Telex

NLS ./. Touri-Fahrten: Entscheidung gefallen!

Ich habe meine Leser noch gestern Abend – nach der offiziellen Absage des 6. NLS-Laufs vom gleichen Tag – mit Fakten bekannt gemacht, die ihnen sonst verborgen geblieben wären und es ihnen überlassen, unter Einbeziehung dieser Fakten zu einer eigenen Meinungsbildung zu kommen.

Nun haben mich heute Leser gebeten, auch in diesem Fall doch – bitte – meine persönliche Meinung zu der wohl für einige Fans überraschenden Entwicklung deutlich zu machen. - Das ist eigentlich sehr einfach:

  • Beim 6. NLS-Lauf hätten den Veranstaltern deutliche finanzielle Verluste gedroht!

Was bevorstand, konnte man schon der Information für die möglichen Teilnehmer vom 14. Oktober  entnehmen, die gestern von mir veröffentlicht wurde. Da ist u.a. zu lesen:

...„Für das sechste Saisonrennen werden wir zudem in die Boxen zurückkehren, nachdem sich dieses Modell beim 24h-Rennen als praktikabel erwiesen hat.“...

Das ist richtig! - Aber nur, wenn die Starterzahl für alle Klassen zusammen unter 100 Teilnehmern liegt, denn beim 24h-Rennen waren die Boxen max. mit drei Teilnehmern belegt. Die sich aktuell verschärfende Corona-Situation hätte sicherlich auch kaum eine andere Belegung zugelassen.

Wenn man nun noch einen Blick in das bisherige Nennungsergebnis für das 24h-Rennen in Francorchamps wirft, das am gleichen Wochenende wie der 6. NLS-Lauf durchgeführt wird, so wird verständlich, warum man noch an einem Sonntag am Nürburgring „die Reißleine gezogen hat“. - Das geschah an einem eigentlich arbeitsfreien Tag, der vor dem Nennungsschluss für die NLS-Veranstaltung am Montag, 19. Oktober 2020, 12:00 Uhr liegt, also einem Zeitpunkt, der eine sehr gute Übersicht ermöglichte, mit welchen Starterzahlen zu rechnen war. - Und wieviel GT3 nicht kommen würden!

Im Anhang finden meine Leser eine Auflistung der Starter zum 24h-Rennen in Francorchamps, die deutlich macht, dass sich viele GT3-Starter, Teams und Fahrer, sonst am Nürburgring unterwegs, für einen Start im belgischen Spa entschieden haben.

Nun zahlen gerade GT3-Teams für den Start am Nürburgring ein hohes Nenngeld und tragen daher mehr als die Teams anderer Klassen zur Kostendeckung bei. So war – spätestens – am Sonntag klar, dass der 6. NLS-Lauf einen deutlichen Verlust bringen würde.

Wenn man nun diesen Termin – für mich nicht überraschend – gecancelt hat, so wird dieser Wochenend-Termin nun für „Touristenfahrten“ frei, wo man – selbst bei schlechtem Wetter - in jedem Fall „ein Geschäft machen“ wird. Die Durchführung der NLS-Veranstaltung hätte dagegen einen deutlichen Verlust bedeutet.

  • So einfach ist das – und lässt sich dazu noch gut mit „Corona“-Argumenten kaschieren!

Hätte man den 6. NLS-Lauf durchgeführt, wäre zu allem Verlust noch die für die Veranstalter „dumme Frage“ aufgetaucht, warum man bei den ersten VLN-Läufen mit großem Aufwand das Fahrerlager umgebaut und praktisch in die Strecke eingebaut hat, was dann – bei den verordneten Geschwindigkeitsbeschränkungen – zu Strafen führte, die das Rennergebnis genauso negativ beeinflussten, wie die verordneten Mindest-Standzeiten und andere überzogene Reglement-Bestimmungen, die den sportlichen Charakter dieser Langstreckenrennen nicht gerade unterstrichen haben. Da zählt auch das Argument nicht, dass man Klagen über nicht gleichmäßig arbeitende Tanksäulen vermeiden wollte.

Die Teams und Fahrer sind sicherlich nicht dafür verantwortlich zu machen, wenn z.B. das gesamte Tanksystem am Nürburgring seit vielen Jahren nicht „dem Stand der Technik“ entspricht.

Es können am Nürburgring auch weder „Versuche“ mit Renn-Dieseln, noch solche mit Renn-Tourenwagen durchgeführt werden, die mit Bio-Kraftstoff befüllt werden müssten. - Die Tankanlage ist nur auf das Betanken mit Super-Plus – und das zu eindeutig überzogenen Preisen – ausgelegt.

Da ist die Absage eines Rennens – aus welchen Gründen auch immer – sicher das kleinere Übel für manches Team!

MK/Wilhelm Hahne
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Über Rennabsagen und den Einfluss von Corona!

Nachdem am Nürburgring das Formel 1-Rennen am 11. Oktober nicht nur abgewickelt, sondern auch medial „abgefeiert“ ist, hat man sich nun offensichtlich zu einer Kursänderung entschlossen.

Natürlich passten die Motor-KRITIK-Detail-Informationen dazu schon nicht ins Konzept der dynamischen Macher der Nürburgring-Verantwortlichen. Aber Motor-KRITIK informiert nicht auf der Basis von offiziellen Darstellungen, sondern auf der Basis eigener Recherchen.

