2023

Wenn der Gerichtsvollzieher dreimal klingelt…

...geschieht das nicht unbedingt im Film. Manchmal schreibt das Leben die besseren Drehbücher! - In diesem hier geschilderten Fall, war im ungeschriebenen Drehbuch eine „Location“ in Düsseldorf „Ort der Tat“.  - Düsseldorf ist eine rheinische Großstadt, direkt am Rhein gelegen, mit einem Hafen. In einem Hafen soll es aber nicht nur Spelunken geben – wie in manchen Filmen zu sehen -  sondern auch Spekulanten.

Als der Gerichtsvollzieher kam, war die Tür zu einem Bürohaus verschlossen. - Während der Geschäftszeit? - Ungewöhnlich? - Nicht unbedingt! - So hat der Gerichtsvollzieher einen schnellen Blick auf sein amtliches Papier – ein Auftragsformular – geworfen. - Adresse stimmt! - Hmmmm!

  • Also klingeln! - Nein, es war nicht drei Mal! - So etwas gibt’s nur im Film – oder für den Titel dieser Geschichte.

Der Gerichtsvollzieher musste nur kurz warten – und die Tür tat sich auf. Die Empfangsdame der Firma stand im Rahmen (Steht ihr aber gut!) und fragte nach dem Begehr. - Ungewöhnlich?

Normalerweise hätte sie auch nur auf einen Knopf an der Empfangstheke drücken können (wenn’s den im wirklichen Leben wirklich gibt) und die Eingangstür hätte sich aufgetan. Der Gerichtsvollzieher hätte dann eintreten und der Dame sein Anliegen vorbringen können.

So aber – wie im realen Leben – wurde der Gerichtsvollzieher - wie vom „Chef“ erwartungsvoll vorgegeben? – an der Tür abgefertigt!

„Guten Tag! - Bitte sehr?“

Der Gerichtsvollzieher sagte sein Sprüchlein auf. In amtlichem Auftrag!

„Oh, da sind Sie hier aber falsch! - Das hier ist die Adresse der Verwaltungs GmbH!“

Der Gerichtsvollzieher schaute in seine Unterlagen und stellte fest:

„Aber nach meinen Unterlagen…“

Die junge Dame lächelte freundlich – und wartete scheinbar auf eine Erklärung. Und der Gerichtsvollzieher, der seinen Satz unterbrochen hatte, fuhr da fort, wo er nicht aufgehört hatte:

„Eigentlich möchte ich aber auch nur Ihren Geschäftsführer sprechen.“

„Oh, da haben Sie aber Pech! - Der ist gerade nicht im Hause.“

Der Gerichtsvollzieher lächelte, denn eigentlich war er angemeldet. Aber ruhig und entspannt antwortete er:

„Ja, dann werde ich wohl einen neuen Termin machen müssen! - Ich komme dann noch mal vorbei!“

„Das ist aber sehr nett!“

„Einen schönen Tag noch!“

„Auch so! - Danke!“

Dieses Gespräch wurde für ein eventuell entstehendes Drehbuch filmgerecht nachempfunden! - Der Besuch des Gerichtsvollziehers – leider – nicht! - Die Idee dazu (fürs Drehbuch) wurde einfach so aus dem Leben gegriffen.

Wollte man einen solchen Gerichtsvollzieher-Besuch - bzw. den Versuch eines Gerichtsvollzieher-Besuchs - in einer modernen Fassung verfilmen, sollte man vielleicht die Gerichtsvollzieher-Rolle mit einer Schauspielerin besetzen. So hätte man dann auch mehr Möglichkeiten, evtl. „eindeutig“ zu sein. Dann müsste man auch nicht nach empfohlenen Regeln „googlen“, um nicht falsch zu  „gendern“! -

Denn im wirklichen Leben sind derzeit auch Gerichtsvollzieherinnen im Einsatz. - Wirklich! - Nur die besuchten Schuldner sind meistens Männer. Auch wenn sie sich oft hinter einer „weiblichen Firma“ verstecken.

  • Die“ Gesellschaft mit beschränkter Haftung!

Gute männliche Manager „gendern“ eben gerne! - Das beschränkt ihre Haftung!

