2018

MotoGP in Italien: Mal anders betrachtet!

Seit Beginn der Formel 1-Saison 2018 findet man hier bei Motor-KRITIK immer wieder eine Tabelle, die eine andere Sicht auf die Leistung der Fahrer erlaubt. Sie orientiert sich an der schnellsten Runde im Rennen. Was dabei auffällt, wenn man diese Zeiten mit denen im Qualifying vergleicht ist, dass die Zeitdifferenz sehr groß ist und den Eindruck vermittelt, dass die Motorleistung, bzw. die Leistung des Gesamtsystems im Qualifying nichts mit der verfügbaren Leistung im Rennen zu tun hat. - Da ist es interessant einmal die Leistungen der MotorGP-Fahrer mit denen der in der Formel 1 zu vergleichen. Der GP in Italien bietet sich deswegen besonders an, weil es praktisch an diesem Rennwochenende in Deutschland keine Möglichkeit gab, das Rennen „live“ zu erleben. - Oder man hätte irgendwo, irgendeine kostenpflichtige App herunterladen müssen. - Eigentlich habe ich nicht vor, jedes Rennen – so die in der Formel 1 – auf Motor-KRITIK-Art zu analysieren, aber die Leser sollten schon ein Gefühl dafür erhalten, wo das Markting noch den größeren Einfluss hat oder wo man sich noch sportlich – sportlicher -  auseinandersetzt. - Sport findet da statt, wo man mit unterschiedlichen „Waffen zwar nach einem gewissen Reglement, aber nicht unter der subjektiven Fuchtel einer „BoP“ (Balance of Performance) die Leistung von Mensch und Maschine in einer sportlichen Auseinandersetzung misst. - Nachstehend findet man zu den Daten in einer von Motor-KRITIK erstellten Tabelle, auch noch eine Auflistung die deutlich macht, welche Position eigentlich Deutschland heute noch im internationalen Motorradsport spielt. - Keine mehr! -  Es gibt weder einen interessierten Motorradhersteller, der sich dem technischen Vergleich mit der internationalen Konkurrenz stellen möchte (kann!), noch Fahrer, die die Risiken akzeptieren, die man schon eingehen muss, wenn man im internationalen Vergleich eine Rolle spielen möchte.

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„Rock am Ring“: „Sommergewitter“ in der Eifel?

Der Nürburgring-Pächter stellte sich Mitte Mai „perfekt vorbereitet für den Festival-Sommer“ mit einer Pressemitteilung vor, die auf die „ausgezeichnete Festival-Infrastruktur“ hinwies und wie zufällig die Information enthielt: „Tickets ab sofort auch vor Ort am Nürburgring erhältlich.“ - Motor-KRITIK hat das nicht überrascht, da wir schon am 7. Mai – nicht nur – mit einem Hinweis auf die Veranstaltung „Rock am Ring“ festgestellt hatten: „Man hat die preislichen Vorstellungen – und Möglichkeiten(!) -  der Fans überschritten!“ - Dass sich danach ganze Fan-Gruppen über diese Entwicklung des Festivals beschwerten, ließ dann mehr als nur vermuten, dass der Veranstalter dieses Festivals mit einem deutlichen Besucher-Rückgang zu rechnen hatte. - Der hat dann auch – nicht ungeschickt – direkt nach Beginn der Veranstaltung von einem aktuellen Besucherrückgang gegenüber dem Vorjahr von 20 Prozent = 17.000 Besuchern gesprochen. - Motor-KRITIK möchte diese Zahlen nicht übernehmen, sondern eher – um nicht von Geldsummen abzulenken, die sowohl für Besucher wie Veranstalter, trotz unterschiedlicher Höhe, sehr wichtig sind – von einem Einnahmeverlust des Verantalters zwischen 4- und 5-Millionen Euro sprechen. Außerdem wirkt Rock am Ring inzwischen – typisch deutsch – ein wenig überorganisiert. - So wird geradezu die Stimmung „gekillt“, die die „RaR“-Fans eigentlich hier in der Eifel zu finden hofften. - Motor-KRITIK versucht in Wort und Bild einen Eindruck von „RaR 2018“ zu vermitteln.

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Auf den Spuren des 24h-Rennens Nürburgring!

