2018

13. Juni 2018: Gedanken zur Zeit!

Da läuft gerade auf meinem Handy eine Meldung auf. Es hat gepiept. Und ich muss mich zwingen nicht zu piepen, als ich lese, was man beim SWR für wichtig hält:

„Dieselaffäre: VW akzeptiert einen Strafbefehl in Höhe von einer Milliarde Euro.
13. Juni 2018 – 17:56“

Natürlich hinterfrage ich diese Meldung und stelle fest, dass der Bußgeldbescheid von der Staatsanwaltschaft Braunschweig ergangen ist, wo man feststellt:

„Der Bußgeldbescheid sieht eine Geldbuße in Höhe von insgesamt EUR 1 Mrd. vor, die sich aus dem gesetzlichen Höchstmaß einer Ahndung in Höhe von EUR 5 Mio. sowie einer Abschöpfung wirtschaftlicher Vorteile in Höhe von EUR 995 Mio. zusammensetzt.“

Aber wichtig und entscheidend – für „die Macher“ bei VW ist:

„Durch den Bußgeldbescheid wird das gegen Volkswagen laufende Ordnungswidrigkeitsverfahren beendet.“

Die Staatsanwaltschaft konnte eigentlich keine höhere Strafe verhängen, als sie gesetzlich vorgesehen ist. Das wären dann 5 Millionen Euro gewesen. Da hat sie dann noch den „Rahm abgeschöpft“, den VW nach Ansicht der Juristen 995 Millionen Euro betragen hat. Man spricht von „wirtschaftlichen Vorteilen“, die die Volkswagen AG in dieser Höhe durch den Betrug (!) an vielen VW-Kunden – es sind um 11 Millionen - erreicht hätte.

Der Staat schöpft den „Rahm ab“, der aus den Überzahlungen von rd. 11 Millionen VW-Dieselkäufern besteht. - Und die Mehrzahl dieser Kunden guckt „in die Röhre“?

  • Ist nun Recht gesprochen worden?

Frau Merkel sieht zwar das „Verbrechen“, aber wertet die Abläufe diplomatisch. Als Politiker ist man denen verpflichtet, die in der Volkswirtschaft Bedeutung haben. Und die Automobilhersteller haben Bedeutung – für die Politiker – weil sie Arbeitsplätze schaffen. - Da möchte man dann „nicht stören“.

Andere Wirtschaftsunternehmen verdienen gut an der Zusammenarbeit mit den Automobilherstellern. Und man urteilt „milde“. - Schließlich lebt man – irgendwie – miteinander, voneinander. - Warum sollte man die gute Zusammenarbeit gefährden?

Man kann zwar von Ethik und Moral reden und entsprechende verbindliche Konzern-“Gesetze“ vor sich hertragen, aber entscheidend ist, was in der Praxis passiert.

Und das ist nicht so zu bewerten, wie das jetzt die Staatsanwaltschaft Braunschweig getan hat – und auch andere Gerichte machen, sondern muss eigentlich an einem ganz anderen Paragraphen des Bürgerlichen Gesetzbuches gemessen werden:
   

  • § 129 - Bildung krimineller Vereinigungen


Da werden durch „Chefs“ in den Firmen „kriminelle Vereinigungen“ gebildet, um für die Firma Gewinne zu erzielen, die ihre Einkommen in Millionenhöhe rechtfertigen.

Da wird nicht nur betrogen, sondern auch im Vorfeld gelogen, da werden Begriffe wie „Sicherheit“ und „Umweltfreundlichkeit“ missbraucht, um den Kunden tief in die Tasche zu greifen.

Dass man mit „Sicherheit“ auch Unsicherheit verkauft, verschweigt man gerne; selbst das Thema Bremsen wird z.B. bei Audi nicht ernst genommen. Herr Stadler hat zwar gerade eine Hausdurchsuchung hinter sich, aber das Bremsenproblem – z.B. bei den RS-Modellen – noch ungelöst vor sich.

