2021

Merkel zu Corona: „So kann es nicht weitergehen!“

Nein, sie hat das nicht auf den Nürburgring bezogen! - Irgendwie ist unsere Bundeskanzlerin trotzdem fassungslos, wenn sie auf die unterschiedlichen Aktionen der Bundesländer und Kreisverwaltungen „hin zur Normalität“ schaut. - Noch fassungsloser muss man eigentlich sein, wenn man auf das schaut, was – mit Blick auf die Entwicklung der Corona-Pandemie – in der letzten Woche am Nürburgring geschah.

Da war ein Rennen angekündigt, für das keiner der nun „Betroffenen“ eine Genehmigung gesehen hat. Aber immer wieder wurde aus allen Richtungen bestätigt, dass das alles genehmigt sei. - Nur schriftlich wollte man denen, die unverschämter Weise danach fragten, dann nicht zeigen – erst recht nicht schriftlich bestätigen, dass es eine gibt. - Friss Kunde und zahle!

Immerhin haben auch oft Behörden argumentiert. Eigentlich oft, wie ahnungslose Osterlämmer, die auch zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten, dass sie zu Ostern schon verspeist werden.

Da schreibt z.B. das „Bürgerbüro“ der Staatskanzlei in Mainz am 25. März 2021 einem meiner Leser:

„Gemäß Paragraph 10 Absatz 3 Satz 1 der derzeit geltenden 18. CoBeLVO des Landes Rheinland-Pfalz ist der Trainings- und Wettkampfbetrieb des Profi- und Spitzensports zulässig, sofern ein Hygienekonzept vorliegt und beachtet wird.
Bei der Nürburgring Langstrecken-Serie handelt es sich für die Personen, die mit der eigenen Sportausübung überwiegend ihren Lebensunterhalt bestreiten, um Profisport in diesem Sinne. Die NLS hat ein entsprechendes Hygienekonzept vorgelegt.  
Denjenigen Personen, die als Fahrer / Sportler nicht überwiegend ihren Lebensunterhalt bestreiten, ist die Teilnahme gemäß der Ziffer 5 der Allgemeinverfügung des Kreises Ahrweiler vom 18. März 2021 gestattet, da die Teilnahme insbesondere kontaktlos im Freien erfolgt und daher kein erhöhtes Infektionsrisiko birgt.
Nach Paragraph 10 Absatz 3 Satz 2 der 18. CoBeLVO sind Zuschauerinnen und Zuschauer nicht gestattet. Aus diesem Grund sind die Parkplätze rund um die Rennstrecke gesperrt. Allen Fans der Rennserie ist es untersagt, das Rennen vor Ort zu verfolgen; eine digitale Übertragung ist sichergestellt.“

Man kann dem Mitarbeiter der Landesbehörde nicht böse sein, der eigentlich gar nicht wissen kann, welcher Hick-Hack veranstaltet werden musste, um selbst ihn, als Mitarbeiter der Mainzer Staatskanzlei, hinters Licht zu führen.

Was da geschrieben steht ist richtig. Aber die NLS ist kein Profisport! Und für den Amateursport war – auch das ist richtig – mit einer Allgemeinverfügung vom 18. März zwar die Teilnahme von Amateuren unter bestimmten Bedingungen gestattet, aber das war auf die 17. CoBeLVO des Landes RLP bezogen. Dr. jur. Jürgen Pföhler hat die durch eine neue Allgemeinverfügung dann am 20. März so ersetzt:

„1. in Ziff. 1 und 3 wird die Angabe ‚17. CoBeLVO‘ durch die Angabe ‚18. CoBeLVO‘ ersetzt“

Diese neue Allgemeinverfügung trat – wie darin nachzulesen – dann am 22.03.2021 um 0:00 Uhr in Kraft. Das war vor dem NLS-Lauf Nr. 1, für den dann das „Abweichend von § 10 Abs. 1“ vom 18. März nicht mehr gelten konnte, weil das – schon durch die Formulierung -  eindeutig und ausschließlich auf die „17. CoBeLVO“ bezogen war.

Dass beide „Allgemeinverfügungen“ des Kreises Ahrweiler nicht rechtsgültig unterschrieben waren, hatte ich schon in meiner „Sonntags-Geschichte“ zu dem Thema erwähnt.