Eigentlich ist schon dieser Titel falsch. Ein Rennen über 24 Stunden gab es nur in den Ankündigungen. Laut  Ausschreibung des ADAC Nordrhein e.V. war es auch eins. Der DMSB e.V. wird das sicherlich bestätigen, denn dieser Verein hat ein solches Rennen auch genehmigt. In der Praxis – später in der Umsetzung – war es zwar eine „große Sause“, aber die hätte auch von „Max und Moritz“ sein können. Wobei, wenn man das so empfindet, aber schon festgehalten werden sollte, das „Max und Moritz“ auch das Werk eines deutschen Homoristen und Zeichners war. So wie das 24h-Rennen das Werk von deutschen Vereinen war, über das wir bei Motor-KRITIK auch heute immer noch nicht richtig lachen können. Bei Wikipedia ist zur Geschichte von „Max und Moritz“ zu lesen: „ Im Handlungsgefüge weist sie auffällige Gesetzmäßigkeiten und Grundmuster inhaltlicher, stilistischer und wirkungsästhetischer Art auf, die sich auch in den späteren Arbeiten ... wiederholen.“ - Das könnte man auch vom 24h-Rennen 2018 und der Zusammenarbeit der Vereine von ADAC Nordrhein und DMSB sagen. Wichtig ist, dass man sich einig ist. - Bei Max und Moritz ist – wie beim 24h-Rennen auch – ein schneller Wandel von Ordnung in Chaos zu beobachten. Da gibt es auf der einen Seite die klaren Gesetzmäßigkeiten, die vorgeben, allen – z.B. in der GT3 – die gleiche Chance zu bieten, auf der anderen Seite dann das Chaos, dass dann aber ein deutsches, weil wohlorganisiert ist. - So gab es im Vorfeld – schon lange vor diesem 24h-Rennen - z.B. klare Bestimmungen, die den Einsatz von Drohnen, so genannten „UAS“ (Unmanned Aerial Systems) betreffen. - Und es gab auch Ausnahmegenehmigungen. - Der ungenehmigte Start von Drohnen musste darum verfolgt werden. Daran hat man sich auch gehalten, wie deutlich wurde, als bei der  Polizei am 11. Mai einer Meldung einging, dass im Bereich der Mercedes-Tribüne eine Drohne unberechtigt gestartet worden wäre. - Motor-KRITIK ist dieser Meldung einmal nachgegangen. Das Gesamtergebnis der journalistischen Bemühungen wird sicherlich auch Motor-KRITIK-Leser mehr als nur informieren.

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F1 in Monte Carlo: Gesucht wurde der Schnellste!

Das F1-Rennen in Monte Carlo ist schon etwas Besonderes. Der Eine beschreibt es als „Hubschrauberfliegen im Wohnzimmer“, der Andere als „Fahren mit dem Motorrad im Supermarkt“. Eines ist dort richtig und wichtig: Man darf sich dort auch nicht den kleinsten Fehler erlauben. Aber man kann auch nicht „auf Sicherheit“ fahren.- Zumindest nicht im Qualifying. Das sorgt nicht nur für Spannung, sondern schafft auch in der Realität die Situation, die den Sieger nach dem Qualifying mit hoher Wahrscheinlichkeit vorhersagen lässt.  Daniel Ricciardo war nicht nur in allen drei freien Trainingssitzungen der Schnellste, sondern gewann auch das erste, zweite und dritte Qualifying. Man musste den Eindruck haben: Nach Belieben. - Er fuhr dabei – natürlich – einen neuen Streckenrekord. - Auf einem neuen, rosarot-markierten Reifen, speziell für „Stadtfahrten“ entwickelt. Obwohl nicht „Lila“, trotzdem „zart-schmelzend“.

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Nach dem 25. Mai 2018: Lieber Leser!

Eigentlich habe ich gar nicht mitbekommen, was sich da in den letzten zwei Jahren für ein Unwetter über den EU-Staaten zusammen gebraut hatte. Aber mein Administrator hat mich dann rechtzeitig gewarnt. Jeder macht eben das, was er am besten kann. Ich grabe Geschichten aus, beobachte die Entwicklungen im Motorsport und bei der Autoindustrie, aber natürlich auch beim -Handel, weil das alles insgesamt ein Teil der Szene ist, in der ich mich seit vielen Jahrzehnten bewege. Ich habe nicht immer als Journalist gearbeitet, sondern kenne die Branche auch von der anderen Seite des Schreibtisches. Das macht mich aus deren Sicht „so gefährlich“! - Ich rechne mich allerdings nicht zu den Fach-Idioten, da ich immer versucht habe, meinen Horizont nicht zu eng werden zu lassen. Aber das Computerwesen… - da habe ich mich erst eingewöhnen müssen. Immerhin arbeite ich schon seit 1989 mit Computern und verglichen mit dem Wissen und Können meiner Altersgenossen auf diesem Gebiet, gelte ich geradezu als Fachmann. - (Man muss sich eben immer die richtigen Vergleiche suchen.) - Das gilt auch für die so genannte DSGVO, die von der EU-Kommission in Brüssel über Jahre entwickelt nun seit dem 25. Mai 2018 auch bei uns Gültigkeit hat. Dieses neue Stück Bürokratie bestimmt also auch ab diesem Tag mein Leben und meinen Beruf. Darum will ich hier auch über die ersten Tage meiner Erfahrungen schreiben.