Aber er veranlasst Mitarbeiter – unter Ausnutzung des vorhandenen Abhängigkeitsverhältnisses – sich „loyal“ zu verhalten. - Aber diese „Loyalität“ wird nicht nur bei Audi erwartet.
   

  • Die Mitarbeiter werden „unmerklich“ zu einer kriminellen Vereinigung zusammen geschweißt! - Und machen sich so strafbar!


Auch Mercedes-Testfahrern wurden – abends an der Theke – vom Chef der Gruppe schon mal ermahnt, dass man nicht so einfach und „krass“ auf Fehler hinweisen könne. Man möge sich auch erinnern, für wen man arbeite. Es wäre auch eine gewisse „Loyalität“ angebracht.

Und der Kunde vertraut diesen „Märchenerzählern“. Und zahlt. Und die Staatsanwaltschaft kassiert. - Und der Kunde „schaut in die Röhre“.

Schöne Gesellschaft!

MK/Wilhelm Hahne
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Kanada.GP: Das Mercedes-Problem ist „Toto“ Wolff!

Zugegeben: Ich habe den Höhepunkt des Rennens verschlafen, als ein „FIA-Girl“ (so ähnlich muss die sportrechtlich gültige Bezeichnung wohl lauten) den „Großen Preis von Kanada“ eine Runde zu früh abwinkte. - Sonst lief alles so, wie von mir gedanklich eingeschätzt.

Lewis Hamilton zeigte Einsatz, wenn beim Bremsen Rauch von seinen Reifen aufstieg. Ergebnis: Team-Kollege Bottas hatte seine Chance. Und am Ende tobte „Toto“ Wolff. - Lewis Hamilton legt ihn sich gerade zurecht. - Der verhandelt nämlich seine Verträge noch selber. Das ist ungewöhnlich und führt nicht zum ersten Mal zu einer Konfrontation – zum Nachteil des Teams.

Hamilton ist da kein Vorwurf zu machen, wohl aber „Toto“ Wolff, der seinen Verhandlungspartner unterschätzt. Wolff‘s Großvater war da früher einfacher.

Wenn nun bald der neue Vertrag unterzeichnet ist, wird Lewis sicherlich wieder zu seiner alten Form zurück finden.

Doch zurück zum Ergebnis in Kanada, mit dem ich wieder in einer kleinen Aufstellung – anders als Andere – die fahrerischen Leistungen auch der Teilnehmer für meine Leser verdeutlichen möchte, die nicht aus der ersten Startreihe, sondern – wie z.B. Grosjean – von Platz 20 starteten:

Es war auch nicht Vettel, der die schnellste Rennrunde fuhr, sondern Verstappen, dessen F1 von einem Renault-Motor befeuert wird. Den zweiten Platz belegt Ferrari; erst auf Platz drei folgt ein Mercedes. - Und „Toto“ Wolff tobt. Dort wo man glaubte gewinnen zu können, fährt man Platz zwei und fünf ein. - Natürlich gab es „technische Probleme“ bei Hamilton. „Probleme“ gab es da auch schon im Qualifying. Bottas konnte sie nicht optimal nutzen. - Nutznießer war Ferrari, ein Team, das jetzt auch in der Teamwertung Mercedes scheinbar gefährlich nahe rückt.

Ich warte gespannt auf die Vertragsunterzeichnung von Hamilton. Damit werden dann – das ist meine Meinung – eine Reihe von „technischen Problemen“ bei Mercedes beseitigt sein.

Werfen wir noch kurz einen Blick auf die Differenzen zwischen der Qualifyingzeit und schnellster Rennrunde bei vier Fahrern:

  • Max Verstappen 2,927 sec
  • Valtterie Bottas  3,135 sec
  • Lewis Hamilton  3,187 sec
  • Sebastian Vettel 3,200 sec

Ich habe beruhigt schlafen können. Der 14 Jahre alte Rundenrekord war nicht in Gefahr. Man hat gegen Ende auch Benzin sparen müssen. Es wurden zwar 70 Rennrunden gefahren, aber nur 68 gewertet. Wegen des Fehlers beim Abwinken. Dem Sportgesetz wurde mit dieser Wertung dann Genüge getan.

