2020

Porsche-Rekordfahrt und ein Tochter/Vater-Telefonat

Gestern, spät am Abend, habe ich noch eine Geschichte eingestellt, in der ich meine Motor-KRITIK-Leser über einen nicht erfolgreichen Rekordversuch des Hauses Porsche auf der Nürburgring-Nordschleife informiert habe. Dabei hatte ich nicht nur „Ross“, sondern auch „Reiter“ genannt und auch meinen beim Beobachten gewonnenen Eindruck deutlich gemacht.

Diese Geschichte hat dann meine Tochter angeregt, heute doch mal ihren Vater anzurufen, um zu sagen:

„Da hast du aber wahrscheinlich dem Lars Kern unrecht getan! - Das mit dem „Blütenstaub“ - oder Pollen – das kann doch stimmen. Selbst wenn auf der Strecke die Kehrmaschine unterwegs war, wie du schreibst, wird das den Grip  nicht wesentlich verbessert haben.“ - Um dann noch mit einem Lachen hinzu zu fügen: „Außerdem kann der mit der Kehrmaschine doch nicht optimal die Ideallinie kehren! Denke doch nur mal an die Stellen, wo man auf der Nordschleife weit über die Curbs muss oder wo man über die Randsteine rattert!“

Es war – wie immer – ein anregendes Gespräch! - Wir haben dann noch am Beispiel des Porsche 911 Turbo S über Sportwagen philosophiert. Es gab z.B. Grund darüber zu sprechen, weil dieser Porsche mit seinen Wandlungsmöglichkeiten der Aerodynamik, fast schon an ein Chamäleon erinnert.

Weil für heute vom Wetteramt in Barweiler in der Frühe Regen vorhergesagt worden war – und es regnete wirklich - habe ich dann ein wenig ironisch festgestellt, dass es bei diesem Turbo sogar einen „Wet-Mode“ gibt, der für optimale Fahrstabilität bei Nässe sorgen soll. - Da hat meine Tochter lachend gemeint, dass das aber auf der Nordschleife bei Regen unterwegs, auch nicht eine Rekordfahrt garantieren würde.

„Richtig!“, habe ich gesagt. Ich würde mir unter einem Sportwagen eigentlich auch etwas anderes vorstellen, als so einen Porsche 911 Turbo S, der immerhin 1.640 Kilogramm auf die Waage bringt.

„Ein Sportwagen sollte zunächst einmal leicht sein“, habe ich erklärt. Meine Tochter hat das Thema dann ausgeweitet, indem sie mich an einen Sportwagen aus den 70ern erinnerte, mit dem wir zu dieser Zeit auch schon mal zusammen unterwegs waren:

  • Ein Lamborghini Miura Jota, den sich mein Bruder Hubert nach seinen Vorstellungen von Ferruccio Lamborghini in St. Agatha anfertigen ließ. Der Wagen wog um 1.000 Kilogramm und hatte gut 400 PS, wenn ich mich richtig erinnere.

Ich habe meine Tochter bei diesem Telefonat informiert, das exakt dieser Miura „Jota“ – der meines Bruders Hubert - inzwischen wieder in Europa ist – exakt in der Schweiz. Ein echter Lamborghini-Fan hatte ihn seinem japanischen Besitzer abgekauft.

Sie erinnerte mich dann daran, dass ich sie vor einem Startvorgang mit diesem „Jota“ gebeten hatte sich mal hinter dieses Fahrzeug zu stellen, um bei einem Startvorgang den „Sound“ besser erleben zu können. „Und dann konnte ich anschließend mein wunderschönes weißes Kleid in die Reinigung geben“, hat sie mich erinnert. - „Es war voller schwarzer Russpartikel! - Das schöne neue Kleid, das ihr mir gerade vorher bei C&A in Venlo gekauft hattet!“

Mir fiel dann ein, dass der Miura – weil das in Italien für die Zulassung nicht verlangt wurde – keine Außenspiegel hatte. Ferruccio Lamborghini war auch nicht bereit, die schönen Bertone-Linien mit solchen Dingern zu verschandeln. Wir haben dann Talbot-Spiegel montiert und für die rot glimmende Fernlichtkontrolle hatte ich eine Ausnahmegenehmigung beim Regierungspräsidium in Düsseldorf besorgt. - Den deutschen Bestimmungen entsprechend hätten die blau sein müssen!

