2020

„Touri“-Fahrten: Kontrolle nur da wo man sie will?

Die Touristenfahrten auf der Nürburgring-Nordschleife sind für den Pächter – und damit auch für den Besitzer – ein einbringliches Geschäft. Mehr als 50 Prozent der Gewinne des Verpächters – die aber nicht öffentlich werden, weil sie in der Bilanz der „Mutter“ aufgehen – resultieren aus den Einnahmen auf diesem Sektor. - Darum werden auch Unfälle für die Verunfallten sehr teuer, da sie nicht nur die „Materialkosten“ des Unfalls zu tragen haben, sondern auch noch dem „Veranstalter“ die Zeiten vergüten müssen, in der – unfallbedingt – die Nürburgring-Nordschleife geschlossen werden musste. - Nicht alle Unfälle werden bei der Polizei aktenkundig, weil das die bei der Polizei geführte Unfallstatistik für die Nürburgring-Nordschleife negativ belasten würde. Auf Seiten des Nürburgring-Besitzers und dessen Pächterfirma möchte man das Geschäft mit den Touristenfahrten  nicht durch hohe offizielle Unfallzahlen gefährden und ist jetzt gerade in Corona-Zeiten mit Unfallmeldungen bei der Polizei besonders vorsichtig umgegangen. Darum versucht man wohl auch die Fotografen und Filmer vom Streckenrand während der Touristenfahrten zu vertreiben, weil die auch evtl. Unfälle öffentlich werden lassen könnten. - Das ist der von Motor-KRITIK gewonnene Eindruck in den letzten Wochen. Ich habe darum auch mal – gerade in letzter Zeit - etwas genauer hingeschaut. - Auch am letzten Sonntag habe ich die Touristenfahrten etwas genauer beobachtet und kann hier nur meine Frage wiederholen:

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Klage eines Eifel-Wanderers in der Corona-Zeit!

Hier in Motor-KRITIK haben wir schon über die Real-Situation berichtet, die aber eigentlich mehr die Gruppe „Zuschauer bei Rennen“ betraf. Natürlich waren damit auch die Interessen der Gruppe „Eifel-Touristen und Wanderer“ gestreift, die hier in der Hocheifel, im Umfeld der „Hohen Acht“ auch direkt von den Maßnahmen der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG betroffen sind. Diese Maßnahmen sind nicht gerade als „touristenfreundlich“ zu bezeichnen, zumal sie auch nicht nur die Touristen treffen, sondern auch jene, zu deren Einkommen der Touristenverkehr „ein Scherflein“ beisteuert. - Nachfolgend gebe ich unkommentiert den Inhalt einer E-mail wider, die so sowohl an den Bürgermeister von Nürburg, als auch an den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau gerichtet ist. - Ich habe nur Anrede und „Freundliche Grüße“ fehlen lassen. - Motor-KRITIK-Empfehlung: Man sollte handeln und sie nicht nur zur Kenntnis nehmen, die ...

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F1: Wer fürchtet sich vor‘m „Schwarzen Mann“?

Gestern – vor‘m Fernseher – stellte sich mir angesichts gewisser Vorkommnisse im österreichischen Spielberg, beim ersten Formel 1-Lauf dieses Jahres diese Frage. - Zwar ist die Formel 1 inzwischen schon lange für diesen Informationsdienst kein Thema mehr für eine kontinuierliche Berichterstattung, aber kann – wie in diesem Fall – immer noch Anlass sein, sich mit grundsätzlichen Problemen im Motorsport, die immer deutlicher – auch krasser – werden, zu beschäftigen. Das scheint nun einmal im modernen Motorsport so zu sein. Dort kann Jeder jede Entscheidung treffen, wenn er von „Berufenen“ als „Fachmann“ akzeptiert ist. Jeder kann dann jeden Unsinn anordnen, sich daneben benehmen, Strafen aussprechen, die Betroffene dann widerspruchslos hin nehmen, weil man sich als „abhängig“ empfindet. Aber auch, weil sich die „Ordner“ durch eine eigene Gerichtsbarkeit, deren „Gesetze“ sie selber machen, geschützt haben. - Der Motorsport hat eben seine eigenen Gesetze!  - Und die werden so angewendet, wie man sie braucht! - Ich möchte hier einmal zunächst mit dem Versuch einer Antwort auf die Frage beginnen, die auch von Kindern – bisher ungestraft – gerne immer wieder gestellt wird. - Nicht nur im Kindergarten, sondern auch in der ...

