2020

ITR: Bei der „DTM Trophy“ mit Zitronen gehandelt?

Die ITR hat es in 2020 schwer! - Nur zwei Fabrikate sind mit je 8 Fahrzeugen in der DTM am Start. - Bei den ersten beiden DTM-Terminen kam da immer A (= Audi) vor B (= BMW). Um dem – dank Corona – nicht vorhandenen Publikum etwas Besonderes zu bieten, hat man die eigentlich farblosen DTM-Läufe am letzten Wochenende u.a. mit Rennen der TWC (= Tourenwagen Classic) angereichert.

Außerdem trifft man als Zuschauer (vor dem Fernseher) auf Rennen zur „DTM Trophy“. So steht es jedenfalls auf den DTM-Internetseiten. Dort empfindet man diese neue Serie so:

„DTM Trophy – der Start der einer neuen Ära“

Diese Rennen sollen mit GT4-Fahrzeugen ausgetragen werden, die einer speziellen BoP (=Balance of Performance) unterliegen. Davon schwärmten Teamchefs auf den DTM-Internetseiten unter dem Motto: „Die Quadratur des Kreises: Teams loben die BoP-Ermittlung der DTM Trophy“ u.a. so:

„Wir waren sehr positiv überrascht von der professionellen Vorgehensweise. Das ist auch ein Grund, warum wir uns für die DTM Trophy entschieden haben, denn dort wird eine eigenständige BoP ermittelt.„

Die ersten beiden Läufe zur DTM Trophy wurden auch – wie angekündigt – in Francorchamps im Umfeld der DTM ausgetragen. Weil mir schon im Vorfeld einiges ein wenig schleierhaft vorkam, hatte ich der verantwortlichen Serien-Managerin bei der ITR ein paar normale Fragen gestellt. - Die wurden bis heute nicht beantwortet, obwohl ich noch einmal erinnert hatte.

Auch bei „SPIELKIND“ einer Internetseite, die dem Influencer Felix von der Laden zugerechnet werden muss, der auch in der DTM Trophy an den Start gehen wollte, kam zunächst keine Antwort. Nach einer Erinnerung durch mich schrieb man dann u.a

„Leider können wir dir bei diesem Anliegen nicht weiterhelfen und bitten daher um dein Verständnis. … Wenn du uns weitere Informationen zu deinem Recherche Stand zukommen lassen möchtest, kannst du dies natürlich dennoch gerne tuen!“

Ich war darum nicht erstaunt, im Verlaufe dieses Montag-Vormittags, heute, am Tag nach der DTM-Veranstaltung auf dem Lausitzring, keine Rennergebnisse zur „DTM Trophy“im Internet finden zu können. Meine Recherchen ergaben dann auch:

  • Es gab gar keine Rennen zur „DTM Trophy“ auf dem Lausitzring! - Obwohl angekündigt! - Es wird auch keine weiteren GT4-Läufe im Umfeld der DTM mehr geben!

Beim Herumstöbern im Internet bin ich dann bei „facebook“ auf diese Notiz von Rainer Braun gestoßen, den ich meinen Lesern sicherlich nicht vorstellen muss. - Diese klaren Worte – das bezieht sich auf den „Schlusssatz“ - unterstreichen eigentlich nur das, was ich aktuell im Hinblick auf die DTM Trophy, die DTM und die ITR als Veranstalter recherchieren konnte:

  • Die ITR hat mit der „DTM Trophy“ und dem Sponsor-Partner „Superdrink“ wohl mit Zitronen gehandelt!

Da werden dann einige Leute „sauer“ sein! - Nicht nur Rainer Braun!

MK/Wilhelm Hahne
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Überfällig: Die FIA schafft den „Party-Mode“ ab!

Ich habe schon lange auf so eine Entscheidung der FIA gewartet, weil man dort nicht so dumm sein kann, seit Jahren eine Entwicklung zu übersehen, die die Formel 1 auf den falschen Weg gebracht hat. - Aber es ist schwer, bei der großen Bedeutung mancher Teams in dieser Motorsportart, eine Regeländerung durchzusetzen.