Man darf davon ausgehen, dass die in Kanada eingesetzten Kehrmaschinen auch FIA-abgenommen waren. - Alles wie es sein muss.

Aber macht das den Reiz eines Formel 1-Grand-Prix aus?

MK/Wilhelm Hahne
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Grüne Hölle-Wirrwarr II: Sport ist ein Geschäft!

Die erste Geschichte zum Thema Wirrwarr hat diesen Wirrwarr scheinbar noch vergrößert. Motor-KRITIK ist „weiter am Ball geblieben“, weil es lautstarke Stimmen gab, die herum posaunten, dass nichts, aber rein gar nichts, an dieser – auf diesen Seiten veröffentlichten – Geschichte stimmen würde. - Nun kann man mich – als Journalist – zwar jederzeit mit guten Argumenten überzeugen, aber nicht mit Lautstärke, auch nicht mit Drohungen, Beleidigungen oder auch z.B. staatsanwaltlichen Hausdurchsuchungen. Darum habe ich meine Geschichte vom 7. Juni 2018 mit dem Titel, „Grüne Hölle-Wirrwarr: Verantwortung wird delegiert!“, noch einmal ernsthaft – und gründlich (!) überprüft: Hatte ich falsch informiert? - NEIN! - Habe ich etwas übersehen, wovon man nun mit Geschrei ablenken möchte? - JA! - Deshalb möchte ich heute meine erste Geschichte zum Thema „Wirrwarr“ ergänzen, denn dieser „Wirrwarr“ hat System – und auch eine Basis. - Darum heute die Fortsetzung mit:

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Grüne Hölle-Wirrwarr: Verantwortung wird delegiert!

Da sollte es zwischen 15. und 17. Juni 2018 eine tolle Veranstaltung am Nürburgring geben. Auf der Nürburgring-Internetseite konnte man im „Vorfeld“ lesen: „Zum 90. Geburtstag des Nürburgrings fand 2017 erstmals die „Nürburgring Classic“ statt. Im darauffolgenden Jahr gibt es ein Wiedersehen. Wie bereits im vergangenen Jahr zeigen sich die Organisatoren vom DAMC 05 nicht nur auf der Strecke geschichtsverbunden. Auch das Datum des dreitägigen Treffens historischer Fahrzeuge und Motorräder orientiert sich an der Geburtsstunde des Nürburgrings. Dieser wurde am 18. Juni 1927 eröffnet – die "Nürburgring Classic" findet passend dazu vom 15. bis 17. Juni 2018 statt.“ - Verfolgt man die Entwicklung hin zu diesem Rennen, dann genügt es offenbar nicht, eine Veranstaltung „geschichtsverbunden“ auszurichten, sondern man muss auch rechtzeitig die Weichen stellen und nicht kurz vor der Veranstaltung dann z.B. ein auf der Nordschleife geplantes Rennen streichen und so z.B. die TWC-Organisation zwingen, nur weniger als zwei Wochen vor dem geplanten Rennen, eine neue Ausschreibung „unter die Leute“ zu bringen. - Natürlich gibt es offiziell genannte Gründe. Dazu stellt die TWC-Organisation fest: „ Was sich hinter den Kulissen tatsächlich abspielt, bleibt natürlich verborgen.“ - Motor-KRITIK hat sich einmal umgehört und hat den Eindruck, dass es auch hier primär um Geld geht. - Motorsport muss sich lohnen. - Nicht nur für den Strecken-Vermieter, sondern auch für den Veranstalter.

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MotoGP in Italien: Mal anders betrachtet!