Ein wenig beschränkt sein, hilft eben manchmal! - Aber nicht immer! - Da müsste man schon sehr beschränkt sein!

Aber erfahrene Gerichtsvollzieher:innen sind das z.B. nicht! - Sie sind – wie das Beispiel zeigt – aber gut erzogen!

MK/Wilhelm Hahne

PS: Zu Feiertagen – wie aktuell Pfingsten – werde ich nicht unbedingt von einem lieben Geist erfüllt und fülle darum meine freie Zeit schon mal mit Stilübungen aus. Das sind dann oft Übungen mit lebendem Objekt, bzw. an lebenden Objekten orientiert, z.B. auch solchen, die sich gerne  „geteert und gefedert aus dem Dorf jagen lassen“. - Frohe Pfingsten!

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Motorsport: AvD & ADAC im Kampf um Nachhaltigkeit!

So ein Machtkampf um die „Führung“ bei der Durchsetzung von „Nachhaltigkeit“ im deutschen Motorsport  steht uns bevor. Während alle bedeutenden Manager der deutschen Automobilindustrie die  visionären Parolen der politisch (scheinbar) Mächtigen übernehmen, ist der Motorsport (scheinbar ohnmächtig) zurück geblieben. Das möchte der AvD nun ändern. Dessen Sportpräsident arbeitet an einer Konzeption für das Jahr 2024, die zunächst einmal im Rahmen der NLS (Ex-VLN) umgesetzt werden soll. Da greift der Sport-Präsident des AvD, Volker Strycek, dann auch persönlich „in die Tasten“, um „seinen“ AvD, auch aus politischer Sicht betrachtet, gut aussehen zu lassen, ihm eine besondere Bedeutung zu geben. Da muss dann der ADAC schon gegen halten, dem diese AvD-Bemühungen nicht verborgen geblieben sind. Dazu möchte der auch sein  „Werkzeug“ DMSB einsetzen. Es ist intern auch schon ein Auftrag an einen der scheinbar übermächtigen Funktionäre ergangen. - Der Kampf wird spannend, aber auch enthüllend verlaufen, weil er „mit harten Bandagen“ geführt werden wird.

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Eine unendliche Story: 24h-Rennen und Naturschutz!

Natürlich hätte ich „Geschichte“ schreiben sollen und nicht „Story“. Aber mehr als 50 Anschläge passen nicht in eine Titelzeile. Auch als freier Journalist ist man „dramatischen“ Zwängen unterworfen. Da versteht man dann auch die rheinland-pfälzische Umweltministerin, Krista Eder, wenn die per „Rhein-Zeitung“ zwei Tage nach dem 24h-Rennen verkündet: „Der Erhalt und die Pflege des Artenreichtums trägt zur Resilienz unseres Ökosystems bei“. - Mal ehrlich: So ganz habe ich das nicht verstanden. - Zuvor wird sie mit „Klimakrise und Artenkrise können nur im Gleichklang bewältigt werden“ zitiert. - Da bin ich dann unsicher, ob die Dame nun Musik oder etwas anderes studiert hat. „Gleichklang“ ist ein Begriff den ich verstanden habe. Wahrscheinlich meint sie den auf der Basis von 440 Hz („Kammerton“). Bei „Resilienz“ habe ich nachschlagen müssen, um meine Leser nicht falsch zu informieren. Leider besitze ich nur einen Fremdwörter-“Duden“ von 1990, der auf dem Titel kundtut: „Notwendig für das Verstehen und den Gebrauch fremder Wörter“. - Aber wie gesagt: Wohl nur von denen, die vor 1990 in Gebrauch waren, denn ich finde „Resilienz“ nicht. - Bei „Google“ – im Internet - bin ich dann fündig geworden: „Der Begriff der Resilienz“ - so lese ich - „wird in verschiedenen Wissenschaften benutzt, unter anderem in der Physik, in der Soziologie und der Medizin.“ - Da musste ich dann erst mal nachschlagen, was die Dame wirklich studiert hat! Es ist u.a. – Soziologie! - Katrin Eder, die Umweltministerin hat aber auch gesagt: „Um die lebenswichtige Biodiversität in Rheinland-Pfalz zu erhalten, ist eine Stärkung des Naturschutzes nötig.“ - Wenn das so ist, dann mache jetzt mal einfach unter meinem obigen Titel weiter:

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Moderner Motorsport ist wie Rabatt-Marketing: Doof!