Zu den Ergebnissen solcher Recherchen gehört es auch, dass ich weiß, wie der Nürburgring-Pächter schon direkt am Montag nach dem Formel 1-Grand-Prix den Veranstalter der „Westfalen-Trophy“ dazu anregte, sein Rennen abzusagen. An diesem 12. Oktober informierte man vom Nürburgring aus den Veranstalter mit folgendem E-mail-Inhalt:

„Wie eben besprochen, muss das Hygienekonzept zur Westfalentrophy angepasst werden. Folgende Punkte sind zu berücksichtigen:

  • Im kompletten Fahrerlager besteht die Verpflichtung zum Tragen eines Mund-   Nasenbedeckung
  • Die komplette Orga-Crew des MSC Bork muss einen Covid 19 Test nicht älter als 48 Stunden vorweisen (Beherbergungsverbot Rheinland Pfalz).  
  • Alle Teilnehmer aus einem Risikogebiet  (7 Tage Inzidenz größer/gleich 30) müssen eine Covid 19 Test vorweisen, der zum Anreisezeitpunkt nicht älter als 48 Stunden ist          
  • Teilnehmer, deren Fahraktivität für das Wochenende beendet ist, müssen das Fahrerlager umgehend verlassen

Es müssen flächendeckend Desinfektionsstationen vorgehalten werden (stehen unsererseits zur Verfügung).“

Motor-KRITIK hat so u.a. seine Leser dann von der Absage des Rennen unter „Aktuell“ schon am 13. Oktober informieren können.

Am 14. Oktober informierte die „Manager-Group“ am Nürburgring dann die Teilnehmer des für den 24. Oktober geplanten 6. NLS-Laufs als Mit-Veranstalter so:

„Liebe Teilnehmer,
das sechste Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie ist auf den 24. Oktober datiert. Hierzu stehen wir mit den verantwortlichen Behörden im steten Austausch und wir gehen aufgrund der konstruktiven Gespräche davon aus, dass wir zeitnah die Zulassung zur Durchführung der Veranstaltung erhalten werden. Aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklungen werden sich gegenüber den vorangegangenen Rennen jedoch einige Veränderungen ergeben.
Es ist zum jetzigen Zeitpunkt davon auszugehen, dass alle Personen (Fahrer, Teammitglieder, Helfer), die aus einem Kreis mit einer Inzidenzzahl von mehr als 30 kommen, vor dem ersten Betreten des Fahrerlagers einen negativen COVID-19-Test nachweisen müssen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Ob dies für Euren Landkreis zutrifft, könnt Ihr unter folgenden Link prüfen. Dazu einfach auf der Karte den entsprechenden Landkreis anklicken.
https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4
Setzt Euch bitte rechtzeitig mit einem Labor oder Eurem Hausarzt in Verbindung, um entsprechende PCR-Tests zu planen. PCR-Schnelltests sind zulässig. Wir arbeiten daran, in Ausnahmefällen und nach vorheriger Rücksprache in begrenzter Anzahl Testmöglichkeiten in der Nähe des Nürburgrings zur Verfügung stellen.
Für das sechste Saisonrennen werden wir zudem in die Boxen zurückkehren, nachdem sich dieses Modell beim 24h-Rennen als praktikabel erwiesen hat. Zum jetzigen Zeitpunkt ist ist davon auszugehen, dass bei der Veranstaltung keine Zuschauer zugelassen sein werden.
Wir halten Euch mit weiteren aktuellen Informationen auf dem Laufenden.

Christian Stephani
Geschäftsführer VLN VV GmbH & Co.KG“

Die nächste Information des Veranstalters zu seinem 6. NLS-Lauf erfolgte dann heute mit folgendem Text:

„18.10.2020
Sechstes Rennen der NLS abgesagt
Nach intensiven Gesprächen mit allen beteiligten Stellen hat sich die VLN frühzeitig dazu entschlossen, das für Samstag, 24. Oktober vorgesehenen 6. Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie abzusagen. „Aufgrund der Entwicklung des COVID-19-Infektionsgeschehens der letzten 14 Tage ergeben sich eine Woche vor der Veranstaltung zu viele Unwägbarkeiten, so dass wir die Durchführung des 45. DMV Münsterlandpokals zum jetzigen Zeitpunkt nicht gewährleisten können“, sagt Ralph-Gerald Schlüter, Generalbevollmächtigter VLN e.V. & Co. oHG. „Der für den 7. und 8. November geplanten Double-Header zum Saisonfinale ist von der Entscheidung derzeit nicht betroffen.“

Diese Meldung wurde von der Pressestelle der NLS/VLN versendet.

Die Motor-KRITIK-Leser mögen ob dieser Entwicklung eine eigene Meinung entwickeln: Am 11. Oktober hätte man gerne 15.000 Zuschauer begrüßt, am 12. Oktober hat man ein für den 18. Oktober geplantes Rennen verhindert, am 14. Oktober den NLS-Teilnehmer die normale Boxen-Nutzung angekündigt, um dann heute – am 28. Oktober – den für den 24. Oktober geplanten NLS-Lauf abzusagen.

MK/Wilhelm Hahne
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13 oder 14: Wer hat die besten Märchenerzähler?

Ich war tatsächlich schon mal in Marokko und in Marrakesch. Der eine Name wird als Name für ein Land, der andere als Name für eine Stadt empfunden. Tatsächlich leitet sich der Name des Landes von dem der Stadt ab. - Aber das ist eigentlich nicht das, was ich meinen Lesern erzählen wollte.

Seit gestern mache ich mir so meine Gedanken, die sich damit beschäftigen, wo ich jemals die besten Märchenerzähler erlebt habe. Gefühlsmäßig würde ich sagen: Auf dem Markplatz in Marrakesch. Also in Marokko. - Beide Namen beginnen mit dem 13. Buschstaben im Alphabet, einem „M“. - Aber um ehrlich zu sein: Ich habe den Märchenerzähler, der von vielen, seinen Märchen lauschenden Zuhörern umgeben war, nicht verstanden.

Inzwischen bin ich unsicher. Habe ich vielleicht gestern die besten Märchen von einem Märchenerzähler in Nürburg gehört? - Nürburg beginnt mit dem 14. Buchstaben des Alphabets, ist also schon einen Schritt weiter. Man erzählt auch da tolle Märchen. - Aber ehrlich! - Ich habe auch die aktuellen nicht verstanden. - Aber sie werden von vielen gehört – und weil sie so schön sind, von vielen auch gar nicht als Märchen empfunden werden. - Weil sie eigentlich auch nicht als Märchen gemeint sind, sondern nur die eiskalte Realität durch die Wärme von märchenhaften Erzählungen positiv verklären sollen.

