2020

0,2 sec: Kein Thema in der F1-Berichterstattung?

Das vergangene F1-Wochenende mit dem WM-Lauf in Monza ist eigentlich nur der Anlass um festzustellen, warum wir uns wohl „modern“ vorkommen, wenn nichts mehr hinterfragt wird, selbst Extreme nicht wahrgenommen werden. Alles in dieser Welt wird scheinbar von der digitalen Entwicklung bestimmt. Inzwischen wird selbst die positive Einstellung von Politikern zur digitalen Entwicklung von denen als Argument für die Darstellung der eigenen „Modernität“ im Denkens genutzt.

Darum werden Grundschulen mit digitalen Tafeln ausgestattet, der Wert von Aktiengesellschaften wird nicht mehr vom Gewinn bestimmt, sondern vom „Wachstum“ - selbst wenn das Verluste sind. Und das Fahrkönnen „moderner“ Autofahrer wird von den „digitalen Helfern“ inzwischen genauso „normalisiert“, wie das von Rennfahrern mit GT3-Fahrzeugen. - Und natürlich von der „BoP“!

Bestandspflege ist bei großen Firmen zum Fremdwort geworden, weil sich dadurch erreichte Erfolge in modernen Statistiken schlechter darstellen lassen, als der Gewinn von „Neukunden“. Ein in einem Konzern neuer Vorstandsvorsitzender tut gut daran, die Firmen und Abteilungen intern zunächst einmal umzuorganisieren, damit die Statistiken – digital erstellt - unvergleichbar werden. - Nur so ist man erfolgreich! - In der Darstellung.

Die Darstellung von der eigenen Bedeutung im entsprechenden Marktsegment erfolgt heute nicht etwa mehr durch eigene Zugewinne, sondern durch Zukäufe. - „Geld kostet ja nichts!“ - Alles muss „groß“ sein, entsprechend dargestellt werden und wenn es die eigene Bedeutung durch den Kauf eines SUV ist. - Da ist kein Raum mehr für „Kleinigkeiten“.

So ist auch in der aktuellen Formel 1-Berichterstattung nicht mehr von Bedeutung, wie groß – oder wie klein – der Unterschied zwischen schnellster Quali- und Rennrunde ist, bzw. wie der sich durch bestimmte Reglementseingriffe verändert. - Wenn die „Show“ stimmt, ist alles gut!

Beim F1-Grand-Prix in Monza stimmte die Show, es gab viel zu berichten. Da ist für solche Kleinigkeiten wie eine Veränderung der Zeiten zwischen schnellster Quali- und Rennrunde um 0,2 sec pro Kilometer Streckenlänge kein Platz!

  • Das Verbot des „Party-Modus“ im Qualifying durch die FIA war in den Auswirkungen unwesentlich!

Offenbar ist der Hybrid-Einfluss bedeutender, denn immer noch liegen – pro Rennstrecken-Kilometer! - mehr als 0,6 sec Differenz zwischen schnellster Quali- und Rennrunde beim derzeit Führenden in der F1-WM.

Man fährt inzwischen – einschl. der „elektrischen PS“ - mit einer Leistung von insgesamt um 1.000 PS! - Trotzdem besteht in Monza der Rundenrekord seit 2004 (Rubens Barrichello, Ferrari) und ist immer noch um 0,7 sec besser als die in 2020 gefahrene schnellste Zeit in einer Rennrunde!

In Francorchamps (Spa) besteht der Rundenrekord in der Formel 1 seit 2018, wird von Bottas (Mercedes) gehalten. - Immerhin!

Die neueste Technik – was sich auch auf die Reifen bezieht – ist offenbar nicht die beste! Eigentlich geht es auch bei der „modernen“ F1 nicht mehr um die Weiterentwicklung der Technik, sondern um die Weiterentwicklung der „Show“.

Und die war doch beim Rennen in Monza perfekt! - Einschlließlich dem Ausscheiden von Vettel mit Bremsendefekt, dem Abflug von Leclerc, der Bestrafung von Hamilton und dem Sieg von Gasly.