So haben wir uns dann noch lange über unsere Eindrücke vom Lamborghini unterhalten. Meine Tochter bleibt übrigens bei ihrer Einschätzung von „damals“:

„Auf mich wirkte der wie ein Tier!“

„Verdamp lang her“, war der Titel zur Schilderung meines Fahrerlebnisses hier in Motor-KRITIK.  Schon 1973 hatte ich mit der Ursprungsgeschichte im „Kicker“ hoffentlich vielen Lesern eine kleine Freude bereitet. Dort – aber auch in meiner Motor-KRITIK-Geschichte – (bitte HIER klicken!) ist der Ausspruch meiner Tochter vor 47 Jahren nachzulesen. - Verdammt lange her!

MK/Wilhelm Hahne
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DMSB: Fährt bei dichtem „Corona-Nebel“ auf Sicht!

Es ist nicht leicht, in der jetzigen – irgendwie hektisch wirkenden – Situation die Übersicht zu behalten. In NRW sind große Möbelhäuser geöffnet, in Rheinland-Pfalz nur Geschäfte bis zu einer Größe von 800 qm, in Hamburg wird dagegen ein Prozess gewonnen, dessen Urteil aber nicht rechtskräftig wird, weil man sofort einen Einspruch einlegt. Am Nürburgring wird es ab 30. April wieder Touristenfahrten geben Man plant auch den Start der „echten“ VLN in einigen Wochen. - Irgendwie hat man schon den Eindruck, dass hier und da nicht „forsch“, sondern „zu forsch“ vorgegangen wird. - Um die Worte unserer Bundeskanzlerin zu gebrauchen. - Da ist man in Hessen vorsichtiger. Für e.V.‘s gibt es da weniger „Unterstützung“ als in Rheinland-Pfalz. - Und der DMSB unterstützt eigentlich gar nicht. - Auch nicht begeisterungsfähige Motorsportler, die für ihre 2020er-Lizenz „die letzten Groschen“ zusammengespart hatten. - Audi verkündet konsequenterweise gleich seinen Ausstieg aus der DTM für 2021. - Was bleibt da noch einem kleinen Frankfurter Verein übrig?

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Durchgeblickt: Von Rädchen & Rädern am Nürburgring!

Wenn Journalisten ihren Berichten von der Situation – oder von Geschehnissen – am Nürburgring besondere Bedeutung geben wollen, dann zitieren sie gerne den Geschäftsführer der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG (AG Koblenz HRA 21947), Mirco Markfort. Er ist das Sprachrohr für die Besitzer des Nürburgrings, die ihren Besitz der o.g. Firma verpachtet haben – die auch die ihre ist.

Die Besitzer des Nürburgrings – wer immer das auch ist – versammeln sich unter dem Firmenmantel einer Aktiengesellschaft. Von da wird auch die wichtigste Firma, bezogen auf die Zukunft des Nürburgrings gesteuert:

  • NR Holding AG, Hainstraße 58, 63526 Erlenseee – Eintrag AG Düsseldorf HRB 73509

Vorstand in dieser AG ist Viktor Martin, wie der „Retter des Nürburgrings“, Viktor Kharitonin, ein Russe und befreundet mit diesem eigentlichen „Chef“, wie er gegenüber der Öffentlichkeit dargestellt wird. Da der bis hin in die politische Führung seines Landes gut vernetzt ist, konnte er schon in relativ jungen Jahren zum Millionär werden. Mit der Herstellung von Arzneimitteln.

In der Käuferfirma des Nürburgrings, die man bestehen ließ, weil die Landesregierung von RLP darauf Wert legte, den Nürburgring nur einmal verkauft zu haben, in der

  • capricorn Nürburgring Besitzgesellschaft mbH, Otto-Flimm-Straße, 53520 Nürburg, Eintrag AG Koblenz HRB 24274,

da findet man als Geschäftsführer nicht nut Viktor Martin, sondern auch Michael Lemler, der auch bei wichtigen Besprechungen oft zusammen mit Viktor Martin auftritt. Martin braucht Lemler auch dann, wenn Verhandlungen in englischer Sprache geführt werden müssen. Martin spricht kein Englisch.