Die Formel 1 ist schon auf diesem Level angekommen. Die Moto-GP ist auf dem Weg dahin. Die DTM… - Aber lassen wir mal eine weitere Aufzählung weg und beschäftigten uns nur mal kurz mit einer Besonderheit des gerade erlebten 24h-Rennens am Nürburgring. - Damit meine Leser meinen Überlegungen – und Rechenansätzen – folgen können, möchte ich etwas ausholen:

Als ich vor gut 10 Jahren mal ohne besonderen Anlass meinen Hausarzt wechselte, um evtl. - und vielleicht – mal einen anderen Ansatz zur Beurteilung meines gesundheitlichen Zustandes zu erfahren, da gab es auch eine Befragung durch meinen neuen Arzt:in, der/die mich durch die Reaktion auf eine meiner Antworten nach einer ernsthaft gestellten Frage überraschte:

Frage: „Haben Sie viel Sport getrieben?“
Antwort: „Nein!“

Die Reaktion darauf war ein Kopfnicken und die Feststellung:

„Das sieht man!“

Tatsächlich hatte ich mit einer anderen Antwort gerechnet, war überrascht und habe nachgefragt:

„Wie kann man so etwas sehen?“

Die kompetente ärztliche Antwort:

„Sie haben so einen geringen Verschleiß!“

Das ist man dann einfach „baff“!

Das war ich heute morgen nicht, als ich der Tageszeitung entnahm, dass vom Veranstalter des 24h-Rennens am Wochenende 235.000 Zuschauer vermeldet wurden. Schon viele Jahre gibt es beim Veranstalter dieses Rennens offenbar eine besondere „Hochrechnung“, die ich aber nicht genau kenne. Ich weiß nur, dass die veröffentlichen Zahlen niemals etwas mit der realen Besucherzahl, auf der Basis der verkauften Eintrittskarten, zu tun hatten.

  • Nach meinen Beobachtungen waren in diesem Jahr tatsächlich mehr Zuschauer vor Ort als beim gleichen Rennen in den Jahren vorher. Aber niemals waren es so viele, wie es dieses Mal gewesen sein sollen: 235.000!

Da habe ich es mal grob mit einer Formel versucht, mit der man heute – aber umgekehrt – interessierte Prospektleser zu entschlossenen Käufern machen möchte:

  • Man nennt einen Phantasie-Preis, streicht ihn durch, nennt darunter einen deutlich niedrigeren Preis, den man als Kaufmann auch erzielen möchte/muss und hat – besonders in Deutschland funktioniert das sehr gut – den Kunden „am Angelhaken“!

Das läuft bei Marketing-Fachleuten unter dem Begriff „Rabatt-Marketing“. Meine Idee:

  • Sollte ich nicht mal mit anderen Vorzeichen versuchen, so die vermeldeten Zuschauerzahlen „zurück zu rechnen“?

Mit Hilfe meines Handy habe ich dann mal eine Versuchsreihe gestartet und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ich mit der simplen Rechnung:

  • Zahl der verkauften Eintrittskarten x 4 eigentlich der Realität sehr nahe kommen müsste.

Weil die Zahl der verkauften Eintrittskarten wohl ein Geheimnis ist, bin ich dann den anderen Weg gegangen:

  • Ich habe die durch den Veranstalter vermeldete Zahl der Zuschauer durch 4 geteilt!

So hoffe ich dann der Realität sehr nahe gekommen zu sein:

  • Das „51. ADAC TotalEnergies 24h Nürburgring“ hatte 58.750 zahlende Besucher!

Noch eine andere Realität habe ich registriert:

  • Ein Ferrari hat zum ersten Mal seit Bestehen dieses 24h-Langstreckenrennens – seit 1970 – auf der Nürburgring-Nordschleife einen Gesamtsieg erringen können!