Alles ist gut! - Wirklich?

MK/Wilhelm Hahne
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NLS: Sie geht immer deutlicher auf Distanz zur VLN!

Ich kannte nicht nur den ersten „Promotor“ der VLN gut, ich habe über viele Jahre als Teilnehmer, ab 1977, einige kommen und gehen sehen. Die „Ungeliebten“ von „damals“ waren – aus heutiger Sicht – nicht die Schlechtesten! Sie waren gut für eine neue Serie, die sich wirklich zu einer bedeutenden Breitensportserie entwickelt hat. - Damals! - Die Fahrzeuge – Gruppe N – waren vielfach noch straßenzugelassen, kam per Achse zum Ring. Manche wurden auf dem Hänger transportiert. - Nun schaue man sich heute mal das aktuelle Fahrerlager für ein Rennen der NLS an. - Renntransporter reiht sich an Renntransporter. Oft sind die LKW‘s teurer als die damit transportierten Rennfahrzeuge. Und leitende Funktionäre werden schon mal an die Einfahrt zum Fahrerlager des Nürburgrings gerufen, wenn sich mal ein wirklicher Privatfahrer mit einem bezahlbaren Renntourenwagen auf einem Anhänger hinter seinem Pkw an den Nürburgring verirrt hat. Dafür ist inzwischen kaum noch Platz im repräsentativen NLS-Fahrerlager des Nürburgrings.

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Automobile: Neue EU-Regeln für die Typgenehmigung!

Sie gelten ab heute, dem 1. September 2020 und wurden 2018 vom Europäischen Parlament und dem EU-Rat beschlossen. In Brüssel setzt man so die Lehren um, die man aus dem Betrugsversuch von unterschiedlichen Automobilherstellern, durch Manipulationen die eigentlich gesetzlich vorgegebenen Abgasgrenzwerte zu umgehen, vor fünf Jahren gezogen hat. Der Europa-Kommissar für den Binnenmarkt, Thierry Breton, erklärte dazu:

„Die Europäerinnen und Europäer erwarten zu Recht, dass sie die saubersten und sichersten Fahrzeuge fahren können. Dies setzt strengste Kontrollen an Fahrzeugen voraus, die in Verkehr gebracht werden und auf unseren Straßen fahren. Es erfordert auch eine echte Durchsetzung und Überwachung auf europäischer Ebene: Aus diesem Grund wird die Kommission künftig in der Lage sein, Fahrzeuge zu kontrollieren, EU-weite Rückrufe auszulösen und Geldbußen von bis zu 30 000 Euro pro Fahrzeug zu verhängen, wenn gegen das Gesetz verstoßen wird.“

Die drei wichtigsten Elemente der neuen EU-Vorschriften sind nach den Drstellungen aus Brüssel:

  • Unabhängigkeit und Qualität der Prüfungen vor dem Inverkehrbringen eines Fahrzeugs: Technische Dienste, die neue Fahrzeugmodelle prüfen und inspizieren, werden von unabhängigen Stellen auf der Grundlage strenger Kriterien geprüft, um ihre Benennung durch die Mitgliedstaaten zu erhalten und beizubehalten. Nationale Typgenehmigungsbehörden werden nun gegenseitigen Begutachtungen (Peer Reviews) unterzogen, um dafür zu sorgen, dass die geltenden Bestimmungen in der gesamten EU umgesetzt und konsequent durchgesetzt werden.
  • Kontrollen bereits auf dem Markt befindlicher Fahrzeuge: Der neue Rechtsrahmen verbessert auch die Kontrollen von Fahrzeugen, die bereits auf dem Markt sind und von Händlern zum Verkauf angeboten werden. Von nun an sind die Mitgliedstaaten verpflichtet, regelmäßig eine Mindestzahl von Fahrzeugen zu prüfen. Außerdem sind sie nun in der Lage, Schutzmaßnahmen gegen nicht konforme Fahrzeuge in ihrem Hoheitsgebiet zu ergreifen, ohne abwarten zu müssen, dass die Behörde, die die Typgenehmigung erteilt hat, tätig wird.
  • Europäische Aufsicht: Darüber hinaus kann die Kommission nun an Fahrzeugen Einhaltungs- und Konformitätsprüfungen in Laboratorien oder auf der Straße durchzuführen. In Fällen, in denen Hersteller gegen die Typgenehmigungsvorschriften verstoßen (z. B. im Fall von Abschalteinrichtungen oder gefälschten Erklärungen), kann die Kommission EU-weite Rückrufe anordnen und Sanktionen in Höhe von bis zu 30.000 Euro pro Fahrzeug verhängen. Bis heute konnten nur die nationalen Behörden, die das Fahrzeug typgenehmigt haben, solche Maßnahmen verhängen.