Viktor Martin ist übrigens ein starker Zigaretten-Raucher, hat aber vor Kurzem auf E-Zigaretten umgestellt.

Beide, Lemler und Martin, sind auch gemeinsame Geschäftsführer in der

  • NR Holding Umwelt GmbH, Hainstraße 58, 63526 Erlensee – Eingetragen AG Düsseldorf HRB 85345

Michael Lemler lenkt dagegen als Geschäftsführer alleine die Geschicke der

  • Nürburgring Verwaltungs GmbH, Otto-Flimm-Straße, 53520 Nürburg – Eingetragen AG Koblenz HRB 25034

Viktor Martin steuert dafür alleine die Geschicke der

  • Retro-Klassik GmbH, Hainstraße 58, 633526 Erlensee – Eingetragen AG Hanau HRB 94608

Michael Lemler ist – selbstverständlich - der Geschäftsführer in seiner eigenen Firma

  • Lemler Produktentwicklungsgesellschaft mbH, St. Martinstraße 1, 56340 Osterspai - Eingetragen AG Koblenz HRB 4781

Lemler ist übrigens wie RLP-Innenminister Roger Lewentz Harley-Fahrer und man ist – wie zu hören – im gleichen Motorrad-Club. Das ist kein Zufall, da man privat nicht weit auseinander wohnt.

Da ist der Nürburgring nur eine knappe Fahrstunde entfernt. - Während normalerweise Martin und Lemler meist zu den Montags-Konferenzen am Nürburgring zusammen auftauchen, ist es in diesen Corona-Zeiten noch einfacher geworden: Alle sind jetzt „ganz Ohr“ bei Telefon-Konferenzen.

Mirco Markfort und – neu seit 1.1. – Christian Stephani, Geschäftsführer der VLN VV GmbH & Co. KG (vorher unter Mirco Markfort tätig) sind dann die ausführenden Organe.

MK/Wilhelm Hahne
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Zurück zur Normalität: Ist der Nürburgring Vorbild?

Bei der Einschätzung von aktuellen Situationen ist man von Erfahrungen abhängig. Meine Erfahrungen mit dem was am Nürburgring geschah, waren überwiegend negativ. Dabei habe ich mir bei der Recherche immer Mühe gegeben, habe mit meiner Meinung zur Entwicklung dort leider dann nicht immer gerade den Mainstream repräsentieren können. Hätte ich den „guten Rat“ von Kollegen befolgt, hätte ich mich „pragmatisch“ verhalten, denn alles was in der Vergangenheit „oben am Nürburgring“ zu Macht und Einfluss – oder auch nur zu Geld - kommen wollte, musste sich „in den Schutz des Staates“ begeben. - Inzwischen ist der Nürburgring in Privatbesitz. Man muss aber immer noch den Eindruck haben, dass alle Handlungen „dort oben“ vom Staat fürsorglich begleitet werden. - Warum auch immer! - Durch die Corona-Pandemie ist eigentlich die ganze Welt betroffen. Auch am Nürburgring musste man reagieren. Man hat nicht nur einen Antrag auf Fördergelder gestellt, sondern auch die Belegschaft in Kurzarbeit geschickt, die aber unterschiedlich gestuft ist. - Man hat auch Leute entlassen. - Bevor die „Kurzarbeiter“ aber staatliche Hilfe in Anspruch nehmen konnten, mussten sie ihre Überstunden abfeiern und – so in „Einschreiben“ übermittelt – sie mussten sich den für das 1. Quartal 2020 rechnerisch ergebenen Urlaub anrechnen lassen. - So der Arbeitgeber! - Da hat die Gewerkschaft gegengesteuert. - Kommando zurück: Der Urlaubsanspruch wird nun nicht berücksichtigt! - Man hatte auch Beschäftigten, die man zur Streckensicherung benötigte, gekündigt. - Nun braucht man sie wieder, denn: Man ist auf dem Weg…

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Auflösung des Bilder-Rätsels zur digitalen VLN!