Seit Beginn der Formel 1-Saison 2018 findet man hier bei Motor-KRITIK immer wieder eine Tabelle, die eine andere Sicht auf die Leistung der Fahrer erlaubt. Sie orientiert sich an der schnellsten Runde im Rennen. Was dabei auffällt, wenn man diese Zeiten mit denen im Qualifying vergleicht ist, dass die Zeitdifferenz sehr groß ist und den Eindruck vermittelt, dass die Motorleistung, bzw. die Leistung des Gesamtsystems im Qualifying nichts mit der verfügbaren Leistung im Rennen zu tun hat. - Da ist es interessant einmal die Leistungen der MotorGP-Fahrer mit denen der in der Formel 1 zu vergleichen. Der GP in Italien bietet sich deswegen besonders an, weil es praktisch an diesem Rennwochenende in Deutschland keine Möglichkeit gab, das Rennen „live“ zu erleben. - Oder man hätte irgendwo, irgendeine kostenpflichtige App herunterladen müssen. - Eigentlich habe ich nicht vor, jedes Rennen – so die in der Formel 1 – auf Motor-KRITIK-Art zu analysieren, aber die Leser sollten schon ein Gefühl dafür erhalten, wo das Markting noch den größeren Einfluss hat oder wo man sich noch sportlich – sportlicher -  auseinandersetzt. - Sport findet da statt, wo man mit unterschiedlichen „Waffen zwar nach einem gewissen Reglement, aber nicht unter der subjektiven Fuchtel einer „BoP“ (Balance of Performance) die Leistung von Mensch und Maschine in einer sportlichen Auseinandersetzung misst. - Nachstehend findet man zu den Daten in einer von Motor-KRITIK erstellten Tabelle, auch noch eine Auflistung die deutlich macht, welche Position eigentlich Deutschland heute noch im internationalen Motorradsport spielt. - Keine mehr! -  Es gibt weder einen interessierten Motorradhersteller, der sich dem technischen Vergleich mit der internationalen Konkurrenz stellen möchte (kann!), noch Fahrer, die die Risiken akzeptieren, die man schon eingehen muss, wenn man im internationalen Vergleich eine Rolle spielen möchte.

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„Rock am Ring“: „Sommergewitter“ in der Eifel?

Der Nürburgring-Pächter stellte sich Mitte Mai „perfekt vorbereitet für den Festival-Sommer“ mit einer Pressemitteilung vor, die auf die „ausgezeichnete Festival-Infrastruktur“ hinwies und wie zufällig die Information enthielt: „Tickets ab sofort auch vor Ort am Nürburgring erhältlich.“ - Motor-KRITIK hat das nicht überrascht, da wir schon am 7. Mai – nicht nur – mit einem Hinweis auf die Veranstaltung „Rock am Ring“ festgestellt hatten: „Man hat die preislichen Vorstellungen – und Möglichkeiten(!) -  der Fans überschritten!“ - Dass sich danach ganze Fan-Gruppen über diese Entwicklung des Festivals beschwerten, ließ dann mehr als nur vermuten, dass der Veranstalter dieses Festivals mit einem deutlichen Besucher-Rückgang zu rechnen hatte. - Der hat dann auch – nicht ungeschickt – direkt nach Beginn der Veranstaltung von einem aktuellen Besucherrückgang gegenüber dem Vorjahr von 20 Prozent = 17.000 Besuchern gesprochen. - Motor-KRITIK möchte diese Zahlen nicht übernehmen, sondern eher – um nicht von Geldsummen abzulenken, die sowohl für Besucher wie Veranstalter, trotz unterschiedlicher Höhe, sehr wichtig sind – von einem Einnahmeverlust des Verantalters zwischen 4- und 5-Millionen Euro sprechen. Außerdem wirkt Rock am Ring inzwischen – typisch deutsch – ein wenig überorganisiert. - So wird geradezu die Stimmung „gekillt“, die die „RaR“-Fans eigentlich hier in der Eifel zu finden hofften. - Motor-KRITIK versucht in Wort und Bild einen Eindruck von „RaR 2018“ zu vermitteln.

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Auf den Spuren des 24h-Rennens Nürburgring!