Das „Bürgerbüro“ der Staatskanzlei war mit seiner Antwort auf Anfrage und Einwände des Motor-KRITIK-Lesers wohl auch nicht so glücklich – und hat hinzugefügt:

„Wahrscheinlich ist dies für Sie nicht zufriedenstellend. Es tut mir leid, dass ich Ihnen keine weitergehende Antwort geben kann.“

Ich möchte die obige Schilderung auch hier nicht weiter kommentieren. Mir fällt aber dazu schon ein, was Goethe seinen „Götz von Berlichingen“ u.a. im 1. Akt sagen lässt.

MK/Wilhelm Hahne

PS: Um Rückfragen zu vermeiden, hier nun doch noch das Zitat: „Die künftigen Zeiten brauchen auch Männer. Ich sage dir, Knabe, es wird eine teure Zeit werden.“

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Ein Foul beim 1. Lauf zur NLS-Serie 2021: Durch wen?

Die Corona-Fallzahlen steigen. Aber viele schreien nach „Normalität“! - Da ist es „normal“, wenn Malu Dreyer (SPD) „mehr Möglichkeiten“ verspricht, aber das „sehr kontrolliert und sehr überprüft, so dass wir kein Risiko eingehen.“ - Sie überlässt so z.B. einem CDU-Landrat im Fall Nürburgring – sicherlich lächelnd - die „Führungsarbeit“. Macht der Landrat das nur in Abstimmung mit der Staatskanzlei in Mainz? - Jedenfalls wird dem Veranstalter eines NLS-Rennens am Nürburgring ein Rennen ohne Zuschauer genehmigt. - Sagt man! - Aber wie beim „Dieselskandal“ ist wohl keiner verantwortlich! - Eigentlich ist alles ein Thema für eine „Kleine Anfrage“ der Opposition im Mainzer Landtag. - Früher empfahl man: „Wenn’s um Geld geht: Sparkasse!“ - Heute ist da wohl die Politik zuständig, ohne dass man sie verantwortlich machen könnte. - Da hat dann der „Wettergott“ den Entscheider gespielt! - Nicht überraschend! - So hat Motor-KRITIK insgesamt dann allen Grund, die folgende Geschichte, entsprechend den Abläufen mit dem Titel zu versehen:

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NLS 1: ...und plötzlich war alles ganz anders!

Hier in Motor-KRITIK habe ich mich an Fakten gehalten. Der Eine verkauft die NLS-Serie als Profisport – der lt. Ausschreibung – heute, am 24. März 2021 vom Veranstalter in einer Zusammenfassung auf seinen Internetseiten ergänzend eingestellt, so definiert wird:

„Die Nürburgring Langstrecken-Serie (ehemals VLN) ist die größte und populärste Breitensport-Rennserie weltweit“.

Der andere sieht die Durchführbarkeit eines Rennens in Corona-Zeiten nicht in Frage gestellt, weil der Individualsport durch die Politik abgenickt ist. Ich konnte lesen – und habe veröffentlicht, was am Nürburgring nach Vorstellung der Landesregierung erlaubt ist:

„...als ungedeckte Sportanlage für die sportliche Betätigung im Amateur- und Freizeitsport in Einzelsportarten alleine, zu zweit oder mit Personen des eigenen Hausstands geöffnet.“

Die NLS ist seit heute, so wurde es heute den Nachfragenden erklärt, aber nun definitiv eine Profisport-Serie. Damit ist die VLN-/NLS-Serie die einzige Profisport-Serie weltweit mit einer solchen Breite, die dann an der Spitze von wenigen Amateuren gesteuert wird, während sonst – in allen Ländern der Welt – die Motorsport-Profis nur in relativ geringer Zahl auftreten.

Weil ein e.V., der sportliche Ausrichter des 1. NLS-Laufs, nicht über eine Genehmigung der Landesregierung informiert war, hat einer seiner Verantwortlichen, diese gestern beim Veranstalter – zur Sicherheit - angefordert: Abgelehnt!

Wie ich bereits informierte, war auch die Kreisbehörde nicht bereit, einem Team eine Genehmigungs-Bestätigung zuzustellen. Und bei der Landesregierung war man geradezu empört, als man hörte, dass man am Nürburgring ein Rennen genehmigt haben sollte. - Unter den aktuellen Corona-Bedingungen?

