Telex

VLN-Beispiel: Was ist urheberrechtlich geschützt?

Als Journalist gehört man zu den aufmerksamen Beobachtern seines Umfeldes. So ist mir auch nicht entgangen, dass bei den VLN-Läufen 2 & 3 auf den Zeitnahmelisten am unteren Rand folgender Hinweis zu finden war:

"The use and download of our website content is only permitted for private, non-commercial purpose. Any further reproduction and usage is prohibited by law and will be prosecuted."

Der Bedeutung wegen und weil das nicht jeder versteht, natürlich in englischer Sprache. Weil eine solche VLN-Veranstaltung, die jetzt – unter neuer Leitung - als NLS dargestellt wird,  selbstverständlich eine nationale Veranstaltung ist, die – wie auch meine Internetseite – eigentlich in deutscher Sprache geführt wird, habe ich mich der Objektivität wegen um eine „neutrale“ Google-Übersetzung bemüht:

"Die Nutzung und der Download unserer Website-Inhalte ist nur für private, nicht kommerzielle Zwecke gestattet. Jede weitere Vervielfältigung und Verwendung ist gesetzlich verboten und wird strafrechtlich verfolgt."

Ich verzichte hier auf die Darstellung der Seite in Form eines Screenshot. Aber darum habe ich zu diesen VLN-Rennen 2 & 3, die ohne Zuschauer durchgeführt wurden und bei denen ein Verfolgen der Ereignisse nur übers Internet möglich war, bis heute auch nichts geschrieben.

Ich habe aber das Justiz-Ministerium des Landes Rheinland-Pfalz informiert, so dass inzwischen sicherlich via Staatskanzlei auch eine Information der Ministerpräsidentin Malu Dreyer erfolgt ist.

Gleichzeitig habe ich den Deutschen Journalisten Verband, dem ich als Mitglied seit Jahrzehnten angehöre, um eine Rechtsauskunft gebeten. Von dort erhielt ich folgende Information:

...„die Tabellenergebnisse können Sie verwenden, diese sind nicht urheberrechtlich geschützt.

Nicht genutzt werden darf lediglich urheberrechtlich geschützter Inhalt einer Website, ggf. auch deren Quellcode.

Verlinken würde ich die Seite nicht. Ihnen geht es jedoch, wenn ich Sie recht verstehe, um den Inhalt der Tabelle.“

Wenn also hier die oben wiedergegebene Drohung auf dem unteren Rand einer Zeitnahmetabelle steht, empfinde ich das als einen Täuschungsversuch, mit dem man einen gewissen Effekt zu erzielen versucht. - Feiner e.V.! - Feine Leute!

Ich werde mich also nun in den nächsten Tagen mit einer Geschichte zu VLN-Rennen 2 & 3 äußern, wobei vor allen Dingen Rennen 3 bei mir besondere Erinnerungen wach gerufen hat.

  • Demnächst auf diesen Internetseiten zu lesen!

Meine Leser werden durch deren Nutzung auch nicht strafrechtlich verfolgt!

MK/Wilhelm Hahne
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Unfälle bei Touri-Fahrten: Jeden Sonntag anders?

Wenn an einem Sonntag Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife durchgeführt werden, gibt es dort keine Touristenfahrten. - Klar! - Aber der Nürburgringbesitzer verzichtet nicht gerne auf Einnahmen aus dieser Sparte und so kam es, dass z.B. nach VLN-Rennen Nr. 3, am Sonntag dem 12. Juli, am Abend noch mal kurz die Nordschleife für Touristenfahrten geöffnet wurde. Von 18 – 19 Uhr.

Nach 21 min war dann in diesem Fall die Nordschleife schon wieder geschlossen und wurde danach auch nicht mehr – wegen der notwendig werdenden Unfallaufnahme geöffnet. Es war – nach meinen Recherchen – ein Motorradfahrer im Bereich „Galgenkopf“ schwer gestürzt! - Im Polizeibericht - am Wochenanfang danach – las sich das so:

POL-PDMY: Verkehrsunfall mit schwer verletztem Motorradfahrer
Adenau (ots)
Im Zuge von Touristenfahrten auf der Nordschleife kam es am heutigen Tag, Sonntag, den 12.07.2020, gegen 18:30 Uhr, zu einem schweren Verkehrsunfall unter Beteiligung eines alleinbeteiligten Motorradfahrers. Ein 18-jähriger Motorradfahrer aus Nordrhein-Westfalen stürzte alleinbeteiligt in einem steigenden Streckenabschnitt in einer Rechtskurve auf die Fahrbahn und kollidierte daraufhin mit einer linksseitig neben der Strecke befindlichen Schutzplanke. In Folge dessen zog sich dieser schwerste Kopfverletzungen zu und wurde im Anschluss mittels eines Rettungshubschraubers in ein umliegendes Krankenhaus verbracht.“

Am letzten Sonntag, dem 19. Juli 2020, gab es von 9 – 19 Uhr Touristenfahrten – also 10 Stunden lang - auf der Nürburgring-Nordschleife und keine Unfallmeldung der Polizei. Grund genug, einmal nachzuhören.

  • Es wurde zumindest zwei Mal nach Unfällen die Strecke gesperrt, wie Touristenfahrer zu erzählen wussten, die zum Warten gezwungen waren und die Wartepause zum Tanken nutzten.

