Erlebt: Drei Tage – Zwei Monate – Ein Einschnitt!

Dazu genügte das letzte Wochenende und der vergangene Montag, als erster Tag, der uns neue politische Vorgaben in Sachen Corona-Pandemie bescherte.

Beginnen wir mit dem Samstag, den wir alle als ungewöhnlich warmen Herbsttag erleben durften. Aber dieser Tag – bitte nicht vergessen – war nicht nur der 31. Oktober 2020, sondern besonders für viele Motorradfahrer der letzte Tag, an dem sie ihre Sport- und Freizeit-Geräte mit dem gewählten Saison-Kennzeichen nutzen konnten. Entsprechend war der Verkehr hier auf den Eifelstraßen rings um den Nürburgring.

  • Ein Eifelaner: „Das war so, als wäre am Nürburgring eine Großveranstaltung.“

Aber auch viele Autofahrer nutzten das schöne Wetter zu einem Ausflug in die wunderschön bunte Herbstwelt der dicht bewaldeten Eifel. Und abends gingen dann Familien noch einmal gemeinsam essen. - Ein wunderschöner Tag!

Am Sonntag war dann – um wieder unseren Eifel-Bewohner zu zitieren, „Tote Hose!“ - Es war – verglichen mit Samstag – „nichts mehr los.“ - Da hatte nicht nur – zufällig – der Monat gewechselt, sondern alle Fahrzeuge mit Saison-Kennzeichen mussten auch – dem Gesetz entsprechend – in der Garage bleiben. - Erstaunlich, wie groß der Unterschied im Verkehrsaufkommen zwischen diesem Samstag und Sonntag war!

Manche Eifel-Bewohner werden auch ein wenig aufgeatmet haben, weil nun auch weniger Ausländer anreisen, die – so wird das empfunden – ein erhebliches Corona-Risiko bedeuten. Ich werde daran durch eine aktuelle Leser-E-mail erinnert, in der es heißt:

„Als Anwohner in der VG Adenau kann einem schon Angst und Bange werden. Die mit weitem Abstand höchsten Infektionszahlen im Kreis Ahrweiler.
Mehr als doppelt so hoch wie in der von der Einwohnerzahl vergleichbaren VG Bad Breisig.
Geht man durch Nürburg, Kottenborn, Wiesemscheid oder auch dem benachbarten Kelberg ist einem klar warum.
Jede Menge Kennzeichen aus England, den Niederlanden, Schweden und sogar RUS. Alles Touristenfahrer - die irgendwo übernachten, essen, tanken und einkaufen gehen.
Von der lokalen Politik kein Wort hierzu. Aber Sankt-Martins-Züge (mit Kindern die alle in den gleichen Kindergarten oder Schule gehen) in den kleinen Orten absagen - kostet halt nix.
Ich bin mir sicher - jetzt im Winter - wenn die Nordschleife zu macht - werden die Infektionszahlen in der VG Adenau wieder unter Durchschnitt sinken.„

Damit sind wir dann auch beim Montag, nicht nur dem ersten Arbeitstag dieser Woche, sondern auch der erste Tag, an dem die neuen Corona-Auflagen der Bundesregierung greifen.

Der Berufsverkehr lief wie immer, eigentlich gab es aus meiner Sicht nichts, was mir besonders aufgefallen wäre. Am Abend bin ich dann mit meiner Frau einmal bewusst die kurvenreiche Landstraße zwischen Ahrweiler und Altenahr entlang gefahren. Es war zwar nicht so duster wie in den Nächten des 2. Weltkriegs, aber es war doch eindrucksvoll, wie dunkel es gerade in den Weindörfern entlang dieser Straße ist, wenn alle Restaurants und Hotels in tiefem Dunkel liegen. - Sogar beim „Hotel Lochmühle“ war es „zappenduster“. - Das kennzeichnet auch ein wenig die Stimmung der Menschen, denen ich an diesem Tag begegnete.

Was soll man auch jetzt abends machen? - Das bin gefragt worden. Ich bin am Montagabend mit meiner Frau in einem Supermarkt spazieren gegangen, wir haben keine Pflichteinkäufe gemacht, sondern uns etwas mitgenommen, was uns zum Abendessen dann besonders gut geschmeckt hat.

Wobei uns an diesem Tag etwas Besonderes aufgefallen ist: Wir wählen inzwischen Einkaufsstätten, bei denen das Handdesinfektionsmittel am Eingang besonders angenehm riecht. Besonders angenehm wird von mir ein Mittel empfunden, das wohl von Tresterherstellern geliefert wird. - Hat man das genutzt, wird man wohl bei einer Alkoholkontrolle der Polizei Probleme bekommen!

Gibt‘s auch gute Aussichten? - Wie‘s zu Weihnachten wird, kann ich meinen Lesern nicht sagen. Dafür ist Frau Merkel – situationsabhängig – zuständig. Was ich den Motor-KRITIK-Lesern in Aussicht stellen kann, ist der 1. VLN-Lauf 2021 – der auch als NLS-Lauf bezeichnet wird – und am 30.März 2021 durchgeführt werden soll.

Wenn schon nicht auf Weihnachten – weil es da noch Corona-bedingte Fragezeichen gibt - so freuen wir uns doch einfach auf diesen Tag! - So können wir uns Monate freuen!

Alles wird gut!

MK/Wilhelm Hahne

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