Zur Ergänzung aller bisher dazu vermeldeten Details: Das „Frikadelli-Team“, das diesen Ferrari einsetzt, gehört Klaus Abbelen. Dessen Vater hat 1958 in Tönisvorst am Niederrhein eine Metzgerei gegründet. Aus der haben Klaus und sein Bruder Jörg  dann eine Fleischwarenfabrik entwickelt, die heute um 700 Beschäftigte zählt. Sein Bruder ist bei einem Flugzeugabsturz 2006 tödlich verunglückt. Klaus Abbelen hat keine Nachfolger, aber dann eine Lebensgefährtin, die als Sabine Schmitz weltbekannt ist. - So hat er dann seine Fabrik verkauft und ist in die Eifel gezogen, um sich ganz dem Motorsport zu widmen.

Klaus Abbelen war früher schon – zu seiner Zeit als Fabrikbesitzer – als Motorrad-Rennfahrer erfolgreich unterwegs und danach auch im Automobil-Rennsport erfolgreich. Nicht ganz „Spitze“, aber immer weit vorne. Auch zusammen mit Sabine Schmitz!

Sabine ist leider sehr früh gestorben und Klaus Abbelen hat sich danach ganz in den Motorsport vergraben. Er ist dabei aber nach einigen Versuchen realistisch vorgegangen. In diesem Jahr hat er seinen Ferrari mit Spitzenfahrern besetzt und das Fahrzeug von einem Spezialisten, dem Rinaldi-Team vorbereiten lassen. Freund des Herrn Rinaldi ist Alfred Preukschat, der als ausgesprochener Fahrwerkspezialist bekannt ist. Bei „Boge“ war er – ein Dipl. Ing. - „Leiter der Vorentwicklung Dämpfer“, dann bei Bilstein „Technischer Geschäftsführer“. Er ist zwar längst in Rente, aber nicht so dumm, die Füße nun auf den Tisch zu legen und auf den Tod zu warten.

  • Die Fahrwerkentwicklung beim siegreichen Ferrari beruht zum großen Teil auf seiner „Beratung“!

Damit erfahren meine Leser dann hier in Motor-KRITIK, was sonst nirgendwo zu lesen ist. - Dabei möchte ich es dann eigentlich auch belassen.

Sonst würde diese Kurz-Information vielleicht zu einer „unendlichen Geschichte“!

MK/Wilhelm Hahne
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Wenn „zwei Richtige“ ein wenig falsch kalkulieren!

Es genügt nicht, eine Uhr zu besitzen, um die Zeichen der Zeit zu erkennen. Wenn man dann auch nicht über einen funktionierenden Taschenrechner verfügt… - Aber eigentlich müsste es genügen, ausreichend Erfahrung auf dem Gebiet zu haben, auf dem man sich – geschäftlich erfolgreich – bewegen möchte. Zumindest sollte man sich aber mit Leuten umgeben, die etwas von der Sache verstehen. Aber vielleicht begann die ganze Geschichte um einen Luxus-Sportwagen schon unter falschen Voraussetzungen. Es handelt sich zwar um einen Sportwagen, der in der Fachwelt „damals“ schon – aber auch „schon damals“ - akzeptiert wurde. Er trug – trägt – aber leider den Namen eines Mannes, dessen Führungseigenschaften die von ihm gesteuerten Projekte nicht immer zu einem Höhepunkt führten. Das ist zwar bei Politikern kein Problem, weil man dann von Visionären spricht, die leider ihr Ziel nicht erreichten, aber bei Kaufleuten… - Da lautet das Ende dann manchmal ganz profan: Insolvenz. - Oder es wird irgendwie ganz still um Projekte, die einmal eine spezielle Klientel interessieren sollten. Da war zwar durchaus ein Interesse vorhanden, wie sich auch aus den mit hoher Wahrscheinlichkeit in diesem Fall aus den gesammelten Anzahlungen ergibt. - Aber leider geht es nur in Form von Erklärungen und der Ankündigung von neuen Projekten weiter. - Es passiert in der Realität wenig, was die wirklichen Interessenten beruhigen könnte. - Aber so ist das nun einmal…

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Vor 25 Jahren: BMW-24h-Gesamtsieg mit Diesel-Motor!