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4. Juli 2020: Lieber Leser!

Nein, es liegt nicht an Corona, dass ich nun schon längere Zeit nichts mehr unter diesem Titel geschrieben habe. Es gab Anlass zu vielen Recherchen, die meine Zeit gebunden haben und dann – in diesem Zusammenhang - auch viel zu schreiben. Im letzten Monat waren es z.B. zwanzig Geschichten, die ich auf diesen Internetseiten eingestellt haben, darunter auch zwei, die nur Abonnenten vorbehalten sind. Da ich vor meinen Lesern keine Geheimnisse habe, möchte ich sie auch kurz informieren, dass ich im ersten Halbjahr 2020 pro Kalendertag mehr als 2.500 Leser registrieren konnte – Leider nicht alles Abonnenten! - Und damit wäre ich dann auch gleich beim Thema, das ich heute zum Anlasse nehme, mal etwas in eigener Sache zu schreiben: Die von der Bundesregierung zur „Kaufanregung“ beschlossene Mehrwertsteuersenkung. - Da gibt es dann auch kleine Änderungen beim Abo-Preis! - Wenn man ein Motor-KRITIK-Abo bis zum 31. Dezember 2020 abschließt!

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VLN: Wenn schon böse, dann konsequent unverschämt?

Auch ein Journalist hat eine Meinung. Aber es muss sich eine Meinung möglichst über die Jahre der Erfahrung bilden. Man sollte auch bereit sein seine Meinung zu ändern, wenn besondere Umstände eintreten. Wir leben inzwischen in einer Zeit, in der alles damit erklärt wird, dass eben durch Corona... - Und Herr Lauterbach – Gesundheitsexperte von der SPD – hat als einer der Ersten festgestellt, dass das Corona-Virus auch das Gehirn schädigen kann. Er sagte wörtlich: „Die Muskulatur und die Hirnleistung werden abgebaut.“ - Nun haben wir in der Vergangenheit auch erfahren, dass eine Reihe von Leuten nachweislich schon durch den Corona-Virus erkrankt waren, aber es nicht bemerkt hatten. "Jeder vermeintlich Gesunde, der uns begegnet, kann unwissentlich das Virus tragen. Das müssen wir uns bewusst machen und uns auch so verhalten", empfiehlt Prof. Dr. med. Dr. h.c. Martin Exner, Leiter des Instituts für Hygiene und öffentliche Gesundheit in Bonn, deren Team auch für die VLN-Organisationen und die Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG ein positives Gutachten zu deren Plänen erstellt hat. - Darum sollte man derzeit bei der Einschätzung eines besonderen Verhaltens von Menschen jetzt in der Corona-Phase auch vorsichtig sein, besonders dann, wenn dieser Mensch vorher nicht besonders verhaltensauffällig war. Als Journalist, als ein „bewusster“ Zeitzeuge, fühle ich mich aber – Corona hin oder her – zu einer Darstellung meiner Recherche-Ergebnisse zum VLN-Lauf Nr. 1 gegenüber meinen Lesern verpflichtet, obwohl ich für die Entwicklung – und den Ablauf – der Situationen derzeit am Nürburgring nicht immer unbedingt eine Erklärung habe. - Manches kann natürlich genauso durch Corona, wie durch Unfähigkeit bzw. Nichtwissen bedingt sein. - Das Ergebnis wäre immner das gleiche, muss aber nicht das richtige sein!

