2018-09

VLN 2018: Die unübersehbare Entwicklung – zurück!

Mit Zahlen kann man eigentlich alles beweisen. Man muss sie nur richtig zusammen stellen. So kann man der VLN durchaus nachsagen, dass es in 2018 kräftig voran ging. Mit den Preisen. Beim Parken von 5 auf 8 Euro. Die Standgebühr für die Würstchenbude am „Brünnchen“ erreichte einen neuen Spitzenwert. Auch zu den eigentlichen Rennen sind kleine Steigerungen zu verzeichnen. Fast unauffällig. Aber vorhanden. Da stört es manchen der „armen“ Amateure schon, wenn zwei Rennen in einem Monat stattfinden. Das ist dann für sie nicht mehr bezahlbar. Die „Großen“ stört das nicht. Es gibt in allen Rennserien der Welt Teams, die offenbar ungezähltes Geld in der Tasche haben, während andere rechnen müssen, aber weitere schon abwägen, ob man sich den Basis-Motorsport überhaupt noch leisten kann. - Alles ist zum Geschäft geworden, muss „sich rechnen“. Auch im Detail. - Freude am Fahren? - Der Spaß hört beim Geld auf! -  Wenn dann noch die Streckenposten ähnlich denken, dann wird‘s ernst. - Man erinnert sich dann daran, dass ein Ehrenamt doch auch verdienstvoll sein kann. - Für Andere! - Wenn man selbst daran verdient. - So geht alles seinen Weg. - Und die VLN geht den ihren.

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Adam in der VLN: Nicht nur im Paradies auffällig!

Vieles bei der VLN 2018 erinnert an das Paradies. Wir kennen die Geschichte aus der Bibel. Auch dort gab es Vorschriften, an die sich – z.B. Adam – halten musste. Aber wir sind inzwischen tausende Jahre weiter. Die Zeiten haben sich geändert. Reichte Adam im Paradies der Eva einen Apfel, so reicht Adam in der VLN „Max“ und „Jens“ einen Cayman. Das Ergebnis im Paradies: Adam und Eva wurden aus dem Paradies vertrieben. Bei der VLN dürfen „Max“ und „Jens“ die in Lauf 6 errungene Platzierung behalten. - Die Porsche AG in Stuttgart hatte die Serien-Steuergeräte der zwei in der „Cayman GT4-Trophy by Manthey-Racing“  erstplatzierten Fahrzeuge überprüft und – nichts gefunden. Damit kann dann noch vor dem 7. VLN-Lauf das „Vorläufig“ vor dem Rennergebnis des 6. Laufs entfallen. - Wenn sich mal rundgesprochen hat, was Motor-KRITIK schon direkt nach Rennende auffiel. - Bei der VLN funktionierte aber offensichtlich die interne Kommunikation nicht. So entstand ein Durcheinander, das – wenn man aktuell auf die VLN-Seiten schaut – lange angehalten hat. Denn eigentlich war schon am Freitag, dem 14. September klar, dass dort das „Vorläufig“ vor dem Ergebnis des Rennens vom 1. September verschwinden konnte, ohne dass das Ergebnis weder in CUP 3 noch im Gesamtklassement geändert werden musste. - Trotzdem muss Motor-KRITIK zu „diesem Fall“ ein paar Anmerkungen machen, weil hier noch einmal deutlich wird, dass die VLN-Rennserie nicht durch ständige Kostenerhöhungen professioneller geworden ist, sondern immer noch Amateure diese Rennserie steuern.

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Vettel tröstet: „...aber morgen ist ein neuer Tag!“

Motor-KRITIK möchte ergänzend daran erinnern: Der Tag geht, aber Lewis Hamilton bleibt! - Vettel ist der Meinung, dass Lewis Hamilton‘s in Singapur gefahrene Q3-Zeit zu schlagen gewesen wäre. Und hat viele Entschuldigungen für seine eigene fahrerische Leistung. Ähnlich höre ich sie häufig von anderen deutschen Rennfahrern in anderen Serien. - Ich formuliere es mal anders: Wenn Vettel so gut wäre wie Lewis Hamilton, dann hätte er ihn schlagen können. - Richtig! - Dass im Rennen bei Ferrari nicht alles ideal verlief, ist die eine Sache. Dass dabei „Zwangsmaßnahmen“ wie Einheitsreifen und der Reifenwechselzwang zu einem weniger geeigneten Reifen eine Rolle spielten, ist die andere Sache. - Da wirkt die nach Q3 am Samstag gemachte Aussage dann trotzdem ein wenig blass:

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DMSB & VLN-Umfeld: Mit Transparenz und Sorgfalt?