In meiner Geschichte zu den Eindrücken, die ich bei der Durchführung des 3. Laufes der digitalen Version eines VLN-Laufes gewonnen hatte, hatte ich auch ein Screenshot eingestellt, das die beiden Streckensprecher Olli und Patrick hinter ihren Stellwänden zeigt, hatte dazu zwar keine Frage gestellt, aber geschrieben:

„Aus dem oben gezeigten Screenshot ist noch etwas anderes zu entnehmen! - Schauen Sie bitte mal ganz genau hin! - Zu dem Thema war hier auch schon etwas bei Motor-KRITIK zu lesen.“

Schon kurz nach Veröffentlichung der Geschichte mit diesem Text und dem Screenshot erreichte mich der Anruf eines Lesers, der mir mitteilen wollte, dass er genau hingeschaut habe:

„Der Olli schwitzt unter den Armen!“

Gut beobachtet! - Aber das war nicht gemeint. Ich stelle nachfolgend noch einmal den gleichen Screenshot ein…

...und habe daneben einen zweiten Screenshot – vom gleichen Wochenende - eingestellt. Jetzt müsste doch klar sein, dass da etwas nicht stimmt! - Warum fehlt auf den werbeträchtigen Stellwänden, die den Schriftzug „Nürburgring Langstrecken Serie Digital powered by VCO“ tragen das „R“, das diese Wort/Bild-Kombination als „Registriert“ ausweisen würde, während es auf der anderen Darstellung vorhanden ist?

Schon am 6. April 2020 hatte ich dem Geschäftsführer der VLN VV GmbH & Co. KG eine E-mail mit folgendem Text geschickt:

„Guten Abend Herr Stephani,
bei der Übertragung der "DNLS powered by VCO" fiel mir auf, dass Sie inzwischen eine zweite Version des Markenzeichens verwenden. Immer mit dem "R" = "Registered".
Beide müssten demnach angemeldet sein. Ich kann aber noch nicht einmal ein registriertes Zeichen entdecken.
Ich würde mich freuen, wenn Sie mir helfen würden:
Wann, unter welcher "R"-Nummer wurden beide Markenzeichen registriert?
Und wo?
Mit freundlichen Grüßen
Wilhelm Hahne“

Nachdem mir Herr Stephani vorher schon mal zum Thema digitale VLN geantwortet hatte, habe ich eigentlich auch bei dieser E-mail mit einer Antwort gerechnet.

  • Keine Antwort ist in diesem Falle wohl auch die richtige Antwort.

Meine Leser kennen nun den Hintergrund für meinen Hinweis, den ich oben zitiert habe. Er weist darauf hin, dass am Nürburgring „geschludert“ wird! - Vielleicht wird auch nur immer noch nach dem Leitspruch eines Kurt Beck gearbeitet „Wir machen es einfach.“

MK/Wilhelm Hahne

PS: Nach neuesten mir vorliegenden – noch unvollkommenen - Informationen könnte man auch zu der Auffassung kommen, dass es sich bei der Region Nürburgring um eine nicht unter deutscher Hoheit stehende russische Enklave handelt! - (Ich werde das in einer meiner folgenden Geschichten zu erklären versuchen.)

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„NowFor2“ & analog: „Großer Preis von Virneburg“!

Er passt in seiner neuen Form so in die Zeit, wie der A… in einen maßgeschneiderten Schalensitz! Deutschland ist in absehbarer Zeit ohne einen Formel 1-Lauf. Auch der phantastischen Führungsmannschaft am Nürburgring ist es bisher nicht gelungen, einen Formel 1-Lauf in die Eifel zu holen um von seinem Erfolg zu partizifieren. Auch realer Motorsport ist im Moment auf der Nürburgring-Nordschleife unmöglich. Unmöglich ist darum auch, wenn demnächst vielleicht auf der Nordschleife „kontaktarme Touristenfahrten“ geplant werden. - Unmöglich? - Die Phantasie und Erwartung der Führungs-Crew am Nürburgring kann grenzenlos sein, könnte höchstens noch von der Zählweise der aktuellen Corona-Toten übertroffen werden. Motorsport am Nürburgring wird zur Zeit nur durch virtuelle Langsteckenrennen dargestellt. Verglichen mit den Kosten bei den realen Läufen könnte das geradezu spottbillig sein. Spottbillig ist so auch die Umsetzung des realen Motorsport in die virtuelle Welt, die dem Zuschauer eine Ersatzlösung bieten soll. Man versucht aus der Realität bekannte Situationen ersatzweise virtuell in die Vorstellungswelt der Zuschauer zu projezieren. - In jeder Hinsicht! - Da ist die von Motor-KRITIK hier dargestellte Ersatzlösung eines Formel 1-Laufs in der Eifel nicht nur analog, nicht nur eine Spielerei, sondern geradezu ein Würfelspiel mit Sechs! - Und es könnten auch ohne ein Gutachten irgendeines Hygiene-Instituts in Anspruch nehmen zu müssen, die aus Corona-Gründen vorgegebenen Abstände zwischen den Teilnehmern eingehalten werden. Außerdem entspricht dieses Formel 1-Rennen den Ansprüchen, die man in Bayern und Nordrhein-Westfalen inzwischen in Verbindung mit Bundesligaspiele plant: Zuschauerlos - Und es erfüllt die Ansprüche der FIA: Die Kosten sind gedeckelt! - Und er erfüllt auch die „bereits gültigen hohen Standards“ des DMSB in Deutschland.

