2019

Nürburgring: Noch in „Bermuda-Dreieck“-Funktion?

Vor fast 12 Jahren – exakt im September 2007 – habe ich eine Geschichte geschrieben, die auch in meinem Buch zum „Nürburgring-Skandal“ nachzulesen ist. Die trug den Titel: „Gibt es ein Bermuda-Dreieck für Steuergelder in der Vulkaneifel?“. - Zu dieser Zeit wurden meine Anfragen von einem Herrn Bruckner, damals Marketing-Guru der landeseigenen Nürburgring GmbH nicht mehr beantwortet. Diese Funktion hat heute – nun unter russischer Oberleitung – Herr Alexander Gerhard übernommen, der in der Gehaltsliste der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG als Teamleiter & Social Media/Pressesprecher geführt wird. Der antwortet in seiner Funktion offenbar nur auf Anfragen von solchen Journalisten, bei denen er sicher ist, dass seine Informationen ungeprüft übernommen werden. - War der Nürburgring – damals noch im Besitz des Landes Rheinland-Pfalz – eine Art „Bermuda-Dreieck“ für Steuergelder, so hat er heute die gleiche Funktion, wenn es evtl. um Informationen geht, die den Nürburgring nicht in „rosigem Licht“ erscheinen lassen. - Denn lt. offizieller Darstellung, an der alle Nürburgring-Mitarbeiter mitarbeiten müssen, ist am Nürburgring alles bestens. - Oder wird doch Dieses oder Jenes vertuscht? - Darum stellt Motor-KRITIK – mit Beispielen in der folgenden Geschichte – die Frage:

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Ohne KI selber gedacht: Was ist mit Porsche 2020?

Als Journalist habe ich viele Chefs bei Porsche erlebt, vorher auch schon, als ich noch als Porsche-Verkäufer unterwegs war. Aus dieser Zeit resultiert auch eine besondere Beziehung zum Fabrikat, die mich aber niemals gehindert hat, die Situation, in der sich Porsche befand, auch kritisch zu sehen. Es gab sogar mal eine Zeit, in der Fachleute der Branche bei Porsche eine Insolvenz befürchteten. - Das ist lange her! - Noch länger reicht meine Erinnerung an die Porsche-Entwicklung zurück. - Das ist mir heute eingefallen, als mich eine Presse-Information aus dem Hause Porsche erreichte, worin die Stuttgarter ein „Wachstum auf hohem Niveau in den ersten sechs Monaten“ des Jahres 2019 vermelden. - Wenn man diese Zahlen unter Berücksichtigung der Entwicklung im Markt betrachtet, kann man schon nachdenklich werden. Porsche ist immer weniger ein Sportwagenhersteller, obwohl man das bestreiten wird. - Nachfolgend werde ich einmal versuchen zu erklären, warum ich die Situation von Porsche in der nächsten Zukunft – gerade als Sportwagenhersteller - nicht ganz so rosig sehe.

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MB-Drohung: „Ab 2020 fährt smart voll elektrisch“!

Der Smart gehörte immer zu den Sorgenkindern von Mercedes. Ob man jemals Geld damit verdient hat ist fraglich. Jedenfalls hat man die Idee zu einem Kleinwagen aufgegriffen, der als kleines E-Automobil, als richtiges Stadtauto die Umwelt schonen sollte. Es war eigentlich die Idee eines erfolgreichen Unternehmensberater aus der Schweiz, Nicolas Hayek, die von VW abgelehnt, von Mercedes dann aufgegriffen, aber anders umgesetzt wurde wurde als von Hayek geplant – nämlich mit Benzin und Dieselmotoren. - Erst im kommenden Jahr, im Jahre 2020 – also fast 25 Jahre nach seiner Vorstellung - so ist es zumindest auf den smart-Internetseiten zu lesen - will man mit diesem Modell „voll elektrisch“ durchstarten.

Aber man hatte schon vorher ein Elektro-Smart-Modell im Angebot. Genauso wie es auch heute E-smart gibt, die aber anders benannt sind als „damals“.

