Telex

Guter Ton: „Bitte haben Sie Verständnis dafür“…

Es wird mir in diesen Tagen schon mal vorgeworfen, dass ich Herrn Christian Stephani in seiner Position als Geschäftsführer ungerecht behandeln würde. - Nein, ich bin nicht dieser Meinung und werde das meinen Lesern gerne darstellen. Ich habe auch als Angestellter in leitenden Positionen gearbeitet und weiß, dass es nicht darauf ankommt, sich mittels einer Visitenkarte darzustellen, sondern als erster und bester Mitarbeiter einer Gruppe von Mitarbeitern im Interesse einer Firma die besten Leistungen zu erbringen.

Natürlich kenne ich die Voraussetzungen, die Christian Stephani für seine neue Geschäftsführer-Position mitgebracht hat: 5 Jahre Fachhochschulstudium und ab Mitte 2011 Erfahrungen in den unterschiedlichsten Positionen am Nürburgring, unter wechselnden Firmen, bzw. Firmen-Namen und Chefs. - Was er in seiner neuen Position aber als Detailarbeit abliefert, lässt ihn nicht als den Geschäftsführer der VLN VV GmbH & Co. KG gut aussehen.

Auch ich habe mir in meinem Leben immer wieder vorwerfen lassen müssen, „keine Ahnung“ zu haben. Das ist insofern richtig, als ich mich niemals daran orientiert habe, was gerade so allgemein als richtig empfunden wurde, Mainstream war, dem man sich anpassen musste, wenn man beruflich weiter kommen wollte. Einen in vielen Briefen von mir – in meiner Zeit als Abteilungsleiter – gerne genutzten  Satzanfang, habe ich zum Titel dieser Geschichte gemacht.

Den habe ich gebraucht, um den Adressaten dann unangenehme Wahrheiten zu schreiben. Alle meine Briefe habe ich vor dem Unterschreiben – mit Tinte und Füller – gelesen und an manchen Tagen habe ich, wenn mir am Nachmittag die Ausgangspost vorgelegt wurde, vielleicht  10 Prozent der Briefe zurückgehen lassen, weil sie nicht meiner Vorstellung von einem Brief – der immer auch die Visitenkarte einer Firma ist – entsprochen haben. - Aber ich habe niemals  einen  Mitarbeiter deswegen – oder wegen anderer Dinge – gerügt oder bin laut geworden! - Die haben mich auch so verstanden!

Ich habe die Arbeiten des Herrn Stephani jetzt Monate lang beobachtet und darf vielleicht auf eine seiner letzten „Visitenkarten“ als Beispiel kurz hinweisen:

Da gibt es auf der VLN-Internetseite auch die „Ausschreibung Probe- und Einstelltag 15.06.2020“, auf der Herr Stephani als „Fahrtleiter“ ausgewiesen ist und auf der sich schon in der zweiten Zeile – außen rechts – der Hinweis findet: „Stand 03.06.2020“.

Unter „ 2. Nennung“ findet man dann den Hinweis, dass bis zum 31.05. eine Nennung nur 1.600 Euro kostet. - Wie gesagt: „Stand 03.06.2020“.

Und Fahrzeuge mit „roter Nummer“ sind nicht zugelassen! - Aus der Ausschreibung ergibt sich aber, dass dieser „Probe- und Einstelltag“ wohl für Wettbewerbsfahrzeuge durchgeführt wird, die z.B. „den allgemeinen Sicherheitsbestimmungen des DMSB entsprechen“ müssen, – Natürlich sind auch Slicks erlaubt. - ??? -

Der Preis für eine komplette Box beträgt lt. Ausschreibung beträgt 185 Euro. Es wird aber dann auf die notwendige „Abstandswahrung“ hingewiesen und das die „Fahrzeuge pro Box limitiert“ sind. - ??? -

Insgesamt erweckt die Ausschreibung den Eindruck, dass Herr Stephani – er zeichnet als „Fahrtleiter“ dafür verantwortlich – eine alte Vorlage überarbeitet hat, ohne  – nach Einfügungen oder Streichungen – das Dokument vor der Einstellung ins Internet noch einmal gelesen, den Inhalt begriffen, Details angepasst und korrigiert zu haben.

Er hat hier offensichtlich eine Arbeit abgeliefert, die selbst ein intelligenter Lehrling besser machen würde.

„Bitte haben Sie Verständnis dafür“… lieber Leser, dass ich in der Vergangenheit nicht auf alle „Visitenkarten“ des Herrn Stephani hinweisen wollte. Man sollte jedem neuen Mitarbeiter in seiner Position auch eine Einarbeitungszeit zugestehen.

Aber die Zeit ist nun abgelaufen!

MK/Wilhelm Hahne
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VI ZR 252/19: Der Diesel-Skandal aus Sicht des BGH!

Aus Sicht der großen Medien-Unternehmer mit eigenem News-Room, ist das Urteil des BGH vom 25. Mai 2020 längst „abgefrühstückt“ und mit griffigen Schlagzeilen unters Volk gebracht worden! - Motor-KRITIK hatte bisher nicht darüber informiert, weil das Urteil in seiner Gesamtheit – in allen Details – noch nicht vorlag. Ich möchte es heute meinen Lesern mit seinen insgesamt 43 Seiten im Anhang zur Verfügung stellen. - Nachfolgend finden die an der Sache weniger Interessierten die Basis für eine Wertung des BGH aus Seite 1 des Urteils einkopiert:

„BGB § 826 E, Ga, H
a) Es steht wertungsmäßig einer unmittelbaren arglistigen Täuschung der Fahrzeugkäufer gleich, wenn ein Fahrzeughersteller im Rahmen einer von ihm bei der Motorenentwicklung getroffenen strategischen Entscheidung, die Typgenehmigungen der Fahrzeuge durch arglistige Täuschung des Kraftfahrt-Bundesamts zu erschleichen und die derart bemakelten Fahrzeuge alsdann in Verkehr zu bringen, die Arglosigkeit und das Vertrauen der Fahrzeugkäufer gezielt ausnutzt.
b) Bestehen hinreichende Anhaltspunkte für die Kenntnis zumindest eines vor maligen Mitglieds des Vorstands von der getroffenen strategischen Entscheidung, trägt der beklagte Hersteller die sekundäre Darlegungslast für die Behauptung, eine solche Kenntnis habe nicht vorgelegen. Darauf, ob die vormaligen Mitglieder des Vorstands von dem Kläger als Zeugen benannt werden könnten, kommt es nicht an.
c) Wird jemand durch ein haftungsbegründendes Verhalten zum Abschluss eines Vertrages gebracht, den er sonst nicht geschlossen hätte, kann er auch bei objektiver Werthaltigkeit von Leistung und Gegenleistung dadurch einen Vermögensschaden erleiden, dass die Leistung für seine Zwecke nicht voll brauchbar ist. Die Bejahung eines Vermögensschadens unter diesem Aspekt setzt allerdings voraus, dass die durch den unerwünschten Vertrag erlangte Leistung nicht nur aus rein subjektiv willkürlicher Sicht als Schaden angesehen wird, sondern dass auch die Verkehrsanschauung bei Berücksichtigung der obwaltenden Umstände den Vertragsschluss als unvernünftig, den konkreten Vermögensinteressen nicht angemessen und damit als nachteilig ansieht.
d) Die Grundsätze der Vorteilsausgleichung gelten auch für einen Anspruch aus vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung gemäß § 826 BGB.
BGH, Urteil vom 25. Mai 2020 - VI ZR 252/19 - OLG Koblenz
LG Bad Kreuznach
ECLI:DE:BGH:2020:250520UVIZR252.19.0“

Die „restlichen“ 42 Seiten finden meine Leser im Anhang zu diesem Text. Auch in diesem kurzen Auszug hier wird aber schon deutlich, wie man die Automobilhersteller einordnen sollte, wenn der BGH in diesem Urteil nicht nur von „arglistischer Täurschung“, sondern auch von „vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung“ sprechen kann. - Man muss diesen Konzernen zugestehen, über große kriminelle Energie zu verfügen. - VW hat das bisher mehr als 30 Milliarden Euro gekostet! - Das sind die gleichen Firmen, die nun bei der Bundesregierung um „Kaufanreize für den Kunden“ betteln!

  • Technisch vernünftige, zeit- und praxisgemäße Automobile zu einem korrekt kalkulierten Preis, würden solche „Anreize“ nicht brauchen, um das Interesse von potentiellen Käufern zu finden.    

Derzeit wäre als Ausrichtung auf die Zukunft besonders wichtig: Man sollte die aktuellen Produktionszahlen dem Bedarf anpassen und nicht versuchen, „künstlich“ einen Bedarf zu wecken, der im Grunde nicht besteht!

MK/Wilhelm Hahne
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Ist die VLN dank SimRacing modernes Entertainment?

Was die VLN einmal war, weiß jeder, der sie erlebt hat. Durch die Corona-Pandemie hat diese Serie eine Unterbrechung erfahren. Mit der aktuell präsentierten SimRacing-Version soll die Lücke für die VLN-Fans geschlossen werden. Die begreifen inzwischen, für was das „Sim“ in dem Kunstwort „SimRacing“ eigentlich steht: Für simulated, vorgetäuscht, fingiert. - Entsprechend ist auch der Unterhaltungswert.

Inzwischen haben wir fünf von neun „Rennen“ hinter uns. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich bei den Vorstellungen 4 und 5 nur noch jeweils bestimmte Ankündigungen der „Macher“ aus journalistischem Interesse kontrolliert habe:

  • Was ist von den Ankündigungen der „neuen“ VLN-Oberen zu halten?

 Ich habe nicht mehr stundenlang vor dem Computer gehockt! - Diese Rennen werden von mir nicht als Racing empfunden und gutes Entertainment stelle ich mir auch anders vor. - Zum Beispiel wie das „Internationale Zirkusfestival Monte Carlo“.

Das SimRacing-Erlebnis am Wohnzimmer-Computer ist tatsächlich etwas anderes – meine ich – als an der Nordschleife als Zuschauer hinter einem FIA-Zaun zu stehen, ab und an die Position an der Strecke zu wechseln, in Gesprächen vor dem Start und nach der Zieldurchfahrt Eindrücke bestätigt oder richtig erklärt zu bekommen. - Live ist live! - Und mir fehlt jetzt der Kontakt zu anderen Fans!

Obwohl die VLN-“Macher“ sich schon vor den „Simulationen“ alle Mühe geben, die als bedeutend hinzustellen und deren Bedeutung mit großen Zahlen zu untermauern. - Die werden auch schon deshalb größer, weil die „Simulationen“ gleich über mehrere Sender verbreitet werden.