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eSports am Nürburgring: „...und raus bist du!“

Nein, nein; ich habe es nicht vergessen! - Vorher kommt: „Ene, mene, muh“! - Ich kenne mich in Kinderspielen aus. So habe ich dann als altes, erfahrenes „Fachkind“ auch beim 3. Lauf zur „DNLS“ mit Interesse auf den Bildschirm geschaut. Dabei habe ich es mir dieses Mal auf dem Sofa bequem gemacht und vom Handy das „Rennen“ auf den Fernseher streamen lassen. Das war fast so komfortabel, wie digital per Lenkrad und Pedale Rennen zu fahren. Da saß ein Fahrer z.B. – natürlich nicht angeschnallt und ohne „Hans“ & Sturzhelm – im T-Shirt in der Konsole, trug natürlich Handschuhe (wegen Corona?) und konnte sich auch noch nett mit dem Kommentator am Nürburgring unterhalten.

Das schnellste Auto im Rennen, ein BMW Z4 GT3 wurde in seiner schnellsten Runde mit 7‘53,854 min gemessen, fuhr in der letzten Runde eine 7‘56,281 min und auch – wie von mir erwartet – als Erster nach diesem Drei-Stunden-Rennen (virtuell) über die Ziellinie. - So war es auch in der Liste zu lesen, die bei der Zieldurchfahrt gleichzeitig zu sehen war.

Ich hatte zwar den Fernseher immer laufen, zwischendurch auch andere Dinge getan und habe darum zunächst nicht begriffen, warum dieser Werks-BMW, der von BS+Competition eingesetzt wird, dann später in der Ergebnisliste erst auf Platz 6 auftauchte.

Aber ich habe mich durch Leser informieren lassen, dass Marc Hennerici, vom ADAC Mittelrhein, nicht nur „echter“ Rennfahrer, sondern auch ein Verfechter solcher virtueller Spielerei, den Kommentatoren kurz vor Rennende (3 Runden?) eine E-mail mit der Information ins Studio geschickt hatte, dass der BMW des BS+Competion-Teams eine Zeitstrafe erhalten würde. - Trotzdem wurde das BS+Competion-Team in der Bildschirmdarstellung als Sieger (Platz 1) ausgewiesen! - Eine Dokumentation für BMW?

  • Also alles wie im richtigen Leben! - Es fehlen jetzt nur noch Proteste und ein Renn-Abbruch mit „roter Flagge“!

Während es in der Realität hier in der Eifel in Strömen goss – ein kleines Gewitter mit richtigem Donner und „Wolkenbruch“ – war beim virtuellen Rennen alles trocken. - Ob alles in „trockenen Tüchern“ war, kann ich nicht sagen, denn zwischen den zwei letzten Rennen hatte es „oben“ am Ring noch richtig gefunkt. - „...und raus bist du!“, wie im Titel geschrieben, kann man in Bezug auf „eSports“ also wörtlich nehmen.

  • Aber ich möchte meinen Journalisten-Kollegen hier nicht wieder vorgreifen. - Sie können es demnächst im Handelsregister nachlesen.

Was fällt meinen Lesern bei diesem Foto auf? - Eigentlich ist nicht zu übersehen, dass ab Lauf 3 der digitalen Serie nun auch „sportauto“ eine Rolle spielt.

