persönlich wünsche ihm alles Gute auf seinem ferneren Lebensweg!

Er war stets bemüht!

MK/Wilhelm Hahne
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Die VLN-Zukunft hat schon begonnen: Das Kartell!

Es gibt Leser dieses Informationsdienstes, die den „harten Kurs“, den Motor-KRITIK in Sachen Breitensport steuert, als ein wenig übertrieben empfinden. Das sind die, für die die VLN ein Teil ihres Geschäftsmodells geworden ist. - Die die VLN auch dazu nutzen!

Ich habe die Entwicklung der VLN-Langstreckenmeisterschaft hin zur Nürburgring Langstrecken-Serie vielleicht mit anderen Augen betrachtet, weil ich Brillenträger bin, über ein wenig Lebenserfahrung verfüge und praktisch so „vor Augen hatte“ (und habe), was jetzt – und in Zukunft – mit einer Motorsport-Serie passiert, die ursprünglich einmal überwiegend von den Idealen seiner Teilnehmer bestimmt war.     

  • Ich war über Jahrzehnte als Fahrer bei der VLN dabei!

Heute ist in den Augen der aktuellen Macher deutlich das €-Zeichen auszumachen. Es gibt sicherlich auch andere „Macher“. Aber deren „Funktionalität“ besteht im Tragen von Titeln, die sie – leider – bisher nicht optimal ausfüllen konnten.

So werden dann nicht nur jene „Macher“, sondern inzwischen eine ganze Motorsport-Serie „über den Tisch gezogen“. - Einschließlich der Fans, die – und das sollte man ihnen nicht übel nehmen – die Zusammenhänge nicht – oder erst zu spät - erkennen oder was noch wichtiger ist, keine Zusammenhänge herstellen können.

Wenn man hinter einem FIA-Zaun stehend einen Rennablauf verfolgt, ist das das Eine. - Das ist sicherlich oft begeisternd. - Aber die VLN sollte eigentlich mehr sein, als nur ein einzelnes Rennen. Inzwischen ist sie – auf dem Weg in die Zukunft – zu einer Serie von neun Einzelrennen geworden!

Jetzt, vor dem „Probe- und Einstelltag“, vor dem ersten VLN-Lauf, macht der neue Geschäftsführer der „federführenden“ (!) VLN VV GmbH & Co. KG (ehemals Mitarbeiter den Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG) deutlich, in welche Richtung die VLN in Zukunft geführt werden soll:

  • Man möchte die VLN zu einem „Goldesel“ ausbauen!

Natürlich auch zum Vorteil des Nürburgring-Käufers, der sich immer noch – aus Sicherheitsgründen – hinter einer „capricorn“-Firma verbirgt. Und „alte Verträge“, z.B. mit der Lindner-Gruppe, belasten immer noch die aktuellen Ergebnisrechnungen. - Da muss etwas getan werden! - Das geht bis hin zur „Rennwurst“!

Aber man hat jetzt – neu – auch auf einer anderen Schiene die Weichen gestellt. Vor dem ersten Auftreten der VLN in 2020. Man macht nicht nur den Teams „Sonderangebote“, sondern auch den „Fans“, die man dann eigentlich schon einer anderen Kategorie zuzurechnen muss als die, die bisher die Nordschleife säumten. - Bei (bisher!) acht Euro Parkgebühren.

Ich möchte meine Leser bitten, einmal einen Blick auf die Anhänge zu werfen, die in diesem Tagen – noch vor dem ersten VLN-Lauf - den VLN-Teams und anderen zuging.

Und das ist erst der Anfang vom Ende einer „Breitensportserie“! - Da bin ich sicher!

Also bitte mal in die „Anhänge“ schauen! - Dann erhält man zumindest einen ersten Eindruck.

Die Zukunft hat schon begonnen!

MK/Wilhelm Hahne

Übrigens: Ich bin Journalist, kein Rechtsanwalt. - Auch kein Medienpartner! - Es genügt  Geschmack zu haben, um „ein Geschmäckle“ festzustellen.

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Zum Stuck-Rücktritt: Kleine Gedanken-Rotation!

Seit dem 19. Februar 2020 gibt es immer wieder Anfragen bei Motor-KRITIK mit ähnlichem Inhalt:

  • Wann können wir bei Ihnen lesen, weshalb Stuck als DMSB-Präsident zurückgetreten ist?

Offiziell begründet hatte Hans-Joachim Stuck (69) seinen Rücktritt mit „persönliche Gründen“. Sein Rücktritt kam für Viele überraschend, denn schon am 18. April 2020, einem Samsstag, werden die „turnusgemäßen“ Wahlen auf der Jahreshauptversammlung des DMSB e.V. stattfinden. Dort hätte sich – so oder so – entschieden, ob er Weitermachen kann (darf) oder ob es – aus welchen Gründen auch immer – einen Nachfolger gibt.

