Adenau - Nürburgring – Krankenhaus – Tourifahrten

Erkennt jemand einen Zusammenhang? - Das macht den Unterschied aus! Laut dem Verbandsbürgermeister von Adenau ist alles gut. Wen stört schon, dass das Hallenbad abgerissen wurde? Adenau ist „die“ Stadt am Nürburgring! - Man kann es auf großformatigen Plakaten lesen. - Aber was tut man dafür, um diesem Anspruch zu genügen? - Man erhöht die Polizeipräsenz, stellt Hinweise zur Geschwindigkeitsbeschränkung gleich mit zweisprachigem Text auf. Aber man sollte ein Problem nicht nur einseitig sehen. Auch nicht das derzeitige Krankenhausproblem, das sich eigentlich schon lange ankündigte. - Erinnert sich noch jemand daran, dass die mal in Adenau auch  vorhandene Geburtenstation still verschwunden ist? - Also stellt Motor-KRITIK einfach mal aktuell zu beachtende Zusammenhänge her:

Adenau – Nürburgring – Krankenhaus - Tourifahrten

Als hier in Motor-KRITIK – schon vor langer Zeit - auf die „Leerstände“ in der Stadt Adenau  hingewiesen wurde, da waren die Leser nicht begeistert. Schließlich war doch überall zu hören: „Alles ist gut!“ - Am Nürburgring und in Adenau!

Ich habe hier einmal einen Screenshot mit einer aktuellen Aussage des Adenauer Verbandsbürgermeisters (CDU) gegenüber dem SWR eingestellt. - Solche Aussagen kann man nur als Politiker treffen. - Und immer: Bitte recht freundlich! - So wie die SPD-Ministerpräsidentin bei ihrem Besuch beim Stadtfest im August.

„Gute Meldungen“ verbreiten sich fast „automatisch“ durch die „Öffentlich-Rechtlichen“. Ich habe schon vor langer Zeit nachgewiesen, wie sehr die „Öffentlichen-Rechtlichen“ - damals am Beispiel des „Deutschlandsfunk“ - dann kuschen, wenn es darum geht, der Öffentlichkeit die Realität so darzustellen, wie es der Politik genehm ist. - Auch der SPIEGEL hat damals berichtet! - Ab diesem Zeitpunkt gab es Wilhelm Hahne oder Motor-KRITIK mit dem Thema Nürburgring bei den „Öffentlich-Rechtlichen“ nicht mehr. - Warum auch? - Alles ist gut!

So ist das auch beim SWR. Auch dort wird das publiziert, was dem Intendanten gefällt. Weil der sich abhängig fühlt vom Rundfunkrat. - Und wer sitzt im Rundfunkrat? - Ein Beispiel:

Clemenz Hoch (SPD), Leiter der Staatskanzlei RLP, entsandt durch die Landesregierung von Rheinland-Pfalz. Er ist nicht nur Mitglied des Verwaltungsrats des SWR, sondern auch ihr stellvertretender Vorsitzender. Er ist Mitglied des Finanzausschusses, bringt auch seine Meinung im Landesprogrammausschuss Hörfunk, Fernsehen, Internet Rheinland-Pfalz ein, und wird vertreten durch eine Dame, die ihm auch in der Staatskanzlei  von RLP zur Seite steht: Monika Fuhr.

Clemenz Hoch ist jenes führende SPD-Mitglied, das ich in meinem Buch zum „Nürburgring-Skandal“ mit seiner Aussage aus 2010 verewigt habe:

„Die schwierige Phase der vergangenen zwei Jahre ist vorbei. Die Fehler die gemacht wurden, sind durch Wirtschaftsminister Hendrik Hering korrigiert worden. Nur ein Fazit lässt sich wirklich seriös feststellen: Das Land Rheinland Pfalz hat sich um die touristische Entwicklung der Region auch mit dem Nürburgring verdient gemacht. Ein ähnliches Beispiel für eine Weiterentwicklung einer Region gibt es in ganz Deutschland nicht.“

Das wäre gleichzeitig eine Aussage zur Glaubwürdigkeit von Politikern. Da muss man nicht erst Kurt Beck bemühen!

Natürlich ist das Thema Nürburgring immer wieder – ab und zu auch heute - beim SWR von Bedeutung und dann taucht ein schon mal ein Redakteur „live“ auf, der als ein Kenner der Nürburgring-Szene vorgestellt wird. Er kennt sich auch aus, weil er u.a. mein Buch zum Thema „Nürburgring-Skandal“ gelesen hat.

Um es präzise zu formulieren: Er hat es sich von seinem eigenen, privaten Geld kaufen müssen, weil er schließlich informiert sein muss. - Er hat es nicht zu Lasten der SWR-Kasse abgerechnet! - Warum wohl nicht? - Nun, der „alte“ SWR-Intendant hat mich nicht gerade als Freund empfunden, da ich ihm bei passender Gelegenheit schon mal klar meine Meinung geschrieben hatte. - Seit dieser Zeit gab es auch keinen Live-Auftritt von mir mehr beim SWR oder eine Berichterstattung über die Situation am Nürburgring, die die „Schattenseiten“ aufgezeigt hätte. - Alles ist gut!

Man muss beim SWR die regionale Welt so darstellen, wie sie den Politikern gefällt. Die entscheiden schließlich über die Rundfunk- und Fernsehgebühren! - Und wenn im Krankenhaus von Adenau die „Chrirurgische Abteilung“ zum Jahresende geschlossen wird, so muss man auch die Vorteile sehen:

  • Es gibt keine unangenehmen Geräusche mehr durch dort landende Hubschrauber!

Dagegen haben tatsächlich Bewohner von Adenau in der Vergangenheit protestiert! - Sind das vielleicht die gleichen, die jetzt – am kommenden Wochenende - gegen die Schließung der „Chirurgischen Abteilung“ protestieren?

  • Und wer hat gegen den Verkauf des Nürburgring protestiert?

Ich denke, man sollte manche Dinge auch hier im Zusammenhang betrachten:

  • Wenn die „Chirurgische Abteilung“ des Krankenhauses Adenau geschlossen wird, müsste  man auch aus Sicherheitgründen den Nürburgring für Touristenfahrten schließen!

Man sollte in diesem Zusammenhang die Bemühungen der Nürburgring 1927 GmbH & Co KG sehen, im nächsten Jahr – 2020 – nur noch die Fotografen beim Fotografieren der Touristenfahrten zuzulassen, die von ihnen „akkredidiert“ wurden! - Und an denen man so verdient! - Aber auch:

  • Weil man so auch sicher sein kann, dass keine Unfallfotos mehr erscheinen!

So ist auch verständlich, dass man sich aktuell öffentlich an die Seite derer stellt, die einen Erhalt der Chirurgischen Abteilung im Krankenhaus Adenau fordern. Das würde sonst die Touristenfahrten gefährden, die 60 – 70 Prozent des – nicht öffentlich ausgewiesenen – Gewinns pro Jahr ausmachen! - Denn nach den letzten „Sicherheitsmaßnahmen“ der Besitzer und Pächter des Nürburgrings, haben die schweren Unfälle bei den Touristenfahrten an einigen Stellen der Nordschleife deutlich zugenommen! - Darum auch meine klare Forderung:

  • Chirurgische Abteilung des Adenauer Krankenhauses zu: Nürburgring zu!

Eine solche Forderung kann auch nicht durch die RLP-Ministerpräsidentin (SPD) weg gelächelt werden!

MK/Wilhelm Hahne
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