Realität ist: Nachdem meine Geschichte gestern erschienen war, wurde sie von den ersten Lesern mit „5 Sternen“ benotet. Aber bevor zehn Benotungen vorlagen, war sie schon auf „3,3 Sterne“ abgewertet – um aber nun wieder von Lesern, die vielleicht sogar den „Großen Preis der Eifel“ besucht hatten, so gut bewertet zu werden, dass sie inzwischen – aktuell - wieder „4,4 Sterne“ erreicht hat.

Offensichtlich hatten Märchenerzähler in Nürburg sich durch meine logische Darstellung von Fakten gestört gefühlt. Nürburg – mit einem „N“ beginnend – steht natürlich für den 14 . Buchstaben im Alphabet im Titel.

In Nürburg erzählt man jetzt, nachdem ich notiert hatte, wie andere, u.a. der Auslösende im Fall des Ausfalls der Freitag-Trainingseinheiten argumentierte, dass natürlich die unterschiedlichen Argumentationen alle etwas missverständlich waren. Tatsächlich waren alle offiziell verbreiteten – und auch in Motor-KRITIK zu lesenden – Aussagen wohl falsch! - Oder besser: Ein wenig daneben!

„Sondern es war so, dass der Nürburgring von einem Nebelring umschlossen war und dadurch der Hubschrauber die Flugroute nicht wahrnehmen konnte."

Beifall! - Eine richtig starke Argumentation, auf die man wohl erst gekommen ist, nachdem man in Motor-KRITIK gelesen hatte, was eigentlich unerklärlich ist. - Der Märchenerzähler von Nürburg präsentiert nach Erscheinen der Motor-KRITIK-Geschichte eine neue Version der Erklärung! - Bravo!

Sie ist nicht nur auf „facebook“ nachzulesen, sondern er hat sie auch in einem Video-Interview mit einem Fachjournalisten geäußert, der sein Fachwissen schon dadurch outet, dass er an einen „Großen Preis“ der Formel 1 auf der Nürburgring-Nordschleife glaubt.

Hätte ich beide auf dem Markt von Marrakesch erlebt, hätte ich sie genau so wenig verstanden, wie in dem „youtube“-Interview, in dem einer der Märchenerzähler – offensichtlich nicht im Home-Office tätig – direkt aus Nürburg seine Märchen präsentierte.

Der auch das große Interesse der Formel 1-Fahrer an der Nordschleife erwähnte, die – weil sie am Freitag nichts zu tun hatten – die Nordschleife in normalen Automobilen (mit richtigen Federwegen) wie Touristen befahren haben. - Und Spaß hatten!

Den hatten die zahlenden F1-Fans am Freitag weniger. Und auch am Samstag… -

Aber das wäre dann wieder eine andere Geschichte, die Realitäten schildert!

Erzählungen von guten Geschichtenerzählern über das Geschehen beim „Großen Preis der Eifel“ bieten da die bessere, sympathischere, märchenhaftere Mischung!

Der Kandidat hat 100 Punkte!

MK/Wilhelm Hahne

PS: Der Deutsche Wetterdienst hat sich auch bis zum Einstelltermin dieser neuen Geschichte immer noch nicht mit einer Antwort auf meine Anfrage von Montagfrüh gemeldet!

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Alle Achtung! - Meine Lokal-Zeitung ist Spitze!

Bisher dachte ich, dass eine Tageszeitung ihre Leser immer aktuell über alle Ereignisse in der Welt informiert. Den Glauben daran habe ich heute Morgen beim Lesen der aktuellen Lokal-Zeitung verloren. Sie schaffte es – wohl als einzige Tageszeitung in Deutschland – nicht über den Fall eines positiven Corona-Tests bei einem Mitarbeiter des Mercedes-F1-Teams am Nürburgring zu informieren, der am Donnerstag, 8. Oktober 2020, öffentlich wurde!

Dabei wurde dieser für die Region sicherlich bedeutsame und wichtige Vorfall nicht etwa erst nach Redaktionsschluss, sondern am frühen Nachmittag des 8. Oktober bekannt und übrigens auch von dpa vermeldet. - Wenn dann so eine Meldung, die sicherlich besonders im Raum Eifel von Bedeutung ist – aber auch darüber hinaus – dann von der Redaktion einer Zeitung, die im Raum Nürburgring sicherlich eine wichtige Informationsquelle darstellt, völlig übersehen wird, dann kann das nur aus Rücksicht auf irgendetwas erfolgt sein. - Bewusst!

Dafür wurden die Leser umfassend darüber informiert, in welchen Hotels und Pensionen rund um den Nürburgring, mit Rücksicht auf Personen- und Datenschutz, keine Auskunft über deren Gäste gegeben wurde. Auffallend – mir auffallend – dass bei den vielen erwähnten und befragten Herbergen der Formel 1-Teams und -Gäste dann schon welche fehlten, die im direkten Umfeld der Rennstrecke angesiedelt sind. - Warum wohl?

Ich habe mir dazu meinen Teil gedacht und auch darüber gelächelt, wenn der Geschäftsführer eines Mitveranstalters noch nicht wusste, wie man den Fans die Gelder zurückzahlen soll, die zwar Karten gekauft haben, aber deren Wohnort oder Herkunftsland inzwischen zum Corona-Risikogebiet geworden ist.

Motor-KRITIK hat darüber informiert, wie intelligent direkt in den Anfangstagen des Monats Oktober deutsche F1-Fans angeschrieben wurden, die bereits Karten gekauft hatten. Inzwischen sind nicht nur neue Risiko-Orte hinzu gekommen, sondern auch ganze Länder. Diese Leute werden nicht etwa in der jeweiligen Landessprache angeschrieben, sondern in der Sprache, die mehrheitlich im Motorsport gesprochen wird: Englisch. - Daran hat auch der Brexit nichts geändert.

Das hier eingefügte Foto zeigt den Teil einer Information, wie sie z.B. einem holländischen Landsmann zuging. Den gleichen Text dürften z.B. auch französische oder tschechische Motorsport-Fans erhalten haben. Wer trotzdem anreist, ist es sozusagen selber schuld und wird dann wohl auch auf die Rückzahlung des Eintrittsgeldes verzichten müssen. - Wenn er aber vielleicht vor Gericht überzeugend nachweisen kann, dass er eine E-mail mit diesem Text überhaupt nicht erhalten hat… - Nicht nur Rennen können spannend sein!