Laut den Vereinssatzungen sind die drei Trägervereine des DMSB e.V. der ADAC, der AvD und der DMV. - Mitglieder des DMSB können übrigens auch alle die Motorsportverbände werden, die ihren Sitz in Deutschland haben, auch z.B. die Landesmotorsportfachverbände.

In den Satzungen des DMSB e.V. steht aber auch:

„Die Mitglieder des Präsidiums werden von der Mitgliederversammlung gewählt. Dem Präsidium hat jeweils mindestens ein Vertreter jedes Trägervereins anzugehören.“

Hans-Joachim Stuck war damals – am 21. April 2012 - der Vorschlag des ADAC. Um es zu präzisieren:

  • Der ADAC-Sportspräsident hat damals Hans-Joachim Stuck zu „seinem Mann“ beim DMSB gemacht!

Wer nun die aktuelle Stimmung unter denen kennt, die am 18. April 2020 auch einen Präsidenten wählen müssen, der weiß, dass Stuck nach dem Wahlgang in diesem Jahr nicht mehr Präsident gewesen wäre. Wer aber auch den ADAC-Sportpräsidenten ein wenig kennt, der selbst einmal Präsident des DMSB war und inzwischen dort als „Ehrenpräsident“ zuarbeitet, dem ist klar, dass es niemals passieren würde, dass ein Mann, der auf Vorschlag dieses bedeutenden ADAC-Sportpräsidenten zum DMSB-Präsidenten wurde, von irgendwelchen Mitgliedern abgewählt wird. - Das würde dem Selbstverständnis des ADAC-Sportpräsidenten nicht entsprechen! - Es wird vorher zurückgetreten!

Oder anders: Es trifft es sich gut, dass ein Hans-Joachim Stuck zufällig schon kurz vor den Wahlen aus „persönlichen Gründen“ keine Lust mehr hatte, den DMSB-Präsidenten zu spielen.

So einfach stellt sich mir jedenfalls – nach ein wenig „Gedanken-Rotation“ - die Entscheidung eines Hans-Joachim Stuck dar. - Er wurde entschieden. - Meine ich, da ich glaube, die Persönlichkeit eines Hermann Tomczyk richtig einschätzen zu können.

Natürlich ist Hermann Tomczyk mehr als ein ADAC-Sportpräsident. Er ist auch Vizepräsident des Automobilweltverbandes FIA und nicht nur in diesen beiden Funktionen sehr erfolgreich. So hat er gerade den WM-Status der Deutschland-Rallye gerettet, die auch in 2020 so bei uns stattfinden wird; er hat dem ADAC in 2020 auch die TCR-Lizenzen für Deutschland gesichert. - Oder anders: Ohne ihn, ohne den ADAC, läuft im deutschen Motorsport nichts! - Dafür alles im Sinne des ADAC!

Aber Tomczyk ist auch ein erfolgreicher selbstständiger Unternehmer, der in einer kleinen Firma – wenn man das auf die wenigen Mitarbeiter bezieht – z.B. in 2018 einen bilanzmäßigen Gewinn von etwas mehr als 2,5 Millionen Euro erzielte. Sein Sohn Tobias ist in dieser Firma – neben ihm – Geschäftsführer und er hat seinen Sohn Martin auch in seine Geschäfte – es gibt noch weitere Unternehmen – eingebunden.

Martin Tomczyk ist mal – 2016 – vom Motorsport (DTM) zurückgetreten, nachdem seinem Vater nach einem offenen Gespräch mit DTM-Teamverantwortlichen klar wurde, dass sein Sohn in dieser Motorsport-Sparte keine Zukunft haben würde. - Tobias hatte übrigens Bruder Martin gemanagt!

Bei einigen „Zufällen“ im Motorsport – auch beim DMSB – hat Hermann Tomczyk seine Fäden gezogen. So auch bei einigen Präsidiums-Sitzungen des DMSB im Jahre 2019, wenn Hans-Joachim Stuck „zufällig“ verhindert war. Dann war Hermann Tomczyk als „Ehrenpräsident“ dort ein sinnvoller „Ersatz“.

Für den war es selbstverständlich, in seiner Funktion beim ADAC auch die „Gelben Engel“ bei der Deutschland-Rallye für „das Hüpfen“ von Sonderprüfung zu Sonderprüfung zu nutzen. -

Privat besitzt er zwar keinen Hubschrauber, hatte aber schon vor vielen Jahren immerhin ein kleines „Motorböötchen“, das in der Nähe von San Remo ankerte und das ihn dann schon mal bei kleinen Mittelmehr-Rundreisen in Nizza, Cannes, aber auch in Montecarlo anlegen ließ.

Bei Hermann Tomczyk hat alles Niveau! - Selbst Rücktritte haben so auch einen besonderen Hintergrund. - Zum Beispiel nicht präzisierte „persönliche Gründe“!

MK/Wilhelm Hahne
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