Schon damals – 2013 - verlief der Start mit dem „smart fortwo electric drive“ ein wenig stockend, weil man ein „Kapazitätsprobleme“ hatte. Als ich das jetzt – aus gegebenem Anlass – noch einmal im Internet nachlesen wollte, bin ich auf eine Internetseite von „Auto Bild“ gestoßen, auf der man – exakt am 10. Januar 2013 - „lange Lieferzeiten“ dieses Modells bedauerte. Ein Käufer „muss neun Monate warten, ehe er tatsächlich stromern kann“, habe ich gelesen. - Heute ist das besser! -  Aktuell sind es nur noch 5 Monate. (lt. „ADAC motorwelt“)

Neugierig, wie wir bei Motor-KRITIK nun mal sind, wollte ich mal nachlesen, was meine Hamburger Kollegen sonst so alles zum Thema E-Smart zu sagen hatten und habe den Schriftzug: „Auf einen Blick: Alle News und Tests zum E-Smart“ - wie vorgesehen - angeklickt. Ich bekam dann zu lesen:

„Diese Adresse existiert auf unserem Server nicht mehr. Möglicherweise ist der Link oder das Bookmark veraltet“.

Immerhin ist diese Seite schon gut 8 Jahre alt! Wer interessiert sich auch nach dieser Zeit noch für einen Smart fortwo electric drive, bzw. für das, was „Auto Bild“ dazu zu sagen hatte? - Na ja, vielleicht doch irgendein Käufer, der damals mindestens 9 Monate gewartet hat, um dann – nach 5 Jahren der Nutzung – der „ADAC Motorwelt“ (Heft 7/2019, Seite 66, „Leserforum“) folgenden Erfahrungsbericht zu schicken:

„Bei meinem Smart 451 ist nun nach fünf Jahren die Batterie defekt. Die Kosten für den Austausch liegen bei 17.000 Euro zzgl. MwSt., der Liefertermin ist etwa im September. Der Kleine ist nun ein wirtschaftlicher Totalschaden. Ich stelle ihn in den Garten, werde ihn grün bepflanzen und wieder mit meinem Diesel zur Arbeit fahren.“

Die Lehre die man daraus ziehen sollte ist:

Man sollte niemals nur einen smart fortwo electric drive besitzen, sondern immer – zur Sicherheit noch einen Diesel in der Garage stehen haben. Und man sollte – zu Haus und Garage – immer einen großen Garten besitzen, damit der E-smart als künstlerisch wirkender, großer Blumentopf genutzt werden kann.

Aber dann bleibt immer noch die Frage offen:

  • Was wird aus der defekten Batterie im Neuwert von 20.230 Euro einschl. MwSt.?

Wo doch inzwischen schon Elektro-Händler nicht mehr den normalen Elektroschrott zurücknehmen, zu dessen Rücknahme sie eigentlich gesetzlich verpflichtet sind.

Schöne Aussichten!

MK/Wilhelm Hahne
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Tankstellenkultur in NRW: „Bitte volltanken!“

Unter diesem Titel ist gerade ein Buch im KLARTEXT-Verlag erschienen, das am Beispiel  Nordrhein-Westfalen zeigt, dass das Tankstellennetz bis hin zu seiner heutigen Dichte und Funktionalität auch seine Zeit brauchte. Innerhalb von zwei Jahrzehnten ist „damals“ in Nordrhein-Westfalen das dichteste Tankstellennetz in Europa entstanden. „Damals“ noch mit Tankwarten, einem inzwischen ausgestorbenem Beruf, die nicht nur beim Vorfahren eines Automobils den Tankvorgang vornahmen, sondern wie selbstverständlich auch die Scheiben reinigten. „Damals“ gab es noch Insekten! - Das Buch schildert die Entwicklung von der Gehwegpumpe bis hin zur elektrischen Tanksäule mit Selbstbedienung nicht nur mit Text, sondern auf 160 Seiten auch mit rd. 400 Fotos. - Der Herausgeber von Motor-KRITIK hat diese Zeit mit erlebt, war zeitweise mit im „Benzingeschäft“ tätig. Nicht nur darum war die Rezension dieses Buches eine interessante Rückbesinnung. - Das Buch kann auch jungen Leuten als Beispiel und Erklärung dafür dienen, dass jede Art von Infrastruktur eine Zeit des Wachstums und der Entwicklung braucht. - Auch die z.B. der E-Säulen!

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Was denn nun? - „Süddeutsche Zeitung“ ./. „TÜV“?

Vielleicht ist es auch umgedreht! Jedenfalls war die „Süddeutsche Zeitung“ mit einer – nach meinem Eindruck – sehr gut recherchierten Geschichte, die sich der Thematik „Fahrschule & E-Automobil“ annahm, heute zuerst am Kiosk.