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Werkstatt-Qualität: Nicht von der Optik bestimmt!

Was mir in letzter Zeit auffällt ist, dass Audi wohl sehr großen Wert auf die Außendarstellung legt. Die modernen Audi-Stützpunkte sind optische Leckerbissen. Tolle, silbern, leicht wirkende Blöcke. Wie überhaupt das Niveau der Gebäude gewisser Automobil-Händler inzwischen einen neuen Premium-Wert erreicht hat.

Aber garantiert die Außendarstellung die Wertigkeit des Kundendienstes? - Man verspricht mit der neuen Außendarstellung scheinbar Besseres. Aber sind auch die Mitarbeiter mit gewachsen? Haben  auch sie an Wertigkeit zugelegt? - Im Kundendienst zum Beispiel.

Pech! - Der Kunde ist Mensch geblieben, evtl. einer mit Schwellenangst. - Auch das Automobil ist nicht nutzvoller, nur komplizierter geworden. Das Automobil ist immer noch nur so gut, wie der Mensch es bei der Montage entstehen ließ. Da kommen viele Teile zusammen. Die auch schon mal den „Kontakt‘“ verlieren können.

Da ist z.B. ein Firmenbesitzer und -Lenker davon überzeugt, dass ein Audi A 8 ihn so repräsentiert, wie er gerne von seinen Kunden wahrgenommen werden möchte. Er hat die Fabrikatsreihen vor dem Kauf durchdacht. - Mercedes? - Nein, da fühlt er sich nicht richtig dargestellt, ein BMW ist auch nicht „sein Ding“. Also muss es ein Audi sein!

Opel und Ford scheiden aus. Ein VW könnte es vielleicht mal sein, wenn er sich denn im Ruhestand befindet. Der Audi A8 ist zwar derzeit nicht sein einziges Automobil, aber nun mal das, mit dem er sich richtig dargestellt fühlt. - Vorsprung durch Technik eben!

  • Auch der Mensch braucht einen Rahmen!

Sein Lebensmittelpunkt, privat und mit seiner Firma, ist Mönchengladbach. Er lebt und arbeitet gerne hier. Das hier, der Niederrhein, ist ein Stück Heimat.

Aber die Eifel ist das, was er – auch – zum Leben braucht. Und so ist er dann an diesem Tag mit dem Audi A8 von Mönchengladbach in Richtung Eifel unterwegs. Er kennt dort ein Café, wo man noch den Kuchen selber backt. Dort möchte er mal die Beine unter den Tisch stellen und entspannen vom Stress, der ihn in Mönchengladbach ständig umgibt. - In der Eifel dort, hat noch nicht einmal sein Handy Kontakt zur Außenwelt.

Dort gibt es eben noch Orte, wo man sich fühlen kann, wie im Gestern. So schön es ist, in einer modernen Welt viel Geld zu verdienen, so schön ist es, in einer Welt wie „von gestern“ Ruhe zu finden, sich erholen zu können.

So lässt sich der Firmenlenker von seinem Audi A8 in die Eifel tragen. - Jedenfalls bis kurz vor seinem Ziel. Da stottert dann sein Audi, im Armaturenbrett blinken Lämpchen und sein modernes  Fortbewegungsmittel beschließt in ein Notprogramm zu fallen.

Was soll man da als Fahrer machen? - In diesem Fall beschließt der Fahrer, in seinem Stamm-Café anzurufen, um seine Situation zu schildern. - Er würde – vielleicht - später kommen. - Man tröstet den Stammgast, bietet an, ihm entgegen zu kommen, um ihn dann in eine der modernen, großen Audi-Werkstätten zu begleiten, die es auch in der Eifel gibt.