Vor dem 4. DNLS-Lauf (das hört sich so besser an), der am 2. Mai zur Vorführung kam, war auf den VLN-Seiten zu lesen:

DNLS powered by VCO künftig live auf SPOX.com
01. Mai 2020
Die Digitale Nürburgring Langstrecken-Serie konnte eine weitere populäre Online-Plattform für die Ausstrahlung ihres Livestreams gewinnen. In Zusammenarbeit mit Seriensponsor VCO sind die Rennen des virtuellen Nordschleifen-Championats künftig auf SPOX.com zu sehen.“…

Nun, sie waren es nicht. - Ich habe jedenfalls keine „live“-Übertragung dort finden können. Jetzt, vor dem 5. DNLS-Lauf am 30 Mai wurde verkündet: „Streaming-Dienst DAZN zeigt die DNLS powered by VCO“. - Tatsächlich habe ich das auf der SPOX.com-Internetseite bestätigt gefunden. Bei SPOX.com selbst gab es immer noch keine „live“-Übertragung - und bis heute auch keine Erklärung dazu auf der VLN-Seite. - Dafür meinte Christian Stephani, der Geschäftsführer der „VLN VV“, der auch mal SPOX.com angekündigt hatte, nun am 29. Mai zum neuen, zusätzlichen „Streaming-Dienst“:

„DAZN gehört zu den größten Playern in der Sport-Medien-Branche und begeistert Fans auf der ganzen Welt mit Live-Sport der Extraklasse. Mit der Digitalen Nürburgring Langstrecken-Serie powered by VCO nun ein Teil des spannenden Programms von DAZN zu sein, freut uns sehr und zeigt gleichzeitig, was für einen Stellenwert Esports Racing mittlerweile hat.“

Darum möchte man bei „DAZN“ dafür wohl auch Gebühren! - Nachdem ich einen Versuch unternehmen wollte, da mal reinzuschauen, wurde ich informiert, dass das nun der Beginn von 4 kostenlosen Schnupperwochen sein würde. - Da habe ich das Schnuppern gelassen. Dort wäre übrigens nicht die Vorstellung der Herren Patrik Simon und Olli Martini vor dem 5. DNLS-Lauf mit übertragen worden.

So habe ich dann bis zur Sendung „Internationale Zirkusfestival Monte Carlo“ am nächsten Tag warten müssen, um über gute Clowns wirklich lachen zu können.

MK/Wilhelm Hahne

PS: Die Erklärung, dass SimRacing eigentlich Entertainment sein soll, habe ich von Daniel Abt! - Und die VLN hat ihre Ankündigung vom 1. Mai bis heute nicht korrigiert!

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VLN und die Achte Corona-Bekämpfungsverordnung RLP

Die siebente Verordnung endete – lt. § 16 - am 26. Mai 2020 um Null Uhr. Ab diesem Zeitpunkt wurde die „8. CoBeLVO“ des Landes Rheinland-Pfalz wirksam. Motor-KRITIK ist nicht nur im Besitz dieser neuesten Version, sondern hat sie auch diesem Beitrag angehängt. So können sich meine Leser heute selber ein Bild machen.

Das muss auch Herr Bert Bertram, der bei der Kreisverwaltung Ahrweiler die Abteilung 3.1 – Ordnung und Verkehr – leitet. Sein Problem ist: Er soll auf der Basis dieser Corona-Bekämpfungsverordnung, die vom Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz herausgegeben wurde und von der zuständigen Ministerin, Sabine Bätzing-Lichtenthäler, seit 2014 auf diesem Ministerstuhl, unterzeichnet ist, nun eine Möglichkeit finden, der VLN-Organisation mit den Firmen VLN VV GmbH & Co. KG und  VLN e.V. & Co. OHG, das Veranstalten von Rennen ab dem 27. Juni 2020 auf der Nürburgring-Nordschleife zu genehmigen. - Das letzte Rennen zu dieser Serie soll dann am 21. November 2020 stattfinden!

Da kommt im Zimmer E.04 der Kreisverwaltung Ahrweiler Stimmung auf! - Dienstherr ist dort Dr. Jürgen Pföhler, der als Landrat noch bis 2023 in Ruder greifen darf. Vorher hatte er als Aufsichtsratsmitglied bei der landeseigenen Nürburgring GmbH dort jahrelang mitgerudert, war aber schon vor der Insolvenz ausgestiegen, womit dann für „seinen Kreis“ u.a. auch mit ihm eine siebenstellige Summe „schwimmen ging“.

Auf die Unterstützung seines Chefs kann Bert Bertram also in diesem Fall nicht rechnen. Landrat Pföhler möchte seine Amtszeit ohne weitere Schäden hinter sich bringen, steht persönlich mehr für PR-Aktionen zur Verfügung. Da kann es dann schon mal sein, dass nichts aus denen wird. - Wie z.B. aus dem öffentlich gemachten Versprechen, alle Zahnarztpraxen des Kreises Ahrweiler – jetzt in der Corona-Zeit - mit Atemschutzmasken zu versorgen.

„‘Es ist uns gelungen, in dieser außergewöhnlichen Krisensituation kurzfristig zu reagieren, um die medizinische Versorgung auf hohem Niveau sicherzustellen und Engpässe zu überbrücken‘, so Landrat Dr. Jürgen Pföhler. ‚Denn nur durch einen ausreichenden Schutz werden Ansteckungsrisiken sowohl für Patienten als auch für das eingesetzte Fachpersonal reduziert.‘ Zusätzlich zu den bereits verteilten Masken stellt der Kreis nun aus eigenen Beständen weitere 7.000 Masken den Rettungs- und Pflegediensten, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sowie niedergelassenen Ärzten und Zahnärzten zur Verfügung.“

Das war am 29. April 2020. - Ich habe aktuell bei einem Zahnarzt in Adenau nachgehört: Natürlich hat der sich sofort nach diesem Versprechen des Landrates in Ahrweiler gemeldet. Dort wurde er vertröstet, dass das noch etwas dauern würde. - Heute, exakt 4 Wochen nach der öffentlichkeitswirksamen Aussage des Herrn Landrats ist noch nicht eine einzige Maske beim Zahnarzt in Adenau angekommen!

