2018

Beispiel Raikkönen: Sind Menschen „unberechenbar“?

Ich bin immer wieder ein wenig erstaunt, wie wenig der Faktor Mensch im Motorsport Berücksichtigung findet. Eigentlich scheint es ihn gar nicht zu geben, wenn man einmal die unterschiedlichsten Fahrer und ihre Entwicklung – jetzt durch das Beispiel Raikkönen angeregt – Revue passieren lässt. Es ist sicherlich normal, dass immer das Ergebnis gewertet wird. War jemand erfolgreich, weniger erfolgreich? - Hat er evtl. versagt? - Doch die Gründe werden nicht hinterfragt. Schließlich ist heute alles messbar! - Es wird nicht nur überwacht, ob – und wie – das Sportinstrument, das Rennfahrzeug funktioniert, sondern auch bewertet, wie und wo ein Fahrer – der „Bediener“ des Fahrzeugs - bremst, die Gaspedalstellung kann „ausgelesen“ werden, man wertet erreichte Geschwindigkeiten aus. - Innerhalb eines Teams wird dann verglichen, abgeglichen und benotet. - Das von Leuten, die den Computer einschl. der Software perfekt beherrschen, aber oft noch niemals in ihrem Leben Rennen gefahren sind. - Es bleibt auch der menschliche Faktor unberücksichtigt. - Auch in der so genannten „Volksmeinung“. - Da geht dann nichts über einen Michael Schumacher, einen Klaus Ludwig oder auch einen Sebastian Vettel. - Dass das alles aber auch Menschen mit gewissen Stärken, aber auch Schwächen sind, wird dabei vergessen. - Was zählt, ist immer das Ergebnis. - Alle kommen eigentlich auf unterschiedlichen Wegen dazu, doch man könnte – wäre man menschlich einfühlsam – das Ergebnis oft noch verbessern. - Wenn man sich nicht nur um das „Sportinstrument“, sondern auch um den „Menschen“ bemühen würde, der schließlich in voller Harmonie mit der vorhandenen Technik das beste Ergebnis erzielen soll.

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MotoGP: Richtiger Rennsport – sogar mit Grid-Girls!

Zu den Formel 1-Rennen dieser Saison habe ich jeweils nach den vorliegenden Ergebnisssen Gegenüberstellungen von Rundenzeiten veröffentlicht und auf unerklärbare Differenzen hingewiesen. Differenzen sind eigentlich in einem gewissen Rahmen logisch, aber die aktuell auftretenden Zeitunterschiede sind für eine Rennsport-Serie, die sich selbst als „Königsklasse“ des Motorsports bezeichnet, einfach unpassend. - Ich hätte im Interesse meiner Leser gerne dazu eine verständliche Erklärung von Fachleuten gehabt. - Aber das Mercedes Formel 1-Team hat offenbar andere Sorgen, antwortet nicht auf meine Anfrage, auch nicht nach Erinnerungen. - Was ist denn im modernen Rennsport eigentlich noch „normal“? - Darum veröffentliche ich heute ein Auflistung nach einem Lauf der MotoGP, die nach dem gleichen Schema erfolgt, wie ich es auch für die Formel 1 erstellt hatte. Die MotorGP hatte am vergangenen Wochenende einen WM-Lauf in Misano, bei Rimini/Italien. Wenn man diesen aktuell erstellten „Zahlenvergleich“ z.B. mit dem für die Formel 1 und dem Grand-Prix in Monza abgleicht, müsste eigentlich auch den Herren bei Mercedes klar werden, dass die Formel 1 des Jahres 2018 nicht mehr das ist, was sie einmal war: Rennsport! - Neue Besitzer der Serie, deren Marketing-Ideen und eine Weiterentwicklung der Technik hat die Formel 1 gegenüber ihrem Ursprung etwas verfremdet. - Der MotoGP-Lauf in Misano zeigt, wie wirklicher Rennsport  – auch im Jahr 2018 – immer noch sein kann! - Es ist an den Zahlen in der unten folgenden Aufstellung abzulesen.