  • sport-auto ist Medien-Partner!      

So eine Motorsport-Zeitschrift gehört natürlich auch zu den Corona-Geschädigten und möchte wohl auch irgendwie im Geschäft bleiben. Man kann‘s ja mal virtuell versuchen, zumal man in Stuttgart wohl zutiefst von dieser  - vom DMSB als „echter Motorsport“ empfundenen - „Spielart“ von Motorsport überzeugt zu sein scheint. Man schreibt in einer offiziellen Pressemitteilung:

„...Wie alle anderen Veranstaltungen im nationalen wie internationalen Motorsport steht auch die Nürburgring Langstrecken Serie mit der 2020er Saison, die im März ihren Auftakt gehabt hätte, wegen der Corona-Pandemie aktuell auf der Bremse. Die Serie und der Nürburgring haben aus der Not eine Tugend gemacht und tragen im Netz die neun Läufe in digitaler Form live aus. Die ersten beiden Läufe fanden bereits statt, dabei erreichte allein Rennen 2 über 600.000 Personen.
Im Renntempo ist SPORT AUTO mit seiner Medienpartnerschaft auch ins Internet umgezogen.“ …

Aus dem oben gezeigten Screenshot ist noch etwas anderes zu entnehmen! - Schauen Sie bitte mal ganz genau hin! - Zu dem Thema war hier auch schon etwas bei Motor-KRITIK zu lesen.

Auflösung demnächst „in diesem Theater“!

MK/Wilhelm Hahne

PS: Hier bei Motor-KRITIK kann man – dank jahrzehntelanger Übung – durchaus richtig abschreiben! - In der sportauto-Presse-Info steht wirklich (darum hier noch mal in Worten) „über sechshunderttausend Personen“!

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DNLS powered by VCO: Könnte besser vermarktet sein!

Ich habe versucht, bei der durch die Corona-Krise auch im realen Motorsport entstandene Situation, die die Einführung des SimRacing auf breiter Front möglich machte, das ein wenig zu hinterfragen und Hintergründe aufzuzeigen, in denen – bei aufmerksamer Beobachtung – deutlich wurde, dass es hier auch „Trittbrettfahrer“ gibt, die diese „Geschäftsidee“, die plötzlich „in die Zeit passt“, auch geschickt zu nutzen versuchen. Dabei habe ich nicht verheimlicht, dass diese „Sport“-Art für mich neu ist und ich sie zunächst mal zu verstehen suche. - Dabei habe ich auch Schwächen aufgedeckt und sie versucht darzustellen. Das hat natürlich Fans dieser „Sport“-Art auf den Plan gerufen. - Weil ich natürlich auch Fehler gemacht habe! - Einer meiner Leser hat sich besonders viel Zeit genommen und versucht mir klar zu machen, auf welchen Teilgebieten ich nicht ganz richtig liege oder sogar eine Situation falsch interpretiere. - Nachfolgend möchte ich große Teile davon – eigentlich die, die sich direkt mit dem Thema SimRacing auseinandersetzen – hier einstellen und an einigen Stellen dazu mit meinen Anmerkungen versehen. - Insgesamt sei jedoch bei einer Gesamtbetrachtung der Situation – wie sie mir jetzt möglich ist – die Feststellung erlaubt:

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Markus Höttinger: „Gibt es zwei Grenzbereiche?“

Ich habe von seinem Tod – 1980  in Hockenheim – durchs Fernsehen erfahren. Dieser Vorfall hat mich aus den verschiedensten Gründen betroffen gemacht: Sein Leben endete in einem Maurer-BMW F2, bei dem sich in der ersten, untauglichen Version, mein Bruder Armin um eine Abstimmung bemüht hatte. Markus Höttinger und der von ihm gefahrene Maurer-BMW F2 hatten eigentlich mit dem Unfall nichts zu tun. - Markus Höttinger wurde von dem abgerissenen Hinterrad eines Konkurrenzfahrzeugs erschlagen.

Ich hatte zu Markus einen guten persönlichen Kontakt. Er war nämlich nicht nur ein guter Rennfahrer, sondern auch das, was man einen „feinen Menschen“ nennt. - Es war Rainer Braun, der mich mit seiner Erinnerung an ihn auf Facebook gestern – an Ostermontag - auch daran erinnerte,  dass ich den Todestag von Markus vor exakt 40 Jahren vergessen hatte.