Wenn man die Real-Situation oben am Nürburgring kennt, wo Touristenfahrten unter Bedingungen abgewickelt werden, die kaum den Traumvorstellungen der Genehmiger entsprechen, die dazu – auch von Herrn Bertram – die Genehmigung erteilt haben; wer die Situation bei Trackdays kennt, die auch inzwischen von Herrn Bertram auf Basis der Rechtsgrundlage der „7. CoBeLVO“ genehmigt wurden, der fragt sich, welche Stelle Bert Bertram in der „8. Rechtsgrundlage“ findet. - Die „alte Genehmigungs-Basis“ (in der 7.) war für ihn:

„Training Breitensport im Freien ist erlaubt.“

Eigentlich findet sich in der 8. „Rechtsgrundlage“ keine Grundlage für die Durchführung von  Veranstaltungen wie Langstreckenrennen. - Auch nicht als „Ghost Racing“! -  Sollte Herr Bertram etwas gefunden haben, wird die Mainzer Landesregierung sicherlich eine Menge zu tun haben, die Veranstalter zu beruhigen, die unter Hinweis auf eine solche Genehmigung selber eine Genehmigung verlangen werden.

Aber die VLN und ihre Organisatoren bleiben natürlich weiter rührend bemüht! - Man muss die Fans eben weiter hinhalten, beruhigen. - Wie Landrat Pföhler z.B. die Zahnärzte!

Aua! - Vielleicht habe ich mit dieser Geschichte einigen Leuten „den Zahn gezogen“!

MK/Wilhelm Hahne
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Digital & unmenschlich: Die Welt in der wir leben!

Auch hier – bei Motor-KRITIK – gehen täglich Pressemitteilungen ein. Gerade in den Internet-Medien finde ich die oft nur Stunden später - eigentlich unverändert – eingestellt. Von mir wurden bisher niemals Pressemitteilungen registriert, mit denen der Wert eines angepriesenen Produkts in Frage gestellt – oder nüchtern beurteilt - wurde.

Nun kenne ich auch den Druck, unter den sich Redakteure in modernen Redaktionen ausgesetzt sehen. Man widerspricht darum nicht, wenn man einen Auftrag z.B. vom Chefredakteur erhält. Bei einer Fachzeitschrift tätig, habe ich auch solche Aufträge von der Chefredaktion erhalten, aber nicht ausgeführt, weil eigentlich die bloße Erwähnung des Produkts schon eine Werbung gewesen wäre, während der Kauf einem Leser keinen Vorteil gebracht hätte.

In modernen Zeitschriften wird der oft in Produkte hinein interpretiert, weil der Hersteller vielleicht ein guter Anzeigen-Kunde – oder etwas ähnliches – ist. Ich muss da schon mal lächeln, wenn z.B. ein Fachkollege das eine Mal das zu hohe Gewicht eines Automobils nicht als negativ empfindet und beim anderen Mal dann vielleicht schreibt, wie toll sich doch das niedrige Gewicht bei der Kurvendurchfahrt auswirkt. - Was denn nun?

In manchen Redaktionen scheint man auch vergessen zu haben, dass man durch die Art der „Berichterstattung“ den günstigen Versand des hergestellten Produkts an Abonnenten gefährden könnte. Dort – in den Regularien der Post - heißt es z.B.:

„Presseübliche Berichterstattung: Mindestens 30% der Inhalte der Publikation müssen könnten einen informativen, werbefreien Charakter haben. Sieht sie eher nach Werbebroschüre oder Bestellkatalog aus, kann sie nicht als POSTVERTRIEBSSTÜCK versendet werden!
Verkaufte Auflage: Mindestens 10% der Auflage müssen gegen Entgelt verbreitet werden. Die Publikation darf also nicht ausschließlich werbefinanziert sein.“

Manche „Experten“-Meinung darf man auch nicht ernst nehmen. Wenn z.B. der Chefredakteur von „Europas Nr. 1“ schreibt:

„Autos verkaufen im Internet? Wollte keiner so richtig. Auf einmal geht‘s. Und muss gehen.“

...dann hat er sich eigentlich schon damit als „Experte“ disqualifiziert.  Kann sein, dass das bei Hochpreis-Produkten funktioniert, aber dafür braucht man dann auch noch nicht einmal das Internet. Ich kenne z.B. einen ziemlich aktuellen Fall, wo ein Mann zu seinem Handy greift und bei „seinem Händler“ mal eben einen neuen McLaren bestellt. - Geht doch! - Auch ohne Computer!

Aber wie soll jemand - „der kleine Mann“ - seinen Gebrauchtwagen beim Neuwagenkauf im Internet eintauschen? - Und wenn es bei Daimler/Mercedes derzeit keine Prospekte mehr gibt, so zeigt das nur, wie weit sich inzwischen die Verantwortlichen der Industrie von der Basis entfernt haben! - Man gibt sich „modern“, der digitalen Entwicklung gegenüber aufgeschlossen. Aber man vergisst, für wen man eigentlich arbeitet. - Für Menschen! - Für echte Menschen! - Nicht geklonte!

Noch etwas zum Wert von digitalem Motorsport und dazu passenden Pressemitteilungen: Am 30. April gab es eine Pressemitteilung zum Thema „Nürburgring Langstrecken Serie Digital - powered by VCO“ in der es hieß:

„Das vierte von insgesamt neun Rennen auf der digitalen Nordschleife findet bereits am 2. Mai 2020 statt. Rennstart für das Eibach 3h-Rennen, das dann auch erstmalig auf SPOX.com live übertragen wird, ist 13 Uhr.“

Bevor ich darüber schrieb, hätte ich mir gerne angesehen, wie das dann bei so einem „Fach-Medium“ umgesetzt wird. - Also habe ich „ROX.com“ püntklich angeklickt.

