ADAC: Auch der Motorsport will vermarktet sein!

Dazu braucht man dann die richtigen Partner. Eigentlich hat der ADAC mit der von ihm durchgeführten GT Masters-Serie, ein sehr schönes Paket an der Hand. In der heutigen Zeit „verkauft“ sich aber selbst so etwas nicht von alleine, sondern muss gut vermarktet werden. Der ADAC hat dafür „sport1“ gewinnen können, einen Sender der „live“ jeweils über die einzelnen Veranstaltungen der Serie mit Fernsehbildern berichtet, aber auch wortreich im Internet über diese Serie informiert. In einer „sport1“-App wird der ADAC GT Masters auch ein reservierter Platz  eingeräumt. (Natürlich auch zu den Themen GT4, Formel4 und TCR.)

Wenn aber ich z.B., als jemand der „Werbe-Blocker“ verwendet, im Internet zu „sport1“ gehe, erscheint dort als Erstes ein „Bild über dem Bild“, auf dem ich zunächst mal „Danke!“ lese.

„DANKE an den Sport“, „DANKE an unsere Werbepartner“ und wo ich darauf hingewiesen werde: „So einfach geht‘s: 1) Adblocker deaktivieren, 2) Seite neu laden“. - Gut gemacht, nur von mir nicht ausgeführt. - Ich trenne nun mal journalistische Information strikt von Werbung. Darum gibt es auf meinen Internetseiten auch grundsätzlich keine Werbung! - Würde allerdings bei mir das Geldverdienen im Vordergrund stehen… -

Ich bin dann mal zu ADAC-Seite gewechselt, wo ich auch mit eingeschaltetem „Adblocker“ normal die Möglichkeit hatte zu lesen, was der ADAC-Sportpräsident von der ADAC GT Master-Serie hält:

„Das ADAC GT Masters präsentiert auch 2019 ein starkes Starterfeld. Mit erneut mehr als 30 Sportwagen von acht Marken unterstreicht die Serie ihren Ruf als weltweit attraktivste GT3-Sprintserie.“

Eigentlich hatte ich nur versucht, mich über den Ablauf der ADAC-GT Masters-Veranstaltung am letzten Wochenende am Nürburgring nachträglich schlau zu machen, weil ich an diesem Wochenende zu einer privaten Veranstaltung unterwegs war.

Also habe ich auch mal bei „YouTube“ rein geschaut, schließlich hatte „sport1“ live berichtet. Da würde es sicherlich passende kleine „Video-Schnipsel“ geben. Solche Appetit-Happen habe ich auch gefunden.

Da gab‘s auch den „Schnipsel“, aus dem dieser Screenshot stammt. Ich habe mich allerdings gefragt, warum man in einen solchen Film dann eine Luftaufnahme von einem Rennen einblenden oder hinein schneiden muss, dass Wochen vorher ausgetragen wurde? - Man möchte als „Werbepartner“ des ADAC wohl die GT-Masters als besonders interessant herausstellen. Die „Luftaufnahmen“ stammen nämlich – wenn ich es richtig gesehen habe – vom 24h-Rennen, wo wohl etwas „mehr los war“. Solche Aufnahmen geraten nicht zufällig in eine „Live“-Übertragung!

An anderer Stelle im Internet habe ich dann gefunden, was zum Nichtstart der Aston Martin, sowohl des „Vantage“, als auch des „GT 4“ geschrieben wurde. Natürlich könnte das alles ein Argument  sein, denn dass z.B. die „BOP“ ein „great shit is“, wie ein britischer Aston Martin-Driver sagen würde, darüber muss man eigentlich nicht mehr diskutieren. - Das ist Realität! - Auch das mit der Nicht-Konkurrenzfähigkeit des „Vantage“ ist natürlich richtig. - Und damit sind solche Argumente für (fast) Alle glaubhaft!

Aber Beides war nicht der reale Hintergrund für den Nichtstart der Aston Martin-Rennfahrzeuge am Nürburgring, sondern nur eine vorgeschobene Argumentation, eine Schutzbehauptung. - Die auch geglaubt und dann so vervielfältigt an die Öffentlichkeit gelangte.

  • Wie ich in dieser Sache informiert bin, haben sich tatsächlich die „Partner“ in dieser Sache getrennt.

Wenn nicht ein Wunder geschieht, wird bei den nächsten Läufen der ADAC GT-Masters kein Aston Martin mehr am Start sein. - Könnte ein „Wunder“ helfen? - Natürlich! - Geld hilft immer!

MK/Wilhelm Hahne

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