Klimaschützer: Deutsche Politiker sind es nicht!

Politiker von heute sind nicht mehr mit denen „von früher“ zu vergleichen. Auch unsere Parteien sind „moderner“ geworden. Man äußert das, was Wähler und Mitglieder zustimmend nicken lässt. So verhält man sich dann auch beim Thema Klimaschutz entsprechend. - Pragmatisch eben, die eigenen Interessen nicht außer acht lassend. Man verlautet das, was die Bürger beruhigt. - Alles wird gut! - Man kündigt an, verwirft eventuell, versucht mit „Milliarden-Programm-Planungen“ zu beruhigen; man geht aber aktuell nicht die kleinen – wirksamen – Schritte. Manchmal muss man als Beobachter einfach nur genau zu- und hinhören. Da schreit und weint eine Greta Thunberg: „Menschen leiden, Menschen sterben. Wir befinden uns am Anfang eines Massen-Aussterbens, und alles woran ihr denken könnt, sind Geld und Märchen von ewigem Wachstum!“ - Und es antwortet eine Angela Merkel – als „erfahrene“ Politikerin: „Wir haben den Weckruf der Jugend gehört“ - Stimmt! - Nur verstanden hat sie scheinbar nichts! - Wie auch in „ihrem“ Land eher große Reden geschwungen, als kleine Schritte getan werden. - Motor-KRITIK wird in nächster Zeit dafür Beispiele aufzeigen. - Heute Beispiel 1:

Klimaschützer: Deutsche Politiker sind es nicht!

Hat meine Geschichte vom 10. Dezember 2019 überhaupt eine Bedeutung? - Deutsche Behörden „malen“ langsam, hatte ich eine Geschichte überschrieben, in der nachgewiesen wird, dass eine EU-Richtlinie erst „national“ mit einer Verspätung von mehr als einem Jahr umgesetzt wird.

Das hat natürlich ein Leser-Echo ausgelöst, die aber auch gleichzeitig eine Anregung für mich beinhaltete, mal in Richtung Luxemburg zu fahren. Nicht, weil dort das Benzin billiger ist, sondern weil man in Luxemburg auch kleine Schritte macht, um den eigentlich natürlichen Klimawandel durch unsinniges menschliches Handeln nicht weiter zu verschlimmern.

Dort ist man wohl der Meinung, „dass Kleinvieh auch Mist macht“ und hat das „Super E5“ von allen Tankstellen verbannt. In Luxemburg ist schon seit dem 1 Januar 2019 nur „Super E10“ erhältlich, das man dann – wie selbstverständlich – an den dortigen Tankstellen als „EuroSuper“ tanken kann.

  • Es gibt in Luxemburg kein „Super-Benzin“ mehr, dem nur 5 Prozent Ethanol beigemischt sind.

In luxemburger Super-Benzin ist mehr Bio, enthält 10 Prozent Ethanol. - Ethanol ist Alkohol. - An Luxemburger Tankstellen ist man quasi gezwungen, etwas für‘s Klima zu tun. Und man tankt dabei im Luxemburg auch noch billiger als in Deutschland. - Dabei sollen hier nicht die Gründe dafür interessieren, sondern das ist einfach Fakt.

Bei der Einführung des – nennen wird es - „Bio-Super“ (E 10), da gab es in Deutschland eine Menge Vorbehalte. Nicht jedes Automobil vertrug vor acht Jahren auch diesen „klimaverträglicheren“ Sprit. - Doch das war einmal!

Wenn sich meine Leser einmal informieren wollen, ob denn ihr Automobil auch diesen „Bio-Sprit“ verträgt, dann sollten sie mal im Internet nachschlagen, ob das aktuell – bei ihrem Automobil – immer noch so ist. Das kann man leicht, wenn man einmal folgende Internet-Adresse anklickt und dort in Richtung Marke und Modell klickt:

Dort können sich Motor-KRITIK-Leser mit mehreren Klicks ihrem Fahrzeugmodell annähern, um dann zu der Erkenntnis zu kommen, das dieses Automobil mit hoher Wahrscheinlichkeit nun auch E10 ohne Anstände verträgt.

Der einzige „Nachteil“ ist, dass dieses alkoholisierte Super-Benzin nun weniger Energie enthält, als das in Deutschland immer noch erhältliche Super-Benzin mit einem nur fünfprozentigen Zusatz von Ethanol. Deshalb muss man mit einem etwas höheren Verbrauch in Litern rechnen. Nicht viel. Aber doch soviel, dass es den bei uns in Rechnung gestellten Minderpreis von zwei Cent pro Liter nicht unbedingt immer ausgleicht.

  • Aber sollten wir nicht alle einen kleinen Beitrag zum Klimaschutz leisten?

Es wäre also längst an der Zeit, dass die Besitzer der mit Benzin befeuerten Automobile auch in Deutschland zum Verbrauch von Super E10 „gezwungen“ werden, weil das auch ein Beitrag zum Klimaschutz durch den Menschen wäre.