Am 2. Mai sah das dann so aus. Ich habe dann so nur im Nachhinein erfahren können, das zwei „Werks“-Z4 gewonnen haben. - Bei „vln.de“. - Was auch nichts mit der Realität im realen Motorsport zu tun hat. Einfach alles so digital und unwirklich, dass – wenn man die Realität kennt – das auch in anderen Details schon „unmenschlich“ wirkt. - Gemacht von Menschen, denen Geld das Wichtigste scheint, während sie sich noch Wichtigerem – der Macht – beugen!

MK/Wilhelm Hahne
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Porsche-Rekordfahrt und ein Tochter/Vater-Telefonat

Gestern, spät am Abend, habe ich noch eine Geschichte eingestellt, in der ich meine Motor-KRITIK-Leser über einen nicht erfolgreichen Rekordversuch des Hauses Porsche auf der Nürburgring-Nordschleife informiert habe. Dabei hatte ich nicht nur „Ross“, sondern auch „Reiter“ genannt und auch meinen beim Beobachten gewonnenen Eindruck deutlich gemacht.

Diese Geschichte hat dann meine Tochter angeregt, heute doch mal ihren Vater anzurufen, um zu sagen:

„Da hast du aber wahrscheinlich dem Lars Kern unrecht getan! - Das mit dem „Blütenstaub“ - oder Pollen – das kann doch stimmen. Selbst wenn auf der Strecke die Kehrmaschine unterwegs war, wie du schreibst, wird das den Grip  nicht wesentlich verbessert haben.“ - Um dann noch mit einem Lachen hinzu zu fügen: „Außerdem kann der mit der Kehrmaschine doch nicht optimal die Ideallinie kehren! Denke doch nur mal an die Stellen, wo man auf der Nordschleife weit über die Curbs muss oder wo man über die Randsteine rattert!“

Es war – wie immer – ein anregendes Gespräch! - Wir haben dann noch am Beispiel des Porsche 911 Turbo S über Sportwagen philosophiert. Es gab z.B. Grund darüber zu sprechen, weil dieser Porsche mit seinen Wandlungsmöglichkeiten der Aerodynamik, fast schon an ein Chamäleon erinnert.

Weil für heute vom Wetteramt in Barweiler in der Frühe Regen vorhergesagt worden war – und es regnete wirklich - habe ich dann ein wenig ironisch festgestellt, dass es bei diesem Turbo sogar einen „Wet-Mode“ gibt, der für optimale Fahrstabilität bei Nässe sorgen soll. - Da hat meine Tochter lachend gemeint, dass das aber auf der Nordschleife bei Regen unterwegs, auch nicht eine Rekordfahrt garantieren würde.

„Richtig!“, habe ich gesagt. Ich würde mir unter einem Sportwagen eigentlich auch etwas anderes vorstellen, als so einen Porsche 911 Turbo S, der immerhin 1.640 Kilogramm auf die Waage bringt.

„Ein Sportwagen sollte zunächst einmal leicht sein“, habe ich erklärt. Meine Tochter hat das Thema dann ausgeweitet, indem sie mich an einen Sportwagen aus den 70ern erinnerte, mit dem wir zu dieser Zeit auch schon mal zusammen unterwegs waren:

  • Ein Lamborghini Miura Jota, den sich mein Bruder Hubert nach seinen Vorstellungen von Ferruccio Lamborghini in St. Agatha anfertigen ließ. Der Wagen wog um 1.000 Kilogramm und hatte gut 400 PS, wenn ich mich richtig erinnere.

Ich habe meine Tochter bei diesem Telefonat informiert, das exakt dieser Miura „Jota“ – der meines Bruders Hubert - inzwischen wieder in Europa ist – exakt in der Schweiz. Ein echter Lamborghini-Fan hatte ihn seinem japanischen Besitzer abgekauft.

Sie erinnerte mich dann daran, dass ich sie vor einem Startvorgang mit diesem „Jota“ gebeten hatte sich mal hinter dieses Fahrzeug zu stellen, um bei einem Startvorgang den „Sound“ besser erleben zu können. „Und dann konnte ich anschließend mein wunderschönes weißes Kleid in die Reinigung geben“, hat sie mich erinnert. - „Es war voller schwarzer Russpartikel! - Das schöne neue Kleid, das ihr mir gerade vorher bei C&A in Venlo gekauft hattet!“

Mir fiel dann ein, dass der Miura – weil das in Italien für die Zulassung nicht verlangt wurde – keine Außenspiegel hatte. Ferruccio Lamborghini war auch nicht bereit, die schönen Bertone-Linien mit solchen Dingern zu verschandeln. Wir haben dann Talbot-Spiegel montiert und für die rot glimmende Fernlichtkontrolle hatte ich eine Ausnahmegenehmigung beim Regierungspräsidium in Düsseldorf besorgt. - Den deutschen Bestimmungen entsprechend hätten die blau sein müssen!

So haben wir uns dann noch lange über unsere Eindrücke vom Lamborghini unterhalten. Meine Tochter bleibt übrigens bei ihrer Einschätzung von „damals“:

„Auf mich wirkte der wie ein Tier!“

„Verdamp lang her“, war der Titel zur Schilderung meines Fahrerlebnisses hier in Motor-KRITIK.  Schon 1973 hatte ich mit der Ursprungsgeschichte im „Kicker“ hoffentlich vielen Lesern eine kleine Freude bereitet. Dort – aber auch in meiner Motor-KRITIK-Geschichte – (bitte HIER klicken!) ist der Ausspruch meiner Tochter vor 47 Jahren nachzulesen. - Verdammt lange her!

