2019

Empfehlung an den DMSB: Erst denken – dann handeln!

Heute geht es mehr darum, die „richtige Stimmung“ zu erzeugen, als etwas Richtiges zu machen. Und weil es im Sport nicht falsch sein kann Erster zu sein, bemüht sich auch die schreibende Zunft um eine solche Spitzenposition. So konnte der DMSB schon vor Tagen mit einer Meldung auch in der Fachpresse glänzen, die die DMSB-Bemühungen um mehr Sicherheit an der Nürburgring-Nordschleife in den Vordergrund stellt. - Und alle klatschen Beifall! - Die Grundidee – wenn man nicht weiter zurück denkt – ist auch nicht schlecht. Leider hat man beim DMSB vergessen Zusammenhänge herzustellen. - Aber das fällt kaum auf, da es auch der Presse auf die Schnelligkeit im Abschreiben ankommt. - Natürlich unter zu Hilfenahme der künstlichen Intelligenz (KI). - Trotzdem soll hier keine Kritik an dem sportlichen Verhalten der Kollegen geübt werden. Über die Wertigkeit ihrer Berichterstattung sollen die Leser entscheiden. - Hier geht es primär um Entscheidungen des DMSB. - Da empfinden ich es richtig zu titeln:

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Gibt es eine Ungleichbehandlung am Nürburgring?

Man merkt es am Leser-Echo: Es gibt sie noch, die Bürger, die an das Gute im Menschen glauben, die dann z.B. auch die Motor-KRITIK-Berichterstattung als einseitig, tendenziös und unrealistisch empfinden, wenn es um das Thema Nürburgring geht. - Verglichen mit der heute vorherrschenden, positiv orientierten Berichterstattung zu dem gleichen Thema, müssen Motor-KRITIK-Geschichten ein wenig fremd wirken. - Aber:

  • Wer schreibt da als Außenseiter?
  • Wer hat da etwas nicht begriffen?

Dort oben am Nürburgring läuft doch derzeit alles „wie geschmiert“! - Sagt man so. - Dieser Eindruck ist auch erwünscht, aber entspricht leider nicht immer der Realität.

Das Leserecho der letzten Tage ergibt da ein interessantes Bild. Auch die Telefongespräche, die ich nach meinen letzten Geschichten zum Thema Nürburgring und Nordschleife, führen konnte. Ein Leser hat mir geraten, doch nur kurze Geschichten in kurzen Sätzen zu schreiben:

„Nur die werden heute gelesen! - Verwenden Sie doch Schlagzeilen, wie sie auch die BILD-Zeitung verwenden würde! - Sie würden bedeutend mehr Leser haben!“

Danke für die Ratschläge! - Ich habe diesen Leser gebeten, mir doch mal passende Titelzeilen zu Nürburgring-Geschichten zu notieren. - Tatsächlich hat er das getan, mir zugefaxt und sich dabei auf die Themen um Touristenfahrer und deren Erfahrungen am Nürburgring kapriziert, zu denen er solche und ähnliche Titel passend findet:

„Am Nürburgring zahlen nur die Dummen!“
„Nürburgring-Nordschleife: Rechtsstaat-Prinzipien gelten hier nicht!“
„Am Nürburgring ein Witz: Gleiches Recht für Alle!“

Er findet es verwerflich, dass am Nürburgring die Touristenfahrer durch den Einsatz einer „unzuständigen Polizei“ (so schreibt er) eingeschüchtert werden.

Er ist davon überzeugt und empfindet es als richtig, dass, wenn Touristenfahrer ein Bußgeldbescheid wegen angeblichen Fehlverhaltens auf der Nürburgring-Nordschleife erreicht, in jedem Fall Einspruch eingelegt werden sollte:

„Wegen Nichtzuständigkeit der Bußgeldstelle“!