Darum hat man bei der FIA einen Ausweg gewählt, indem man - nachdem es auf dem Sektor „PartyMode“ zu Auswüchsen gekommen war – nun per „Technischer Direktive“ eine Änderung allen Teams verbindlich vorschreibt. - Eine „Regeländerung“ wäre nur mit einem einstimmigen Beschluss aller Beteiligten möglich – und darum unmöglich -  gewesen.

Ab dem Formel 1-GP in Francorchamps – schon dem nächsten WM-Lauf – wird diese Technische Direktive gelten, die aber nur den Verbrennungsmotor betrifft. Das Qualifying muss demnach mit den gleichen Einstellungen – in den gleichen Modi der „Black Box“ - wie dann später im Rennen gefahren werden.

Im Qualifying macht dann „nur noch“ die geringere Benzinmenge (Gewicht) und die Geschicklichkeit des Fahrers den Unterschied, wie er z.B. die Batterie und den Heckflügel seines Fahrzeugs nutzt.

Dann wird ein anderer Unterschied deutlicher werden:

  • Der zwischen den Fahrern, ihren fahrerischen Qualitäten, ihrer Rennintelligenz – der Fahrer-Persönlichkeit(!). Kurzum: Die Bedeutung des Fahrers wird zunehmen!

Motor-KRITIK-Meinung:

  • Die FIA hätte eine solche Entscheidung deutlich früher treffen müssen!

Im Juli 2018 hatte ich nicht nur eine Geschichte zum F1-GP in Hockenheim geschrieben, sondern die auch an das Mercedes F1-Team weiter gereicht. (Mit einem Klick HIER sind Sie da!) Am 4. September 2018 habe ich per E-mail beim Mercedes F1-Team angefragt, warum der Rundenrekord in Monza im Jahre 2018 immer noch seit dem Jahr 2014 besteht? - Denn ich hatte im Juli keine Antwort erhalten!

Ich habe dieser September-E-mail ein Aufstellung beigefügt, die nicht nur zeigt, dass Hamilton 2018 in Monza in seiner schnellsten Runde mehr als 1 sec langsamer war, als Raikkönen in 2014, die aber auch deutlich machte, dass zwischen der schnellsten Quali- und Rennrunde in 2018 bei Hamilton 3,203 sec, bei Raikkönen, der bei diesem Rennen auf Platz 2 einlief, 4,396 sec lagen. - Dazu habe ich dann geschrieben:

„Wenn jemand in Ihrem Team dazu eine Erklärung einfällt, wäre es nett, wenn Sie mich es wissen ließen.“

Mercedes ist bis heute (!) dazu keine Erklärung eingefallen, weil man wohl auch zu diesem Zeitpunkt durch irgendwelche klaren Aussagen „kein schlafenden Hunde wecken wollte“. Bei der FIA ist man wohl auch erst wach geworden, nachdem Ferrari sein „intelligentes Quali-System“ dann auch in 2019 für‘s Rennen übernommen hatte. - Oder warum sonst?

Da hat dann die FIA das Ferrari-Team wohl ein wenig schütteln müssen und zu einem „Geheimabkommen“ gefunden, weil man sonst wohl auch selbst „ganz alt ausgesehen“ hätte.

Ich habe zur damaligen Zeit meinen Lesern auch mal die Vergleichs-Möglichkeit geboten, welche Differenzen es damals zwischen schnellster Quali- und schnellster Rennrunde in unterschiedlichen Motorsport-Serien –  umgerechnet pro Kilometer Rennstrecke – gab, um den „Irrsinn“ in der Formel 1 zu verdeutlichen.

Wenn Sie sich Zeit nehmen wollen, dann lesen Sie doch noch mal zwei Geschichten aus 2018 von mir zum Thema Formel 1 und den Menschen, die dort eine Rolle spielen: HIER und HIER!