Da ein Teamchef auf „Nummer sicher“ gehen wollte, hat er den Veranstalter gestern um eine schriftliche Genehmigung gebeten, da er sich nicht strafbar machen möchte: Nach Rücksprache mit der juristischen Abteilung abgelehnt.

Intern diskutierte man noch gestern spät darüber, dass man sich über die Durchführung des Rennens wohl keine Sorgen machen müsse, aber die Test- und Einstellfahrten am Freitag seien de facto eine eigene Veranstaltung, für die man sich – so wie man annehmen muss – erst gar nicht um eine Genehmigung bemüht hatte.

Wohl getreu dem Motto des „Landes-Königs“ Kurt Beck, der dieses Motto wohl auch seiner Nachfolgerin vererbt hat:

„Wir machen es einfach!“ (Bitte mit richtiger Betonung aussprechen!)

Es gab noch gestern Mitarbeiter der Landesregierung in Mainz, die sich von den leitenden Mitarbeitern des Veranstalters auf den Arm genommen fühlten, weil ihnen nicht klar war, dass es sich um ein Rennen handelt, das jetzt am 26./27. März über die Bühne des Nürburgrings gehen soll.

Aber vernünftig denkende Menschen scheinen jetzt in Zeiten der Corona-.Pandemie auf der politischen Ebene sehr selten geworden zu sein. Wie man am Beispiel der „Oster-Ruhetage“ sehen kann. - „Rein in die Kartoffeln, raus aus die Kartoffeln!“ - Und der nächste „Car-Friday“ kommt bestimmt! Der Nürburgring-Pächter hat an diesem Tag – natürlich – die Nordschleife weit geöffnet. - Das Chaos ist vorprogrammiert!

Wie auch jetzt am Wochenende! - Leute die eigenverantwortlich handeln, werden bei dem ersten Lauf der NLS-Serie 2021 nicht am Start sein, auch deshalb, weil sie nicht straffällig werden wollen. Nachdem sie vom Veranstalter keine schriftliche Zusicherung erhalten haben, dass eine Genehmigung der Landesregierung vorliegt, dass unter den herrschenden Corona-Bedingungen im Kreis Ahrweiler auf der Nordschleife ein Rennen durchgeführt werden darf. - Bei dem dann in Boxen und Fahrerlager um 1.000 Personen zusammen kommen. - Aus vielen, vielen Haushalten.

Angeblich müssen alle einen Test vorlegen. - Nur die Streckenposten nicht! - Weil die nur mit den Fahrern im Falle eines Unfalls direkten Kontakt haben?

Aber am Nürburgring gibt es eben schon lange die „heile Welt“! - Unfälle gibt es offiziell kaum und in der Praxis nur dann, wenn sich ein Öffentlichwerden nicht vermeiden lässt. - Warum sollte das unter Corona-Bedingungen bei Rennen anders sein.

Ich versuche es – nach meinen aktuellen Erfahrungen – in Zukunft wohl besser nach dem Motto, „Ein Gänseblümchen wird entblättert“: Beim Ausziehen und Zählen der Blütenblätter werde ich in Zukunft murmeln:

  • Wer belügt mich? - Von Herzen – mit Schmerzen – überhaupt nicht!

Um einen Blick auf die Realität heute zu werfen, zeige ich dieses Foto, das wirklich aktuell ist – von heute! Als Ergänzung habe ich drei Fotos angefügt, die von einem Leser ein paar Tage vorher gemacht wurden. (Man achte auf die Tannenspitzen!) Mein Leser schreibt mir dazu:

„...wie man hübsche Fotos ohne Rücksicht auf FIA-Zäune machen kann.“

Oben am Nürburgring kann man wohl vieles nur machen, indem man keine Rücksicht nimmt. - Auch nicht auf die aktuelle Corona-Situation!