Er meint:

„Nur Rechtsunkundige zahlen! - Rechtskenner zahlen nicht!“

Und stellt fest:

„Der größte Teil der Touristenfahrer auf der Nordschleife sind Laien. Nur ein kleiner Teil ist juristisch gebildet oder wird rechtlich gut beraten: Der größte Teil zahlt also!“

Und er hat mir das alles schriftlich, per Fax noch mal bestätigt, nachdem wir schon am Telefon zu dem Thema etwa eine gute halbe Stunde diskutiert hatten. Auch über das Thema,  das ich im August 2018 in einer meiner Touristenfahrer-Geschichten erwähnt hatte:

Am Nürburgring begegnen sich hin und wieder Polizisten im Dienst und solche – evtl. sogar der gleichen Dienststelle - die dort in einem genehmigten Nebenjob arbeiten. Das findet er weniger verwerflich, als dass der „Kollege“ im Nebenjob,  der als Erster bei einem Verunfallten ist, ihm dann, da sein Gegenüber nicht als Polizist zu erkennen ist, evtl. noch unter Schock erzählt, was er evtl. fehlerhaft  gemacht hat. Während der später hinzu kommende, offiziell Dienst tuende Polizist den Verunfallten vor einer Vernehmung – lt. StPO - darauf hinweisen muss, dass er das Recht hat, die Aussage zu verweigern. - Und dann oft auch keine Aussage erhält.

Wenn dann aber der Polizist im Dienst zu seinem Kollegen in Zivil geht, wird er von dem erfahren, was der Verunfallte zu seinem Unfall schon ausgesagt hat, ohne zu wissen, dass er einem Polizisten in Zivil (in Ausübung eines genehmigten Nebenjobs) gegenüber stand.

  • Und dann wundert sich der verunfallte Fahrer später, wenn gegen ihn ein Strafverfahren eingeleitet wird?

Das Touristenfahrer-Thema ist ein Thema – wie ich bei diesem Gespräch mal wieder registrieren musste  - das viele Seiten hat und auch in Zukunft hier bei Motor-KRITIK noch viele Seiten füllen wird.

  • Probleme werden nicht dadurch beseitigt, dass man eine „Decke des Schweigens“ über sie zieht!
MK/Wilhelm Hahne
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Die Abläufe am „Schwedenkreuz“ erinnern an 1638!

Damals wurde der Steuereintreiber von Adenau von „streunenden schwedischen Soldaten beraubt und erschlagen“. Ein 2,90 m großes Kreuz erinnert daran. 2019 haben die Touristenfahrer ihr Kreuz mit dem „Schwedenkreuz“. Die „Eintreiber“ der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG haben ihnen 5 Kilometer vorher das Geld für das Befahren einer Strecke von 20,832 km abgenommen und lassen dann die Nordschleife-Fans evtl. schon nach einem Viertel der Strecke hier scheitern. Sie haben das mit „intelligenten“ Baumaßnahmen sicher gestellt, mit denen sie das an und für sich schon problembehaftete „Schwedenkreuz“ zu einer Hochgeschwindigkeits-Falle machten.

  • Aber sie haben es gut gemeint!

Sie haben eine „Bodenwelle“ entfernt, lassen die unsensiblen Touristenfahrer jetzt sozusagen ungebremst in diese Falle fahren. So schnell wie es scheint, geht es mit einem normalen Tourenwagen nicht, der beim Durchfahren dieses Streckenabschnitts – wenn er „modern“ ist – so um 50 Kilogramm Auftrieb an der Hinterachse entwickelt. Da reißt dann schon mal schnell die Haftung (Reifen/Straße) ab.

Bei Tourenwagen-Rennfahrzeugen ist das anders. So lange sie der V4-Klasse – also mehr den normalen Tourenwagen zuzurechnen sind – geht das zwar ein wenig schneller, was dann aber, bei einem kleine Kick zuviel, für besonders effektvolle Abflüge sorgt. - So einen effektvollen Abflug gab es nach gut einer Stunde beim 6h-Rennen am 3. August.