Wenn Sie verstehen wollen, warum es zwischen der FIA und Ferrari erst in der „Neuzeit“ zu einem Geheimabkommen gekommen ist, dann können Sie das vielleicht, indem Sie noch eine Geschichte aus 2018 von mir lesen: HIER!

Warum sollte ich auch immer wieder neu schreiben, was ich schon Jahre vorher geschrieben habe?

MK/Wilhelm Hahne

PS: Diese neue Geschichte habe ich geschrieben, nachdem ich – wegen Gewitter in der Eifel – die Übertragung des Formel 1-Rennens in Barcelona abgeschaltet hatte. - Habe ich etwas verpasst?

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Anders: Verkehrsunfall + Todesermittlungsverfahren

Weil sich in der letzten Zeit bei mir die Leseranfragen mehrten, warum die Polizei nicht über jeden Verkehrsunfall auf der Nürburgring-Nordschleife die Öffentlichkeit informiert, habe ich die Polizei gebeten, mir doch an möglichst aktuellen Beispielen zu erklären, ob nun wirklich alle Unfälle auf der Nürburgring-Nordschleife in die – von der PI Adenau – speziell geführte Nordschleifen-Statistik eingehen. Zumal wahrscheinlich auch nicht – wie mir an Beispielen deutlich wurde – die Öffentlichkeit über alle Unfälle auf der Nürburgring-Nordschleife informiert wird. Das kann man nicht unbedingt der Polizei vorhalten, wenn die nicht durch den Nürburgring-Pächter informiert wird. - Der hat verständlicherweise kein Interesse daran, dass über jeden einzelnen Unfall, über jede Streckenschließung wegen einer Unfallaufnahme, berichtet wird. Deshalb habe ich – für Motor-KRITIK – den Verdacht, dass die Polizei eigentlich nur dann informiert und zu einer Verkehrsunfallaufnahme gerufen wird, wenn ein Personenschaden vorliegt. - Aber auch nicht jeder Personenschaden, auf der Nürburgring-Nordschleife entstanden, findet sich in der Nordschleifen-Statistik der Polizei wieder. Es ändern sich – aus rechtlicher Sicht – gewisse Voraussetzungen, über die man sich auch streiten könnte. Aber in der derzeitigen etwas wirren Situation von unterschiedlichen Ansichten, die eigentlich durch Gerichte niemals geklärt wurden - weil auch dazu jeder Anlass vermieden wurde -  muss man auf einen Unterschied besonders achten:

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Zuschauer? - Nacharbeiten - Vorarbeiten - Fertig!

Der AvD Oldtimer Grand-Prix ist vorbei. Die ADAC Masters GT stehen in den Startlöchern. Da machte die „Rhein-Zeitung“ gestern ihren Versuch deutlich, den Pressesprecher der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG zu fragen: „Versuch gelungen?“

Alexander Gerhard, der Pressesprecher, ist begeistert:

„Ja, sie haben noch gefragt, ob man bei der Umsetzung behilflich sein kann!“

Er meint die Zuschauer, die sich – natürlich - „perfekt an unser Konzept gehalten“ haben. - Die „Rhein-Zeitung“ schreibt weiter:

„Der Ring-Sprecher hofft, dass die Veranstaltung tatsächlich zur Blaupause für weitere Veranstaltungen am Nürburgring wird. Denn die Saison ist noch lang.“

Motor-KRITIK möchte einfach zunächst mal diese Woche – die 33. des Jahres - beleuchten:

Am Montag und Dienstag war Porsche mit einem Fahrerlehrgang auf der Nordschleife. Die Veranstaltung war mit Teilnehmern gut gefüllt. Man hatte ein großes Festzelt im Bereich der neuen Nordschleifenzufahrt aufgebaut. - Der Nürburgring-Sprecher wird das sicherlich als ein weiteres Stück Normalität empfunden haben.

Die „Normalität“ setzt sich fort mit einem Fahrerlehrgang - am Mittwoch und Donnerstag - der Zeitschrift „sport auto“. Es wird alles so sein wie immer. - Man sollte auch nach vorn schauen! - Corona? - War das nicht etwas von Gestern?