Es gab wohl wieder einen schweren Motorradunfall im Bereich vom „Schwedenkreuz“ und auch nach einem Autounfall im Bereich im Streckenbereich „Hohe Acht“ war die Strecke geschlossen.

Im Verlaufe des Montags wurden aber weder von der Polizeidirektion Mayen, noch von der Polizeiinspektion Adenau Unfallmeldungen veröffentlicht, die eine Information über Unfälle auf der Nürburgring-Nordschleife enthielten!

Das lässt dann die Frage entstehen:

  • Wie zuverlässig ist eigentlich die Polizei-Statistik, die speziell für die Nürburgring-Nordschleife geführt wird?

Wenn man sich dann als Journalist  – um beim Beispiel 19. Juli 2020 zu bleiben – darum bemüht, die Frage zu klären, ob die o.g. Unfälle die einzigen an diesem Sonntag während der Touristenfahrten waren, so stößt man darauf, dass es auch am „Hocheichen“ und auch noch mal am „Schwedenkreuz“ zu Unfällen (Einschläge in die Leitplanken) kam, von denen die Öffentlichkeit wohl nichts erfahren soll.

  • Man fürchtet am Nürburgring wohl Kritik und möchte weiterhin die Touristenfahrten als ein ungetrübtes Sonntagsvergnügen darstellen.

Der DMSB verlangt für die gleiche Strecke – die Nordschleife - wenn sie von erfahrenen Sportfahrern mit „Internationaler Lizenz“ befahren werden soll, noch zusätzlich ein „Nordschleifen-Permit“, dass man nur nach speziellen Lehrgängen und Prüfungen erhält. - Aber selbst das ist keine Garantie für ein unfallfreies Befahren dieser Rennstrecke!

Touristenfahrern ist meist gar nicht bewusst, dass so eine Runde Nordschleife deutlich mehr als die für das Befahren abkassierten 30 Euro (an einem Sonntag) kosten kann!

Die Hobby-Fotografen und Video-Filmer, die früher schon mal von Nordschleifen-Unfällen berichteten, weil die zufällig (die Strecke ist über 20 Kilometer lang!) vor ihren Augen passierten, werden inzwischen auch von dem eigentlich frei zugänglichen Zuschauerbereich vertrieben, obwohl für den Nürburgring durch ein Gesetz der Landesregierung der freie Zugang garantiert sein sollte.

Der Besitzer glaubt aber zur Durchsetzung seiner Idealvorstellungen ein „Hausrecht“ in Anspruch nehmen zu können!

Obwohl sich oft erst auf dem Katasteramt klären lässt, wem welcher Zuschauerbereich gehört!

MK/Wilhelm Hahne
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DTM: Die VLN hat für 2021 eine einmalige Chance!

Die DTM endet – aus meiner Sicht – in der bisherigen Form Ende der Saison 2020, die man in diesem Jahr auch nur noch unter den aktuellen Corona-Bedingungen als eine motorsportliche Auseinandersetzung empfinden kann.

  • Ein Fabrikat von zwei –  beide mit „Einheits-Prototypen“ unterwegs - wird gewinnen!

Gerhard Berger peppt inzwischen diese schwach – ganz schwach – besetzte DTM des Jahres 2020  mit der so genannten DTM-Trophy (GT4) auf. Hier trifft man auf Namen, die man auch aus der VLN kennt. Wie diese Rennserie früher einmal benannt wurde. Inzwischen ist sie zur NLS verkommen und wird früher oder später vom ADAC Nordrhein vereinnahmt, geschluckt werden. - Man arbeitet daran!

Eigentlich ergäbe sich bei dieser Gelegenheit die Chance – im Hinblick auf die Saison 2021 – sich von der „SP9-Pro“ am Nürburgring zu trennen, diese Kategorie nicht mehr zuzulassen!

Zumal, wenn Gerhard Berger die inzwischen lendenlahme DTM auf GT3 umzwitscht. Das bindet nicht nur das bisher bei VLN-Rennen eingesetzte Material in der DTM, sondern auch das Geld einiger Hersteller. Die dann die bisher bei VLN-Einsätzen versenkten Beträge besser in der DTM investiert sehen werden. - Das Marketing wird‘s richten!

  • Diese GT3 würden so oder so der VLN – oder NLS – verloren gehen!

Wenn man bei der VLN ein wenig Lebenserfahrung in Sachen Motorsport hätte und darum  vorausschauend handeln könnte, müsste man in den nächsten Wochen schon verkünden, dass in der Saison 2021 auf der Nürburgring-Nordschleife keine SP9-Pro mehr zugelassen werden.

Damit käme man der DTM zuvor, die – so wie ich das vorher sehe – mit ihrer Zuwendung zu GT3-Einsatzfahrzeugen die bisherigen SP9-Starterzahlen am Nürburgring sowieso schmelzen lassen würde.

Fast wichtiger wäre allerdings dabei der „Nebeneffekt“, dass nun das rücksichtslose „Werksfahrer-Geschubse“ auf dem Nürburgring aufhören würde. Es würden wieder mehr wirkliche Amateur-Teams – evtl. durch einen Profi ergänzt - zur Nürburgring-Nordschleife zurück finden. Die dann fehlenden „Werksfahrer“ auf den „getarnten Werkswagen“ würden die VLN-Langstreckenrennnen nicht uninteressanter werden lassen!