Auch bei bereits auf dem Markt befindlichen Automobilen sollen also regelmäßig in Deutschland Überprüfungen durch das Kraftfahrtbundesamt in Flensburg, eine Behörde, die dem Bundesverkehrsministerium zugerechnet werden muss, durchgeführt bzw. veranlasst werden. Wer die bisher mit einer gewissen Zurückhaltung gepflegte Kontrolle der Automobilindustrie in unserem Land beobachten konnte, darf auf die zukünftige Entwicklung gespannt sein.

Der Diesel-Skandal, der der EU-Kommission als Anregung für die neue Verordnung diente, wurde im Jahre 2015 aufgedeckt. - Wir schreiben jetzt das Jahr 2020! - Gut Ding will Weile haben?

MK/Wilhelm Hahne
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Formel 1: Ist Ferrari so miserabel wie dargestellt?

Motor-KRITIK hat in dem Moment die Berichterstattung über die Formel 1 eingestellt, als das Mercedes-Team auf die Anfrage, warum es in der Formel 1 so große Differenzen zwischen schnellster Quali- und schnellster Rennrunde gibt, nicht geantwortet hat. - Bis heute nicht! - Bis zum GP von Belgien am Wochenende sind die Differenzen auch schwindelerregend hoch geblieben. - Aber das ist nicht ein Thema für die Weltpresse. Die schreibt das, was auch ihre Leserschaft als richtig dargestellt empfindet. Wenn schon „la Repubblica“, eine Zeitung, die in Italien zu den Leitmedien gerechnet wird, die aktuellen Ferrari Formel 1-Fahrzeuge als „langsam, schäbig, unzuverlässig“ empfindet“, was sollen dann die Leitmedien in anderen Ländern zur Situation bei Ferrari schreiben? - Da spielt es scheinbar keine Rolle, dass „la Republicca“ der Industriellenfamilie Agnelli zugerechnet werden muss. - Die Stimmung, die Ferrari „mitleiderregend“ findet, wie die österreichische „Kronen-Zeitung“ nach dem Grand-Prix von Belgien schreibt, ist eigentlich überall gleich. - Schlimmer geht‘s nimmer - ist man versucht, die öffentliche Meinung auf einen Nenner zu bringen. - Ich möchte dazu anregen, sich zunächst einmal zu erinnern, Fakten und Personen – auch mit ihren menschlichen Schwächen - abzugleichen, Verbindungen zu Entscheidungen der Sportbehörden herzustellen und sich dann noch einmal die Frage zu stellen:

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Hockenheim 1958: Nachbetrachtung mit Leser-Hilfe!

Nachdem ich mich erinnerte, was vor dem 6-Stunden-Rennen für Kleinwagen im Jahre 1958 geschah, haben mich Leser informiert, was während – bzw. gegen Ende des Rennens passierte. Grundsätzlich haben Leser, die diese Zeit – 1958 – erlebt haben, damit „schöne Erinnerungen“ verbunden. Sie haben mich darauf aufmerksam gemacht, dass es auch Literatur gibt, in denen auch dieses Rennen erwähnt wird:

  • In einem Buch, „Der Hockenheinring“, ISBN 3-930 986 43 4 – finden sich noch zwei Fotos zu diesem von mir nur im Training erlebten Rennen,
  • In einem Buch über „Wilhelm Herz“, ISBN 9783613034129, gibt es sogar einen ausführlichen Artikel zu dem Kleinwagen-Rennen.