MK/Wilhelm Hahne
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Porsche 911 Turbo S: „High Noon“ am Nürburgring?

Hier standen sich keine zwei Cowboys mit Pistolen gegenüber, sondern jeweils drei Zylinder „boxten“ mit zwei Turboladern. Heute, am 29. April 2020 wollte Porsche beweisen, dass es mit einem 911-Heckmotor-Sportwagen schneller durch die „Grüne Hölle“ geht, als mit einem „modernisierten“ RS MR, einem vom Heckmotor- zum Mittelmotor modifizierten "Sauger"-Porsche 911. Bisher hält der auf der Nürburgring-Nordschleife den Rekord mit 6.40,3 Minuten für die Strecke, die die Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG inzwischen als „offizielle Rekordstrecke“ mit 20,8 Kilometer ausgewiesen hat, den Rundenrekord für straßenzugelassene Automobile.

Ein Notar wird‘s bestätigen. - Der weiß aber genau so wenig über die wirklich bei einer durchgeführten Rekordfahrt zurück gelegte Strecke, wie die, die diese Entfernung in einer Presse- Info i,m Dezember 2019 verkündet haben.

Heute, am 29. April 2020 war nun das Porsche-Team zum Nürburgring angereist, um eine neuen Rekord auf der Nürburgring-Nordschleife zu realisieren. Ein solcher Rekord würde natürlich den Verkauf des in der Basis mehr als 231.000 Euro kostenden Turbo-Ungeheuers dienen. Man hatte in der Theorie in Stuttgart alles präzise berechnet.

Der neue Turbo S ist auch – aus technischer Sicht – wirklich ein Kunstwerk! Es gibt sicherlich kein Automobil auf dieser Welt, das sich aerodynamisch so an die jeweiligen Verhältnisse anpasst.. Und nicht nur die Power ist mit 650 PS so hoch, dass sie das Können von 99 Prozent der Käufer überfordert, auch das Drehmoment von 800 Nm sollte sicher stellen, dass man nach dem „Bergwerk“ der „Mutkurve“ geradezu entgegen fliegt.

Eigentlich war man sich in Stuttgart sicher: Dieser „Versuch“ würde ganz sicher gelingen, ein Coup, der den Verkaufszahlen einen gewaltigen Schub verleihen würde. Alles war exakt berechnet.

Als ich heute früh die Wetterdaten bei der Wetterstation in Barweiler abfragte, schien auch aus deren Sicht ein Rekordversuch aussichtsreich. Erst gegen Abend würde man mit Regen rechnen müssen.

Bei Porsche war man um Perfektion bemüht. Vor der Rekordfahrt gab es eine Fotorunde, mit der nicht nur aus zwei voraus fahrenden Fahrzeugen  gute Fotos, sondern auch „passende“ Video-Einfügungen in das später aufzunehmende „Rekordvideo“ möglich wären. - Um Gripverluste auszuschließen, wurde dann noch vom Verpächter der Rennstrecke der „Besenwagen“ rund um die Nordschleife geschickt, um denh Blütenstaub von der Strecke zu entfernen.

Dann erfolgte gegen Mittag – High Noon – der Start zur Rekordfahrt. Am Steuer des Fahrzeugs saß der in vielen schnellen Fahrten bewährte Porsche-Testfahrer Lars Kern. Natürlich habe ich die Rekordfahrt nicht an jeder Ecke verfolgen können, aber ich hatte den Eindruck, dass Lars Kern unter erheblichem Druck stand.

Nach meiner Einschätzung war er „zu schnell“ um wirklich schnell zu sein, nahm z.B. Curbs da mit, wo solche Aktionen nichts bringen, die Zeiten verschlechtern. Aber die „offizielle“ Begründung dafür, dass es nicht zu einer neuen Rekordrunde für straßenzugelasse Sportwagen gereicht hat, war dann „Blütenstaub“ auf der Strecke, der den Grip so minderte, dass ein neuer Rekord nicht möglich wurde.

Wenn man an die Kosten denkt, die ein solcher „Rekordversuch“ verursacht, versteht man schon, dass man das sich selbst gsetzte Ziel noch erreichen möchte.

Aber wann? - Es ist Regen vorhergesagt! - So sollte morgen kein Rekordversuch möglich sein. Nach dem mir bekannten Zeitplan des Streckenpächters, stehen  schon ab 10 Uhr  „Touristenfahrten“ im Programm des Streckenpächters!

Wobei auch nicht klar ist, wieso Porsche seine Mitarbeiter in so ein Dilemma schlittern ließ. Schließlich gilt in dieser Firma immer noch – offiziell - ein Verbot von Dienstreisen!

MK/Wilhelm Hahne
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Durchgeblickt: Von Rädchen & Rädern am Nürburgring!

Wenn Journalisten ihren Berichten von der Situation – oder von Geschehnissen – am Nürburgring besondere Bedeutung geben wollen, dann zitieren sie gerne den Geschäftsführer der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG (AG Koblenz HRA 21947), Mirco Markfort. Er ist das Sprachrohr für die Besitzer des Nürburgrings, die ihren Besitz der o.g. Firma verpachtet haben – die auch die ihre ist.