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Sind „Vorläufige“ Ergebnisse bei VLN-Rennen der Beweis?

Das ist neu bei der VLN: Das Ergebnis des letzten Rennens ist noch Tage nach dem Rennen „vorläufig“. Gemeint ist VLN-Lauf 6. Da fragt man sich dann als aufmerksamer Beobachter: Was soll einem diese Art der Darstellung deutlich machen? - Die bei der VLN aktuell überall spürbare vielfältige Einfalt? - Was ist denn da wohl passiert? - Obwohl ich aufmerksam herum gehört habe: Niemand wusste etwas von einem Protest, der ein „endgültiges Rennergebnis“ verzögern kann. - Die „Spielregeln“ von FIA und DMSB sind auch eigentlich klar. - Was ist nach VLN-Lauf Nr. 6 noch nicht klar? - Was ist passiert?

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Monza-Ergebnis beweist: Die F1 ist eine Fahrer-WM!

Gerade den Ferrari- und Mercedes-Managern wäre es lieber, wenn bei den Formel 1-Wertungen die Konstrukteurswertung im Vordergrund stehen würde, weil doch eigentlich das Rennfahrzeug und der Motor das für den Sieg entscheidende Faktum sind. Gerade in Monza, auf der schnellsten Formel 1-Strecke kommt es die Power an. - Das war auch die Meinung vieler Fachleute. - Darum gab es auch die Vorhersage: Ferrari mit Vettel würde siegen. Schließlich waren im Qualifying 3 zwei Ferrari vor zwei Mercedes gewesen. Ferrari hatte bewiesen: Man hatte das bessere Formel 1-Fahrzeug, den besseren Motor. Es würde wahrscheinlich auch keinen Regen geben, der evtl. durch die fahrerischen  Qualitäten eines Einzelnen, die Darstellung von technischer Leistung verfälschen könnte. - Wer sollte da Ferrari schlagen, die mit ihren zwei Einsatzfahrzeugen die erste Startreihe einnahmen? - Weil der Rennausgang ein anderer war, muss man hier noch einmal feststellen:

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Als berichtenswert empfunden: „Ein später Versuch“!

Als Fachjournalist informiere ich über Interessantes aus der Branche. Weil meine jungen Kollegen nicht unbedingt immer Zusammenhänge herstellen können, weil es ihnen an Erfahrung fehlt, entsteht bei manchen der Motor-KRITIK-Leser vielleicht der Eindruck, dass es da wohl jemandem Spaß macht, „im Dreck zu wühlen“. - Ganz im Gegenteil. - Aber ich fühle mich schon verpflichtet „Laut zu geben“, wenn irgendwo „Dinge aus dem Gleis zu laufen scheinen“. - Und das möglichst früh!

  • Motor-KRITIK ist darum auch immer – bewusst – unabhängig von Anzeigen geblieben!

Eigentlich sind es sehr häufig „Vorwarnungen“, die auf diesen Seiten zu lesen sind, denn irgendwann wird jeder begreifen (müssen!), was da irgendwo schief läuft. - Wie jetzt z.B. bei der VLN. - Es ist mir aber klar, dass der von mir überschaubare Branchen-Bereich nur einen Teil dessen ausmacht, was für uns Menschen wichtig sein sollte.

Ich nehme durchaus an dem Anteil, was man als „normales Leben“ empfindet, empfinde schon Emotionen bei bestimmten Ereignissen, über die ich nicht schreibe, weil sie eigentlich aus dem mir selbst gesetzten Rahmen fallen.

Ich verstehe also durchaus, Minttu,  die Frau von Kimi Raikkönen, wenn sie sich bei am Ende von Quali 3 in Monza ein paar Tränen aus dem Gesicht wischen musste, nachdem ihr Mann – mal wieder – bewiesen hatte, dass er eigentlich fahrerisch allgemein unterschätzt wird. - Alter hin, Alter her.