In diesem Buch sind u.a. auch folgende Details zu diesem „Produktionswagenrennen“ (!) notiert, die ich dann noch mit eigenem Wissen ein wenig ergänzt habe:

Rainer Günzler, der zusammen mit Wilhelm Herz auf einem NSU „Prinz“-Werkswagen genannt war, sollte den Start fahren. Aber er kam verspätet – mit/wegen Damenbegleitung – zur Strecke, so dass Wilhelm Herz den Le Mans-Start gefahren hat. Der war 1958 kein Problem, denn es gab keine Sicherheitsgurte. Man sprang ins Auto und ab ging‘s! - Der Start erfolgte sehr früh, um 6 Uhr morgens!

In der letzten Runde wurde der NSU „Prinz“ von Rainer Günzler gefahren und führte knapp vor zwei Lloyd „Alexander“. Ungefähr 300 Meter vor dem Ziel – so erklärte es Rainer Günzler später – traten bei seinem Fahrzeug irgendwelche „Motorprobleme“ auf. Das Fahrzeug verlor an Leistung – sagte Günzler – so dass dann die zwei Lloyd „Alexander“ ihn noch vor der Ziellinie überholen konnten – und siegten!

Wilhelm Herz hat bei der Untersuchung direkt nach dem Rennen keine Probleme am Motor feststellen können. Der Fehler blieb offiziell „unerklärlich“!

Als dann der ADAC Gau Nordrhein am 5. Oktober 1958 das nächste „Produktionswagenrennen“ auf der „Südschleife“ des Nürburgrings veranstaltete,  da hat Wilhelm Herz einen Rainer Günzler nicht mehr als Rennfahrer eingesetzt, sondern sich solch bekannter Fahrer wie Jean Behra, Eberhard Mahle, Edgar Barth, Gustav Germer bedient. Natürlich war auch Wilhelm Herz mit am Start. - Und am Ende gab es dann so einen Vierfach-Sieg des NSU „Prinz“, der nicht nur die NSU-Vorstände erfreute, die schon in Hockenheim zum Rennende – aber da vergebens - angereist waren, um einen NSU-Sieg feiern zu können.

Der Sieg am Nürburgring wurde auch werbemäßig - dann mit guter PR - durch den damaligen Pressechef der NSU-Werke, Arthur Westrup, entsprechend genutzt.

Wer sich jetzt an diesen Namen zu erinnern glaubt, erinnert sich vielleicht an den Sohn dieses Arthur Westrup, der zunächst für „auto motor und sport“ schrieb, dann später deren Chefredakteur wurde: Klaus Westrup.  Arthur Westrup wechselte in den 70ern zu Volkswagen, nachdem er schon Anfang der 50er auch den zu Mitbegründern der Zeitschrift „gute fahrt“ gehörte.

Ihm wurde auch so mancher Werbespruch zugerechnet, mit dem in seiner Zeit als NSU-Pressesprecher damals für NSU-Produkte geworben wurde. Ich erinnere mich noch an:

„Wenn ich groß bin so wie du, fahr ich auch nur NSU!“
(Das bezog sich auf den NSU-Werksfahrer Heiner Fleischmann.)
und
„Fixe Fahrer fahren Fox!“

NSU war wirklich einmal ein hervorragender, großer Motorradhersteller, machte sich später mit interessanten Automobilen – nicht nur mit dem Kleinwagen „Prinz“ - einen Namen. Es ist nicht nur interessant, mal einen Blick zurück zu werfen, sondern man wird so auch auf die Idee gebracht, mal darüber nachzudenken, wie in Zukunft unserer aktuellen Branchen-Großen von Veränderungen betroffen sein könnten.

So drastisch wie NSU?

MK/Wilhelm Hahne

Übrigens: Ich habe mich schon in E-mail bei meinen Lesern bedankt, sage aber auch hier noch einmal herzlichen Dank! - Schön, dass es noch Menschen gibt, die vergleichen und relativieren können!