Die verbleibenden, schnellen SP7, die GT4 und TCR liegen auf einem ähnlichen Rundenzeiten-Niveau, werden nicht nur untereinander einen spannenden Motorsport bieten, sondern auch die „Kleinen“, die langsamer unterwegs sind, nicht mehr so gefährden, wie das bisher bei der SP9-Pro, mit den in Harakiri-Manier fighteten Werksfahrern der Fall war. - Dann könnten auch die bisher das Gesamtklassement verzerrenden Boxen-Mindeststandzeiten entfallen und die Rennen wieder zu einer echten motorsportlichen Auseinandersetzung werden lassen!

Man sollte den „Werksfahrern“ nicht rüpelhaftes Verhalten vorwerfen, denn die werden von ihren „Chefs“ nur dann als gut empfunden, wenn sie auf Platz 1 oder zwei des Gesamtklassements einlaufen.

„Bevor ich Dritter werde, werfe ich lieber das Auto weg!“

Das sagte mir mal – den werksseitigen Druck erklärend – ein Werksfahrer. - In die DTM passt man mit einer solchen – vorgegebenen – Grundeinstellung besser. Das hat alles nichts mit fairem Sport zu tun, wird aber in unserer heutigen Gesellschaft als „normal“ - oft auch als gut und richtig – empfunden.

Die Fans mit einer solchen Einstellung sollten dann in ihrem Kalender die DTM-Termine notieren.
Da kann dann ein „Schieß ihn ab!“ zur Normalität werden.

Und wir – die Anderen – mit einer „altmodischen Einstellung“ zum Motorsport dürften uns dann wieder auf genussvolle VLN-Wochenenden freuen. - Auf echten Motorsport!

Ganz gleich, wie die Rennen dann benannt sein werden!

MK/Wilhelm Hahne
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Ergänzung zur Corona-App-Beschreibung vom 10. Juli!

Trotz allem Bemühen: Auch diese Geschichte war nicht wirklich komplett, obwohl ich mir alle Mühe gegeben hatte, nichts zu übersehen. Tatsächlich hatte ich aber einen wichtigen Aspekt übersehen, auf den mich erst meine Leser aufmerksam machen mussten:

  • „Alte“ Android-Handys können die Corona-Warn-App nicht herunter laden!

Dazu schreibt mir z.B. einer meiner Leser in einer E-mail:

„Sie schreiben in dem Artikel, dass sich die Zahl der heruntergeladenen Apps nach 15 Mio. nicht weiter groß nach oben bewegt.

Das könnte auch damit zu tun haben, dass sich die App auf älteren Android-Versionen überhaupt nicht laden lässt. Meine Frau z.B. hat ein älteres Smartphone mit 4.0 Software:  Kein Download möglich. Ich denke, dass sie damit nicht alleine ist; in meinem Bekanntenkreis berichten mir etliche Leute Gleiches.

Wer kauft sich denn auch eigens wegen der App ein neues Handy??

Und schliesslich kann man nicht von Telekom und SAP erwarten das sie für die paar Kröten auch noch eine allgemein verwendbare Software basteln!“

Danke, für diesen Hinweis!

Tatsächlich ist die Zahl derer, die sich diese Corona-Warn-App bis heute, 13. Juli 2020, herunter geladen haben, erst auf 15,6 Millionen gestiegen.

Ich zitiere die oben eingefügte E-mail auch deshalb, weil sie kurz – und schmerzhaft – all‘ das kurz zusammen fasst, was mir von anderer Seite auch an Details zu diesem Thema zugetragen wurde.

Entschuldigung! - Ich hatte wirklich nicht damit gerechnet, dass diese von einem Software-Spezialisten entwickelte Corona-Warn-App nicht mit älteren Software-Versionen von Android-Handys kompatibel ist!

So kann man sich irren, weil ich bei einer Auftragsarbeit im Wert von 9,5 Millionen Euro nicht annehmen konnte, dass sie auch mit dazu beitragen soll, neue Handys zu verkaufen. - Aber wie mein Leser schon richtig fragt:

  • Wer kauft sich schon wegen der Corona-Warn-App extra ein neues Handy?

Darum wird sich die Quote für herunter geladene Corona-Warn-Apps auch wohl auch in den nächsten Wochen kaum noch wesentlich erhöhen!

MK/Wilhelm Hahne

PS: Aus bestimmten Gründen, kann heute – oder in den nächsten Tagen – noch kein Eindruck – oder Rennbericht - über VLN 2 & 3 hier bei Motor-KRITIK erscheinen, da sich einige von mir auch genutzte Quellen, allgemein zugängliche, offizielle Unterlagen, bisher von mir auch journalistisch mit genutzt, nun praktisch nicht mehr problemlos verwendet werden können. Ich versuche schnellstens eine Klärung herbei zu führen. - Und werde meine Leser dann umfassend informieren. - Auch zu VLN 2 & 3, zwei Rennen, die von mir als ein Jamais-vu-Erlebniss empfunden wurden! - Was das Geschehen um die #26 betrifft, war es wohl mehr ein Déjà-vu-Erlebnis!