Weil nicht alle 20.000 genehmigten Eintrittskarten für die Besucher dieses F1-WM-Laufs verkauft werden konnten, sondern auch noch mit vielen „Rückläufern“ gerechnet werden muss, weil in diesen Tagen immer mehr Länder, Regionen und Städte zu Risikogebieten erklärt wurden, hat sich die Geschäftsleitung der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG noch am Donnerstagabend entschlossen, alle ihre Mitarbeiter zu einem kostenlosen Besuch des Formel 1-Events einzuladen und die entsprechenden Eintrittskarten verteilt.

Der heutige Freitag war kein erfreulicher Tag für die Zuschauer. Das 1. und 2. Freie Training ist wegen Nebel ausgefallen. Der Hubschrauber hätte nicht starten können. Auch die Testfahrt von Mick Schumacher ist darum auch „ins Wasser gefallen“. - Kein guter Start ins Wochenende!

Am Sonntag wird – spätestens – alles klappen. Selbst die Tribünen werden dem Fernsehzuschauer - an den richtigen Stellen ins Bild gesetzt – hoffentlich einen „guten Eindruck“ vermitteln. Alle an dieser Veranstaltung beteiligten Akteure werden sicherlich froh sein, wenn man am Sonntagabend feststellen kann, was schon der Wunsch vor dem Rennen war:

  • ...dass wir Deutschland, die Eifel und unsere Rennstrecke bestmöglich präsentiert haben.

Bestmöglich! - Und die Hotels, die von Team-Mitgliedern der F1-Crews bewohnt waren, werden ihren Räumen einer Grundreinigung zukommen lassen müssen, um in der Zeit der Schulferien den nun hoffentlich folgenden Urlaubern eine garantiert virusfreie Unterkunft bieten zu können.

MK/Wilhelm Hahne
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Kurze 24h-“Spätlese“ nach letzten Insider-Infos!

Wer sich als Journalist um die Berichterstattung über ein Rennen bemüht und sich nicht primär als ein Vermittler von Endergebnissen versteht, der kann dem wirklichen Motorsport-Fan auch viele Tage nach einem Rennen noch interessante Details vermitteln.

 

Jedes Thema – auch ein Rennen – ist im Entstehen und seinen Abläufen so komplex, dass – wenn man so rührend um die Information seiner Leser bemüht ist, wie eine fliegende Relaisstation um die perfekte technische Umsetzung einer Fernsehübertragung für NITRO – die Informationen dazu kaum abreißen. Sie sind dann auch nicht in eine einzige Geschichte zu packen.

Da reklamieren Teilnehmer am diesjährigen 24h-Rennen z.B. nach Beendigung des Rennens vorwurfsvoll in Richtung Motor-KRITIK: Ein moderner GT3 wäre mit den vom DMSB genehmigten Reifen bei den zum 24h-Rennen herrschenden Wetterbedingungen – auch als Fahrer mit einem DMSB-Nordschleifen-Permit - kaum auf der Straße zu halten gewesen.  Was bedeuten würde:

a) die vom DMSB als Sicherheitsvorschriften empfundenen Vorgaben sind ohne jeden Wert.
b) die eingesetzten GT3-Fahrzeuge sind – da außerirdisch – auf einer normalen Rennstrecke, als die auch die Nürburgring-Nordschleife empfunden werden muss, nicht zu fahren.

Wie ich einer anderen Teilnehmer-Information entnehme, wurden die Teams nach dem Re-Start des 24h-Rennens (lt. Ausschreibung) am Morgen des 27. September mit einer Lautsprecher-Durchsage darauf aufmerksam gemacht, dass jeder Fahrer – auch bei einem verkürzten 24h-Rennen – die 15-Runden-Regel (lt. Ausschreibung) einzuhalten hätte.

  • Nur der Veranstalter hatte wohl das Recht, das 24h-Rennen um 9,5 Stunden zu kürzen!

Was aber – ebenfalls nach einer aktuellen Teilnehmer-Aussage gegenüber Motor-KRITIK - nicht erforderlich war, weil zum Zeitpunkt des Abbruchs auf der Nordschleife nur im Bereich des Streckenabschnitt „Bellof-S“ so eine Art von Nebel auftrat, der eine Anpassung durch eine entsprechende Fahrweise erfordert hätte.

Es gab aber noch ein zusätzliches Problem für manche Fahrer:  Es waren beim 24h-Rennen vom Veranstalter auch Doppelstarter zugelassen, die es – bei den wenigen Rennstunden – schwer machten, in zwei Fahrzeugen je 15 Rennrunden zu absolvieren. - Weil man vorab den Zeitpunkt und die Dauer der Rennunterbrechung nicht kennen konnte.

Es gab andererseits aber auch Fahrer, die mit dem 24h-Rennen am Nürburgring nicht ausgelastet schienen und am gleichen Wochenende auch in Zandvoort/Holland am Start waren. Wie man den jeweiligen Ergebnislisten entnehmen kann, sogar auch erfolgreich.

Feststellung von Motor-KRITIK: Das 24-Stunden-Rennen scheint in unseren „modernen Zeiten“ ein Format zu sein, das als Basis-Motorsport nicht mehr so recht in die aktuelle Entwicklung des Motorsports – hin zum SIM-Format (vom DMSB als „echter Motorsport“ anerkannt) – zu passen scheint.

Genauso wenig – das ist mein Eindruck – wie GT3-Sportwagen auf eine Natur-Rennstrecke wie die Nürburgring-Nordschleife bei regennasser Strecke zu gehören scheinen. Mit der entsprechenden Aerodynamik ausgestattet, eignen sie sich offensichtlich besser zum (ab-)fliegen!