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Kontrolle: Polizei die Straßen – MK den Nürburgring

Seit ein paar Wochen führt die Polizei mit einer neu gebildeten Sondereinheit Konrollen auf den Zufahrtsstraßen zum Nürburgring durch.  So auch am letzten Samstag, dem Tag, an dem in diesem Jahr wieder ein VLN-Langstreckenrennen – das Erste - auf dem Nürburgring durchgeführt wurde. - Ohne Zuschauer! - Entsprechend niedrig war auch das Verkehrsaufkommen auf den Zufahrtsstraßen. - Aber auch bei den relativ wenigen reinen Eifel-Touristen wurde die Polizei – nach deren Meldung zum Thema - fündig. Da ist zu lesen:

„Dennoch konnten im Verlauf der Fahrzeugkontrollen mehrere verkehrsrechtliche Verstöße seitens der Polizei festgestellt und geahndet werden. Entsprechende Mängelberichtsverfahren bzw. Verkehrsordnungswidrigkeitenanzeigen wurden eingeleitet.“

Das war am 27. Juni auf den Straßen rings um den Nürburgring. - Und die Polizei kontrollierte…

„unter Einbindung weiterer Kolleginnen/Kollegen der benachbarten Dienststellen...“

Die Zitate stammen aus dem „Original-Content von: Polizeidirektion Mayen, übermittelt durch news aktuell“.  Der Aufwand war also schon erheblich!

Für den 28. Juni gab es – darum vielleicht und deshalb verständlich – bis heute um 15 Uhr keine Unfallmeldungen der Polizei von der Nürburgring-Nordschleife. Ich hatte aber nicht nur meine Leser schon eingeschaltet, sondern auch meine „Brieftauben“ genutzt, weil mit denen keinerlei Datenverluste auftreten, und so noch einmal die Ereignisse von Sonntag auf der Nürburgring-Nordschleife Revue passieren lassen.

Bevor ich mit der Darstellung von Ergebnissen meiner Recherchearbeit beginne, möchte ich jedoch zuerst noch meine letzten Informationen zu einem Tesla-Unfall während der Touristenfahrten auf der Nürburgring-Nordschleife insofern ergänzen, dass nach diesen letzten Recherchen gleich zwei Tesla in den erwähnten Unfall verwickelt waren. - Das wäre eigentlich einen Eintrag ins „Guinness Buch der Rekorde“ wert gewesen!

Damit verglichen verliefen die Touristenfahrten auf der Nordschleife am letzten Sonntag normal. Es gab die üblichen Ausfälle durch technische Defekte und einen bemerkenswerten Betriebsmittelverlust, der den Technischen Dienst des Streckenbetreibers veranlasste, ein Abstreuen vom Bereich „Aremberg“ bis „Adenauer Forst“ vornehmen zu lassen. Da dieser Bereich durch den dazwischen liegenden Teil „Fuchsröhre“ zum Hochgeschwindigkeitsbereich gehört, sah man sich veranlasst, danach – an diesem Tag - das Befahren der Strecke mit Zweirädern nicht mehr zuzulassen!

Es gab am „Aremberg“ auch den Einschlag eines Automobils in die Leitplanken. Exakt die gleiche Unfallart musste auch von den Streckenabschnitten „Schwedenkreuz“ und „Metzgesfeld“ gemeldet werden. Es wurde nürburgring-intern auch ein Pkw-Unfall am „Schwalbenschwanz“ notiert.

Obwohl zu allem heute, bis zum Termin der Einstellung dieser Geschichte, keine offizielle Polizeimeldung erfolgte, wurde ich jedoch informiert, dass auch am Sonntag Personen, die der Polizei zugerechnet werden müssen – allerdings „in Zivil“ und für Außenstehende nicht als deren Mitglieder zu erkennen - mit Fahrzeugen der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG auf der Nordschleife unterwegs waren.

Ob so dann auch die o.g. Unfälle in die auch bei der PI Adenau geführte spezielle Unfallstatistik für die Nürburgring-Nordschleife eingehen, kann hier leider nicht beantwortet werden.

MK/Wilhelm Hahne
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Aus meinem Leserbriefeingang: „Hallo Herr Hahne,

heute morgen war ich das erste Mal im neuen Jahr am Ring und es hat mir soooooo gut getan. Dank Motor-Kritik wusste ich ja, dass Spazieren gehen erlaubt ist, also hin! Die Treppe in Breidscheid war gesperrt, vor Ort waren 2 Ordner plus 1 Typ Marke Türsteher.

Also zu Fuß bis Mitte Breidscheid die r. Strasse hoch. Also von hinten. Dort sagte mir der Ordner sehr freundlich, dass Spazieren gehen erlaubt ist, sich am Zaun aber bitte nicht zu lange aufhalten.