Bei normalen Tourenwagen, bei normalen „Touristenfahrten“ sind die Abflüge „erdiger“, wie man auf diesem Foto sieht. Glück gehabt. Dieser Abflug wurde bei den sonntäglichen Touristenfahren am 4. August registriert. Der Fahrer hatte dabei noch das Glück, nicht in die Leitplanken einzuschlagen.

Dieses Glück war diesem Auto-Touristen nicht beschieden, der am gleichen Sonntag (4. August 2019) mal beim Fahren auf einer Rennstrecke richtig Spaß haben wollte. Es kam – boing! - zum Einschlag in die Leitplanken. Das Foto zeigt das Fahrzeug einen Herzschlag vor dem Einschlag! Am „Schwedenkreuz“! -Ein teurer Spaß! - Nicht  nur wegen der Schäden am Fahrzeug!

Über diese Unfälle am Streckenabschnitt „Schwedenkreuz“ berichte ich nur, weil es durchaus Leser gibt, die der Meinung sind, dass ich mit der Herausstellung dieses Streckenabschnitts mit einer aus Unwissen der Veranlasser geschaffenen verbesserten Tendenz zu Hochgeschwindigkeitsunfällen ein wenig übertreibe.

Warum wird der Öffentlichkeit ein Unfall am „Schwedenkreuz“ unterschlagen? - Wie hier in Motor-KRITIK nachgewiesen werden konnte! - Weil man offenbar selbst begriffen hat, dass die angepeilte „Verbesserung“ bei den Straßenbauarbeiten vor Beginn der Saison, wohl ein „Schuss in den Ofen“ war.

Nun gab es gerade – letzten Samstag -  den oben schon erwähnten Rennunfall der „752“ an dieser Stelle beim 6h-Rennen. Einen Tag später gab es die zwei Touristenfahrer-Unfälle, über die ich deswegen auch mit Fotos – nicht unbedingt in bester Qualität – berichte, damit man meine schon vor Abschluss der Bauarbeiten geäußerten Bedenken auch als gerechtfertigt wahrnimmt.

Inzwischen diskutiert man am Nürburgring intern schnelle und kostengünstige Lösungen. Eine wirklich „tolle“ Idee ist dabei – aus meiner Sicht – dass man andenkt, die Leitplanken am „Schwedenkreuz“ näher an die Strecke zu setzen. - Dieses untaugliche Mittel hat man in jüngster Vergangenheit auch an anderen Streckenteilen der Nordschleife schon angewendet.

  • Möchte man die Nordschleife zum Montecarlo der Eifel machen?

Hier kommen Super-Amateure zu Lösungen, die Fachleuten – mit Erfahrung  - die Haare zu Berge stehen lassen. Man steuert ein Stück Kulturgut - die Rennstrecke Nordschleife - in eine Krise, weil es einfach nur ums Geld geht, ums plumpe Abkassieren.

Das ist derzeit das Einzige, was bei den Touristenfahrten wirklich gut funktioniert!

Aber wie lange noch?

MK/Wilhelm Hahne
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Neuer DSK-“Treffpunkt“ am Nürburgring: „Bellof-S“!