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1958: Ich durfte zum ersten Rennen nicht starten!

Am Nürburgring habe ich in diesen Tagen einen meiner Leser getroffen. Er sprach mich an, wir haben geplaudert. - Und er hat dann gefragt: „Wann sind Sie eigentlich Ihr erstes Rennen gefahren?“ - Da habe ich ihm nach kurzem Überlegen sagen müssen: „Das weiß ich wirklich nicht mehr so genau. Aber ich weiß genau, wann ich mein erstes Rennen nicht gefahren bin. Ich werde das auch deshalb nicht vergessen, weil ich dann, nachdem das Rennen ohne mich und meinen Bruder Hubert gestartet war, wütend und traurig nach Hause gefahren bin. Unterwegs habe ich noch mal in Schwetzingen angehalten, mich in den Schlosspark gesetzt und – geweint! - Ich werde das niemals vergessen! - Weil dieses Ereignis dann auch meine Aufmerksamkeit für unsportliches Verhalten von Organisationen und Funktionären auf ewig geprägt hat.“ - Nein, ich bin nicht nachtragend, aber ich kann – leider? - nicht vergessen! - So ist auch heute meine Erinnerung an dieses Rennen – das ich dann nicht fahren durfte – noch so klar, als wäre es gestern gewesen. Viele meiner Konkurrenten von damals sind lange tot und ich denke heute schon mal daran, dass ich diese „alten Leute“ damals genau so wenig ernst genommen habe, wie mich aktuell junge Leute nicht ernst nehmen. - Damals war das ein Fehler von mir! - Heute ist es der Fehler von anderen! - Aber zurück zur eigentlichen Geschichte:

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Humor hat: Wer trotzdem in einen Luxusurlaub geht!

Manchmal braucht man einen Urlaub. - Wenn man z.B. durch einen Gerichtsvollzieher zu einer Offenlegung seiner Vermögensverhältnisse eingeladen ist. Wenn man das mit Hilfe eines ärztlichen Attests vermieden hat. Wenn man dann gezwungen war, eine Bürgschaft beizubringen. - Wenn einem das dann in der Folge noch einmal passiert ist. - Wieder eine neue Bürgschaft. - Gute neue Bankverbindung! - Doch dann verliert man einen Prozess, obwohl doch – durch den Rechtsanwalt – argumentiert wurde, dass evtl. die Unterschrift unter dem Darlehnsvertrag nicht stimmen würde. - Manchmal kommt auch alles zusammen! Da verliert man dann noch diesen dummen Prozess vor einem Landgericht, muss ein Millionen-Darlehn plus Zinsen zurück zahlen! - Wirklich dumm gelaufen! - Da atmet man dann tief durch, kauft einen Super-Sportwagen und wird zum lebenden Beweis für die These von Motor-KRITIK:

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DTM: Lausitzer Motorsport vom Corona-Wühltisch!

Der Motorsport hat es Corona-Zeiten schwer. - Zugegeben! - Aber dieser Motorsport, den z.B. die ITR-Organisation ihren Fans bietet, die ist schon gewöhnungsbedürftig. Jetzt in den Corona-Zeiten nutzt jeder Veranstalter die ihm in seinem Interesse genehmen Möglichkeiten, die sich alle mit „Corona-geschuldet“ erklären lassen. Der Eine gibt 5.000 Besuchern pro Veranstaltungstag das Gefühl schon etwas Besonderes dadurch zu erleben, dass man überhaupt kommen darf. Der Andere ist froh, dass er – dank Corona – keine Zuschauer zulassen muss. - Es wären vielleicht sonst auch nur zu wenige Fans. - Nun kann er – der Veranstalter - vielleicht übers Internet und Fernsehen viel mehr Zuschauer seinen Sponsoren nachweisen. - Damit die Show stimmt, gibt‘s auch Grid-Girls! - Aber bitte keine Journalisten! - Die haben aber die Möglichkeit, digital an Informationen zu kommen. - Der Informationsfluss ist präzise kanalisiert. - Aber schriftliche Anfragen werden erst gar nicht beantwortet. - Wenn man dann den Gesamtverantwortlichen direkt anschreibt, gibt es auch – von einem Sonderbeauftragten - eine Antwort, die dann aber nicht unbedingt alle Fragen beantwortet, sondern eigentlich nur deutlich macht, dass man gewisse Fragen nicht stellen sollte. - Wo kämen wir da hin, wenn alle Journalisten scharf beobachten, selber denken – und ihre Schlüsse aus ihren Beobachtungen und Recherchen ziehen würden? - Wenn man mal einen Blick auf eine bedeutende Motorsportveranstaltung des Wochenendes wirft, so hat man insgesamt schon den Eindruck:

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Herschbroich: Nahe am „Brünnchen-Parkplatz“?

Gefühlsmäßig ist der Parkplatz „Brünnchen“ vom Ort Herschbroich weit entfernt.  Aber es sind – quer durch den Wald gemessen - nur rd. 3 Kilometer. Für Nürburgring-Besucher ist dieser Parkplatz wichtiger als z.B. das Kurt-Beck-Denkmal „ring°boulevard“. Gerade jetzt in Corona-Zeiten täglich als richtig zu überprüfen. Am „Brünnchen“ gibt es frische Luft und eine gute Sicht auf die Rennstrecke. Grund genug für viele Eifel-Touristen, diesen Parkplatz direkt anzufahren. Man erreicht ihn bequem über die B 412.

Aber man sollte nicht zu hastig nach links abbiegen, wenn man aus Richtung der B 258 kommt. Das ist gestern kurz nach 15 Uhr scheinbar geschehen. Dazu gibt es aktuell eine Polizeimeldung die von diesem Unfall so berichtet:

„Herschbroich (ots)

Am Dienstag, den 18.08.2020 gegen 15:07 Uhr, ereignete sich auf der B 412, Höhe Zufahrt zum Parkplatz Brünnchen, ein Verkehrsunfall unter Beteiligung von zwei Fahrzeugen. Demnach beabsichtigte ein in Fahrtrichtung Hohe Acht fahrender Pkw-Fahrer nach links auf den vorgenannten Parkplatz abzubiegen und missachtete hierbei die Vorfahrt eines entgegenkommenden Pkw, so dass es im Zufahrtsbereich zur Kollision der beiden Fahrzeuge kam. Die in den beiden unfallbeteiligten Fahrzeugen vier befindlichen Personen wurden leichtverletzt und zur weiteren ärztlichen Versorgung in umliegende Krankenhäuser verbracht. Beide unfallbeteiligten Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Im Rahmen der Verkehrsunfallaufnahme kam es zu geringfügigen Verkehrsbeeinträchtigungen auf der B 412. Neben der Freiwilligen Feuerwehr und dem Rettungsdienst, war auch die Straßenmeisterei Adenau in die weitere Verkehrsunfallaufnahme bzw. Sicherung der Unfallstelle eingebunden. Der entstandene Sachschaden an beiden Unfallfahrzeugen wird von hiesiger Seite auf ca. 15.000 Euro geschätzt.“

Zufällig war ich gerade unterwegs, um mal zu schauen, wie attraktiv dieser Parkplatz für Besucher an einem ganz normalen Dienstag ist und habe so die Unfallstelle schon einige Minuten nach dem Crash passiert.

Es war zunächst noch keine Polizei da, die dann aus Richtung Kempenich die Unfallstelle erreichte. Ich habe den Aufmarsch von Rettungskräften an der Unfallstelle nicht fotografiert, aber registriert.

Aus Richtung Adenau kam ein Rettungswagen, ein zweites Polizeifahrzeug kam aus Richtung Kempenich hinzu. Aus Richtung Kempenich rauschte dann sowohl ein weiterer Rettungswagen als auch ein Notarztwagen heran. Alle Feuerwehren der Umgebung waren alamiert, informiert und erschienen sowohl mit alten Ford Transit um die Unfallstelle zu sichern, aber es erschienen aber auch richtig große, perfekt ausgestattete  Feuerwehrwagen vor Ort.