Also ging es rauf zum Metzgesfeld. Musste allerdings Mitte der Strecke abbrechen ( ein Himmelreich für ein Sauerstoffzelt). War halt aus der Übung. Die Nordschleife war sehr gut besucht, Zuschauer Fehlanzeige. Unterwegs habe ich 2 Personen getroffen, zurück waren es 6.

Die Fans sollten lieber mal Motor-Kritik lesen, dann wüssten sie mehr.

Endlich konnte ich mal so richtig abschalten, ich war so entspannt, dass ich im Auto auf dem Parkplatz eingenickt bin!!!!!!! ......und ja, ich habe den Motorsport NICHT vermisst.

Wenn ich den Mist, über den Sie gestern geschrieben haben und ich dazu noch auf Facebook gelesen, gehört habe, dass gestern viele Hygienevorschriften ignoriert wurden, fühle ich mich einfach bestätigt, dem Motorsport Adieu zu sagen. Der Ring wird von mir keinen Cent mehr sehen! Eintritt, Parkplätze, Shop usw. wird gespart und das Geld werde ich dann lieber fürs Essen in Breidscheid, Adenau ausgeben. Die können das Geld dringend gebrauchen.

Begonnen hat alles mit dem Verkauf des Nürburgrings, erfolglose Demos bei mistigen Wetter, Alles für die Katz. Dann folgte auch noch der verhängnisvolle Unfall im März am Flugplatz und was dann folgte sucht bis heute noch seinesgleichen. FIA Zäune 1-2-3fach, Tempolimit , neue Beläge wo dann noch so nebenbei die Strecke kastriert wurde (wir werden an der Strecke nichts ändern!!!!! Können Sie sich noch an diesen Spruch erinnern?), der Kies im Brünnchen wurde durch Rasensteine ersetzt und dann das GANZE wieder zurück. - Wow!

Sicherlich habe ich noch einiges vergessen und dann kam Corona. Und die Dilettanten oben am Ring machten fröhlich weiter. Ich bereue meinen Entschluss NICHT, denn ich habe das Glück, wie auch Sie, die 60er bis Anfang 80er Jahre am Nürburgring erleben zu dürfen. Für mich war es die Hoch-Zeit des Motorsports und der Nordschleife. Was für 1000km-Rennen, dazu die kleinen Zäune, Massen von Fans und der Ring war eine unglaubliche Herausforderung, usw. Diese Zeit war einmalig und ist unvergessen. - Danke, dass ich dabei sein konnte!

Am Sonntag geht's dann für mich zur Quiddelbacher Höhe und ich hoffe, dass mir nicht wieder die Puste aus geht.

Ihnen alles erdenklich liebe und bleiben SIE gesund und noch einen schönen Sonntag.

Ihr XXXX XXXXX

PS: Die Tourifahrer sind für mich jetzt die neuen Breitensportler, die mit Herz und viel Liebe Ihre Autos um die Strecke jagen, ganz umsonst."

Ich werde diesen Leserbrief nicht kommentieren! - Es würde genügen, wenn er einige Leute nachdenklich werden lässt.

MK/Wilhelm Hahne
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VLN 1: Zeitstrafen wegen Vorteilsnahme im Rennen!

Kinder, die nicht hören wollen, müssen bestraft werden! - Das war auch die Meinung meiner Großmutter. - Das ist sicherlich auch richtig, wenn man gegen Regeln verstößt, die sinnvoll sind, und die man dann auch beachten sollte. Wenn aber der Renndirektor einer Serie schon vor dem ersten Rennen der Saison die Teilnehmer an diesem Rennen ermahnt:

„... habt nicht stets nur Euren eigenen Vorteil im Auge!“,

dann habe – zumindest - ich den Eindruck, auf der falschen Veranstaltung zu sein. Es handelt sich nämlich hier um ein Rennen, einen Wettbewerb!

Wenn dann noch bei einem solchen Langstreckenrennen, für einzelne Klassen und Kategorien stark unterschiedliche Boxen-Mindeststandzeiten verordnet werden, die erst kurz vor dem Rennen – nach Nennungsschluss -  genannt werden, so wäre das für mich ein Grund gewesen, nicht an diesem „Rennen“ teilzunehmen und mein Nenngeld zurück zu fordern.