Immerhin gibt es dort einen mit seiner Firmengruppe bedeutenden Repräsentanten des VW-Konzerns. Dazu gehört natürlich auch eine Audi-Verkaufsstelle in lockerem „Silber“, groß und gewaltig wirkend. - Natürlich auch eine Werkstatt, ein Audi-Kundendienst.

Umsorgt vom begleitenden „Kundendienst“ des Cafés, der dem Stammkunden mit irgendeinem – aus Sicht der Audi-Mannen - „Fremdfabrikat“ entgegen gekommen ist, rollt man mit dem Audi gleich in die Werkstatt der Audi-Service-Station.

Die Café-Besitzerin wartet in ihrem schmutzigen, weil artgerecht genutzten Allrad-Geländewagen, vor dem Audi-Repräsentationsgebäude.

Schon Minuten später erscheint ein Verkäufer im blütenweißen Hemd, um ihr mit einer schnellen, eindeutigen Handbewegung und dem Zuruf, sie möge doch „das Ding“ von dieser Stelle entfernen, einen kleinen Schock zu versetzen.

Drinnen in der Werkstatt nickt inzwischen ein Meister dem Audi A8-Besitzer gnädig zu: Man würde sich kümmern.

Doch das ist dem A 8-Besitzer zu wenig. Er hätte gerne einen Leihwagen und… - Gemach, gemach! - Man habe keinen Leihwagen. - Der Werkstatt-Mitarbeiter wirft einen Blick auf das Kennzeichen des Fahrzeugs und fragt: „Sie kommen aus Mönchengladbach?“ - „Ja! - Warum?“ - „Dann fahren Sie dort auch bitte in die Werkstatt!“

Der Audi A 8-Besitzer ist entsetzt. Aber sein Auto ist doch defekt, am Armaturenbrett blinken Warnleuchten, sein Auto hat den Top-Speed auf 60 km/h limitiert und bis zur Werkstatt in Mönchengladbach sind es mehr als 140 Kilometer!

Der Audi-Mitarbeiter ist unerbittlich. Das wäre kein Problem! Dem Auto würde damit kein Schaden zugefügt. Es würde nur halt etwas länger dauern.

Tatsächlich hat der Audi A 8-Besitzer sich gefügt, sich fügen müssen. Er hat zurück noch mehr Zeit als gedacht benötigt, weil er Nebenstrecken wählen musste, um beim aktuellen Top-Speed seines Audi nicht auf den viel befahrenen Hauptverkehrswegen zu einem Verkehrshindernis für andere Verkehrsteilnehmer zu werden.

„Erreicht den Hof mit Müh‘ und Not!“ - Sein dortiger Audi-Partner tröstet ihn. - Und bald ist dann auch der Audi A 8 wieder gesund.

- ??? -

Erklärung des Meisters: Bei der Fahrt über die wohl für den Audi zu schlechten Straßen der Eifel hat sich unter der Haube ein Stecker gelöst. Er hat ihn wieder in die richtige Position gebracht. - Kundendienst! - Und: „Gute Fahrt!“

Was lernen wir daraus?

  • Funktionierende Stecker in einem Automobil können genauso wenig einen persönlichen, guten Kundenservice ersetzen, wie repräsentative, Selbstbewusstsein ausstrahlende, große, gewaltige Marken-Baudenkmäler.

Auch Größe kann relativ sein!

MK/Wilhelm Hahne
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2014er LG-Urteil in 2018 noch nicht rechtskräftig!