Bei einer meiner letzten Geschichten zum Thema Touristenfahrten auf der Nürburgring-Nordschleife hat sich ein Leser empört, dass ich in dieser Geschichte einen eventuellen Unfall während einer DSK-Veranstaltung erwähnt hätte. Das wäre unkorrekt! - Die DSK-Veranstaltung wäre ein „Trackday“ gewesen! - Ich habe diese DSK-Veranstaltung in Verbindung mit den so genannten Touristenfahrten auf dem Nürburgring deshalb erwähnen können, weil ein Unterschied nicht besteht: Jeder kann mit einem straßenzugelassenen Automobil ohne jede Streckenkenntnis und spezielle Sicherheitsausstattung seine Runden drehen. In beiden Fällen wird – offiziell – nach der StVO gefahren: Rechts fahren, links überholen. Keine Drifts. Es gilt das Vermummungsverbot. Man darf also – eigentlich - keinen Sturzhelm tragen. Und ein nicht vom TÜV eingetragener Überrollkäfig würde gegen die Zulassungsbestimmungen des Kraftfahrzeugs verstoßen. - Was ist bei den Touristenfahrten am Nürburgring anders? - Bei den Touristenfahrten sind Unfälle nicht erwünscht! - Bei den Trackdays des DSK auch nicht! - Aber diese Unfälle gibt es trotzdem. Oder gerade deshalb, weil es eigentlich hier wie da ums Geldverdienen geht und man als Veranstalter alle Möglichkeiten nutzt. - Warum hat der DSK eigentlich 13.000 Mitglieder, ist so ein „starker“ Verein? - Wegen der „Trackdays“, oder wie der DSK es nennt: „Hugo Emde Freies Fahren“. - Ein solches – preisgünstiges (!) „freies Fahren“ des DSK gab es am 30. Juli 2019. Es war eine von 18 Veranstaltungen in 2019 des DSK auf den unterschiedlichsten Rennstrecken. - Und es gab einen Unfall, der – außer von Motor-KRITIK – bisher nirgendwo vermeldet wurde. - Ich habe zum Thema ein wenig recherchiert und dafür schon Zeit gebraucht. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf? Ich meine: Man kann nur aus Fehlern lernen, wenn man sie nicht verniedlicht, die Schuld auf Andere schiebt, sondern wenn man die Realitäten respektiert, den Anlass ergründet und Verbesserungen anstrebt:

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Sprechen wir mal über „Höhepunkte“ des Wochenendes!

Für die VLN-Organisatoren war das „ROWE 6 h ADAC Ruhrpokal-Rennen sogar der Höhepunkt der Saison! Für die Teilnehmer war dieses Rennen vor Jahren wirklich der Höhepunkt. Dafür ließ man schon mal den Start bei einer anderen Veranstaltung aus, um hier mitfahren zu können. Das schlechte Nennungsergebnis zeigt in diesem Jahr etwas anderes, macht die Krisensituation deutlich, in der sich die VLN-Serie befindet. - Gründe dafür waren hier oft genug zu lesen. Durch deren Wiederholung auf diesen Seiten wird die Serie auch nicht besser! - Man muss handeln!

Aber anders als die Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG, die im Februar noch einmal schriftlich festhielt, dass durch die über den Winter durchgeführten Bauarbeiten an der Rennstrecke im Wert von 4 Millionen Euro, die „einzigartige Charakteristik der Nordschleife“ erhalten blieb. Motor-KRITIK hatte aber beobachtet, dass man mit einer „Anpassung“ z.B. den Streckenabschnitt „Schwedenkreuz“ bedeutend schneller und damit gefährlicher gemacht hat.

Die hier bereits vermeldeten zwei aktuellen Unfälle im Touristenverkehr bestätigen diesen Eindruck und wurden an diesem Wochenende dann durch einen Rennunfall eines Teilnehmers der Klasse V 4 an dieser Stelle deutlich unterstrichen. Das Fahrzeug löste sich praktisch in seine Bestandteile auf. Die hier gezeigte Grafik soll eine Anregung sein, mal unter YouTube nach einem  „TOP Nürburgring Video“ zu suchen, dass diesen Unfallwagen – BMW 325i -  auf dem Abschleppfahrzeug zeigt.

Der DMSB-Präsident hat sich selber von den „Verbesserungen“ der Strecke ein Bild gemacht und kann nun vielleicht mit Unterstützung seines Freundes Jean Todt mal wieder eine neue Geschwindigkeitsbegrenzung anordnen. - Oder neue Reifenstapel! - Das wäre dann die „Spitze vom Höhepunkt“!

In Brünn war bei der Moto GP schon das Qualifying am Samstag ein Höhepunkt, als Marc Marquez mit seiner Honda, bei trocken-feucht-nasser Strecke mit Slicks unterwegs,  den Zweitplatzierten um rd. 2,5 sec disqualifizierte. Es war die Demonstration eines absolut fahrerisch überlegenen – und auch „mit Kopf“ fahrenden Marc Marquez.