Am Freitag geht‘s dann schon – bis Sonntag - mit der Veranstaltung „ADAC GT Masters“ weiter. Wie in der „Rhein-Zeitung“ zu lesen:

„...will sich die Kreisverwaltung indes“ nicht festlegen, „ob unter den gleichen Bedingungen (Anm.: wie beim OGP) auch zukünftige Veranstaltungen am Ring durchgeführt werden können.“

Motor-KRITIK-Vorhersage: Doch! - Es wird eine weitere Ausnahmegenehmigung geben! - Schon zum kommenden Wochenende, aus Anlass der ADAC GT Masters, wird der Herr Landrat des Kreises Ahrweiler den Ministerien in Mainz zeigen, dass er zu den „Machern“ gehört! - Zuschauer werden zugelassen sein! - Es wurden im Vorfeld zu dieser Veranstaltung auch immer weiter Eintrittskarten verkauft!  - (Zuletzt gestern von mir überprüft!) -

Dazu war auf den Internetseiten von „ADAC GT Masters“ schon vor einigen Tagen u.a. zu lesen:

„Der Nürburgring hat bei den Behörden für das Rennwochenende des ADAC GT Masters (14. bis 16. August) ein Infektionsschutzkonzept eingereicht, das nah an das des am kommenden Wochenende (7. bis 9. August) stattfindenden Oldtimer-Grand-Prix angelehnt ist.“

Und:

„Der Nürburgring und das ADAC GT Masters hoffen, dass nach der erfolgreichen Durchführung des Oldtimer-Grand-Prix unter den Infektionsschutzauflagen spätestens Anfang der kommenden Woche von den Behörden auch die Zulassung von Zuschauern für das ADAC GT Masters erfolgt. Ticketkäufer werden dann umgehend per E-Mail über den Ablauf der sitzplatzgenauen Buchung informiert.“

Warum dann dazu bis Dienstagabend noch keine offizielle Aussage erfolgt war? - Gemach, gemach! - Man könnte z.B. unterstellen, dass man beim ADAC so intelligent ist, erst mal die bereits verkauften Karten zu zählen. Exakt in dieser Höhe könnte dann die Ausnahme-Genehmigung der Kreisverwaltung Ahrweiler erfolgen!

Aber man sollte den ADAC nicht überschätzen. Dort wird man einfach die Meinung vertreten, dass man als mächtigster deutscher Automobilklub nicht schlechter gestellt sein sollte als ein kleiner – wenn auch feiner -  AvD!

So wird man wohl die vom Nürburgring-Pressesprecher so hochgelobte „Blaupause“ nutzen. Darin sind 5.000 Zuschauer pro Veranstaltungstag genehmigt. - Diese Zahl wird sich der ADAC auch genehmigen lassen, selbst wenn er sie – an den verkauften Karten gemessen – nicht braucht!

  • Sollen wir wetten?  

Der ADAC zeigt‘s dem AvD! - Und ein Landrat zeigt einem Ministerium und der Landesregierung, wer – dank Corona – Chef im (am) Ring ist!

Und wer ist per Saldo der Dumme?

MK/Wilhelm Hahne
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Ist § 15 StGB auch in der „Corona-Welt“ anwendbar?

Die Frage tauchte zunächst nicht bei mir, sondern bei einem meiner Leser auf, nachdem er meine letzte Geschichte zu der Frage, „Wer verantwortet die vielen Ausnahmegenehmigungen?“, gelesen hatte. - Leider kann ich diese Frage auch nicht beantworten, da das Gesundheitsamt in Ahrweiler – die zuständige Genehmigungsbehörde, wie man hört - meine Fragen zu dem Thema auch nicht beantwortet hat. - Wir können aber nach diesem Wochenende feststellen:  Einmal durften – wie in Silverstone, beim Formel 1-Grand-Prix – keine Zuschauer vor Ort sein, in Portimao, beim Super-Bike, dann 250. Auch in Brünn – bei der Moto-GP - gab es mit Rücksicht auf die derzeitige Corona-Situation keine Zuschauer. Wie auch in Berlin bei der Formel E! - Am Nürburgring durften pro Veranstaltungstag an diesem Wochenende  aber gleich 5.000 Zuschauer scheinbar unbekümmert sein. - 15.000 Zuschauer an einem Wochenende! - Genießt die Eifel weltweit einen Sonder-Status? - Hat der auch seine Berechtigung? - Wer hat da etwas schriftlich (!) genehmigt? - Man hört mal von hier, mal von da „ganz oben“, vorsichtige Einwände, aber man muss nun tatsächlich einmal die Frage stellen, die sich bei dieser unterschiedlichen Einschätzung der Gefährlichkeit der akuten Corona-Situation aufdrängt:

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Wer verantwortet die vielen Ausnahmegenehmigungen?

Am vor uns liegenden Wochenende – exakt ab heute - wird der AvD-Oldtimer-GP zum 48. Mal veranstaltet. Und das unter ganz besonderen Bedingungen, die – eigentlich – vom Coronavirus diktiert werden. Wenn der nicht – wie in diesem Fall – auf einen anderen „Diktator“ trifft, der entscheidet, dass pro Veranstaltungs-Tag 5.000 (= insges. 15.000) Zuschauer zugelassen sind. - Per Ausnahmegenehmigung! - Schon der 1. Oldtimer-Grand-Prix fand – nicht nur mit einem anderen Veranstalter-Team im Jahre 1973 - auch unter besonderen Bedingungen statt. Ich erinnere mich gut, dass es zu diesem Termin nicht nur in Strömen regnete, sondern auch dass Daimler, bzw. Mercedes-Benz als Hauptsponsor auftrat und dann auch für sich die Boxen im „alten Fahrerlager“ des Nürburgrings beanspruchte. - Da standen dann z.B. die aus England angereisten Gäste mit ihren offenen Oldtimer-Sportwagen im strömenden Regen – ungeschützt – auf den Freiflächen. - Ich erinnere mich noch gut, dass ich damals gedacht habe, dass man doch eigentlich so nicht mit Gästen umgehen sollte. - Heute geht man mit allen so um, wie es der Veranstalter will. - Und der wollte nun mal Zuschauer! - Er hat sie auch bekommen! - Wobei eigentlich unklar ist, wer denn eigentlich wem die Genehmigung erteilte. - Es gibt von nirgendwo her klare und eindeutige Informationen. - Anfragen werden nicht beantwortet! - Zumindest nicht umgehend und sofort. -  Man lässt Informationen zu Ausnahmegenehmigungen nur „tröpfchenweise“ an die Öffentlichkeit! - Hier bei Motor-KRITIK steht dann heute schon mal, was wohl – sozusagen -  in letzter Minute vor dem 24h-Rennen verkündet werden wird. - Hier steht aber auch was sonst noch verschwiegen wird. - Unfälle auf der Nordschleife zum Beispiel! - Das alles zeigt, „wie sehr der Investor die lokale Presse und Politik im Griff hat“, empfindet ein Motor-KRITIK-Leser. - Das kann man so sehen! - Vielleicht gibt es darum auch keine Antwort auf die Frage:

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Der Motorsport leidet unter Wahrnehmungsstörungen!

Der AvD Oldtimer Grand-Prix wird vom 7. - 9. August 2020 am Nürburgring durchgeführt. Die unterere Gesundheitsbehörde der Kreisverwaltung Ahrweiler hat für diese Veranstaltung dem Nürburgringpächter in der derzeitigen Corona-Situation eine Ausnahmegenehmigung von 5.000 Zuschauern pro Veranstaltungstag bei Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln zugestanden.

Der Geschäftsführer der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG meint dazu:
„Zuschauer sind ein bedeutender Faktor einer jeden Veranstaltung. Sie sorgen für die einzigartige Atmosphäre. Wir freuen uns, sind uns in diesen Zeiten aber auch der besonderen Verantwortung bewusst."