MK/Wilhelm Hahne

PS: Zur Abrundung meiner Darstellung rund um NLS 1, dem ersten Lauf der 2021er Serie am Nürburgring, möchte ich noch den Teil einer heutigen Information des Veranstalters an die Teilnehmer des Rennens anhängen. - Ich werde diese Erklärung, die vom ehemaligen Aufsichtsrat-Mitglied der in Konkurs gegangenen Nürburgring GmbH verantwortet wird, nicht kommentieren. - Der Begriff Profisport, wie er von der Landesregierung von Rheinland-Pfalz verbindlich definiert wird, wurde von mir schon in diesen Tagen meinen Lesern hier in Motor-KRITIK  dargeboten:

..."Abschließend noch ein Statement der Kreisverwaltung Ahrweiler zu unseren Veranstaltungen – es kursieren aktuell leider die wildesten Gerüchte:

'Gemäß Paragraph 10, Absatz 3, Satz 1 der derzeit geltenden 18. CoBeLVO des Landes Rheinland-Pfalz ist der Trainings- und Wettkampfbetrieb des Profi- und Spitzensports zulässig, sofern ein Hygienekonzept vorliegt und beachtet wird.

Bei der Nürburgring Langstrecken-Serie handelt es sich – auch nach Auffassung des Landes – um Profisport nach Paragraph 10, Absatz 3, Satz 3, Nummer 4 der Abs. 3 S. 3 Nr. 4 der 18. CoBeLVO.

Die NLS hat ein entsprechendes Hygienekonzept vorgelegt.

Aus den oben genannten Gründen ist die Durchführung der NLS als Profisport, wie zum Beispiel auch die Durchführung von Fußballspielen der Bundesliga, zulässig.

Nach Paragraph 10, Absatz 3, Satz 2 der 18. CoBeLVO sind Zuschauerinnen und Zuschauer nicht gestattet. Aus diesem Grund sind die Parkplätze rund um die Rennstrecke gesperrt. Alle Fans der Rennserie werden eindringlich gebeten, zu Hause zu bleiben und das Rennen digital zu verfolgen.“

Den Begriff "Profisport" möchten wir an dieser Stelle noch einmal aufschlüsseln: Die Nürburgring Langstrecken-Serie ist eine professionell veranstaltete Rennserie, in der ein Großteil der Teams ihrer Tätigkeit zur Gewinnerzielung nachgeht.' ..."

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„Denn der Wind kann nicht lesen!“ - Wer sonst noch?

Als normaler Bürger ist man gewohnt, gesetzliche Anweisungen zu befolgen. Ist das eigentlich anders, wenn es sich „nur“ um eine „Bekämpfungsverordnung“ handelt, die z.B. eine Landesregierung im Interesse seiner Bürger erlässt, um sie vor der Ausbreitung der Corona-Pandemie zu schützen? - Ich bin ein wenig verwirrt, wenn ich in diesen Tagen die unterschiedlichsten Informationen erhalte, die – zumindest ich – in ihrer Argumentation nicht verstehe! - Da mir mein Augenarzt noch vor wenigen Tagen eine einwandfreie Funktion meiner Augen bestätigt hat, glaube ich meinen Augen schon trauen zu können. - Dann muss ich aber die Frage stellen:

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Was bringt mehr €? - Rennen oder Touristenfahrten?

Diese Fragen hat sich wohl die Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG auch gestellt und dann auf ihre Art auch beantwortet. Wenn man das Ergebnis – nach Abschluss des Wochenendes – betrachtet, kann man schon nachdenklich werden. Ich habe mal versucht, nicht nur ein paar Fakten zusammen zu tragen, sondern auch ein paar Zusammenhänge aufzuzeigen, die nicht per Zufall entstanden sind. - Leider kann man heute als Journalist kaum noch jemand mit seiner Argumentation ernst nehmen, da die doch sehr oft – bzw. überwiegend – von persönlichen und geschäftlichen Interessen bestimmt werden, während man als Journalist versucht, ein öffentliches Interesse wahrzunehmen. - Leider schreibt das Geschäft heute vielen „vorgekaute Worthülsen“ vor.- Man versucht - gerade heute – alles zu einem Geschäft zu machen. Was sicherlich grundsätzlich kein Verbrechen darstellt, aber unter den aktuellen Corona-Bedingungen z.B. ziemlich eigenartig wirkt, weil es gerade da, ziemlich unverständlich ist. - Aber darum sind die folgenden Fragen um so verständlicher:

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NLS 2021: Durch Nenngelderhöhung zum „Profisport“?

