Zum 13. Nov. passend: „Finger weg bis zum 5.11.“!

Der 13. war in diesem Monat ein Freitag. Zu einem solchen Zusammentreffen eines bestimmten Wochentages mit der Zahl 13 ist bei „Wikipedia“ zu lesen: „Der Freitag der 13. gilt im Volksglauben als ein Tag, an dem besonders viele Unglücke passieren können. Die irrationale Furcht vor einem Freitag dem 13. wird auch als Paraskavedekatriaphobie bezeichnet. Diese Phobie kann im Einzelfall so weit führen, dass davon betroffene Personen geplante Reisen und Termine absagen oder sich an einem Freitag, dem 13. nicht aus dem Bett trauen.“ - Ich gehöre nicht zu diesen Leuten. Nachdem am 11.11. weder normal der Beginn der Karnevalszeit noch der Martinstag gefeiert werden konnte (Corona!), habe ich an diesem Freitag, dem 13. einmal versucht zu beobachten, ob – aus meiner Sicht, nach meinem Empfinden – an diesem Tag etwas Ungewöhnliches geschah. So bin ich natürlich auch am Nürburgring gewesen, habe meinen E-mail-Eingang auf Besonderheiten kontrolliert, aber auch die „allgemeinen Meldungen“ zu Ereignissen am Freitag dem 13. November 2020 wahrzunehmen versucht.  - So ist die folgende Geschichte eigentlich ein Durcheinander, das ich – weil ein wenig Nürburgring-affin – unter den Titel gestellt habe:

Zum 13. Nov. passend: „Finger weg bis zum 5.11.“!

Die zum Titel passende Erklärung gibt es erst gegen Ende dieser Geschichte. Mit einem Foto belegt. - Denn eigentlich gab es am Freitag, dem 13. November 2020 Ereignisse, die von der gefühlten Rangordnung her eine größere Bedeutung haben.

Da war die tonnenschwere Betonverkleidung die auf der viel befahrenen A 3 bei Köln nicht nur ein zufällig vorbei fahrendes Automobil zum Totalschaden machte, sondern auch die Fahrerin in einen frühen Tod beförderte. - Zufall! - Schicksal? - Freitag, der 13.?

Die Verkehrsstatistik kann darüber keine Auskunft geben; sie sagt vielmehr aus, dass an einem Freitag, dem 13. eher weniger Verkehrsunfälle zu verzeichnen sind, als an „normalen“ Freitagen. - Ein schrecklicher Unfall, der dann eher die Frage aufkommen lässt, wieso man tonnenschwere Verkleidungen an eine Betonwand hängt, die dem Lärmschutz diesen soll?

Dass in Amerika an einem Freitag, dem 13. der Wahlsieg in den USA von Joe Biden in Amerika mit 306 Wahlmännerstimmen vor den 232 Wahlmännerstimmen eines Donald Trump eindeutig ist, wird von Donald Trump bestimmt als ein Geschehen zum Freitag, dem 13. empfunden werden. - Und er versucht dieses Ergebnis zu verdrängen. - Man fragt sich: Warum und wie?

Die Frage nach dem „Warum“ stellt sich im Fall der Absage des Hamburger Hafenfestes, dem  „Hamburger Hafengeburtstag“ für das Jahr 2021 nicht! - Es ist die Corona-Pandemie und deren absehbare Entwicklung, die schon früh zur Absage in diesem Jahr von einigen Veranstaltungen führte und nun auch die Durchführung des Festes in 2021 verhindert, das eigentlich vom 7. - 9. Mai 2021 durchgeführt werden sollte, geplant war.

Die Hamburger Geschäftsleute werden es bedauern, haben aber Verständnis für die rechtzeitige Absage, die vom Hamburger Wirtschaftssenator am Freitag, dem 13. verkündet wurde. - Um die wirtschaftliche Bedeutung dieser Absage anzudeuten: In den Jahren 2019 und davor, waren jeweils über eine Million Besucher bei diesem Fest in Hamburg unterwegs!