Das Rennen am Sonntag hat er dann – wie selbstverständlich gewonnen. Dass er in 2019 wieder Weltmeister wird, sollte nicht überraschen.

In Ungarn schockte Max Verstappen (NL) die von Mercedes eingeladenen Ehrengäste. Er war im Qualifying mit seinem von einem Honda-Motor befeuerten Red Bull-F1 schneller als Bottas (Mercedes) auf Platz zwei und Hamilton (Mercedes) auf Platz drei. Diese Verstappen/Honda/ Red Bull-Kombination ist nun konkurrenzfähig.

Das Rennen zeigte, dass Mercedes mit Hamilton einen Fahrer hat, der jeden Dollar wert ist den er kostet. Hamilton/Mercedes konnten Verstappen/Red Bull bezwingen. Vettel/Ferrari kam auf Platz drei. Aber beim Betrachten der aktuellen Fernsehbilder und nach dem Revue-passieren-lassen von Eindrücken, die ich in der Vergangenheit gewonnen habe, möchte ich mich heute schon mit einer klaren Aussage festlegen:

    • Sebastian Vettel wird nie mehr Weltmeister in der Formel 1 werden!

Interessant – und ein Höhepunkt in der F1-PR:

    • Renault vermeldet als erstes Team, das der eigene F1-Motor nun über 1.000 PS erreiche!

Das ist genauso bedeutend – gemessen an der Realität -  wie die Feststellung der Polizei, dass die Nürburgring-Nordschleife eine mautpflichtige, öffentliche  Kraftfahrtstraße ist. Deren Reparaturkosten dann der Privatbesitzer trägt. Während die Landesregierung von RLP sie – auch darum - als Privatstraße empfindet.

Es könnte nun bald eine gerichtliche Klärung geben, da aktuell ein Touristenfahrer gegen einen Bußgeldbescheid der Polizei, erteilt wegen eines Verkehrsvergehens auf der Nordschleife, Einspruch eingelegt hat. Wenn die gerichtliche Klärung erfolgt ist – und das wäre ein seit vielen Jahren nicht erreichter Höhepunkt – erfahren Sie es hier.

MK/Wilhelm Hahne
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Mercedes: Es fehlt das Gefühl für Normalität!

Mercedes soll hier nur als Beispiel stehen, denn nach meinen Beobachtungen ist eigentlich in unserer Gesellschaft insgesamt das Gefühl für Normalität verloren gegangen. Ich würde da gerne den Resetknopf drücken: Alles zurück auf Null! - Aber natürlich kann meine Empfindung nicht Maßstab für Alle sein. - Nach meinem Empfinden hat die Normalität unserer Gesellschaft ein krankhaftes Niveau erreicht, in der nur noch eine Schock-Therapie hilft. - Mir ist das in letzter Zeit an vielen Beispielen klar geworden, nicht nur auf dem Gebiet, auf dem ich als Journalist arbeite. Als normaler Bürger nehme ich an allen Ereignissen in unserer Gesellschaft Anteil, beobachte auch politische Entwicklungen. Manches trägt da geradezu hysterische Züge. Die Mehrheit hechelt Trends hinterher, möchte nicht abseits stehen, immer das Richtige sagen und tun. Dazu gehören natürlich auch Firmen, wo leitende Mitarbeiter fast verkrampft bemüht sind, „ihre Firma“ ins richtige Licht zu rücken. Wenn es denn sein muss: Mit verlogenen Aktionen! - Mir ist das Beispiel Mercedes so nah, weil ich gerade am letzten Sonntag das wohl letzte Formel 1-Rennen – für Jahre – in Hockenheim am Fernseher beobachtet habe, zu dem mich dann noch ergänzende Informationen nach dem Rennen erreichten. - Manche Leser werden erstaunt sein, weil ich doch über die Formel 1 auf meinen Seiten schon lange nicht mehr informiere. - Richtig! - Das bedeutet aber nicht, dass ich deren Entwicklung nicht weiter beobachte, um nicht schließlich eine Meinung von dieser Sparte zu haben, die „von gestern“ ist. - Insgesamt bin ich dabei zu der Auffassung gekommen, dass gerade Mercedes ein gutes Beispiel dafür ist, mal mit dem Finger auf abnorme Entwicklungen bei dieser Firma und damit auch auf die gesamthaft kranke Entwicklung in unserer Gesellschaft hinzuweisen. - Nun als Beispiel.