Die Besitzer des Nürburgrings – wer immer das auch ist – versammeln sich unter dem Firmenmantel einer Aktiengesellschaft. Von da wird auch die wichtigste Firma, bezogen auf die Zukunft des Nürburgrings gesteuert:

  • NR Holding AG, Hainstraße 58, 63526 Erlenseee – Eintrag AG Düsseldorf HRB 73509

Vorstand in dieser AG ist Viktor Martin, wie der „Retter des Nürburgrings“, Viktor Kharitonin, ein Russe und befreundet mit diesem eigentlichen „Chef“, wie er gegenüber der Öffentlichkeit dargestellt wird. Da der bis hin in die politische Führung seines Landes gut vernetzt ist, konnte er schon in relativ jungen Jahren zum Millionär werden. Mit der Herstellung von Arzneimitteln.

In der Käuferfirma des Nürburgrings, die man bestehen ließ, weil die Landesregierung von RLP darauf Wert legte, den Nürburgring nur einmal verkauft zu haben, in der

  • capricorn Nürburgring Besitzgesellschaft mbH, Otto-Flimm-Straße, 53520 Nürburg, Eintrag AG Koblenz HRB 24274,

da findet man als Geschäftsführer nicht nut Viktor Martin, sondern auch Michael Lemler, der auch bei wichtigen Besprechungen oft zusammen mit Viktor Martin auftritt. Martin braucht Lemler auch dann, wenn Verhandlungen in englischer Sprache geführt werden müssen. Martin spricht kein Englisch.

Viktor Martin ist übrigens ein starker Zigaretten-Raucher, hat aber vor Kurzem auf E-Zigaretten umgestellt.

Beide, Lemler und Martin, sind auch gemeinsame Geschäftsführer in der

  • NR Holding Umwelt GmbH, Hainstraße 58, 63526 Erlensee – Eingetragen AG Düsseldorf HRB 85345

Michael Lemler lenkt dagegen als Geschäftsführer alleine die Geschicke der

  • Nürburgring Verwaltungs GmbH, Otto-Flimm-Straße, 53520 Nürburg – Eingetragen AG Koblenz HRB 25034

Viktor Martin steuert dafür alleine die Geschicke der

  • Retro-Klassik GmbH, Hainstraße 58, 633526 Erlensee – Eingetragen AG Hanau HRB 94608

Michael Lemler ist – selbstverständlich - der Geschäftsführer in seiner eigenen Firma

  • Lemler Produktentwicklungsgesellschaft mbH, St. Martinstraße 1, 56340 Osterspai - Eingetragen AG Koblenz HRB 4781

Lemler ist übrigens wie RLP-Innenminister Roger Lewentz Harley-Fahrer und man ist – wie zu hören – im gleichen Motorrad-Club. Das ist kein Zufall, da man privat nicht weit auseinander wohnt.

Da ist der Nürburgring nur eine knappe Fahrstunde entfernt. - Während normalerweise Martin und Lemler meist zu den Montags-Konferenzen am Nürburgring zusammen auftauchen, ist es in diesen Corona-Zeiten noch einfacher geworden: Alle sind jetzt „ganz Ohr“ bei Telefon-Konferenzen.

Mirco Markfort und – neu seit 1.1. – Christian Stephani, Geschäftsführer der VLN VV GmbH & Co. KG (vorher unter Mirco Markfort tätig) sind dann die ausführenden Organe.

MK/Wilhelm Hahne
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Auflösung des Bilder-Rätsels zur digitalen VLN!

In meiner Geschichte zu den Eindrücken, die ich bei der Durchführung des 3. Laufes der digitalen Version eines VLN-Laufes gewonnen hatte, hatte ich auch ein Screenshot eingestellt, das die beiden Streckensprecher Olli und Patrick hinter ihren Stellwänden zeigt, hatte dazu zwar keine Frage gestellt, aber geschrieben:

„Aus dem oben gezeigten Screenshot ist noch etwas anderes zu entnehmen! - Schauen Sie bitte mal ganz genau hin! - Zu dem Thema war hier auch schon etwas bei Motor-KRITIK zu lesen.“

Schon kurz nach Veröffentlichung der Geschichte mit diesem Text und dem Screenshot erreichte mich der Anruf eines Lesers, der mir mitteilen wollte, dass er genau hingeschaut habe:

„Der Olli schwitzt unter den Armen!“

Gut beobachtet! - Aber das war nicht gemeint. Ich stelle nachfolgend noch einmal den gleichen Screenshot ein…

...und habe daneben einen zweiten Screenshot – vom gleichen Wochenende - eingestellt. Jetzt müsste doch klar sein, dass da etwas nicht stimmt! - Warum fehlt auf den werbeträchtigen Stellwänden, die den Schriftzug „Nürburgring Langstrecken Serie Digital powered by VCO“ tragen das „R“, das diese Wort/Bild-Kombination als „Registriert“ ausweisen würde, während es auf der anderen Darstellung vorhanden ist?

Schon am 6. April 2020 hatte ich dem Geschäftsführer der VLN VV GmbH & Co. KG eine E-mail mit folgendem Text geschickt:

„Guten Abend Herr Stephani,
bei der Übertragung der "DNLS powered by VCO" fiel mir auf, dass Sie inzwischen eine zweite Version des Markenzeichens verwenden. Immer mit dem "R" = "Registered".
Beide müssten demnach angemeldet sein. Ich kann aber noch nicht einmal ein registriertes Zeichen entdecken.
Ich würde mich freuen, wenn Sie mir helfen würden:
Wann, unter welcher "R"-Nummer wurden beide Markenzeichen registriert?
Und wo?
Mit freundlichen Grüßen
Wilhelm Hahne“

Nachdem mir Herr Stephani vorher schon mal zum Thema digitale VLN geantwortet hatte, habe ich eigentlich auch bei dieser E-mail mit einer Antwort gerechnet.

  • Keine Antwort ist in diesem Falle wohl auch die richtige Antwort.