Ende der 70er sind wir hier am Nürburgring oft zusammen gesessen. Markus machte hier u.a. Reifenabstimmungsfahrten mit dem damals neuen BMW M1 und Pirelli Reifen. Ich arbeitete zu der Zeit u.a. auch als freier Mitarbeiter für „Rocky“, ein Jugendmagazin und produzierte für jede Ausgabe einen kleinen Motorradteil. So hatte ich zu dieser Zeit u.a. einen Mofatest in Arbeit. Da Markus zu der Zeit oben am Ring war, habe ich ihn gefragt, ob ich mit ihm Fahraufnahmen machen könne. - „Kein Problem“, hat er gesagt. So habe ich ihm dann das Mofa hochgefahren und er hat es im Nürburgring-Umfeld genutzt. - Und ich bin auch zu Fahraufnahmen mit ihm – z.B. in der Boxengasse - gekommen.

Markus Höttinger war immer lernbereit. Wir haben die Tücken der Nordschleife im Detail besprochen; wir haben unsere Eindrücke ausgetauscht, neue „Linien“, neue Möglichkeiten diskutiert. Eines Abends, als wir uns am Ende eines seiner Testtage wieder getroffen haben, stellte er mir eine Frage, die ich zunächst nicht verstanden habe:

„Wilhelm, gibt es eigentlich zwei Grenzbereiche?“

„Wie kommst du da drauf?“, habe ich ein wenig erstaunt gefragt. Er hat mir das dann so erklärt:

Er war an diesem Tag gerade von einem Turn mit einem neuen Reifensatz zurück gekommen, als ihn einer der Pirelli-Reifentester bat, doch mal auf dem Beifahrersitz Platz zu nehmen, damit er mal mit ihm eine Nordschleifenrunde erleben und die Eindrücke eines Reifentesters mit seinen – denen eines Rennfahrers – abgleichen könne.

Markus Höttinger: „Wir sind dann los, gut und schnell durch die „Hatzenbach“ und als wir über den „Flugplatz“ weg waren, in Richtung „Schwedenkreuz“ unterwegs, da schildert der Pirelli-Mann mir kurz seine ersten Eindrücke im Grenzbereich – wie er sagte! - Du – und das waren exakt die, die ich bei meiner Runde zuvor auch gewonnen hatte. - Nur: Ich war überall – und besonders am „Flugplatz“ - deutlich schneller gewesen als er. - Er sagte, er bewege den M1 im Grenzbereich; ich würde das von meiner Fahrt auch sagen. - Unsere beider Aussagen waren exakt gleich. - Folglich muss es doch zwei Grenzbereiche geben! - Oder?“

Das war so logisch, dass ich zunächst ganz stumm war. Und ich habe diese Schilderung mit dieser logischen Schlusfolgerung bis heute nicht vergessen.

Ich bin in den Jahren danach noch mit einer Reihe von Rennfahrern unterwegs gewesen und hatte dabei dann auch schon mal den Eindruck, dass es zwei Grenzbereiche geben müsse:

  • Einen Grenzbereich, der eigentlich meiner war und einer, der „der richtige“ ist.

Schon darum werde ich Markus Höttinger niemals vergessen! - Nur sein Todestag war mir entfallen.

Markus ist jemand, der in meinem Herzen immer weiter lebt!

MK/Wilhelm Hahne
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Stirling Moss - Ostern 2020 ...und Erinnerungen!

Er ist tatsächlich am Oster-Sonntag gestorben. - Gestern. - Er wurde 90 Jahre alt. Er hatte die „wilde“, sehr gefährliche Zeit des Rennsports überlebt. - Aber keiner lebt ewig! - Soll man nun trauern?

Stirling Moss war ein Rennfahrer, wie er in der heutigen Zeit des Marketings nicht mehr vorstellbar ist: Er musste sich nicht „verkaufen“, er war einfach gut. Er war nicht einer, der verbissen an seiner Karriere gearbeitet hat. Er hat das getan, was ihm Spaß machte und was er konnte!