Da wirkt es dann geradezu lächerlich, wenn Christian Stephani, Geschäftsführer der VLN VV GmbH & Co. KG, schon am 12. November Freitag, den 13. November vorweg nahm, indem er mit der Aussage…

„Das Motto für die nächsten Monate lautet ‚Volle Kraft voraus‘“

...die Renntermine für die VLN-/NLS-Läufe des Jahres 2021 verkündete und u.a. ausführte:

„...wir arbeiten mit Hochdruck an der Ausschreibung. Viel ändern müssen wir nicht, denn die Nürburgring Langstrecken-Serie ist in der jetzigen Form schon sehr, sehr gut. Hier und da werden wir Kleinigkeiten anpassen. Daneben können wir schon jetzt verkünden, dass es auch in 2021 einen Double-Header geben wird. Aus der Not geboren, ist das Format sehr gut angekommen. ‚Wisst Ihr, was das Beste ist? Wir brauchen gleich nicht abbauen‘, schrieb ein Teilnehmer kurz vor Rennende am Samstag in der VLN-Team-Messenger-App. Er hatte recht. Auch wenn aufgrund der Kontaktbeschränkungen keine große Party im Fahrerlager stattfinden konnte, war die Stimmung sehr entspannt. Darüber hinaus bieten sich für Teams und Fahrer logistische Vorteile, was auch zur Reduktion der Kosten führt.“

In diesen Zusammenhang passt sehr gut die Erklärung, die mir der DMSB auf meine Frage, warum denn die Herstellerwertung, unter „38.5.“ in der Ausschreibung zum letztjährigen 24h-Stundenrennen vom DMSB genehmigt, schließlich doch anders erfolgte. Immerhin waren alle VLN-/NLS-Läufe in die Wertung eingegangen, während die vom DMSB im November 2019 genehmigte Ausschreibung dafür nur die VLN-Läufe 1 – 3 vorsah.

Am Freitag, dem 13. wurde mir durch den DMSB auf meine Nachfrage hin mitgeteilt, dass die Auflösung in „Bulletin 1“ vom 22.04.2020 zu finden sei, wo es u.a. heißt:

„Art. 38.5 Hersteller Wertung
Für Fahrzeuge der Klassen SP9 (FIA-GT3), SP-X und SP-PRO erfolgt zusätzlich eine Hersteller Wertung. Zur Wertung werden die Gesamtergebnisse des Qualifyings und des Rennens folgender Veranstaltungen herangezogen:
• VLN Rennen 2020
• ADAC Qualifikationsrennen
• ADAC TOTAL 24h-Rennen
Punkte Vergabe Rennen: Die Herstellerwertung wird erstellt aus den Rennergebnissen der oben genannten Veranstaltungen:
• Nur das bestplatzierte Fahrzeug eines jeden Herstellers, innerhalb der betreffenden Veranstaltung ist punktberechtigt für die Hersteller Wertung.
• Die bestplatzierten Fahrzeuge weiterer Hersteller, innerhalb der betreffenden Veranstaltung rücken entsprechend auf.
• Im Rahmen des 24h-Rennens werden nach 12/24 Stunden Punkte vergeben.
• Der Veranstalter behält sich das Recht vor einzelne Hersteller von der Herstellerwertung auszuschließen. Dies wäre z.B. der Fall, wenn ein Hersteller versucht den fairen Wettbewerb zu behindern.“

Abgesehen davon, dass es auf der Internetseite des ADAC Nordrhein zum 24h-Rennen zwei „Bulletin 1“ gibt, wäre interessant zu erfahren, wer von den Verantwortlichen der VLN-/NLS-Organisation offiziell um die Genehmigung zu einer solchen gemeinsamen Wertung gebeten wurde und wer dem zustimmte. - Auf den VLN-Internetseiten findet man nichts! - Wer war von den VLN-Veranstaltern überhaupt über die Durchführung einer solchen „Herstellerwertung“ durch den ADAC Nordrhein informiert worden und hatte keine Einwände?

In Verbindung mit der aktuellen Verkündung des Herrn Stephani zur Durchführung eines „ Double-Header“ auch in 2021, entsteht bei mir der Eindruck, dass die VLN-Fans hier gerade vorgeführt bekommen, wie man die alte VLN zunächst zu einer NLS „kalt verformt“, dann mit „Double-Header“ verfeinert hat, um dann spätestens 2022 vom ADAC Nordrhein in Köln in einer neuen Serie „untergebuttert“ zu werden!

Die Pläne dazu sind alt, lagern u.a. schon lange in einer Schublade der Firma WIGE und waren identisch mit den Vorlagen, die man derzeit sicher auch beim ADAC Nordrhein in Köln finden könnte.

Nicht nur bei dieser Entwicklung so manche Firmen, Vereine und Organisationen, die den „alten“ Basis-Motorsport zu einer neuen Geschäftsidee nutzten, wurden dann  gesetzliche Bestimmungen „übersehen“, auf die sie – nicht nur akutell – sondern schon seit Jahren von den Finanzbehörden aufmerksam gemacht wurden. Das war zwar nicht an einem Freitag, dem 13., sondern wird hier nur in diesem Zusammenhang erwähnt.