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Kontrolle: Polizei die Straßen – MK den Nürburgring

Seit ein paar Wochen führt die Polizei mit einer neu gebildeten Sondereinheit Konrollen auf den Zufahrtsstraßen zum Nürburgring durch.  So auch am letzten Samstag, dem Tag, an dem in diesem Jahr wieder ein VLN-Langstreckenrennen – das Erste - auf dem Nürburgring durchgeführt wurde. - Ohne Zuschauer! - Entsprechend niedrig war auch das Verkehrsaufkommen auf den Zufahrtsstraßen. - Aber auch bei den relativ wenigen reinen Eifel-Touristen wurde die Polizei – nach deren Meldung zum Thema - fündig. Da ist zu lesen:

„Dennoch konnten im Verlauf der Fahrzeugkontrollen mehrere verkehrsrechtliche Verstöße seitens der Polizei festgestellt und geahndet werden. Entsprechende Mängelberichtsverfahren bzw. Verkehrsordnungswidrigkeitenanzeigen wurden eingeleitet.“

Das war am 27. Juni auf den Straßen rings um den Nürburgring. - Und die Polizei kontrollierte…

„unter Einbindung weiterer Kolleginnen/Kollegen der benachbarten Dienststellen...“

Die Zitate stammen aus dem „Original-Content von: Polizeidirektion Mayen, übermittelt durch news aktuell“.  Der Aufwand war also schon erheblich!

Für den 28. Juni gab es – darum vielleicht und deshalb verständlich – bis heute um 15 Uhr keine Unfallmeldungen der Polizei von der Nürburgring-Nordschleife. Ich hatte aber nicht nur meine Leser schon eingeschaltet, sondern auch meine „Brieftauben“ genutzt, weil mit denen keinerlei Datenverluste auftreten, und so noch einmal die Ereignisse von Sonntag auf der Nürburgring-Nordschleife Revue passieren lassen.

Bevor ich mit der Darstellung von Ergebnissen meiner Recherchearbeit beginne, möchte ich jedoch zuerst noch meine letzten Informationen zu einem Tesla-Unfall während der Touristenfahrten auf der Nürburgring-Nordschleife insofern ergänzen, dass nach diesen letzten Recherchen gleich zwei Tesla in den erwähnten Unfall verwickelt waren. - Das wäre eigentlich einen Eintrag ins „Guinness Buch der Rekorde“ wert gewesen!

Damit verglichen verliefen die Touristenfahrten auf der Nordschleife am letzten Sonntag normal. Es gab die üblichen Ausfälle durch technische Defekte und einen bemerkenswerten Betriebsmittelverlust, der den Technischen Dienst des Streckenbetreibers veranlasste, ein Abstreuen vom Bereich „Aremberg“ bis „Adenauer Forst“ vornehmen zu lassen. Da dieser Bereich durch den dazwischen liegenden Teil „Fuchsröhre“ zum Hochgeschwindigkeitsbereich gehört, sah man sich veranlasst, danach – an diesem Tag - das Befahren der Strecke mit Zweirädern nicht mehr zuzulassen!

Es gab am „Aremberg“ auch den Einschlag eines Automobils in die Leitplanken. Exakt die gleiche Unfallart musste auch von den Streckenabschnitten „Schwedenkreuz“ und „Metzgesfeld“ gemeldet werden. Es wurde nürburgring-intern auch ein Pkw-Unfall am „Schwalbenschwanz“ notiert.

Obwohl zu allem heute, bis zum Termin der Einstellung dieser Geschichte, keine offizielle Polizeimeldung erfolgte, wurde ich jedoch informiert, dass auch am Sonntag Personen, die der Polizei zugerechnet werden müssen – allerdings „in Zivil“ und für Außenstehende nicht als deren Mitglieder zu erkennen - mit Fahrzeugen der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG auf der Nordschleife unterwegs waren.

Ob so dann auch die o.g. Unfälle in die auch bei der PI Adenau geführte spezielle Unfallstatistik für die Nürburgring-Nordschleife eingehen, kann hier leider nicht beantwortet werden.

MK/Wilhelm Hahne
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Aus meinem Leserbriefeingang: „Hallo Herr Hahne,

heute morgen war ich das erste Mal im neuen Jahr am Ring und es hat mir soooooo gut getan. Dank Motor-Kritik wusste ich ja, dass Spazieren gehen erlaubt ist, also hin! Die Treppe in Breidscheid war gesperrt, vor Ort waren 2 Ordner plus 1 Typ Marke Türsteher.

Also zu Fuß bis Mitte Breidscheid die r. Strasse hoch. Also von hinten. Dort sagte mir der Ordner sehr freundlich, dass Spazieren gehen erlaubt ist, sich am Zaun aber bitte nicht zu lange aufhalten.

Also ging es rauf zum Metzgesfeld. Musste allerdings Mitte der Strecke abbrechen ( ein Himmelreich für ein Sauerstoffzelt). War halt aus der Übung. Die Nordschleife war sehr gut besucht, Zuschauer Fehlanzeige. Unterwegs habe ich 2 Personen getroffen, zurück waren es 6.