Ein Abschleppwagen, der kurz vor dem Unfall den Parkplatz „Brünnchen“ passiert hatte, um in Richtung Nürburg zu fahren, hat dann wohl unterwegs gewendet, um auch an den Unfallort zu eilen. Auch ein weiteres Rettungsfahrzeug kam aus Richtung Nürburg, war wohl dort stationiert.

Am Unfallort wurden die insgesamt vier leicht Verletzten von den zuerst die Unfallstelle erreichenden Autofahrern inzwischen betreut, bevor sie – wie auch im Polizeibericht zu lesen – zur Behandlung in umliegende Krankenhäuser  verbracht wurden.

Mein Eindruck: Die Polizei ist sehr schnell vor Ort, die Krankenwagen etwas später und am Zeitpunkt  ihres Erscheinens am Unfallort ist abzulesen, dass es sich um eine „freiwillige“ Feuerwehr handelt.

Insgesamt war aber bei diesem Unfall zu beobachten, dass hier niemand allein gelassen wird. Der Aufwand bei diesem Unfall war zwar unverhältnismäßig groß. Aber wer konnte auch wissen, bevor er am Unfallort eintraf, wie dieser Unfall einzuschätzen war.

Es bleibt also ein gutes Gefühl bei einem normalen Autofahrer zurück, wenn er per Distanz beobachten konnte, mit welchem Aufwand hier geholfen wurde.

Trotzdem – und gerade deshalb – sollte man beim Linksabbiegen vorsichtig sein. Nicht immer ist so viel Glück – bei allem Pech – im Spiel, wie bei diesem Unfall im Bereich des Parkplatz „Brünnchen“. - Nahe Herschbroich.

MK/Wilhelm Hahne

PS: Von den „Touristenfahrten“ gestern Abend gibt es nur einen normalen Einschlag im Bereich „Klostertal“ zu vermelden.

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Verständlich: Mit 200 Stundenkilometern rasen!

Meine ITR/DTM-Geschichte von gestern hat einige Leser befremdet. Wie kann jemand eine Realität beschreiben, wenn er das als Einziger tut?

„Ich habe sofort nach dem Lesen Ihrer Geschichte das ganze Internet durchforstet und keinen einzigen Hinweis gefunden, dass das so ist wie Sie geschrieben haben.“

Das sagte mir ein Leser, der mich kurze Zeit, nachdem ich diese Geschichte ins Internet gestellt hatte anrief, um seine Verwunderung kund zu tun.

„Immerhin gibt es doch eine Menge Fachblätter! - Aber nirgendwo gibt es einen Hinweis, der Ihrem in irgendeiner Form ähnlich wäre. - Wie kann das sein?“

Da kann ich vielleicht mit einem Zitat aus einer E-mail eines Lesers antworten, der darin, auch kurze Zeit nach dem Erscheinen meiner Geschichte, dazu – quasi als Kommentar – dann an einen Ausspruch von Martin Luther King erinnerte:

"Wir werden in dieser Generation nicht nur die gehässigen Worte und Taten der Bösen zu bereuen haben, sondern auch das furchtbare Schweigen der Guten."

Ich hätte da aber noch eine Erklärung, die eigentlich viel einfacher ist:

  • Ich bin Motor-Journalist mit persönlicher Erfahrung auf vielen Gebieten über die ich berichte! - Und ich bin kein „moderner“, sondern ein alter Journalist, mit einer anderen Grundeinstellung, einer, der sich noch Zeit für die Recherche nimmt!

Darum schaue ich vielleicht genauer hin, begreife Dinge, die für andere unbegreiflich sind. Wichtig: Vieles wird auf diesem Gebiet auch heute nicht mehr so genau genommen. - Vieles stimmt noch so irgendwie. - Weil doch jeder das so – oder auch so – versteht! - Kann sein! - Aber deshalb ist z.B. die Formulierung in meinem Titel oben sachlich trotzdem falsch!