Heute hat mich z.B. beim Lesen des „Kölner Stadtanzeiger“ eine Anzeige unter „Glückwünsche & Persönliches“ irgendwie berührt. Ich lese eben nicht nur reine Sachinformationen zu Themen „meiner Branche“. Die Zeitung war die von Samstag, ist also eigentlich „von Gestern“, aber ich empfinde die Anzeige als wichtig, für so wichtig, dass ich sie hier einmal veröffentlichen möchte. - Dieses Mal also doch eine Anzeige!

Da ist einem 85jährigen Mann, der in einem Altersheim lebt wichtig, „Erinnerungsstücke“ zu einer Aufführung eines Bühnen-Lustspiels des Jahres 1953 zu erhalten, das damals durch „Lehrlinge“ der Ford-Werke AG Köln aufgeführt wurde. - Er gibt dafür Geld aus!

Selbst wenn meine Leser ihm nicht helfen können, kann diese Anzeige eine Anregung sein, „alte Leute“ mit anderen Augen und aus anderer Sicht zu sehen, wie das allgemein heute geschieht.

In unseren Landen ist es nicht „in“, die Erfahrungen alter Leute zur Lösung neuer Probleme zu nutzen. In asiatischen Ländern ist das – wie ich weiß – anders. Verläuft darum die aktuelle Entwicklung dort ein wenig anders, besser, schneller?

Die Anzeige steht auf diesen Seiten nicht nur, weil ich diesen Mann verstehe, sondern auch, um junge Leute daran zu erinnern, dass man manche Sachen nicht mit einer schnellen Handbewegung abtun, sondern zum Anlass nehmen sollte, Situationen beim nachträglichen Reflektieren klarer zu sehen, um evtl. erst dann den Sinn eines Geschehens zu begreifen.

Wir alle sind auf der Suche. Auf der Suche nach dem richtigen Weg. Im Privaten wie im Beruflichen. Es bringt einen nicht weiter, wenn man Probleme einfach zur Seite schiebt.

In jedem Fall lohnt sich immer „ein später Versuch“.

MK/Wilhelm Hahne
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VLN: Haben Schlüter & Bork die Übersicht verloren?

Die Starterzahlen bei den VLN-Läufen sinken in 2018 weiter. Die veranstaltenden Klubs scheinen uninteressiert, da vertraglich abgesichert. Die Verwirrung, Verunsicherung – und Unmut – bei den Teams steigt. Während der DMSB in die eine Richtung argumentiert, schaut die VLN-Führung in die andere. - Reglementsicherheit in der Saison? - Weiß man überhaupt noch wer wofür verantwortlich ist? Die an merkantilen Interessen orientierten Veränderungen scheinen wichtiger als sportliche Konstanz! Die ILN funktioniert in dieser Situation wie eine Vogelscheuche bei Windstille: Gar nicht! - In dieser Situation versuchen die Nürburgring-Pächter die Führung in der VLN-Serie an sich zu reißen! - Unauffällig! - Jetzt wird es für die veranstaltenden Klubs – und Gesellschafter(!) - Zeit einzugreifen! - Im Interesse einer Breitensportserie mit Tradition!

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F1 + Toto Wolff = XY ungelöst: Differenzen stören!