„Es genügt nicht klug zu sein, man muss auch pfiffig sein!“ - So einfach wurde mir als Kind von meinem Vater erklärt, wie man später einmal geschickt alle „Kurven des Lebens“ meistert. Der Auslöser für diese Erinnerung war gestern für mich die digitale Pressekonferenz am Nüŕburgring, bei der zum Ausdruck kam, dass die verantwortlichen Manager dort die Corona-Entwicklung im Landkreis Ahrweiler und die neuen Beschränkungen, durch den Landrat des Kreises Ahrweiler angeordnet, eigentlich wenig interessieren.

Man vermittelte den Eindruck, dass man die eigenen Planungen – sozusagen unabhängig davon – durchziehen will. Schließlich – um auf die erste Rennveranstaltung am 26./27. März abzuheben – sei das eine „Profi-Veranstaltung“. Dabei wird und wurde diese Serie von der Fachpresse – aber auch durch eigene Publikationen – immer als „größte Breitensportserie der Welt“ gefeiert.

Als sie 1977 entstand, war der Hintergrund auch der, dass man Amateuren die Möglichkeit bieten wollte, in einer eigenen Serie ihrer Leidenschaft nachgehen zu können. Heute noch besteht diese Serie – auch – aus vielen Amateursportlern, die „mit kleinem Besteck“, vielleicht ein oder zwei Monteuren und Frau und Kind anreisen. - Der Hund muss zu Hause bleiben!

Das Nürburgring-Management ist – vielleicht – der irrigen Meinung, dass regelmäßige Nenngelderhöhungen genügen, um aus einer Amateur-Serie eine „Profi-Serie“, vergleichbar mit der Bundesliga zu machen. Das ist aber in der Praxis nicht so und ändert sich auch nicht darum, weil man – um Geld zu verdienen – die Vorschriften zur Bekämpfung des Corona-Virus umgehen müsste.

    • Da hilft dann auch kein Hygiene-Konzept, das man schon mit der Durchführung von „Touristenfahrten“ in der Praxis schon überstrapaziert!
      
Wie will man für die Teilnehmer z.B. die ab Samstag geltende Vorschrift für den Kreis Ahrweiler umgehen, nach der ab 20. bis zum 28. März 2021 eine Ausgangssperre von abends 21:00 Uhr bis 5:00 Uhr morgens vorgesehen ist?

Denn klar ist jedem, der jemals – auch im Amateur-Rennbetrieb – unterwegs war, dass gerade bei einer quasi Ein-Tagesveranstaltung, bei der das Zeittraining und Rennen an einem Tag stattfindet, dann im Vorfeld evtl. noch bis in die späte Nacht am Freitag gearbeitet werden muss, zumal die Teilnehmer in diesem Jahr im Vorfeld dieses Rennens keine Test- und Einstellfahrten – wie vorgesehen – in der Woche davor durchführen konnten.

Wetterbedingt! - Sagen die Verantwortlichen am Nürburgring. Und schieben die Absage auf die an diesem Wochenende herrschenden Wetterbedingungen, die nun mal zu dieser Jahreszeit in der Eifel nicht ungewöhnlich sind.

Ungewöhnlich ist sicherlich auch der Einfluss des Corona-Virus und seine Ausbreitung im Kreis Ahrweiler, in dem auch der Nürburgring geografisch liegt. Da hilft auch nicht der Hinweis, dass man sich im „Randgebiet“ des Kreises befindet!

Wenn am 26./27. März 2021 ein VLN/NLS-Rennen am Nürburgring stattfinden soll, dann sollte der Landrat des Kreises Ahrweiler auch bitte offiziell erklären, dass seine gerade erst gestern verfügten neuen Beschränkungen, nicht die Durchführung des ersten Laufs der Rennserie am Nürburgring beeinflussen sollen und darum für alle Teilnehmer an diesem Rennen – auch die „Einzelkämpfer“, die mit Frau und Kind anreisen – nicht gelten!

Es genügt eben manchmal nicht, besonders pfiffig zu sein, man sollte auch klug zu handeln versuchen!