Der TÜV, die Zentrale in Berlin, hat sofort mit einer Pressemitteilung reagiert, mit der nach meinem Verständnis aber nicht gesagt wird, dass das, was in der „Süddeutschen“ geschrieben steht, nun falsch ist. - Vielleicht verstehen das meine Leser anders.

Hier sind die Ankündigungen der jeweiligen Geschichten. Mit einem Klick HIER sind meine Leser auf der Internetseite der „Süddeutschen“. - Mit einem Klick HIER kommen sie dann sofort zur Internetseite des „TÜV“ mit der Reaktion auf die gute Geschichte der „Süddeutschen Zeitung“.

Die „TÜV“- Antwort auf die Schilderung der derzeitigen realen Situation beim Einsatz von E-Automobilen endet so:

„Die Schaffung zukünftiger Anforderungen bezüglich der Fahrzeugausstattung, die sowohl die Belange der Fahrausbildung als auch die der Fahrerlaubnisprüfung (Fahrerassistenzsystem/ Automatikfahrzeuge/ Elektrofahrzeug) in Deutschland berücksichtigt, muss zum einen durch objektive Kriterien und zum anderen durch eine konstruktive Diskussion begleitet werden, als dies die Süddeutsche Zeitung in ihrem Beitrag versuchte.“

Darum meine Bitte an die Motor-KRITIK-Leser:

Bitte lesen Sie beide Darstellungen aufmerksam und schreiben mir dann eventuell, was an der Darstellung der „Süddeutschen“ falsch ist. - Sie erreichen mich direkt unter der E-mail-Adresse:

wilhelm@hahne-eifel.de

Vielleicht habe ich in der TÜV-Darstellung etwas überlesen oder nicht begriffen! - Es wäre wirklich gut, wenn es zu diesem Thema zu einer „konstruktiven Diskussion“ käme.

Wenn von Seiten des TÜV die derzeitige Situation bis jetzt so hingenommen wurde, sollten wir – zusammen mit der „Süddeutschen Zeitung“ - versuchen da etwas zu ändern.

Gebt dem E-Automobil eine Fahrschul-Chance!

MK/Wilhelm Hahne
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Truck-Grand-Prix 2019: ...und Alle sind zufrieden!

Kein normaler Rennbericht wäre in der Lage, den am letzten Wochenende als Rennveranstaltung auf dem Grand-Prix-Kurs des Nürburgrings durchgeführten Truck-Grand-Prix umfassend zu beschreiben. Der Truck-Grand-Prix hat sicherlich ein besonderes Publikum und genau darauf ist dieses Rennwochenende vom Veranstalter, dem ADAC Mittelrhein, abgestimmt.

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NEU in 2019: FIA Motorsport Games in Vallelunga

Der DMSB entsendet dazu die Sportler in den sechs Motorsport-Disziplinen der nun erstmals ausgetragenen „Weltspiele des Automobilsports“ für die deutsche Nation. Liest man in der Pressemitteilung des DMSB, ist interessant, was die FIA so alles auch als Automobilsport empfindet.

Hier sind die sechs Automobilsport-Arten:

1) Formel 4
2) GT-Sport (GT3-Kategorie)
3) Tourenwagen (TCR)
4) Driftsport
5) Kartslalom
6) SimRacing

Die Sportler, die in diesen Disziplinen Deutschland vertreten sollen, werden vom DMSB in den deutschen Nationen-Kader berufen. Je Disziplin jeweils nur einer, bzw. ein Zweierteam. Interessierte Sportler können sich beim DMSB bis zum 1. September 2019 bewerben. Der DMSB verfährt aber „zweigleisig“:

Gleis 1) Kandidaten werden von DMSB-Experten „identifiziert und gezielt angesprochen“.
Gleis 2) Unabhängig davon können sich auch interessierte Motor- und SimRacing-Sportler melden.

Das kann unter der E-mail-Adresse:

motorsport-games@dmsb.de

geschehen und die Interessenten können sich vorher auch auf einer speziellen Hompage der FIA in der Hochsprache Englisch informieren:

www.fiamotorsportgames.com

Die Wettbewerbe werden auf – und neben – der Rennstrecke Vallelunga ausgetragen. Die Strecke ist 4,085 Kilometer lang, hat je 6 Links- und Rechtskurven, ist im ersten Teil recht schnell, wenn man dann das Infield erreicht, geht‘s eng/eng weiter. Die Strecke liegt nahe Rom, so dass in der FIA-Darstellung der Eindruck von „römischen Spielen“ vermittelt wird.