Zeit-Differenzen bei Rundenzeiten in der Formel 1 zum Beispiel. Wer sich um die Auflösung des Rätsels bemüht, bekommt keine Antwort. Die Frage ging an eins der Spitzenteams in der Formel 1, zufällig ein deutsches. Dort führt ein Österreicher Regie. Da passt wohl eine solche Frage nicht ins Bild. Chef-Regisseur dort ist „Toto“ Wolff. Wo der Chef des Mercedes Formel 1-Teams her kommt, scheint ein Geheimnis zu sein. Wer – bei dieser Gelegenheit – einmal nachbohrt, erfährt in vielen Darstellungen immer das gleiche: „Toto“ kam aus dem Nichts! - Man erfährt, dass er geboren wurde, sein Vater früh starb, seine Mutter Ärztin ist, er mit seinem Einstieg in die Selbstständigkeit und „gutem Riecher“ zu viel Geld gekommen ist – und nun in der „Oberliga“ der Erfolgreichen mitspielt. Er ist zum zweiten Mal verheiratet, hat zwei Kinder aus erster Ehe; mit Suzie Wolff, seiner zweiten Frau, inzwischen auch ein Kind. - Aber nirgendwo steht, wie er in den Motorsport kam, wer ihm die Bahnen ebnete, wer ihm das Geld zur Verfügung stellte, um seinen motorsportlichen Neigungen nachgehen zu können. - Aber die Erfolge sind erwähnt! - Inzwischen ist „Toto“ Wolff 46 Jahre alt. Aber irgendwann war er einmal jünger. Und ich kenne niemanden, der – um die Zwanzig alt – schon aus eigenem Vermögen sich den Genuss des Rennen fahrens aus selbst verdienstem Geld erlauben konnte. - „Toto“ Wolff kam – wenn man „Wikipedia“ vertraut – irgendwie aus dem Nichts. Selbst wenn man viele seiner Interviews liest, erfährt man immer das Gleiche. Weil offensichtlich niemand jemals danach gefragt hat. - Wie das auch jetzt bei den auffallend großen Differenzen zwischen schnellster Quali- und schnellster Rennrunde der Fall ist. - „Toto“ Wolff scheint vom Kindergarten aus schon direkt die Weichen zur Börse gestellt zu haben. - Er hat dazu niemals etwas gesagt. Genauso  wenig, wie er – bzw. die Öffentlichkeitsarbeiter seines Mercedes F1-Teams – nichts dazu sagen (dürfen?), warum die schnellen Runden im Qualifying und Rennen der Formel 1 so stark differieren. - Man erhält keine Antwort auf einfache Fragen. - Sie würden wahrscheinlich nicht ins Bild passen, dass uns von der Formel 1, der „Königsklasse“ des Motorsports, vermittelt werden soll.

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AMG ./. HWA: Zank in Stuttgart trifft auch die VLN!

Die Daimler AG hatte vor Monaten gegenüber Motor-KRITIK eindeutig erklärt, dass man über das hinaus, was man dem jeweiligen Jahresbericht entnehmen kann, zur Situation der einzeln Firmen des Konzerns keine Angaben macht: „Ich bitte Sie um Ihr Verständnis, dass wir über die entsprechenden Seiten im Geschäftsbericht hinaus keine Informationen über die Zusammenhänge der verschiedenen Unternehmen im Konzern veröffentlichen.“ - Damit hatte Daimler Motor-KRITIK angeregt, einzelne Firmen, die der Daimler AG zugerechnet werden müssen,  bzw. deren  Beteiligungen konstant zu beobachten. Da gibt es dann jetzt ein Ergebnis zu vermelden, das man nur versteht, wenn man Zusammenhänge herstellt, die sich aus keinem Geschäftsbericht des Stuttgarter Konzerns ergeben, aber in der Realität notwendig sind, wenn man denn eine bestimmte Entwicklung nicht übersehen will. Davon betroffen ist nicht nur die Mercedes-AMG GmbH, die von Mercedes bzw. der Daimler AG kontrolliert ist und von der es im Geschäftsbericht 2017 heißt: „ In der Tourenwagenserie DTM konnte Mercedes-AMG Motorsport in 18 Rennen sechs Siege und 14 Podiumserfolge einfahren. Im Zuge einer strategischen Neuausrichtung unseres Motorsport Engagements haben wir entschieden, zum Ende der Saison 2018 aus der DTM auszusteigen und künftig an der Formel E teilzunehmen.“ - Von dieser Entscheidung ist eine andere AG betroffen, die man seit Jahrzehnten als „HWA“ kennt. Beide Firmen sind in Affalterbach angesiedelt. Aber die HWA AG ist von der Daimler AG unabhängig. Man arbeitet zwar – bisher – eng zusammen. - Nun ist es aktuell wohl zu „atmosphärischen Störungen“ gekommen, die sogar am Nürburgring spübar werden. - Die Störung ist zwar  nur unterschwellig wahrzunehmen, aber nicht deren Anlass - wenn man nicht Zusammenhänge herstellen kann. - Motor-KRITIK möchte dazu ein paar Anmerkungen machen, die dann verstehen lassen:

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Immerhin! - „I will answer your mail on my return.“

So antwortet ein Computer des Mercedes F1-Teams am 5. August 2018 auf die Erinnerung daran, dass meine Anfrage vom 23. Juli 2018 bisher nicht beantwortet wurde. - Der Computer weiß was sich gehört. - Antworten Mercedes-Mitarbeiter nicht auf Anfragen, wenn klare Antworten die Formel 1 des Jahres 2018 nicht so gut aussehen lassen würden?