Eigentlich ist schon dieser Titel falsch. Ein Rennen über 24 Stunden gab es nur in den Ankündigungen. Laut  Ausschreibung des ADAC Nordrhein e.V. war es auch eins. Der DMSB e.V. wird das sicherlich bestätigen, denn dieser Verein hat ein solches Rennen auch genehmigt. In der Praxis – später in der Umsetzung – war es zwar eine „große Sause“, aber die hätte auch von „Max und Moritz“ sein können. Wobei, wenn man das so empfindet, aber schon festgehalten werden sollte, das „Max und Moritz“ auch das Werk eines deutschen Homoristen und Zeichners war. So wie das 24h-Rennen das Werk von deutschen Vereinen war, über das wir bei Motor-KRITIK auch heute immer noch nicht richtig lachen können. Bei Wikipedia ist zur Geschichte von „Max und Moritz“ zu lesen: „ Im Handlungsgefüge weist sie auffällige Gesetzmäßigkeiten und Grundmuster inhaltlicher, stilistischer und wirkungsästhetischer Art auf, die sich auch in den späteren Arbeiten ... wiederholen.“ - Das könnte man auch vom 24h-Rennen 2018 und der Zusammenarbeit der Vereine von ADAC Nordrhein und DMSB sagen. Wichtig ist, dass man sich einig ist. - Bei Max und Moritz ist – wie beim 24h-Rennen auch – ein schneller Wandel von Ordnung in Chaos zu beobachten. Da gibt es auf der einen Seite die klaren Gesetzmäßigkeiten, die vorgeben, allen – z.B. in der GT3 – die gleiche Chance zu bieten, auf der anderen Seite dann das Chaos, dass dann aber ein deutsches, weil wohlorganisiert ist. - So gab es im Vorfeld – schon lange vor diesem 24h-Rennen - z.B. klare Bestimmungen, die den Einsatz von Drohnen, so genannten „UAS“ (Unmanned Aerial Systems) betreffen. - Und es gab auch Ausnahmegenehmigungen. - Der ungenehmigte Start von Drohnen musste darum verfolgt werden. Daran hat man sich auch gehalten, wie deutlich wurde, als bei der  Polizei am 11. Mai einer Meldung einging, dass im Bereich der Mercedes-Tribüne eine Drohne unberechtigt gestartet worden wäre. - Motor-KRITIK ist dieser Meldung einmal nachgegangen. Das Gesamtergebnis der journalistischen Bemühungen wird sicherlich auch Motor-KRITIK-Leser mehr als nur informieren.

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F1 in Monte Carlo: Gesucht wurde der Schnellste!

Das F1-Rennen in Monte Carlo ist schon etwas Besonderes. Der Eine beschreibt es als „Hubschrauberfliegen im Wohnzimmer“, der Andere als „Fahren mit dem Motorrad im Supermarkt“. Eines ist dort richtig und wichtig: Man darf sich dort auch nicht den kleinsten Fehler erlauben. Aber man kann auch nicht „auf Sicherheit“ fahren.- Zumindest nicht im Qualifying. Das sorgt nicht nur für Spannung, sondern schafft auch in der Realität die Situation, die den Sieger nach dem Qualifying mit hoher Wahrscheinlichkeit vorhersagen lässt.  Daniel Ricciardo war nicht nur in allen drei freien Trainingssitzungen der Schnellste, sondern gewann auch das erste, zweite und dritte Qualifying. Man musste den Eindruck haben: Nach Belieben. - Er fuhr dabei – natürlich – einen neuen Streckenrekord. - Auf einem neuen, rosarot-markierten Reifen, speziell für „Stadtfahrten“ entwickelt. Obwohl nicht „Lila“, trotzdem „zart-schmelzend“.

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Nach dem 25. Mai 2018: Lieber Leser!