Das rheinland-pfälzische Gesundheisministerium stellt fest:
Die Zuschauerzahl halte man für zu hoch. Sie sei aktuell nicht im Sinne der Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes, die eigentlich bei Veranstaltungen unter freiem Himmel nur 350 Zuschauer zulasse.
Und ergänzt:
„Es handelt sich um eine Entscheidung der Kreisverwaltung Ahrweiler, die diese auf Grundlage ihrer eigenen Bewertung auch verantwortet.“

Die Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG bietet an:
„Wer das Spektakel vor Ort erleben möchte, kann ab sofort sein Ticket zu günstigen Konditionen erwerben. Zwischen 14 Euro (Freitag) und 32,50 Euro (Wochenende) gibt es unter www.nuerburgring.de/ogp ein Tribünenticket. Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre sind kostenfrei, jedoch muss für sie als Besucher ein personalisiertes 0,00 € Sitzplatzticket gebucht werden.“
Außerdem im Angebot:
„Für alle, die den AvD-Oldtimer-Grand-Prix aus einer besonderen Perspektive erleben möchten, gibt es die VIP-Tickets ab 229,00 €. Die Coca-Cola business°lounge, oberhalb der BMW M Power Tribüne, bietet besten Blick auf die Start- und Zielgerade und in die Boxengasse. Auf dem eigenen Balkon der Lounge befinden sich gepolsterte und überdachte Sitze. Kulinarische Köstlichkeiten in Verbindung mit erstklassigem Service sorgen hier für ein extravagantes Motorsport-Erlebnis.“

Der DMSB, vertreten durch Hans-Gerd Ennser, der im DMSB-Präsidium für den Automobilsport zuständig ist, ist der Meinung:
„Mit der Zulassung von Zuschauern haben die zuständigen Behörden ermöglicht, dass wichtige Erfahrungen gesammelt werden können. Wir beobachten und begleiten das Geschehen am Ring natürlich intensiv, weil dies ein wichtiger Schritt hin zu einer neuen Normalität sein könnte. Der Nürburgring hat mit renommierten Experten hart daran gearbeitet, ein tragfähiges Konzept zu erarbeiten, das nun der ersten Bewährungsprobe ausgesetzt wird. Im Dachverband der deutschen Motorsportler erhoffen wir uns von diesem Event ein positives Signal, das auch anderen Veranstaltern Mut machen sollte. Gerade im Breitensport gibt es schon wieder viele Motorsportveranstaltungen die beweisen, dass unser Sport auch unter Corona-Bedingungen möglich ist. Die Zulassung von Zuschauern könnte gewissermaßen das i-Tüpfelchen auf diesem Prozess sein.“

Zwei Motor-KRITIK-Leser haben dazu gegenüber der Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz zum Ausdruck gebracht:
„Sie werden sich ja wohl nicht vom Kreis auf der Nase herumtanzen lassen!
Wir alle geben unser Bestes, um Corona nicht hereinzulassen und der lange Arrm des "Investors" schafft es, insgesamt an den drei Tagen 15000 potentielle "Gefährder"genehmigt zu bekommen, ein Skandal sondergleichen. Wie wollen Sie es vertreten, wenn dann demnächst die Hocheifel der nächste „hotspot“ ist?„

RTL.de meldet aktuell, heute, am 4. August, um 14:21 Uhr:
„Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz ist am Dienstag deutlich gestiegen. Die Gesundheitsämter meldeten 7601 Fälle (Stand 10:30 Uhr), 59 mehr als am Montag. ‚Auch wenn ein Teil dieser Fälle duch die kommunalen Gesundheitsämter am Montag vom Wochenende nachgemeldet wurde, zeichnet sich nun doch auch in Rheinland-Pfalz die Gefahr stärker steigender Infektionszahlen ab‘ erklärte das Gesundheitsministerium.“

Der Motor-KRITIK-Kommentar findet sich schon im Titel zu dieser Zusammenfassung!

MK/Wilhelm Hahne
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Nürburgring-Insolvenz: Aus den Augen, aus dem Sinn?