Was unter neuem Titel nach diesem – auch neuen - Vorspann folgt, ist eine „alte“ Geschichte über den  BMW-Renndiesel, die ich im Februar 2019 auf diesen Seiten veröffentlicht habe Dieser BMW, angetrieben von einem Zweiliter-Dieselmotor hat 1998 das 24h-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife überlegen gewonnen. Dieser BMW-Renndiesel entstand aufgrund meiner Anregung und wurde auch von mir gegen alle internen Widerstände dieses Automobilherstellers durchgesetzt. Weil dieser Rennsieg nicht den Marketing-Vorgaben entsprach, wurde er „auf kleiner Flamme“ von der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit verarbeitet. Der Diesel-Gesamtsieg wurde BMW-intern als peinlich empfunden, hatte dieser BMW mit Dieselmotor doch alle so hochgelobten, sportlichen BMW-Tourenwagen – auch den BMW M3 – überdeutlich deklassiert. Der Diesel gewann vor dem Gesamt-Zweiten – einem BMW-Benziner – mit einem Vorsprung von 6 Runden! - Das bedeutet einen Vorsprung von etwas mehr als 150 Kilometern! - Schließlich wurde z.B. der BMW M 3 doch als „die motorsportliche Offenbarung“ angepriesen und – ganz unter uns – BMW verdiente an einem BMW M3 auch mehr als an einem BMW-Diesel! - Leider wird der Motorsport immer deutlicher von der Industrie bestimmt und hat damit immer klarer an sportlichem Wert verloren. Ein Renndiesel bei einem Rennen am Nürburgring wird schon seit Jahren nicht mehr akzeptiert. Es gibt dort inzwischen keine Tankanlage für Diesel-Automobile mehr. Es wurden auch Rennfahrzeuge, die die Entwicklung von „Fuels of the Future“ voran bringen sollten, lt. Ausschreibung erst gar nicht zugelassen. Oder nur mit einer Sondergenehmigung, die aber nicht erteilt wurde. Die Zeiten sind vorbei, wo die Rennerprobung einer Weiterentwicklung der Technik und damit dem Fortschritt dienten. - BMW war der damalige Gesamtsieg eines Diesel-Automobils so peinlich, dass man das Siegerfahrzeug jahrelang im Schaufenster des Nürburger BMW-Testcenter verstauben ließ. - Dass dieser BMW-Diesel schließlich in einem Langstreckenrennen zu einem so klaren Erfolg kam, dafür danke ich auch dem – damaligen – BMW-Vorstandsmitglied Prof. Reitzle, den ich gegen Ende der Entwicklung eingeschaltet hatte, der mich und meine Idee zu einem „Renndiesel“ nicht nur verstanden, sondern auch – wenn auch „gemäßigt“ – aber doch entscheidend unterstützt hat. - Heute ist man stolz, wenn die ersten Fahrzeuge eines Rennens – dank „BoP“ im Sekundenabstand die Ziellinie passieren. Das sind heute GT3-Modelle, deren Verkaufspreise nicht kalkuliert, sondern „marktgerecht gestaltet“ wurden. - Weil ich diese „alte“ Geschichte noch einmal – nun mit neuem Titel und Vorspann  – auf diesen Seiten einstelle, gibt das mir auch die Möglichkeit auf eine „Charakterveränderung“ des 24h-Rennens hinzuweisen: Das 24h-Rennen findet nun – nicht - zufällig in einer Feiertagswoche statt, wo man den so möglichen „Brückentag“ zu einem finanziellen Erfolg des Veranstalters nutzen kann. Damals, beim Entstehen des Gedankens zu diesem 24h-Langstreckenrennen, war z.B. der aktuelle Veranstalter, der ADAC Nordrhein, nur mit „ins Boot genommen worden“, um wahrscheinlich zunächst auftretende Verluste mit „abzufedern“. Beim ersten Rennen 1970 gab es – ich möchte bewusst daran erinnern – nur 99 Starter! - Aber ich  lasse nun nicht einen Nenngeld-Vergleich, sondern meine Original-Geschichte aus dem Jahre 2019 folgen. - Tatsachen sind auch nach Jahren unveränderlich und es sollte schon erlaubt sein, anlässlich eines Jubiläums daran zu erinnern!