Meine Leser kennen nun den Hintergrund für meinen Hinweis, den ich oben zitiert habe. Er weist darauf hin, dass am Nürburgring „geschludert“ wird! - Vielleicht wird auch nur immer noch nach dem Leitspruch eines Kurt Beck gearbeitet „Wir machen es einfach.“

MK/Wilhelm Hahne

PS: Nach neuesten mir vorliegenden – noch unvollkommenen - Informationen könnte man auch zu der Auffassung kommen, dass es sich bei der Region Nürburgring um eine nicht unter deutscher Hoheit stehende russische Enklave handelt! - (Ich werde das in einer meiner folgenden Geschichten zu erklären versuchen.)

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eSports am Nürburgring: „...und raus bist du!“

Nein, nein; ich habe es nicht vergessen! - Vorher kommt: „Ene, mene, muh“! - Ich kenne mich in Kinderspielen aus. So habe ich dann als altes, erfahrenes „Fachkind“ auch beim 3. Lauf zur „DNLS“ mit Interesse auf den Bildschirm geschaut. Dabei habe ich es mir dieses Mal auf dem Sofa bequem gemacht und vom Handy das „Rennen“ auf den Fernseher streamen lassen. Das war fast so komfortabel, wie digital per Lenkrad und Pedale Rennen zu fahren. Da saß ein Fahrer z.B. – natürlich nicht angeschnallt und ohne „Hans“ & Sturzhelm – im T-Shirt in der Konsole, trug natürlich Handschuhe (wegen Corona?) und konnte sich auch noch nett mit dem Kommentator am Nürburgring unterhalten.

Das schnellste Auto im Rennen, ein BMW Z4 GT3 wurde in seiner schnellsten Runde mit 7‘53,854 min gemessen, fuhr in der letzten Runde eine 7‘56,281 min und auch – wie von mir erwartet – als Erster nach diesem Drei-Stunden-Rennen (virtuell) über die Ziellinie. - So war es auch in der Liste zu lesen, die bei der Zieldurchfahrt gleichzeitig zu sehen war.

Ich hatte zwar den Fernseher immer laufen, zwischendurch auch andere Dinge getan und habe darum zunächst nicht begriffen, warum dieser Werks-BMW, der von BS+Competition eingesetzt wird, dann später in der Ergebnisliste erst auf Platz 6 auftauchte.

Aber ich habe mich durch Leser informieren lassen, dass Marc Hennerici, vom ADAC Mittelrhein, nicht nur „echter“ Rennfahrer, sondern auch ein Verfechter solcher virtueller Spielerei, den Kommentatoren kurz vor Rennende (3 Runden?) eine E-mail mit der Information ins Studio geschickt hatte, dass der BMW des BS+Competion-Teams eine Zeitstrafe erhalten würde. - Trotzdem wurde das BS+Competion-Team in der Bildschirmdarstellung als Sieger (Platz 1) ausgewiesen! - Eine Dokumentation für BMW?

  • Also alles wie im richtigen Leben! - Es fehlen jetzt nur noch Proteste und ein Renn-Abbruch mit „roter Flagge“!

Während es in der Realität hier in der Eifel in Strömen goss – ein kleines Gewitter mit richtigem Donner und „Wolkenbruch“ – war beim virtuellen Rennen alles trocken. - Ob alles in „trockenen Tüchern“ war, kann ich nicht sagen, denn zwischen den zwei letzten Rennen hatte es „oben“ am Ring noch richtig gefunkt. - „...und raus bist du!“, wie im Titel geschrieben, kann man in Bezug auf „eSports“ also wörtlich nehmen.

  • Aber ich möchte meinen Journalisten-Kollegen hier nicht wieder vorgreifen. - Sie können es demnächst im Handelsregister nachlesen.

Was fällt meinen Lesern bei diesem Foto auf? - Eigentlich ist nicht zu übersehen, dass ab Lauf 3 der digitalen Serie nun auch „sportauto“ eine Rolle spielt.

  • sport-auto ist Medien-Partner!      

So eine Motorsport-Zeitschrift gehört natürlich auch zu den Corona-Geschädigten und möchte wohl auch irgendwie im Geschäft bleiben. Man kann‘s ja mal virtuell versuchen, zumal man in Stuttgart wohl zutiefst von dieser  - vom DMSB als „echter Motorsport“ empfundenen - „Spielart“ von Motorsport überzeugt zu sein scheint. Man schreibt in einer offiziellen Pressemitteilung:

„...Wie alle anderen Veranstaltungen im nationalen wie internationalen Motorsport steht auch die Nürburgring Langstrecken Serie mit der 2020er Saison, die im März ihren Auftakt gehabt hätte, wegen der Corona-Pandemie aktuell auf der Bremse. Die Serie und der Nürburgring haben aus der Not eine Tugend gemacht und tragen im Netz die neun Läufe in digitaler Form live aus. Die ersten beiden Läufe fanden bereits statt, dabei erreichte allein Rennen 2 über 600.000 Personen.
Im Renntempo ist SPORT AUTO mit seiner Medienpartnerschaft auch ins Internet umgezogen.“ …

Aus dem oben gezeigten Screenshot ist noch etwas anderes zu entnehmen! - Schauen Sie bitte mal ganz genau hin! - Zu dem Thema war hier auch schon etwas bei Motor-KRITIK zu lesen.

Auflösung demnächst „in diesem Theater“!

MK/Wilhelm Hahne

PS: Hier bei Motor-KRITIK kann man – dank jahrzehntelanger Übung – durchaus richtig abschreiben! - In der sportauto-Presse-Info steht wirklich (darum hier noch mal in Worten) „über sechshunderttausend Personen“!

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