  • Die Formulierung "Kilometer pro Stunde" (km/h) wäre richtig. - Aber nicht – wie im Titel – 200 Stunden pro Kilometer!

Der jetzt vorgebrachte Einwand, dass das trotzdem richtig verstanden wird, stimmt sogar; weil in unserer modernen Welt kaum noch Wert auf eine exakte Darstellung gelegt wird. Da wird vielleicht sogar in einer Fachzeitschrift die Übersetzung eines 5. Gang mit 0,85 angegeben. Technisch korrekt wäre aber 0,85 : 1.

Auch diese Ergebnisveröffentlichung über das sonntägliche F1-Rennens in Barcelona ist sicherlich verständlich. Aber das Rennen lief nicht – lt. Ausschreibung - über „1:31:45,279 Std“, wie in der „dpa“-Grafik dargestellt, sondern ging über 66 Runden, die nur die ersten drei Fahrer kurz hinter dem Sieger beendeten. Richtig ist darum, dass vor den zwei Nächsten ein + bei den Sekunden steht, weil sie die länger brauchten als der Sieger. Vor den nächsten Fahrern, die die Ziellinie überquerten, hätte aber ein – (Minus) stehen müssen. - Weil sie in der Zeit, die der Sieger für die „vorgeschriebenen“ 66 Runden brauchte, eine Runde weniger zurück gelegt hatten, nämlich nur 65.

Aber das kommt doch von der „dpa“ und die wissen was richtig ist! Mit dieser Einstellung setzt dann auch der verantwortliche Redakteur diese Grafik in „seine“ Zeitung. Und seine Leser sind eigentlich falsch informiert, obwohl sie es richtig verstehen.

Denken Sie einfach mal darüber nach: Da steht dann + 1 Runde. - Und keiner denkt mehr darüber nach. - Man wurde informiert!

Weil hier bei Motor-KRITIK noch gedacht, nicht mit KI gearbeitet wird, weil mir auch „Kleinigkeiten“ auffallen, darum konnte ich gestern die Geschichte schreiben, die eine Entwicklung beschreibt, die eigentlich gar nicht auffällt. - Noch nicht einmal bei dpa auffallen würde!

Dort wird man sicherlich vermelden, dass der nächste Lauf zur DTM Trophy am nächsten Wochenende auf dem Lausitzring stattfindet. - Richtig! - Aber dort zusammen mit einem „GTC-Race“-Rennen. Dort sind GT3 am Start! - Wo wurde das jemals von der ITR angekündigt?

Man wird auch Grid-Girls sehen. - Aber Journalisten werden nicht zugelassen sein. - Wegen Corona!. - So war es auch beim letzten DTM-Rennen auf dem Lausitzring.

Alles eigentlich in der Kombination unverständlich! Aber das ist so wie mit den Stundenkilometern, oder den „plus 1 Runde“: Es wird verstanden! - In diesem Fall: Weil man derzeit mit Corona z.B. (fast) alles erklären kann!

Aber es verschleiert die Realität! - Bei der ITR antwortet man bisher nicht auf meine Anfragen! - „SPIELKIND“ bittet mich um meine Recherche-Ergebnisse! - Warum wohl?

  • Niemand möchte sich im Motorsport unbeliebt machen, man spielt mit! - Auch „SPIELKIND“!

Motor-KRITIK wird weiter „zur Sache“ recherchieren, aber schließlich kaum selber deutlich machen müssen, was in diesem Fall das eigentliche Grundübel ist.

Die Zeit heilt nicht nur Wunden, sondern gerissene Wunden lassen Betroffene oft auch vor Schmerzen laut werden! - Dann wird es auch nicht überhört!

Und bitte nicht vergessen: Bei der DTM steht man derzeit richtig unter Druck! - Da darf offiziell nichts, aber auch gar nichts schief gehen!

Wer schaut da auch schon genau hin? - Wer hat dazu schon die Zeit? - Man ist doch immer mit 200 Stundenkilometern unterwegs!

MK/Wilhelm Hahne
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