Die Mille Miglia in 10 Stunden, 7 Minuten und 48 Sekunden gewinnen! - Unfassbar! - Wahnsinn! - Ein Journalist, Denis Jenkinson, hatte das „Gebetbuch“ erstellt und man halbierte praktisch mit einem Mercedes 300 SLR im Jahre 1955 die Zeit, die der erste Sieger dieses heute unvorstellbaren Rennens im Jahre 1927 gebraucht hatte: 21 Stunden, 4 Minuten und 48 Sekunden.

1.000 Meilen, von Brescia nach Rom und wieder zurück. Also rund 1.600 Kilometer über normale Landstraßen. Und was für welche!

Ich bin 1977 zusammen mit dem BMW-Motorenkonstrukteur, dem Leiter der Motorenentwicklung, der auch mal BMW-Sportchef war, Alex von Falkenhausen, diese 1.000 Meilen auf einem BMW 328 gefahren. Das war der erste Versuch, an dieses grandiose Rennen mit einer – nennen wir es – touristischen Veranstaltung mit Renn-Oldtimern aus der guten alten Zeit der echten Mille Miglia, diese „Wahnsinnsveranstaltung“ nicht vergessen zu lassen .

    • Mir hat das einen Eindruck von der fahrerischen Leistung eines Stirling Moss vermittelt!

Ich erinnere mich – es muss so um 1950 gewesen sein – Stirling Moss mit einem Cooper T5 (500er Norton-Manx-Motor + Fiat Topolino-Fahrwerkteilen!) bei einem Training auf der Nordschleife des Nürburgrings beobachtet zu haben. Ich stand eingangs der „Hatzenbach“ als ein kleiner Rennwagen praktisch in „Falllinie“ die schnelle Bergabrechtskurve anfuhr, nicht „lupfte“ oder bremste, sondern vorher hochschaltete und sich mit dem „harten Schlag“ des Einzylinder-Motors dann akustisch von mir entfernte. - Wer war das?

Nachgeschaut: Stirling Moss! - Ich habe dann schon seine weitere Entwicklung beobachtet. Sie verlief nicht steril. Stirling Moss fuhr alles was vier Räder hatte: Formel 3, Formel 2, Formel 1, Sportwagen, Tourenwagen. - Seine Erfolge waren zwar abhängig vom Produkt, aber fahrerisch war er immer „Spitze“.

Lag das in der Familie? - Jahre später habe ich seine Schwester, Pat Moss, bei der Siegerehrung zur „Liège – Rom – Liège“ kennen gelernt, die gerade diese „Fernfahrt“ mit einem Austin Healey 3000 gewonnen hatte. Siegerehrungen waren damals genauso ein Erlebnis wie der eigentliche Anlass dazu. Die Fahrer erschienen z.T. im Smoking, die Damen im Abendkleid. Pat Moss war so „normal“ wie ihr Bruder, tanzte – als es später wurde – mit nackten Füßen. Begründung: „Mit solchen Schuhen kann ich nicht tanzen!“

Für mich war nicht vorstellbar, wie man im Renntempo nicht nur so eine Fernfahrt in einem Austin Healey der damaligen Zeit überstehen, die „Fernfahrt“ - 3.500 Kilometer Non-Stop! - gewinnen und noch bei der Siegerehrung bis in den frühen Morgen durchfeiern kann.

Bruder und Schwester Moss waren aus dem gleichen Holz geschnitzt. Sie waren „natürlich“ schnell, mit einer unglaublichen Kondition gesegnet. Stirling wurde niemals Formel 1-Weltmeister, aber war ein ganz Großer seiner Zunft. Zu Recht wurde er im Jahre 2000 in England zum Ritter geschlagen.

Im Gegensatz zu den Rennfahrern der heutigen Zeit haben ihn Statistiken nicht interessiert. Er war jeweils auf die Gegenwart fokussiert. Das aktuelle Rennen war jeweils wichtig. Aus dem Resultat ergab sich Zufriedenheit oder Unzufriedenheit. - Aber dann kam das nächste Rennen!

Nun wird es keine Rennen mit Stirling Moss mehr geben. - Warum sollte ich traurig sein? - Ich habe ihn ja noch erlebt!

Aber ehrlich: Solche Typen wie Stirling Moss passen heute auch nicht mehr ins „Geschäft“!

MK/Wilhelm Hahne
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