In den Einzel-Disziplinen werden die jeweils drei Ersten mit einer Gold-, Silber- und Bronzemedaille ausgezeichnet. Über die Nationenwertung entscheidet die höhere Anzahl der gewonnenen Medaillen in den einzelnen Disziplinen.

Das Austragungsdatum:

Donnerstag, der 31. Oktober bis Sonntag, der 3. November 2019

Die Rundstrecken-Diszipline sollen am Samstag und Sonntag ausgetragen werden, während z.B. die Driftwettbewerbe – jeweils unter Flutlicht – am Freitag und Samstag geplant sind. An diesen Tagen – dann ohne Flutlicht – sollen auch die Wettbewerbe im Kartslalom und SimRacing durchgeführt werden. - SimRacing findet übrigens nicht nur bei Regen im Saale statt!

Es findet sich in der offiziellen DMSB-Pressemitteilung zu diesem Wettbewerb auch der Satz:

„Zielgruppe sind dabei nicht die Profipiloten, sondern die ambitionierten Privatiers.“

So sind dann auch im GT-Wettbewerb nur Fahrer mit FIA-Bronze- oder Silber-Status zugelassen. Beim Kartslalom und Formel 4-Wettbewerb werden übrigens zentral bereitgestellte Fahrzeuge genutzt.

Von Geld/Kosten wird in der DMSB-Presseinformation nicht gesprochen. Die Anforderungen auf diesem Gebiet ergeben sich vielleicht aus der im Pressetext verwendeten Formulierung, dass „ambitionierte Privatiers“ erreicht werden sollen.

MK/Wilhelm Hahne
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Neues Motorenkonzept: Real ist das Downsizing down!

Nein, der Verbrennungsmotor ist nicht tot! Bei den Automobilherstellern verhält man sich gegenüber der Öffentlichkeit aber derzeit „politisch“. Man redet das, was andere hören wollen – und beeindruckt mit der Bekanntgabe von Milliarden-Investitionen für und in die Zukunft. Wie sie übrigens von visionären Managern der Branche schon seit mehr als 50 Jahren als E-Technologie - „ab morgen“ angekündigt wurde. Man nutzt aktuell bei den Automobilherstellern die sich daraus ergebenen  Möglichkeiten, Personal und Produktionskapazitäten abzubauen. Hinter den Kulissen denkt und redet man – im kleinen Kreis – anders, realistischer über die Motoren-Entwicklung. So orientiert man sich z.B. bei der Motorenentwicklung für die nächste Zeit - der Entwicklung von Verbrennungsmotoren (!) - an den letzten Vorgaben der EU bei den Verbrauchsmessungen. – Darum möchte Motor-KRITIK heute voraussagen:

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VLN-Busch wird gegen NBRG-Stephani ausgetauscht!

Hier geht es um die Geschäftsführung der sogenannten „VLN VV“, die vom Nürburgring-Verpächter zu 60 Prozent beherrscht wird und bei der eigentlich der Geschäftsführerwechsel, der zunächst beim bisherigen VLN-Mitarbeiter, Dietmar Busch lag, – ein paar Monate verspätet - entsprechend den vertraglichen Vereinbarung nun von einem Mitarbeiter der Nürburgring-Verpächters, der Nürburgring 1927 GmbH und Co. KG übernommen wird. Noch ist dieser Wechsel nicht im Handelsregister eingetragen, aber „die Würfel sind gefallen“. Diese Information erreichte mich, nachdem ich die „Rahmenbedingungen“ bei VLN 4 geschildert hatte, weil diese Weiterentwicklung den sich für Insider abzeichnenden Trend bei der VLN bestätigt. Ein Mitarbeiter der „1927 GmbH“ sollte eigentlich schon zum Jahreswechsel die Leitung der „VV“ übernehmen. Aber da gab es intern Probleme. Da hat sich dann der bisherige „VV“-Geschäftsführer Busch, aus der VLN-Familie kommend, bereit erklärt, so lange die Geschäfte der „VV“ weiter zu führen, bis dass man bei der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG das interne  „Personalproblem“ gelöst hatte. Es gab dort zwar – rechtzeitig intern proklamiert – eine Ideallösung, aber die erwies sich schon in der „Vorlaufzeit“ als nicht ideal. - Aus Sicht der Nürburgring-Besitzer und -Verpächter. - Nun hat man aktuell eine gute Lösung gefunden. - Meint man.