Nachdem der DMSB den digitalen Motorsport kraft seines Amtes zum „echten Motorsport“ - wie schon erwähnt – deklariert hat, täte er gut daran, 24-Stunden-Rennen nur noch auf dem Computer - bei schönstem Wetter! - zu genehmigen, zumal dann auch Fahrerwechsel bei normaler Zimmertemperatur problemloser durchgeführt werden könnten.

Die Fahrer könnten auch problemloser an mehreren Rennen gleichzeitig teilnehmen. - Und das  unberührt von Corona-Auflagen, auf allen Rennstrecken der Welt, ohne Reise-Stress und -Kosten.

Die Frage wäre nur: Wen interessiert das dann noch? - Die Sponsoren dann noch weniger!

MK/Wilhelm Hahne
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Nachlese: „Wunderbarer Bericht vom 15h Rennen“?

Einer meiner Leser, der meine Berichterstattung oft mit kritischen Anmerkungen begleitet, war von meiner Geschichte aus Anlass des 24h-Rennen ganz begeistert. - Andere waren es weniger. - Nicht immer weil sie anderer Meinung waren, sondern weil sie nur eine Meinung – entsprechend ihrem Abhängigkeitsverhältnis – äußern durften.

So habe ich z.B. die offizielle Veröffentlichung eines Porsche-Teams mit Interesse – und einem Schmunzeln – gelesen. Wenn man den Teameigner kennt, spürt man, dass hier „mit gebremstem Schaum“ am Text gearbeitet wurde.

Da sind die Äußerungen der Lebensgefährtin dieses Mannes „erdiger“, an der Real-Situation orientiert. Es kommt dort auch ein gewisses Unverständnis für die Entscheidungen der Rennleitung zum Ausdruck, die am Ende des 24h-Rennens, das keines war, sich dann auf Artikel 8.7.1 der Ausschreibung – zu einem 24h-Rennen! - bezog und eine Reihe von Teilnehmern als „DNC“ = nicht klassifiziert (Dit not classify) wertete, weil ein Fahrer der genannten „Vierer-Teams“ nicht die in der Ausschreibung geforderten 15 Runden in dem auf 14,5 Stunden verkürzten Rennen gefahren waren.

In Artikel 8.7.1 der Ausschreibung heißt es:

„Alle genannten Fahrer müssen mindestens 15 Rennrunden zurücklegen. … Erfolgt die Abmeldung des Fahrers bei einer verbleibenden Renndauer von weniger als 4 Stunden, kann das betreffende Fahrzeug nicht gewertet werden.“

Das Siegerfahrzeug legte in diesem Jahr innerhalb der Gesamt-Zeitspanne von 24 Stunden (bei 9,5 Stunden „Ruhezeit“) exakt 85 Runden zurück. Zum Vergleich sei hier die Rundenzahl des 24h-Siegers von 2019 am Nürburgring erwähnt: 157 Runden.

Mir war beim Schreiben meiner Geschichte zum 24h-Rennen 2020 schon aufgefallen, dass beim Siegerteam ein Fahrer im offiziellen Endergebnis nicht genannt wurde, der aber mit in der Nennung genannt war: Philipp Eng aus Österreich. - Das siegreiche BMW-Team hatte ihn rechtzeitig abgemeldet! - Durch Abmeldung vorn!

Die war z.B. bei der #30, einem „Frikadelli“-Porsche, nicht erfolgt, so dass das Fahrzeug unter „DNC“ (= nicht klassifiert) in der offiziellen Ergebnisliste aufgeführt wird, weil der 4. Fahrer – bezogen auf Artikel 8.7.1 - drei Runden zu wenig gefahren hatte. Eine aufmerksame und fachlich versierte Beobachterin empfand das vor Ort Erlebte so:

...“Wenn man sich überlegt, welches Risiko man unter diesen schwierigen Bedingungen eingegangen ist, bin ich so was von enttäuscht! Als Kundensport kann man das sicher nicht bezeichnen, zumal man an dem Wochenende von dem selben Geldbetrag ein schönes großes Haus hätte bauen können“…

Insgesamt acht Teams sind im „Official Result Race“ unter „DNC“ nicht klassifiziert. Im „Provisional Result Race“ waren es noch ein paar mehr. Die haben dann aber in die Sparte „Klassifiziert“ zurück gefunden. - Warum? - Unbekannt!

In der Ausschreibung zum 24h-Rennen, das in der Kategorie „National A/NEAFP“ durchgeführt wurde, wird übrigens darauf hingewiesen, dass deren Text „urheberrechtlich geschützt“ ist. So können Details daraus auch „ nicht ohne schriftliche Genehmigung“ zitiert werden. - Auch nicht im Kölner Karneval! - Wenn es oben im Text doch wenige Zeilen waren, so sollte dieses Mini-Zitat dem Verständnis der Leser dienen!

Im nächsten Jahr – in 2021 - wird man sicherlich einige der so präzise – aufgrund eines feinsinnigen Textes – verurteilen Teams sicherlich nicht mehr als Starter beim 24h-Stunden-Rennen am Nürburgring finden.

Vielleicht besuchen die dann – wie auch der Schöpfer meiner Titelzeile – zum Renntermin eine andere Rennstrecke dieser Welt. Mein Leser war z.B. am „Roßfeld“ (bei Berchtesgaden), wo er die Stelle aufsuchte, an der Lodovico Scarfiotti am 8. Juni 1968 beim Training zum dort durchgeführten Bergrennen den Tod fand. - Er war ein Enkel jenes Mannes, der 1899 in Turin den Automobilhersteller FIAT mit begründete und einer der erfolgreichsten Sportwagen-Rennfahrer seiner Zeit.

Wer spricht in 52 Jahren noch von den Siegern des 24h-Rennens 2020 und dem dort im Endergebnis „verloren gegangenen“ vierten Mann beim Gesamtsieger?

MK/Wilhelm Hahne
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Vor dem 24h-Rennen: Goodyear macht DMSB lächerlich!