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Nordschleife: Bei Touristenfahrten weniger Unfälle?

Es könnte dieser Eindruck entstehen, wenn man durchs Internet surft. Dieser Eindruck ist auch erwünscht! - Die Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG tut alles, um diesen Eindruck entstehen zu lassen: Man übt Druck aus!

Vor allen Dingen auf die Fotografen und Video-Filmer, die in der Vergangenheit nicht nur – aber auch – Unfallszenen, die bei Touristenfahrten auf der Nürburgring-Nordschleife entstanden, auf Social-Media-Kanäle hochgeladen haben.

Man versucht jetzt, das mit „Lizenzen“ zu verhindern.. Die Formulare – meine Leser finden sie als pdf-Datei im Anhang – vermitteln scheinbar einen „normalen“ Eindruck. Man verlangt evtl. für eine solche Jahreslizenz 400 Euro. Wenn sich der Lizenznehmer aber verpflichtet, keinerlei Unfallfotos oder Filme zu veröffentlichen, die auf der Nürburgring-Nordschleife während der Touristenfahrten gemacht wurden, dann geht‘s auch kostenlos!

Sonst gibt‘s auch keine Lizenz! - Denn die Bedingungen sind so formuliert, dass nur der Lizenzgeber bestimmt, wer eine Lizenz erhält, selbst wenn eigentlich der Lizenznehmer die in den Formularen genannten Voraussetzungen alle erfüllt.

Denn Tatsache ist: Nicht nur die Anzahl der Touristenfahrer auf der Nürburgring-Nordschleife ist angestiegen, sondern auch die Unfallzahlen. Motor-KRITIK hat gerade in diesen Tagen feststellen müssen (s. HIER) dass Unfälle im Touristenverkehr auf der Nordschleife wohl deshalb „unerwähnt“ bleiben, um möglicherweise Unfall-Statistiken zu schönen.

Der Pächterfirma möchte wohl den Eindruck von „alles ist gut“ bei den Touristenfahrten vermitteln und hat schon in der Vergangenheit gegenüber „unwilligen“ Fotografen und Video-Filmern „Hausverbote“ ausgesprochen, die jetzt – soweit mir bekannt – in einem Fall zu einer Privatklage geführt haben. Motor-KRITIK ist um Details bemüht, obschon in diesem Fall wohl keine Öffentlichkeitsarbeit erwünscht ist.

Da sehr oft schon beim Nachlesen von Feuerwehr-Einsatzberichten – z.B. der Nürburger Feuerwehr – eine einfache Überprüfung von vielleicht erfolgten Unfällen möglich wäre, sind dort z.B. die in 2019 erfolgten Einsätze erst bis zum 24. April 2019 gelistet. Diese Feuerwehr müsste aber z.B. beim Unfall am „Schwedenkreuz“, wo ein APEX-Leihwagen sich mehrfach überschlug und – da ohne Überschlagbügel – das Dach sehr stark eingedrückt war – auch im Einsatz gewesen sein. Um z.B. das Dach des Unfallwagens aufzuschneiden, damit eine Rettung der Insassen möglich war. - Und das war jetzt im Juli. - Und zwischen Ende April und Juli 2019 gab es sicherlich auch noch einige andere Einsätze.