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Motor-KRITIK: Ein Weg führt dahin und der ist gut!

Auch wenn der kurze Vorspann zu dieser Geschichte nicht den Eindruck vermittelt: Diese Geschichte ist länger als man annehmen sollte. Ich habe nämlich mal – anders als sonst – eine amtliche Verordnung in Sachen Naturschutz nicht als pfd-Datei in einem „Anhang“ versteckt, sondern lasse sie auf diesen Seiten diesem Vorspann in ganzer Länge folgen. So kann eigentlich niemand behaupten, der regelmäßig auf diesen „Informationsseiten“ unterwegs ist, dass er diese „Verordnung“ übersehen hätte. Ich verdanke sie übrigens der Mithilfe meiner Leser. - Womit ich dann – vielleicht – auch beweisen kann:

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Dr. Wolfgang Porsche: 80 - und nur ein Stück Torte?

Es wäre ein „starkes Stück“ gewesen, wenn man einem Geburtstagskind zu seinem Achtzigsten nur ein Stück Torte zuwerfen würde, wie es - auch - in den Berichten über die gerade stattgefundene VW-Hauptversammlung in Berlin zu lesen war. Tatsächlich wurde aber wohl eine ganze Torte geworfen! Darauf hätte Dr. Wolfgang Porsche, an diesem Tag – dem 10. Mai 2023 - als VW-Aufsichtsrat-Mitglied in Berlin, wohl auch einen Anspruch. Immerhin feierte er an diesem Tag seinen 80. Geburtstag! - Der Überbringer der Geburtstagstorte hatte wohl – bei all der vorhandenen Security – keine andere Möglichkeit gesehen. - Oder?

In der Zeitungslandschaft wird der Tortenwurf zum Geburtstag als ein Angriff geschildert, der Dr. Wolfgang Porsche als bedeutendem VW-Aufsichtsratsmitglied gegolten hätte. - Nun, man kann das sicherlich so oder so sehen, abhängig von der persönlichen Einstellung zur Bedeutung eines Dr. Wolfgang Porsche. - Als VW-Aufsichtsratsmitglied oder als Geburtstagskind?

Wie ein Cruisen im Internet ergibt, wird der Tortenwurf zum 80. Geburtstag des Dr. Wolfgang Porsche von den Presse-Kollegen als ein „Angriff“ empfunden. - Warum? - Weil er eine neue Freundin hat? - Weil er nun drei Mal geschieden ist? - Dazu ist aber nichts zu lesen!

Wie dem auch sei: Dr. Wolfgang Porsche wurde auf dieser VW-Hauptversammlung dann – unter „TOP 5“ - für weitere fünf Jahre in den VW-Aufsichtsrat gewählt! - Andere scheiden dort in einer solchen Funktion nach Erreichen des 65. Lebensjahres aus. - Aber Dr. Wolfgang Porsche hat erklärt, dass das nun seine letzten Jahre in dieser Funktion würden. Für diese fünf Jahr wurden bei VW auch nochmal die Bezüge angehoben! - Natürlich für alle Aufsichtsratsmitglieder!

Und überhaupt! - Wenn man die „Maus“ im Internet durch die Zeitschriftenlandschaft wandern lässt, um einmal nachzulesen, was denn die lieben Kollegen so alles zum 80. Geburtstag eines Dr. Wolfgang Porsche geschrieben haben, so habe ich da – insgesamt betrachtet – den Eindruck, dass da vielfach Material verwendet wurde, das eigentlich für einen Nachruf gedacht war. - Man schreibt nämlich über einen Toten heute – formvollendet – nur Gutes!

Ich habe auch nur Gutes über Dr. Wolfgang Porsche lesen können. Man hat den Eindruck, dass es sich bei ihm gar nicht um einen normalen Menschen handelt. Obwohl sein Verhalten in der Vergangenheit – auch als Sprecher für die Gesamt-Familie der Porsches – doch oft geradezu als menschlich empfunden werden musste.