Für „alte Hasen“ auf der Nürburgring-Nordschleife gab es schon vor Jahrzehnten die These:

„Im Zweifelsfalle Slicks!“

Heute, zum Top-Qualifying des morgen durchgeführten 24h-Rennens – Start 15:30 Uhr – war die Strecke feucht, mit abtrocknendem Charakter. Die Fahrzeuge hatten insgesamt drei Runden zurück zu legen. Eine zum Angewöhnen, eine zum Herantasten, eine, um richtig schnell zu sein.

Da spielt der Reifen natürlich eine große Rolle! - Interessant war, dass das Land-Team beim Audi mit der # 29 auf Slicks setzte. Der wurde aber dem Fahrer „von oben“ verordnet. - Ein Unding! - Es gibt ein ungeschriebenes Gesetz – das wie andere im Motorsport – längst von „Motorsport-Beamten“ als überholt empfunden wird: Der Fahrer bestimmt die Reifenwahl! -  Computer-Berechnungen schreiben inzwischen dem Fahrer vor, was er zu nutzen hat.

Die Start-Nr. 29 hat nach der „Einführungsrunde“ auf Regenreifen umbereift. Weil das dem Gefühl des Fahrers entsprach. - Ein einziger konnte aufgrund des passenden Angebot des von diesem Team favorisierten Reifenherstellers Goodyear, auf einen Reifen setzen, der Slick-ähnlich, nur ein paar wenige „Einschnitte“ aufwies, die eigentlich nicht dazu da sind, Wasser abzuführen, sondern die Reifentemperatur „oben zu halten“ (weil der Reifen sich so warm „arbeiten“ kann). Und Luca Ludwig hat das Goodyear-Angebot genutzt! - Mit einem Ferrari 488 des „Octane-Teams“.

Das ist eigentlich – aus meiner Sicht – ein Schlag in die Auftragsarbeit (?) von Veranstalter und Sportbehörden. Man hatte diesen Ferrari in diesem Jahr nicht nur um einen NLS-Gesamtsieg gebracht, weil einer (von vier!) Reifen – von Goodyear! - nicht exakt gezeichnet war. - Was eigentlich nur beweist, dass ein Technischer Kommissar lesen und schreiben kann. Aber – bei einem Sportgerichtsverfahren – kam man beim DMSB, einem vom ADAC bestimmten e.V., zu der Feststellung:

„Denn allein die Verwendung nicht vorschriftsmäßig gekennzeichneter Reifen stellt einen technischen Verstoß dar, für welchen die Disqualifikation als Regelstrafe angemessen ist.

Auf die Frage, ob ein Wettbewerbsvorteil vorliegt, kommt es nicht an.“

Das komplette Urteil in Schriftform finden Motor-KRITIK-Leser im Anhang zu diesem Telex. Aber auch noch eine Änderung der BoP, zu der die Fachleute beim ADAC Nordrhein gefunden hatten, nachdem sie vorher bei Prüfstandsmessungen einen Fehler gemacht hatten. - Man sollte diese Herren – s. Urteil des DMSB – doch einfach disqualifizieren. Weil sie schon die Arbeit, die sie – gegen gute Entlohnung – übernommen haben, eigentlich disqualifiziert. - Wo gibt es – außer im Motorsport – eine „Balance of Performance“, ein Passendmachen, bei dem der Beste auf das Niveau des Schlechtesten gebracht wird?

2016 hatte Mercedes (AMG) die Fachleute des ADAC Nordrhein „an der Nase herum geführt“ und wurde nicht bestraft, obwohl ein „Vergehen“ im Nachhinein nachgewiesen wurde. In Spa wurde es sofort – vor dem Rennen - entdeckt und geahndet! - In Deutschland wird das Vergehen von Premium-Herstellern eigener Nationalität gegen irgendwelche „Verordnungen“ nicht bestraft.

Da wird bei der VLN mit angeschlossenem Computer das Einsatzfahrzeug (ein Turbo!) gestartet. Da gab es Einsatzfahrzeuge, deren Steuergerät – zum Schutz vor zu hohen Temperaturen? – im Beifahrerraum „herum baumelten“. Da wurde bei einem letzten Tankstopp noch schnell ein Computer angeschlossen. Da wurde schon mal beim letzten Tankstop – auch beim 24h-Rennen – ein Reserverad von zwei Monteuren(!) zum Fahrzeug getragen und auf der Beifahrerseite montiert - Und niemand hat‘s gemerkt?

  • Wer lesen kann, ist nicht verpflichtet da genau hin zu schauen!

Mich persönlich freut, dass sich beim Qualifying ein Ferrari aus der Schweiz vor eine Reihe von werksunterstützten GT3 deutscher Premium-Hersteller in die erste Startreihe stellen konnte! - Es wäre zu wünschen, dass das so eine Art von „Friday for Future“ im Motorsport war.

MK/Wilhelm Hahne

PS: Mich beruhigt übrigens auch, das ein Christian Menzel – dieses Mal als Kommentator bei NITRO - das neue „Top-Qualifying“ zum 24h-Rennen nicht verstanden hat. - Das macht auch das Unvermögen von machtbesessenen Sport-Funktionären deutlich! - Der Zuschauer ist beim diesjährigen 24h-Rennen praktisch nicht vorhanden, man hat ihn aber auch als „Kunden“ nicht begriffen und wahrscheinlich vergessen!

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WTCR & Hyundai: Kleiner – unübersehbarer – Eklat!

Bisher war nur „Glut unter der Asche“. Nun wurden gestern erstmals bei einem motorsportlichen Wettbewerb Differenzen zwischen Teilnehmern, Sport-“Behörden“ und Promoter deutlich:

  • In der WTCR haben zwei Hyundai-Kunden-Teams ihre Nennung zum WTCR-Lauf im Rahmen des 24h-Rennens am Nürburgring (= 4 Fahrzeuge) zurück gezogen und so wird – nachdem dieser sachlich begründete Rückzug nicht ohne Gesichtsverlust der „Behörden“ aus der Welt zu schaffen war, die Starterzahl beim Rennen um 20 Prozent reduziert.