MK/Wilhelm Hahne
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Mercedes-Rückrufe: „Es recht zu machen jedermann…

...ist eine Kunst die keiner kann!“ - Das ist der Titel eines Märchens der Gebrüder Grimm. Daran musste ich jetzt aber denken, weil es zu meiner Mercedes-Geschichte aus dem Leserkreis die unterschiedlichsten Beanstandungen gab: „Zu lang!“ - „Sie haben zu wenig Rückrufe vermeldet.“ - „Warum sind Sie so kritisch einer deutschen Firma gegenüber?“ - „Bei all’ dem was da vorgefallen ist, hätten Sie auch mal Tacheles reden können!“

Eigentlich habe ich versucht, als Journalist verantwortungsvoll zu informieren. - Da hatten es die Gebrüder Grimm leichter. Deren Märchen beginnt so:

„Weit weg von den Menschen lebte ein Vater mit seinem Sohn. Als der Sohn größer wurde, hatte er einen Wunsch. „Ich möchte mich in der Welt umsehen und hören, was andere Menschen so meinen“, sprach er zu seinem Vater. Dieser schüttelte den Kopf. „Wünsch dir das nicht, mein Sohn, jeder sagt nämlich etwas anderes. Was du auch tust, nie kannst du es allen recht machen.“ „Das glaube ich nicht“, der Bub gab nicht eher Ruhe, bis sich der Vater mit ihm aufmachte.“…

Ich gebe gerne zu, dass ich mich beim Zählen der Rückrufe eher in unserem Sprachraum bewegt habe. Schließe ich die große weite Welt mit ein, so sind wir schnell bei den Zahlen einer Jahresproduktion von Daimler/Mercedes! - In den USA waren es in den ersten Monaten des Jahres allein rd. 1,3 Millionen Mercedes, bei denen bei den wegen eines ungenauen „Sicherheitssystem“ eine neue Software aufgespielt werden muss. - Dann soll es mit Sicherheit mehr Sicherheit geben! - Und in China… -

Aber vielleicht sollte ich mich mehr auf den letzten Rückruf „bei uns“ konzentrieren, von dem – im deutschen Sprachraum – gut 120.000 Mercedes-Fahrzeuge betroffen sind. (KBA-Rückruf-Nr. 010641) Ein Sprecher des Stuttgarter Unternehmens sagt dazu:

“Das Inertisierungssystem würde im Falle eines Unfalls gezielt Argon-Schutzgas zur Kühlung an die Stellen leiten, an denen es zu einem Kontakt zwischen austretendem Kältemittel R 1234yf und heißen Bauteilen kommen könnte. Eine nicht korrekte Verbindung der Gasteilung könnte dazu die vorgesehene Verteilung des Argon-Schutzgases und damit das Herunterkühlen beeinträchtigen. Im Falle eines Unfalls könnte das Brandentstehungsrisiko nicht wie vorgesehen reduziert werden.”

Das ist richtig – und sagt trotzdem nichts über die Gefahr aus, in der sich der Fahrer eines solchen Fahrzeugs befindet. Das Kältemittel R 1234yf, gegen dessen Verwendung sich – aus gutem Grund! - Daimler/Mercedes lange gewehrt hat, bildet beim Auftreffen auf heiße Motorenteile ein hochgiftiges Gas, Flusssäure (HF), wie Mercedes bei Tests festgestellt hatte. Aber das KBA und die EU verdonnerten den Hersteller trotzdem zur Verwendung dieses – aus Herstellersicht – für den Nutzer gefährlichen Mittels, weil das zuvor verwendete Kältemittel, R134a, als klimaschädlicher gilt!

Nun spricht man nicht offen – gegenüber den Kunden – über die Gefährlichkeit des neuen, in der Klimaanlage verwendeten Mittels, vor dem der Nutzer durch ein System mit Argon-Schutzgas „gezielt“ geschützt werden sollte. - Nun sorgt ein möglicher Defekt in dieser „Sicherheitsanlage“ für einen Rückruf, den sicherlich einige Kunden wegen der unvollkommenen  werksseitigen Information „auf die leichte Schulter nehmen“.