Tatsächlich erreichte mich ein Motor-KRITIK-Leser aber am Freitag, dem 13. mit seinen E-mail aus Berlin, mit denen er mir u.a. zwei Internetadressen kommentarlos zukommen ließ. Mit der einen  erreicht man die Internetseiten der Kreisverwaltung Ahrweiler mit ihrer Corona-Statistik, die andere Adresse führt zur Corona-Statistik der Landesregierung in Mainz. - Ich verlinke mal zu diesen Adressen – HIER & HIER – So haben sie immer aktuell die Übersicht über die Zahlen in Rheinland-Pfalz, aber auch dann die detailliert für den Kreis Ahrweiler.

Dass der eigentlich als Besitzer des Nürburgrings bekannte Viktor Charitonin („Viktor II“) sich aktuell in der Eifel befindet, ist wohl auch in Verbindung mit den Wünschen der Finanzbehörden zu sehen, die übrigens ihre schon lange laufenden Überprüfungen bei der „Tochterfirma“ der Besitzerfirma (des Nürburgring-Pächters), bis heute noch nicht abgeschlossen hat.

Dafür ist aber durchgesickert, dass die Finanzbehörden inzwischen auch bei Einsatz-Teams – auch solchen, die bei der VLN/NLS ihr Geld verdienen – auf nette Art z.B. zu deren Verständnis abklopfen, mit der die sich als mehrwertsteuerpflichtig – JA oder NEIN – bei bestimmten Einsätzen und Einnahmen empfunden haben.

Im Motorsport – auch bei deren Organisatoren – ist die Situation derzeit – nicht nur am Freitag, dem 13. - ziemlich wirr. Sie ist sicherlich mit der im deutschen Fussball zu vergleichen. Dort wird „harsche Kritik“ von ehemaligen WM-Helden geübt, die man sich im Motorsport von den dortigen Spitzensportlern auch wünschen würde. - Dazu schreibt mir ein nicht unbekannter Motorsportler:

„Hier müssten mal die berühmten Rennfahrer ran! - Aber leider stehen die meistens unter der Fuchtel eines Lobbyisten! - Oder sind selber einer!

Auch die derzeitige Entwicklung der DTM wäre eigentlich ein Thema, das gut zu Freitag, dem 13. passen würde. Aber ich werde es später noch mal separat behandeln. Das kann leider auch nur eine traurige Geschichte werden.

„Volle Fahrt“ fährt man derzeit nur am Nürburgring, wo ich mich dann am Freitag, dem 13. ein wenig umgesehen habe. Ich war in Begleitung eines Motor-KRITIK-Lesers dort, der sich u.a. auch mal die ausgetretenen Treppenstufen – weil schwarzer, zu weicher spanischer Schiefer – ansehen wollte, von denen ich schon vor langer Zeit berichtet hatte. - Ich habe dann bei dieser Gelegenheit ein paar Fotoaufnahmen im „Boulevard“ gemacht, die ich hier unkommentiert folgen lasse:

Und wenn meine Leser hier das Foto vermissen, das zum Titel passt, weil es exakt am Freitag, dem 13. November 2020 im „Boulevard“ am Nürburgring aufgenommen wurde:

 

Hier ist es! - Dieser Zettel an einer Tür ist offensichtlich von einem Handwerker nach einer Reparatur dort vor dem 5. November 2020 angebracht worden. Nach diesem 5. November haben sicherlich viele Mitarbeiter diese Stelle passiert, aber niemand hatte wohl den Auftrag, diesen Zettel zu entfernen.

(Das Foto ist nicht wegen Freitag, dem 13. so dunkel. Ich habe es dunkel machen müssen, um die Schrift auf dem eigentlich weißen Zettel für meine Leser deutlich lesbar zu machen.)

So hing dieser Zettel auch noch am Freitag, dem 13. an einer Tür im Nürburgring-“Boulevard“. - Auch zur Freude eines meiner Leser! - Außer uns war an diesem Tag auch kaum ein Besucher dort.

Es war schließlich Freitag, der 13.!

MK/Wilhelm Hahne

PS: Fast vergessen! - Am Freitag, dem 13.,gab es auf der Nürburgring-Nordschleife keine Unfälle! An diesem Tag war die Nordschleife geschlossen! Man hatte Freitag, den 13. auf Samstag, den 14. November verschoben, wo dann – nach Motor-KRITIK-Zählungen – mindestens vier Fahrer ihren „Freitag, den 13.“ erlebten. Andere kamen mit Ausrutschern in Gras und Kies mit dem Schrecken davon. - Am Sonntag ging es dann ähnlich weiter! - Teure „Touristenfahrten“ nach einem interessanten Hygiene-Konzept. - Alles kontaktlos, bis auf die Einschläge!

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