Erinnert sich denn keiner mehr, dass Dr. Porsche, als der Familien-Clan Wendelin Wiedeking zum Vorstandsvorsitzenden des Sportwagenherstellers Porsche auserkoren hatte und der um eine kleine Kapitalhilfe der Familie Porsche bei der damaligen finanziellen Situation der Firma (kurz vor der Insolvenz) bat, dann diesem Wendelin Wiedeking vom diesem Dr. Porsche als Sprecher des Familienclans deutlich gemacht wurde , dass man ihn, Wendelin Wiedeking, doch deshalb zum Vorstandsvorsitzenden gemacht habe, damit er die Firma auf Erfolgskurs bringe. Egal, woher er nun das dafür – auch – notwendige Geld herbei schaffe.

  • Von der Familie Porsche könne man keinerlei Kapital-Hilfe erwarten!

Wendelin Wiedeking verdankt also der Porsche-Familie, vertreten durch ihren Specher, Dr. Wolfgang Porsche, dass er dann in der Folge zum „gehaltvollsten“ Vorstandsvorsitzenden einer deutschen Industriefirma wurde. Wiedeking wurde so zum Vorbild für alle Vorstandsvorsitzenden der deutschen Automobilindustrie. - Zumindest entsteht dieser Eindruck, wenn man heute mal einen Blick auf die Entwicklung der Vorstandsbezüge in Deutschland wirft.

Wendlin Wiedeking hatte damit für sich selbst eine „souveräne Zukunftsentscheidung“ durch Dr. Wolfgang Porsche erfahren. Denn er brachte jetzt tatsächlich sein eigenes Vermögen in die wenig „wackelige“ Sportwagenfirma Porsche ein und kam so zu einem Vertrag, der ihm als Vorstandsvorsitzenden dann später ein jährliches Einkommen bescherte, das niemals mehr von einem Vorstandsvorsitzenden – weltweit (!) - erreicht werden wird.

Wendelin Wiedeking wurde so durch die „Risikolosigkeit“ eines Dr. Wolfgang Porsche zu einer Unternehmer-Persönlichkeit, der mit den Mitgliedern der Porsche-Familie auf Augenhöhe agierte. So sagte er einmal, es muss - wie ich hörte - in 2008 gewesen sein, bei einem Zusammentreffen „mit dem innersten Zirkel der Porsche-Familie“, bei dem man sich irgendwie „zur Sache“ nicht einig wurde:

„Macht euren Scheiß’ doch allein!“

Man darf das alles als Leistung eines Dr. Wolfgang Porsche verbuchen, der sich – lt. Porsche-Presseabteilung – die „Ära Wiedeking“ als persönlichen Erfolg zurechnet:

„Ich hatte ihn damals in unser Unternehmen geholt.“

Auch das Verhältnis der Porsche-Familie zu VW war immer ganz besonders. Ein profunder Kenner der Szene meinte einmal dazu:

„...gegen das, was man in den letzten Jahren bereits über diese ‚Ehe‘ erfahren durfte, waren ‚Dallas‘ oder ‚Denver Clan‘ kalter Kaffee!“

In diesem Sinne trinke ich jetzt aber keinen „kalten Kaffee“!

  • Ich erhebe mein Glas, nehme einen Schluck guten Rotwein und entsende dem Menschen Wolfgang Porsche – nachträglich – einen herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! Ich wünsche ihm für die nächsten fünf Jahre im VW-Aufsichtsrat vor allen Dingen weiter eine gute Gesundheit!

So kann er, der die Entwicklung des Porsche 911 von der ersten Stunde an begleitete – weiß man  bei der VW-Presseabteilung – dann auch noch miterleben, dass der Porsche 911 mit E-Fuels noch länger mit seinem Sechszylinder-“Verbrenner“ weiter leben wird, als viele andere Automobile mit mit dieser inzwischen verpönten Motorart. - Der antiquierten Heckmotor-Anordnung beim 911er sei Dank!