Ich habe dem DMSB am Montag dieser Woche, am 10. September, eine gute Woche nach dem letzten VLN-Lauf Nr. 6, der am 1. September durchgeführt wurde, eine E-mail mit allgemein interessierenden Fragen zum z.Zt. immer noch „Vorläufigen Ergebnis“ dieses Rennens geschrieben. Bis heute kam keine Antwort. Aufgrund des „ausdrucksstarken Schweigens“ hatte ich natürlich allen Anlass weiter zu recherchieren, zumal alle meine Kollegen den Anlass freundlich übersehen haben und man – gleich wo ich fragte – eigentlich nur nichtssagende Antworten erhielt oder auf Unwissende traf. - Ich hatte schon mal am 6. September das „Vorläufig“ auf den Ergebnislisten zu diesem Rennen zum Thema einer Geschichte gemacht, in der ich gegen Ende formulierte: „Bei der VLN sind eben viele Fragen offen. Vielleicht sind die dort zu registrierenden Ereignisse auch nur der Beweis für die Richtigkeit des Sprichwortes: Viele Köche verderben den Brei!“ - Das Ende dieser Geschichte war natürlich nicht das Ende meiner Recherchen, bei denen ich u.a. auf folgende Formulierungen stieß: „Regeltreue und Fairplay sind wesentliche Elemente im Motorsport. Geltende Gesetze sowie interne und externe Richtlinien und Regeln sind einzuhalten. Rechts- und Pflichtverstöße werden vom DMSB konsequent verfolgt und mit entsprechenden Maßnahmen geahndet. Alle für den DMSB und dessen Aufgaben relevanten Entscheidungsprozesse sowie die zugrunde gelegten Fakten werden mit größtmöglicher Transparenz und Sorgfalt behandelt. Dies betrifft insbesondere alle finanziellen und personellen Entscheidungen. Vertraulichkeit sowie datenschutzrechtliche Vorgaben sind dabei zu beachten.“ - Das ist ein Auszug aus dem DMSB-Ethikkodex. - Nun weiß ich natürlich nicht, ob nach diesen Grundsätzen auch berechtigte An- und Nachfragen von Journalisten beantwortet werden. - Transparenz und Sorgfalt! - Bisher bleibt mir nur festzustellen, dass man mit Sorgfalt jede Transparenz vermeidet!

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Beispiel Raikkönen: Sind Menschen „unberechenbar“?

Ich bin immer wieder ein wenig erstaunt, wie wenig der Faktor Mensch im Motorsport Berücksichtigung findet. Eigentlich scheint es ihn gar nicht zu geben, wenn man einmal die unterschiedlichsten Fahrer und ihre Entwicklung – jetzt durch das Beispiel Raikkönen angeregt – Revue passieren lässt. Es ist sicherlich normal, dass immer das Ergebnis gewertet wird. War jemand erfolgreich, weniger erfolgreich? - Hat er evtl. versagt? - Doch die Gründe werden nicht hinterfragt. Schließlich ist heute alles messbar! - Es wird nicht nur überwacht, ob – und wie – das Sportinstrument, das Rennfahrzeug funktioniert, sondern auch bewertet, wie und wo ein Fahrer – der „Bediener“ des Fahrzeugs - bremst, die Gaspedalstellung kann „ausgelesen“ werden, man wertet erreichte Geschwindigkeiten aus. - Innerhalb eines Teams wird dann verglichen, abgeglichen und benotet. - Das von Leuten, die den Computer einschl. der Software perfekt beherrschen, aber oft noch niemals in ihrem Leben Rennen gefahren sind. - Es bleibt auch der menschliche Faktor unberücksichtigt. - Auch in der so genannten „Volksmeinung“. - Da geht dann nichts über einen Michael Schumacher, einen Klaus Ludwig oder auch einen Sebastian Vettel. - Dass das alles aber auch Menschen mit gewissen Stärken, aber auch Schwächen sind, wird dabei vergessen. - Was zählt, ist immer das Ergebnis. - Alle kommen eigentlich auf unterschiedlichen Wegen dazu, doch man könnte – wäre man menschlich einfühlsam – das Ergebnis oft noch verbessern. - Wenn man sich nicht nur um das „Sportinstrument“, sondern auch um den „Menschen“ bemühen würde, der schließlich in voller Harmonie mit der vorhandenen Technik das beste Ergebnis erzielen soll.