Hyundai fühlt sich benachteiligt, kritisiert die BoP (Balance of Performance), die beim Hyundai in dieser Saison die vorher von 100 Prozent auf 97,5 Prozent gedrosselte Motorleistung auf 95 Prozent senkte und dazu führte, das der Gesamtsieger 2019, Norbert Michelisz (36) mit seinem Hyundai N TCR z.B. beim Saisonauftakt – auch mit dem Hyundai N TCR - rd. um 1 sec langsamer war als der Pole-Sitter.

Außerdem ist für 2020 in dieser Serie neu ein Einheits-Steuergerät vorgeschrieben. Alfa Romeo, Audi und Renault haben es – natürlich – rein zeitlich nicht geschafft, dieses Einheits-Steuergerät zu verbauen, dürfen nun mit einer Ausnahmegenehmigung „ihr altes“ benutzen, müssen aber ein Zusatzgewicht mitführen.

Nun agieren bei Hyundai eigentlich keine „Jammerlappen“. Man fühlt sich benachteiligt, als „nicht willkommen“ behandelt. - Weil man ein koreanischer Automobilhersteller ist?

Der ADAC Nordrhein hat – bevor es bei „seiner Veranstaltung“ zum Eklat kam – auch etwas zu Hyundai auf seiner Internetseite veröffentlicht:

„Emotionen und leidenschaftliches Engagement – darum geht es bei Hyundai’s vielfältigen Kooperationen mit starken Partnern auf nationaler und internationaler Ebene. Seit 1999 ist Hyundai offizieller Partner aller FIFA™ -Weltmeisterschaften; seit 2017 durch die Kooperation mit sporttotal.tv auch als Förderer des Amateurfußballs in Deutschland aktiv. Familien stehen bei der Partnerschaft mit dem LEGOLAND® Deutschland Resort im Vordergrund. Ebenso wie bei der Zusammenarbeit mit der Caritas, die in 14 Jahren Zusammenarbeit bereits über 140.000 hilfsbedürftige Familien und Kinder in 75 Projekten erreicht hat. Auch im Motorsport ist Hyundai aktiv. Hyundai ist auch in diesem Jahr offizieller Partner des ADAC Zurich 24h-Rennen am Nürburgring. Das im bayerischen Alzenau ansässige Hyundai Motorsport Team startet mit dem Hyundai i20 WRC in der World-Rallye-Championship und peilt in der neuen Saison wieder zahlreiche Podiumsplätze an.“

Und es gibt inzwischen auch zu dem „Vorfall“ am Nürburgring eine offizielle, gemeinsame  Erklärung von FIA, WSC und Eurosport Events, nachdem sich Hyundai vom „FIA WTCR Race of Germany“ am Nürburgring zurück gezogen hat. - Ich habe diese Erklärung ins Deutsche übersetzt und füge sie hier ein:

„Der FIA-, WSC- und WTCR-Veranstalter Eurosport Events Limited (EEL) bestätigt die Entscheidung der Hyundai Motorsport-Kundenteams, sich vom FIA WTCR Race of Germany zurückzuziehen. Alle drei Parteien sind sich in ihrem Auftrag einig, einen fairen Wettbewerb für alle Teilnehmer aus sportlicher, technischer und werblicher Sicht zu bieten und eine Plattform für gleichberechtigte Wettbewerbe zu schaffen.
EEL, FIA und WSC freuen sich auf einen kontinuierlichen und konstruktiven Dialog mit den Kundenteams von Hyundai Motorsport. Gleichzeitig liegt der Schwerpunkt auf der Durchführung eines erfolgreichen WTCR Race of Germany auf der legendären Nürburgring Nordschleife vom 24. bis 26. September.“

Weniger kann man wirklich nicht mit mehr Worten sagen! - Die Motor-KRITIK-Einstellung zum Thema BoP, Einheitsreifen, Standzeiten und all‘ die als Sicherheitsmaßnahmen getarnten Willkür-Maßnahmen der Sport-“Behörden“ ist bekannt. Sie wird mit diesem „Vorfall“ noch mal bestätigt.

MK/Wilhelm Hahne
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24h-Rennen Nürburgring: TOTAL & außer Kontrolle?

Corona macht‘s möglich. Ein 24h-Rennen mit deutlich weniger Startern als möglich wären? Das Rennen in diesem Jahr wird wohl von allen bisher am Nürburgring durchgeführten 24h-Rennen die wenigsten Starter haben. Vom Veranstalter wurden schon mal knapp über 100 gemeldet. Aber die Zahl geht mehr und mehr nach unten.

Wobei nicht nur „irgendwelche“ Starter ihren Start aus den unterschiedlichsten Gründen absagen. - Auch z.T. absagen müssen, weil das Geld nicht reicht, die sonst anfallenden Kosten zu decken.

  • Aber es gibt auch Ausfälle bei den Startern, die wirklich Corona-bedingt sind:

So hat „Grello“ heute durch „Manthey-Racing“ seinen Rückzug als Starter beim 24h-Rennen verkünden lassen. Das Team, das gerade vom Einsatz in Le Mans zurück kam, informiert wie folgt:

„Gemeinsam mit Porsche Motorsport hat Manthey-Racing entschieden nicht beim diesjährigen 24-Stunden-Rennen am Nürburgring teilzunehmen. Grund hierfür sind positiv ausgefallene Covid-19-Tests, die routinemäßig am Sonntag nach den 24 Stunden von Le Mans durchgeführt wurden. Dies hat zur Folge, dass kein Mitarbeiter, der in Le Mans vor Ort war, am 24-Stunden-Rennen Nürburgring teilnehmen wird. Diese Entscheidung betrifft neben Rennfahrern auch Mitarbeiter von Manthey-Racing sowie Porsche Motorsport und führt dazu, dass der Einsatz des Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 911, bekannt als „Grello“, nicht durchgeführt werden kann.“

Da noch eine Reihe von Mitgliedern anderer Teams, die auch in Le Mans waren, einen Start beim 24h-Rennen vorgesehen hatten, ist durchaus möglich, dass aufgrund der oben beschriebenen Tatsachen, am Nürburgring weitere Teams – weil dann Fahrer, Helfer und Ingenieure fehlen – ihren Rückzug verkünden müssen.