  • Aber was passiert in Deutschland bei solch „kleinen Schritten“? - Nichts!

Überlegt man einmal, warum unsere Politiker zum Thema Klimawandel „nur Sprüche klopfen“, so stößt man darauf, dass der derzeit durch die Politik klar eingeschlagene Weg den der Automobilindustrie hin zum E-Automobil nicht stören soll. - Wobei nicht sicher ist, dass der Weg – der alleinige Weg – hin zum E-Automobil wirklich zukunftsträchtig ist. - Der Käufer von E-Automobilen von heute sollte sich wenigstens darüber im Klaren sein, dass er heute den Elektro-Schrott von morgen kauft, dessen Entsorgung noch nicht gesichert ist!

Die Politik unterstützt die Entscheidung hin zum E-Automobil mit dem Vermeiden von „kleinen Schritten“, die den Verbrennungsmotor „klimafreundlicher“ machen würde.  - Eine politische Nicht-Entscheidung zu entsprechenden Maßnahmen soll die Einführung des E-Automobils durch die Automobilindustrie unterstützen. - So stellt sich das derzeitige Szenario mir dar!

Unser Nachbarland Luxemburg, wo man an allen Tankstellen des Landes seit dem 1 Januar 2019 noch noch Super-Kraftstoff mit einer Beimischung von 10 Prozent Ethanol erhält, ist ein Beispiel dafür, wie man es machen sollte

Weil kaum glaubhaft ist, dass dieser Schritt in Deutschland noch nicht erfolgt ist, habe ich mich durch eine Fahrt nach Luxemburg davon überzeugt, dass es keine Stammtisch-Erzählerei, sondern eine Tatsache ist. - Auf dem Hinweg habe ich in Wittlich (Deutschland) getankt:

Ich füge hier als Beweis das Foto der Quittung ein, die zeigt, dass dort um 10:47 Uhr – eine „ungünstige Zeit“ - das Liter Super E 10 exakt 1,439 € kostete. Ich habe mich bemüht, exakt 10 Liter zu tanken, um den Preisunterschied zu Luxemburg noch besser vergleichbar zu machen. - Es ist mir nicht ganz gelungen! (Um 0,01 Liter!)

 

Exakt 47 Minuten später habe ich dann in Luxemburg getankt. Das gleiche Super-Benzin mit einem zehnprozentigen Anteil von Ethanol. Das kostet hier dann 1,213 €. Das bedeutet zwischen Deutschland und Luxemburg eine Differenz von gut zwei Euro pro 10 Liter. - Wobei auffällt, dass man in Luxemburg beim Benzinpreis am Ende nicht nur eine 9 kennt, sondern z.B. - wie hier gezeigt – auch eine 3.

 

Hier zeige ich eine deutsche ARAL-Superbenzinsäule und daneben die – auch ARAL- aus Luxemburg, die nur wenn man „um die Ecke“ schaut erkennen lässt, dass der Ethanol-Zusatz 10 Prozent beträgt. In Luxemburg gibt es seit dem 1. Januar 2019 nur noch diesen „EuroSuper 95“. - Wie ich meine: Eine richtige Entscheidung!

In Deutschland gibt es – wie ich an der Tankstelle in Wittlich fotografieren konnte – eine ganze Reihe von Kraft- oder Treibstoffen für Automobile. Es gibt da – nach Anzeige auf der deutschen ARAL-Tankstelle - auch gleich zwei Arten von Diesel-Treibstoffen. Beide mit einem Zusatz von „bis zu 7 Prozent Bio-Diesel“. Einer dieser Treibstoffe ist dann die ARAL-Marke „Ultimate-Diesel“.

Was daran – darin – besonders sein soll, ist zumindest für den Besitzer und Fahrer eines Diesel-Automobils nicht zu erkennen.

Aber das ist wieder ein anderes Thema, das hier Motor-KRITIK später mal detailliert beleuchtet werden soll.

Heute möchte ich nur festhalten:

  • In Sachen Treibstoff für Verbrennungsmotoren kann man deutsche Politiker nicht den Klimaschützern zurechnen. Die möchten mit ihrem Nicht-Tun die Weichenstellung der deutschen Automobilindustrie unterstützen, die aber – in ihrer „Eingleisigkeit“ - von mir als „fatal falsch“ empfunden wird. - Aber scheinbar eindrucksvoll ist!

Zumal sie die „kleinen Schritte“ der Politik verhindert!

  • Greta allein genügt nicht, solange Angela zwar hört, aber nicht versteht.

Man sollte nicht in Panik verfallen, weil man die „natürliche“ Klimaveränderung, die man auf der Erde seit vielen Jahrtausenden kennt, nicht verhindern kann.

Aber man kann die Dramatik in ihren Auswirkungen für unsere Jugend mildern, indem man sich erinnert, dass „viel Wenig auch ein Viel ergeben“ kann.

Da kann Luxemburg ein beachtenswertes Beispiel sein!

MK/Wilhelm Hahne
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