Schon der bisherige Geschäftsführer der „VV“ war nicht gerade ein Bollwerk gegen die von den Besitzern gewünschten Veränderungen, die nicht unbedingt immer die positive Entwicklung der sportlichen Seite am Nürburgring verbessert hat. Dietmar Busch akzeptierte einfach die überlegene Art der neuen Nürburgring-Besitzer, die – ganz natürlich – primär die positive geschäftliche Weiterentwicklung am Nürburgring im Auge haben.

Die wird aber nicht unbedingt von den Rennaktivitäten am Nürburgring bestimmt, sondern von einer Weiterentwicklung bei der Nutzung von unsinnigen Bauten und Anlagen, die unter der Leitung – und dem Druck – einer SPD-Landesregierung entstanden, die damit ihre landeseigene GmbH dann auch in die Insolvenz (in Eigenverwaltung!) steuerte.

Da erscheint es fast – aus Sicht der neuen Besitzer – logisch, wenn nun ein Manager die Leitung der „VV“ als Geschäftsführer übernehmen soll, der bisher schon als „Key Account-Manager“ bei der Pächterfirma des Nürburgring-Besitzers tätig ist.

Bei Wikipedia findet man eine sehr gute Definition des Tätigkeitsgebietes eines solchen Managers:

„In erster Linie bedeutet Key-Account-Management die Betreuung von Schlüsselkunden mit hohem Kundenwert durch spezielle Account-Manager. Grund für den Aufbau eines Key-Account-Managements ist vor allem, eine Grundlage für Wachstum in den Märkten zu erreichen. Dazu gehören der langfristige Ausbau der Geschäftsbeziehungen mit den Altkunden sowie die Anwerbung von Neukunden und die Sicherung der lokalen Marktnähe.“

Darum ist auch verständlich, wenn dieser Manager z.B. auf wichtigen Internetseiten im Interesse seiner Firma, der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG, z.B. solche und ähnliche Texte wie hier verbreiten lässt. Von der Bedeutung der VLN-Langstreckenserie für die Rennstrecke Nürburgring kein Wort. So wird auch die Grundeinstellung „seiner Firma“ deutlich, die Christian Stephani, so der Name des „auserwählten“ neuen VV-Geschäftsführers, dann auch in seiner neuen Position nicht ändern wird. - Ganz im Sinne seiner Chefs.

Denn eigentlich haben die – mit und durch die VLN-Rennaktivitäten – zukünftig nur Ärger zu erwarten. Da wird man sicherlich mit „konzertierten Aktionen“ gegenzusteuern versuchen. - Die VLN ist am Nürburgring für die neuen Besitzer eben kein „Schlüsselkunde“!

MK/Wilhelm Hahne
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Die VLN in einer Vogel-friss-oder-stirb-Situation?

Am letzten Samstag gab es den 4. VLN-Lauf von insgesamt neun in 2019. Die Fans freuten sich darauf, mal wieder ein Rennen zu erleben, bei dem man nach der Zieldurchfahrt auch weiß, wer gewonnen und wer sich wo platziert hat. Aber diese Zeiten scheinen selbst im „Basic-Motorsport“ (Streckensprecher Uwe Winter), dem so genannten „Breitensport“ vorbei. Auch jetzt – zwei Tage nach Rennende – ist das Rennergebnis nur „vorläufig“. Die Fans werden auch nicht informiert, warum das so ist! - Der Einfluss der Nürburgring-Besitzer, bzw. des Pächters wird über die Zeit immer deutlicher spürbar. Zwar ist auf dem Papier ihr Einfluss beschränkt, aber die VLN hat als Rennserie für die „neuen Herren“ an Bedeutung verloren. Und die neuen Chefs der VLN – man muss da zwischen Veranstalter-Klub, der VLN oHG und der GmbH & Co KG unterscheiden – akzeptieren, dass diese Serie mehr und mehr „untergebuttert“ wird. Der VLN 4-Lauf war ein schönes Beispiel dafür, dass sich der Ton gegenüber dem „Kunden VLN“ geändert hat. Eigentlich hat sich nicht der „Ton“, sondern das Verhalten geändert und man versucht mit „gutem Ton“ - z.B. von Streckensprechern - die Sichtweise der Fans zu beeinflussen. Die sollen sich über dramatische Rennauseinandersetzungen auf der Rennstrecke freuen. Dramatik gab es aber auch beim VLN 4-Lauf im Umfeld des eigentlichen Rennens zu Genüge. - Darüber informiert Motor-KRITIK.

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