Bis zum Urteil war im Landgerichts-Prozess, der allgemein unter „Nürburgring-Prozess“ bekannt wurde, zwei Jahre lang gründlich verhandelt worden. Das Urteil umfasste 223 Seiten und sollte der Öffentlichkeit eigentlich – meinte die Staatsanwaltschaft - in den Details vorenthalten bleiben. Aber natürlich waren die Strafen gegen die einzelnen Angeklagten im so genannten „Nürburgring-Prozess“, der beim Landgericht Koblenz verhandelt wurde, schon bekannt. Das Urteil erging am 16. April 2014 und wurde damals z.B. von der „Frankfurter Rundschau“ so kommentiert: „Dass Großmannssucht und Leichtgläubigkeit die Affäre bestimmten, steht im Gegensatz zur abschließenden rechtlichen Bewertung bereits fest. Wären diese Verhaltensweisen strafbar, dann wäre Deubel im Knast nicht allein. Wichtigster Zellennachbar wäre Kurt Beck, der Ex-Ministerpräsident, der - was die Luftschlösser rund um den "Freizeitpark" betrifft - als Erfinder, Architekt und Bauherr gelten darf. Er trägt die Verantwortung für den größten Schaden: die Pleite einer Idee, die insgesamt viel mehr Steuergeld kostete als Deubels Taten.“ - Professor Dr. Deubel hat das vom Landgericht gesprochene Urteil gegen ihn auch nicht hingenommen, sondern Einspruch beim Bundesgerichtshof eingelegt. - Nur Motor-KRITIK hat das „Basis“-Urteil des Landgerichts Koblenz auch im Detail – alle 223 Seiten – hier am 26. Februar 2016 veröffentlicht. Der Geschichte unter dem Titel: „Ist Prof. Deubel nur ein Bauernopfer?“ ist es angehängt. - Und wir haben auch weiter die Entwicklung beobachtet, die sehr zögerlich, geradezu langsam verlief, weiter zäh und langsam verläuft und deren Ende nicht abzusehen ist. - Darum habe ich auch noch einmal – u.a. - in diesen Wochen beim Landgericht Koblenz nachgehört. Diese Nachfrage hat auch anderen Publikationen „automatisch“ Informationen gebracht, die dann – mehr oder weniger „fachkundig“ - für die Leser „übersetzt“ wurden. - Hier bei Motor-KRITIK gibt es nun die Informationen zu Fakten, die die „Entdeckung der Langsamkeit“ erklären und Details aufzeigen soll, die – so finden wir – auch eine breitere Öffentlichkeit interessieren sollten.

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Warum der Motor-Sport zur Zeit keiner ist!

Sport ist Wettbewerb. Der Beste soll gewinnen. Im Motorsport geht es nicht nur um die Fähigkeiten der Besten als Fahrer, sondern das in der Kombination mit dem technischen Gerät. Nun sind die „technischen Beigaben“ nicht alle gleich, bieten nicht die gleichen Voraussetzungen, also versucht man mit Vorschriften und Gesetzen zu normieren. Genügte es in der guten alten Zeit des Motorsport da einen einfachen, verständlichen Rahmen zu schaffen, um – z.B. im Automobilsport – das beste Automobil mit dem besten Fahrer als Sieger – als Beste – auszuzeichnen, so hat sich das in den Zeiten des „modernen Motorsports“ geändert. Der Motorsport hat sich durch Eingriffe des Marketings und dadurch, dass – bewusst (?) - Abhängigkeiten von Motorsport-Organisationen von der Industrie geschaffen wurden, per Saldo für die Ausführenden zu einer Geldvernichtungsmaschine entwickelt. Wer am besten „füttert“, kann auch mit der Hilfe der Motorsport-Organisationen rechnen, die sich gegenüber den Sportreibenden als „Behörde“ - sozusagen als „letzte Instanz“ präsentieren. Und da gibt es dann – ohne das die „fordernde Behörde“ dazu irgendeine Berechtigung hätte (!) - z.B. das DMSB-Nordschleifen-Permit, werden die Fahrzeuge evtl. zwischen Qualifying und eigentlichem Rennen noch durch „Auflagen“ bestraft, die immer (!!!) das eine – oder auch mal das andere – Fabrikat bevorzugen oder benachteiligen. Das System wird „BoP“, Balance of Performance genannt. Dann gibt es das so genannte Safety-Car, das von pfiffigen Funktionären in den USA erfunden wurde, um – wenn in den Ovalkursen die Rennen langweilig zu werden drohten – dann die Fahrzeuge wieder zusammen zu führen und so für die Zuschauer Spannung zu erzeugen. - Inzwischen wird so ein „Safety-Car“ auch am Nürburgring zur Umsetzung beim Erreichen von „notwendigen Zielen“ eingesetzt. - Nachstehend soll das – hoffentlich – verständlich erläutert werden.

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„Begrüßung“ zum 24h-Rennen Nürburgring 1978

Man könnte die Diskussion um die Abläufe und Geschehnisse beim 24h-Rennen 2018 am Nürburgring sicherlich endlos fortsetzen. Zu bestimmten Details wird – später - aber auch noch etwas geschrieben werden müssen. - Heute möchte ich – unkommentiert – nur die Begrüßung wortgetreu wiedergeben, die im Programm zum 24h-Rennen 1978 auf dem Nürburgring zu finden ist. Sie war  unterzeichnet von:

Otto Flimm
Vizepräsident des ADAC
Vorsitzender des ADAC Nordrhein

Der Zeitplan lautete damals:

Abnahme: 6. Oktober 1978 16.00 Uhr bis 20.00 Uhr
          7.Oktober 1978    7.00 Uhr bis 11.00 Uhr
Pflichttraining: 7. Oktober 1978 7.00 Uhr bis 13 Uhr
Beginn des Rennens: 7. Oktober 1978 16.00 Uhr
Ende des Rennens: 8. Oktober 1978 16.00 Uhr

Es war damals – natürlich – eine andere Zeit, bei der man folgende Renndienste im Fahrerlager registrieren konnte:

CASTROL – Hamburg (ARM)
Deutsche Renault-Oele – Köln
FICHTEL & SACHS – Schweinfurt (ARM)
GOODYEAR – K. H. Tibor – Köln
KLEBER – Mettmann
KONIStoßdämpfer – Ebernhahn (ARM)
MICHELIN – Karlsruhe
TEXTAR – Leverkusen
VALVOLINE – Hamburg (ARM)

Und die Begrüßung der zahlenden Zuschauer lautete:

„Das 24-Stunden-Rennen des ADAC Nordrhein unterscheidet sich grundsätzlich von anderen Langstreckenrennen, die in anderen Teilen der Welt unter dem gleichen Titel laufen. Es ist eine Veranstaltung, die sich mehr an den Nachwuchsfahrer und den Amateur wendet als an Langstreckenprofis. Mit gutem Grund: Schon immer war die Förderung des Breitensports ein besonderes Anliegen des ADAC. Es kommt uns deshalb darauf an, unseren aktiven Fahrern mit verhältnismäßig geringem Einsatz die Teilnahme an einem klassischen Langstreckenrennen mit ziemlich gleich verteilten Siegeschancen zu bieten.

Der Nürburgring mit seinen Abwechselungen und Schwierigkeiten wird dazu beitragen, selbst 24 Stunden nicht zu lang werden zu lassen. Das gilt für die Aktiven, denen ich viel Erfolg im fairen Wettkampf wünsche, aber auch für die zahlreichen Helfer, Betreuer und Funktionäre, und schließlich auch für die Zuschauer, denen ich einen spannenden Rennverlauf wünsche.“

MK/Wilhelm Hahne

PS: Ich danke dem Motor-KRITIK-Leser für die Erinnerung daran – und die Information!

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24h-Rennen: TV-Solo für zwei Stars & 145 Statisten!

Es war – so meinten die Medien-Partner - „das größte Autorennen der Welt“. Ich habe schon Größere erlebt. Auch 24-Stunden-Rennen am Nürburgring! - Und Bessere! - Es gibt wohl kaum – weltweit - eine größere Zusammenballung von groben Fehlern und Fehlentscheidungen bei einem 24h-Rennen, als bei diesem in 2018, für die in diesem Fall der ADAC Nordrhein e.V. und der DMSB e.V. die Verantwortung tragen. Schon im Vorfeld musste man Korrekturen in der Ausschreibung vornehmen. Auch danach orientierten man sich nicht in Details an den Vorschriften des DMSB. -Aber der genehmigte trotzdem, übersah seine eigene Bestimmungen und strafte frühere Aussagen gegenüber anderen Veranstaltern Lügen. - Und alle machten mit. - Und der Präsident des DMSB wurde im Vorfeld für seine „Lebensleistung“ geehrt, der er durch sein persönliches, stillschweigendes Hinnehmen der Realitäten beim Ablauf des 24h-Rennens eine „Krone aufsetzte“. - Er war vor Ort, hätte eingreifen können, müssen! - Aber gegen seinen aktuellen Auftraggeber? - Nur so konnte dann auch Porsche, vorweg als „Brand of the Year“ mit einem „Award“ geehrt, das 24h-Rennen gewinnen, das kein 24h-Rennen war. In einem Sprintrennen über 91 Minuten, das dem Heer der Fernsehzuschauer als ein „Zwei-Personen-Stück“ vorgeführt wurde: Mercedes kontra Porsche. - Mit einem Ende wie nach Drehbuch, das aber leider nicht in sich stimmig war. - Die angeblich auch noch – lt. Starterliste – auf der Strecke befindlichen 145 Statisten, tauchten nur als rollende Schikanen oder Unfälle – im Vorbeifahren gesehen – im Fernsehen kurz auf. Einem „abgebrochenen“ 24h-Rennen wurde mit einem Kurzstrecken-Sprint – als zweitem Rennen im Rennen (?) – die DMSB-Krone aufgesetzt. - Und niemanden hat‘s gestört?

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