Motor-KRITIK hatte nach dem „Großen Preis von Deutschland“ - nachdem ich immer wieder in diesem Jahr darstellen konnte, wie langsam die schnellsten Runden im Rennen, verglichen mit denen in Q3 sind – um eine Erklärung dieses Phänomens durch die Fachleute des Mercedes Formel 1-Teams gebeten.

  • Bis heute gab es keine Antwort! (Wenn man von der automatischen Antwort des Computers absieht.)

Auch beim Rennen in Spa waren wieder unerklärbar große Unterschiede festzustellen, wenn man die schnellsten Runden aus dem Qualifying – die nur in Q2 wegen der gleichen Streckenbeschaffenheit (trocken) mit denen im Rennen gefahrenen zum Vergleich herangezogen werden können  – mal in einer Tabelle nebeneinander stellt und die Differenzen aufzeigt.

Da ist es sicherlich auch überraschend, dass in Spa weder Vettel noch Hamilton im Rennen die schnellste Runde fuhren, sondern Bottas. Vettel & Hamilton fuhren rd. 1 sec langsamer als Bottas!Und der neue Streckenrekord des Porsche 919, der aus Anlass 70 Jahre Porsche erst in diesem Jahr am 9. April mit 1‘41,770 aufgestellt wurde, ist durch die Zeit von 1‘41,501 von Vettel wieder Vergangenheit. Auch Hamilton war mit 1‘41,533 schneller.

  • Aber warum sind in allen F1-Rennen dieser Saison die schnellsten Rennrunden so langsam?

Das war auch meine Frage an das Mercedes Formel 1-Team am 23. Juli gewesen, eine Frage, die bis heute nicht beantwortet wurde! - Würde eine Antwort vielleicht das künstlich aufgebaute Image der „modernen Formel 1“ beschädigen können?

Da spricht man einerseits von den schnellsten Formel 1-Rennern die jemals eingesetzt wurden und serviert den Zuschauern dann – unauffällig und unerklärbar - Unterschiede zwischen Qualifying- und schnellster Rennrunde, die zumindest für Motor-KRITIK unerklärlich sind!

Ich hatte – direkt nach dem GP von Deutschland Mercedes durch Beifügen der Klickadresse zu meiner Geschichte zum Rennen – an ein gültiges Beispiel erinnert:

„Der Rundenrekord in Hockenheim wird seit 2004 (!) von Kimi Raikkönen, damals mit einem McLaren/Mercedes unterwegs gehalten. Er war „damals“ 0,474 sec langsamer als Michael Schumacher mit Ferrari in dessen bester Qualifying-Runde.“

Wenn wir Vettel in Hockenheim 2018 mit seiner schnellsten Rennrunde (wegen Abflug im Regen) außen vor lassen, war dort z.B. ein Kimi Raikkönen um 4,443 sec in seiner schnellsten Rennrunde gegenüber seiner besten Qualifying-Runde langsamer!

Kann mir einer meiner Leser dafür eine Erklärung liefern? - Schauen Sie mal in die neue Tabelle! - Ich habe keine Erklärung und möchte gerne eine für alle meine Motor-KRITK-Leser!

Natürlich ohne meinen Informanten zu nennen!

MK/Wilhelm Hahne
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WLTP: Die gleiche Suppe - unterschiedlich gekocht

Vor dem 1. September 2018 wurde nach NEZF gekocht und gemessen. Nach diesem Termin wird nach WLTP gemessen. Die Suppe schmeckt ähnlich, obwohl sich auch Bestandteile verändert haben, bzw. hinzu kamen. Aber da nun mal CO2 inzwischen von den meisten Bürgern als „Klimakiller“ begriffen wurde, ist der auch für Politiker und Presse der Aufhänger.