Die Fans sollten lieber mal Motor-Kritik lesen, dann wüssten sie mehr.

Endlich konnte ich mal so richtig abschalten, ich war so entspannt, dass ich im Auto auf dem Parkplatz eingenickt bin!!!!!!! ......und ja, ich habe den Motorsport NICHT vermisst.

Wenn ich den Mist, über den Sie gestern geschrieben haben und ich dazu noch auf Facebook gelesen, gehört habe, dass gestern viele Hygienevorschriften ignoriert wurden, fühle ich mich einfach bestätigt, dem Motorsport Adieu zu sagen. Der Ring wird von mir keinen Cent mehr sehen! Eintritt, Parkplätze, Shop usw. wird gespart und das Geld werde ich dann lieber fürs Essen in Breidscheid, Adenau ausgeben. Die können das Geld dringend gebrauchen.

Begonnen hat alles mit dem Verkauf des Nürburgrings, erfolglose Demos bei mistigen Wetter, Alles für die Katz. Dann folgte auch noch der verhängnisvolle Unfall im März am Flugplatz und was dann folgte sucht bis heute noch seinesgleichen. FIA Zäune 1-2-3fach, Tempolimit , neue Beläge wo dann noch so nebenbei die Strecke kastriert wurde (wir werden an der Strecke nichts ändern!!!!! Können Sie sich noch an diesen Spruch erinnern?), der Kies im Brünnchen wurde durch Rasensteine ersetzt und dann das GANZE wieder zurück. - Wow!

Sicherlich habe ich noch einiges vergessen und dann kam Corona. Und die Dilettanten oben am Ring machten fröhlich weiter. Ich bereue meinen Entschluss NICHT, denn ich habe das Glück, wie auch Sie, die 60er bis Anfang 80er Jahre am Nürburgring erleben zu dürfen. Für mich war es die Hoch-Zeit des Motorsports und der Nordschleife. Was für 1000km-Rennen, dazu die kleinen Zäune, Massen von Fans und der Ring war eine unglaubliche Herausforderung, usw. Diese Zeit war einmalig und ist unvergessen. - Danke, dass ich dabei sein konnte!

Am Sonntag geht's dann für mich zur Quiddelbacher Höhe und ich hoffe, dass mir nicht wieder die Puste aus geht.

Ihnen alles erdenklich liebe und bleiben SIE gesund und noch einen schönen Sonntag.

Ihr XXXX XXXXX

PS: Die Tourifahrer sind für mich jetzt die neuen Breitensportler, die mit Herz und viel Liebe Ihre Autos um die Strecke jagen, ganz umsonst."

Ich werde diesen Leserbrief nicht kommentieren! - Es würde genügen, wenn er einige Leute nachdenklich werden lässt.

MK/Wilhelm Hahne
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VLN 1: Zeitstrafen wegen Vorteilsnahme im Rennen!

Kinder, die nicht hören wollen, müssen bestraft werden! - Das war auch die Meinung meiner Großmutter. - Das ist sicherlich auch richtig, wenn man gegen Regeln verstößt, die sinnvoll sind, und die man dann auch beachten sollte. Wenn aber der Renndirektor einer Serie schon vor dem ersten Rennen der Saison die Teilnehmer an diesem Rennen ermahnt:

„... habt nicht stets nur Euren eigenen Vorteil im Auge!“,

dann habe – zumindest - ich den Eindruck, auf der falschen Veranstaltung zu sein. Es handelt sich nämlich hier um ein Rennen, einen Wettbewerb!

Wenn dann noch bei einem solchen Langstreckenrennen, für einzelne Klassen und Kategorien stark unterschiedliche Boxen-Mindeststandzeiten verordnet werden, die erst kurz vor dem Rennen – nach Nennungsschluss -  genannt werden, so wäre das für mich ein Grund gewesen, nicht an diesem „Rennen“ teilzunehmen und mein Nenngeld zurück zu fordern.

Einer meiner Leser schreibt mir aktuell zu meiner letzten Geschichte:

„Nun lese ich aber, dass die verschiedenen Klassen für das Rennen VLN 1 unterschiedliche Gesamt-Boxenstoppzeiten haben. Beim Kampf innerhalb der Klassen spielt das zwar keine Rolle, aber verfälscht es nicht den Wettbewerb zwischen den verschiedenen Gruppen und Klassen?“

Wenn am Ende einer solchen Veranstaltung dann der Geschäftsführer des Mitveranstalters ein solches Rennen als

„gelungene Veranstaltung“

bezeichnet, hat er damit auch schon eine Aussage zu seiner fachlichen Kompetenz getroffen! - Nun ist es nicht etwa so, dass hier in Motor-KRITIK nach einer Veranstaltung Kritik geübt wird, sondern die wurde hier schon vorher klar und deutlich formuliert. - Und die „Beweise“ angehängt!

Nach diesem VLN-Lauf Nr. 1 kann ich auch meine Darstellung in meiner letzten Geschichte („Zu VLN1: Hat man sich in Ton & Sprache vergriffen?“) zu den geltenden Geschwindigkeitsbeschränkungen diesem Rennen durch die im Rennen ausgesprochenen Zeitstrafen nur bestätigt finden:

  • Es wurden insgesamt Zeitstrafen von deutlich mehr als 1 Stunde verhängt!