Eigentlich habe ich gar nicht mitbekommen, was sich da in den letzten zwei Jahren für ein Unwetter über den EU-Staaten zusammen gebraut hatte. Aber mein Administrator hat mich dann rechtzeitig gewarnt. Jeder macht eben das, was er am besten kann. Ich grabe Geschichten aus, beobachte die Entwicklungen im Motorsport und bei der Autoindustrie, aber natürlich auch beim -Handel, weil das alles insgesamt ein Teil der Szene ist, in der ich mich seit vielen Jahrzehnten bewege. Ich habe nicht immer als Journalist gearbeitet, sondern kenne die Branche auch von der anderen Seite des Schreibtisches. Das macht mich aus deren Sicht „so gefährlich“! - Ich rechne mich allerdings nicht zu den Fach-Idioten, da ich immer versucht habe, meinen Horizont nicht zu eng werden zu lassen. Aber das Computerwesen… - da habe ich mich erst eingewöhnen müssen. Immerhin arbeite ich schon seit 1989 mit Computern und verglichen mit dem Wissen und Können meiner Altersgenossen auf diesem Gebiet, gelte ich geradezu als Fachmann. - (Man muss sich eben immer die richtigen Vergleiche suchen.) - Das gilt auch für die so genannte DSGVO, die von der EU-Kommission in Brüssel über Jahre entwickelt nun seit dem 25. Mai 2018 auch bei uns Gültigkeit hat. Dieses neue Stück Bürokratie bestimmt also auch ab diesem Tag mein Leben und meinen Beruf. Darum will ich hier auch über die ersten Tage meiner Erfahrungen schreiben.

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Werkstatt-Qualität: Nicht von der Optik bestimmt!

Was mir in letzter Zeit auffällt ist, dass Audi wohl sehr großen Wert auf die Außendarstellung legt. Die modernen Audi-Stützpunkte sind optische Leckerbissen. Tolle, silbern, leicht wirkende Blöcke. Wie überhaupt das Niveau der Gebäude gewisser Automobil-Händler inzwischen einen neuen Premium-Wert erreicht hat.

Aber garantiert die Außendarstellung die Wertigkeit des Kundendienstes? - Man verspricht mit der neuen Außendarstellung scheinbar Besseres. Aber sind auch die Mitarbeiter mit gewachsen? Haben  auch sie an Wertigkeit zugelegt? - Im Kundendienst zum Beispiel.

Pech! - Der Kunde ist Mensch geblieben, evtl. einer mit Schwellenangst. - Auch das Automobil ist nicht nutzvoller, nur komplizierter geworden. Das Automobil ist immer noch nur so gut, wie der Mensch es bei der Montage entstehen ließ. Da kommen viele Teile zusammen. Die auch schon mal den „Kontakt‘“ verlieren können.

Da ist z.B. ein Firmenbesitzer und -Lenker davon überzeugt, dass ein Audi A 8 ihn so repräsentiert, wie er gerne von seinen Kunden wahrgenommen werden möchte. Er hat die Fabrikatsreihen vor dem Kauf durchdacht. - Mercedes? - Nein, da fühlt er sich nicht richtig dargestellt, ein BMW ist auch nicht „sein Ding“. Also muss es ein Audi sein!

Opel und Ford scheiden aus. Ein VW könnte es vielleicht mal sein, wenn er sich denn im Ruhestand befindet. Der Audi A8 ist zwar derzeit nicht sein einziges Automobil, aber nun mal das, mit dem er sich richtig dargestellt fühlt. - Vorsprung durch Technik eben!

  • Auch der Mensch braucht einen Rahmen!

Sein Lebensmittelpunkt, privat und mit seiner Firma, ist Mönchengladbach. Er lebt und arbeitet gerne hier. Das hier, der Niederrhein, ist ein Stück Heimat.

Aber die Eifel ist das, was er – auch – zum Leben braucht. Und so ist er dann an diesem Tag mit dem Audi A8 von Mönchengladbach in Richtung Eifel unterwegs. Er kennt dort ein Café, wo man noch den Kuchen selber backt. Dort möchte er mal die Beine unter den Tisch stellen und entspannen vom Stress, der ihn in Mönchengladbach ständig umgibt. - In der Eifel dort, hat noch nicht einmal sein Handy Kontakt zur Außenwelt.

Dort gibt es eben noch Orte, wo man sich fühlen kann, wie im Gestern. So schön es ist, in einer modernen Welt viel Geld zu verdienen, so schön ist es, in einer Welt wie „von gestern“ Ruhe zu finden, sich erholen zu können.