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MotoGP: Richtiger Rennsport – sogar mit Grid-Girls!

Zu den Formel 1-Rennen dieser Saison habe ich jeweils nach den vorliegenden Ergebnisssen Gegenüberstellungen von Rundenzeiten veröffentlicht und auf unerklärbare Differenzen hingewiesen. Differenzen sind eigentlich in einem gewissen Rahmen logisch, aber die aktuell auftretenden Zeitunterschiede sind für eine Rennsport-Serie, die sich selbst als „Königsklasse“ des Motorsports bezeichnet, einfach unpassend. - Ich hätte im Interesse meiner Leser gerne dazu eine verständliche Erklärung von Fachleuten gehabt. - Aber das Mercedes Formel 1-Team hat offenbar andere Sorgen, antwortet nicht auf meine Anfrage, auch nicht nach Erinnerungen. - Was ist denn im modernen Rennsport eigentlich noch „normal“? - Darum veröffentliche ich heute ein Auflistung nach einem Lauf der MotoGP, die nach dem gleichen Schema erfolgt, wie ich es auch für die Formel 1 erstellt hatte. Die MotorGP hatte am vergangenen Wochenende einen WM-Lauf in Misano, bei Rimini/Italien. Wenn man diesen aktuell erstellten „Zahlenvergleich“ z.B. mit dem für die Formel 1 und dem Grand-Prix in Monza abgleicht, müsste eigentlich auch den Herren bei Mercedes klar werden, dass die Formel 1 des Jahres 2018 nicht mehr das ist, was sie einmal war: Rennsport! - Neue Besitzer der Serie, deren Marketing-Ideen und eine Weiterentwicklung der Technik hat die Formel 1 gegenüber ihrem Ursprung etwas verfremdet. - Der MotoGP-Lauf in Misano zeigt, wie wirklicher Rennsport  – auch im Jahr 2018 – immer noch sein kann! - Es ist an den Zahlen in der unten folgenden Aufstellung abzulesen.

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Sind „Vorläufige“ Ergebnisse bei VLN-Rennen der Beweis?

Das ist neu bei der VLN: Das Ergebnis des letzten Rennens ist noch Tage nach dem Rennen „vorläufig“. Gemeint ist VLN-Lauf 6. Da fragt man sich dann als aufmerksamer Beobachter: Was soll einem diese Art der Darstellung deutlich machen? - Die bei der VLN aktuell überall spürbare vielfältige Einfalt? - Was ist denn da wohl passiert? - Obwohl ich aufmerksam herum gehört habe: Niemand wusste etwas von einem Protest, der ein „endgültiges Rennergebnis“ verzögern kann. - Die „Spielregeln“ von FIA und DMSB sind auch eigentlich klar. - Was ist nach VLN-Lauf Nr. 6 noch nicht klar? - Was ist passiert?

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Monza-Ergebnis beweist: Die F1 ist eine Fahrer-WM!

Gerade den Ferrari- und Mercedes-Managern wäre es lieber, wenn bei den Formel 1-Wertungen die Konstrukteurswertung im Vordergrund stehen würde, weil doch eigentlich das Rennfahrzeug und der Motor das für den Sieg entscheidende Faktum sind. Gerade in Monza, auf der schnellsten Formel 1-Strecke kommt es die Power an. - Das war auch die Meinung vieler Fachleute. - Darum gab es auch die Vorhersage: Ferrari mit Vettel würde siegen. Schließlich waren im Qualifying 3 zwei Ferrari vor zwei Mercedes gewesen. Ferrari hatte bewiesen: Man hatte das bessere Formel 1-Fahrzeug, den besseren Motor. Es würde wahrscheinlich auch keinen Regen geben, der evtl. durch die fahrerischen  Qualitäten eines Einzelnen, die Darstellung von technischer Leistung verfälschen könnte. - Wer sollte da Ferrari schlagen, die mit ihren zwei Einsatzfahrzeugen die erste Startreihe einnahmen? - Weil der Rennausgang ein anderer war, muss man hier noch einmal feststellen:

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Als berichtenswert empfunden: „Ein später Versuch“!