Erst vorgestern gab es – unwiderlegbar, aber bis heute nicht vermeldet – einen schweren Unfall beim freien Fahren des DSK auf der Nordschleife. Die registrierten 1,5 Stunden Streckensperrung und der Einsatz eines Hubschraubers sind klare Indizien für einen wirklich schweren Unfall. - Darf es den vielleicht in der Statistik auch nicht geben?

Da müssten dann schon Einige mitspielen! - Nicht nur evtl. „Lizenznehmer“!

Motor-KRITIK spielt nicht mit!

MK/Wilhelm Hahne

PS: Wenn meine Leser noch ein interessantes Video – in englischer Sprache – sehen wollen, dann sollten sie HIER klicken. - Wer die die obige Geschichte aufmerksam gelesen hat, wird auch den interessanten Zusammenhang – selbst ohne englische Sprachkenntnisse – spätestens nach 30 sec erkannt haben.

PPS: Ein Leser meldet gerade, dass das Video nicht erreichbar ist. - Stimmt! - Ich kann es auch nicht mehr erreichen. Dazu schreibe ich dann später eine Erklärung!

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Nürburgring: Noch in „Bermuda-Dreieck“-Funktion?

Vor fast 12 Jahren – exakt im September 2007 – habe ich eine Geschichte geschrieben, die auch in meinem Buch zum „Nürburgring-Skandal“ nachzulesen ist. Die trug den Titel: „Gibt es ein Bermuda-Dreieck für Steuergelder in der Vulkaneifel?“. - Zu dieser Zeit wurden meine Anfragen von einem Herrn Bruckner, damals Marketing-Guru der landeseigenen Nürburgring GmbH nicht mehr beantwortet. Diese Funktion hat heute – nun unter russischer Oberleitung – Herr Alexander Gerhard übernommen, der in der Gehaltsliste der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG als Teamleiter & Social Media/Pressesprecher geführt wird. Der antwortet in seiner Funktion offenbar nur auf Anfragen von solchen Journalisten, bei denen er sicher ist, dass seine Informationen ungeprüft übernommen werden. - War der Nürburgring – damals noch im Besitz des Landes Rheinland-Pfalz – eine Art „Bermuda-Dreieck“ für Steuergelder, so hat er heute die gleiche Funktion, wenn es evtl. um Informationen geht, die den Nürburgring nicht in „rosigem Licht“ erscheinen lassen. - Denn lt. offizieller Darstellung, an der alle Nürburgring-Mitarbeiter mitarbeiten müssen, ist am Nürburgring alles bestens. - Oder wird doch Dieses oder Jenes vertuscht? - Darum stellt Motor-KRITIK – mit Beispielen in der folgenden Geschichte – die Frage:

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Ohne KI selber gedacht: Was ist mit Porsche 2020?

Als Journalist habe ich viele Chefs bei Porsche erlebt, vorher auch schon, als ich noch als Porsche-Verkäufer unterwegs war. Aus dieser Zeit resultiert auch eine besondere Beziehung zum Fabrikat, die mich aber niemals gehindert hat, die Situation, in der sich Porsche befand, auch kritisch zu sehen. Es gab sogar mal eine Zeit, in der Fachleute der Branche bei Porsche eine Insolvenz befürchteten. - Das ist lange her! - Noch länger reicht meine Erinnerung an die Porsche-Entwicklung zurück. - Das ist mir heute eingefallen, als mich eine Presse-Information aus dem Hause Porsche erreichte, worin die Stuttgarter ein „Wachstum auf hohem Niveau in den ersten sechs Monaten“ des Jahres 2019 vermelden. - Wenn man diese Zahlen unter Berücksichtigung der Entwicklung im Markt betrachtet, kann man schon nachdenklich werden. Porsche ist immer weniger ein Sportwagenhersteller, obwohl man das bestreiten wird. - Nachfolgend werde ich einmal versuchen zu erklären, warum ich die Situation von Porsche in der nächsten Zukunft – gerade als Sportwagenhersteller - nicht ganz so rosig sehe.

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MB-Drohung: „Ab 2020 fährt smart voll elektrisch“!