Wer redet heute noch darüber, dass „damals“ - es war im Jahre 2012 – die SPD-geführte Landesregierung von Rheinland-Pfalz die landeseigene Nürburgring GmbH in den Konkurs geschickt hat. Um es exakt zu formulieren: Man hat die Form einer Insolvenz in Eigenverwaltung gewählt, weil man das als die eleganteste Art eines Ausstiegs empfunden hat. - Das heißt: Diese Form wurde den Herren Kurt Beck, damals amtierender Regierungspräsident und den durch Kurt Beck 2011 zum Minister im Ministerium des Inneren, für Sport und Infrastruktur beförderten Roger Lewentz durch einen als Berater verpflichteten Rechtsanwalt empfohlen. Doch die Herren waren eigentlich davon nicht gerade erbaut, gegenüber der Öffentlichkeit auf diese Art das Unvermögen einer Landesregierung öffentlich zu machen, so dass dieser Rechtsanwalt praktisch einen ganzen Arbeitstag benötigte, die Herren davon zu überzeugen, dass diese Lösung eigentlich noch die eleganteste und beste wäre, wenn man „die Zügel in der Hand behalten wolle“. - So kam es dann zu einer dieser Empfehlung entsprechenden Form der Insolvenz – der in Eigenverwaltung – die auch so durch das zuständige Insolvenzgericht Ahrweiler, das damals unter der Leitung des Direktors Jürgen Powolny stand, angenommen wurde. Der ist inzwischen in den Ruhestand gegangen, die Insolvenz ist aber auch nach fast 8 Jahren immer noch nicht abgeschlossen. Gläubiger kämpfen immer noch um ihr Geld, das ihnen durch den damaligen Ministerpräsidenten Kurt Beck auch praktisch versprochen wurde. Aber auch dieses Versprechen wurde von der rheinland-pfälzischen Landesregierung – nachdem Kurt Beck „krankheitshalber“ ausgeschieden war -  nicht gehalten. - Über die Jahre hat die Öffentlichkeit die Übersicht über die damals eingeleitete Entwicklung verloren. - Motor-KRITIK empfindet es als richtig – und wichtig -  noch einmal daran zu erinnern, welch riesiger Schaden dem Steuerzahler durch das unverantwortliche Handeln einer Landesregierung zugefügt wurde, die von der jetzt das Leben im Land bestimmenden „neuen Generation“ schon gar nicht mehr wahrgenommen wird. - Spielt die Landesregierung darum „auf Zeit“, um den Zeitpunkt des weitgehenden Vergessens zu erreichen?

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Kritische Corona-Phase? - Nicht an der Nordschleife!

Man hört, dass die Corona-Erkrankungen wieder zunehmen. Und Virus-Spezialisten beobachten die Entwicklung mit Sorge.

Ich beobachte die Entwicklung hier in der Eifel mit einem gewissen Unverständnis! - Nein, ich habe keine Angst vor diesem Virus, aber ich habe Respekt und verhalte mich entsprechend.

Das scheint nicht bei allen Leuten so zu sein, wenn ich das aus meinen Beobachtungen so schließen darf. Man ist da nachlässig geworden; da wo ein wenig Aufmerksamkeit angebracht wäre, nimmt die Situation nicht so ernst.

Wobei gerade hier am Nürburgring – und in der Urlaubszeit – viele Touristen auch hier im Umfeld des Nürburgrings angetroffen werden, die aus Bundes- oder auch anderen Ländern zu kommen scheinen, wo man über Corona anders denkt, anders handelt, offenbar auch andere Vorschriften gelten.

Aber die Situation am Nürburgring leidet auch darunter, dass hier von den Offiziellen, aber auch den Kommunal-Größen, die Situation insgesamt immer schön geredet wird. Da muss sie sich dann auch – zumindest nach draußen – als „immer schön“ darstellen.

So werden auch schon lange keine Berichte von Unfällen auf der Nürburgring-Nordschleife während der Touristenfahrten mehr veröffentlicht. Wenn am Montag ein Hase am „Galgenkopf“ gesichtet wurde, so ist das sicherlich keine Meldung wert; aber wenn es einen Unfall mit Wildbeteiligung im Streckenbereich “Aremberg“ gibt, so sollte man den schon vermelden.