„Fachleute“, bzw.  solche, die sich dafür halten, haben auf der Basis eines „Über-Reglements“ zu Entscheidungen gefunden, die das Rennen zu einer Farce verkommen ließen.

Und wenn jetzt in einem Interview während des Rennes der Geschäftsführer der „VLN VV“ davon gesprochen hat, sich jetzt auch darum bemühen zu wollen, dass demnächst auch wieder Zuschauer zugelassen werden, so ist das darin begründet, dass der Veranstalter des 24h-Rennens deutlich gemacht hat, dass er das Rennen – auch im September 2020 – dann nicht durchführen, sondern absagen wird, wenn er es auch nur ohne Zuschauer durchführen darf.

Alle Entscheidungen sind im Wesentlichen immer vom Geld bestimmt! - Nicht nur der Zuschauer, auch der Motorsport bleibt dabei auf der Strecke!

MK/Wilhelm Hahne
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Zu VLN1: Hat man sich in Ton & Sprache vergriffen?

Ich bin nicht sicher, dass der jetzige Besitzer wirklich an dem interessiert ist, was im Hinblick auf das aktuelle Wochenende unternommen wurde und wird. Das etwas geschieht, lässt nicht darauf schließen, dass man weiß was man macht. Man macht den gerade angereisten Teams Vorschläge, die zumindest daraus schließen lassen. Da erreicht z.B. die Teilnehmer – die schon am Donnerstag angereist sein mussten – an diesem Tag dann folgende Information:

„Sehr geehrte Teilnehmer,

aufgrund der massenhaften Entwicklung der mit dem Corona-Virus infizierter Personen in den Landkreisen Gütersloh und Warendorf empfehlen wir dringend, auf die Teilnahme von Personen, die ihren Wohnsitz in den beiden Landkreisen haben, zu verzichten. Verhalten Sie sich Ihrem Team aber auch anderen an der Nürburgring Langstrecken-Serie teilnehmenden Personen verantwortungsbewusst und verzichten auf Mitarbeiter/Fahrer aus den Landkreisen Gütersloh und Warendorf.

Weiterhin möchten wir darauf hinweisen, dass Bulletin 3 online ist.

Ralph-Gerald Schlüter                                                  Michael Bork
Generalbevollmächtigter VLN e. V. & Co. OHG            VLN Leiter Sport/Renndirektor“

Man wird vielleicht den Ansprüchen des Hygiene-Instituts an der Universität Bonn entsprechen müssen. Da überrascht es schon, dass Fahrer aus Italien, Norwegen, Monaco, Frankreich, Österreich, USA, Großbritanien, Dänemark, Niederlande, Tschechische Republik, Luxemburg, Belgien, Bulgarien, Liechtenstein, Spanien, Türkei, Schweden, Argentinien, Portugal und Russland  für das Einfahren der Gewinne – sozusagen als „Erntehelfer“ – ohne besondere Kontrollen zum Rennen zugelassen werden. - Jeder muss 15 Euro Eintritt zahlen!

Es wird sicherlich ein spannendes Rennen geben, bei dem die Fahrer neben „Vollgas“, auch noch die Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 30 km/h, 40 km/h, 60 km/h und 120 km/h beherrschen sollten, bzw. in der Lage sein müssen, an den entsprechenden Streckenabschnitten, die entsprechenden Speed-Limiter-Knöpfe an ihren Lenkrädern richtig zu treffen. - Hoffentlich kann man so viele Knöpfe auf dem Lenkrad unterbringen! - Und dann sollte man in der „Work Lane“ noch die vorgegebenen Boxenzeiten im Gedächtnis haben! - Und bitte bei diesem Wettbewerb nicht vergessen:

„... habt nicht stets nur Euren eigenen Vorteil im Auge!“

Da die meisten sonst zu den VLN-Läufen angereisten Zuschauer offenbar aus Ländern kamen, in denen Englisch gesprochen wird - z.B. aus dem Ruhrgebiet - findet man hier aktuell in der Eifel dann Hinweise, auf denen z.B. geschrieben steht:

„DON‘T EVEN TRY TO COME AND WATCH THE RACE ON SATURDAY!
NO SPECTATORS ALLOWED
WATCH THE LIVE STREAM AT HOME!
THANK YOU!

Das ist ein Hinweis den jeder versteht.  - Wenn er diese Sprache gelernt hat! - Ich habe aber als Besucher in den letzten Jahren mehrheitlich Leute erlebt, die Deutsch, oft auch „Platt“ sprachen. Die derzeit vom Streckenbesitzer verwendete Sprache lässt darauf schließen, dass man ein anderes Besucher-Niveau anstrebt. - Das aus Gütersloh und Warendorf aktuell sowieso nicht!

Damit meine Leser – vor dem Rennen – auf den letzten Stand gebracht werden, wie das auch von den Teilnehmern verlangt wird, habe ich im „Anhang“ die Bulletins Nr. 3 und 4 angehängt. Bitte stören Sie sich nicht daran, dass diese Bulletins quer mit „Bulletin 2“ überdruckt sind. - Der Drucker war wohl noch so eingestellt. - Die Verantwortlichen haben offenbar andere Sorgen!