Als Fachjournalist informiere ich über Interessantes aus der Branche. Weil meine jungen Kollegen nicht unbedingt immer Zusammenhänge herstellen können, weil es ihnen an Erfahrung fehlt, entsteht bei manchen der Motor-KRITIK-Leser vielleicht der Eindruck, dass es da wohl jemandem Spaß macht, „im Dreck zu wühlen“. - Ganz im Gegenteil. - Aber ich fühle mich schon verpflichtet „Laut zu geben“, wenn irgendwo „Dinge aus dem Gleis zu laufen scheinen“. - Und das möglichst früh!

  • Motor-KRITIK ist darum auch immer – bewusst – unabhängig von Anzeigen geblieben!

Eigentlich sind es sehr häufig „Vorwarnungen“, die auf diesen Seiten zu lesen sind, denn irgendwann wird jeder begreifen (müssen!), was da irgendwo schief läuft. - Wie jetzt z.B. bei der VLN. - Es ist mir aber klar, dass der von mir überschaubare Branchen-Bereich nur einen Teil dessen ausmacht, was für uns Menschen wichtig sein sollte.

Ich nehme durchaus an dem Anteil, was man als „normales Leben“ empfindet, empfinde schon Emotionen bei bestimmten Ereignissen, über die ich nicht schreibe, weil sie eigentlich aus dem mir selbst gesetzten Rahmen fallen.

Ich verstehe also durchaus, Minttu,  die Frau von Kimi Raikkönen, wenn sie sich bei am Ende von Quali 3 in Monza ein paar Tränen aus dem Gesicht wischen musste, nachdem ihr Mann – mal wieder – bewiesen hatte, dass er eigentlich fahrerisch allgemein unterschätzt wird. - Alter hin, Alter her.

Heute hat mich z.B. beim Lesen des „Kölner Stadtanzeiger“ eine Anzeige unter „Glückwünsche & Persönliches“ irgendwie berührt. Ich lese eben nicht nur reine Sachinformationen zu Themen „meiner Branche“. Die Zeitung war die von Samstag, ist also eigentlich „von Gestern“, aber ich empfinde die Anzeige als wichtig, für so wichtig, dass ich sie hier einmal veröffentlichen möchte. - Dieses Mal also doch eine Anzeige!

Da ist einem 85jährigen Mann, der in einem Altersheim lebt wichtig, „Erinnerungsstücke“ zu einer Aufführung eines Bühnen-Lustspiels des Jahres 1953 zu erhalten, das damals durch „Lehrlinge“ der Ford-Werke AG Köln aufgeführt wurde. - Er gibt dafür Geld aus!

Selbst wenn meine Leser ihm nicht helfen können, kann diese Anzeige eine Anregung sein, „alte Leute“ mit anderen Augen und aus anderer Sicht zu sehen, wie das allgemein heute geschieht.

In unseren Landen ist es nicht „in“, die Erfahrungen alter Leute zur Lösung neuer Probleme zu nutzen. In asiatischen Ländern ist das – wie ich weiß – anders. Verläuft darum die aktuelle Entwicklung dort ein wenig anders, besser, schneller?

Die Anzeige steht auf diesen Seiten nicht nur, weil ich diesen Mann verstehe, sondern auch, um junge Leute daran zu erinnern, dass man manche Sachen nicht mit einer schnellen Handbewegung abtun, sondern zum Anlass nehmen sollte, Situationen beim nachträglichen Reflektieren klarer zu sehen, um evtl. erst dann den Sinn eines Geschehens zu begreifen.

Wir alle sind auf der Suche. Auf der Suche nach dem richtigen Weg. Im Privaten wie im Beruflichen. Es bringt einen nicht weiter, wenn man Probleme einfach zur Seite schiebt.

In jedem Fall lohnt sich immer „ein später Versuch“.

MK/Wilhelm Hahne
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