Der Smart gehörte immer zu den Sorgenkindern von Mercedes. Ob man jemals Geld damit verdient hat ist fraglich. Jedenfalls hat man die Idee zu einem Kleinwagen aufgegriffen, der als kleines E-Automobil, als richtiges Stadtauto die Umwelt schonen sollte. Es war eigentlich die Idee eines erfolgreichen Unternehmensberater aus der Schweiz, Nicolas Hayek, die von VW abgelehnt, von Mercedes dann aufgegriffen, aber anders umgesetzt wurde wurde als von Hayek geplant – nämlich mit Benzin und Dieselmotoren. - Erst im kommenden Jahr, im Jahre 2020 – also fast 25 Jahre nach seiner Vorstellung - so ist es zumindest auf den smart-Internetseiten zu lesen - will man mit diesem Modell „voll elektrisch“ durchstarten.

Aber man hatte schon vorher ein Elektro-Smart-Modell im Angebot. Genauso wie es auch heute E-smart gibt, die aber anders benannt sind als „damals“.

Schon damals – 2013 - verlief der Start mit dem „smart fortwo electric drive“ ein wenig stockend, weil man ein „Kapazitätsprobleme“ hatte. Als ich das jetzt – aus gegebenem Anlass – noch einmal im Internet nachlesen wollte, bin ich auf eine Internetseite von „Auto Bild“ gestoßen, auf der man – exakt am 10. Januar 2013 - „lange Lieferzeiten“ dieses Modells bedauerte. Ein Käufer „muss neun Monate warten, ehe er tatsächlich stromern kann“, habe ich gelesen. - Heute ist das besser! -  Aktuell sind es nur noch 5 Monate. (lt. „ADAC motorwelt“)

Neugierig, wie wir bei Motor-KRITIK nun mal sind, wollte ich mal nachlesen, was meine Hamburger Kollegen sonst so alles zum Thema E-Smart zu sagen hatten und habe den Schriftzug: „Auf einen Blick: Alle News und Tests zum E-Smart“ - wie vorgesehen - angeklickt. Ich bekam dann zu lesen:

„Diese Adresse existiert auf unserem Server nicht mehr. Möglicherweise ist der Link oder das Bookmark veraltet“.

Immerhin ist diese Seite schon gut 8 Jahre alt! Wer interessiert sich auch nach dieser Zeit noch für einen Smart fortwo electric drive, bzw. für das, was „Auto Bild“ dazu zu sagen hatte? - Na ja, vielleicht doch irgendein Käufer, der damals mindestens 9 Monate gewartet hat, um dann – nach 5 Jahren der Nutzung – der „ADAC Motorwelt“ (Heft 7/2019, Seite 66, „Leserforum“) folgenden Erfahrungsbericht zu schicken:

„Bei meinem Smart 451 ist nun nach fünf Jahren die Batterie defekt. Die Kosten für den Austausch liegen bei 17.000 Euro zzgl. MwSt., der Liefertermin ist etwa im September. Der Kleine ist nun ein wirtschaftlicher Totalschaden. Ich stelle ihn in den Garten, werde ihn grün bepflanzen und wieder mit meinem Diesel zur Arbeit fahren.“

Die Lehre die man daraus ziehen sollte ist:

Man sollte niemals nur einen smart fortwo electric drive besitzen, sondern immer – zur Sicherheit noch einen Diesel in der Garage stehen haben. Und man sollte – zu Haus und Garage – immer einen großen Garten besitzen, damit der E-smart als künstlerisch wirkender, großer Blumentopf genutzt werden kann.

Aber dann bleibt immer noch die Frage offen:

  • Was wird aus der defekten Batterie im Neuwert von 20.230 Euro einschl. MwSt.?

Wo doch inzwischen schon Elektro-Händler nicht mehr den normalen Elektroschrott zurücknehmen, zu dessen Rücknahme sie eigentlich gesetzlich verpflichtet sind.

Schöne Aussichten!

MK/Wilhelm Hahne
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