Zum Thema Flusssäure (HF) sagt die BASF in einer Leitlinie für medizinisches Personal:

„Patienten, die selbst oder deren Kleidung mit Flusssäure benetzt ist, können Rettungskräfte und andere Personen durch direkten Kontakt oder durch Flusssäuredämpfe gefährden.
• Flusssäure ist eine in hohem Grade ätzende Chemikalie, die äußerst schmerzhafte Wunden verursachen kann.
• Fluorid-Ionen werden sehr gut und schnell über alle Einwirkungswege aufgenommen; eine Hypokalzämie und andere metabolische Veränderungen können die Folge sein. Systemische Vergiftungen können in Störungen des zentralen Nervensystems, Herz-Kreislauf-, und Nierenversagen sowie Atemstillstand resultieren."

Damit möchte ich die Motor-KRITIK-Information über den – nicht letzten – Rückruf der Firma Daimler/Mercedes des Jahres 2021 beenden. - Aber auch noch auf das Ende des Grimm’schen Märchens verweisen, das von den Gebrüdern Grimm so niedergeschrieben wurde:

“Kann man es denn keinem Menschen recht machen?“, fragte der Junge. „Nein, das kann man nicht, mein Sohn, wie du ja selbst gesehen hast“, sprach der weise Vater. Beide waren froh und glücklich, als sie abends wieder friedlich in ihrer gemütlichen Hütte saßen.“

Auch ich habe es jetzt  – mit dieser Geschichte – sicherlich nicht allen Menschen recht gemacht!

Aber auch keine Märchen erzählt!

MK/Wilhelm Hahne
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Daimler AG/Mercedes: Ist der Ruf erst ruiniert…

Wenn man die Mercedes-Rückrufe in den ersten Monaten dieses Jahres einmal grob zusammen zählt, dann kommt man auf mehr als 300.000 Automobile – vom Sprinter über die C- bis zur neuen S-Klasse – die die honorige Firma aus Stuttgart zurück zu einer kleinen Überarbeitung in ihre Werkstätten bestellen muss. – Zum Teil auch deshalb „bestellen musste“, weil das Kraftfahrtbundesamt in Flensburg darauf bestanden hat. - Das ist es nicht tröstlich, wenn auch BMW … - Bei Mercedes wird das „Made in Germany“ allerdings auch nicht (mehr) in Prospekten schön geredet. Jedenfalls blinken dann – zumindest bei Motor-KRITIK die „roten Lampen“ noch schneller,  wenn uns eine Pressemitteilung aus der Abteilung Motorsport erreicht, die über ein Rennwochenende mit den Mercedes E-Rennern berichtetet. - Daimler/Mercedes möchte als ein junges, dynamisches Unternehmen wahrgenommen werden. Eins mit Tradition! - Aber digital – und damit „modern“ – ganz weit vorne. Das Ergebnis kennt man. Von dem guten Ruf in der Vergangenheit kann man nicht mehr leben. Man muss  Leistung zeigen. - Heute! - Aber Leistung ist heute nur dann für Aktionäre interessant,  wenn sie sich bilanztechnisch in kräftig „schwarzen Zahlen“ ausdrückt. - Man scheint auch im Vorstand vergessen zu haben, dass Gewinne sich früher mal automatisch aus den Leistungen ergaben, zu denen man sich im Interesse der Käufer aufschwang. - Heute geht’s einem neuen Vorstand mehr um die Interesse nder Aktionäre. - Darum muss man große Stückzahlen vorweisen. - In der Produktion, nicht bei Rückrufen! - Im Motorsport möchte man auch seine Klasse demonstrieren. Da e-Automobile angeblich die Zukunft sind, will  man auch im e-Sport dabei sein. - Vieles wird inzwischen in Stuttgart von Marketing-Entscheidungen bestimmt, die auch die bisherige Altersstruktur der Mercedes-Käufer verjüngen sollen. Was dann z.B. auch zu einem „Head of Digital Transformation“ fürs Influencer-Marketing führte, der sich allerdings selbst Ende 2020 aus seiner Stuttgarter Position abmelden musste. - Nun ja, Versuch macht klug! -  Aber nicht alle Versuche gelingen! - Bei Daimler/Mercedes wird man langsam begreifen müssen, dass man nicht die Welt – die Menschen (!) - verändern kann. - Man muss gute, in unsere Welt – zu den Menschen - passende Produkte anbieten und sich wie ein Dienstleister verhalten, nicht wie jemand, der bestimmt was richtig ist. - Richtig ist, was beim Interessenten/Käufer ankommt und was sich verkaufen lässt. - Wenn es denn sein muss, auch ohne Prospekte!