Ich habe auch nichts vom Unfall eines Toyota Supra am „Schwedenkreuz“ gehört, der am Dienstag geschah. Das war der Tag, an dem auch im Bereich „Wehrseifen“ eine Chevrolet Corvette ihre Nase in die Leitplanken steckte.

Aktuell, am Donnerstag, habe ich noch mal die an den Wochentagen offenen Parkplätze an den Streckenabschnitten „Brünnchen“ und „Pflanzgarten“ besucht und – ergänzend zu meiner Berichterstattung vom 27. Juli noch ein paar Fotos mit nach Hause gebracht:

     Die - und die folgenden - sollen hier nicht kommentiert werden. Jeder hat da vielleicht eine andere Sicht. - Es gab jedenfalls Sommer, Sonne, Sonnenschein und zufriedene Gesichter bei den Nürburgring-Touristen.

Und am Samstag fährt dann wieder die VLN unter verschärften Corona-Bedingungen! - Kein Journalist darf ins Fahrerlager. -  Wegen der Corona-Pandemie!

Gibt‘s die eigentlich im Moment nur am Rennwochenende?

MK/Wilhelm Hahne

PS: Weil es so schön zum Thema passt: Der 48. AvD-Oldtimer-Grand-Prix (7. bis 9. August) darf mit Zuschauern auf den Tribünen stattfinden. Jeweils 5.000 Besucher werden an den drei Veranstaltungstagen auf ausgewählten Plätzen das Klassiker-Festival verfolgen dürfen, darauf einigten sich die Rennstrecken-Betreiber mit der Kreisverwaltung Ahrweiler. - Die "kommunale Größe" dort ist Landrat Dr. Jürgen Pföhler, ehemaliges Aufsichtsratsmitglied der in Konkurs gegangenen landeseigenen Nürburgring GmbH.

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Aktuell: Touri-Fahrten nach Corona-Vorschriften!

Am Nürburgring waren – nach dem Corona-Pandemie-Stopp - zunächst mal wieder die Touristenfahrten genehmigt. Unter strengen Auflagen. Die sind inzwischen weniger streng. Zum letzten Wochenende hin wurde sogar wieder der Parkplatz „Brünnchen“ für Besucher geöffnet. Motor-KRITIK hatte die für Fans „freudige Botschaft“ bereits vorab vermeldet. Alle anderen zur Strecke gehörenden Parkplätze waren geschlossen. - Hörte man. - Am Samstag habe ich nicht nur mir ein Bild, sondern auch für die Motor-KRITIK-Leser, die nicht vor Ort sein konnten, ein paar Bilder mehr gemacht. - Dazu kommt die Feststellung, dass es – zumindest nun für mich – einen neuen Parkplatz im Bereich „Pflanzgarten“ im Angebot der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG gab. Der bekannte „Pflanzgarten“-Parkplatz, von dem man aus die B 412 überqueren musste, um zur Rennstrecke zu kommen, der blieb geschlossen. - Der neue Parkplatz, direkt an der Strecke, wurde von den Wochenend-Besuchern der Rennstrecke – auch darum - sehr gut angenommen. - Denen genügte es auch, den Touristenfahrer mit ihren normalen Automobilen zuzusehen, um eine Menge Spaß zu haben. - Einen ähnlichen Spaß hatten nicht alle Touristenfahrer, denn es gab an diesem Samstag häufig Unfälle und – damit verbunden - auch Streckenschließungen. Die längste am Samstag dauerte rd. zwei Stunden! - Wichtig: Es gab wieder Würstchenbuden die geöffnet hatten. - Insgesamt betrachtet hatten die Touristenfahrten am Wochenende schon den Charakter einer Werbe-Aktion für die Zeit „nach Corona“. - Sie waren auch so organisiert. - Ich möchte nachstehend meine Eindrücke wieder geben.

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