So lässt sich der Firmenlenker von seinem Audi A8 in die Eifel tragen. - Jedenfalls bis kurz vor seinem Ziel. Da stottert dann sein Audi, im Armaturenbrett blinken Lämpchen und sein modernes  Fortbewegungsmittel beschließt in ein Notprogramm zu fallen.

Was soll man da als Fahrer machen? - In diesem Fall beschließt der Fahrer, in seinem Stamm-Café anzurufen, um seine Situation zu schildern. - Er würde – vielleicht - später kommen. - Man tröstet den Stammgast, bietet an, ihm entgegen zu kommen, um ihn dann in eine der modernen, großen Audi-Werkstätten zu begleiten, die es auch in der Eifel gibt.

Immerhin gibt es dort einen mit seiner Firmengruppe bedeutenden Repräsentanten des VW-Konzerns. Dazu gehört natürlich auch eine Audi-Verkaufsstelle in lockerem „Silber“, groß und gewaltig wirkend. - Natürlich auch eine Werkstatt, ein Audi-Kundendienst.

Umsorgt vom begleitenden „Kundendienst“ des Cafés, der dem Stammkunden mit irgendeinem – aus Sicht der Audi-Mannen - „Fremdfabrikat“ entgegen gekommen ist, rollt man mit dem Audi gleich in die Werkstatt der Audi-Service-Station.

Die Café-Besitzerin wartet in ihrem schmutzigen, weil artgerecht genutzten Allrad-Geländewagen, vor dem Audi-Repräsentationsgebäude.

Schon Minuten später erscheint ein Verkäufer im blütenweißen Hemd, um ihr mit einer schnellen, eindeutigen Handbewegung und dem Zuruf, sie möge doch „das Ding“ von dieser Stelle entfernen, einen kleinen Schock zu versetzen.

Drinnen in der Werkstatt nickt inzwischen ein Meister dem Audi A8-Besitzer gnädig zu: Man würde sich kümmern.

Doch das ist dem A 8-Besitzer zu wenig. Er hätte gerne einen Leihwagen und… - Gemach, gemach! - Man habe keinen Leihwagen. - Der Werkstatt-Mitarbeiter wirft einen Blick auf das Kennzeichen des Fahrzeugs und fragt: „Sie kommen aus Mönchengladbach?“ - „Ja! - Warum?“ - „Dann fahren Sie dort auch bitte in die Werkstatt!“

Der Audi A 8-Besitzer ist entsetzt. Aber sein Auto ist doch defekt, am Armaturenbrett blinken Warnleuchten, sein Auto hat den Top-Speed auf 60 km/h limitiert und bis zur Werkstatt in Mönchengladbach sind es mehr als 140 Kilometer!

Der Audi-Mitarbeiter ist unerbittlich. Das wäre kein Problem! Dem Auto würde damit kein Schaden zugefügt. Es würde nur halt etwas länger dauern.

Tatsächlich hat der Audi A 8-Besitzer sich gefügt, sich fügen müssen. Er hat zurück noch mehr Zeit als gedacht benötigt, weil er Nebenstrecken wählen musste, um beim aktuellen Top-Speed seines Audi nicht auf den viel befahrenen Hauptverkehrswegen zu einem Verkehrshindernis für andere Verkehrsteilnehmer zu werden.

„Erreicht den Hof mit Müh‘ und Not!“ - Sein dortiger Audi-Partner tröstet ihn. - Und bald ist dann auch der Audi A 8 wieder gesund.

- ??? -

Erklärung des Meisters: Bei der Fahrt über die wohl für den Audi zu schlechten Straßen der Eifel hat sich unter der Haube ein Stecker gelöst. Er hat ihn wieder in die richtige Position gebracht. - Kundendienst! - Und: „Gute Fahrt!“

Was lernen wir daraus?

  • Funktionierende Stecker in einem Automobil können genauso wenig einen persönlichen, guten Kundenservice ersetzen, wie repräsentative, Selbstbewusstsein ausstrahlende, große, gewaltige Marken-Baudenkmäler.

Auch Größe kann relativ sein!

MK/Wilhelm Hahne
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