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1. „Touristenfahrten“ in 2021: Nur Einer lacht!

Das letzte Wochenende war das erste Wochenende für „Touristenfahrten“ am Nürburgring in 2021. Es war sicherlich keines der Wochenenden, an das der Veranstalter gerne zurück denken wird. - Es gibt bis heute auch keine offizielle Verlautbarung! - Man hatte geglaubt, alle Weichen „richtig“ gestellt zu haben. Doch dann ist schon einiges „aus dem Ruder gelaufen“. Man hatte geplant, sich von Beginn an „hart“ durchzusetzen. Da wurden sogar die „Fotoscharten“ in den FIA-Zäunen mit neuen „Empfehlungen“ an leicht zugänglichen Streckenabschnitten unterlegt. Man hatte nicht nur  Fotografen „lizenziert“, sondern auch Videofilmer, und Parkplätze wurden gegen Zahlung von 2 € zu „Erholungsplätzen“ für „Touristenfahrer“ umdeklariert. - Doch dann kam alles ganz anders. - Man hatte versucht, Verantwortung zu delegieren. - Da wollte sich die Polizei nicht vorführen lassen und hat noch am Sonntag so rechtzeitig über die Erfolge ihrer Wochenendarbeit informiert, dass die schon in der Montags-Ausgabe der „Rhein-Zeitung“ erwähnt werden konnten. -  Es geht dem Veranstalter auch darum, die Unfall-Realität während der „Touristenfahrten“ gegenüber der Öffentlichkeit zu schönen. So dürfen ab sofort z.B. keine Unfall-Fotos und -Filme mehr gemacht und gezeigt werden. Auch bei den „Touristenfahrten“ gibt es jetzt -.wie inzwischen auch sonst am Nürburgring verkündet – offiziell nur noch die „heile Welt“! - Motor-KRITIK war in der realen Welt unterwegs und hat die Realität an und auf der Rennstrecke fotografiert. -Wie setzen z.B. Touristenfahrer die StVO in der Realität um? Ich habe auch zum Unfallgeschehen recherchiert. Meine Informationen können dazu allerdings nur „ohne Gewähr“ sein. Es ist „von oben“ strikte Geheimhaltung verordnet. - Darum konnte ich auch nicht so schnell sein wie die Polizei, die auch bei bei den von ihr aufgenommenen und registrierten Unfällen keinen Bezug zu den Touristenfahrten am Ring herstellen konnte. - Motor-KRITIK schon! - Es gibt – gegen Ende der Geschichte - auch die Auflösung zu der Beobachtung, die auch im Titel Erwähnung findet:

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E-Lastkraftwagen: „Alles Müller oder watt?" (MW!)

Gute Werbesprüche werden schon mal volkstümlich. Und dann auch sprachlich angepasst. So ist das auch mit einem Spruch zu „Müller-Milch“! - Motor-KRITIK hat ihn dazu jetzt noch verfremdet! - Weil mir sonst nichts einfiel, als ich eine Pressemeldung des VDA vom 9. März 2021 gelesen habe, dessen erster Absatz wie folgt lautet: „Während oft über Elektro-Pkw und die dafür notwendige Ladeinfrastruktur gesprochen wird, wird weniger beachtet, dass auch beim Nutzfahrzeug die Elektrifizierung massiv voranschreitet. Ein branchenübergreifendes Konsortium unter Schirmherrschaft des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) hat am 16.02.2021 im Rahmen der Förderrichtlinie Elektromobilität des Bundesverkehrsministeriums (BMVI) vom 14.12.2020 den Förderantrag zum Megawattladen für Nutzfahrzeuge eingereicht. Die eingereichten Anträge werden in einem sogenannten beschleunigten Bewilligungsverfahren bearbeitet, das dem aktuellen Handlungsbedarf zur Elektrifizierung im Fernverkehr Rechnung trägt.“ - Da inzwischen an der Spitze des VDA (Verband der Automobilindustrie) Frau Hildegard Müller (CDU) steht, habe ich mir dann erlaubt einen passenden Titel zu folgenden Geschichte „zu gestalten“, wobei meine Leser in diesem Fall bitte berücksichtigen sollten, dass „watt“ für „MW“ = MegaWatt steht.

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