Einer meiner Leser schreibt mir aktuell zu meiner letzten Geschichte:

„Nun lese ich aber, dass die verschiedenen Klassen für das Rennen VLN 1 unterschiedliche Gesamt-Boxenstoppzeiten haben. Beim Kampf innerhalb der Klassen spielt das zwar keine Rolle, aber verfälscht es nicht den Wettbewerb zwischen den verschiedenen Gruppen und Klassen?“

Wenn am Ende einer solchen Veranstaltung dann der Geschäftsführer des Mitveranstalters ein solches Rennen als

„gelungene Veranstaltung“

bezeichnet, hat er damit auch schon eine Aussage zu seiner fachlichen Kompetenz getroffen! - Nun ist es nicht etwa so, dass hier in Motor-KRITIK nach einer Veranstaltung Kritik geübt wird, sondern die wurde hier schon vorher klar und deutlich formuliert. - Und die „Beweise“ angehängt!

Nach diesem VLN-Lauf Nr. 1 kann ich auch meine Darstellung in meiner letzten Geschichte („Zu VLN1: Hat man sich in Ton & Sprache vergriffen?“) zu den geltenden Geschwindigkeitsbeschränkungen diesem Rennen durch die im Rennen ausgesprochenen Zeitstrafen nur bestätigt finden:

  • Es wurden insgesamt Zeitstrafen von deutlich mehr als 1 Stunde verhängt!

„Fachleute“, bzw.  solche, die sich dafür halten, haben auf der Basis eines „Über-Reglements“ zu Entscheidungen gefunden, die das Rennen zu einer Farce verkommen ließen.

Und wenn jetzt in einem Interview während des Rennes der Geschäftsführer der „VLN VV“ davon gesprochen hat, sich jetzt auch darum bemühen zu wollen, dass demnächst auch wieder Zuschauer zugelassen werden, so ist das darin begründet, dass der Veranstalter des 24h-Rennens deutlich gemacht hat, dass er das Rennen – auch im September 2020 – dann nicht durchführen, sondern absagen wird, wenn er es auch nur ohne Zuschauer durchführen darf.

Alle Entscheidungen sind im Wesentlichen immer vom Geld bestimmt! - Nicht nur der Zuschauer, auch der Motorsport bleibt dabei auf der Strecke!

MK/Wilhelm Hahne
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Zu VLN1: Hat man sich in Ton & Sprache vergriffen?

Ich bin nicht sicher, dass der jetzige Besitzer wirklich an dem interessiert ist, was im Hinblick auf das aktuelle Wochenende unternommen wurde und wird. Das etwas geschieht, lässt nicht darauf schließen, dass man weiß was man macht. Man macht den gerade angereisten Teams Vorschläge, die zumindest daraus schließen lassen. Da erreicht z.B. die Teilnehmer – die schon am Donnerstag angereist sein mussten – an diesem Tag dann folgende Information:

„Sehr geehrte Teilnehmer,

aufgrund der massenhaften Entwicklung der mit dem Corona-Virus infizierter Personen in den Landkreisen Gütersloh und Warendorf empfehlen wir dringend, auf die Teilnahme von Personen, die ihren Wohnsitz in den beiden Landkreisen haben, zu verzichten. Verhalten Sie sich Ihrem Team aber auch anderen an der Nürburgring Langstrecken-Serie teilnehmenden Personen verantwortungsbewusst und verzichten auf Mitarbeiter/Fahrer aus den Landkreisen Gütersloh und Warendorf.

Weiterhin möchten wir darauf hinweisen, dass Bulletin 3 online ist.

Ralph-Gerald Schlüter                                                  Michael Bork
Generalbevollmächtigter VLN e. V. & Co. OHG            VLN Leiter Sport/Renndirektor“

Man wird vielleicht den Ansprüchen des Hygiene-Instituts an der Universität Bonn entsprechen müssen. Da überrascht es schon, dass Fahrer aus Italien, Norwegen, Monaco, Frankreich, Österreich, USA, Großbritanien, Dänemark, Niederlande, Tschechische Republik, Luxemburg, Belgien, Bulgarien, Liechtenstein, Spanien, Türkei, Schweden, Argentinien, Portugal und Russland  für das Einfahren der Gewinne – sozusagen als „Erntehelfer“ – ohne besondere Kontrollen zum Rennen zugelassen werden. - Jeder muss 15 Euro Eintritt zahlen!