So wird dieses „alte“ Modell dann auch ein Versprechen weiter tragen, dass Dr. Wolfgang Porsche  2009 den Porsche-Mitarbeitern in Stuttgart-Zuffenhausen gab:

„Der Mythos Porsche lebt und wird niemals untergehen!“

Wilhelm Hahne

PS: Um meinen Lesern das Rechnen zu ersparen: Als Wolfgang Porsche „die Entwicklung des Porsche 911 von der ersten Stunde an begleitete“, da ging er noch zur Schule. Zur gleichen Zeit war ich Porsche-Verkäufer. - Es war die Zeit des Porsche 356 B!

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Ein Zaun am Nürburgring macht Grenzen deutlich!

Na was denn sonst? - Könnte man fragen. - Aber ein Zaunbau kann auch unverständlich sein! Wenn er z.B. ohne Baugenehmigung erfolgt. Die wäre nach der rheinland-pfälzischen Bauordnung aber in diesem Fall, über den hier berichtet werden soll erforderlich gewesen. Nicht nur, weil der Zaunbau in einem so genannten „Außenbezirk“ erfolgt, sondern auch noch in einem Landschaftsschutzgebiet. (Es gab dazu schon hier in Motor-KRITIK eine Basis-Information.)  -Wenn es aber dazu dann noch zu einer Nutzungsänderung kommt… - Man kann kaum beschreiben, was man als GmbH-Geschäftsführer so alles bedenken müsste, bevor man z.B. einen Bauauftrag für einen einfachen Zaun einer „netten“ Stahlbaufirma erteilt. Da ist es auch keine Hilfe, wenn gleich ein zweiter GmbH-Geschäftsführer dafür mit verantwortlich zeichnet. Denn sind wir nicht alle „kognitive Geizhälse“, die es vermeiden, viel zu denken? - Schließlich ist kaum jemand so ehrlich sich selbst gegenüber, dass er weiß: „Ich weiß, dass ich nichts weiß!“ - Oder man müsste Sokrates heißen – und sein! Aber dieser kluge Mann wurde zum Tode verurteilt. Das war schon 399 Jahre vor Christus! - Heute wäre so etwas nicht mehr notwendig! - Da schützen Verstandes- und Wissenslücken die evtl. Verantwortlichen vor einer eigentlich in einem solchen Fall vorgesehenen Bestrafung. - Oder es gibt Erinnerungslücken oder gar einen Gedächtnisverlust. - Wenn in einem solchen Fall wie hier, dann auch noch die Politik eine Rolle spielt… - Schließlich geht es hier nicht um einen Schrebergartenzaun in Mendig… - Man könnte an diesen Gedankenfäden entlang, endlos weiter philosophieren, was aber nichts an einer realen Situation hier in der Hoch-Eifel ändert:

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Gilt auch in der Eifel: Viele Wege führen nach Rom!

Manchmal sind das zwar Umwege, aber man kommt – irgendwie – dann auch zum Ziel. Nur ist das Ziel eines Journalisten, der seit Jahrzehnten aus einem bestimmten Grund in die Eifel gezogen ist, nicht unbedingt Rom. Da sein Wohnort ein kleines Dorf ist, das an der B 258 liegt, gibt es die verschiedensten Wege, um z.B. zu einem Einkauf, die nächstgelegenen Städte Mayen oder Adenau zu erreichen. Da der Grund für die Verlegung seines Lebens-Mittelpunktes in die Eifel tatsächlich die Nürburgring-Nordschleife war, ist er z.B. nicht immer auf direktem Weg nach Adenau unterwegs. Da werden dann von ihm schon mal „informative Umwege“ gewählt, die über die B 258, die B 412 und die L 10 nach Adenau führen und über die B 257 und die B 258 dann wieder zurück. Daraus resultieren für einen Journalisten – wenn er seinen Beruf ernst nimmt – schon mal optische Eindrücke und Wahrnehmungen, die hinterfragt werden wollen. Dabei stößt man dann auf interessante Konstellationen. - Gerade in Verbindung mit der Nürburgring-Nordschleife. - Daraus entstehen dann Fragen, deren Antworten man oft nicht auf direktem Weg erhält. Für diese ganzen „Umwege nach Rom“ gibt es nachstehend ein Beispiel aus der Eifel. - Darum ist der Titel auch passend:

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