Ich teile sie! - Und bitte um Nachsicht, dass ich die Berichterstattung vom 25. mit einem Bulletin vom 26. Juni ergänzt habe. - Die Drucker-Grundeinstellung war seit dem 24. Juni eben unverändert geblieben!

Zumindest ist das eine Konstante bei diesem VLN-Lauf 1, die nicht unerwähnt bleiben sollte!

MK/Wilhelm Hahne
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„Wie hätten‘s denn – bittaschön – die Zahlen gern?“

Natürlich wurde so ein Satz in der Realität niemals gesprochen. Das wäre auch unnatürlich, weil da eigentlich auch eine Anrede dazu gehört. „Herr Kommerzialrat“ wäre eigentlich das Wenigste. Aber wir sind nun mal in der Eifel, da muss es auch anders gehen. - Und doch mit dem gleichen Ergebnis?

Bei der Polizei-Inspektion in Adenau wird eine Unfallstatistik für die Nürburgring-Nordschleife, unabhängig von der normalen Verkehrsunfallstatistik geführt. Das macht eigentlich keinen Sinn, wenn die Nürburgring-Nordschleife während der normalen „Touristenfahrten“ eine normale Kraftfahrtstraße sein soll. Auf der aber eine Privatfirma bestimmt, was da insgesamt so abgehen darf. - Und man ruft bei Unfällen, dann fast immer die Polizei zu Hilfe. - Die arbeitet kostenlos und registriert dann mehrheitlich Unfälle wegen „nicht angepasster Geschwindigkeit“.  - Erstaunlich – auf einer privaten Rennstrecke!

Ab und an wirft Motor-KRITIK schon mal einen Blick auf die gut abgestimmten – geradezu konzertanten - Abläufe. Man spürt da die ganze Hingabe eines Dirigenten, der die unterschiedlichen Instrumente zu einem harmonischen Klangkörper zu formen versucht.

Nachdem ich am letzten Wochenende einen auf mich interessant wirkenden Hubschrauberverkehr registrieren konnte – z.B. Johanniter-Hubschrauber her, „Christoph 23“ hin – da haben mich natürlich schon die Unfallzahlen am Nürburgring interessiert. Nachdem am Montagvormittag keine Polizeimeldung aus Mayen/Adenau zu finden war, in der – wie das schon mal geschieht – das Unfallgeschehen eines Wochenendes zusammen gefasst wird, habe ich nachgefragt und erfahren:

„...im Dienstgebiet der PI Adenau wurden am Samstag und Sonntag neben Unfällen mit Wildbeteiligung oder geringen Sachschäden ein VU mit Personenschaden gemeldet.
Dieser stellte sich wie folgt dar:
20.06.2020, 16:21 Uhr
VU mit Personenschaden auf der K56 zwischen Cassel und Niederheckenbach. Eine alleinbeteiligte Person hat die Kontrolle über den Pkw verloren und ist in eine Böschung gefahren. Die Person wurde hierbei leicht verletzt.“

Nanu? - Nichts auf der Nordschleife? - Wenn ich heute erst darüber informiere, so liegt das daran, das ich noch mit menschlicher Intelligenz und Brieftauben arbeite. Die trugen mir folgendes Material zu – wobei ich mich bewusst auf die Ereignisse am Sonntag beschränke, nachdem ich einen Nachhilfekurs im Umsetzen von Abkürzungen genommen hatte. (Das VU in der Polizei-E-mail bedeutet z.B. „Verkehrs-Unfall“:

  • Tatsächlich gab es am Sonntag schon mal ein wenig Kies oder ein Nummernschild auf der Strecke, es wurde mehrfach mit „Gelb“ gewarnt, eine Reihe von technischen Defekten machte deutlich, dass auch Touristen testen können und – ach ja – ein Motorradfahrer stürzte im „Pflanzgarten“ (VU), es gab an unterschiedlichen Stellen drei Einschläge von Automobilen in die Leitplanken und dann noch einen – auf der Nordschleife – ungewöhnlichen Unfall, weil das „Opfer“ ein Tesla war! - Ein richtiges Elektro-Automobil, für dessen Bergung dann auch um zwei Stunden gebraucht wurden.

Um es nicht zu vergessen: Ein Streckenposten meldete „Personen hinter der Leitplanke“! - Da hatten doch tatsächlich... - Und das in „Corona-Zeiten“! - Wo doch schon die Leitplanken-Kontakte das „Hygiene-Konzept“ gefährden können, da sie nicht kontaktlos sind!

Da versteht man schon, dass hier deutliche Zeichen gesetzt werden müssen! - Denn der Rubel muss rollen!

MK/Wilhelm Hahne
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Rasse & VLN1: Motor-KRITIK-Echo auf Leser-KRITIK!