Es wird sicherlich ein spannendes Rennen geben, bei dem die Fahrer neben „Vollgas“, auch noch die Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 30 km/h, 40 km/h, 60 km/h und 120 km/h beherrschen sollten, bzw. in der Lage sein müssen, an den entsprechenden Streckenabschnitten, die entsprechenden Speed-Limiter-Knöpfe an ihren Lenkrädern richtig zu treffen. - Hoffentlich kann man so viele Knöpfe auf dem Lenkrad unterbringen! - Und dann sollte man in der „Work Lane“ noch die vorgegebenen Boxenzeiten im Gedächtnis haben! - Und bitte bei diesem Wettbewerb nicht vergessen:

„... habt nicht stets nur Euren eigenen Vorteil im Auge!“

Da die meisten sonst zu den VLN-Läufen angereisten Zuschauer offenbar aus Ländern kamen, in denen Englisch gesprochen wird - z.B. aus dem Ruhrgebiet - findet man hier aktuell in der Eifel dann Hinweise, auf denen z.B. geschrieben steht:

„DON‘T EVEN TRY TO COME AND WATCH THE RACE ON SATURDAY!
NO SPECTATORS ALLOWED
WATCH THE LIVE STREAM AT HOME!
THANK YOU!

Das ist ein Hinweis den jeder versteht.  - Wenn er diese Sprache gelernt hat! - Ich habe aber als Besucher in den letzten Jahren mehrheitlich Leute erlebt, die Deutsch, oft auch „Platt“ sprachen. Die derzeit vom Streckenbesitzer verwendete Sprache lässt darauf schließen, dass man ein anderes Besucher-Niveau anstrebt. - Das aus Gütersloh und Warendorf aktuell sowieso nicht!

Damit meine Leser – vor dem Rennen – auf den letzten Stand gebracht werden, wie das auch von den Teilnehmern verlangt wird, habe ich im „Anhang“ die Bulletins Nr. 3 und 4 angehängt. Bitte stören Sie sich nicht daran, dass diese Bulletins quer mit „Bulletin 2“ überdruckt sind. - Der Drucker war wohl noch so eingestellt. - Die Verantwortlichen haben offenbar andere Sorgen!

Ich teile sie! - Und bitte um Nachsicht, dass ich die Berichterstattung vom 25. mit einem Bulletin vom 26. Juni ergänzt habe. - Die Drucker-Grundeinstellung war seit dem 24. Juni eben unverändert geblieben!

Zumindest ist das eine Konstante bei diesem VLN-Lauf 1, die nicht unerwähnt bleiben sollte!

MK/Wilhelm Hahne
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VLN1: Das Rennen leidet unter Corona & Aktionismus!

Hier im Vorspann muss ich nicht erklären, was ein Rennen mit Automobilen ist. Ganz natürlich ein Wettbewerb, bei dem die beste Kombination aus Mensch und Technik gewinnen soll. Bei Langstreckenrennen kann – und sollte - dabei das Boxenteam noch das „Zünglein an der Wage“ sein. - Zu Corona muss hier keine Erklärung folgen, denn da leisten Journalisten in Druckinformationen, Internet, Hörfunk und Fernsehen täglich eine unübersehbare Arbeit. - Zu Aktionismus kann ich hier – klar und verständlich – aus Wikipedia zitieren, wo man als Erklärung lesen kann: „Der Begriff Aktionismus unterstellt betriebsames, unreflektiertes oder zielloses Handeln ohne Konzept, um den Anschein von Untätigkeit oder Unterforderung zu vermeiden oder zu vertuschen. Aktionismus kann auch bedeuten, dass viele Projekte diskutiert oder begonnen, aber nicht zu Ende geführt werden.“ - VLN 1 ist danach also der Beginn einer für mich nicht mehr verständlichen Serie von Rennen, die von bestimmten Leuten – auch – zur Durchsetzung eigener, selbst gesetzter Ziele genutzt wird.

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