Auch die bisher bei Rennen an der Nürburgring-Nordschleife eingesetzten Sportwarte sind total verunsichert, weil der Veranstalter, der ADAC Nordrhein, offiziell Helfer sucht, deren besondere Voraussetzung zum Einsatz beim 24h-Rennen darin bestehen muss, schon 18 Jahre alt zu sein.

Da fragen sich die bisher international, nach FIA-Regeln zertifizierten Sportwarte natürlich, die man inzwischen sogar dazu verpflichtete, ein zusätzliches Nordschleifen-Permit zu machen: Was soll das eigentlich alles?

Das im Lehrgang erlangte Permit konnte bisher durch den DMSB – aus welchen Gründen auch immer – den Sportwarten noch nicht zugestellt werden. Ebenso konnte ihnen bisher der im Lehrgang-Erfolgsfall zugesagte Sicherheitshelm noch nicht ausgehändigt werden, weil am Nürburgring Kurzarbeit herrscht.

Auch ohne Helm war bei den letzten Rennen auf der Nordschleife die Sicht der eingesetzten Sportwarte mit Nordschleifen-Permit schon stark eingeschränkt, da – auch wegen Kurzarbeit – kein Grünschnitt vorgenommen worden war. - Was soll da das Permit? - Was soll da der Helm?

Das sie mit dem „Prämien“-Helm nichts hören können, weil dann die Kopfhörer… - Aber Motor-KRITIK hat darüber schon berichtet. (12.08.2019 „Empfehlung an den DMSB: Erst denken – dann handeln!“ - HIER klicken!)

Bei NLS-Rennen soll man über ein zusätzliches Nordschleifen-Permit (zur FIA-Zertifikation!) verfügen, beim 24h-Rennen genügt es 18 Jahre alt zu sein und Mittwochs vor dem Rennen an einem Kurzlehrgang teilgenommen zu haben.

DMSB und ADAC machen sich in vielen Dingen unglaubwürdig. Die Permit-Regelung, nicht nur für Fahrer, sondern auch Sportwarte, ist zu einer Farce verkommen. - Und keiner wehrt sich?

MK/Wilhelm Hahne
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Versuch einer Erklärung zum „Farbfehler“ gestern!

In meiner DTM-Geschichte gestern, habe ich die deutschen Nationalfarben von schwarz-rot-gold in schwarz-weiß-rot geändert. Ein Leser hat mich sofort darauf aufmerksam gemacht und ich habe diesen Fehler – auf meine Art – geändert. Denn ich stehe zu meinen Fehlern und versuche daraus zu lernen. - Wie konnte so etwas passieren?

Eigentlich ist alles mit meiner Arbeitsweise erklärlich und – dass sich gestern eine Kleinigkeit geändert hatte. So schreibe ich meine Geschichten erst, wenn sie bei mir „im Kopf“ komplett sind. Das kann – wie auch bei der Geschichte gestern – viele Wochen oder gar Monate dauern.

Die Geschichte, die ich gestern niederschrieb, war zwar „im Kopf“ fertig, aber beim Schreiben wird sie dann um Nuancen verbessert. So wollte ich der DTM-Serienwagen-Sonderserie nicht ein einfaches schwarz-rot-gold zuordnen, sondern habe mir – beim Schreiben – Metallicfarben einfallen lassen, die aber nicht alle mit Metallic benannt sein sollten.

Beim Überlegen ist mir eingefallen, dass ich auch mal (als „Dienstwagen“) einen Lamborghini Espada gefahren habe, dessen Farbe Weiß-Cristall oder Cristall-Weiß war. Damit – mit der Farbe – dieses Lamborghini habe ich mir übrigens mehrfach den Spaß erlaubt, wenn nach der Farbe „meines“ Lamborghini gefragt wurde, mit „fliederfarben“ zu antworten. - Das gab dann immer (!) einen Aufschrei, ähnlich: „Wie kann man nur...“ - Weil jeder den Begriff „fliederfarben“ mit „lila“ verbunden hat.

  • Versuchen Sie es mal selber: Kaum einer verbindet den Begriff „fliederfarben“ mit weiß!

Nachdem mir das gestern eingefallen war, bin ich beim Schreiben bei „Weiß“ geblieben und habe die Nationalfarbe „Gold“ ganz verdrängt. Auch beim mehrfachen Überlesen und Korrigieren direkt nach dem Schreiben, habe ich diesen Fehler – weil von mir gemacht – überlesen.

Darum habe ich mir eigentlich angewöhnt, jede Geschichte nach dem Schreiben eine Nacht liegen zu lassen, weil es mir – nach so einem zeitlichen Abstand – meist gelingt, auch selber gemachte Fehler – gleich welcher Art – zu finden und zu beseitigen.

Aber gestern schien es mir wichtig, direkt nach dem Bekanntwerden der „DTM-Lösung“ von Gerhard Berger meine Geschichte gegenüber zu stellen. - Was wohl grundsätzlich richtig war, aber zur falschen Nationalfarbe führte.

Sonntag hat Gerhard Berger „seine“ Idee verkündet, gestern hat Motor-KRITIK eine andere Möglichkeit aufgezeigt. Aber:

Auch gestern noch hat dann der ADAC gleich durch seinen Sportpräsidenten zurück schlagen lassen. Der nutzte dazu „seine Keule“ DMSB, der umgehend eine Presseveröffentlichung zu einer neuen „Deutsche GT-Meisterschaft“  veröffentlicht hat. Das macht deutlich, wie Gerhard Bergers Idee von einer „GT-Plus-DTM“ blitzschnell „gestört“ (zerstört?) werden kann. - Was ist eine „Masters“ verglichen mit einer „Meisterschaft“? - Der wichtigste Satz in der DMSB-Veröffentlichung ist der erste:

„Der Deutsche Motor Sport Bund wird ab dem Jahr 2021 die Internationale Deutsche GT-Meisterschaft als höchstes Prädikat im Rundstreckensport ausschreiben.“

Die gesamte Pressemitteilung des DMSB finden meine Leser – wie gewohnt – im Anhang zu dieser Geschichte.

MK/Wilhelm Hahne
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