Nachdem ich auch das Thema Rassismus aufgegriffen hatte, um schon im Titel  - „Rassismus: Es wird Zeit, dass wir erwachsen werden!“ - deutlich zu machen, was ich von der aktuellen Diskussion grundsätzlich halte, gab es viel Zustimmung, es haben sich Leser telefonisch oder per E-mail bedankt, andere haben mir aber z.B. empfohlen: „Lassen Sie es doch. Sie schützen so sich und ihre Leser.“ - Aber mehrheitlich wurde nicht geschimpft oder vielleicht gesagt – und geschrieben – dass ich einer „von gestern“ wäre. - Es war z.B. zu lesen:

„Nein zu Rassismus, natürlich! Allerdings hat alles seine Grenzen. ... Was haben wir Probleme!“

oder noch klarer in einer anderen Leser-E-mail:

„Wie immer haben Sie den Nagel auf den Kopf getroffen.“

Ich habe sogar ein „Beispiel-Foto“ erhalten, das im März 2018 auf einem „Historischen Jahrmarkt“ gemacht wurde und zeigt, wie lax noch vor vielen Jahren auch in unserem Land mit dem Thema umgegangen wurde.

Zu diesem Foto muss man eigentlich nichts sagen. Was da zu sehen ist, ist einfach geschmacklos. Wir sollten aber nicht vergessen, dass wir auch mal – vor mehr als 100 Jahren – die drittgrößte  Kolonialmacht auf der Welt waren. Es wurden „damals“ nicht nur in Afrika Länder „in Besitz genommen“ und sie zu „Deutschen Kolonien“ gemacht. - Ob wir uns da immer gut benommen haben? - Wir sollten selbst so eine geschmacklose „Kirmesbude“ zum Anlass für ein kurzes Erinnern und Werten unserer Vergangenheit nehmen. - Und daraus lernen! - Das Streichen von Begriffen im Grundgesetz löst nicht das Problem, das in den Köpfen der Menschen schlummert!

Aber weg von dieser Geschichte und hin zu anderen, mit denen ich die Vorbereitungen hin zu VLN 1 beschrieben habe, ein Rennen, das nun am 27. Juni über die Bühne gehen soll. Je mehr ich über die Art der Durchführung durch meine Recherchen erfahre - und mein Wissen natürlich an meine Leser weiter gebe - desto weniger glaube ich an einen Erfolg dieser Veranstaltung.

Ich habe für meine Leser eine pdf-Datei mit dem Titel, „Nürburgring Langstrecken-Serie in Zeiten der Corona Krise“, eine Gemeinschafts-Schöpfung des Geschäftsführers, Christian Stephani und des Generalbevollmächtigen, Ralph-Gerald Schlüter, in den Anhang zu dieser Geschichte gestellt.

So können sie nach dem Lesen – und dem Versuch des Begreifens – selbst entscheiden, ob die Durchführung von VLN1 z.B. in Relation zum Wert dieser Veranstaltung – für wen? - steht.

Während die von mir bereits veröffentlichten Fotos für einige meiner Leser schon ein Grund zum Nachdenken waren, haben andere um „bessere“ Fotos gebeten, die deutlich machen, was da jetzt am Wochenende – ohne Zuschauer – im Fahrerlager wirklich abgeht.

Das erste Foto zeigt sowohl die Ein- als auch die Ausfahrt in die neu geschaffene Zufahrt zu den Arbeitsplätzen („Work Lane“), an denen auch die Fahrerwechsel erfolgen sollen. Die schematische Darstellung finden meine Leser in der anhängenden pdf-Datei, in der auch deutlich wird, dass hier nun ein ursprünglich mal als Eintages-Veranstaltung geplantes Rennen, sich nun aktuell praktisch zu einer Viertages-Veranstaltung ausweitet, was u.a. dem Lindner-Hotel – nur das wird empfohlen(!) - in Corona-Zeiten Zusatzeinnahmen bescheren soll! - Das ist nicht nur frech, sondern auch ein Zeichen von Dummheit!

Weil auch meine Ankündigung von „Supervisoren“ von meinen Lesern eher mit einem Lächeln hin-, statt ernst genommen wurde, hier ein Foto, das einen solchen „Spezialisten“ bei einem „Vortraining“ zeigt. - Weil es hier mehr um den neu geschaffenen Berufstitel als um eine Person geht, habe ich diese Hilfskraft der Geschäftsleitung ein wenig mit Grün umhüllt. - Davon sollen dann am nächsten Samstag nach Planung der neuen VLN-Strategen nun 80 derart verkleidete Personen rund um die Nordschleife unterwegs, auf der Jagd nach möglichen Zuschauern sein.

VLN1 ist ohne Zuschauer von einem ähnlichen Wert wie ein Zoo ohne Zuschauer. - Lassen wir also die Akteure, von einem FIA-Zaun eingesperrt und durch Leitplanken ausgegrenzt, ruhig mal unter sich ihre Runden drehen.

Nachdem ich die Bedingungen inzwischen näher kennen gelernt habe, unter denen es hier zu einem teuren sinnfreien Vergnügen kommen soll, kann ich mir persönlich noch nicht einmal vorstellen, das – wie vor Tagen noch geschätzt – um 100 Starter bei diesem Rennen unterwegs sein werden.

Lassen wir den – wahrscheinlich – Wenigen den wohl erwarteten großen Spaß und warten einmal ab, ob wir – als Zuschauer im Abseits stehend – nicht per Saldo die lachenden Gewinner sind.

Selbst die Fahrer müssen beim 1. VLN-Lauf Eintritt zahlen. - Wenn Zeit Geld ist, dann wird dieses Rennen für Wenige zu einem teuren Vergnügen!

MK/Wilhelm Hahne
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