Jetzt, nach WLTP (Worldwide Harmonized Light Duty Test Procedure) gemessen, wird sich der Praxisverbrauch der Kraftfahrzeuge in der Hand des Nutzers nicht verändern. Aber die CO2-Emissionen werden nach WLTP gemessen höher sein, als wenn man das – wie bisher – nach NEFZ (Neuer Europäischer Fahr-Zyklus) getan hätte.

Der Sinn des neuen Messverfahrens nach WLTP liegt auch mehr darin, dass man nun auch Schadstoffe erfasst, die vorher als nicht von Bedeutung empfunden wurden. Da wären z.B. die Feinstaubpartikel, die nach Einführung der Direkteinspritzung auch bei Benzinern vorhanden sind und nun erst die Automobilindustrie veranlasst, evtl. entsprechende Filter zu verbauen. - Dabei wusste sie natürlich schon immer davon. - Und hat nichts getan! - Das WLPT-Prüfverfahren ist also  im Interesse der Gesundheit vieler Menschen besser.

Aber es wird die Automobile mit Otto-Motoren nicht billiger machen. Und die Kraftfahrzeugsteuer wird steigen, weil sich die u.a. am Verbrauch und damit den CO2-Emissionen orientiert. Die neuen Messergebnisse werden höher sein. Damit wird‘s teurer werden. - Denn auch die Bundesregierung kocht ihr Süppchen nach eigenem Rezept. Zum eigenen Vorteil. - Zum Nachteil der Fahrzeugnutzer.

Der VDA (Verband der Automobilindustrie e.V.) hat zwar einen Abschlag gefordert und damit argumentiert, dass der Unterschied zwischen altem und neuem Messverfahren so sei, wie bei einer Temperatur-Messung nach Celsius und Fahrenheit: Die Zahlen seien zwar unterschiedlich, aber die Temperatur sei dieselbe. - Aber… -

Dieses Mal möchte ich keine lange Geschichte schreiben, sondern meine Leser auf das Protokoll einer Anhörung im Finanzausschuss des Bundestages von 2017 hinweisen, das Sie im Anhang finden. Ich habe es heraus gesucht, damit den Motor-KRITIK-Lesern eine eigene Meinungsbildung leichter fällt. - Das Protokoll ist zwar nicht so lang, aber die Anhänge lassen die pdf-Datei auf 63 Seiten anschwellen. - Ich habe mit Absicht nichts markiert, weil das als der Versuch einer Beeinflussung verstanden werden könnte.

Ganz persönlich möchte ich hier aber feststellen, dass ich z.B. nicht verstehe, dass VW vor dem 1. September um 200 - 250.000 Personenwagen vorproduziert hat und zwischenlagert. Alle bereits im Hinblick auf die WLTP-Prüfung vorbereitet! Man hätte dafür auch eine Ausnahmegenehmigung erlangen können, nach der sie dann – auch nach dem 1. September noch nach NEFZ gemessen – als Neuzulassung in den Verkehr gekommen wären. Das ist in der EU-Verordnung so vorgesehen und war darum möglich. Dann hätte man VW-Kunden auch nach diesem 1. September Fahrzeuge zum alten, günstigen Steuersatz anbieten können. - Und der Vergleich von Celsius mit Fahrenheit hätte immer noch gestimmt.

Denn Tatsache ist, dass die Bundesregierung dem Neukäufer mal wieder in die Tasche greift. Und die Automobilindustrie versucht – wie man hört – schon wieder mit Tricks die WLTP-Prüfungen in ihrem Sinne zu beeinflussen. Damit man die Vorgaben der EU zur CO2-Senkung in Zukunft leichter erfüllen kann. Dass man damit dem Käufer schadet, der so noch höhere Kfz-Steuern zahlen muss, stört nicht.

Jeder kocht eben sein eigenes Süppchen! - Und der Kunde/Wähler zahlt!

Guten Appetit!

MK/Wilhelm Hahne
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